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Die heutige Welt der Informationstechnologie umfasst eine Fülle an unterschiedlichen Geräten und Systemen. Ein Weg diese Vielzahl von Technologien miteinander interoperabel zu machen sind Standards. Diese sind allgemein bekannt als ein Satz von Regeln oder Normen. Die Ausprägung eines Standards kann aber unterschiedlich sein. So gibt es Industriestandards (oft auch De-facto- oder Quasi-Standards genannt), "offene" Standards oder Normen. Alle haben zum Ziel, mehr Interoperabilität herzustellen. Sie beinhalten immer die Offenlegung der notwendigen Spezifikationen, um dies zu ermöglichen.
Microsoft fördert StandardsDamit seine Produkte und Dienste interoperabel sind, verwendet Microsoft zahlreiche Software- und Hardwarestandards. Zudem kooperiert das Unternehmen mit mehr als 150 Standardisierungsgremien und nimmt an zahlreichen Initiativen zur Förderung von Standards teil. Beispielsweise als Mitglied des technischen Komitees der Organization for the Advancement of Structured Information Standards (OASIS), das die nächste Version des Dokumentenstandards Open Document Format (ODF) erstellt. Microsoft hat bereits mit vielen Technologien zu "offenen" Standards beigetragen. Außerdem veröffentlicht das Unternehmen die Spezifikationen relevanter eigener herstellerspezifischer Schnittstellen. So können Entwickler ihre Produkte interoperabel mit Microsoft-Produkten gestalten.
Darüber hinaus hat Microsoft an der Erstellung und Weiterentwicklung von Standards mitgewirkt. Hier seien nur zwei Beispiele genannt:
Open XML: Dieser Standard gewährleistet den Dokumentenaustausch zwischen Programmen verschiedener Hersteller. Zudem sind Dokumente, die mit frühen Versionen von Word, Excel oder Powerpoint erstellt worden sind, mithilfe von Open XML auch in Zukunft lesbar.
USB 2.0: Mit Universal Serial Bus (USB) können Geräte wie Music Player, Kameras und Drucker an einen PC angeschlossen werden. Microsoft und sechs weitere Unternehmen haben diesen Standard als USB 2.0 weiterentwickelt. Er hat eine höhere Übertragungsgeschwindigkeit und ermöglicht Rückwärtskompatibilität.
Standards sorgen dafür, dass Geräte und Anwendungen auf eine einheitliche Art und Weise zusammenarbeiten. Sie sind ein Weg, um Interoperabilität herzustellen. Denn Standards vereinheitlichen Technologien und Schnittstellen, außerdem werden sie von vielen Anwendern akzeptiert und verwendet.
Einige Standards werden als "offen" bezeichnet. Allerdings gibt es keine allgemeingültige, allseits akzeptierte Definition. Der Bundestag definiert offene Standards folgendermaßen: Offene Standards müssen zum einen ausreichend dokumentiert sein, zum anderen müssen ihre Schnittstellen offengelegt und die technischen Spezifikationen umsetzbar sein. Die Ausgestaltung der Nutzungsbedingungen offener Standards soll den Vorgaben der internationalen Standardisierungsorganisationen entsprechen.
Neben offenen Standards gibt es auch eine Vielzahl von Industrie- oder De-facto-Standards. Diese sind durch Innovation eines Herstellers oder Forschungsinstituts entstanden und haben sich im Laufe der Zeit als Standard etabliert, wie beispielsweise MP3 oder USB.
Standards sind also generell ein guter Weg, um Interoperabilität für viele Anbieter auf eine einfachere Art herzustellen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass Standards, die der Markt hervorbringt, zur Steigerung der Innovationen am besten geeignet sind. Die staatliche Vorgabe von Standards ist dafür nur bedingt geeignet. Denn Innovationen basieren häufig auf den spontanen Ideen einzelner Personen oder Gruppen und deren schneller Umsetzung. Dagegen sind Standards in der Regel das Ergebnis eines längeren Konsensprozesses, in den mehrere Parteien eingebunden sind.