Mit Microsoft Virtual PC 2004 können Anwender verschiedene Betriebssysteme komfortabel auf einem einzigen Computer betreiben. Dabei lässt sich zwischen Betriebssystemen mit einem Mausklick so einfach hin- und zurückschalten wie sonst nur zwischen Anwendungen. Virtual PC ist als kostengünstiges Werkzeug zur Migration von Anwendungen nutzbar. Während der Einführung eines neuen Betriebssystems können Mitarbeiter mithilfe dieser Anwendung vorhandene Software, so genannte Legacy-Anwendungen, weiter nutzen. Unternehmen können mit Virtual PC neue Anwendungen schneller entwickeln, testen, warten und bereitstellen. Dieses Dokument bietet einen Überblick über die Technologie von Virtual PC und zeigt, wie Ihr Unternehmen davon profitiert.
Zusammenfassung
Mit Microsoft® Virtual PC 2004 können Anwender verschiedene Betriebssysteme komfortabel auf einem einzigen Computer betreiben. Dabei lässt sich zwischen Betriebssystemen mit einem Mausklick so einfach hin- und zurückschalten wie sonst nur zwischen Anwendungen. Virtual PC ist als kostengünstiges Werkzeug zur Migration von Anwendungen nutzbar. Während der Einführung eines neuen Betriebssystems können Mitarbeiter mithilfe dieser Anwendung vorhandene Software, so genannte Legacy-Anwendungen, weiter nutzen. Unternehmen können mit Virtual PC neue Anwendungen schneller entwickeln, testen, warten und bereitstellen. Dieses Dokument bietet einen Überblick über die Technologie von Virtual PC und zeigt, wie Ihr Unternehmen davon profitiert.
Mit Microsoft® Virtual PC 2004 lassen sich zwei oder mehr X86-Betriebssysteme gleichzeitig auf einem Computer betreiben. So lassen sich komplexe Multiboot-Konfigurationen vermeiden, wenn Anwender während der Arbeit mehrere Betriebssysteme benötigen. Stattdessen können sie ganz einfach mehrere Gastbetriebssysteme in so genannten virtuellen Maschinen installieren. In Abbildung 1 sehen Sie als Beispiel Microsoft Windows® XP Professional mit zwei virtuellen Maschinen, in denen Windows NT® Workstation 4.0 und Windows 98 laufen. Virtual PC bildet einen Computer so genau nach, dass installierte Anwendungen die virtuelle Maschine, in der sie betrieben werden, nicht von einem echten Computer unterscheiden können. Änderungen an der virtuellen Maschine haben keine Auswirkungen auf den tatsächlichen Computer.
Abbildung 1. Windows NT Workstation 4.0 und Windows 98 als Gastbetriebssysteme in Windows XP
Überall dort, wo Anwender mehrere Betriebssysteme benötigen, spart Virtual PC Zeit und Kosten, etwa wenn Unternehmen eine preiswerte Alternative für den Weiterbetrieb von Legacy-Anwendungen während einer Migration brauchen. Sie können missionskritische Legacy-Anwendungen weiter benutzen, ohne deshalb den Kosten sparenden Umstieg auf ein neues Betriebssystem wie Windows XP weiter verzögern oder zusätzliche Hardware bereitstellen zu müssen. Stattdessen installieren Sie einfach Windows XP mit Virtual PC und können Anwendungen, die eine ältere Version von Windows oder OS/2 zwingend erfordern, darauf weiter laufen lassen. Nachdem die Migration abgeschlossen ist, entfernen Sie Virtual PC von diesen Computern und installieren aktuelle Software für Windows XP.
