Dieses Whitepaper behandelt den Paketinstaller für Windows, der auch als Update.exe bekannt ist. Update.exe wird benutzt, um ein Service Pack oder ein Update (auch Hotfix genannt) für Windows-Betriebssysteme und andere Microsoft-Produkte zu installieren. Der Paketinstaller ist seit einigen Jahren für das Betriebssystem im Einsatz, und wird nun auch von anderen Teams bei Microsoft als Installationsprogramm für ihre Produkte verwendet. Dieses Whitepaper behandelt detailliert die Paketarten, Bereitstellungsmethoden und Bestandteile eines Update-Pakets und gibt einen Überblick zur Installation.
(Engl. Originaltitel: Inside Update.exe - The Package Installer for Windows and Windows Components)
Aktualisiert: 16. Januar 2004
Dieses Whitepaper behandelt den Paketinstaller für Windows, auch als Update.exe bekannt. Update.exe wird benutzt, um ein Service Pack oder ein Update (auch Hotfix genannt) für Windows-Betriebssysteme und andere Microsoft-Produkte zu installieren. Der Paketinstaller ist seit einigen Jahren für das Betriebssystem im Einsatz, und wird nun auch von anderen Teams bei Microsoft als Installationsprogramm für ihre Produkte verwendet. Dieses Whitepaper behandelt detailliert die Paketarten, Bereitstellungsmethoden und Bestandteile eines Update-Pakets und gibt einen Überblick zur Installation. Die Informationen in diesem Dokument datieren vom Dezember 2003; der Paketinstaller von Windows wird ständig weiter entwickelt, und mit ihm wird dieses Dokument aktualisiert. Die neuesten Versionen finden Sie unter http://www.microsoft.com/technet/prodtechnol/windowsserver2003/deployment/winupdte.mspx (englischsprachig). Schauen Sie dort regelmäßig nach aktuellen Fassungen.
Alle Updates, die vom WinSE-Team (Windows Sustained Engineering) veröffentlicht werden, verwenden den Paketinstaller für Windows - mit einer Ausnahme: NT4 verwendet Hotfix.exe, den Vorgänger von Update.exe.
Um den Einsatz der Installationsprogramme zu standardisieren, hat Microsoft einen Konvergenzplan für Installationen (englischsprachig) entwickelt. Neben anderen Verbesserungen wird durch diesen Plan die Zahl der von Microsoft verwendeten Installationsprogramme auf zwei reduziert: Upate.exe und den MSI-Installer. Dieses Dokument behandelt ausschließlich Update.exe. Details zum MSI-Installer finden Sie im Text About Windows Installer (englischsprachig).
Weil derselbe Installer für Service Packs und Hotfixes verwendet wird, hat Microsoft Update.exe so entwickelt, dass es beide Arten von Updates ohne Konflikte handhaben kann. Der Installer kann sowohl einem Update als auch einem Service Pack neue Dateien hinzufügen, existierende Dateien löschen oder ersetzen, Registrierungsschlüssel hinzufügen, entfernen oder aktualisieren, sowie Backup-Dateien für die während der Installation veränderten oder entfernten Dateien anlegen.
Im einfachsten Fall sieht der Ablauf beim Einsatz des Installer so aus:

Abbildung 1 Überblick zum Installer
Ein Flussdiagramm, das im Detail den Prozessablauf bei der Installation von Service Packs und Hotfixes unter Verwendung von Update.exe zeigt, finden Sie in Anhang C - Detaillierte Darstellung des Prozessablaufs für den Installer am Ende dieses Dokuments.
Dieses Dokument konzentriert sich auf die beiden Hauptkategorien von Updatepaketen: Standardupdate und Service Pack.
Das Standardupdate (auch Hotfix genannt) stellt die einfachste Form eines Updatepakets dar. Es enthält einen Installer, unterstützende Dateien für den Installationsdienst und die eigentlichen Daten.
Ein Service Pack stellt normalerweise die größte Art von Updatepaket dar. Im Allgemeinen enthält das Service Pack alle Updates, die seit dem vorigen Service Pack oder der vorigen RTM-Version (Release to Manufacturing) des Produkts erschienen sind. Wie andere Arten von Updatepaketen enthält auch das Service Pack den Installer, unterstützende Dateien für den Installationsdienst und die eigentlichen Daten.
Microsoft liefert Service Packs und Updates in einer ausführbaren Datei mit allen notwendigen Inhalten (wie oben aufgezählt) - inklusive der Installationslogik und den Registrierungsänderungen. Wenn das Paket ohne Optionen über die Befehlszeile ausgeführt wird, entpackt es den Inhalt in einen temporären Ordner, führt dann den Installer aus (Update.exe) und fährt mit dem Update fort. Die drei gebräuchlichsten Funktionen des Installers sind:
1. |
Installation eines Service Packs |
2. |
Installation eines Updates |
3. |
Extrahieren des Paketinhaltes |
Dieses Dokument beschreibt die Verwendung des Installers in allen drei Szenarien. Dabei wird zunächst das dritte Szenario Extrahieren der Paketinhalte besprochen. Weitere Optionen für die Installation von Updates und Service Packs werden in Tabelle 1 dargestellt.
Hinweis: Der einzige Ablauf, der von Microsoft bei der Installation des Pakets empfohlen und unterstützt wird, ist die Benutzung des Windows-Paketinstallers, wie in diesem Whitepaper oder den Bereitstellungsrichtlinien dokumentiert. |
In einigen Fällen (oben genanntes Szenario 3) kann es sinnvoll sein, die Dateien aus dem Paket vor der Ausführung zu extrahieren. Viele Organisationen tun dies, um ein besseres Verständnis darüber zu gewinnen, welche Veränderungen bei der Installation des Updates vorgenommen werden. In diesem Fall entpackt der Installer die Inhalte des Pakets: die ausführbaren Dateien, die unterstützenden Dateien für die Installation und die Daten. Der folgende Abschnitt beschreibt, wie die Paketinhalte extrahiert werden und welche Befehlszeilenoptionen zur Kontrolle des Installationsablaufs für das Update eingesetzt werden.
Es gibt verschiedene Optionen für das Entpacken der Inhalte und für die Kontrolle darüber, wohin entpackt wird. Die Befehlszeilenoptionen legen fest, ob der Benutzer Teile des Ablaufs bestätigen muss und wohin die Daten entpackt werden. Die folgende Tabelle zeigt Details zu den Optionen für das Extrahieren.
