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Geistiges Eigentum schützen = Arbeitsplätze sichern und Wachstum fördern

Softwarepiraterie in Deutschland bleibt ein ernstes Thema. Im Gegensatz zu den meisten anderen europäischen Ländern stieg der Anteil unlizenzierter Programme hierzulande 2006 von 27 leicht auf 28 Prozent an. Dies ist ein Ergebnis der jährlichen Pirateriestudie von IDC und BSA. Sie untersucht die globale Entwicklung in 102 Ländern. Weltweit stagniert der Anteil von Raubkopien zum dritten Mal in Folge bei 35 %, der Wert der illegalen Programme stieg jedoch aufgrund des weltweit wachsenden Softwaremarktes um über 5 Milliarden auf 39,6 Milliarden US-Dollar (USD) an.

Die weltweite Entwicklung war 2006 im Wesentlichen von zwei Trends geprägt: dem steigenden Bedarf an Software in den Wachstumsmärkten und der geringen Senkung der Piraterierate, was zu einem explosionsartigen Anstieg der Umsatzausfälle für die internationale Softwareindustrie führte.

Initiative der Bundesregierung

Mit ihren Initiativen zur Bekämpfung von Urheberrechtsverletzungen hat die Bundesregierung im Zuge der EU-Ratspräsidentschaft bereits deutliche Zeichen zum Schutz des geistigen Eigentums gesetzt. Die Produkt- und Markenpiraterie verursacht erhebliche volkswirtschaftliche Schäden. Die Bundesregierung setzt bei ihrer Bekämpfung auf die Kooperation mit der deutschen Wirtschaft und auch auf eine internationale Zusammenarbeit. Die volkswirtschaftliche Bedeutung eines verbesserten Urheberrechtsschutzes hatte bereits eine Studie der IDC aus dem Jahr 2005 gezeigt. Demnach könnte durch eine zehnprozentige Senkung der Softwarepiraterierate bis zum Jahr 2009 die europäische IT-Branche um 38 % wachsen und 3,1 Millionen Menschen Arbeit geben. Allein in Deutschland könnten 29.600 zusätzliche Arbeitsplätze in der IT-Branche geschaffen werden, Steuermehreinnahmen in Höhe von 3,6 Milliarden Euro und ein Anstieg des Umsatzes um 11,4 Milliarden Euro wären möglich.

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