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Anfangs: Wissen für Eliten...

Vom Wissen für Eliten…

Wissen bedeutet nicht nur Macht. Wissen ist für das menschliche Zusammenleben sehr wichtig. Denn individuelle Beziehungen beruhen grundsätzlich darauf, dass Menschen etwas voneinander wissen. Daher waren Menschen schon immer daran interessiert, sich einen Wissensvorsprung zu sichern. So gab es in vielen Gesellschaftsformen Personen oder Gruppen, die über hochkomplexes Wissen verfügten: zum Beispiel im alten Ägypten, im antiken Griechenland oder auch bei den Maya-Völkern. In diesen Gesellschaften haben gebildete Mönche, Handwerker, Mediziner und Gelehrte über Jahrhunderte hinweg spezifisches Wissen gesammelt und gezielt weitergegeben.

… zur Demokratisierung des Wissens

Allerdings war Wissen in früheren Epochen in der Regel nur privilegierten Schichten zugänglich. Heute ist das anders. Die wichtige Ressource Wissen steht grundsätzlich allen Interessierten zur Verfügung. Mehr noch: Unsere Kultur hat sich zur Wissensgesellschaft entwickelt, die ihr wirtschaftliches Fortkommen über die Weitergabe und -entwicklung von Wissen sichert. Dass wir heute in einer Wissensgesellschaft leben, liegt auch daran, dass sich die modernen Informations- und Kommunikationstechnologien sehr schnell entwickelt haben. In der Folge wurde Wissen immer schnelllebiger, weniger gebunden an bestimmte Medien und besser erreichbar.

Medientechnologie revolutioniert den Umgang mit Wissen

Die neuen Techniken ermöglichen es, die Kosten für die Aufbewahrung und Verbreitung von Wissen enorm zu verringern. Wissen, das erst einmal digitalisiert wurde, lässt sich mit geringem Aufwand verlustfrei vervielfältigen und weltweit in rasender Geschwindigkeit über Datennetze verbreiten. Mit dem Ergebnis, dass derjenige, der über die entsprechende Technik verfügt auch schneller und besser auf Wissen zugreifen, es nutzen und weiterentwickeln kann.

Wissensökonomie fördert nachhaltiges Wachstum

Wissen als Produktions- und Wirtschaftsfaktor wird immer wichtiger. Ausgelöst durch die Ende der sechziger Jahre veröffentlichte Studie "Die Grenzen des Wachstums" des Club of Rome wird die Frage nach nachhaltigem Wirtschaftswachstum in der öffentlichen Diskussion immer drängender. Mit der Verlagerung der Wertschöpfung auf immaterielle Güter wie Wissen ist Wirtschaftswachstum möglich, ohne dabei zwangsläufig den Umweltverbrauch, d.h. die Ausschöpfung natürlicher Ressourcen, erhöhen zu müssen.

Die Zukunft gehört der Wissensverarbeitung

Vielerorts neigt sich die Zeit von Massenproduktion und Großindustrie ohnehin ihrem Ende zu. Handwerkliche und andere körperliche Fertigkeiten haben in hoch entwickelten Industrieländern an Wert verloren, weil sie es im Preis-Leistungsverhältnis nicht mit der Konkurrenz von Maschinen oder der Herstellung in Niedriglohnländern aufnehmen können.

Viele Menschen haben nur noch in Bereichen, in denen Arbeit nicht durch Maschinen ersetzt werden kann, Möglichkeiten, zur allgemeinen und persönlichen Wertschöpfung beizutragen. Hierbei handelt es sich vor allem um qualifizierte geistige Tätigkeiten, die viel Wissen voraussetzen.

Gesättigte Märkte fordern Innovationen

Angesichts gesättigter Märkte geraten Unternehmen, die weiterhin Produkte absetzen wollen, unter einen immer stärkeren Innovationsdruck. Neuentwicklungen werden in erster Linie darauf abzielen, viele Produkte immer „intelligenter" zu machen. Davon sind nahezu alle Wirtschaftszweige betroffen: von "schlauen" Fahrzeugen und Elektrogeräten bis hin zu „cleveren" Textilien oder Nahrungsmitteln.