Andere typische Einsatzgebiete sind Benutzerservice, Qualitätssicherung und Schulung. Servicetechniker können mit Virtual PC ihre Reaktions- und Gesprächszeiten verkürzen, denn sie können nun auf den Einsatz verschiedener Computer oder auf den Neustart ihres PC mit einem anderen Betriebssystem verzichten. Stattdessen wechseln sie einfach zu einer anderen virtuellen Maschine, die der PC-Konfiguration des Anrufers entspricht. Testingenieure können Anwendungen nun unter mehr verschiedenen Konfigurationen in kürzerer Zeit als bisher testen. Schulungsräume lassen sich effizienter nutzen, denn mit Virtual PC lassen sich im gleichen Zeitraum mehr Kurse auf mehr Konfigurationen durchführen.
Die Vorteile von Virtual PC noch einmal kurz zusammengefasst:
Tabelle 1. Vorteile von Virtual PC
| Szenario | Beschreibung | Vorteil |
Migration | Arbeiten Sie weiterhin mit älteren | Mit Virtual PC können |
| Szenario | Beschreibung | Vorteil |
Benutzerservice | Betreuen Sie Anwender mit | Virtual PC reduziert die |
Qualitätssicherung | Testen und dokumentieren Sie | Mit Virtual PC lassen |
Schulung | Schulen Sie auf jedem X86- | Trotz geringerer |
Zu den Vorzügen von Virtual PC gehören unter anderem:
Konfigurierbarkeit: Anwender können virtuelle Maschinen umkonfigurieren, den Hauptspeicher vergrößern oder verkleinern und Anwendungen installieren oder entfernen. So können Sie unterschiedliche Anwendungsumgebungen erzeugen. Dabei ist der Umgang mit Virtual PC so einfach, dass der Großteil der Anwender keine Einarbeitung benötigt.
Einfache Installation: Neue Gastbetriebssysteme lassen sich auf zwei verschiedene Weisen hinzufügen. Sie können sie manuell installieren, ganz so wie Sie es von Ihrem herkömmlichen Computer kennen oder bestimmte Konfigurationen für eine Migration vorbereiten und den Anwendern bereitstellen.
Standardisierbarkeit: Auf einer virtuellen Maschine lassen sich Upgrades und Neuinstallationen genauso konfigurieren und testen wie auf herkömmlichen Computern. So lassen sich Standardkonfigurationen für alle PCs im Unternehmen ermitteln, ohne dass sie auf jedem einzelnen getestet werden müssen.
Komfort: Die Verwaltung der virtuellen Maschinen erfolgt über eine komfortable Benutzeroberfläche. Zwischen mehreren installierten Betriebssystemen schalten Sie dabei genauso einfach um wie zwischen verschiedenen Anwendungen. Ein Klick auf das Fenster einer virtuellen Maschine genügt. Jede virtuelle Maschine lässt sich anhalten, so dass sie nicht nutzlos CPU-Leistung verbraucht. Darüber hinaus lassen sich virtuelle Maschinen auf die Festplatte sichern und später wieder restaurieren. Die Restauration erfolgt innerhalb weniger Sekunden - und damit viel schneller als ein Neustart eines Gastbetriebssystems.
Hostintegration: Hostbetriebssystem und Gastbetriebsystem(e) sind vollständig integriert. Zwischen beiden können Sie Inhalte kopieren, einfügen oder mit klicken und ziehen verschieben.
Jede virtuelle Maschine verhält sich wie ein eigener Computer mit eigener Audio-, Video-, Festplatten- und Netzwerkkarte, sowie eigenem Prozessor. Auf jeder virtuellen Maschine läuft ihr eigenes Betriebssystem. In einer virtuellen Maschine lassen sich dabei folgende Betriebssysteme verwenden: Windows 95, Windows 98, Windows Me, Windows NT 4.0 Workstation, Windows 2000 Professional, Windows XP, MS-DOS®, OS/2 Warp Version 4 Fix Pack 15, OS/2 Warp Convenience Pack 1 und OS/2 Warp Convenience Pack 2. Darüber hinaus können Sie Windows Server-Betriebssysteme und zahlreiche Betriebssysteme von Drittherstellern verwenden. Dazu zählen unter anderem Red Hat Linux und Novell NetWare.
