Microsoft Windows Media Services 9 Serie ist die Serverkomponente der Windows Media 9 Serie-Plattform. Sie steht in direktem Zusammenhang mit dem Windows Media Encoder und dem neuen Windows Media Player und stellt Clients Audio- und Videoinhalte über das Internet oder Intranet zur Verfügung. Bei den Clients kann es sich um andere PCs oder andere Geräte handeln, die das Abspielen von Medieninhalten über eine Software wie Windows Media Player unterstützen. Auch andere Computer mit Unterstützung für die Windows Media-Dienste (so genannte Windows Media-Server), die als Proxy dienen und den Inhalt zwischenspeichern oder ihn an andere Teilnehmer weiterleiten, können als Clients fungieren - ebenso wie Anwendungen, die mit Hilfe des Windows Media Software Development Kit (SDK) erstellt wurden.
Microsoft Windows MediaT Services 9 Serie stellt die Serverkomponente der Windows Media 9 Serie-Plattform dar. Sie steht in direktem Zusammenhang mit dem Windows Media Encoder und dem neuen Windows Media Player und stellt Clients Audio- und Videoinhalte über das Internet oder Intranet zur Verfügung. Bei den Clients kann es sich um andere Computer oder aber andere Geräte handeln, die in der Lage sind, den Inhalt über eine Software wie z. B. den Windows Media Player abzuspielen. Es kann sich aber auch um andere Computer handeln, die die Windows Media-Dienste ausführen (so genannte Windows Media-Server), die als Proxy dienen und den Inhalt zwischenspeichern oder ihn an andere Teilnehmer weiterleiten. Als Client können auch Anwendungen dienen, die mit Hilfe des Windows Media Software Development Kit (SDK) erstellt wurden.
Windows Media Dienste können sowohl Live-Streams als auch bereits existierende Inhalte wie z.B. digitale Mediendateien übertragen. Wollen Sie Live-Inhalte streamen, werden Sie zuerst einen Broadcast-Veröffentlichungspunkt konfigurieren und dann eine Verbindung zu einer Encoder-Software wie z.B. dem Windows Media Encoder herstellen. Diese Software ist in der Lage, einen Live-Stream in ein Format zu komprimieren, das durch den Server unterstützt wird. Sie können aber auch Inhalte streamen, die bereits durch z.B. Windows Media Encoder, Microsoft Producer für Power Point 2002 Windows Media Player oder eine Reihe von Encoder-Programmen von Fremdherstellern erzeugt wurden. Sie können diesen bereits bestehenden Inhalt dann von einem Punkt bereitstellen, der einen Zugriff nach Bedarf zulässt. Beispiele für solche Bereitstellungspunkte sind bereits integriert.
Schnelles Streamen bezieht sich auf ein Set an Features innerhalb der Windows Media Dienste, die die Qualität der Streaming-Erfahrung deutlich verbessern. Schnelles Streaming basiert auf der neuesten Technologie und ist in der Lage, Audio- und Videoinhalte von überzeugender Qualität über eine Reihe von Netzwerken zur Verfügung stellen - selbst dann, wenn die Netzwerkverbindungen unzuverlässig sind. Schnelles Streaming basiert auf diesen vier Komponenten:
| • | Schnellstart |
| • | Schnelle Zwischenspeicherung |
| • | Schnelle Wiederherstellung |
| • | Schneller Wiederaufbau der Verbindung |
Schnellstart ermöglicht eine Hörerfahrung ohne Pufferverzögerungen - egal ob ein einziges Stück abgespielt wird oder zwischen abrufbaren Clips oder Sendekanälen umgeschaltet wird.
Bevor Inhalte abgespielt werden können, muss der Windows Media Player eine Menge an Daten puffern. Werden die Daten zu einem Client übertragen, der den Windows Media Player für Windows XP oder eine spätere Version des Players einsetzt, können Sie die Option Schnellstart benutzen. Die Daten werden dann direkt mit einer höheren Übertragungsgeschwindigkeit an den Puffer übertragen, als sie aus dem Puffer wieder abgerufen werden. Hierdurch können die Benutzer den Inhalt schneller nutzen. Sobald der Puffer zum ersten Mal ausreichend gefüllt ist, werden der Stream für abrufbare Clips oder die Sendekanäle in der Geschwindigkeit übertragen, in welcher sie aus dem Puffer wieder abgerufen werden.
