Tag 32: Alles zu seiner Zeit – der Task Scheduler 2.0 von VistaDem "Task-Scheduler" (früher "Geplante Tasks", jetzt "Aufgabenplanung") verpasste Microsoft in Windows Vista eine Rundumkur. Der neue Task-Scheduler 2.0 zeichnet sich vor allem durch seine Leistungsfähigkeit und universelle Einsetzbarkeit aus.
So lässt sich die Schnittstelle jetzt vollständig per Skript ansteuern, die Limitation auf circa. 1.000 geplante Aktionen pro Benutzer entfällt, neue Auslöser (Trigger) und eingebaute Aktionen erleichtern die Einrichtung neuer Aufgaben, die nun hierarchisch gegliedert und in einem definierten XML-Format gespeichert werden. Als Auslöser (Trigger) stehen zur Auswahl:
Das Task Scheduler 2.0 API lebt in der Datei Taskschd.dll im System32-Ordner (und wird in Visual Studio als "TaskScheduler 1.1 Type Library" erkannt). Da es sich um eine COM-Bibliothek handelt, kann diese problemlos aus C++ oder .NET (über COM Interop) angesprochen werden. Die offizielle Dokumentation ist auf der Microsoft-Webseite zu finden. Beachten Sie beim Anlegen eigener Aufgaben, dass die Konvention Aufgaben nach Firmenname, Produktname und Komponentenname gruppiert. So speichert das Windows-Defragmentierungsprogramm die eigenen Aufgaben unter "\Microsoft\Windows\Defrag". Unter der Haube ist jede Aufgabe als XML-Document (im speziellen Task Scheduler-Format) gespeichert. Fazit: Anstelle das Rad neu zu erfinden, sollte man sich besser der eingebauten Funktionalität des Betriebssystems bedienen. Um eine automatische Updateprüfung im Hintergrund zu implementieren, kann man natürlich extra dafür einen Windowsdienst schreiben, der diese Aufgabe übernimmt. Oder man nutzt gleich den Windows Task Scheduler. Viel Erfolg beim Ausprobieren und bis morgen, Ihr Neno Loje P.S.: Auch Microsoft nutzt den Task Scheduler 2.0 in Vista. So wird beispielsweise der Anmeldesound von Vista durch den Task Scheduler aufgerufen. So spart auch Windows an vielen Stellen die sonst benötigten zusätzlichen Dienste ein. Das entlastet den Rechner und vereinfacht die Administration. P.P.S.: Der Task Scheduler ist nun ein integraler Bestandteil von Windows geworden – basieren doch viele Windowsfunktionen darauf. Deshalb kann dieser auch nicht einfach abgeschaltet werden. Für Sie bedeutet das: Sie können sich darauf verlassen, dass er läuft. P.P.P.S.: Zwar stehen Ihnen die neuen Task Scheduler 2.0-Funktionen erst ab Windows Vista zur Verfügung, allerdings wird das "alte" 1.0-API aus Kompatibilitätsgründen weiter unterstützt. Diese Anwendungen laufen dann sowohl auf Vista als auch auf früheren Windowsversionen korrekt. |
|