 Viele Internetbenutzer gehören einer Onlinecommunity an, in der sie Ideen und Informationen mit Personen austauschen, die ähnliche Interessen haben. Zu diesen Communities zählen unter anderem E-Mail-Verteilerlisten, schwarze Bretter, Newsgroups, Blogging-Seiten und Kontakt-Webseiten. Sie können Ihre persönlichen Daten schützen und trotzdem alle Vorteile nutzen, die diese Gruppen bieten. Sie müssen sich dazu lediglich an einige grundlegenden Regeln halten. Arten von OnlinecommunitiesOnlinecommunities gibt es in verschiedenen Formen. Der Zugriff auf diese Communities erfolgt über große Internetportale wie MSN.com, Yahoo.com und AOL. Im Folgenden sind die gängigsten Onlinecommunities aufgelistet: | • | E-Mail-Verteilerlisten: Mithilfe dieser Dienste, auch „E-Mail-Listen“ oder „Gruppen“ genannt, können Sie E-Mail-Nachrichten mit einem einzigen E-Mail-Alias über ein bestimmtes Thema lesen, schreiben und beantworten. Sie können sogar neue Gruppen erstellen.
Wenn Sie beispielsweise an Reisen interessiert sind, möchten Sie vielleicht einer Gruppe zu diesem Thema beitreten beziehungsweise eine solche erstellen. Sie können dann mit allen anderen Mitgliedern der Gruppe über die E-Mail-Adresse „travel@example.com“ kommunizieren. | | • | Schwarze Bretter und Newsgroups: Diese Seiten werden häufig auch „Bulletinboards“ genannt, da Sie Mitgliedern die Möglichkeit bieten, sich gegenseitig Nachrichten zu hinterlassen beziehungsweise auf diese Nachrichten zu antworten.
| | • | IM-Services (Instant Messaging): Mithilfe eines IM-Programms geben Sie die zu sendende Nachricht ein, und der Text wird Ihrem Kommunikationspartner an einem anderen Computer fast sofort angezeigt. Wenn dieser dann eine Antwort eingibt, können Sie sie genauso schnell lesen.
| | • | Chaträume: Diese Onlineforen, die in der Regel auf ein bestimmtes Thema ausgerichtet sind, funktionieren ähnlich wie das Instant Messaging. Hier ist es jedoch möglich, dass Personengruppen (nicht nur Einzelpersonen) gleichzeitig miteinander kommunizieren.
| | • | Blogging-Seiten: Ein Blog (Kurzform für „Weblog“) ist ein persönliches Onlinetagebuch, das für die Allgemeinheit zugänglich ist. Besucher können dem Blogautor Kommentare zu bestimmten Einträgen hinterlassen.
| | • | Kontakt-Webseiten: Webseiten wie Windows Live Spaces, MySpace, Facebook und andere bieten den Benutzern verschiedene Möglichkeiten, sich untereinander auszutauschen. Zu den Leistungen dieser Anbieter gehören unter anderem eine persönliche Webseite, auf der Fotos und Videos hinterlegt werden können, sowie Blogs, schwarze Bretter und Funktionen für Instant Messaging.
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Was sollten Sie beim Beitritt zu einer Community beachten?Onlinecommunities fordern Sie zur Angabe persönlicher Informationen auf. In der Regel müssen Sie bei der Registrierung einen Benutzernamen, eine E-Mail-Adresse und ein Kennwort angeben.
Zum Aufbau der Community (und für kommerzielles Marketing) werden Sie möglicherweise auch aufgefordert, ein Benutzerprofil mit vielen weiteren persönlichen Informationen auszufüllen: zum Beispiel Geburtsdatum, Privatadresse und Firmenanschrift, Telefonnummer (privat und geschäftlich), Geschlecht, Familienstand, Beruf, Instant Messaging-Namen und vieles mehr. Profile sind öffentlich. Einige Gruppen gewähren ihren Mitgliedern in einem entsprechenden Bereich auf der Webseite Zugriff auf Listen mit den Benutzernamen der Mitglieder und gelegentlich sogar auf deren E-Mail-Adressen und vollständige Profile. Geben Sie keine Informationen weiter, die Sie nicht mit Fremden teilen möchten.
Die von Ihnen abgegebenen Kommentare werden auf der Community-Seite permanent aufgezeichnet. Mit der Zeit werden Sie die anderen Mitglieder der Community kennenlernen und einen vertrauteren Ton anschlagen. Möglicherweise sind Sie versucht, Ihre Kinder beim Namen zu nennen, Ihren Wohnort und Arbeitsplatz anzugeben oder Informationen über Wertgegenstände in Ihrem Heim preiszugeben.
Vielleicht erwähnen Sie sogar, wann Sie sich auf einer Urlaubsreise befinden. Selbst wenn Sie schon lange Mitglied einer Community sind, sollten Sie trotzdem vorsichtig sein.
Bitte bedenken Sie stets, auf welche Weise Ihre Informationen von Betrügern missbraucht werden könnten. Geben Sie lieber zu wenig als zu viel Informationen preis. E-Mail- und Phishingbetrüger nutzen das in Onlinecommunities häufig aufgebaute Vertrauen aus, um sich Ihre persönlichen Daten anzugeignen.
