BizSpark – Starthilfe für Software-Startups
BizSpark soll kleinen Startups den Einstieg in ihre Geschäftstätigkeit und damit Entwicklern den Einstieg in die Selbständigkeit erleichtern. BizSpark bietet drei Dinge: Software, Support und Präsenz. Besonders attraktiv ist natürlich die Kategorie Software, denn sie umfasst kostenlose Lizenzen für Produkte wie Windows Server 2008 R2, SQL Server 2008 oder Visual Studio 2010 Ultimate. Doch auch die anderen beiden Kategorien sind für angehende Startups sehr attraktiv. In die Kategorie Support fallen zwei Support-Anfragen pro Jahr, in die Kategorie Präsenz gemeinsame Marketingaktivitäten.
Wer zunächst feststellen möchte, ob BizSpark für ihn in Frage kommt, sollte sich als erstes auf der BizSpark Webseite über die Details informieren.
Das Wichtigste in Kürze:
- Unter Software versteht Microsoft, dass ein BizSpark-Partner eine Reihe ausgewählter Software-Produkte kostenlos erhält.
- Unter Support versteht Microsoft unter anderem zwei Support-Anfragen pro Startup. Ein über eine Support-Anfrage gemeldeter Störfall wird solange bearbeitet, bis das Problem behoben wurde. Das kann die entscheidende Hilfestellung sein, die dazu beiträgt, dass eine Anwendung vor einer Kundenpräsentation auch wirklich das tut, was sie verspricht. Zu den weiteren Support-Angeboten gehören der Zugang zum MSDN-Online-Angebot und die Teilnahme an Trainings zum Thema Geschäftsentwicklung, entweder zu stark reduzierten Preisen oder auch kostenlos.
- Unter Präsenz versteht Microsoft das Vorstellen eines BizSpark-Partners auf der BizSpark-Connect-Webseite oder auf vergleichbaren Plattformen, die zum Beispiel von potentiellen Investoren besucht werden. Wenn der Partner Glück hat, wird sein Startup als „Featured Startup“ auf der Hauptwebsite des Programms vorgestellt.
Ein weiterer attraktiver Baustein des BizSpark-Programms ist ein Zugang zur Microsoft-Cloud-Plattform Azure. Entwickler können ihre Anwendungen damit von Anfang an auch in der Cloud zur Verfügung stellen.
Natürlich gibt es eine Reihe von Voraussetzungen, die eine Einzelperson oder eine frisch gegründete Firma erfüllen muss, damit sie am BizSpark-Programm teilnehmen kann:
- Das (Einzel-) Unternehmen muss Software entwickeln.
- Das Unternehmen muss ein Privatunternehmen sein.
- Das Unternehmen muss vor weniger als 3 Jahren gegründet worden sein.
- Der Jahresumsatz muss unter einer Million USD liegen.
Wer diese Bedingung erfüllt und an einer Teilnahme am BizSpark-Programm interessiert ist, sollte sich auf der BizSpark-Webseite registrieren. Daraus ergibt sich alles Weitere.
WebsiteSpark für Webentwickler, DreamSpark für Studenten
BizSpark ist nicht das einzige Programm, das Microsoft für Startups anbietet. Speziell für Webentwickler gibt es WebsiteSpark, an Studenten richtet sich das DreamSpark-Programm.
Das WebsiteSpark-Programm wird unter http://www.microsoft.com/web/websitespark/ vorgestellt. Hier kann man sich auch für eine Teilnahme registrieren. Wie beim BizSpark-Programm gibt es Microsoft-Software, die auf die typischen Anforderungen von Web-Entwicklern ausgerichtet ist. Und genau wie bei BizSpark sind zwei Anrufe beim Support pro Jahr inklusive. Die Teilnahme ist kostenlos, aber auch hier auf 3 Jahre begrenzt.
Microsoft DreamSpark richtet sich an die jüngere Generation, das wird bereits durch das bunte Layout des Portals signalisiert. Die Idee hinter DreamSpark ist, dass Schüler und Studenten bereits während ihre Ausbildung den Zugang zu professionellen Microsoft-Tools und –Servern wie Visual Studio 2010 Professional oder SQL Server 2008 erhalten, die sie sich ansonsten nicht leisten können. Damit wirklich nur Schüler, Schulen und allgemein Menschen, die sich in einer Ausbildung befinden, DreamSpark nutzen können, muss im Rahmen der Anmeldung ein Nachweis durch die Ausbildungseinrichtung erfolgen. Im einfachsten ist dies eine E-Mail-Adresse, die den Domänennamen der Ausbildungseinrichtung beinhaltet. An diese Adresse wird ein E-Mail mit den Informationen zur Aktivierung des DreamSpark-Kontos geschickt. Der Nachweis muss einmal im Jahr erneuert werden.
Neben Windows 7, Expression Studio, Visual Studio und Microsoft Office werden über das DreamSpark-Portal auch zahlreiche kostenlose Software-Pakete wie das Kinect SDK und Produkte von Partnerfirmen wie zum Beispiel Lernvideos der Firma PluralSight angeboten.