Hauptkomponenten der Dynamic Systems Initiative

Nutzen von in Softwaremodellen erfassten Systeminformationen zur Bewältigung der Anforderungen im IT-Lebenszyklus

Aus technologischer Sicht dreht es sich bei der Dynamic Systems Initiative (DSI) um die Entwicklung von Software, die es ermöglicht, relevante Informationen zu einem IT-System über den gesamten Lebenszyklus dieses Systems hinweg erstellen, ändern, übertragen und nutzen zu können. Diese drei Komponenten – Systeminformationen, Modelle und Lebenszyklus – sind die Schlüssel für die Auseinandersetzung mit den Herausforderungen im Bereich Komplexität und Verwaltbarkeit, mit denen sich IT-Organisationen heute konfrontiert sehen.

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Systeminformationen: die wichtigste VerwaltungsanforderungSysteminformationen: die wichtigste Verwaltungsanforderung
Erfassung von Systeminformationen in SoftwaremodellenErfassung von Systeminformationen in Softwaremodellen
Investitionen in ModellierungstechnologienInvestitionen in Modellierungstechnologien

Systeminformationen: die wichtigste Verwaltungsanforderung

Systemrelevante Informationen sind für die Systemverwaltung entscheidend: Informationen zu den bereitgestellten Systemen, zur Umgebung, in denen diese betrieben werden, zu den von den Entwicklern vorgesehenen Zwecken dieser Systeme und zu IT-Richtlinien.

Diese Systemwissen umfasst insbesondere Folgendes:

Einschränkungen der Entwickler für Einstellungen einer Komponente, z. B. Einschränkungen bezüglich zugehöriger Systemen, auf denen die Komponente betrieben wird oder mit denen sie kommuniziert.

IT-Richtlinien, die Einstellungen oder Bereitstellungen weiter einschränken.

Installationsanweisungen, die beschreiben, wie ein System installiert werden muss.

Stabilitätsmodelle, die Systemzustände sowie die Ereignisse oder Verhaltenssymptome beschreiben, die für Zustandsübergänge stehen.

Überwachungsregeln, die von der Abfragehäufigkeit über die Ereignisfilterung und Weiterleitung bis zu einer Diagnosefunktion oder Korrekturmaßnahme als Reaktion auf Probleme reichen.

Schemas für die Instrumentierung, Einstellungen, Ereignisse und Aktionen.

SLAs (Service Level Agreements), die den Leistungs- und Verfügbarkeitsgrad bestimmen.

Transaktionsabläufe und Kosten von Verarbeitungsschritten für die Leistungsanalyse.

Berichte.

Da IT-Organisationen sich geografisch immer weiter verteilen und einzelne Rollen immer spezieller werden, geht der Trend in Richtung isolierte Systeme, wodurch es zunehmend schwieriger wird, relevante Informationen zu Systemen im gesamten IT-Lebenszyklus zu vermitteln. Demzufolge wird es für Unternehmen sehr schwierig, rollenübergreifend zusammenzuarbeiten, eine kontinuierliche Verbesserung des Entwurfs und Betriebs eines Systems zu fördern und typische Verwaltungsaufgaben wie Bereitstellung, Aktualisierung und Patching durchzuführen.

Die isolierten Systeme, die sich in IT-Organisationen bilden, tauschen mit einer Anwendung oder einem System zu einem bestimmten Zeitpunkt in deren/dessen Lebenszyklus Daten aus. Jedes isolierte System besitzt jedoch einen eigenen Fundus an systemrelevanten Informationen, der mit dem Rest der Organisation nicht effektiv ausgetauscht wird.

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Erfassung von Systeminformationen in Softwaremodellen

Softwaremodelle dienen der Erfassung der systemrelevanten Informationen und erleichtern deren Kommunikation und gemeinsame Nutzung, was für die Verbesserung der Effizienz des gesamten IT-Lebenszyklus erforderlich ist.