Je mehr Informationen Sie in Profilen und Beiträgen preisgeben, desto anfälliger sind Sie für Betrug, Spam und Diebstahl Ihrer persönlichen Daten. Tatsächlich erhalten 86 Prozent der auf Webseiten und in Newsgroups sowie 27 Prozent der an schwarzen Brettern veröffentlichten E-Mail-Adressen Spam-Mails. Diese Zahlen wurden von der U.S. Federal Trade Commission (FTC) veröffentlicht.
Welchen Beitrag leisten diese Dienste zum Schutz von Benutzern?
Abhängig davon, welcher Community Sie beitreten, bieten die jeweiligen Anbieter der Onlinecommunities verschiedene Möglichkeiten, wie Sie sich bei der Nutzung dieser Dienste schützen können.
Im Folgenden finden Sie einige wichtige Punkte, die Sie beachten sollten, wenn Sie einer Onlinecommunity beitreten möchten: | • | Datenschutzrichtlinien, in denen genau aufgeführt ist, welche Informationen der jeweilige Dienst erfasst und wie diese Informationen verwendet werden.
| | • | Benutzerregeln, die grundlegende Verhaltensregeln für die Benutzer der Onlinecommunity beschreiben. Webseiten haben die Möglichkeit, die Konten von Personen, die sich nicht an diese Regeln halten, aufzulösen.
| | • | Spezielle Maßnahmen für Kinder und deren Eltern, wie familienfreundliche Optionen zum Schutz von Kindern in einem bestimmten Alter.
| | • | Kennwortschutz zum Schutz Ihres Kontos. Achten Sie darauf, dass Sie ein sicheres Kennwort erstellen, wenn Sie sich zum ersten Mal bei einer Onlinecommunity anmelden. Wenn Sie Ihr Kennwort verlegen oder vergessen, müssen Sie möglicherweise Sicherheitsfragen beantworten (zum Beispiel „Wie lautet der Mädchenname Ihrer Mutter?“), damit der Dienst Ihre Identität überprüfen kann.
| | • | Versteckte E-Mail-Adressen. Auf der Mitgliederliste der Seite wird lediglich ein Teil Ihrer E-Mail-Adresse angezeigt. Bei manchen Diensten haben Sie die Möglichkeit, Ihre E-Mail-Adresse vollständig auszublenden.
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Zusätzliche Tools für Ihren SchutzAbhängig davon, welcher Art von Onlinecommunity Sie beitreten, stehen Ihnen noch weitere Möglichkeiten zur Verfügung, mit denen Sie den Zugriff anderer auf Ihre persönlichen Daten, E-Mail-Adresse und Posts beschränken können: | • | Filteroptionen: Mithilfe dieser auf Blogging-Seiten angebotenen Tools können Sie auswählen, welche Personen Zugriff auf Ihr Onlinetagebuch erhalten.
| | • | Blockieren anonymer Posts: Mithilfe dieser auf Blogging-Seiten angebotenen Option können Sie anonyme Antworten auf Ihre Blog-Einträge blockieren. Benutzern, die bösartige oder beleidigende Kommentare abgeben, wird dadurch der Schutz der Anonymität verwehrt.
| | • | Protokollieren von IP-Adressen: Dieser auf Blogging-Seiten verfügbare Dienst ermöglicht der Seite das Verfolgen aller Computer, die Kommentare in Ihren Blog schreiben. Personen, die die Benutzungsvereinbarungen der Seite durch Senden von Belästigungen verletzen, können somit kontaktiert und ihr Verhalten geahndet werden.
| | • | Private Communities: Einige E-Mail-Verteilerdienste ermöglichen Ihnen das Erstellen privater E-Mail-Listen. Wenn Sie eine solche Liste erstellen, werden Sie als Gruppenmoderator bestimmt und können genehmigen, wer der Gruppe beitritt und wer Nachrichten schreiben oder empfangen kann.
| | • | Ablehnen von Werbung: Wenn Sie sich bei einer Onlinecommunity registrieren, haben Sie idealerweise die Möglichkeit, dem Erhalt von speziellen Angeboten oder Telefonwerbung zuzustimmen oder diesen abzulehnen.
| | • | „Masking“ von E-Mail-Adressen: Beim so genannten „Masking“ wird ein Wort oder Satz in eine E-Mail-Adresse eingefügt, um automatisierten Programmen zur Adressenabfrage entgegenzuwirken (zum Beispiel Benutzer@keinSpam.Beispiel.com).
Manche Newsgroups oder Bulletin Boards lassen Masking jedoch nicht zu. Außerdem arbeiten Spammer mit immer neuen Tricks, sodass eine maskierte E-Mail-Adresse von der Harvestingsoftware vielleicht trotzdem erkannt wird. | | • | Verwenden alternativer E-Mail-Adressen: Erwägen Sie die Verwendung einer alternativen E-Mail-Adresse für Abonnements, um ein Überfluten Ihres Posteingangs zu verhindern.
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