Tabelle 1: Extraktionsoptionen
| Befehlszeilenoptionen | Beschreibung |
/Q | Zeigt keinen Status-Dialogfenster während der Extraktion an. |
/U | Fragt keinen Ordnernamen ab, in den entpackt werden soll; erfordert die Option /X oder /X:path. Wenn /U mit der Option /X zusammen benutzt wird, gilt die Option nur für das Extrahieren, nicht für Update.exe. |
/X | Extrahiert Service Pack-Dateien, ohne Update.exe zu starten. Fragt nach dem Pfad des Zielordners für die Dateien. |
/X:'Ordername' (Pfadname) | Extrahiert die Service Pack-Dateien in den festgelegten Ordner, ohne Update.exe zu starten oder eine Abfrage zu öffnen. |
Nach dem Extrahieren werden die Dateien entweder im festgelegten Ordner gespeichert, oder, wenn kein Ordner festgelegt wurde, in einem nach dem Zufallsprinzip benannten Ordner. Mit der Kombination der Extraktionsoptionen /X und /U und einer nicht gegebenen Ordnerabfrage wird ein zufälliger Ordnername erzeugt - etwa 1ed6b742f546f. Tabelle 2 zeigt gängige Eingaben beim Extrahieren eines Paketes.
Tabelle 2: Gängige Eingaben für Befehlszeilenoptionen
| Befehlszeilenoptionen | Benutzung |
Update_name.exe /X | Fragt einen Zielordner ab und entpackt die Inhalte des Pakets in diesen. |
Update_name.exe /X:C:\Update | Extrahiert die Inhalte des Pakets in einen neu angelegen Ordner namens Update auf dem Datenträger C:. |
Update_name.exe /X /U | Extrahiert die Inhalte des Pakets in einen nach dem Zufallsprinzip angelegen Ordner. Der Installer legt den Ordner im Stammverzeichnis des aktuellen Laufwerks an und erzeugt einen zufälligen Namen. |
Je nach Version des Installers kann die Option /U notwendig sein, um die Anzeige eines Dialogfensters zur Abfrage zu verhindern. Ab Version Q2 des Installers wird das Dialogfenster standardmäßig nicht angezeigt, wenn die Option /X eingestellt wurde und ein gültiger Pfadname (/X:C:\pfadname) angegeben ist. Ältere Versionen des Installers zeigen das Dialogfenster zur Bestätigung des Zielordners an, wenn die Option /X verwendet wird (lesen Sie bitte Anhang A, Versionen und Features des Installers für weitere Details).
Der folgende Abschnitt beschreibt die von Update.exe unterstützten Befehlszeilenoptionen. Diese Optionen können zur Anpassung der Standardabläufe des Installers bei Update- und Service Pack-Installationen eingesetzt werden. Die Optionen werden nach dem Extrahieren an Update.exe weiter gegeben - sie beziehen sich nicht auf die Extrahierung. Die folgende Liste erläutert alle Optionen.
Alle Optionen können über den Schrägstrich (/) oder den Bindestrich (-) angegeben werden - auf die Funktion hat dies keinen Einfluss.
| • |
/U - Unbeaufsichtigter Modus |
| • |
/Q - Stiller Modus |
| • |
/F - Neustart erzwingen |
| • |
/N - Kein Backup und kein Deinstallieren |
| • |
/O - OEM-Dateien überschreiben |
| • |
/Z - Automatischen Neustart verhindern |
| • |
/L - Windows Hotfixes auflisten |
| • |
/S:Ordnername - für integrierte Installation in Netzwerkordner entpacken |
| • |
/D:Ordnername - Backup-Dateien in festgelegtem Ordner abspeichern |
| • |
/ER - Aktiviert erweiterte Rückgabewerte |
Tabelle 3: Standardisierte Optionen
| Alte Option | Neue Option | Beschreibung |
[keine] | /Uninstall | Entfernt das Update oder Service Pack. |
/? | /Help | Zeigt den Hilfetext an. |
/D:Ordnername | [keine] | Erzeugt Backup-Dateien im angegebenen Ordner (nur bei der Installation von Service Packs). |
[keine] | /ER | /ER - Aktiviert erweiterte Rückgabewerte |
/F | /F | Zwingt andere Anwendungen zum Schließen, wenn der Computer nach der Installation neu gestartet wird. |
/F | /Forcerestart | Erzwingt Neustart nach Abschluss der Installation. |
/L | /L | Listet installierte Hotfixes auf (nur Windows-Updates). |
/N | /N | Erzeugt keine Backup-Dateien zur Entfernung des Service Packs oder der Hotfixes. In Programme Hinzufügen/Entfernen gibt es keine Entfernen-Schaltfläche für das Hotfix, so dass es nicht deinstalliert werden kann; erfordert Q2 oder neuere Version von Update.exe. |
/O | /O | Überschreibt OEM-Dateien ohne Abfrage. |
/Q | /Quiet | Nutzt den Stillen Modus, der sich vom Unbeaufsichtigten Modus nur durch das versteckte Benutzerinterface unterscheidet: Während des Installationsprozesses erscheinen keine Eingabeaufforderungen. |
/S:Ordnername | [keine] | Kombiniert das Abbild des Betriebssystems und SP4 in einem gemeinsamen Ordner für die integrierte Installation (nur für Service Packs). |
/U | /Passive | Benutzt den Unbeaufsichtigten Modus. Nur schwere Fehler und ein Fortschrittsbalken werden angezeigt. |
/Z | /Norestart | Sorgt dafür, dass der Computer nach Abschluss der Installation nicht automatisch neu gestartet wird. |
Wenn der Installer aus einer Batchprogramm heraus aufgerufen wird, ist es möglich, vom Installer eine Rückmeldung über Erfolg oder Misserfolg der Installation zu bekommen. Diese Information wird dem anfragenden Prozess über so genannte Rückgabewerte übergeben. Die Rückgabewerte können dem Benutzer bei der Entscheidung über das weitere Vorgehen helfen. Der Installer gibt einen der drei folgenden Werte zurück: Misserfolg | Erfolg | Erfolg, Neustart erforderlich.
Wenn der Installer seine Arbeit erledigt hat, gibt er einen numerischen Wert an das anfragende Programm zurück. In Tabelle 4 werden die drei Werte und die dazu gehörigen Fehlercodes aufgelistet:
Tabelle 4: Rückgabewerte
| Werte | Fehlercode | Beschreibung |
1603 | ERROR_INSTALL_FAILURE | Misserfolg |
0 | ERROR_SUCCESS_REBOOT_REQUIRED | Erfolg |
3010 | ERROR_SUCCESS_REBOOT_REQUIRED | Erfolg, Neustart erforderlich |
Weitere Informationen zur Arbeit mit dem Installer über ein Batchprogramm finden Sie im Abschnitt Installations-Batchprogramme. Detaillierte Informationen zu den Veränderungen des Installers finden Sie in Anhang D - Beispiel eines Installationsprotokolls.
Bereitstellung bezieht sich auf die Methode zur Installation des Service Packs oder Updates auf individuellen Maschinen. Bevor jedoch die Details der Bereitstellung erläutert werden, beschreibt der nächste Abschnitt zunächst die Grundfunktionen der Bereitstellung, die der Installer bietet. Der Abschnitt endet mit einer kurzen Betrachtung des Timings bei der Bereitstellung von Updates zwischen Service Packs.