Benutzer empfinden die Option des Schnellstarts als vorteilhaft, wenn Sie auf den Inhalt zugreifen. Sie können ohne irgendwelche Wartezeiten oder neues Zwischenpuffern schnell hin- und herspulen. Ein Player, der über eine Breitbandverbindung angebunden ist, wird deutlich schneller mit dem Abspielen beginnen. Hierdurch wird eher der Eindruck vermittelt, man würde Fernsehen oder höre eine Radioübertragung. Inhalte, die von Ihrem Server übertragen werden und bei denen serverseitige Abspiellisten benutzt werden, werden glatt und nahtlos zwischen den einzelnen Inhaltselementen umschalten. Zusätzlich sichert das Verfahren, die Daten im Voraus zu puffern, den Player vor Abspielfehlern, die auf verlorenen Netzwerkpaketen oder Netzwerkfehlern beruhen.
Schnelles Zwischenspeichern vermittelt eine durchgehende Wiedergabeerfahrung, da Inhalte mit maximaler Netzwerkgeschwindigkeit an den Zwischenspeicher des Windows Media Player übertragen werden. Hierdurch wird die Wahrscheinlichkeit verringert, dass Unterbrechungen aufgrund von Netzwerkproblemen während des Abspielens auftreten.
So kann der Server durch den Einsatz von Schnellem Zwischenspeichern einen Stream von 128 Kilobits je Sekunde (Kbps) mit 700 Kbps übertragen. Der Benutzer sieht den Stream im Windows Media Player mit der richtigen Datenrate, während der Client im Hintergrund schon große Menge an noch zu zeigendem Inhalt zwischenspeichert. Dies ermöglicht auch unter den unterschiedlichsten Netzwerkbedingungen eine deutliche Verbesserung bei der Widergabequalität sowohl beim Abruf von Daten als auch beim direkten Übertragen von Inhalten.
Diese Fähigkeit ist besonders in den folgenden Situationen nützlich:
| • | Wenn die verfügbare Netzwerkbandbreite des Clients die notwendige Bandbreite für die Übertragung der Inhalte übersteigt - z. B. Clients, die über ein Kabelmodem, eine DSL-Verbindung oder einen firmeninternes Intranet angeschlossen sind. |
| • | Wenn die Netzwerkverbindung nur stockend ist oder hohe Verzögerungen aufweist - wie es z.B. in kabellosen (wireless) Netzwerken vorkommen kann. |
| • | Wenn der empfangene Inhalt von höchster Wichtigkeit ist - z. B. für Bezahlfernsehen (pay-per-view movies) |
Schnelle Wiederherstellung arbeitet in Verbindung mit Forward Error Correction (FEC) um den Clients, die über kabellose Verbindungen angebunden sind, redundante Pakete mit Daten zur Verfügung stellen zu können. Das Bereitstellen von redundanten Paketen stellt sicher, dass keine Daten durch Verbindungsunterbrechungen verloren gehen. Durch den Einsatz von FEC kann der Windows Media Player normalerweise verlorene oder defekte Datenpakete wiederherstellen, ohne die Daten neu beim Media-Server anfordern zu müssen.
In Netzwerken, die Probleme mit Verzögerungen haben, wie z. B. Satelliten- oder kabellose (wireless) Netzwerken, ist diese Art des Datenempfangs deutlich effizienter. Über die Windows Media-Dienste-Benutzerschnittstelle ist es leicht möglich, die Anzahl der Fehlerkorrekturendaten festzulegen, die bei jedem Übertragungsvorgang übermittelt werden.
Der Schnelle Wiederaufbau der Verbindung stellt automatisch die Verbindung zwischen Player und Server oder Server und Server bei Live-Übertragungen oder aber bei Abruf von Informationen her. Dies erlaubt eine unterbrechungsfreie Wiedergabe.
War der Client mit einem Knoten verbunden, von dem er Informationen abrufen konnte, wird der Client die Wiedergabe an dem Punkt neu starten, an welchem die Verbindung unterbrochen wurde. Hierzu wird er sich mit der Zeitachse des übertragenen Inhalts synchronisieren. Umfasst der Inhalt auch Video, schätzt der Client den ungefähren Frame ab, zu welchem die Verbindung abgerissen war. Ist der Inhalt indiziert, kann diese Abschätzung sehr genau vorgenommen werden.
War der Client mit einem Knoten für eine Live-Übertragung verbunden, wird der Client wieder mit der laufenden Übertragung verbunden. Hier kann es zu Lücken in der Übertragung kommen.
Schneller Wiederaufbau der Verbindung kann mit jedem Client benutzt werden, der sich auf der Basis eines der Verbindungsprotokolle (MMS, http und RTSP) verbunden hat. Schneller Wiederaufbau der Verbindung ist sowohl beim Abruf als auch bei Übertragungen verfügbar.
Durch den Einsatz von Windows Media Service 9 Serie können Sie die Verteilung Ihres Inhalts durch serverseitige Abspiellisten und Werbung anpassen. Ist der Inhalt einmal angepasst, kann er sehr leicht im Internet verfügbar gemacht werden, indem mehrere Server unter Nutzung der neuesten Protokolle und Cache- und Proxylösungen zusammengefasst werden.
