Zehn Tipps zum Umgang mit Cyberbullies und Griefern

Veröffentlicht: 15. Januar 2007 | Aktualisiert: 30. Januar 2009
Kinder in Schutzanzügen beim Fechten

Man nennt sie Griefer oder Cyberbullies: die „Tunichtgute“, die Kinder beim Onlinespielen von Multiplayer-Videospielen wie Halo 2, World of Warcraft, The Sims Online, SOCOM und Star Wars Galaxies belästigen.

Griefer sind das Internet-Pendant zu Spielplatztyrannen, die Spaß daran finden, andere zu ärgern und herumzukommandieren.

Was Griefer tun

Typische Griefer: sticheln andere, insbesondere unerfahrene Anfänger; arbeiten anderen im Spielerteam entgegen; verwenden unangemessene Ausdrücke; mogeln; tun sich mit anderen Griefern zusammen; blockieren Zugänge und locken Monster zu unvorsichtigen Spielern. Für Griefer sind Spiele einfach dazu da, anderen Spielern auf die Nerven zu gehen oder Spieler zu belästigen, die sich nicht entsprechend ihren Wünschen verhalten.

Die Griefer bilden nur einen kleinen Teil der Videospielegemeinschaft. Dennoch fürchten einige Spieleanbieter den Verlust von Abonnenten. Die Toleranz vieler Spiele-Webseiten und Anbieter in Bezug auf Griefer lässt folglich mehr und mehr nach. Mit neuen Methoden wird versucht, den Bösewichten Einhalt zu gebieten.

Der beste Schutz gegen Griefer besteht darin, sich über sie kundig zu machen und Kindern beizubringen, wie sie sich gegen die Spielverderber wehren können. Mit Ihrem Kind offen über seine Onlineaktivitäten zu sprechen ist ein erster wichtiger Schritt.

Im Folgenden finden Sie Zehn Tipps zum Umgang mit Griefern.

Zehn Tipps zum Umgang mit Griefern

1.

Ignorieren Sie sie. Wenn Ihr Kind Griefern die kalte Schulter zeigt, werden die meisten gelangweilt das Weite suchen.

2.

Ändern Sie die Spieloptionen. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind Spiele spielt, bei denen die Regeln oder Optionen zum Schutz vor bestimmten Griefer-Taktiken (z. B. das Eliminieren von Teammitgliedern) geändert werden können.

3.

Erstellen Sie Ihr privates Spiel. Fast alle neueren Multiplayer-Videospiele sowie die damit verbundenen Webseiten ermöglichen das Erstellen exklusiver Spiele, für die nur ausgewählte Spieler zugelassen werden können.

4.

Spielen Sie nur auf Webseiten mit strikten Regeln. Spielen Sie ausschließlich auf Spiele-Webseiten, die die Zustimmung zu Verhaltensregeln oder Servicebedingungen voraussetzen und auf denen Live-Spieleadministratoren „Seriengriefern“ Einhalt gebieten können.

5.

Wechseln Sie das Spiel. Wenn Ihr Kind kontinuierlich von einem Griefer belästigt wird, sollte es ein anderes Spiel spielen oder das betreffende Spiel für eine gewisse Zeit unterbrechen und zu einem späteren Zeitpunkt weiterspielen.

6.

Melden Sie Fehler bei Spielen. Wenn Sie oder Ihr Kind Fehler beim Spielen feststellen oder bemerken, dass die Griefer neue Betrugsmethoden anwenden, melden Sie dies beim Administrator der jeweiligen Spiele-Webseite.

7.

Spielen Sie Spiele, bei denen Griefer keine Chance haben. Schlagen Sie Ihrem Kind vor, neuere Spiele zu spielen, die Griefer mithilfe von speziellen Funktionen in Schach halten. Diese Funktionen können genutzt werden, um Spieleadministratoren Angreifer zu melden, Nachrichten zu blockieren oder stumm zu schalten und Griefer aus den Spielerlisten zu streichen.

8.

Bekämpfen Sie Feuer nicht mit Feuer. Um sich gegen Griefer zu wehren, darf Ihr Kind nicht selbst zum Griefer werden. Dies würde nur dazu führen, dass die Bösewichte zur Hochform auflaufen und – was noch schlimmer wäre – Ihr Kind selbst zum Griefer abgestempelt werden könnte.

9.

Vermeiden Sie provokative Namen. Versuchen Sie mögliche Probleme bereits im Vorfeld zu vermeiden: Wenn Ihr Kind Benutzernamen oder Spitznamen (auch als Gamertags bezeichnet) verwendet, die Griefer provozieren könnten, sind Probleme vorprogrammiert.

10.

Geben Sie keine persönlichen Informationen weiter. Griefer (oder andere Personen) nutzen Informationen, wie Namen, Telefonnummern, Privat- oder Geschäftsadressen, um Ihr Kind auch außerhalb des Internets zu belästigen oder sonstige Probleme zu verursachen.



**
**