Ausblick: Herausforderungen und Chancen der Wissensgesellschaft

Eines braucht eine Wissensgesellschaft in jedem Fall: Bildung. Die Entwicklung von neuem Wissen schafft nicht einfach nur mehr Wissen, sondern lässt einmal gültiges Wissen auch schneller veralten. Wissen, das gestern noch relevant war, wird heute nicht mehr benötigt, weil bestimmte Entwicklungen neue Erkenntnisse gebracht haben. Dabei erwarten Experten, dass in den kommenden zehn Jahren doppelt so viel geforscht werden wird, wie in den 2500 Jahren seit Aristoteles.

In einer Welt, in der sich der Wissenstand ständig ändert, muss jeder – ob Individuum oder Unternehmen – die Bereitschaft zur Veränderung mitbringen, will er den Anschluss an das gesellschaftlich und wirtschaftlich relevante Wissen nicht verlieren. Diese Veränderungsbereitschaft ist Kern der Wissensgesellschaft. Wissen wird heute nicht einmal im Leben erworben und bleibt bis zum Tod gültig, sondern muss ständig überprüft und erneuert werden. Tag für Tag. Denn die Wissensgesellschaft erfordert lebenslanges Lernen.

Lebenslanges Lernen setzt voraus, dass alle Mitglieder einer Gesellschaft Zugang zu relevantem Wissen haben. Nur so kann vermieden werdem, dass sich die Gesellschaft aufteilt in Menschen, die über genug Wissen verfügen, und Menschen, die von der Teilhabe an der Wissensgesellschaft ausgeschlossen sind. Microsoft setzt sich mit verschiedenen Initiativen dafür ein, die vielerorts auftretende digitale Kluft zwischen denen, die auf die moderne Medientechnologie zugreifen können, und denen, die dazu keine Möglichkeit haben, zu verringern.

Eine zweite große Herausforderung für die Wissensgesellschaft entsteht durch die Ökonomisierung des Wissens, bei der nach der Verwertbarkeit von Wissen gefragt wird. Wissen kann ökonomisch nur verwertet werden, wenn es als geistiges Eigentum geschützt ist. Microsoft zum Beispiel gibt den Quellcode seiner Programme nicht unkontrolliert frei, denn es will das geistige Eigentum schützen, das Grundlage für Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze ist. Klar definierte Schnittstellen der Software werden jedoch frei kommuniziert. Dieser Ansatz fördert den Austausch mit der Entwicklergemeinde und hilft Microsoft, Anregungen für die Verbesserung der eigenen Produkte umzusetzen.

Wissensprodukt Software

Im Fall von Software ist das Wissen bereits zur Ware geworden. Denn in moderne Softwareprodukte ist umfassendes Wissen eingeflossen. Darüber hinaus werden die Programme bewusst so entwickelt, dass sie eine hohe Problemlösungskompetenz mitbringen.

Ein Beispiel: Selbst im alltäglichen Umgang mit Textverarbeitungssoftware stehen uns nicht nur einfache Funktionalitäten zur Verfügung. Die Software hilft uns auch, komplexere Probleme zu lösen – beispielsweise bei der Serienbrieferstellung oder bei der Nutzung des Thesaurus. Ob wir Informationen suchen oder Unterhaltung, uns selbst besser organisieren oder ein Projekt weiterentwickeln wollen – fast immer sind Softwarelösungen mit im Spiel, die effizienteres Arbeiten, mehr Kommunikationsfreiheit und besseren Zugang zu Wissensressourcen ermöglichen.

Heute durchdringt Software als Querschnittstechnologie alle Bereiche der Gesellschaft – Staat, Wirtschaft und die Lebenswelt jedes Einzelnen. Softwarelösungen können enorme Potenziale in Wirtschaft und Gesellschaft aktivieren. Sie sind Treiber von Modernisierungsprozessen und tragen nicht nur in der eigenen Branche zu mehr Wachstum und Beschäftigung bei. Damit Software-Wissen zum handelbaren Gut werden kann, muss es jedoch als geistiges Eigentum geschützt werden. Nur so wird gewährleistet, dass eine Gesellschaft weiterhin innovationsfreudig bleibt.

 

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Piraterie

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