Dank einer soliden Produktroadmap zur Unterstützung der Dynamic Systems Initiative (DSI) können Kunden heute damit anfangen, die Komplexität ihrer IT-Infrastruktur zu reduzieren. Langfristig gesehen ist das System Definition Model (SDM) der gemeinsame Leitfaden, der Microsoft und seinen Partnern integrierte Entwicklungen über Anwendungsentwicklungstools, Betriebssysteme, Anwendungen, Hardware und Verwaltungstools hinweg ermöglicht.
| Übersicht über SDM | |
| Künftige SDM-fähige Lösungen | |
| Beispielliste der Möglichkeiten für Partner |
Bei SDM handelt es sich um ein Modell, das zur Erstellung von Definitionen von verteilten Systemen verwendet wird. Einfach ausgedrückt ist ein verteiltes System eine Zusammenstellung zusammengehöriger Software- und Hardwareressourcen, die zum Erfüllen einer bestimmten Funktion zusammenarbeiten. Mehrschichtige Branchenanwendungen, Webdienste, E-Commerce-Websites und Unternehmensrechenzentren sind Beispiele solcher Systeme.
Mit Hilfe von SDM können Unternehmen ein dynamisches Abbild eines gesamten Systems erstellen. Dieses Abbild kann mit verschiedenen Softwaretools erstellt und bearbeitet werden und dient zum Bestimmen von Systemelementen und zum Erfassen von Daten im Zusammenhang mit der Entwicklung, der Bereitstellung und dem Systembetrieb, sodass die Daten im gesamten IT-Lebenszyklus Relevanz erhalten.
| • | SDM erfasst in einem in sich geschlossenen Modell alle unveränderlichen Aspekte eines Systems, einschließlich der gewünschten Konfiguration, Richtlinien und Verhaltensweisen. |
| • | SDM ermöglicht die funktionale Zerlegung von Systemen durch Konfigurationen und Klassen. |
| • | SDM fördert das Erstellen wiederverwendbarer normativer Modelle mit eingebetteten Best Practices, um die Komplexität der Systembereitstellung und des Systembetriebs zu verringern. |
| • | SDM hilft Administratoren dabei, die Lücke zwischen Norm und Wirklichkeit zu schließen. In SDM wird das Verhalten in Bezug auf betriebliche Aufgaben definiert, das zugrunde liegende Systemmodell wird jedoch von der höchsten Ebene bis hin zu den physikalischen Komponenten vollständig beschrieben, was eine detaillierte Kenntnis und Steuerung des Systems ermöglicht. |
| • | Ein SDM-Systemmodell ermöglicht in einem verteilten, durchgängigen System eine zentrale Integration, Koordination und Richtliniendurchsetzung. Sobald das Systemmodell mit dem SDM-Dienst verwaltet wird, können verschiedenen Administratoren unterschiedliche Zugriffsrechte für Teile des Modells zugewiesen werden, um die Trennung von Rollen und Aufgabenbereichen in einer Organisation zu gewährleisten. |
| • | Ein Systemmodell unterstützt die Bereitstellung und Verwaltung eines Entwurfs und es ist ein dynamisches Modell, das während des Lebenszyklus des Entwurfs weiterentwickelt und verbessert werden kann. |
| • | Einsatz von SDM für den Entwurf: Auf SDM basierende Entwicklungstools werden zum Modellieren eines aus Software- und Hardwareressourcen bestehenden Systems verwendet. Dieses Modell enthält sämtliche Informationen, die für Bereitstellung und Betrieb eines verteilten Systems erforderlich sind, einschließlich der benötigten Ressourcen, Konfigurationen, Systembetriebsfeatures, Richtlinien usw. |
| • | Einsatz von SDM für die Bereitstellung: Während der Bereitstellung wird dieselbe Definition verwendet, um das System durch dynamisches Zuordnen und Konfigurieren von Software- und Hardwareressourcen (Server, Datenspeicher und Netzwerk) automatisch bereitzustellen. Ein System kann in unterschiedlichen Umgebungen und mit unterschiedlichen Skalierungen bereitgestellt werden. |
| • | Einsatz von SDM für den Systembetrieb: Während des Systembetriebs liefert der SDM-Dienst (ein Laufzeitdienst unter Windows, der für die Verwaltung des Systemmodells zuständig ist) eine Sicht auf die Systemebene, die zum Verwalten des verteilten Systems basierend auf seinem Modell genutzt werden kann. Der Dienst ermöglicht neuen Verwaltungstools die Steuerung der Ressourcenzuordnung, Konfigurationsverwaltung, Aktualisierungen und Prozessautomatisierung auf Systemebene. Wenn die Best Practices für den Betrieb während der Lebensdauer des Systems optimiert werden, können diese Änderungen in das Modell einfließen, um die Betriebseffizienz des Systems zu verbessern. Mit ein wenig mehr Aufwand und einem niedrigeren Automatisierungsgrad können die Tools, die zur Unterstützung von DSI entwickelt wurden, auch auf vorhandene Systeme angewendet werden. Ein geringer Aufwand sorgt so unmittelbar für Vorteile und ermöglicht die Integration vorhandener Systeme in diese neue Umgebung. |
Die DSI-Roadmap umfasst eine Reihe von in der nahen Zukunft verfügbaren Angeboten. Gleichzeitig gibt es langfristige Investitionen in Entwicklungstools, Betriebssysteme, Anwendungen, Hardware und Verwaltungslösungen, damit diese SDM-fähig werden. Die sich ergebende Palette an Lösungen von Microsoft und seiner Partner wird die Art und Weise, in der Unternehmen verteilte IT-Systeme entwerfen, bereitstellen und betreiben, grundlegend verändern und drastisch verbessern.