Die serverseitige Windows Media Wiedergabeliste basiert auf dem Standard der Synchronized Multimedia Integration Language (SMIL) Version 2.0. Diese stellt einen robusten Mechanismus für das Zusammenstellen von Inhalt zum Abspielen auf Personalcomputern und tragbaren Geräten dar. Sowohl Übertragungs- als auch Abrufpunkte sind in der Lage, Inhalt von einer Wiedergabeliste abzurufen, die auf einem Server ausgeführt wird. Eine serverseitige Wiedergabelist kann sowohl Live- als auch bereits bestehenden Inhalt beinhalten und sowohl unicast als auch multicast übertragen werden.
Die Windows Media-Dienste unterstützen die Anwendung von Geschäftsregeln und Industrievorgaben für Wiedergabelisten vollständig. Dies umfaßt auch die Kompatiblität mit den folgenden Richtlinien: Recording Industry Association of America (RIAA) und Digital Millennium Copyright Act (DMCA).
Hier nun ein paar Beispiel für den Einsatz von serverseitigen Wiedergabelisten:
| • | Streamen einer unendlichen Abfolge von Inhalten, Wiederholen von Inhalten oder Setzen der Dauer für Inhalte. |
| • | Streamen von Inhalten auf Geräte wie Handhelds oder Empfänger, die Client-seitige Wiedergabelisten nicht unterstützen. |
| • | Einfügen von Werbung, Laufbändern oder Sponsorinformationen zu ihrem Inhalt. |
| • | Unterbrechen des Inhalts für Werbung oder Notfallmeldungen. |
| • | Benutzen von ASP- oder CGI-Skripten für das dynamische Anzeigen von Werbung bei jedem Durchlauf der Wiedergabeliste. |
| • | Umschalten zwischen live- und abgespeicherten Streams ohne merkbare Verzögerung auf der Clientseite. |
| • | Dynamisches Ändern und Speichern von Wiedergabelisten oder das Aufbauen von Wiedergabelisten, die auf Benutzerprofilen oder Präferenzen des Benutzers beruhen. |
| • | Streamen von Inhalten von einer Reihe unterschiedlicher Quellen, wie z. B. Windows Media Encoder oder einem anderen Server. |
| • | Einbinden von Wiedergabelisten in andere Wiedergabelisten. |
Das Streamen von Werbung ist eine sehr guter Weg, Nutzen aus einer Website zu ziehen. Windows Media-Dienste lässt sich mit Produkten anderer Hersteller verbinden und erlaubt auf diese Art und Weise, Werbung wie folgt zu nutzen:
| • | Platzieren von Werbung am Anfang und Ende oder aber an jedem beliebigen Punkt innerhalb der Wiedergabeliste. |
| • | Dynamisches Ändern der Werbung, abhängig von nationalen, regionalen, lokalen oder demografischen Informationen. |
| • | Personalisierte Werbung auf der Basis von Informationen, die Sie aus Cookies oder von anderen Tools erhalten. |
| • | Überlagern von Werbung, um den Anforderungen, wie sie z. B. von der American Federation of Television and Radio Artists (AFTRA) gestellt werden, gerecht zu werden. |
| • | Protokollieren von Werbedaten wie z. B. die Anzahl der ausgestrahlten Werbungen innerhalb einer bestimmten Übertragung oder die Anzahl der Benutzer, die eine bestimmte Werbung verfolgt haben. |
Um sicherzustellen, dass Ihre Inhalte auch dorthin gelangen, wo sie gebraucht werden und auch genau zum richtigen Zeitpunkt dort sind, enthalten die Windows Media-Dienste folgende Features:
| • | Eine neue Cache-/Proxyunterstützung, die es Entwicklern erlaubt, einfach Cache-/ Proxylösungen für das Streaming zu erstellen und die Anpassung sowie Erweiterung systeminterner Cache- und Proxyrichtlinien zu steuern. Cache-/Proxylösungen sparen Netzwerkbandbreite ein, verringern netzwerkbedingte Wartezeiten und senken die Last auf Windows Media-Ursprungsservern. |
| • | Verbesserte Protokollunterstützung zwischen Servern. Diese umfassen auch das Echtzeit-Streaming-Protokoll (Real Time Streaming Protocol/RTSP) und das Hypertext Transfer Protocol (http). Die Unterstützung neuer Client-Protokolle und Standards umfasst: RTSP, HTTP (Version 1.1), Internet Group Management Protokoll (IGMP) in der Version 6 und Internet Protokoll (IP) Version 6. |
| • | Flexible Verteilung zwischen Servern unter Verwendung des User Datagram Protocol/Transmission Control Protocol (UDP/TCP). |
| • | Unterstützung der Windows Media Dienste Version 4.1 für den Einsatz in gemischten Umgebungen. |
Windows Media-Dienste 9 Serie sind nun besser skalierbar, stabiler und sicherer und stellen nun auch eine echte Alternative für die größten Unternehmen und Inhaltsprovider dar.