In einer virtuellen Maschine lassen sich beliebige Anwendungen betreiben: Von Geschäfts-, Schulungs- oder Unterhaltssoftware bis hin zu Internet und mehr. Peripheriegeräte wie Drucker, Modem oder CD-ROM-Laufwerk funktionieren genauso wie auf einem normalen Computer. USB-Eingabegeräte wie Tastatur und Maus werden über eine PS/2-Emulation betrieben. USB-Geräte, die eigene Treiber benötigen, sind jedoch nicht einsetzbar. Da virtuelle Maschinen die Grafikkarte des Host-PC nicht direkt ansprechen, lassen sich die karteneigenen Grafiktreiber nicht benutzen. Außerdem sind in einer virtuellen Maschine keine SCSI-Geräte verwendbar.
Jeder herkömmliche PC setzt sich aus verschiedenen Hardwarekomponenten zusammen, wie etwa Maus, Tastatur, Prozessor, Hauptspeicher, Laufwerke, Grafikkarte oder Netzwerkkarte. Auf ihm läuft ein Betriebssystem, das die Hardware über Gerätetreiber steuert. Die installierten Anwendungen setzen auf das Betriebssystem auf. Mit anderen Worten: ein Computer besteht aus einem Satz Hardwarekomponenten, einem Betriebssystem und einem Satz Anwendungen.
Abbildung 2. Der grundsätzliche Aufbau eines Computers
Nicht so bei Virtual PC. Es arbeitet mit so genannten virtuellen Maschinen, so dass zwei oder mehr Betriebssysteme mit ihren verschiedenen Anwendungen gleichzeitig ablaufen können. Die tatsächliche Anzahl an gleichzeitig laufenden Betriebssystemen und Anwendungen wird dabei nur durch die Speicher- und Festplattenressourcen des Computers begrenzt. Je mehr Speicher der Computer besitzt, desto mehr Betriebssysteme lassen sich gleichzeitig nutzen.
Virtual PC spiegelt jedem Gastbetriebssystem einen eigenen, vollständigen Computer vor. Für ein Gastbetriebssystem sieht es so aus, als ob es direkten Zugriff auf die Komponenten des PC besäße. Tatsächlich wird von Virtual PC aber eine Reihe von Hardwarekmponenten durch eine Emulation in Software nachgebildet. Hierzu gehören: Interruptcontroller, DMA-Controller, IDE/ATA-Controller, nichtflüchtiger Speicher, Echtzeituhr, Datenbusse, I/O-Controller, Tastatur-Controller, Speicher-Controller, programmierbare Timer und Powermanagement-Hardware. Mit externen Geräten wie CD-ROM, Diskettenlaufwerk, Tastatur, Maus oder Bildschirm kommuniziert Virtual PC über das Hostbetriebssystem.
Abbildung 3. Der Aufbau eines Computers mit installiertem Virtual PC
In Virtual PC lassen sich verschiedene Arten von so genannten virtuellen Festplatten einsetzen. Jeder virtuellen Maschine lassen sich mehrere virtuelle Festplatten zuordnen. Im Einzelnen handelt sich dabei um:
Dynamisch erweiterbare virtuelle Festplatten (dynamically expanding virtual hard disks): Eine virtuelle Festplatte besteht im Prinzip aus einer einzigen Datei, die vom Anwender auf der Computer-Festplatte angelegt wird. Sobald der Anwender in ihr Informationen speichert, vergrößert sie sich analog zum Speicherbedarf der Daten. Der Vorteil: Sie braucht zur Anlage nur minimalen Speicherplatz, lässt sich aber bis hin zur maximalen Festplattenkapazität erweitern.
