Tipps und Tricks für Windows

Festplatte partitionieren & Daten schützen – Teil 1

Von Oliver Ibelshäuser, Text & Vision

So schaffen Sie die Grundlage für die bestmögliche Sicherheit Ihrer Firmendaten

Die Partitionierung einer Festplatte meint das Unterteilen eines Datenträgers in mehrere (logische) Bereiche, die sich dann wie separate Festplatten „verhalten“ und im System über unterschiedliche Laufwerksbuchstaben angesprochen werden. Im Gegensatz dazu werden „physikalische“ Drives (Laufwerke) unterschieden. Dabei handelt es sich dann tatsächlich um unterschiedliche Festplatten.
In diesem Workshop wird gezeigt, wie Sie eine Festplatte so partitionieren, so dass Sie unterschiedliche logische Speicherbereiche für Ihr System und Ihre Daten haben. Der Vorteil: Nicht nur die Übersicht ist wesentlich besser, auch die Prozesse der Datensicherung, und der Datenwiederherstellung bei Fehlern und die Verschlüsselung wichtiger Daten werden erleichtert. Weitere Partition können Sie dann einrichten, um beispielsweise Ihre Backups (Image-Dateien) zu speichern. Das sollten Sie aber nur dann tun, wenn Sie keine Möglichkeiten haben, die Sicherungsdaten auf einem externen Träger (externe Festplatte, CDs oder DVDs) zu sichern.

Das sollten Sie über Partitionierung wissen

Um Windows Vista zu installieren und zu starten, ist eine Partitionierung nicht erforderlich. Ratsam ist das Unterteilen der Festplatte in mehrere Bereiche aber auf jeden Fall, um die Datensicherung zu vereinfachen. Für die Verschlüsslung der Daten, etwa mit der fortschrittlichen BitLocker-Technologie, ist die Partitionierung sogar zwingend. Bevor Sie jedoch mit Windows Vista Ihre Festplatte unterteilen, sollten Sie unbedingt folgende Punkte beachten:
  • Datensicherung: Wenn Sie eine Festplatte partitionieren, die bereits Daten enthält, sollten Sie vorher unbedingt eine Komplett-Sicherung durchführen.
  • Festplatte formatieren: Es ist ratsam (nicht zwingend erforderlich), im Zuge der Partitionierung auch die neuen Volumes (Partitionen) mit dem Dateisystem NTFS zu formatieren. NTFS steht für „New Technology File System“. Das Dateisystem ordnet und verwaltet die Daten auf der Festplatte und ist somit eine Art Bindeglied zwischen der Hardware und dem Betriebsystem. Im Gegensatz zu früheren Dateisystemen ist NTFS stabiler und sicherer. Sie sollten daher alle neuen Volumes mit diesem Dateisystem formatieren. Ausnahme: Sie wollen auf bestimmten, neuen Partitionen andere Betriebssysteme installieren.
  • Primäre, logische und erweiterte Volumes. Bei der Partitionierung stoßen Sie unweigerlich auf Begriffe wie „primäre Partition“ oder „logisches Laufwerk“. Hierzu sollten Sie folgendes wissen: Die erste Partition ist die Boot-Partition, also das Volume, das alle Daten enthält, die ein Betriebssystem zum Starten benötigt. Diese Partition wird auch als „primäre Partition“ bezeichnet. Sie können bis zu drei primäre Partitionen anlegen. Der gesamte Festplattenbereich „danach“ dient als Container für weitere Partitionen und wird demnach „erweiterte Partition“ genannt. Diese erweiterte Partition kann wiederum fast beliebig viele Partitionen enthalten. Diese werden als „logische Laufwerke“ bezeichnet. Der Unterschied zwischen einem logischen Laufwerk und der primären Partition: Von einem logischen Laufwerk kann der PC nicht booten. Es ist aber völlig unerheblich, ob Sie zum Speichern Ihrer Unternehmensdaten eine primäre oder eine logische Partition einsetzen. Falls Sie insgesamt nur zwei Partitionen einrichten, ist das zweite Volume ohnehin automatisch eine primäre Partition.


Verpassen Sie nicht den nächsten Teil unserer Reihe „Festplatten organisieren – Wichtige Daten besser schützen“.
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