Wenn in einem laufenden System Software installiert wird, sind davon möglicherweise auch gerade in Benutzung befindliche Dateien betroffen. In diesem Fall wird die aktualisierte Version der Datei der Liste Pending File Renames (PFR) angehängt, einem Registrierungsschlüssel, der Dateien enthält, die beim nächsten Systemneustart ersetzt werden. Wenn der Einsatz der PFR notwendig ist, wird die Installation erst mit dem nächsten Systemneustart abgeschlossen. Die Notwendigkeit eines Systemneustarts lässt sich aus dem Installationsprotokoll oder den Rückgabewerten ablesen.
Die QChain-Technologie verkettet die Installation mehrerer Hotfixes oder eines Service Packs und mehrerer Hotfixes. Verkettete Installationen erlauben es, die gerade in Benutzung befindlichen Dateien mit einem Systemneustart durch die aktualisierten Versionen zu ersetzen (über den Registrierungsschlüssel PFR).
In älteren Versionen des Windows-Installers war es notwendig, QChain manuell auszuführen, um mehrere Updates mit einem Neustart abzuschließen. In den neuen Versionen von Update.exe ist die QChain-Funktionalität integriert. Weitere Informationen zu QChain finden Sie im Artikel How to Install Multiple Windows Updates or Hotfixes with Only One Reboot (englischsprachig).
Wenn Sie Updates installieren, die vor Dezember 2002 veröffentlicht wurden, ist ein Neustart des Systems nach der Installation empfehlenswert. Der Grund hierfür sind die vom Installer vorgenommenen Veränderungen am Systemstatus, die nach der Installation nicht mehr in den ursprünglichen Status zurückversetzt werden können (der Knowledge Base-Artikel 815062 beschreibt genau, wann ein Neustart erforderlich ist).
Wenn Updates auf einem Computer durchgeführt werden, besteht die Möglichkeit, dass eine zu aktualisierende Komponente vorher gar nicht installiert wurde. Dieses Problem tritt auf, wenn während der ersten Einrichtung der Maschine optional zu installierende Komponenten nicht installiert wurden. Um die Verwaltung optional zu installierender Komponenten zu vereinfachen, wird gerade ein Feature namens Sticky Updates entwickelt. Sticky Updates wird es in seiner vollständigen Version ermöglichen, optional zu installierende Komponenten zu aktualisieren, wenn sie installiert werden.
Wenn ein Update installiert wird, das optional installierte Komponenten betrifft, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder, die optional zu installierende Komponente ist bereits vorhanden und wird aktualisiert, oder die optional zu installierende Komponente muss noch installiert werden. Wenn die optional zu installierende Komponente noch nicht installiert wurde, werden die für ein Update notwendigen Dateien der Komponente auf der Festplatte für eine zukünftige Benutzung zwischengespeichert. Sticky Updates ist derzeit noch nicht voll implementiert, aber einige Funktionen von Sticky Updates sind nach der Installation heute schon sichtbar. Das Verzeichnis, in dem die Dateien der Komponente auf der Festplatte zwischengespeichert werden, ist in der Registrierung einsehbar. Der Wert wird unter dem Registrierungsschlüssel ServicePackCachePath im Knoten HKLM\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Setup angezeigt. Ob dieser Teil der Registrierung genutzt wird, hängt davon ab, welche optionalen Komponenten installiert wurden und ob Updates für diese optionalen Komponenten installiert wurden.
Sobald Sticky Updates voll implementiert ist, wird eine ausführlichere Beschreibung dazu diesem Dokument hinzugefügt.
Einige Updates erfordern eine Sprachversion, die der Sprache des Computersystems entspricht. Bei anderen Updates ist eine Installation in beliebiger Sprache möglich. Windows-Updates erfordern dieselbe Sprache auf dem Zielcomputer und im Update. Für Updates von anderen Sustained Engineering-Teams ist das möglicherweise nicht erforderlich. Wenn ein dazugehöriger Knowledge Base-Artikel das Update nicht als sprachspezifisch oder als neutral beschreibt, kann der Status des Updates über den LanguageType-Wert in der .inf-Datei festgestellt werden; ein Sprachcode von 0x0 bedeutet, dass das Update auf jeder Sprachversion des Systems installiert werden kann (mehr dazu in Anhang B - Die Datei Update.inf).
Für MUI-Pakete (Multilingual User Interface) gibt es keine spezifischen Installationen; solche Systeme aktualisieren Sie, indem Sie die englischsprachige Version des Update oder Service Pack installieren, weil eine MUI-spezifische Version nicht verfügbar ist. Eine detaillierte Beschreibung von MUI-Systemen finden Sie im Artikel Service Pack Release Notes for Windows Multilingual User Interface (MUI) Version (englischsprachig).
Neben der individuellen Versionskontrolle der DLL-Dateien, die über ein Update installiert werden, gibt es die Versionen des Updatepakets selbst. Dies ist nützlich, wenn ein Update erneut veröffentlicht wird; die Versionsnummer erlaubt eine schnelle Unterscheidung der Updates. Nach der Installation des Updates wird die Versionsnummer in der Registrierung gespeichert (mehr dazu im nächsten Abschnitt).
Um die Updateversion vor der Installation einzusehen, extrahieren Sie das Installationspaket und schauen Sie sich die .inf-Datei an. Die Updateversion ist nicht im Abschnitt [Version] der .inf-Datei vermerkt; sie befindet sich im Abschnitt [Strings] unter BUILDTIMESTAMP. Um Details zum Entpacken der Paketinhalte zu erfahren, lesen Sie bitte den Abschnitt Die Inhalte des Updatepakets extrahieren.
Die Nummer der Updateversion ist eine Kombination aus Datum und Uhrzeit der Update-Erstellung. Die Version 20030102.120145 beispielsweise setzt sich aus den in Tabelle 5 beschriebenen Bestandteilen zusammen. Diese Methode der Versionskontrolle erlaubt eine Bestimmung der neuesten Version.
Tabelle 5: Versionskontrolle der Updates
| Ziffern | Wert | Beispielwerte |
1 - 4 | Jahr, in dem das Update erstellt wurde | 2003 |
5, 6 | Monat, in dem das Update erstellt wurde | 01 |
7, 8 | Tag, an dem das Update erstellt wurde | 02 |
9, 10 | Integer für die Stunde des Tages | 12 |
11, 12 | Integer für die Minute des Tages | 01 |
13, 14 | Integer für die Sekunde des Tages | 45 |
Wenn ein Update installiert ist, fügt es der Registrierung einige Einträge hinzu, die den Updatevorgang und Details zu den installierten Dateien beschreiben. Außerdem enthalten sie Angaben darüber, wie der Deinstallationsprozess abzulaufen hat. Diese Registrierungsschlüssel werden vom Microsoft Baseline Security Analyzer (MBSA), vom QFE Check, von der Funktion Programme Hinzufügen/Entfernen (A/RP - Add/Remove Programs) und externen Tools zum Identifizieren und Anzeigen der aktuell installierten Hotfixes benutzt.
