Geändert am: 30. Januar 2009
| F. | Ab welchem Alter sollte ich meinen Kindern die Nutzung des Internets erlauben? |
| A. |
Immer jüngere Kinder nutzen heutzutage das Internet. Das am schnellsten wachsende Segment an Internetbenutzern sind zurzeit Vorschulkinder. Viele Kinder verwenden das Internet ab dem Schulalter, also ab ca. 6 Jahren, und möchten dann voraussichtlich in diesem Alter auch zu Hause online gehen.
Kinder unter 10 Jahren verfügen in der Regel jedoch nicht über das erforderliche kritische Denkvermögen, um alleine Onlineaktivitäten vorzunehmen. Sie sollten daher bei Kindern unter 10 Jahren aktiv am Geschehen teilnehmen. Setzen Sie sich bei Onlineaktivitäten zusammen mit dem Kind an den Computer. Stellen Sie sicher, dass nur von Ihnen ausgewählte Webseiten besucht werden.
Leiten Sie Ihr Kind an, niemals persönliche Daten über das Internet preiszugeben.
Weitere Informationen finden Sie im Dokument Altersabhängige Richtlinien für die Internetnutzung durch Kinder.
|
| F. | Sollte ich meinen Kindern erlauben, eigene E-Mail-Konten zu führen? |
| A. |
Jüngere Kinder sollten eine gemeinsame E-Mail-Adresse für die ganze Familie verwenden und noch nicht eigene Konten führen. Älteren Kindern, die unabhängiger sein möchten, kann das Einrichten eigener E-Mail-Adressen erlaubt werden. Die E-Mail kann nach wie vor in Ihrem Familienposteingang eingehen, sodass Sie verdächtige Nachrichten hinterfragen können.
Weitere Informationen zum Hinzufügen von E-Mail-Konten in Microsoft Outlook finden Sie unter Informationen zu E-Mail-Konten (möglicherweise in englischer Sprache).
Erkundigen Sie sich bei Ihrem Internetdienstanbieter (Internet Service Provider, ISP) nach den verfügbaren Optionen für E-Mail-Konten für die Familie.
Verwenden Sie E-Mail-Filter, um den Eingang von Spam, unerwünschten Nachrichten und betrügerischen E-Mails zu verhindern, mit denen Ihre persönlichen Daten ausfindig gemacht werden sollen.
|
| F. | Welche „Familienregeln“ sollten für die Nutzung des Internets aufgestellt werden? |
| A. | Stellen Sie zusammen mit Ihren Kindern Onlineregeln auf, in denen die Rechte und Verpflichtungen für die Computernutzung zu Hause aufgeführt sind. Für eine erfolgreiche Anwendung dieser Regeln ist es unerlässlich, dass Ihre Kinder zum Inhalt beitragen. Die Regeln sollten die folgenden Punkte umfassen: | • | Welche Webseiten Ihre Kinder aufrufen dürfen und was sie dort unternehmen dürfen. | | • | Wie viel Zeit sie im Internet verbringen dürfen. | | • | Was Ihre Kinder tun sollten, wenn etwas oder jemand ihnen merkwürdig vorkommt. | | • | Wie Kinder ihre persönlichen Daten schützen sollten. | | • | Wie Kinder in interaktiven Umgebungen ein Sicherheitsbewusstsein entwickeln sollten. | | • | Wie Kinder das Internet auf ethische und verantwortungsvolle Art und Weise nutzen können. | | • | Die Verwendung von Chaträumen, Newsgroups und Instant Messaging-Diensten. |
Drucken Sie die Regeln aus, und bewahren Sie sie in der Nähe des Familiencomputers auf, um alle Familienmitglieder an die Vereinbarungen zu erinnern. Überprüfen Sie die Regeln von Zeit zu Zeit, und aktualisieren Sie sie mit zunehmendem Alter der Kinder.
Weitere Informationen zum Aufstellen von Familienregeln für die Nutzung des Internets finden Sie im Dokument Familienabkommen zum Onlineschutz Ihrer Kinder.
