T-42: Der neue Windows Explorer
Donnerstag, 10. September 2009 Nur noch 42 Tage bis zum Windows 7 Launch. Heute dreht sich alles um den Windows Explorer – nicht zu verwechseln mit dem Internet Explorer. Übersichtliche Navigation In den vergangenen Versionen von Windows ist die Funktion zum Erstellen eines neuen Ordners immer mal wieder hin und her gewandert. Einmal war sie im Dateimenü zu finden, oder auch mal unter dem Organisieren-Button. In der neuen Version ist er direkt in die Symbolleiste integriert worden und damit immer ins Blickfeld des Benutzers gewandert. Auch der Verzeichnisbaum ist gewachsen, er wurde um Bibliotheken und Favoriten erweitert. Bibliotheken Mit Bibliotheken hat man die Möglichkeit, verschiedene Orte und Netzlaufwerke zu einer Sammlung zusammenzufassen. Innerhalb dieser Bibliotheken lassen sich nicht nur Ordnerstrukturen abbilden, sondern zum Beispiel auch Inhalte von Datenbanken oder ähnlichem. Meine Musiksammlung ist z.B. auf verschiedene Geräten verteilt (okay, ich weiß, das ist etwas chaotisch, aber so ist es nun mal). Die verschiedenen Orte habe ich einer Bibliothek zusammengefasst und so sehe ich, je nach aktuellem Ort und Netzwerkverbindung, mehr oder weniger Musik aus meiner Sammlung. Die Standardbibliotheken von Windows 7 sind Musik, Bilder, Videos und Dokumente. Diese werden unter anderem auch standardmäßig für die Windows-Programme Media Player, Paint, Fotogalerie, etc. herangezogen. Federated Search Wow, das ist echt genial. Man braucht nun nicht mehr extra an den Ort gehen, an dem man suchen möchte, sondern kann die Suche direkt in den Windows Explorer einbauen. Das heißt, ich kann zentral von einer Stelle alles Suchen, was mein Entwickler-Herz begehrt. So ist es z.B. möglich die Bing-Suche direkt vom Explorer aus zu starten.
Verschiedene Ansichten Dokumente jeglicher Form, z.B. MP3s oder Fotos, lassen sich nun nach den Metadaten, sprich Autor, Bitrate, Auflösung sortieren. Was mich überrascht hat und was ich genial finde, ist das Feature „Größe der Spalte anpassen“. Gab es das schon in Vista? Und habe ich es vielleicht jahrelang übersehen? Mit diesem Feature lassen sich die Inhalte jetzt schnell übersichtlich darstellen, ohne dass etwas abgeschnitten wird. Auch die Darstellung von großen Sammlungen, wie z.B. meiner Musiksammlung, wurde wesentlich verbessert. Man kann nun die Ordner nach Kategorien darstellen – so können Musik-Ordner nun nach Interpreten, Alben, usw. sortiert werden. Bilder können unter anderem nach Monaten kategorisiert werden. Sieht nicht nur super aus, ist bei sehr großen Datenbeständen auch sehr hilfreich.
Mächtige Sofortsuche Die Suche ist allgegenwärtig, im Explorer rechts oben. Mit ihr hat man die Möglichkeit, beliebige Orte/Ziele zu durchsuchen. Einfach einen oder mehrere Suchbegriffe eintippen und, ohne die Eingabe-Taste zu drücken, beginnt Windows 7 nach Dokumenten zu suchen, die den Suchkriterien entsprechen. Noch während die Suche läuft, kann man die Suchkriterien weiter einschränken und so zum Beispiel noch schneller seine Bestellung der Hardware aus dem Jahre 2007 finden. Einfache Vorschau Das Vorschaufenster auf der rechten Seite wurde verbessert und kann jetzt über ein einfaches Symbol ein- und ausgeschaltet werden, dies war in Vista leider nur umständlich über das Kontextmenü möglich. Die Vorschau kann viele bekannte Dateitypen direkt im Explorer anzeigen, ohne dass man dazu das passende Programm aufrufen muss. Das spart viel Zeit beim Suchen nach der richtigen Reisekostenabrechnung oder der letzten Excel-Auswertung für den Chef. Reichhaltige Metadaten Als Fotofan fand ich schon bei Vista die Bearbeitung der Metadaten sehr einfach und komfortabel. Im neuen Windows 7 Explorer ist diese jetzt mit den anpassbaren Sichten verschmolzen. D.h. Änderungen, die ich dort durchführe, stehen mir später zum Sortieren zur Verfügung. So kann man mal eben nach der Pixelgröße von Bildern suchen (Abmessung).
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