Zombies und Botnets: Bewahren Sie die Kontrolle über den Computer

Veröffentlicht: 03. Januar 2007 | Aktualisiert: 30. Januar 2009
Zombies und Botnets

Kriminelle Internetbenutzer können sich mit Hilfe von Malware wie Viren oder Trojanern die Kontrolle über unzählige Computer gleichzeitig verschaffen und diese Rechner in „Zombies“ verwandeln. Die Zombies werden von den Cyber-Gangstern zu einem leistungsfähigen Botnet zusammen geschlossen und dazu missbraucht, schädliche Aufgaben abzuarbeiten.

Ein Botnet kann sage und schreibe mehrere Millionen Zombie-Computer umfassen. Mit einem solchen Netzwerk ist es möglich, Spam-E-Mails zu versenden, Viren zu verbreiten, andere Computer und Server anzugreifen sowie zahlreiche weitere Verbrechen und Betrügereien zu begehen.

Botnets werden von diesen Kriminellen hoch geschätzt und haben sich mittlerweile zu einem ernsten Problem im Internet entwickelt.

Anzeichen für einen Befall

Wurde Ihr Computer von einer Malware in einen Zombie verwandelt, wird der PC unter Umständen langsamer, zeigt rätselhafte Meldungen an oder arbeitet schlicht nicht wie gewohnt.

In der Regel wird der Computer durch diese Botnet-Malware nicht deaktiviert. Denn das Botnet funktioniert nur dann, wenn die Zombie-Computer eingeschaltet und mit dem Internet verbunden sind.

Mit Windows Live OneCare Safety Scanner erhalten Sie eine kostenlose Virenüberprüfung Ihres Computers. Wenn Sie fortlaufend geschützt werden möchten, sollten Sie Antivirensoftware nutzem. Einen Gratis-Virenschutz für Windows XP und Windows Vista bietet beispielsweise Windows Live OneCare. Die Software steht seit 30.06.2009 nicht mehr zum Download, wird aber bis Dezember 2010 noch mit Updates und neuen Virendefinitionen versorgt, so dass die Schutzfunktion gewahrt bleibt. Der Nachfolger von Windows Live OneCare namens Microsoft Security Essentials steht schon in den Startlöchern.

So erkennen Sie, ob ihr Computer mit einem Virus infiziert ist.

Vorgehensweise bei einem Befall

Wenn Ihr Computer Anzeichen einer Virusinfektion zeigt, stellen Sie zuerst sicher, dass die Software auf dem Computer auf dem neuesten Stand ist. Führen Sie anschließend das Microsoft-Tool zum Entfernen schädlicher Software aus. Das Tool zum Entfernen schädlicher Software überprüft Computer, auf denen Windows Vista, Windows XP, Windows 2000 und Windows Server 2003 ausgeführt wird, auf bestimmte, weit verbreitete schädliche Software und entfernt diese.

Lesen Sie ausführliche Informationen zum Entfernen von Viren.

Fünf Methoden, wie Sie Ihren Computer davor schützen, als Zombie missbraucht zu werden

1.

Öffnen Sie niemals Dateianlagen in E-Mails, Instant Messages oder Mobilnachrichten, wenn Sie nicht genau wissen, was diese Anlage enthält. Dies gilt selbst dann, wenn die Nachricht von einer Ihnen bekannten Person oder Organisation stammt. Dateianlagen können E-Mail-Viren enthalten.

2.

Verwenden Sie eine Internetfirewall.

Hinweis: Windows XP mit Service Pack 2 (SP2) und Windows Vista verfügen bereits über eine integrierte und aktivierte Firewall.

3.

Halten Sie Ihren Computer stets auf dem neuesten Stand. Rufen Sie die Microsoft Update-Webseite auf und aktivieren Sie die Funktion Automatische Updates.

Hinweis: Wenn Sie Microsoft Office System 2007, Microsoft Office 2003 oder Microsoft Office XP installiert haben, wird Ihr Microsoft Office-Programm durch die Funktion „Automatische Updates“ automatisch aktualisiert.

4.

Installieren Sie eine den Industriestandards entsprechende Antivirensoftware und Antispyware und aktualisieren Sie diese regelmäßig. Microsoft stellt Ihnen in Kürze Microsoft Security Essentials und schon jetzt Windows Defender zur Verfügung. Windows Vista ist mit Windows Defender ausgestattet. Für Windows XP SP2 können Sie Windows Defender kostenlos herunterladen.

5.

Verwenden Sie lizenzierte Softwareprodukte (engl.). Botnets bestehen häufig zum Großteil aus Computern, auf denen illegale Kopien von Betriebssystem- und Office-Software ausgeführt werden. Nicht lizenzierte Software ist unter Umständen anfälliger für Viren. Im schlimmsten Fall ist die Software selbst bereits mit Viren verseucht, ohne dass Sie dies wissen.


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