Tag 2: Die Qual der Wahl (Teil 2 von 2)Noch 32-bit oder gleich die 64-bit-Version?Microsoft prognostiziert den 64-bit-Versionen seiner Betriebssysteme eine rosige Zukunft und steigende Nutzerzahlen. Kein Wunder, schließlich sind bei den heutigen Preisen für Arbeitsspeicher 5 GB keine Seltenheit mehr. Ein 32-bit-System kann diese aufgrund von Adressierungsbeschränkungen nicht vollständig ansprechen und es bleiben somit Teile unnötigerweise ungenutzt. Die 64-bit Version von Windows Vista unterstützt schon in der kleinsten Edition ("Home Basic") 8 GB und in der Ultimate Edition sogar über 128 GB RAM.
Noch ist die Zahl der Applikationen, die von 64-bit-Technologie exzessiven Gebrauch machen und somit Geschwindigkeitsvorteile ausreizen, gering und hauptsächlich im Bereich 3D und Virtualisierung zu finden. 32-Programme laufen unter Windows 64-bit in einer Emulation – dem so genannten WOW64 (Windows-on-Windows). So laufen zum Beispiel auch Visual Studio 2005 und 2008 als 32-bit-Prozesse, erlauben es aber, damit native 64-bit-Software zu entwickeln und zu debuggen.
Besser die deutsche oder englisch Sprachversion?
Mit Windows Vista hat Microsoft aufgehört die Namen der Systemordner in die jeweilige Landessprache zu lokalisieren. So heißt der Ordner "Program Files" nicht mehr "Programme", sondern auch in der deutschen Version "Program Files". Zumindest auf der Festplatte. Der Windows Explorer wiederum zeigt ihn als "Programme" an. Eine ältere Software kann auch nach "Programme" schreiben. Eine sogenannte "Junction" im NTSF-Dateisystem ("Abzweigungspunkte" in der dt. Übersetzung) leitet die Zugriffe dann an den korrekten Ordner weiter. Upgrade von Windows XP oder saubere Neuinstallation?
Windows Vista kann man über ein Upgrade oder eine Neuinstallation installieren. Das Upgrade führt aber nicht auf magische Art und Weise die alte und neue Windowsversion zusammen, sondern installiert ein sauberes neues Image von Windows Vista und pickt sich aus dem alten System nur die relevanten Einstellungen und Daten heraus. Selbst bei einem Abbruch des Upgradevorgangs aufgrund von Fehlern braucht man keine Angst zu haben: nach einem Neustart landet man wieder im bekannten Altsystem (dies wurde vom Autor selbst unfreiwillig erprobt).
Morgen geht es um die Installation von Visual Studio und anderen Tools für die Softwareentwicklung unter Windows Vista. |
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