Virtuelle Festplatten mit fixer Größe (fixed-size virtual hard disks): Virtuelle Festplatten mit fixer Größe bestehen ebenfalls nur aus einer einzigen Datei, deren Kapazität aber unveränderlich ist. Sie entspricht ungefähr der festgelegten Größe der virtuellen Festplatte. Wenn Sie beispielsweise 2 GB als Größe der virtuellen Festplatte definieren, dann beträgt die Dateigröße ebenfalls 2 GB.
Verbundene virtuelle Festplatten (linked virtual hard disks): Dieser Typ von virtuellen Festplatten ist direkt mit der tatsächlichen Festplatte des Computers verbunden. So lassen sich die tatsächlich vorhandenen Festplattenkonfigurationen direkt nutzen.
Darüber hinaus bietet Virtual PC noch zwei weitere Funktionen, die Sie mit den oben genannten virtuellen Festplatten nutzen können:
Differenzierung (differencing virtual hard disks): Durch die Differenzierung können mehrere Anwender oder mehrere virtuelle Maschinen ein und dieselbe virtuelle Festplatte parallel nutzen. Virtual PC speichert dabei die Änderungen der virtuellen Festplatte auf einer virtuellen Differenzierungs-Festplatte. So lässt sich zum Beispiel in einem Netzwerk verschiedenen Anwendern eine virtuelle Festplatte zum Zugriff bereitstellen. Virtual PC speichert dann alle Änderungen, die auf der Netzwerkfestplatte vorgenommen wurden, in lokalen virtuellen Differenzierungs-Festplatten.
Rücknahme (undo disks): Mithilfe dieser Funktion können Sie alle Änderungen löschen, die Sie während einer Sitzung (das bedeutet, der Zeit vom Start bis zum Schließen einer virtuellen Maschine) an einer virtuellen Festplatte vorgenommen haben. Virtual PC speichert alle Änderungen in einer temporären Datei. Am Ende jeder Sitzung können Sie selbst entscheiden, ob Sie die Änderungen speichern oder löschen. Auf diese Weise können Sie auch jedes Mal aufs Neue mit exakt der gleichen Festplatte arbeiten. Ein großer Vorteil, wenn Sie etwa mit Softwaretests beschäftigt sind und bei jedem neuen Durchlauf wieder genau dieselben Testbedingungen herstellen müssen.
Virtual PC lässt sich auf verschiedene Arten vernetzen:
Nur lokal: Eine virtuelle Maschine kommuniziert nur mit anderen virtuellen Maschinen. Es findet kein Datenverkehr mit anderen Computern oder dem Hostbetriebssystem statt.
Virtuelle Vernetzung: Hierbei erscheint jede virtuelle Maschine im Netz als eigene Arbeitsstation. Sie kann mit jedem anderen Computer im Netz Daten austauschen. Das schließt das Hostbetriebssystem und andere virtuelle Maschinen mit ein.
Abbildung 4. Virtuelle Vernetzung
Verteilte Vernetzung (Shared networking): Diese Funktion ist nützlich, wenn Sie über Einwählverbindungen ins Internet gehen. Virtual PC kann Gastbetriebssystemen ohne erneutes Einwählen eigene IP-Adressen zuweisen. Dafür sorgt eine integrierte Netzwerkadressen-Übersetzung (Network Adress Translation, NAT) mittels DHCP-Server (Dynamic Host Configuration Protocol). Dadurch können sich mehrere virtuelle Maschinen für den Zugriff auf externe Netze eine einzige externe IP-Adresse teilen.
Abbildung 5. Verteilte Vernetzung
Virtual Machine Additions sind Software-Komponenten, die als Zusatz zu einem bestimmten Gastbetriebssystem installiert werden. Sie sorgen für eine hohe Integration zwischen Host- und Gastbetriebssystem. Zu ihren Funktionen gehören beispielsweise Mausintegration, Zeitsynchronisierung, Ausschneiden und Einfügen, Klicken und Ziehen, Freigabe von Ordnern und spezielle Bildschirmauflösungen. Eine volle Integration ist nur bei Windows-Gastbetriebssystemen möglich. Für andere unterstützte Betriebssysteme ist jedoch eine teilweise Unterstützung verfügbar.