Drei Registrierungseinträge werden im Rahmen eines Updates geschrieben; sie werden normalerweise als Hotfix-, Update- und A/RP -Eintrag bezeichnet. Details, die sich nur auf installierte Windows Hotfixes beziehen, werden im Hotfix-Eintrag gespeichert. Der Update-Eintrag enthält Details zu allen Hotfixes von Windows und anderen Anbietern, und der A/RP-Eintrag enthält die Informationen zu Hotfixes, die in der A/RP-Liste angezeigt werden.
Hinweis Wenn das Paket mit der Option /N installiert wurde, ist der A/RP-Eintrag eventuell verhindert worden. Ältere Pakete, die mit einem Installer vor Q2 und der Option "Keine Deinstallation" eingerichtet worden sind, tauchen nicht in der A/RP-Liste auf (weitere Information hierzu finden Sie in Anhang A - Versionen und Features des Installers). |
Updates werden durch ein vorangestelltes "KB" oder "Q" identifiziert, gefolgt von der Nummer des Knowledge Base-Artikels (KB). Ältere Updates besitzen ein vorangestelltes Q, die Updates nach 2002 benutzen ein vorangestelltes KB. Die Benutzung von KB, gefolgt von der KB-Artikelnummer, ist der derzeitige Standard bei Microsoft. Die Benutzung von Q ist im Laufe des Jahres 2003 eingestellt worden.
Während der Installation eines Service Packs werden die Registrierungsschlüssel, die während individueller Updates angelegt wurden, gesäubert. Eines der wichtigen Ziele von Service Packs ist die Integration von Hotfixes, die seit der Installation des vorhergehenden Service Packs veröffentlicht wurden. Mit der Installation eines Service Packs werden einzelne Registrierungseinträge für existierende Updates, die nun auch Teil des neuen Service Pack sind, aus der Registrierung entfernt; ein Eintrag für das neue Service Pack ersetzt sie und erscheint in der A/RP-Liste. Eine Deinstallation des Service Packs stellt die Hotfixes und ihre Einträge wieder her.
Der im Folgenden dargestellte Registrierungsschlüssel für ein Update wird vom WinSE-Team und anderen SE-Teams bei Microsoft verwendet und sollte anstelle des Hotfix-Schlüssels weiter unten in diesem Abschnitt eingesetzt werden. Abhängig von der Art des installierten Pakets (Service Pack versus Hotfix), kann dieser Schlüssel zwei verschiedene Formen annehmen: Für Service Packs werden die zusammengefassten Informationen fertiggestellt, für Updates die zusammengefassten Informationen und die Dateilisteneinträge, wie unten definiert.
1. Zusammengefasste Informationen
HKEY_LOCAL_MACHINE \Software\Microsoft\Updates\[Target Product]\[Target SP]\KB######
[Target Product] - Identifiziert das Produkt: Windows, Office etc.
[Target SP] - Identifiziert das Service Pack: SP1, SP2 etc.
Beispiel:
HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Updates\Windows XP\SP2\KB823980
Weitere Unterschlüssel können vorhanden sein; viele Gruppen entscheiden sich dafür, das Service Pack wie im Beispiel oben gezeigt zu benennen. Im Schlüssel, der das individuelle Hotfix identifiziert, könnten die in Tabelle 7 gezeigten Unterschlüssel belegt sein.
Tabelle 6: Registrierungsschlüssel für ein Update
| Key | Beschreibung |
(Standard) | Nicht benutzt. |
Description | Beschreibung des Updates; enthält normalerweise den Titel, zum Beispiel 'Windows XP Hotfix - KB######'. |
Installed By | Der Benutzer, der das Update installiert hat. |
InstalledDate | Datum, an dem das Hotfix auf dem System installiert wurde. |
Type |
Art der Installation, zur Zeit begrenzt auf Service Pack oder Hotfix. Weitere Information zu Arten von Paketen finden Sie hier und http://support.microsoft.com/?kbid=824684 (englischsprachig). |
UninstallCommand | Der Ort des Entfernen-Befehls für das Hotfix. Im Fall, dass das Hotfix mit der Option /N installiert wurde, ist der Schlüssel leer. Wenn es keinen Backup-Ordner zum Wiederherstellen der alten Dateiversionen gibt, kann das Hotfix nicht entfernt werden. |
2. Dateilisten-Schlüssel
Dateilisten-Schlüssel liefern eine detaillierte Liste der installierten Files, die Stelle der Installation, die Version etc. Sie befinden sich unter:
HKEY_LOCAL_MACHINE \Software\Microsoft\Updates\[Target Product]\[Target SP]\KB######\Filelist
[Target Product] - Identifiziert das Produkt: Windows, Office etc.
[Target SP] - Identifiziert das Service Pack: SP1, SP2 etc.
Beispiel:
HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Updates\Windows XP\SP2\KB823980\Filelist
Hier befinden sich die Unterschlüssel, nummeriert von 0 bis n, einer für jede installierte Datei als Teil des Updates. Die in Tabelle 8 gezeigten Schlüssel sind gängig für den Dateilisten-Eintrag.
Tabelle 7: Registrierungsschlüssel für den Dateilisten-Eintrag
| Schlüssel | Beschreibung |
(Standard) | Nicht benutzt. |
BuildDate | Datum, an dem die Datei erstellt wurde. |
FileName | Name der Datei. |
Location | Stelle, an der sich die installierte Datei befindet. |
Version | Version der installierten Datei. |
Service Packs und Updates werden als Zusätze zum RTM-Abbild gesehen und im "Programme Hinzufügen/Entfernen"-Applet (A/RP-Applet) als solche behandelt. A/RP benutzt den Registrierungsschlüssel HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Uninstall, um die installierte Software zu registrieren und festzuhalten, wie die Software zu entfernen ist. Informationen zum Hotfix, ebenso wie Informationen zu anderen installierten Programmen, sind in diesem Schlüssel hinterlegt. Die Updates sind über eine KB- oder Q-Nummer zu identifizieren (siehe Tabelle 9).
Updates, die installiert wurden, können über die Programme Hinzufügen/Entfernen-Funktion betrachtet werden. Installierte Updates sind nach den installierten Programmen aufgelistet.
Microsoft hat ein Set von Standards für A/RP-Einträge geschaffen; lesen Sie bitte Anhang E, Standards für A/RP-Einträge für weitere Details.
Hinweis Wird ein Paket mit der Option /N installiert, wurde der A/RP-Eintrag eventuell verhindert. Ältere Pakete, die mit einem Installer vor Q2 und der Option "nicht entfernen" eingerichtet worden sind, erscheinen nicht in der A/RP-Liste (siehe auch Anhang A, Versionen und Features des Installers). |
Tabelle 8: Registrierungsschlüssel zum Hinzufügen und Entfernen von Programmen
| Schlüssel | Beschreibung |
(Standard) | Nicht benutzt. |
Display Name | In A/RP angezeigter Text. |
Display Version | Version des installierten Updates. |
HelpLink | Hilfetext und Link zum KB-Artikel. |
NoModify | Legt fest, ob die Ändern-Schaltfläche in A/RP erscheint. |
NoRepair | Zeigt keine Reparieren-Schaltfläche im Dialogfenster Supportinformationen. |
Publisher | Unternehmen, das das Hotfix veröffentlicht hat. |
Uninstall String | Der String, den A/RP zum Entfernen des Hotfixes aufruft. |
URLInfoAbout | URL-Link unter dem Herausgeber-Link im Dialogfenster Supportinformationen. |
Der Registrierungseintrag für ein Hotfix ist eine Art Altlast und wird nur vom WinSE-Team benutzt. Einige der Schlüssel werden nicht länger verwendet.
