Neno Lojes Vista-Tagebuch

Tag 4: Aufsetzen der Programmierumgebung

Visual Studio: 2005, 2008 oder beide?

Bevor wir in die neuen Funktionalitäten von Windows Vista eintauchen können stellt sich noch die Frage nach der passenden Visual Studio-Version. Sowohl Visual Studio 2005 als auch Visual Studio 2008 lassen sich installieren und sogar parallel nutzen, wobei Visual Studio 2008 dank des neuen Multitarget-Features auch in der Lage ist, Software für das .NET Framework 2.0, 3.0 oder 3.5 zu kompilieren.

Berücksichtigen sollte man jedoch, dass man ein Visual Studio-Projekt, welches man in VS 2008 öffnet, nach einer kurzen Konvertierung nicht mehr in VS 2005 öffnen und weiterbarbeiten kann: man muss sich also pro Projekt entscheiden, ob man noch auf VS 2005 bleibt oder VS 2008 nutzt.

Für Visual Studio 2005 benötigen Sie neben dem Visual Studio Service Pack 1 auch noch ein spezielles Update für die Vista-Unterstützung. Die vollständige Installationsreihenfolge:

  1. Visual Studio 2005

  2. Service Pack 1 für Visual Studio Team Suite (enthält auch die SPs für Standard und Professional-Editions)

    Hinweis: Für die Installation viel Zeit, Geduld und ordentlich Speicherplatz auf dem Systemlaufwerk mitbringen sowie immer fleißig die Lizenz-Dialoge bestätigen, die durchaus mehrmals kommen – je nach nachdem welche Visual Studio-Edition installiert ist.

  3. Visual Studio Service Pack 1 for Vista

  4. Windows SDK – enthält unter anderem die "Vista Bridge Library" zum Zugriff auf einige Vista-Features aus .NET heraus.

  5. Visual Studio 2005 extensions for .NET Framework 3.0 (Windows Workflow Foundation) - Deutsch

Visual Studio 2008 läuft von Haus aus auf Vista und installiert auch das Windows SDK gleich mit.

Courier New, Lucida Console vs. Consolas?

Nachdem Visual Studio installiert ist kommt noch die Wahl der geeigneten Schriftart auf Sie zu. Courier New hat ein wenig ausgedient, aber es ist und bleibt natürlich eine Geschmacksfrage! Microsoft bietet schon seit einiger Zeit eine spezielle Visual Studio-Schriftart namens "Consolas" an. Diese ist aber nur im Verbund mit ClearType nutzbar, das die Anzeige auf TFT-Display optimiert. Sie können ClearType unter http://www.microsoft.com/germany/technet/scriptcenter/hubs/msh.mspx online ein-/ausschalten sowie optimieren – und das empfehle ich Ihnen auch zu nutzen!

Welches Schriftbild Ihnen am angenehmsten erscheint, entscheiden Sie am besten selbst:

Courier New: Die Standardschrift von Visual Studio – der Klassiker.
Courier New: Die Standardschrift von Visual Studio – der Klassiker.

Lucida Console: hat eine geringere Zeichenhöhe, so dass viele Zeilen auf den Bildschirm passen.
Lucida Console: hat eine geringere Zeichenhöhe, so dass viele Zeilen auf den Bildschirm passen.

Consolas: hat eine geringere Zeichenbreite, so dass viele Zeichen nebeneinander Platz finden.
Consolas: hat eine geringere Zeichenbreite, so dass viele Zeichen nebeneinander Platz finden.

Physikalische oder virtuelle Maschine?

Ein kleiner Tipp zur Virtualisierung:
Sie können Windows Vista auch in einer virtuellen Maschine, zum Beispiel mit Virtual PC, Virtual Server oder VMware laufen lassen. Allerdings haben Sie dort nicht die neuen Oberflächen-Transparenz-Effekte (Aero / Glass) zur Verfügung!

Windows PowerShell ist der Name der neuen Kommandozeilen und Scriptingplattform auf .NET-Basis. Erste Schritte sowie eine Downloadmöglichkeit finden Sie hier.

Morgen geht es im letzten Beitrag dieser Woche um den finalen Feinschliff unserer Umgebung, so dass wir nächste Woche mit dem Erforschen der neuen und geänderten Funktionen – aus Entwicklersicht – beginnen können.

Bis dahin,

Ihr Neno Loje

Neno Loje
Freier Berater & Fachautor
Sie haben Fragen zu Visual Studio Team System (VSTS) oder Anregungen und Kommentare zu meinem Vista-Tagebuch? Dann freue ich mich auf Ihre Nachricht.

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