Virtual PC benötigt zur Installation nur 20 MB Festplattenplatz. Jedoch müssen Sie darüber hinaus für jedes Gastbetriebssystem noch zusätzlichen Speicherplatz einkalkulieren.
Die Mindestanforderungen für den Einsatz des Hostbetriebssystems betragen:
| • | Ein PC auf x86-Basis mit einem der folgenden Prozessoren: AMD Athlon/Duron, Intel Celeron, Pentium II, III, oder 4 mit mindestens 400 MHz Taktfrequenz, empfohlen ist mindestens 1.0 GHz Taktfrequenz. Virtual PC lässt sich auch auf einem Multiprozessor-System einsetzen, nutzt dabei aber nur einen Prozessor. |
| • | CD-ROM- oder DVD-Laufwerk. |
| • | Empfehlenswert ist mindestens Super VGA-Bildschirmauflösung (800 x 600). |
| • | Tastatur und Maus oder ein kompatibles Eingabegerät. |
| • | Hostbetriebssystem: Windows© XP Professional, Windows 2000 Professional oder Windows XP Tablet PC Edition. |
Der Hauptspeicherbedarf richtet sich nach der Anzahl der parallel betriebenen Betriebssysteme. Hierbei müssen Sie zum Speicherbedarf des Hostbetriebssystems den von allen (gleichzeitig laufenden) Gastbetriebssystemen addieren. Zur Verdeutlichung zwei Beispiele. Als Hostbetriebssystem kommt Windows XP zum Einsatz kommt, als dessen Speicherbedarf Sie 256 MB festgelegt haben:
| • | Sie betreiben Windows 98 und Windows NT 4.0 gleichzeitig als Gastbetriebssystem unter Windows XP. Der Speicherbedarf beträgt dann mindestens 256 MB + 64 MB + 64 MB = 384 MB. |
| • | Sie betreiben Windows 95 oder Windows Me zu verschiedener Zeit als Gastbetriebssystem unter Windows XP. Der Speicherbedarf beträgt dann mindestens 256 MB + 96 MB = 352 MB. |
Tabelle 2. Mindestanforderungen für Speichergröße und Festplattenplatz
| Gastbetriebssystem | Hauptspeichergröße (Minimum) | Festplattenplatz (Minimum) |
MS-DOS 6.22 | 32 MB | 50 MB |
Windows 95 | 32 MB | 500 MB |
Windows 98, Windows 98 | 64 MB | 500 MB |
Windows Millennium | 96 MB | 2 GB |
Windows NT Workstation | 64 MB | 1 GB |
Windows 2000 | 96 MB | 2 GB |
Windows XP | 128 MB | 2 GB |
Windows XP | 128 MB | 2 GB |
OS/2 Warp Version 4 | 64 MB | 500 MB |
In den folgenden Ausführungen erfahren Sie mehr über Installation, Konfiguration, Gastbetriebssysteme und Gastanwendungen.
Virtual PC lässt sich einfach installieren. Das Setup-Programm führt den Anwender durch den Installationsprozess und erfordert keinen Neustart des Computers. Nur der Netzwerkadapter wird während der Treiberinstallation kurzzeitig vom Netz getrennt.
Abbildung 6. Die Installation von Virtual PC
Nach der Installation richten Sie Virtual PC nach Ihren Bedürfnissen ein. Dabei stehen Ihnen zahlreiche Optionen zur Verfügung.