Durch DSI und SDM ergeben sich für unabhängige Software- und Hardwarehersteller sowie Anwendungsentwickler viele neue Möglichkeiten. Kurzfristig ergeben sich für Partner durch die bereits getätigten Investitionen von Microsoft in Modellierungstechnologien Möglichkeiten, schon heute DSI-Lösungen zu entwickeln und sich gleichzeitig auf die auf SDM basierende Modellierung von morgen vorzubereiten. Das Entwickeln von MOM Management Packs ist ein erster Schritt zur Entwicklung von DSI-Partnerlösungen. Ausgehend von der Entwicklungsarbeit für Microsoft Visual Studio 2005 Team System konzentrieren sich die Aktivitäten von Microsoft und seinen Partnern in Sachen Modellierung auf das System Definition Model (SDM) als Kerntechnologie für die Modellierung.
| • | Basieren auf SDM und dem SDM-Dienst, der in Windows als allgemeine Methode für die Verwaltung durchgängiger Lösungen verwendet wird. Der Schwerpunkt liegt auf der Wertsteigerung auf hohem Niveau, beispielsweise bei der Kapazitätsplanung und Änderungskontrolle. |
| • | Bereitstellung von Lösungen, die die Erstellung von Modellen für andere, Nicht-Windows-Komponenten als Teil eines Verwaltungstools für heterogene Umgebungen umfassen. |
| • | Erstellung von MOM Management Packs für Serveranwendungen zum Erfassen von Entwicklererkenntnissen, wichtigen Informationen zu Anwendungen und optimalen Betriebsmethoden, d. h. Informationen, die zum Verbessern der Verwaltbarkeit von Anwendungen dienen und gleichzeitig die Vorbereitung auf künftige SDM-basierte Modellierungsaufgaben unterstützen. |
| • | Bereitstellung von SDM-Systemmodellen, die eine durchgängige Lösung, ihre Beziehungen und Abhängigkeiten von anderen Teilen einer Infrastruktur beschreiben. |
| • | Verbesserung der Modelle durch Best Practices und Betriebsverfahren, die eine abstrakte und komplexe Benutzererfahrung ermöglichen, statt sich auf einzelne Komponententechnologien zu konzentrieren. |
| • | Bereitstellung normativer Architekturrichtlinien und zielgerichteter vertikaler Lösungen oder Skalierbarkeitspunkte und Reduzierung der Anzahl von Lösungskombinationen auf dem Markt, die unterstützt werden müssen. Vereinfachung der Auswahlmöglichkeiten für den Administrator durch Bereitstellung zielgerichteter Modelle. |
| • | Erstellung von MOM Management Packs für zugrunde liegende Hardwareressourcen und Nicht-PC-Geräte zur Verbesserung der Verwaltbarkeit ganzer Systeme bei gleichzeitiger Vorbereitung auf künftige SDM-basierte Modellierungsaufgaben. |
| • | Bereitstellung von Modellen der zugrunde liegenden physikalischen Komponenten, z. B. spezifische Details zu einer bestimmten Serverplattform, einem Gehäuse oder Gestell, einer Netzwerkswitch oder Speicherkomponenten. |
| • | Definition normativer Modelle für Multiserverlösungen, z. B. Cluster, um die Komplexität und die Anzahl der Supportanrufe zu reduzieren. |
| • | Entwicklung von Modellen, die in Utility Computing-Umgebungen die Bereitstellung der Plattform ermöglichen, auf der Anwendungen bereitgestellt und verwaltet werden können. |
| • | Verbesserung der von Anbietern bereitgestellten Modelle und Abstimmung dieser Modelle auf vertikale Marktsegmente. |
Eine ausführliche Erläuterung von SDM, einschließlich eines Überblicks über die Funktionsweise, finden Sie im Whitepaper System Definition Model Overview (engl.).