Beispiel:
HKEY_LOCAL_MACHINE \Software\Microsoft\WindowsNT\CurrentVersion\Hotfix\KB######
Tabelle 9 Registrierungsschlüssel für ein Hotfix
| Key | Beschreibung |
(Standard) | Nicht benutzt. |
Backup Dir | Ordner, in dem die Backup-Dateien gespeichert werden. |
Comments | Art des Updates und KB-Nummer. |
Fix Description | Art des Updates und KB-Nummer. |
Installed | Identifiziert, ob ein Update installiert wurde.. Dies ist notwendig, weil Updates kumulativ sind. Stellen Sie sich vor, Update Eins und Zwei enthalten die Datei Foo.dll, und sind im Januar beziehungsweise im Februar veröffentlicht worden. Wenn Sie im Juni Update Zwei installieren, und dann im Juli versuchen, Update Eins zu installieren, wäre der Registrierungseintrag für Update Eins eine Null (0). Dies würde bedeuten, dass das Update nicht installiert wurde, aber die Funktionalität wäre doch auf dem Computer, weil Update Zwei bereits installiert wurde und die an foo.dll vorgenommen Veränderungen durch das Update Eins ersetzt worden wären. |
Installed By | Nicht mehr in Benutzung - siehe Update-Schlüssel unten. |
Installed On | Nicht mehr in Benutzung - siehe Update-Schlüssel unten. |
Service Pack | Identifiziert das Service Pack, in das das Hotfix integriert werden soll - in der Annahme, dass es ein weiteres Service Pack für das Betriebssystem geben wird und andere Gründe für ein Nicht-Integrieren in das Service Pack nicht gefunden werden. |
Valid | Nicht mehr in Benutzung, immer auf 1 setzen. |
Wenn Sie ein Service Pack oder Update installieren, kann der Datenteil des Updates komplett im Installationspaket enthalten sein, oder - bei einer Expressinstallation - dynamisch festgelegt und heruntergeladen werden. Derzeit sind Expresspakete nur über die Windows Update-Website erhältlich. Kunden, die das komplette, abgeschlossene Paket wünschen, finden es im Windows Update-Katalog.
Beide Installationsarten setzen nach dem Erhalt der Dateien den selben Prozess zur Fertigstellung der Installation ein. Während des Installationsprozesses untersucht Update.exe die auf dem Computer installierten Dateien und sucht nach solchen, die gleich oder neuer sind als die im Update enthaltenen. Wenn gleiche oder neuere Versionen einer Datei bereits auf dem Computer installiert sind, besteht keine Notwendigkeit, die Datei zu ersetzen. Sowohl Expressinstallation als auch das Komplettpaket nutzen diese Technik. Unten finden Sie weitere Details zu diesen beiden Arten der Installation.
Die Installation über das Komplettpaket, auch als Standardinstallation bezeichnet, beinhaltet alle möglicherweise zu installierenden Dateien im Installationspaket. Mit dem kompletten Datenteil zur Verfügung entscheidet Update.exe, welche Teile des Gesamtpakets auf dem Computer installiert werden müssen und fährt mit dem Installieren fort. Diese Technik der Installation eignet sich für große Installationen hinter Firewalls, wenn die einzelnen Maschinen keinen Zugang zum Internet besitzen, oder Richtlinien die Installation aus dem Internet verbieten.
Anders als das Komplettpaket umfasst die Expressinstallation nicht sämtliche Dateien für das Update. Stattdessen wird zunächst eine Liste der benötigten Dateien erstellt und diese dann vom Windows Updateserver heruntergeladen. Während der Erstellung der Liste mit den benötigten Dateien werden die Dateien auf dem lokalen Computer mit denen des Updates verglichen; nur die Dateien des Updates, die neuer als die installierten sind, werden heruntergeladen und installiert.
Die Netzwerkinstallation, im Abschnitt Bereitstellungsmethoden beschrieben, bietet den einzigartigen Vorteil, den vom Installer benötigten Festplattenplatz zu reduzieren. Durch das Speichern aller Dateien im Netzwerk kann der Installer diesen Platz im Netzwerk als seinen Zwischenspeicher nutzen, und muss nicht auf die lokale Festplatte zurückgreifen. Das kann sehr hilfreich sein, besonders in Arbeitsumgebungen, in denen Speicherplatz auf den lokalen Computern ein knappes Gut ist. Details zur Handhabung einer Netzwerkinstallation finden Sie in den passenden Bereitstellungsleitfäden.
Debug-Symbole sind kein Bestandteil mehr von Paketen, die von der Windows Update Website heruntergeladen werden, weil sie nur selten benutzt werden. Die Entfernung der Symbole führte zu einer durchschnittlichen Reduzierung der Paketgröße um 30 Prozent. Falls Sie Debugging-Symbole benötigen sollten, lesen Sie den KB-Artikel Hotfix Packages Do Not Include Debug Symbol Files (englischsprachig). Hier finden Sie Details zum Herunterladen und Installieren der Symbole.
In einer Netzwerkumgebung gibt es weitere Optionen zur Bereitstellung von Service Packs und Updates. Dazu gehören: Update.exe manuell mit einer Kombination verschiedener Installationsoptionen ausführen, Systems Management Server (SMS), Windows Installer, Sysprep, die Verteilung der Updates über einen gemeinsamen Netzwerkordner oder das Herunterladen der Hotfixes vom Microsoft Download Center. Sowohl Service Packs als auch Updates können im Allgemeinen auf gleiche Art und Weise bereitgestellt werden.
Wichtige Informationen zum Thema Bereitstellungsoptionen für ein Service Pack enthalten die in Tabelle 10 aufgeführten Bereitstellungsleitfäden. Wenn Sie die Bereitstellung eines Service Packs in einheitlichen oder gemischten Systemumgebungen planen, sollten Sie vorher die passenden Dokumente aus der Tabelle lesen.
