Tipps & Tricks

Das technische Upgrade auf Windows 7

Die Upgrade-Möglichkeiten von früheren Windows-Versionen

von Daniel Melanchthon

Windows Vista und Windows XP berechtigen zum Einsatz der Windows-7-Upgradeversion. Aber installationstechnisch kann nur Windows Vista ab SP1 auf Windows 7 aktualisiert werden, und nur, solange man die gleiche Betriebssystemarchitektur (32-bit oder 64-bit) einsetzt. Wer noch Windows 2000 oder Windows Me, 98 SE, 98, 95a+b+c, etc. im Einsatz hat, benötigt eine Windows-7-Vollversion als Lizenz.

Ich habe der Übersichtlichkeit halber die Möglichkeiten in einer Matrix zusammengestellt, so dass jeder seine Spalte finden kann:

Windows 7 Upgrade Matrix

Installation ohne Übernahme früherer Daten oder Programme ("Custom Install")

Für die Installation als neues Betriebssystem ohne Übernahme früherer Daten oder Programme benötigt man auf jeden Fall alle Treiber für die verwendete Hardware, falls Windows 7 diese nicht out-of-the-box unterstützt und sich über Windows Update auch nicht Treiber für alle Geräte finden lassen. Der Windows 7 Upgrade Advisor hilft hier vor der Installation weiter.

Während Daten mit Windows Easy Transfer migriert werden können, müssen alle vorher installierten Programme neu aufgespielt werden. Auf diese Weise bekommt man ein sauberes System ohne Altlasten.

Die vorherige Installation wird, solange man die Festplatte während des Windows-7-Setups nicht komplett repartitioniert oder formatiert, in den Ordner Windows.old geschoben. Daraus kann man auch später noch Daten herauskopieren, die man vielleicht bei der Migration übersehen hatte. Endgültig löschen lassen sich diese Ordner am einfachsten mit dem mitgelieferten Programm Datenträgerbereinigung.

In-Place-Upgrade

Der Start des Windows-7-Setups muss aus einer laufenden Windows-Vista-Installation (SP1 oder höher) erfolgen. Während des Upgrades werden alle installierten Programme und vorhandenen Daten 1:1 übernommen. Auch hier hilft der Windows 7 Upgrade Advisor vor der eigentlichen Installation bei der Erkennung möglicher inkompatibler Soft- oder Hardware weiter.

Zusammenfassung

Man kann die kompliziert anmutende Matrix in vier Punkten zusammenfassen:

  1. Ein In-Place-Upgrade auf eine Windows-7-Version geht nur von Windows Vista SP1 oder SP2.
  2. Ein In-Place-Upgrade auf eine Windows-7-Version geht nur auf der gleichen Betriebssystemarchitektur (32-bit oder 64-bit).
  3. Ein In-Place-Upgrade mit einem Sprachwechsel (z.B. von Windows Vista Business Englisch auf Windows 7 Professional Deutsch) wird nicht unterstützt.
  4. Ein In-Place-Upgrade geht nur auf eine gleichwertige oder höhere Windows-7-Version.

Und noch ein Hinweis für technisch versierte Leser: Sehr lesenswert in diesem Zusammenhang ist Step-by-Step: Windows 7 Upgrade and Migration in Microsoft TechNet.

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