Sicherheit ist ein wichtiger Teil der Windows Media-Dienste. Authentifizierung und Berechtigungsmechanismen stellen eine sichere Übertragung der Daten vom Encoder auf den Server, von einem Server zum anderen und von Client zu Server sicher. Auch die Unterstützung für HTTP-Digest und für Digital rights management (DRM) sind hier zu finden. Diese stellen solide Sicherheit während der Übertragung und auf der Clientseite sicher.
Echtzeitüberwachung wurde deutlich verbessert. Egal, ob Sie den Windows Systemmonitor oder eine einfache Simple Network Management Protocol (SNMP)-Konsole einsetzen, um die Performance ihres Servers zu überwachen, steht Ihnen dank 72 Leistungs- und SNMP-Indikatoren, die automatisch installiert werden, ausreichend Information zur Verfügung.
Die Verwaltung der Windows Media-Dienste war noch nie so einfach. Mit drei unterschiedlichen Verwaltungstools können Sie Ihren Windows Media-Server in praktisch jeder Umgebung verwalten:
| • | Das Windows Media-Dienste Snap-In für die Microsoft Management Console (MMC) ist eine alle notwendigen Features umfassende Schnittstelle, die vollständig neu konzipiert wurde, um Ihnen die Verwaltungsaufgaben für Ihren Server zu vereinfachen. Neue Assistenten helfen Ihnen bei der Installation und Konfiguration von allgemeinen Verwaltungsaufgaben. |
| • | Die Windows Media-Dienste Web-Administration ist eine HTML 3.2-basierte Schnittstelle, die einen komplett neuen Weg für die Verwaltung Ihres Servers für den Fall zur Verfügung stellt, dass Sie sich außerhalb Ihres Büros befinden oder die Windows Media-Dienste durch eine Firewall hindurch oder über ein Netzwerk mit nur geringer Bandbreite verwalten wollen. |
| • | Die Zugriff über die Befehlszeile erlaubt es Ihnen, Skripte für die Verwaltung der Windows Media-Server einzusetzen. |
Windows Media-Dienste stellen eine offene Plattform dar, die mehr als 500 Eigenschaften und Methoden über annähernd 60 Schnittstellen zur Verfügung stellt. Sie können dieses reichhaltige Set an Schnittstellen nutzen, um einen Windows Media-Server über Programme zu konfigurieren, Server und Clients zu überwachen oder alle Protokollstatistiken auszuwerten.
Sie können die Funktionalität Ihres Windows Media-Servers über mitgelieferte oder selbst erstellte Plug-Ins anpassen. Das Software Development Kit (SDK) für die Windows Media-Dienste stellt nun ein eine Schnittstelle zur Verfügung, die es Ihnen ermöglicht, folgende Plug-Ins zu erstellen:
| • | Authentifizierung |
| • | Cache/Proxy |
| • | Kontrolle der Protokolle |
| • | "Autoren" |
| • | Datenquellen |
| • | Ereignisbenachrichtigungen und Ereignisberechtigungen |
| • | Protokollfunktionen |
| • | Medien-Parser |
| • | Parser für die Wiedergabeliste |
Das erweiterte SDK für die Windows Media-Services ist szenarienbasiert und bietet volle Unterstützung für Entwickler für alle oben aufgeführten Schnittstellen, Eigenschaften und Methoden.
Sie können C, Visual C++, Visual C#, Visual Basic, Visual Basic Scripting Edition (VBScript), Microsoft JScript, und ander Skriptsprachen dazu nutzen, Ihre eigene Anwendung zu erstellen.
Microsoft Windows Media Service 9 Serie stellt eine optionale Komponente von Windows Server 2003 in der Standard, Enterprise oder Datacenter Edition dar. Sie wurde vollständig überarbeitet, um Zuverlässigkeit, Performance und Skalierbarkeit zu ermöglichen. Tools, die leicht einzusetzen sind, vereinfachen die administrativen Aufgaben. Darüber bietet die leicht zu erweiternde Plug-In-Architektur Entwicklern schier unendliche Möglichkeiten für Anpassungen. Dieses Dokument beschreibt die neuesten Features der Windows Media-Dienste 9 Serie.
Weiterführende Informationen finden Sie auf den folgenden Sites:
Die neuesten Informationen über Windows Server 2003 finden Sie auf den Windows Server 2003 Website unter http://www.microsoft.com/germany/windowsserversystem/.