Windows Virtual Enterprise Centralized Desktop (VECD) – Sicherheit durch zentrale Bereitstellung

Microsoft bietet verschiedene Optionen an, um Windows erfolgreich und sicher in Unternehmen einzusetzen. Vor allem für Kunden, die Windows in ihrem Unternehmen an einem zentralen Ort speichern und von dort aus für die Mitarbeiter bereitstellen wollen, offeriert Microsoft verschiedene Alternativen, wie Terminal Services, Diskless-PCs und Windows Virtual Enterprise Centralized Desktop (VECD).

VECD macht es möglich, Windows 7 Enterprise auf virtuellen Maschinen oder physisch auf Serverhardware auszuführen. Während Terminal Services in vielen Firmen schon eingesetzt werden, sind Diskless PCs und VECD als relativ neue Technologien erst noch auf dem Vormarsch. Diese Alternativen bieten sich vor allem innovativen Unternehmen an, die ein erfahrenes IT-Team besitzen und die ihre Desktops zentral verwalten möchten.

Darunter fallen Unternehmen:

die einen sicheren Remote-Zugang für Anwendungen bieten möchten

mit Filial-Netzwerken oder eingeschränkter Bandbreite

sehr durchregulierte Unternehmen (z.B. im Finanz- oder Gesundheitswesen)

mit standardisierter und dynamischer Infrastruktur

Lizenzierungsoptionen von VECD

VECD steht ausschließlich Enterprise Agreement-, Select License-, Select Plus-, Select License SAM-, Select Plus SAM-, Open Value-, Open Value Subscription-, Open Value Company-wide und Volumenlizenzkunden aus Forschung und Lehre (Campus- und School-Agreement) zur Verfügung. Es lassen sich grundsätzlich zwei Lizenzierungsmöglichkeiten unterscheiden. VECD kann zum einen für PCs, zum anderen für Thin Clients* lizenziert werden.

* Thin Client bezeichnet eine Anwendung oder einen Computer als Endgerät (Terminal) eines Netzwerkes, dessen funktionale Ausstattung auf die Ein- und Ausgabe beschränkt ist.

VECD für SA (Lizenz für PCs): VECD für SA ist die Subscription-Lizenz für Rich Clients/PCs. Hierbei handelt es sich um ein optionales Abonnement für Kunden, die bereits Software Assurance für das Windows Betriebssystem abgeschlossen haben. Kunden können VECD für SA für jeden Windows Desktop mit laufender Software Assurance für Windows Client erwerben. Mit dieser Subscription haben Kunden das Recht, die aktuellste Version des Windows Betriebssystems zu nutzen, die während der Laufzeit ihrer Software Assurance-Abdeckung verfügbar wird.

VECD (ohne SA-Suffix) (Lizenz für Thin Clients und PCs mit Windows Betriebssystemen ohne SA): VECD ist ein optionales Abonnement für Kunden, die VECD über Thin Clients bereitstellen möchten (typischerweise vorinstalliert mit einem embedded Betriebssystem), auf denen kein vollständiges Windows-Betriebssystem läuft oder für PCs, auf denen ein Windows Betriebssystem installiert ist, für das keine Software Assurance-Abdeckung vorliegt. Mit der VECD Subscription haben Kunden das Recht, die aktuellste Version des Windows-Betriebssystems zu nutzen, die während der Laufzeit ihrer Software Assurance-Abdeckung verfügbar wird. Diese Subscription enthält Software Assurance.

In beiden Fällen können Kunden eine unbegrenzte Anzahl an Kopien von Windows 7 Enterprise und entsprechenden Vorgängerversionen des Betriebssystems, die durch das Downgrade-Recht abgedeckt sind, auf der Server-Hardware installieren. Darüber hinaus eröffnet VECD die Möglichkeit, von einem lizenzierten Gerät aus auf bis zu vier parallel laufende Instanzen zuzugreifen.

Die Lizenzen für VECD und VECD für SA sind befristet. Kunden sind nicht berechtigt, nach Ablauf Ihres Abonnements oder der entsprechenden Windows-Software Assurance auf die Software zuzugreifen oder sie zu verwenden.

Work-at-Home (WAH)-Lizenz für VECD und VECD für Software Assurance
Der Hauptnutzer des entsprechenden für VECD oder VECD für Software Assurance lizenzierten Geräts (Arbeitsgerät) im Unternehmen ist berechtigt, eine Instanz der Software in einer virtuellen Betriebssystemumgebung auf einem einzigen qualifizierten Heimgerät auszuführen. Jegliche Nutzung darf nur für arbeitsbezogene Zwecke erfolgen.

Weitere Details zu den Produktbenutzungsrechten finden Sie in den aktuellen Product Use Rights (PURs) unter: http://www.microsoft.com/germany/lizenzen/ueberblick/pur/default.mspx.

Ihre Vorteile als Kunde im Überblick:

Steigerung der Sicherheit durch Zentralisierung

PC-Produktivität und lokale Anwendung können mit den vielen Vorteilen eines zentralen Einsatzes auf Virtual Machines (VMs) kombiniert werden.

VECD kann Benutzer mit Hilfe von Virtual Machines (VMs) isolieren. Dies ermöglicht Szenarien wie eine ausgelagerte Entwicklung.

VECD stellt zwei Bereitstellungsoptionen zur Verfügung: Statisch und dynamisch. Kunden mit einer weniger stringenten Verwaltung können sich für eine statische Bereitstellung entscheiden. Kunden mit umfassend verwalteten Umgebungen könnenaußerdem dynamische Topologien nutzen.

Statische Bereitstellung

Im statischen Modus verfügt jeder Benutzer über eine eigene dedizierte Virtual Machine auf dem Server – es gibt also eine Eins-zu-Eins-Zuordnung von VMs und Benutzern. Je mehr Benutzer es gibt, desto mehr VMs sind erforderlich. VMs werden in einem SAN oder NAS gespeichert und auf dem Server ausgeführt. Desktops werden - abhängig von der Situation – auf einem PC oder Thin Client angezeigt.

Dynamische Bereitstellung

In einer dynamischen Infrastruktur gibt es nur ein Master-Image. Statt viele dedizierte Images verwalten zu müssen, wird dieses eine Image automatisch bei Bedarf für die Benutzer bereitgestellt. So wird es einfacher, die VMs zu verwalten und Desktopumgebungen dynamisch bereitzustellen - was Pflege- und Supportkosten reduzieren kann. Der dynamische Modus von VECD arbeitet mit einem Master-VM-Image in einem SAN oder NAS und für die Benutzer individuellen Anwendungsimages (über SoftGrid Application Virtualization). Wenn ein Benutzer eine VM aufruft, wird das Master-Image repliziert und auf dem Server ausgeführt.

Bitte beachten Sie:

Beim Einsatz von VECD ist wie bei Terminal Services eine konstante Netzwerkverbindung notwendig.

Das Remote-Ausführen von Windows führt dazu, dass dem Benutzer weniger Möglichkeiten zur Verfügung stehen, als wenn Windows direkt auf dem PC ausgeführt wird.

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