Abbildung 7. Die Konfigurierung von Virtual PC
Die Konfigurationsoptionen im Einzelnen:
| • | Restore at Start: Hier legen Sie fest, ob virtuelle Maschinen beim Start von Virtual PC restauriert werden sollen. |
| • | Performance: Hier weisen Sie den virtuellen Maschinen im Vordergrund und im Hintergrund Prozessorzeit zu. |
| • | Full Screen Mode: Hier legen Sie fest, welche Bildschirmauflösung und Farbtiefe virtuelle Maschinen im Fullscreen-Modus benutzen. |
| • | Sound: Hier schalten Sie die Klänge für alle virtuellen Maschinen ab. |
| • | Messages: Hier legen Sie fest, ob Meldungen von Virtual PC angezeigt oder unterdrückt werden. Weggeklickte Meldungen lassen sich auf Wunsch später noch einmal anzeigen. |
| • | Keyboard: Hier legen Sie einen so genannten host key fest, mit dem Sie von der virtuellen Maschine die Kontrolle über die Maus zurück erlangen. Sie können darüber hinaus weitere Tastenkombinationen festlegen, die für virtuelle Maschinen, den Hostcomputer oder nur für virtuelle Maschinen im Fullscreen-Modus gültig sind. |
| • | Mouse: Hier bestimmen Sie, ob virtuelle Maschinen die Kontrolle über die Maus übernehmen, wenn Sie in ihr Fenster klicken. |
| • | Security: Hier lassen sich bestimmte Funktionen sperren, wenn der Anwender nicht zur Gruppe der lokalen Administratoren gehört. Dieses besonders sinnvoll in Unternehmen, speziell, wenn Sie Virtual PC bei einer Migration einsetzen. |
| • | Language: Hier legen Sie die Sprache der Benutzeroberfäche fest. |
Der nächste Schritt ist das Erzeugen einer virtuellen Maschine und die Installation eines Betriebssystems darin. Üblicherweise starten Sie dazu in der virtuellen Maschine das Setup des Betriebssystems. Das erfolgt auf bekannte Weise: Entweder Sie booten von einer CD oder Sie starten MS-DOS beziehungsweise die Windows-Installationsumgebung. Beachten Sie bitte, dass alle Gastbetriebssysteme korrekt lizenziert sein müssen. Die Virtual PC-Lizenz schließt keine Lizenzen für Gastbetriebssysteme ein.
Abbildung 8. Installation von Windows XP in einer virtuellen Maschine
Nachdem Sie eine virtuelle Maschine erzeugt und darauf ein Betriebssystem eingerichtet haben, können Sie die virtuelle Festplatte an andere Anwender weiter verteilen. Hier haben Sie drei verschiedene Möglichkeiten: Sie geben die virtuelle Festplatte unverändert ("as-is") weiter, so dass andere Anwender ihre Kopien der virtuellen Festplatte nach eigenen Bedürfnissen ändern können. Oder Sie stellen sie als virtuelle Differenzierungs-Festplatte anderen oder auf einem Netzwerk zur Verfügung. In diesem Fall bleibt die ursprüngliche virtuelle Festplatte unverändert, Virtual PC speichert alle Änderungen stattdessen in lokalen Differenzierungsdateien. Und schließlich können Sie auch sogenannte "Undo-Disks" benutzen, so dass alle Anwender am Ende einer Sitzung selbst entscheiden können, ob sie Änderungen speichern oder löschen.
Virtual PC lässt Ihnen die vollständige Kontrolle über die Konfiguration jeder virtuellen Maschine. Sie können ihr bis zu drei virtuelle Festplatten zuweisen und festlegen, wie CD-ROM-und Floppy-Laufwerk oder freigegebene Ordner auf dem Hostcomputer genutzt werden. Außerdem lassen sich Schnittstellen und Netzwerkverbindungen der virtuellen Maschine konfigurieren und noch einiges mehr.
Abbildung 9. Konfigurierung von individuellen virtuellen Maschinen
Der abschließende Schritt bei der Einrichtung von Virtual PC ist die Installation von Gastanwendungen in einem Gastbetriebssystem. Virtual PC weist jede CD, die Sie in das Laufwerk des Hostcomputers legen, automatisch dem virtuellen CD-ROM-Laufwerk des Gastbetriebssystems zu. Danach können Sie die Installation wie gewohnt durchführen.
