Solution Accelerator für die Konsolidierung und Migration von Domänenservern von Windows NT 4.0 nach Windows Server 2003

Testplanungshandbuch

Veröffentlicht: 24. Sep 2004
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TestplanungTestplanung
TestlaborumgebungTestlaborumgebung
Zusammenfassung des KapitelsZusammenfassung des Kapitels

Einführung

Dieses Handbuch ist ein Teil von Solution Accelerator für die Konsolidierung und Migration von Domänenservern von Microsoft® Windows NT® Server 4.0 nach Windows Server™ 2003. Es bietet einen Überblick über den Testplan zur Überprüfung der Konsolidierung und Migration mehrerer Windows NT Server 4.0-Domänen mit WINS (Windows® Internet Name Service), DNS (Domain Name System), DHCP (Dynamic Host Configuration Protocol), Exchange sowie Datei- und Druckdiensten nach Windows 2003 Active Directory. Außerdem wird darin die Laborumgebung von Microsoft beschrieben, die zum Ausführen des Testplans verwendet wurde. Die Migration von Exchange sowie der Datei- und Druckdienste unter Windows NT Server 4.0 wird in diesem Solution Accelerator nicht behandelt.

Zielgruppe für dieses Dokument

Dieses Dokument wurde für IT-Experten geschrieben, die für das Testen der Domänendienste in einer Unternehmensumgebung zuständig sind. Es richtet sich insbesondere an das Migrationsprojektteam und die an dem Migrationsprojekt beteiligten Berater.

Vorausgesetzte Kenntnisse

Die Leser dieses Dokuments sollten den Umgang mit Windows NT Server 4.0-Domänen und dem Windows Server 2003 Active Directory-Dienst verstehen sowie über Kenntnisse zu dem in den anderen Handbüchern dieses Solution Accelerators beschriebenen Prozess der Konsolidierung und Migration von Domänen verfügen.

Die in den Testlabors von Microsoft verwendeten Testprozesse sollten ihnen bekannt sein. Außerdem sollten die Leser die dafür erforderlichen Tools und Anwendungen kennen, wie z. B. das Dienstprogramm Ghost von Symantec, WinPE und die Anwendung Virtual Server.

Testplanung

In diesem Abschnitt werden die Testziele, der Umfang, die Strategie und die Methodik sowie die Eingangs- und Freigabekriterien für die Tests beschrieben.

Testziele

Die Tests in diesem Handbuch wurden entwickelt, um die bestehende Unsicherheit im Hinblick auf die Realisierbarkeit des vorgeschriebenen Migrations- und Konsolidierungsprozesses zu reduzieren oder ganz zu beseitigen. Mithilfe der Tests wurden fundamentale Umgebungs- und Prozessprobleme vor Veröffentlichung der Lösung erkannt und behoben. Durch die Verwendung eines etablierten, bewährten und getesteten Prozesses können Lösungsimplementierer den eigenen Migrations- und Konsolidierungsaufwand einfacher und bedenkenloser planen und dabei gleichzeitig Zeit und Geld sparen.

Die Testziele lauteten:

Überprüfen der Genauigkeit, Übersichtlichkeit, Reproduzierbarkeit und Einheitlichkeit der Anleitungen, die im Rahmen von Solution Accelerator für die Konsolidierung und Migration von Domänenservern von Windows  NT Server 4.0 nach Windows Server 2003 bereitgestellt werden

Überprüfen der Migrations- und Konsolidierungsprozesse für die Active Directory-, WINS-, DNS- und DHCP-Dienste

Überprüfen der Stabilität abhängiger Dienste (Exchange 5.5 sowie Datei- und Druckdienste) vor, während und nach der Umsetzung der Szenarien für Domänenkonsolidierung und -migration

Überprüfen, ob die Endsituation der Szenarien für Domänenkonsolidierung und -migration die Richtlinien der MSA-Referenzarchitektur (Microsoft Systems Architecture) einhält

Testumfang

Das Testziel war die Überprüfung eines dokumentierten Prozesses für die Migration und Konsolidierung mehrerer Windows NT 4.0-Domänen in einem Unternehmen in eine Windows 2003 Active Directory-Domäne.

Der Testumfang umfasste die folgenden Aufgaben:

Durchführen begrenzter Funktionstests der Ausgangssysteme vor der Migration und Konsolidierung

Überprüfen der Prozessdokumentation auf Genauigkeit, Einheitlichkeit, Übersichtlichkeit und Verwendbarkeit

Überprüfen von definierten Prozessen, Funktionalität und Abfolgen

Sicherstellen der kontinuierlichen Verfügbarkeit und Sicherheit der Verzeichnis-, WINS-, DNS-, DHCP-, Datei-, Druck- und Exchange-Dienste während des gesamten Prozesses

Durchführen begrenzter Funktionstests der Endsysteme nach der gesamten Migration und Konsolidierung

Im Testumfang waren folgende Aufgaben nicht enthalten:

Detailliertes Testen der Ausgangs- bzw. Endarchitektur

Testen aller Elemente für die Migration von Windows NT 4.0 nach Windows Server 2003, die für den Prozess der Domänenkonsolidierung und -migration nicht direkt erforderlich waren

Testen auf langfristige Koexistenz von Windows NT 4.0- und Windows Server 2003-Systemen

Testen der Leistung oder Skalierbarkeit

Teststrategie

Das Testteam begann in Zusammenarbeit mit anderen Mitgliedern des Projektteams, komplexe Pläne zu formulieren, Schätzwerte zu planen und eine Strategie zu erstellen, die auf der Dokumentation zum Projektumfang und identifizierten Kundenszenarien basierte. Im Verlaufe des Projekts wurden diese Elemente an aktualisierte technische Informationen, Umfangsänderungen und betriebliche Realitäten angepasst.

