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Glossar

Gefahren und Schutz im Internet – ein Überblick

Was verbirgt sich hinter einem Trojaner und wie schützt eine Firewall meinen Computer? Nur wer mögliche Gefahren im Internet kennt, kann die Risiken richtig beurteilen und sich angemessen und kompetent verhalten. Das folgende Glossar erläutert wichtige Fachbegriffe rund um das Thema Sicherheit und Kriminalität im Internet.

Bot-Netze – Angreifer infizieren mit einem Schadprogramm so viele Computer wie möglich. Die werden dann wie Roboter über das Internet ferngesteuert (daher der Name), um sie zum Beispiel für DoS-Angriffe einzusetzen. Die rechtmäßigen Besitzer bemerken oft nicht einmal, dass ihre Computer gekapert wurden.

Card Space – Eine Funktion von Windows Vista. Eine virtuelle Karte speichert persönliche Daten des Nutzers. Kauft er online ein, verschickt er zum Bezahlen nur noch diese Karte. Sensible Informationen wie Adresse und Kreditkartennummer werden damit verschlüsselt und sicher an den Verkäufer übermittelt.

Denial-of-Service (DoS)-Angriff – Er soll Server oder Netzwerke lahmlegen, zum Beispiel bei großen Unternehmen oder Online-Shops. Erreicht wird die Überlastung der Technik meist durch sinnlose Massenanfragen oder Spam-Mails. DoS-Angriffe werden auch mithilfe von Bot-Netzen durchgeführt.

Drive-by-Angriff – Schon beim bloßen Besuch einer Website können sich die Nutzer digitale Schädlinge einfangen – ohne dass sie aktiv etwas herunterladen. Unbemerkt verbreiten sich zum Beispiel Viren oder Spionageprogramme auf der Festplatte. Die Angreifer nutzen dafür meist Sicherheitslücken in Browsern aus.

Firewall – Die "Brandschutzmauer" verhindert die unkontrollierte Kommunikation mit anderen Computern. Sie arbeitet quasi als Türsteher für die sogenannten Ports – spezielle Türen, über die PCs untereinander Informationen austauschen – und erlaubt nur bestimmten Programmen den Datenaustausch mit anderen Computern.

Hacker – Technisch versierter Computerspezialist, der mit seinem Fachwissen dazu in der Lage ist, mangelnde IT-Sicherheitsschranken zu überwinden und so in Systeme einzudringen. Manche Firmen engagieren Hacker, um diese zielgerichtet nach Sicherheitslücken in ihren IT-Systemen suchen zu lassen. Es gibt jedoch auch Hacker, die ohne Genehmigung in fremde Netze eindringen. Diese werden dann als Cracker bezeichnet.

IP-Adresse – In Intranets sowie im Internet sind alle Computer mit einer unverwechselbaren IP-Adresse versehen. Auf diese Weise lässt sich das betreffende Gerät eindeutig ansprechen. Eine IP-Adresse setzt sich immer aus vier Zifferblöcken zusammen, die durch einen Punkt voneinander getrennt sind.

Keylogger – Diese unerwünschte Software protokolliert die Tastatureingaben eines PC-Nutzers ohne dessen Wissen und sendet diese Informationen gegebenenfalls an Dritte.

Phishing – Kunstwort, das sich aus „password“ und „fishing“ zusammensetzt. Mit dieser Methode versuchen Online-Betrüger, Anwender per E-Mail beziehungsweise durch das Anklicken eines darin enthaltenen Links auf gefälschte Internetseiten zu locken. Dort wird der Nutzer dann zur Herausgabe von Zugangsdaten wie PINs, TANs oder Kennwörtern bewegt.

Rootkits – verstecken sich mit Tarnkappen-Taktiken auf dem Computer und greifen tief in das Betriebssystem ein. Anders als Viren und Würmer sind Rootkits selbst von Spezial-Software und Experten nur schwer zu entdecken. Sie agieren im Verborgenen und spionieren zum Beispiel Daten aus oder schaffen Hintertüren im System, die das Einschleusen von weiterem Schadcode erleichtern.

Spam – E-Mail-Wurfsendungen, die an zahlreiche unfreiwillige Empfänger gleichzeitig versendet werden. Aufgrund der geringen Kosten für den Versender werden sie stets in Massen verschickt. Am häufigsten sind werbende Inhalte. Spam verursacht hohe Kosten bei Unternehmen, da diese aufwendige Maßnahmen ergreifen müssen, um die Verbreitung von Spam zu unterbinden.

Spyware – Software, die heimlich auf Computern installiert wird. Sie sendet ohne Zustimmung und Wissen des Nutzers persönliche Daten an Dritte oder agiert in anderer Weise unerwünscht.

Trojaner – Ein Schadprogramm, das meist zum Ausspionieren und Weiterleiten persönlicher Daten verwendet wird. Es verbirgt sich in vermeintlich nützlichen Anwendungs- und Dienstprogrammen. Trojaner manipulieren das gesamte System oder verursachen den Verlust wichtiger Daten.

Viren – Schädlinge, die den Rechner befallen und sich meist selbst reproduzieren. Computerviren können zu Datenmanipulationen oder -verlusten führen und durch übermäßige Aktivitäten den Rechnerbetrieb stören. Da sie keine eigenen Verbreitungsmechanismen besitzen, sind sie auf Wirtsprogramme angewiesen, um sich weiterzuverbreiten.

Web 2.0 – Dazu zählen vor allem interaktive Angebote im Internet. Die Nutzer konsumieren nicht nur, sie stellen selbst Inhalte online. Beispiele sind die virtuellen Tagebücher in Blogs, die Online-Enzyklopädie Wikipedia oder die virtuelle Gemeinschaft Facebook.

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Mike Cosse
Leiter Politik
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