Tabelle 10: Bereitstellungsleitfäden (alle Links englischsprachig)
| Betriebssystem | Dokumentname | Link zum Bereitstellungsleitfaden |
Windows NT4 -Service Pack 6A | Windows NT Server Deployment |
http://www.microsoft.com/ntserver/ |
Windows 2000 | Microsoft Windows 2000 Hotfix Installation and Deployment Guide |
http://www.microsoft.com/windows2000/ |
Windows 2000 | Microsoft Windows 2000 Service Pack 4 Installation and Deployment Guide |
http://www.microsoft.com/windows2000/ |
Windows XP | Microsoft Windows XP Hotfix Installation and Deployment Guide |
http://www.microsoft.com/WindowsXP/pro/ |
Windows XP | Deploying Windows XP Part I: Planning |
http://www.microsoft.com/technet/prodtechnol/ |
Windows XP | Deploying Windows XP Part II: Implementing |
http://www.microsoft.com/technet/prodtechnol/ |
Windows Server 2003 | Microsoft Windows Server 2003 Deployment Kit |
http://www.microsoft.com/windowsserver2003/ |
Bereitstellung für große Umgebungen | Microsoft Solutions for Management on TechNet |
http://www.microsoft.com/technet/itsolutions/ |
Für Service Packs steht eine Option zur Verfügung, die es bei anderen Updates nicht gibt - die kombinierte oder Slipstream-Methode. Diese Methode integriert das Service Pack vor der Betriebssysteminstallation. Die Slipstream-Installation erlaubt es, ein Systemabbild mit einem Service Pack und/oder Updates zu aktualisieren. Diese Art der Installation ist verfügbar, wenn Windows 2000, Windows XP oder Windows Server 2003 komplett neu installiert werden (Details finden Sie in Tabelle 10).
Eines der Features der Installer-Version Q4 sind die Dr. Watson-Protokolle. Mit Zustimmung des Benutzers berichtet diese Funktion Details über die Aktivitäten während eines Absturzes an Microsoft. Sämtliche Daten werden so behandelt, wie es im Dokument Endbenutzer-Datensicherheit-Richtlinien bei der Meldung von Anwendungsfehlern festgelegten ist. Um herauszufinden, ob eine bestimmte Version des Installers Fehlerprotokolle von Anwendungen unterstützt, lesen Sie Anhang A, Versionen und Features des Installers.
Hier finden Sie verschiedene Methoden und Optionen zur Installation von Service Packs und Hotfixes.
Der Beaufsichtigte Modus ist die typische Installationsmethode für den Benutzer zuhause oder individuell verwaltete Umgebungen, die Benutzereingriffe erfordern. Typischerweise wird diese Installation über eine Kombination von Befehlszeilenoptionen abgeschlossen - wie im Abschnitt Befehlszeilenoptionen dokumentiert.
Um ein Update auf einer Vielzahl von Computern in einer individuell verwalteten Umgebung zu installieren, platzieren Sie das Update auf einem gemeinsamen Netzlaufwerk und folgen Sie den unten stehenden Anweisungen. In diesem Beispiel ist der zur Verteilung verwendete Ordner ein Netzwerkordner, auf den alle zu aktualisierenden Computer zugreifen können.
Hinweis Bitte lesen Sie den Abschnitt Verketten von Installationen, bevor Sie Installationen verketten. |
Eine Sammlung von Hotfixes kann über die Benutzung von Batchprogrammen zusammen installiert werden. Die folgenden Beispiele für Batchprogramme decken zwei der häufigsten Szenarien für die Installation mehrerer Hotfixes aus einem gemeinsamen Ordner ab. Das erste Beispiel zeigt, wie die Installation eines Service Packs und mehrerer Hotfixes zusammengefasst werden; der Installer sollte, wo immer möglich, festlegen können, ob ein Neustart erforderlich ist. Das zweite Beispiel zeigt, wie man herausfinden kann, ob ein Neustart notwendig ist.
1. |
Service Pack und Updates zusammenfassen |
@ECHO OFF SETLOCAL REM Ort der zu installierenden Updates SET PathOfFixes=Drive:\hotfix %PATHTOFIXES%\SP_install.exe /Z /U %PATHTOFIXES%\Update_A.exe /U
Dank der QChain-Funktion des Installers muss sich der Benutzer während der Installation keine Gedanken über einen Neustart machen; mehrere Installationen können verkettet werden und die Umbenennung gerade benutzter Dateien (Pending File Renames- PFR) erfolgt innerhalb eines einzigen Neustarts. Dieses Beispiel nutzt die Option /U, die das Anzeigen eines Benutzerinterfaces verhindert, so dass der Benutzer während des gesamten Prozesses keine Abfragen beantworten muss.
1. |
Festlegen, ob ein Neustart notwendig ist |
@ECHO OFF SETLOCAL REM Ort der zu installierenden Updates SET PathOfFixes=Drive:\hotfix REM Flag zur Festlegung, ob ein Neustart notwendig ist; Anfangswert 0 SET Reboot_Needed=0 %PathOfFixes%\update_a.exe /Z /U IF ERRORLEVEL 3010 SET Reboot_Needed=1 %PathOfFixes%\update_B.exe /Z /U IF ERRORLEVEL 3010 SET Reboot_Needed=1 %PathOfFixes%\Update_C.exe /Z /U IF ERRORLEVEL 3010 SET Reboot_Needed=1 REM Erzwungener Neustart ab hier IF %Reboot_Needed%.==1. Shutdown /r
Das Beispiel oben prüft die Rückgabewerte des Installers um festzulegen, ob ein Neustart notwendig ist. Dies ist die empfohlene Vorgehensweise, wenn Sie Updates installieren.
Hinweis In Windows XP ist der oben benutzte Shutdown-Befehl Teil des Betriebssystems und deshalb standardmäßig verfügbar. In Windows 2000 ist die selbe Funktion über das Windows NT Resource Kit verfügbar (Shutdown.exe oder Shutgui.exe) und muss separat installiert werden. |
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Unbeaufsichtigte Methoden der Installation |
Die Migration von Hotfixes ist nur mit Microsoft Windows XP und Windows Server 2003-Plattformen möglich. In diesen Umgebungen hat es den Effekt, dass dieselbe Updatestufe beibehalten wird, wenn das Service Pack hochgestuft wird. Je nach Plattform wird ein unterschiedlicher Prozess eingesetzt, aber das Ergebnis ist dasselbe. In den Wochen direkt vor der Veröffentlichung eines Service Packs gibt es eine Zeitspanne, in der Hotfixes eventuell nicht mehr in das Service Pack mit aufgenommen werden. Wenn das passiert, liefert WinSE ein migrationsfähiges Hotfix, um sicherzustellen, dass es mit der Installation des Service Pack nicht notwendig wird, das Hotfix neu zu installieren. Dies wird durch das Installieren des Hotfixes für die aktuelle Betriebssystem-Stufe und ein Zwischenspeichern des Hotfixes für die nächste Service-Pack-Stufe erreicht. Wenn dann ein neues Service Pack installiert wird, wird das Hotfix in dieses neue SP migriert. Für eine umfassende Betrachtung von Dualmodus-Hotfixes für Windows XP lesen Sie bitte den KB-Artikel Description of Dual-Mode Hotfix Packages for Windows XP (englischsprachig), und für eine umfassende Betrachtung zum Thema Hotfix-Migration für Windows Server 2003 lesen Sie bitte Description of the Contents of a Windows Server 2003 Product Update Package (englischsprachig). Zur Verzeichnisstruktur, die für die Hotfix-Migration verwendet wird, lesen Sie bitte den Abschnitt Inhalt des Updatepakets.