Dynamische Softwaremodelle

Ein Softwaremodell bietet Administratoren ähnlich dem Bauplan eines Architekten oder dem Prototyp eines Fahrzeugkonstrukteurs ein gewisses Maß an Abstraktion. Doch in einer dynamischen und verteilten Softwareumgebung ist ein statisches Modell bzw. ein statischer Plan unzureichend. Das Modell muss dynamisch sein und sich im Verlauf der Lebensdauer eines Systems weiterentwickeln können.

Bei der Entwicklung eines Systems werden Grundregeln und -konfigurationen definiert. Nach der Bereitstellung des Systems kommen die Einzelheiten seiner Konfiguration, umgebungsbedingte Einschränkungen und Anforderungen hinzu. Wenn Best Practices für den Betrieb entwickelt oder optimiert wurden, können diese ebenfalls in das Modell einfließen, wodurch eine Feedbackschleife zwischen dem für den Betrieb verantwortlichen Personal und dem Modell geschaffen wird. Letztendlich bietet das Modell dann ein aktuelles, dynamisches Abbild, in dem systemrelevante Informationen zu einem vollständigen verteilten System hinsichtlich Struktur, Verhalten und Merkmalen erfasst werden.

Nehmen Sie zum Vergleich den Tritt auf das Gaspedal in einem Auto. Der Benutzer, in diesem Fall der Fahrer, hat eine übergeordnete abstrakte Vorstellung (ein Modell), die einem gewünschten Verhalten zugeordnet ist (in diesem Fall die Beschleunigung des Fahrzeugs). Hinter dem einfachen Vorgang „auf das Gaspedal treten“ verbirgt sich ein System (in diesem Fall das Steuersystem des Fahrzeugs), das den Zeitpunkt der Kraftstoffeinspritzung, der Öffnung des Auslassventils, die Gangauswahl usw. steuert und dabei Einschränkungen wie Motordrehzahl und Luftdruck berücksichtigt. Im Wesentlichen führt es nach den Anweisungen des Fahrers Änderungen am Modell durch.

Worin besteht der Nutzen der Erfassung von systemrelevanten Informationen in den dynamischen Modellen?

Das Systemmodell erfasst den Gesamtaufbau des Systems und aller miteinander verbundenen Software- und Hardwarekomponenten.

Das Systemmodell erfasst Informationen als vorgeschriebene Konfigurationen und Best Practices, wodurch die Auswirkungen von Änderungen am System vor der Implementierung getestet werden können.

Mit Tools, die das Systemmodell nutzen, kann der Konfigurationsstatus erfasst und nachverfolgt werden, sodass Administratoren diesen nicht im Kopf behalten müssen. Die Software behält den gewünschten Status bei und nimmt den Benutzern dadurch diese Aufgabe ab.

Administratoren müssen nicht direkt mit Produktionssystemen arbeiten, sondern können Änderungen modellieren, bevor sie sich dafür entscheiden. Auf diese Weise können Was-wäre-wenn-Szenarien ohne Auswirkung auf den Geschäftsbetrieb getestet werden.

Das Systemmodell wird zum Mittelpunkt für Koordination und Konsistenz für die Administratoren, die getrennte und doch voneinander abhängige Zuständigkeiten haben.

Das Modelliersystem als integrierte Plattform für Entwurfs- und Entwicklungstools eröffnet die Möglichkeit zur Erstellung von Systemmodellen. Es wird ferner zur Plattform für die Betriebsverwaltung und für richtliniengesteuerte Tools zur Kapazitätsplanung, Bereitstellung, Konfigurationsaktualisierung, Bestandsüberwachung usw.

Möglichkeiten von Softwaremodellen

Verschiedene wichtige Aufgaben von IT-Organisationen und -Systemen können ausgeführt werden, wenn Softwaremodelle zum Erfassen sämtlicher relevanten Systeminformationen genutzt werden. Dank unserer DSI-Anstrengungen sorgen wir sowohl bei Microsoft als auch bei unseren Partnern für Innovationspotenzial in den folgenden vier Bereichen.