|
| F. | Was sollte ich wissen, bevor ich meinem Kind die Nutzung von IM-Diensten (Instant Messaging) wie Windows Live Messenger erlaube? |
| A. | Zunächst sollten Sie Richtlinien für Sicherheit und Datenschutz mit Ihren Kindern erörtern. Weiterhin sollten Sie Ihre Kinder auffordern, bei der Verwendung von IM stets gutes Verhalten an den Tag zu legen. Dazu gehört, andere nicht zu schikanieren, und auf welche Weise Ihre Kinder Sie informieren, wenn sie Schikanen ausgesetzt werden. Im Folgenden sind Regelvorschläge für die Nutzung von IM aufgeführt: | • | Keine persönlichen Profile oder Mitgliedsprofile ausfüllen. (Diese Profile können von allen Benutzern des Diensts eingesehen werden.) | | • | Nie mit jemandem online kommunizieren, dessen E-Mail-Adresse oder IM-Name dem Kind unbekannt sind. Als Eltern sollten Sie die Kontaktliste Ihrer Kinder regelmäßig überprüfen, um sicherzustellen, dass sie alle Chatpartner kennen. | | • | Jede neue Anfrage für eine „Buddyliste“ eingehend prüfen, bevor das Kind die Erlaubnis gibt, diese Person in seine IM-Buddyliste aufzunehmen. Wenn eine Person nicht in die Liste aufgenommen werden soll, kann sie blockiert werden. | | • | IM nie dafür verwenden, Gerüchte, Klatsch oder gemeine Aussagen zu verbreiten. |
Weitere Tipps zum Thema Sicherheit und Datenschutz finden Sie im Dokument 10 Tipps für mehr Sicherheit beim Instant Messaging.
|
| F. | Können Kinder internetsüchtig werden? |
| A. | Kinder verwenden das Internet für ihre Hausaufgaben, zum Erlernen neuer Fähigkeiten, zum Erforschen anderer Kulturen sowie zum Aufbau von Beziehungen mit anderen Kindern. Von Natur aus schüchterne Kinder bauen unter Umständen zunächst lieber eine Beziehung mit anderen über das Internet auf.
Durch übermäßige Nutzung des Computers werden zurückhaltende Kinder aber möglicherweise weiter von ihren Altersgenossen isoliert. Außerdem kann dies dazu führen, dass nicht mehr genug Zeit für Hausaufgaben, sportliche Aktivitäten, Schlafen oder gemeinsame Aktivitäten mit anderen bleibt.
Eltern und Lehrer werden sich oft erst bewusst, dass ein Kind ein Problem mit dem Internet hat, wenn das Problem bereits schwerwiegend ist, da sich Onlineaktivitäten leicht vertuschen lassen. Außerdem ist Internetsucht noch keine allgemein anerkannte Krankheit.
Um ein gesundes Gleichgewicht zwischen Internetaktivitäten und anderen Interessen zu halten, sollten Sie Regeln für die Nutzung des Internets zu Hause aufstellen. Die Zeitverteilung zwischen Computernutzung und physischen sowie gesellschaftlichen Aktivitäten sollte ausgewogen sein.
Stellen Sie den Computer im Wohnbereich auf, nicht im Zimmer Ihres Kindes.
Wenn Sie Windows Vista verwenden, können Sie die Regeln mithilfe der Zeitlimitfunktion in den Jugendschutzeinstellungen von Windows Vista durchsetzen.
Bedenken Sie schließlich Ihre eigenen Nutzungsgewohnheiten für das Internet. Verbringen Sie selbst Stunden online? Wenn ja, werden Ihre Kinder sehr wahrscheinlich Ihrem Beispiel folgen.
Tipps dazu, wie Sie Ihren Kindern beim Erzielen eines gesunden Gleichgewichts zwischen Internetnutzung und anderen Aktivitäten helfen können, finden Sie im Dokument Sorgen Sie dafür, dass Ihre Kinder nicht zu viel Zeit online verbringen.
|
| F. | Was sollten meine Kinder über Computerviren wissen |
| A. |
Ein Virus ist ein schädliches Softwareprogramm, das Computerdateien oder Festplattenlaufwerke infiziert und sich dann verbreitet. Computer können durch viele der Onlineaktivitäten von Kindern anfällig für Viren werden.
Viren werden häufig über E-Mail-Anlagen verbreitet, können aber auch in freigegebenen Dateien und durch Öffnen von IM-Anlagen heruntergeladen werden. Stellen Sie sicher, dass Ihre Kinder folgende Punkte verstehen: | • | Nie eine E-Mail-Anlage öffnen, die unaufgefordert gesendet wurde. In diesem Fall eine E-Mail an einen bekannten Absender schicken, um zu gewährleisten, dass die Anlage absichtlich gesendet wurde. | | • | Das Instant Messaging-Programm so konfigurieren, dass keine Dateien von anderen Benutzern empfangen werden können. | | • | Nie ohne vorherige Absprache mit einem Elternteil ein Programm herunterladen. |
Sie können Ihren Computer schützen, indem Sie stets eine aktuelle Firewall-Software ausführen, mit Microsoft Update prüfen, dass Microsoft-Programme auf dem neuesten Stand sind, regelmäßig Antivirensoftware ausführen und Ihren Computer von Zeit zu Zeit auf Spyware oder andere unerwünschte Software überprüfen und diese umgehend entfernen.