In der Dualmodus-Installation enthält das Paket eine zusätzliche Datei: Xpsp1hfm.exe wird zum Verwalten der Migration des neuen Updates in die aktualisierte Service Pack-Installation verwendet, und um festzustellen, welche Version des Updates installiert werden sollte. Für eine Dualmodus-Installation, bei der die Inhalte des Pakets vorher entpackt werden, führen Sie die entpackte Datei xpsp1hfm.exe anstatt Update.exe aus, um die Installation zu starten; für xpsp1hfm.exe können die gleichen Optionen verwendet werden wie für Update.exe.
Blockierte Hotfixes sind Updates, die gegen Ende des Service Pack-Entstehungszyklus veröffentlicht und nicht mehr in das neue Service Pack integriert werden. Es gibt nur wenige dieser 'Delta'-Updates, die während einer kurzen Zeitphase im Service Pack-Entstehungszyklus veröffentlicht werden. Wenn das Service Pack installiert wird, werden diese Updates überschrieben, und ein Installer-Ereignisprotokolleintrag, der die Updates identifiziert, wird im unbeaufsichtigten oder interaktiven Modus erstellt. Während des Installationsabschnitts Aktuelle Einstellungen werden untersucht erhält der Benutzer die folgende Nachricht:
"Dieses Service Pack enthält Dateien, die nicht alle Hotfixes umfassen, die auf diesem Computer installiert sind. Um mögliche Probleme zu vermeiden, werden die Dateien nicht mit dem Service Pack installiert. Um diese Hotfixes sowohl ins Service Pack und bereits installierte Hotfixes zu integrieren, müssen Sie sich die aktualisierten Versionen der folgenden Hotfixes vor oder nach der Installation des Service Packs besorgen und installieren. Die Hotfixes sind auch in der Datei svcpack.log aufgelistet."
Updates, die während einer Service Pack-Installation überschrieben werden, müssen erneut installiert werden. Um herauszufinden, welche Updates bei der Installation eines Service Packs möglicherweise überschrieben werden, lesen Sie die Service Pack Release Notes oder die Datei updtblk.inf. Nach Identifizierung der Updates, die überschrieben werden, laden Sie eine aktualisierte Version des Updates herunter und verketten es mit der Service Pack-Installation.
Blockierte Updates sind auch relevant, wenn Updates installiert werden, was in diesem Fall nur bedeutet, dass die Version des zu installierenden Updates veraltet ist. Wenn ein blockiertes Update auf einer Liste vorgefunden wird, sind Herunterladen und Installation einer neueren Version des Updates erforderlich. Die Nachricht an den Benutzer lautet:
"Das Setup kann dieses Hotfix nicht installieren, weil eine oder mehrere seiner Dateien veraltet sind. Bitte laden sie die aktuelle Version des Hotfix KB###### herunter, und installieren Sie diese.'
Für weitere Details zu als blockiert gelisteten Updates lesen Sie bitte die folgenden KB-Artikel:
810077 - How to Suppress the Warning That Appears When You Install SP3 on a Computer on Which Previous Versions of Post-SP3 Hotfixes Are Installed (englischsprachig)
Neben den Paketinstallern enthält ein Updatepaket unterstützende Dateien für den Installer (.inf-Dateien, etc.) und den Datenteil. Dieser Abschnitt befasst sich mit den Binärdateien, Ereignisprotokollen und der Dateistruktur dieser beiden Arten von Daten.
Die Bezugnahme auf ein Paket meint im Allgemeinen den Inhalt eines Service Packs oder Updates. Bitte beachten Sie, dass die Logik und Installationstechnologie bei beiden dieselbe ist. Die folgende Tabelle bezieht sich auf die Binärdateien des Installers und gilt sowohl für Service Pack- als auch für Hotfix-Installationen.
Tabelle 11: Binärdateien des Installers
| Binärdatei | Beschreibung |
branches.inf | Definiert die hierarchische Beziehung zwischen den Verzweigungen eines Updatebaums. |
custom.dll oder spcustom.dll | Durch den Benutzer definierbare .dll, mit dem Zweck, Funktionalität, die nicht Teil des Paket-Installers war, von anderen Teams für den Paket-Installer programmierbar zu machen. Weil immer mehrere Teams bei Microsoft den Paket-Installer übernehmen, sind auch immer mehrere custom.dll-Dateien im Einsatz. Die vom Windows Sustained Engineering Team benutzte custom.dll heißt SPCustoem.dll. Lesen Sie für weitere Informationen den Abschnitt Custom.dll. |
DLL des Ereignisprotokolls (spmsg.dll) | SPMsg.dll wird vom Installer benutzt, um Ereignisse aufzuzeichnen. SPmsg.dll wird mit jedem veröffentlichten Service Pack und Hotfix ausgeliefert. Alle Versionen des Betriebssystem nutzen dieselbe spmsg.dll. |
spnres.dll | Ressourcen-Binärdatei für Service Packs; unterstützt neue Ressourcen-Strings, die dem Service Pack hinzugefügt werden |
spunInst.exe - Deinstallationsprogramm | Liegt im Deinstallationsverzeichnis zusammen mit den Dateien, die umsortiert werden. |
update.exe - Installer | Kern des Paket-Installers, funktioniert mit Hilfe der .inf-Dateien im Paket. |
update.inf | Steuert die Installation; liefert dem Installer die notwendigen Informationen: zu installierende Dateien, Installationsorte, Registrierungsschlüssel zum Aktualisieren, String-Informationen zur Anzeige während der Installation, legt den Ort und Namen des Ereignisprotokolls fest, etc. |
update.ver | Bezeichnet die Version, die Größe und die Hash-Informationen für den Datenteil. |
update_RTMGDR | Eine der update.inf-Dateien für Installation mit Verzweigungen. |
update_RTMQFE | Eine der update.inf-Dateien für Installation mit Verzweigungen. |
updatebr.inf | Definiert den Standardzweig, liefert den update.inf-Dateien Zeiger und die üblichen Setup-Dateien. |
Die Benutzung einer custom.dll-Datei bietet einen Weg, vom Paket-Installer nicht unterstützte, benutzerdefinierte Funktionen zu schaffen. Der Name der custom.dll lässt sich anpassen - über den Namen im Abschnitt [Configuration] der .inf-Datei. Benutzerdefinierte Funktionen können zu verschiedenen Zeitpunkten während der Installation aufgerufen werden.
Die .inf-Dateien liefern dem Installer Details zu den Eigenschaften der installierten Dateien. Dies beseitigt die Notwendigkeit von benutzerdefinierten Vorgehensweisen, die ansonsten bei jedem neuen Update eingerichtet werden müssten. Der Windows Paket-Installer nutzt verschiedene .inf-Dateien, je nach Art des zu installierenden Pakets. Alle Pakete besitzen eine Datei namens update.inf, und - abhängig von der Art des Pakets - eventuell auch branches.inf und updatebr.inf. Im Abschnitt Inhaltedes Update-Pakets finden Sie Details dazu, welche Dateien in jedem Paket enthalten sind.