Für effizienten Betrieb entwerfen

Bei der Entwicklung unternehmenskritischer Software kommunizieren Anwendungsentwickler häufig mit den Kollegen, die die Rechenzentrumsarchitektur definieren. Schon beim Bereitstellen einer Lösung stellt sich häufig heraus, dass der logische Entwurf einer Anwendung in Konflikt mit den tatsächlichen Möglichkeiten der Bereitstellungsumgebung steht. Dieser Kommunikationsengpass führt meist zu Produktivitätsverlust, solange Entwickler und Operations-Manager die Möglichkeiten einer Anwendung mit den realen Fähigkeiten des Rechenzentrums in Einklang bringen müssen.

Mit Hilfe neuer auf Modellen basierender Entwicklungstools, wie z. B. Visual Studio Team System, will Microsoft diese Diskrepanzen verringern. Im Mittelpunkt steht ein logischer Infrastrukturentwurf, mit dessen Hilfe Operations-Manager ihre Bereitstellungsumgebung beschreiben und Anwendungsentwickler ihre Anwendung dahingehend überprüfen können, ob diese innerhalb der angegebenen Bereitstellungsparameter ausgeführt werden kann. Die Tools erfassen mit Softwaremodellen die Informationen zur Absicht des Entwicklers, zur Betriebsumgebung und zu den geltenden IT-Richtlinien, damit IT-Systeme von Anfang an unter den Gesichtspunkten Betrieb und Verwaltbarkeit entwickelt werden.

Verwaltung auf Systemebene

Die gesamte Struktur einer Anwendung kann mit Hilfe von Modellen erfasst werden, einschließlich aller vorhandenen und voneinander abhängigen Software- und Hardwareressourcen. Verwaltungsprogramme wie künftige Versionen von Microsoft Operations Manager (MOM) arbeiten mit diesen Modellen, um auf Systemebene den Status und die Leistung einer bestimmten Anwendung darstellen zu können. Administratoren können so die Auswirkungen von Änderungen oder Fehlern im System besser verstehen und die Anwendung effektiver verwalten.

Die Erfassung auf Systemebene ermöglicht künftigen Versionen von Verwaltungsprogrammen wie MOM eine zuverlässige Statusüberwachung und Problembehandlung sowie eine durchgängige Leistungs- und Servicelevelverwaltung.

Richtliniengestützte Abläufe

In Modellen können auch Richtlinien für die IT und Unternehmensführung, wie z. B. die Einhaltung des Sarbanes-Oxley Acts, grundlegende Sicherheitsstandards und die Überprüfung von Betriebssystemversionen erfasst werden. Verwaltungsprogramme wie künftige Versionen von Microsoft Systems Management Server können mit Hilfe dieser Modelle den gewünschten Status sicherstellen.

Verwaltungsprogramme vergleichen das Modell des realen Status mit dem Modell zur Konformitätsdefinition und können so Systeme regelkonform gestalten, bevor diesen der Zugriff auf Unternehmensressourcen gestattet wird.

Abstraktion von Hardwareressourcen

Systemmodelle können den Gesamtaufbau eines Systems hinsichtlich aller miteinander verbundener Software- und Hardwarekomponenten erfassen. Demzufolge enthält das System eine spezifische Beschreibung der Hardwareanforderungen der Umgebung, in der es bereitgestellt wird.

Die systemrelevanten Informationen ermöglichen neuen Technologien zur Ressourcenverwaltung, z. B. Microsoft Virtual Server, die Auswertung der Hardwareanforderungen. Diese kann dann von Verwaltungsprogrammen genutzt werden, um die anfängliche Bereitstellung, fortlaufende Änderung bzw. Entfernung von Hardware, bedingt durch sich verändernde Geschäftsanforderungen, zu vereinfachen.

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Investitionen in Modellierungstechnologien

Microsoft hat sich mit beträchtlichen, produktlinienübergreifenden Investitionen in die Modellierungstechnologie an die Spitze der DSI-Anstrengungen gestellt und arbeitet mit Partnern zusammen, um diese Technologien in die Anwendungen anderer Anbieter und heterogene Umgebungen zu integrieren bzw. auf diese auszudehnen.

Weitere Informationen zu den Anfangsinvestitionen von Microsoft in die Modellierungstechnologie finden Sie auf der Seite Übersicht über die Dynamic Systems Initiative page.


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