Vermeiden Sie "Dienst nach Vorschrift" und nutzen Sie das Wissen über die vier Grundantriebe Ihrer MitarbeiterZur Verfügung gestellt von der GfP Gesellschaft für Personalentwicklung
Menschen machen Unternehmen – aber nur, wenn sie sich engagiert einsetzen. Doch was bringt Mitarbeiter dazu, mehr als den pflichtgemäßen „Dienst nach Vorschrift“ zu leisten? Die Harvard- Professoren Paul R. Lawrence und Nitin Nohria geben darauf eine überzeugende Antwort. Sie stellen sie in ihrem Buch „Driven – Was Menschen und Organisationen antreibt“ vor. Im Mittelpunkt ihrer Theorie stehen vier „Triebkräfte“, die das menschliche Verhalten bestimmen. Diese vier Grundantriebe, so die beiden Wissenschaftler, haben sich im Laufe der Evolution entwickelt, sie gehören deshalb zur biologischen Grundausstattung des Menschen, sie sind ein wichtiger Teil unserer Gehirnfunktionen. Die Autoren sind sich sicher: Nur Unternehmen, denen es gelingt, allen vier Triebkräften ihrer Mitarbeiter ausgewogen zu entsprechen, werden auf Dauer erfolgreich sein. Hier können wir die vier „bewegenden Kräfte“ nur skizzieren und kurz kommentieren: - Der ErwerbstriebDieser Trieb motiviert uns dazu, Gegenstände und Erfahrungen zu sammeln, die unseren Status im Verhältnis zu anderen verbessern.
Um diesem Trieb zu entsprechen, sollten Sie Ihren Mitarbeitern ein attraktives Vergütungssystem bieten. Dazu gehören auch „nichtmonetäre“ Leistungen wie erfolgs- und hierarchieorientierte Symbole – hier bieten sich Titel, Auszeichnungen und anderes mehr an.
- Der BindungstriebDer Bindungstrieb sorgt dafür, dass wir langfristige Beziehungen knüpfen – zu gegenseitigem Nutzen und bei wechselseitigem Engagement. Hier geht es um Liebe, Fürsorge, Vertrauen, Empathie, Mitgefühl, Fairness, Loyalität, Respekt, Partnerschaft und Verbundenheit.
Sorgen Sie dafür, dass sich Ihre Mitarbeiter mit Ihrem Unternehmen und mit ihrer Arbeit identifizieren, wichtig ist hier vor allem eine lebendige Unternehmenskultur und eine starke Corporate Identity. Ein gewinnendes Identifikationsangebot machen Sie vor allem, wenn Sie Ihre Unternehmenswerte selbst aktiv vorleben. Unterstützen Sie Ihre Mitarbeiter zudem dabei, untereinander einen intensiven Dialog zu führen – auch abteilungsübergreifend. Binden Sie Ihre Mitarbeiter systematisch in die unternehmerischen Prozesse ein, machen Sie sie zu Mit-Unternehmern.
- Der LerntriebHier geht es um die Kraft, die uns dazu motiviert, die Welt und uns selbst zu erforschen, zu ergründen und immer besser zu verstehen.
Bieten Sie Ihren Mitarbeitern vielfältige Möglichkeiten, Neues zu lernen und eigene Ideen zu entwickeln. Sorgen Sie dafür, dass sie ihre besonderen Fähigkeiten und Kompetenzen stärken können. Übertragen Sie Ihren Mitarbeitern attraktive Aufgaben, die sie angemessen fordern, geben Sie ihnen Verantwortung, und ermuntern Sie jeden Mitarbeiter, eigene Entscheidungen zu treffen.
- Der VerteidigungstriebDer Verteidigungstrieb sorgt dafür, dass wir uns selbst und alle Menschen, die uns nahe stehen, schützen. Hier geht es nicht nur um die körperliche Unversehrtheit, sondern auch um die Verteidigung von Überzeugungen und Ressourcen.
Nehmen Sie die Wünsche und Interessen Ihrer Mitarbeiter ernst. Stehen sie hinter Ihrer Mannschaft, und greifen sie keinen Ihrer Mitarbeiter persönlich oder unsachlich an. Überlegen Sie, wie Sie die „Integration nach innen“ und die „Differenzierung nach außen“ – also gegenüber Ihren Mitbewerbern – stärken können.
Also, was können Sie als Arbeitgeber oder Vorgesetzter konkret tun, damit Ihre Mitarbeiter einen Arbeitsplatz haben, der den vier Trieben entspricht? Bestimmt eine ganze Menge. Wir meinen: Es lohnt sich, darüber nachzudenken.
Dieser Artikel wird Ihnen präsentiert von: GfP Gesellschaft für Personalentwicklung - www.gfp.at Ein Beitrag von Verweyen Consulting
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