Einsatz von Windows XP Professional mit Service Pack 1 in einer verwalteten Umgebung - so steuern Sie die Kommunikation mit dem Internet

Anhang B : Informationsquellen für den Einsatz von Gruppenrichtlinien

Veröffentlicht: 01. Feb 2003

Der nachfolgende Anhang beinhaltet:

Einen Überblick über Gruppenrichtlinien

Weiterführende Informationen zu Gruppenrichtlinien

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Verwandte ThemenVerwandte Themen

Überblick

Wie schon in früheren Kapiteln dieses Whitepapers beschrieben, können Gruppenrichtlinien dazu benutzt werden viele Komponenten von Windows XP Professional Service Pack 1 (SP1) zu konfigurieren - entweder so, dass Benutzern der Zugriff auf diese Komponenten verweigert wird, oder so, dass die Art und Weise wie diese Komponenten mit dem Netzwerk kommunizieren vordefiniert wird. Die Einstellungen der Gruppenrichtlinien definieren in verschiedenster Art und Weise die vom Administrator verwaltete Desktopumgebung des Benutzers. So kann, zum Beispiel, definiert werden, welche Anwendungen verfügbar sind und wie diese Anwendungen arbeiten.

Gruppenrichtlinien beinhalten Einstellungen, die sich auf den angemeldeten Benutzer beziehen und Einstellungen, welche den Rechner beeinflussen. Unter anderem kann man mit Hilfe von Gruppenrichtlinien:

Bestimmte Anwendungen einzelnen Benutzern nicht verfügbar machen

Zuweisung von Skripten (Anmelden und Abmelden für Benutzer, Start und Herunterfahren für Computer)

Festlegen von Sicherheitsoptionen

Verwalten von Registrierungsbasierten Richtlinien durch administrative Vorlagen. Gruppenrichtlinien erzeugen eine Datei mit den entsprechenden Registrierungseinstellungen die wiederum im User-Abschnitt oder Maschinen-Abschnitt der jeweiligen Registry abgelegt werden. Wenn ein Benutzer sich auf einer bestimmten Maschine anmeldet, werden seine Einstellungen unter HKEY_CURRENT_USER (HKCU) abgelegt. Die rechnerspezifischen Einstellungen liegen unter HKEY_LOCAL_MACHINE (HKLM).

Anwendung

Benutzereinstellungen werden bei der Anmeldung umgesetzt. Computereinstellungen werden während der Bootphase übernommen.

Reihenfolge der Anwendung

Richtlinien werden in dieser Reihenfolge angewendet:

1.

Lokales Gruppenrichtlinienobjekt (Group Policy Object(GPO)). (Ein Gruppenrichtlinienobjekt ist eine Sammlung von Richtlinieneinstellungen)

2.

Gruppenrichtlinienobjekte des Standortes, in vorgegebener Reihenfolge

3.

Gruppenrichtlinienobjekte für Domänen, in vorgegebener Reihenfolge

4.

Gruppenrichtlinienobjekte für Organisationseinheiten, von der übergeordneten zur untergeordneten Organisationseinheit, in einer für jede Organisationseinheit vorgegebenen Reihenfolge.

Standardmäßig überschreiben später angewendete Richtlinien im Konfliktfall die Einstellungen der vorhergehenden Richtlinie. Gibt es keinen Konflikt, addieren sich die gesamten Einstellungen aller Richtlinien zur so genannten effektiven Richtlinie.

Vererbungsblockierung

Richtlinieeinstellungen, welche normalerweise durch einen Standort, einer Domäne oder einer höheren Organisationseinheit vererbt würden, können in der jeweiligen Ebene durch Vererbungsblockierung blockiert werden.

Durchsetzen einer übergeordneten Richtlinie

Richtlinieneinstellungen würde normalerweise durch nachfolgende Richtlinien im Konfliktfall überschrieben. Das Setzen von "Kein Vorrang" ("No Override"; Anmerkung des Übersetzers) beim bevorzugten Richtlinienobjekt verhindert dies. Richtlinien, die mit "Kein Vorrang" gekennzeichnet sind, können nicht durch Vererbungsblockierung blockiert werden.

Weiterführende Informationen

Windows 2000 Hilfe

Die Windows 2000 Hilfe beschreibt ausführlich die Konzepte hinter den Gruppenrichtlinien und die entsprechenden Verfahren. Auf diese Dokumentationen können von jedem Rechner mit Internetzugang (unabhängig vom Betriebssystem) oder von jedem Server mit installierten Windows 2000 zugegriffen werden. Die nachfolgenden Anweisungen beschreiben dies detailliert.

Hilfe zu Gruppenrichtlinien

1.

Öffnen Sie die Hilfe für ein Windows 2000 Server Produkt wie folgt:

Auf jedem Rechner mit Windows 2000 Server, Windows 2000 Advanced Server oder Windows 2000 Datacenter Server, klicken sie Start, anschließend Hilfe.

Klicken Sie auf den Reiter Inhalt. Wenn der Reiter Inhalt nicht sichtbar ist, klicken sie auf Einblenden, und drücken anschließend den Reiter Inhalt.

Hilfe im Internet bekommen Sie unter:

www.microsoft.com/windows2000/techinfo/proddoc/

2.

Doppelklick auf Benutzer und Computer

3.

Doppelklick auf Gruppenrichtlinie

Verwandte Themen

Weitere Informationen zum Thema Gruppenrichtlinien gibt es unter:

"Windows 2000 Group Policy Reference" (Windows 2000 Resource Kit):

www.microsoft.com/windows2000/techinfo/reskit/en-us/w2rkbook/gp.asp

"Using Group Policy to Manage Desktops" (Windows XP Professional Resource Kit (Part II, Chapter 5,"Managing Desktops"):

www.microsoft.com/technet/prodtechnol/winxppro/reskit/default.mspx

Um mehr über einzelne Gruppenrichtlinieneinstellungen zu erfahren, die auf Rechner unter Microsoft Windows XP Service Pack 1 (SP1) angewendet werden sollen, siehe Tabelle "Windows XP Professional Resource Kit, Group Policy Settings":

www.microsoft.com/WindowsXP/pro/techinfo/productdoc/gpss.asp

Informationen über das Erstellen von administrativen Vorlagen zur Konfiguration von Anwendungen, siehe:

www.microsoft.com/windows2000/techinfo/howitworks/management/rbppaper.asp

Microsoft Windows XP Professional Service Pack 1 (SP1) hat neue Richtlinieneinstellungen, die über das hinausgehen, was unter Windows 2000 Service Pack 3 (SP3) verfügbar ist. Um die neuen Richtlinieneinstellungen von einem Server unter Windows 2000 aus zu konfigurieren und um die Einstellungen auf Windows XP Rechner anwenden zu können, müssen zuallererst die administrativen Vorlagen zu Windows XP auf den Server unter Windows 2000 kopiert werden.

Anmerkung Die Richtlinieneinstellung für Windows XP wirken sich nur auf Windows XP Rechner aus und werden von allen Rechnern unter Windows 2000 ignoriert. Keine einzige Richtlinieneinstellung von Windows XP wirkt sich auf das Verhalten der Windows 2000 Rechner aus.


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