Telefonphishing: Wenn Sie per E-Mail aufgefordert werden, eine Telefonnummer anzurufen

Veröffentlicht: 15. Sep 2006 | Aktualisiert: 30. Januar 2009
Telefon

Beim herkömmlichen Phishingbetrug werden potenzielle Opfer per E-Mail zu gefälschten Webseiten geleitet, um dort an ihre persönlichen Daten zu kommen. Beim Telefonphishing gehen die Betrüger etwas anders vor:

Anstatt auf eine Webseite hingewiesen zu werden, werden Sie per E-Mail aufgefordert, eine Kundendienstnummer anzurufen.

Am anderen Ende der Leitung wartet eine Person oder ein Anrufbeantworter darauf, Ihre Kontonummer, Ihre PIN, Ihr Kennwort oder andere wichtige persönliche Daten abzufragen.

Häufig behauptet der Gesprächspartner, dass Ihr Konto geschlossen wird oder andere Probleme auftreten, wenn Sie nicht reagieren.

Die Täter rufen gerne von Telefonzellen, gestohlenen Handys oder fremden Anschlüssen an. Phishingbetrüger treten möglicherweise auch über Fax oder VoIP (Voice over Internet Protocol) mit Ihnen in Kontakt.

Tipps zum Schutz vor Telefonphishing:

Behandeln Sie alle unangeforderten E-Mails (und Telefonanrufe) mit Vorsicht, und rufen Sie keine Webseiten auf (zum Beispiel indem Sie auf Links klicken).

Informieren Sie sich vor dem Anruf zunächst über die Vorwahl, um Gebühren für Ferngespräche, Anrufe ins Ausland oder ähnliches zu vermeiden. Wenden Sie sich hierfür an eine seriöse Telekommunikationsauskunft vor Ort.

Informieren Sie sich auf der Webseite des entsprechenden Unternehmens über die tatsächlichen Telefonnummern, zum Beispiel des Kundendiensts. Klicken Sie zu diesem Zweck nicht auf einen Link in einer E-Mail, sondern geben Sie den URL der Webseite manuell ein.

Ziehen Sie, falls verfügbar, Ausdrucke Ihnen zugegangener Rechnungen oder Kontoauszüge zu Rate, um die richtigen Telefonnummern oder sonstige Informationen zu erhalten. Häufig sind auf der Rückseite von Kreditkarten die Telefonnummern des Kundendiensts aufgedruckt.

Informieren Sie sich stets über die neuesten Methoden des Identitätsdiebstahls. Lesen Sie unseren Sicherheits-Newsletter und finden Sie weitere Informationen auf unseren Sicherheits-Webseiten.

Untersuchen Sie Ihre E-Mails sorgfältig auf Anzeichen von versuchtem Phishing, zum Beispiel Grammatik- und Rechtschreibfehler, seltsame Internetadressen oder andere verdächtige Merkmale.



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