Mit Virtual PC ist eine Reihe von Einsatzgebieten denkbar. Dazu gehören unter anderem folgende:
Wenn Unternehmen auf ein neues Betriebssystem wie etwa Windows XP umsteigen, dann besitzen sie möglicherweise noch wichtige alte Anwendungen (Legacy-Anwendungen), die in der neuen Umgebung nicht mehr laufen. In diesem Fall hatten sie früher nur zwei Möglichkeiten: Mit dem Umstieg auf neues Betriebssystem zu warten, bis die alten Anwendungen auf die neue Umgebung upgedatet sind, oder den Anwendern in der Zwischenzeit zwei PCs zur Verfügung zu stellen. Heute installieren Sie einfach Virtual PC und lassen darin das Betriebssystem laufen, zu dem ihre alten Anwendungen kompatibel sind.
Nehmen wir an, die von Ihrer Serviceabteilung betreuten Anwender arbeiten mit einer Vielzahl von verschiedenen Computern und Programmen. Das bedeutete bisher: Im Idealfall besitzen Servicetechniker mehrere PCs oder starten ihren Computer jedes Mal neu, um die Konfiguration eines Anrufers nachzustellen. Im schlimmsten Fall verfügen sie jedoch über keine passende Konfiguration und müssen die Lösung mehr oder weniger erraten. Beides trägt nicht zur Kundenzufriedenheit bei.
Durch Virtual PC können sich Serviceabteilungen jetzt schneller auf die Arbeitsplatzkonfiguration eines Anrufers einstellen. Sie können verschiedene Umgebungen bereits vorbereiten und in kürzester Zeit von einem Fileserver, einer CD-ROM oder DVD laden. So lassen sich beispielsweise auf einem Computer mit Windows XP als Hostbetriebssystem auch Anwender betreuen, die noch mit Windows 98, Windows Me, Windows NT oder Windows 2000 arbeiten.
Abbildung 10. Liste der Gastbetriebssysteme
Virtual PC kann aber noch mehr:
Mit Virtual PC arbeiten Servicetechniker in einer geschützten und isolierten Computerumgebung. Wenn sie Anwenderprobleme nachvollziehen und ihr Computer stürzt dabei ab, dann betrifft dieser Absturz nur die virtuelle Maschine. Andere virtuelle Maschinen oder das Hostbetriebssystem bleiben davon unberührt.
Servicetechniker können dank Virtual PC immer mit einer sauberen Betriebssystemumgebung starten. Wenn Sie die "Undo-Disk"-Funktion verwenden, dann können sie alle Änderungen, die während eines Supportanrufs vorgenommen wurden, ganz einfach ungeschehen machen.
Während einer Migrationsphase kann die Serviceabteilung eine größere Anzahl von Konfigurationen betreuen, da ihre Mitarbeiter sowohl auf das neue als auch auf die alten Betriebssysteme sofortigen Zugriff haben.
Ingenieure für Qualitätssicherung müssen Anwendungen in einer Vielzahl verschiedener Konfigurationen überprüfen. Windows-Entwickler etwa entwerfen häufig Software, die auf verschiedenen Länderversionen von Windows 98, Windows Me, Windows NT, Windows 2000 und Windows XP laufen muss - ganz abgesehen von der noch größeren Vielfalt von Hardwarekonfigurationen. In der Praxis lässt sich Software deshalb nicht auf allen denkbaren Kombinationen testen. Virtual PC reduziert den Zeitaufwand für solche Qualitätstests, denn mit seiner Hilfe können Sie Programme auf mehreren Betriebssystemen in unterschiedlichen Länderversionen testen. Und das ohne Komplikationen: Wenn eine Anwendung abstürzt, dann betrifft das nur die virtuelle Maschine - und die lässt sich augenblicklich wieder starten. Weitere gleichzeitig laufende Prozesse werden davon nicht beeinträchtigt.
