Unternehmen leiten - Personal

Investieren in die Zukunft - Ausbildung in kleinen Unternehmen

Von Edigna Menhard

Wer jungen Menschen einen Ausbildungsplatz bietet, kann finanzielle Unterstützung und Beratung von verschiedenen Institutionen in Anspruch nehmen

Die Zahl macht betroffen: 30.000 Jugendliche haben dieses Jahr noch keinen Ausbildungsplatz gefunden. Politiker mahnen deshalb die Wirtschaft, ihre soziale Verantwortung wahrzunehmen und Ausbildungsplätze zu schaffen. Das gelte nicht nur für Konzerne, sondern auch für kleine und mittelständische Unternehmen.

Tipp
Auf der Microsoft-Office-Seite Personal und Ausbildung finden Firmen eine Vielzahl von Informationen und Hilfsmittel für ein optimiertes Personal-Management.

Die Ausbildung von Jugendlichen ist nicht nur eine unternehmerische Aufgabe, sie kann einer Firma auch Vorteile bringen: Denn auch wenn Azubis die erste Zeit eingelernt werden müssen, profitieren die Unternehmen schon bald von ihrem Arbeitseinsatz. Betriebe, die ihr eigenes Personal von Anfang an anlernen, haben später Fachkräfte, die exakt ihren Anforderungen entsprechen. Angesichts der absehbaren demographischen Entwicklung ist es schon jetzt sinnvoll, sich qualifiziertes Fachpersonal heranzuziehen. Nicht zu vergessen: Mitarbeiter, die im Betrieb ihre Lehrjahre durchleben, haben eine stärkere emotionale Bindung an die Firma. Das führt zu einer geringeren Fluktuation beim Personal. Und zu guter Letzt ist es in der heutigen Zeit ein enormer Imagegewinn, ein Ausbildungsbetrieb zu sein.

Junge Menschen auszubilden, ist ein Knochenjob mit Vorteilen

Doch es ist nicht immer einfach, Jugendliche auszubilden. Auf den Arbeitgeber ist nicht nur lästige Bürokratie zu meistern. Der Betrieb benötigt auch eine Lehrwerkstatt oder einen Platz, der vom restlichen Betrieb abgegrenzt wird und nur für die Ausbildungsarbeit genutzt wird. Lehrlinge müssen nicht nur bezahlt werden, sie kosten auch Zeit. Fachkräfte müssen sich gerade in den ersten Monaten intensiv mit den Berufsanfängern beschäftigen. Dadurch wird teure Arbeitszeit gebunden. Eine Ausbildung muss vorab inhaltlich und zeitlich genau geplant werden. Es muss bestimmt werden, welche Fertigkeiten und Kenntnisse zu welchem Zeitpunkt an welchem Arbeitsplatz, an welchen Maschinen oder Werkzeugen in welchen Abteilungen vermittelt werden sollen. Optimal ist es, wenn die Lehrlinge die Kenntnisse, die sie in der Berufsschule in der Theorie lernen, sofort am Arbeitsplatz üben können.

Ausbilder müssen ihnen nicht nur fachliche Kenntnisse vermitteln, sondern auch Beurteilungen schreiben und mit der Berufsschule, der Industrie- und Handelskammer, der Bundesagentur für Arbeit und oftmals auch mit den Eltern in Kontakt bleiben, um über den Lernforschritt des Auszubildenden zu informieren. Sie übernehmen zudem erzieherische Funktionen - und das ist nicht jedermanns Sache. Nicht jeder Mitarbeiter kann mit der Ausbildung betraut werden, teilweise müssen Mitarbeiter auf Fortbildungen geschickt werden, damit sie Lehrlinge unter ihre Fittiche nehmen dürfen. Die IHK bietet beispielsweise Fortbildungen, Prüfungen sowie Vorbereitungslehrgänge für die Ausbildereignung an. Die Ausbilder müssen persönlich und fachlich geeignet sein sowie berufs- und arbeitspädagogische Kenntnisse nachweisen können. Fachliche Eignung bedeutet, dass sie die Abschlussprüfung in einer dem Ausbildungsberuf entsprechenden Fachrichtung bestanden haben oder eine andere entsprechende Qualifikation nachweisen können und mindestens 24 Jahre alt sind. Die Regelungen für die Ausbildung sind damit vereinfacht worden. Mittlerweile muss für die Ausbildung weder ein Meister noch eine Fachkraft abgestellt werden.

weiter auf Seite 2

**

Small Business Specialist

Finden Sie einen qualifizierten Dienstleister in Ihrer Nähe.

**
**
**
**

Microsoft Office Professional 2007 und excel im unternehmen.
**