| Deutschland | Ändern | Alle Microsoft-Sites | ||
|
|
Seit Mai dieses Jahres wird Ihr High-Tech Start-up von der Microsoft Initiative „unternimm was.“ unterstützt. Was versprechen Sie sich von dieser Förderung?
Wir bekommen Dreierlei: Technische Beratung und Vermittlung von Know-how durch mehrtägige Workshops, die von Microsoft Spezialisten abgehalten werden. Zweitens bekommen wir im Bereich Öffentlichkeitsarbeit starke Unterstützung. Wir freuen uns zum Beispiel über erste Interviews beispielsweise mit der Süddeutschen Zeitung. Grundsätzlich könnten wir PR-Maßnahmen zum jetzigen Zeitpunkt gar nicht selber anschieben. Auch in Sachen Geschäftsentwicklung öffnet uns unser Förderer mit seiner Reputation viele Türen. Das ist für unbekannte Start-ups wie uns sehr entscheidend. Natürlich überlegen wir auch, welche gemeinsamen geschäftlichen Möglichkeiten es gibt.
Über die Initiative hinaus bietet Microsoft High-Tech-Gründern das weltweite Förderprogramm BizSpark an. Nutzen Sie es?
Über BizSpark kommen wir extrem kostengünstig an Entwicklersoftware. Das Geld, das wir dadurch sparen, fließt in unsere eigene Produktentwicklung und in Mitarbeiter.
Die Initiative unterstützt chancenreiche Start-ups. In welcher Hinsicht ist Ihre IT-Lösung Erfolgs versprechend und wer profitiert von Ihrer Technologie?
Wir entwickeln virtuelle Sammelalben für das Internet, die so ähnlich funktionieren wie die Panini-Fußball-Bilder. Nutzer von sozialen Online-Netzwerken wie Facebook können ihre Sammlungen auf ihrer Plattform verwalten und die Sammelobjekte mit anderen tauschen oder handeln. Dies wiederum können die Betreiber von Communities als werbeunabhängige Einnahmequelle vermarkten, und schließlich profitieren auch die Medienunternehmen von unserer Softwarelösung, denn die Nutzer zahlen natürlich für ihre Sammelobjekte, die beispielsweise beliebte Filmszenen darstellen. Da unsere Technologie einzigartig ist und sehr viele Menschen ‚online leben’’, steckt ausgesprochen viel Potenzial in ihr.
Was ist wichtiger: Ein Investor oder die Unterstützung à la ‚unternimm was.’?
Das eine schließt das andere nicht aus. Ein Investor bringt uns Geld, was uns Handlungsfreiraum verschafft. Aber wir sind froh, jetzt schon das andere – nämlich Unterstützung bei Business Development, Technik und PR – zu haben. Hinzu kommt, dass ‚unternimm was.’ uns bereits die Teilnahme an einem Investorentreffen ermöglicht hat. Wir konnten uns dort präsentieren und erhielten danach drei sehr ernst zu nehmende Anfragen.
Ist es in diesen Zeiten kein Wagnis, sich als Jungunternehmer auf den Markt zu wagen?
Unternehmensgründungen sind immer ein Wagnis. Natürlich sind die Zeiten schwieriger geworden, vor allem wenn es darum geht, finanzielle Unterstützung zu bekommen. Aber für uns ist es wichtiger, Kunden zu gewinnen, und das ist zu jedem Zeitpunkt eine Herausforderung.
Wo sehen Sie Ihr Unternehmen in naher Zukunft?
Mit unserer Software gehen wir jetzt Online. Danach wollen wir Mitarbeiter einstellen und im eigenen Hause weiter entwickeln. Parallel dazu wollen wir auch in den USA aktiv werden.