Abbildung 11. Gleichzeitiger Test einer Software in verschiedenen Windows-Versionen
Mit Virtual PC können Unternehmen ihre Mitarbeiter besser schulen und dabei ihre Hardwareinvestitionen verringern. Dozenten können mehr Kurse auf mehr Konfigurationen anbieten, indem sie jede Konfiguration in einer eigenen virtuellen Maschine laufen lassen. Und sie können jetzt auf einem einzigen Computer Kurse abhalten, für die sie vorher mehrere Computer benötigten (zum Beispiel Client/Server-Training). Virtual PC reduziert auch die Auf- und Umbauzeiten zwischen Kursen, da Dozenten mit seiner Hilfe immer sofort die passende Konfiguration für den entsprechenden Kurs bereit haben.
Bei Tests für eine Umrüstung des Betriebssystems ist Virtual PC eine risikoarme, günstige und schnelle Alternative. Durch Virtual PC lassen sich Tests verschiedener Kombinationen von Betriebssystemen und Anwendungsprogrammen in einer sicheren Umgebung durchführen. Hierbei können Sie etwa mit Symantec Ghost vier Diskimages gleichzeitig auf vier verschiedene virtuelle Maschinen übertragen. Nachdem Sie ein Diskimage getestet haben, entfernen Sie ganz einfach die virtuelle Festplatte. Der lokale Computer bleibt davon unverändert. Oder Sie testen mit Anwendern eine Pilotinstallation. Wenn Sie eine Konfiguration auf einer virtuellen Maschine einrichten, dann ist das in wenigen Minuten erledigt und die Benutzerumgebung des Anwenders bleibt unverändert. Sind Konfigurationsänderungen notwendig, dann werden sie erst auf der virtuellen Maschine getestet, wo sie jederzeit problemlos rückgängig gemacht werden können. Nachdem der Test erfolgreich abgeschlossen ist, lässt sich die Konfiguration der virtuellen Maschine auf den lokalen Computer übernehmen.
Abbildung 12. Test von verschiedenen Disk Images mit Virtual PC
Virtual PC ermöglicht den Einsatz von mehreren Betriebssystemen, ohne dass Sie dazu mehrere Computer benötigen oder den Host neu starten müssen. Dadurch ergeben sich beim Umstieg auf neues Betriebssystem eindeutige Vorteile, vor allem wenn alte Applikationen weiter verwendet werden sollen. Auch wenn diese sich als inkompatibel erweisen, muss deshalb die Einführung des neuen Betriebssystems nicht zurück gestellt werden. Sie installieren einfach Virtual PC für Anwender, die ihre alten Anwendungen weiterhin benötigen. Von jetzt an laufen diese in einer virtuellen Maschine auf einem geeigneten Betriebssystem.
Doch auch in anderen Fällen lohnt sich der Einsatz von Virtual PC, etwa im Benutzerservice, in der Qualitätskontrolle und bei Schulungen. Servicetechniker benötigen nur noch einen Computer und können auf ihm in kürzester Zeit die Konfiguration des Anwenders starten. Testingenieure können ohne Zeitaufwand eine große Vielfalt von Konfigurationen durchtesten. Bei Schulungen lässt sich der Aufbau schneller durchführen, wodurch sich Leerlaufzeiten verkürzen. Dozenten sind außerdem in der Lage, ohne Aufwand auf mehreren verschiedenen Systemkonfigurationen zu schulen.
Virtual PC ist ein preiswertes Werkzeug, dessen Einsatz sich bei Migrationsvorhaben vielfach bezahlt macht. Mit ihm lassen sich nicht nur Migrationen durchführen, die sonst vielleicht scheitern würden, sie lassen sich auch kostengünstig vorher testen. Darüber hinaus können Kunden Software durch Virtual PC schneller entwickeln, testen, warten und bereitstellen.
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