Echte Erlebnisse von echten IT-Profis

Die Notebooktasche im Rechenzentrum

Veröffentlicht: 19. Okt 2006

Dass Notebooks Ärger machen können, haben viele IT-Profis schon einmal erlebt. Dass aber eine Notebooktasche zum Problemfall wird, kommt eher selten vor. Umso interessanter ist das Erlebnis, das Reiner Gillé schildert.

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Hier ein Erlebnis in einem besonders geschützten Rechenzentrum.

Ich bin Systemspezialist bei T-Systems Business & Services GmbH und wurde eines Tages zu einer Routerstörung bei einer größeren Firma gerufen. Dort angekommen wurde ich ins Rechenzentrum geführt mit dem Hinweis, dass der Admin gleich kommen würde. Wie üblich wollte ich gerade meinen Laptop auspacken und aktivieren, da erschrak ich durch ein lautes "Haaaalt!", das durch das Rechenzentrum tönte. Ich dachte "Oh Gott, der Admin, und ich habe noch gar nichts angefasst". Ich war beim Öffnen meiner Tasche förmlich erstarrt. Da tauchte der Admin auch schon auf und keuchte noch "Nicht die Tasche öffnen!". Ich schaute ihn verdutzt an und schloss langsam und vorsichtig meine Tasche wieder. Erleichtert blickte er mich an und entschuldigte sich auch gleich für den rüden Empfang. Dann kam die Auflösung. Er erklärte mir, dass jeder, der eine Tasche mit ins Rechenzentrum mitbringt, diese gleich auf dem Tisch neben dem Eingang zu öffnen versucht. Und genau wo der Taschendeckel gegen die Wand klappen würde, ist von einem sehr überzeugten Sicherheitsbeauftragten ein Notausschalter installiert worden. Dieser würde von dem Taschendeckel ausgelöst und somit das Rechenzentrum still legen. Der Admin sagte, er hätte schon mehrmals versucht, diesen Umstand ändern zu lassen – bisher erfolglos.

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