Die Datei update.inf bildet den Kern der Anweisungen für Update.exe. Diese Datei trägt modifizierte Namen (update_rtmgdr.inf und update_rtmqfe.inf) für Installationen mit Verzweigungen. Die Struktur von update.inf ist stark erweiterbar. Update.inf versorgt Update.exe mit Informationen zur Version des zu aktualisierenden Betriebssystems, zu modifizierenden Registrierung-Einträgen und benutzerdefinierten Funktionen, die während der Installation ausgeführt werden. Die .inf-Dateien, die vom Paket-Installer benutzt werden, sind den im Dokument Creating an INF file in der MSDN-Library sehr ähnlich; es gibt einige Unterschiede, aber im allgemeinen ist die Syntax der Dateien dieselbe. In den meisten update.inf-Dateien gibt es ähnlich zu verwendende Abschnitte; die genaue Beschreibung dieser Abschnitte finden Sie in Anhang B, Die Datei Update.inf.
Um verzweigte Installationen zu unterstützen, sind zwei Versionen von update.inf erforderlich, update_gdr.inf und update_qfe.inf (die Namen müssen unterschiedlich sein, weil beide im gleichen Verzeichnis liegen). Es gibt außerdem zwei zusätzlich erforderliche .inf-Dateien, updatebr.inf und branches.inf, die die Verzweigungen und ihre Beziehung zueinander definieren.
Diese Datei definiert die bekannten Verzweigungen, aus denen das Update entwickelt worden sein könnte und die Hierarchie der Verzweigungen. Während der Installation wird das System mit branches.inf abgeglichen, um festzulegen, welcher Zweig installiert werden soll; diese Datei wird auch benutzt, wenn die Migration von einer älteren zu einer neueren Version eines Hotfix notwendig ist. Die Datei branches.inf wird während der Installation auf den Computer kopiert. Sie ist mit einer Versionsnummer versehen und wird ersetzt, wenn eine neuere Version vorhanden ist.
Die Datei updatebr.inf erfüllt zwei Aufgaben: Sie definiert die gemeinsamen Dateien und ihre Lage in der verzweigten Dateistruktur, und sie definiert die Beziehung zwischen den installierten Zweigen und der Datei update.inf. In einer verzweigten Installation werden verschiedene update.inf-Dateien mit dem Update ausgeliefert, um dem Bedürfnis nach verschiedenen Datei-Sets, basierend auf dem jeweils installierten Zweig, zu entsprechen. Eine der unverzichtbaren Anwendungen von updatebr.inf liegt im Link zu dem Zweig mit der passenden update.inf-Datei - update_rtmqfe.inf oder update_rtmqfe.inf.
Die Installer-Ereignisprotokolle werden während der Installation eines Updates oder Service Packs erzeugt. Die Protokolle enthalten den Status und andere nützliche Informationen zur Installation. Für jedes installierte Service Pack oder Update wird ein neues Ereignisprotokoll erzeugt. Die Installer-Ereignisprotokolle werden im Windows-Rootverzeichnis (%windir%) abgelegt und sind über den Namen schnell identifizierbar. Ein installiertes Update zum Knowledge Base-Artikel 824146 erzeugt das Ereignisprotokoll KB824146.log. Anhang D, Beispiele für Installer-Ereignisprotokolle enthält Beispiele für Einträge aus einem Ereignisprotokoll.
Der Name (nicht der Speicherort) des Installer-Ereignisprotokolls wird durch die Datei update.inf festgelegt. Die .inf-Datei enthält einen Eintrag für den Namen des Ereignisprotokolls; im Abschnitt [Strings] existiert die Variable InstallLogFileName, die normalerweise auf %SP_SHORT_TITLE%.log gesetzt ist, was den Namen des Updates einsetzt. Die folgende Liste zeigt Ihnen die Standard Windows Sustained Engineering Ereignisprotokollnamen:
| • | Service Pack Installation - svcpack.log |
| • | Service Pack Deinstallation - spuninst.log |
| • | Hotfix Installation - Q123456.log |
| • | Hotfix Deinstallation - Q123456UnInst.log |
Die folgende Liste liefert eine kurze Zusammenfassung einiger Informationen im Protokoll.
| • | Befehlszeilen-Eingaben |
| • | Ort der Paketinstallation |
| • | PFR-Liste aus der Registrierung |
| • | Statistiken zum Zeitaufwand |
| • | Berechnungen zur Festplattennutzung |
| • | OEM-Datei-Prüfungsergebnisse |
| • | Kopiervorgänge von Dateien |
| • | Registrierungs-Updates |
| • | Von Custom.dll ausgelöste Prozesse und die Rückgabewerte |
Seit Version Q4 des Installers ist der Protokolliermechanismus des Installers robuster. Die hier und im Anhang dokumentierten Kommentare gelten für den Q3-Installer. Für eine genaue Betrachtung der Installer-Versionen lesen Sie bitte Anhang A, Versionen und Features des Installers.
Das Installer-Protokoll enthält eine Vielzahl an Einträgen, die Fehler zu sein scheinen, aber lediglich informativer Natur sind. Das kommt daher, dass der Installer das standardisierte Windows SetupAPI nutzt, und die Möglichkeiten zur Kontrolle und Formatierung dadurch begrenzt sind. Die folgende Tabelle listet Einträge im Installer-Protokoll auf, die für Fehlermeldungen gehalten werden könnten.
Tabelle 12: Protokolleinträge, die für Fehlermeldungen gehalten werden könnten
| Eintrag | Details |
DoInstallation: CleanPFR failed: | Säubern der PFR-Liste in der Registrierung; dies zeigt an, dass in der PFR keine Einträge vorhanden waren. |
FetchSourceURL: SetupOpenInfFile Failed to open file: d:\20fc32a210eecc6746827750294191cb\i386\update\update.url | Hier handelt es sich nur im Patch-Modus und wenn Teile des Updates aus dem Internet installiert werden, um einen Fehler. Wenn alle benötigten Dateien für ein Update lokal installiert werden, liegt kein Fehler vor. |
DoInstallation: FetchSourceURL for d:\20fc32a210eecc6746827750294191cb\i386\update\update.inf Failed | Hier handelt es sich nur im Patch-Modus und wenn Teile des Updates aus dem Internet installiert werden, um einen Fehler. Wenn alle benötigten Dateien für ein Update lokal installiert werden, liegt kein Fehler vor. |
BuildCabinetManifest:SetupOpenInfFile failed with error INVALID_HANDLE_VALUE | Eine ;Meldung wie diese zeigt an, dass eine Datei in einem Paket gesucht und dort nicht gefunden wurde. |
Failed Deleting C:\WINNT\system32\msiinst.tmp 2 | Ein Fehler beim Säubern. Um sicherzustellen, dass alle nur für die Installation angelegten Verzeichnisse und Dateien gelöscht wurden, zeigt dieser Fehler an, dass die in der Meldung genannte Datei nicht angelegt wurde, so dass es nichts zu löschen gab. |
RegisterFile:RegOpenKeyEx for SOFTWARE\Microsoft\Updates\Windows 2000\SP4\Q811493\Filelist\3 Failed: 0x2 |
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