|
| F. | Die Onlineaktivitäten meiner Kinder beunruhigen mich. Kann ich verfolgen, was sie online unternehmen? |
| A. | Ja, es gibt Möglichkeiten, Onlineaktivitäten zu verfolgen. Sie sollten sich aber bewusst sein, dass Kinder, die sich mit Computern auskennen, ihre Spuren im Internet verwischen können. Es ist wirksamer, klare Regeln zur Nutzung des Internets aufzustellen und offen mit ihren Kindern zu kommunizieren. Wenn Sie im Internet surfen, sammelt Ihr Webbrowser Informationen über die von Ihnen besuchten Webseiten und speichert sie auf dem Computer.
Browser bewahren in der Regel einen Verlaufsbericht zuletzt besuchter Webseiten auf. Die meisten Versionen von Internet Explorer verfügen in der oberen Symbolleiste über eine Schaltfläche Verlauf.
Wenn diese Schaltfläche nicht angezeigt wird, drücken Sie einfach die Tasten Strg (Steuerung) und H zur selben Zeit, um eine Liste mit Ihrem Internetverlauf anzuzeigen. Durch Doppelklicken auf einen der Einträge wird die Webseite geöffnet.
Browser erstellen außerdem temporäre Kopien von Webseiten, die als Cachedateien bezeichnet werden, und speichern sie auf dem Computer. So zeigen Sie temporäre Dateien in Internet Explorer an: 1. |
Klicken Sie in Internet Explorer auf Extras und anschließend auf Internetoptionen.
| 2. |
Klicken Sie in der Registerkarte Allgemein im Bereich Temporäre Internetdateien auf die Schaltfläche Einstellungen.
| 3. |
Klicken Sie im Ordnerbereich Temporäre Internetdateien auf die Schaltfläche Dateien anzeigen.
|
Es wird eine Liste von Webseiten angezeigt, die Sie oder Ihr Kind zuletzt besucht haben, sowie die angesehenen Bilder und Cookies, die auf dem Computer gespeichert wurden.
Es gibt eine Vielzahl von Softwareprogrammen, mit denen Sie Onlineaktivitäten überwachen können. Mit den Jugendschutzeinstellungen von Windows Vista können Sie beispielsweise Internetinhalte filtern. Durch diese Einstellungen erhalten Sie wöchentliche Aktivitätsberichte mit Details dazu, welche Webseiten Ihr Kind besucht und mit wem es gechattet hat und vieles mehr.
|
| F. | Was sollte ich unternehmen, wenn mein Kind online belästigt wird? |
| A. |
Diese Personen werden oft als Cyberbullies oder Griefer bezeichnet. Belästigung über das Internet breitet sich unter Teenagern immer mehr aus. Ermuntern Sie Ihr Kind, sich an Sie zu wenden, wenn ihm ein Onlinegespräch nicht geheuer ist. Sie können die Person, die die belästigenden Aussagen gesendet hat, mithilfe der in vielen E-Mail- und Instant-Messaging-Programmen enthaltenen Blockierungsoptionen blockieren.
Speichern Sie belästigende E-Mail-Nachrichten, und senden Sie sie an Ihren E-Mail-Anbieter. Die meisten Anbieter verfügen über entsprechende Nutzungsrichtlinien, die eine Belästigung anderer über das Internet nicht zulassen.
Kinder werden möglicherweise auch beim Onlinespielen belästigt und tyrannisiert. Wenn Sie gewährleisten möchten, dass Onlinespiele für Ihre Kinder sicher und unterhaltsam ablaufen, lesen Sie die Informationen im Dokument 10 Tipps zum Umgang mit Cyberbullies und Griefern.
Wenn es sich bei der Belästigung um auf einer Webseite veröffentlichte Kommentare handelt, setzen Sie sich mit Ihrem Internetdienstanbieter (Internet Service Provider, ISP) in Verbindung, um festzustellen, welcher ISP die betreffende Webseite hostet. Sie können sich dann an diesen ISP wenden und die anstößigen Kommentare melden.
