Vorsicht bei Aktientipps in E-Mail- und Textnachrichten

Veröffentlicht: 09. Juni 2007
Fallen Sie nicht auf die Masche mit den Aktientipps herein

Wer bräuchte keinen heißen Tipp für den Aktienkauf? Seien Sie gewarnt: Wenn der Tipp unangefordert in Ihrem E-Mail-Posteingang landet, handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um Betrug.

Spams in Form von Pump-and-Dump-Kampagnen sind heutzutage gängig. Laut der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC (United States Security and Exchange Commission) versenden Spammer pro Woche 100 Millionen derartiger E-Mail-Nachrichten!

So funktioniert Pump-and-Dump-Betrug

Betrüger kaufen Aktien von kleinen Unternehmen zu sehr niedrigen Preisen, häufig für ein paar Dollar pro Aktie. Anschließend versenden sie Millionen von E-Mails rund um den Erdball und bieten den Empfängern diese Aktien zum Kauf an. Diese Nachrichten können auch als vertrauliche Informationen getarnt sein, die versehentlich an den jeweiligen Empfänger gesendet wurden.

Wenn genügend Käufer die Aktie kaufen, steigt der Preis der Aktie. Wenn der Preis hoch genug ist, verkaufen die Spammer ihre Aktienanteile. Der Preis fällt wieder, und die Menschen, die die Aktie aufgrund des Tipps gekauft haben, machen enorme Verluste.

Es kann sich sehr schwierig gestalten, herauszufinden, wer hinter diesen Pump-and-Dump-Kampagnen steckt. Spammer können die Kontrolle über sehr viele Computer erlangen und diese in Zombies umwandeln, die zusammen als mächtige Botnets fungieren und die Spamnachrichten verschicken.

Weitere Informationen finden Sie unter Zombies und Botnets: Behalten Sie die Kontrolle über Ihren Computer.

Was Sie tun können, um sich vor Pump-and-Dump-Betrug zu schützen

Verwenden Sie Spamfiltertechnologie. Weitere Informationen finden Sie unter Schützen Sie Ihren Posteingang vor Spam.

Tätigen Sie keine Aktiengeschäfte aufgrund von anonymen E-Mail- oder Textnachrichten.

Öffnen Sie keine Anhänge von nicht angeforderten E-Mails. Aktienspam wird häufig als Bild- oder als PDF-Anhang versendet, damit sie nicht von Spamfiltern erkannt wird.

Verwenden Sie einen Internetdienstanbieter (ISP) beziehungsweise E-Mail-Anbieter mit implementiertem Sender ID-Framework, einer technischen Lösung zum Erkennen und Blockieren von gefälschter E-Mail. Windows Live Hotmail und Exchange Server 2003/2007 sind zwei Lösungen, die diese Technologie unterstützen.



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