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Schlaumäuse

Lernen auf dem Computerspielplatz

Die Bildungsinitiative „Schlaumäuse – Kinder entdecken Sprache“ fördert die sprachliche Kompetenz von Vorschulkindern mithilfe moderner Medientechnologien. Wichtigstes Hilfsmittel ist dabei eine speziell entwickelte Lernsoftware, die Kinder im Alter von vier bis sechs Jahren spielerisch an die deutsche Sprache und Schrift heranführt.

Die Beherrschung von Schrift und Sprache ist unverzichtbare Voraussetzung, um im späteren Leben erfolgreich zu sein. Um allen Kindern gleiche Startchancen zu ermöglichen, ist eine frühzeitige Förderung der Schrift- und Sprachfähigkeit notwendig.

90.000 Vorschulkinder profitieren von den Schlaumäusen

Zuhören, mitspielen und ausprobieren – so lautet das Erfolgsrezept der Schlaumäuse- Software, die das Herzstück der Bildungsinitiative „Schlaumäuse – Kinder entdecken Sprache“ bildet. Seit Beginn der Initiative, die Microsoft im Jahr 2003 unter der Schirmherrschaft des Bundesfamilienministeriums ins Leben rief, verbessern mehr als 90.000 Vorschulkinder in rund 3.000 bundesdeutschen Kindergärten mit dem Lernkonzept ihre Sprachfertigkeit. Das Besondere an der virtuellen Lernmethodik: Selbst Kinder, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, werden durch die Schlaumäuse ermutigt, sich mit der deutschen Sprache auseinanderzusetzen, ihre Funktionsweise zu entdecken und eine verbesserte Ausdrucksfähigkeit zu entwickeln.

Die Kinder unterstützen sich gegenseitig beim Lernen

Die Lernerfolge sind beeindruckend – das belegt beispielsweise eine Auswertung, die im Frühjahr 2008 in 120 Darmstädter Kindergärten durchgeführt wurde. Danach konnten sich die Kinder nicht nur grundlegende Sprachkompetenzen aneignen beziehungsweise den sinnvollen Umgang mit dem Computer lernen – auch ihre Konzentrationsfähigkeit sowie das soziale Miteinander wurden verbessert. Bundesjustizministerin Brigitte Zypries, die zusammen mit Microsoft und Partnern das Schlaumäuse-Projekt in Darmstadt unterstützte, bestätigt: "Die Kinder sind mit viel Eifer dabei und freuen sich über die vielen Wortspiele. Wenn sie mit dem Lernprogramm spielen, sprechen die Kinder untereinander deutsch – auch wenn sie anderer Herkunft sind. Sie erklären sich gegenseitig, was zu machen ist. Neben den Sprachfähigkeiten erlernen sie also auch, einander zu helfen und beim Lernen zu unterstützen."

Ohne die Hilfe von Erwachsenen Aufgaben lösen

Grundlage der mehrfach ausgezeichneten Software ist das von der ComputerLernWerkstatt der Technischen Universität Berlin entwickelte Konzept des „Entfaltenden Lernens“. Das bedeutet, dass die Kinder bei der Nutzung des Programms eigenständig entscheiden, wie lange und mit welchem Spiel sie sich beschäftigen. Selbsterklärende Funktionen helfen den jungen Computeranwendern dabei, sprachliche Sachverhalte zu verstehen und die Aufgaben zu lösen. Ohne auf die Hilfe von Erwachsenen angewiesen zu sein, können die Kindern mit bestimmten Werkzeugen Schrift hörbar machen. Dadurch passt sich das Programm ihrem individuellen Lernniveau an. Das ist einzigartig unter den Lernprogrammen.

Hier erfahren Sie mehr zur Schlaumäuse-Initiative.

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Mike Cosse
Leiter Politik
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