Investieren in die Zukunft - Ausbildung in kleinen UnternehmenBeratung und Infos gibt es bei vielen InstitutionenUm möglichst viele Unternehmen zu ermutigen, Lehrlinge auszubilden, gibt es eine Vielzahl von Stellen, die Ausbildungsfirmen unterstützen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat beispielsweise mehrere Förderprogramme ins Leben gerufen, die unter anderem auch Ausbildungsplätze finanzieren. Derzeit sind vom BMBF fast 200 Ausbildungsplatzentwickler unterwegs, die für neue Ausbildungsplätze sorgen sollen und Unternehmen bei der Durchführung von Ausbildungen beraten und unterstützen. Wenn Betriebe Menschen mit Behinderungen ausbilden, können Sie unter bestimmten Voraussetzungen Zuschüsse zur Ausbildungsvergütung erhalten. Es gibt auch die Möglichkeit, die Lehrlinge an so genannten ausbildungsbegleitenden Hilfen teilnehmen zu lassen. Das ist ein spezieller Unterricht, damit diese bestimmte Fachkenntnisse erlernen oder Sprach- und Bildungsdefizite abbauen. Arbeitgeber, die ihre Auszubildenden für diese kostenlosen Hilfen freistellen, können sich für den Zeitaufwand eine Ausbildungsvergütung erstatten lassen. Weitere Informationen erteilt die Bundesagentur für Arbeit. Sie übernimmt auch die Beratung von Ausbildungsfirmen, ebenso wie die Industrie- und Handelskammern (IHK). Ausbildungspartnerschaften für eine umfassende AusbildungDerzeit gibt es zirka 350 anerkannte Ausbildungsberufe. Üblicherweise wird nach dem „dualen System“ ausgebildet. Das heißt, der Lehrling erhält neben der praktischen Ausbildung im Betrieb auch noch eine theoretische Ausbildung an einer Berufsschule. Die Ausbildungsfirma muss den Auszubildenden zur Berufsschule anmelden und ihn freistellen, wenn der Berufsschulunterricht oder andere Ausbildungsmaßnahmen anstehen. Auch Kammern, Verbände und Innungen bieten für Azubis weiterführende Lehrgänge an. Kleinere, spezialisierte Betriebe, die einem Lehrling nicht alle Ausbildungsabschnitte vermitteln können, haben auch die Möglichkeit, Teile der Ausbildung an einen anderen Betrieb zu übertragen. Bei diesem so genannten Ausbildungsverbund gibt es mehrere Alternativen: Am häufigsten ist es, dass eine Firma als Leitbetrieb fungiert und mit verschiedenen Partner-Ausbildern zusammenarbeitet. Das BMBF fördert überbetriebliche Berufsbildungsstätten. Anträge müssen an das Bundesinstitut für Berufsbildung geschickt werden. Zur klassischen dualen Berufsausbildung gibt es aber auch noch Alternativen: Arbeitgeber können beispielsweise interessierten Jugendlichen ein Praktikum anbieten. Dadurch können sie diese schon vorab besser kennen lernen, und der Praktikant kann sich ein Bild davon machen, ob ihn der Beruf überhaupt interessiert. Ein Langzeitpraktikum, die so genannte Einstiegsqualifizierung für Jugendliche, wird teilweise sogar staatlich gefördert. Darüber hinaus gibt es noch die so genannte Berufsausbildungsvorbereitung (BAV), die junge Menschen an den Ausbildungsberuf heranführen soll und ihnen bereits Grundlagen vermitteln. Neben den dualen Berufsausbildungen haben junge Menschen mit höherer Schulausbildung auch die Möglichkeit, das duale Studienkonzept zu nutzen: Auf der Berufsakademie lernen hier Studenten einige Monate lang die Theorie und wechseln dann wieder zu berufspraktischen Phasen ins Unternehmen. Weitere Artikel zum Thema |