Außerdem sollten Sie sich mit der örtlichen Polizeidienststelle in Verbindung setzen. Belästigung ist ein Delikt, ob im Internet oder im wirklichen Leben. Die wiederholte Kommunikation mit einer Person ist illegal, wenn sich diese Person dadurch bedroht fühlt oder Bedrohungen für Dritte fürchten muss. |
| F. | Funktioniert Filtersoftware? |
| A. | Der Einsatz von Webfiltertools eignet sich bei jüngeren Kindern, wenn diese Tools als Ergänzung – nicht als Ersatz – zur elterlichen Kontrolle verwendet werden. Filter und Blocker bieten allerdings keinen vollständigen Schutz und verhindern nicht immer den Zugriff auf unangemessene Inhalte. Es ist auch möglich, dass dadurch nützlicher Inhalt blockiert wird, auf den Ihre Kinder beim Erledigen der Hausaufgaben zugreifen möchten. Der Einsatz von Filtern eignet sich zwar für jüngere Kinder, aber mit zunehmendem Alter sollten Ihre Kinder sicheres und verantwortungsbewusstes Verhalten im Internet lernen.
Microsoft bietet die Jugendschutzeinstellungen von Windows Vista.
|
| F. | Mein Teenager möchte online einkaufen. Wie kann ich überprüfen, dass die entsprechende Webseite sicher ist? |
| A. | Bevor Sie einem Teenager erlauben, mit Ihrer Kreditkarte im Internet einkaufen zu gehen, sollten Sie klare Richtlinien zum Onlineshopping aufstellen und sie darauf hinweisen, was es für einen sicheren Transaktionsablauf zu beachten gilt. Erläutern Sie, wie auf einer Webseite erkenntlich ist, ob Kreditkarteninformationen sicher übermittelt werden können. Vor dem Einkauf sollte Folgendes für eine Webseite überprüft werden: | • | Ein Gütesiegel von Better Business Bureau (oder einer anderen Organisation) mit einem Link zur entsprechenden Webseite. | | • | Ein geschlossenes Schlosssymbol unten rechts auf der Seite, das angibt, dass finanzielle Transaktionen nur von Ihnen und der Webseite eingesehen werden können. | | • | Die Buchstaben „https“ (das „s“ steht für „sicher“) in der Webseiteadresse, die in der Adresszeile des Browsers angezeigt wird. |
Alle angeführten Elemente können gefälscht werden. Ermuntern Sie Ihre Kinder daher, Sie vor dem Einkauf im Internet um Rat zu fragen, damit Sie sich von der Sicherheit einer Webseite überzeugen können.
Weitere Informationen zum sicheren Onlineshopping finden Sie im Dokument So kaufen Sie sicherer im Internet ein |
| F. | Ist die Xbox 360 für meine Kinder sicher? |
| A. | Die Spielsysteme Xbox und Xbox 360 sind mit Jugendschutzfunktionen ausgestattet, den so genannten Jugendschutzeinstellungen. Dabei handelt es sich um Tools, mit denen Sie einschränken können, welche Art von Spielen Ihre Kinder spielen können. Die Festlegung erfolgt anhand der Spielefreigabe (z. B. der Freigabe durch das Entertainment Software Ratings Board (ESRB) in den USA).
Weitere Informationen finden Sie in den Dokumenten Mehr Sicherheit beim Spielen mit den Jugendschutzeinstellungen der Xbox 360 und dem Leitfaden zu Jugendschutzeinstellungen für das Spielen mit der Xbox (möglicherweise in englischer Sprache).
|
| F. | Welche Punkte sollten bei den Datenschutzrichtlinien einer Webseite für Kinder beachtet werden? |
| A. | In den Datenschutzrichtlinien für Webseiten wird dargelegt, wie die von der Site erfassten persönlichen Daten verwendet, weitergegeben und aufbewahrt werden. Eltern sollten unbedingt die Datenschutzrichtlinien von Webseiten lesen und ihre Kinder anleiten, auf welche Punkte sie achten sollten, bevor sie persönliche Daten preisgeben. Diese Richtlinien sind bisweilen umfangreich, komplex und unklar. Wenn eine Webseite nicht über Datenschutzrichtlinien verfügt, sollten Sie beim Einkauf oder dem Bereitstellen persönlicher Daten vorsichtig vorgehen. Aus dem Inhalt einer Datenschutzrichtlinie sollte Folgendes hervorgehen: | • | Wie Daten erfasst und verfolgt werden. | | • | Wie diese Informationen verwendet werden (besonders, ob Daten an Dritte verkauft werden dürfen). | | • | Ob die Möglichkeit besteht, die über Ihre Kinder erfassten Daten zu ändern oder löschen zu lassen. | | • | Welche Maßnahmen ergriffen werden, um die Sicherheit von Kindern bei der Nutzung von Chaträumen und schwarzen Brettern sowie bei E-Mail-Aktivitäten auf der Webseite zu gewährleisten. | | • | Ob die Webseite eine überprüfbare Zustimmung der Eltern einholt, bevor ein Kind online persönliche Daten preisgibt. |
|
F. A. | |