Anhand der Dokumentation zu Umfang und Szenarien entwarfen und definierten die Test- und Entwicklungsteams eine repräsentative Firmennetzwerkumgebung unter Windows NT 4.0 mit regionalen Niederlassungen und Zweigstellen. Nachdem diese Umgebung festgelegt worden war, wurde sie zum Referenzmodell für den Ausgangsstatus. Anschließend erstellten die Teams ein Modell für den Endstatus, indem sie festlegten, wie die Umgebung am Ende des Konsolidierungs- und Migrationsprozesses aussehen würde.

Ferner wertete das Testteam Szenariodaten zusammen mit dem Anfangsprozess und den Anleitungen aus, um die Test- und Laboranforderungen festzulegen. Es wurde ermittelt, dass nur eine Teilmenge der in die Referenzmodelle einbezogenen Server für Testzwecke tatsächlich benötigt wurde. Aus Prozesssicht waren ein Drittel (oder mehr) Serverinstanzen lediglich in eine Wiederholung des Prozesses für eine zweite Serverinstanz einbezogen. Daher wurden maximal zwei Instanzen eines Servertyps benötigt, um den Prozess für eines der definierten Szenarien zu beweisen.

Im nächsten Schritt stellte das Laborteam die erforderliche Hardware und die Basisbetriebssysteme gemäß den ihm vorliegenden Hardware- und Softwarespezifikationen bereit. Diese Spezifikationen enthielten eine Teilmenge des Referenzausgangs- und -endstatus. Nach der ersten Bereitstellung konfigurierten die Entwickler zusammen mit dem Testteam die Server für den Ausgangs- und Endstatus auf einen Status vor der Migration. Das Testteam führte verschiedene Überwachungen und Ablaufüberprüfungen (Build Verification Tests – BVTs) durch, um die Funktionalität der bereitgestellten Systeme sicherzustellen. Anschließend erstellte das Laborteam ein Image der Systeme für spätere erneute Bereitstellungen.

Als Nächstes führten die Entwickler mit Unterstützung des Testteams Tests der Einführungseinheit und End-to-End-Prozessdurchläufe durch. Sobald die Entwickler von den Prozessen und Programmen überzeugt und die Eingangskriterien für offizielle Tests erfüllt worden waren, wurde das Labor an das Laborteam zurückgegeben, damit dieses eine imagebasierte erneute Bereitstellung durchführte. Nach Überprüfung einer erneut bereitgestellten und funktionierenden Umgebung begann das Testteam mit der offiziellen Testphase, die im Abschnitt "Testmethodik" dieses Dokuments beschrieben wird.

Die Serversysteme wurden mehrmals während des gesamten offiziellen Testvorgangs unter Verwendung von imagebasierten Wiederherstellungen auf dem Status vor der Migration erneut bereitgestellt, um das wiederholte Testen des Konsolidierungs- und Migrationsprozesses zu beschleunigen. Zusätzliche Testläufe wurden durchgeführt, bis der Prozess und die Dokumentation das erforderliche Qualitätsniveau erreicht hatten, das im Abschnitt "Freigabekriterien für die Tests" dieses Dokuments definiert wird. Außerdem durfte die Rate neuer Programmfehler im Hinblick auf Menge und Schweregrad nur minimal sein, bevor die offiziellen Tests als beendet galten.

Entwicklung von Testfällen

Unabhängig davon, ob es sich um das Testen einer Architektur oder eines Prozesses handelt, liegt ein abgeschlossener erster Entwurf der Lösung in den meisten Fällen erst kurz vor dem Beginn der offiziellen Tests vor. Allerdings ist das Definieren einer umfassenden Reihe von Testfällen bis zur geeigneten Tiefe ein zeitaufwändiger und komplizierter Prozess. Zur Erreichung der Testziele muss die Entwicklung von Testfällen in einer frühen Phase beginnen und parallel zu einem großen Teil der Entwicklungsarbeiten stattfinden.

Die Testfallentwicklung begann kurz nach der ersten Festlegung der Server und Dienste für den Ausgangs- und Endstatus. Die Spezifikation für Testfälle wurde fortlaufend weiterentwickelt, während vom Entwicklungsteam weitere Details der Konsolidierungs- und Migrationsprozesse festgelegt und dokumentiert wurden.

Nach Überprüfung der verfügbaren Projektdokumentation begannen die Tester mit dem Erstellen erster Testfallspezifikationen für jeden der Komponentenbereiche. Diese Spezifikationen bestanden aus Skizzen der Bereiche, die getestet werden mussten. Viele der frühen Arbeiten basierten auf früheren Erfahrungen mit dem Komponentenbereich, da zu diesem Zeitpunkt nur eine rudimentäre Prozessdokumentation entwickelt worden war. Diese Skizzen wurden aufgrund des Feedbacks anderer Teammitglieder sowie der kontinuierlich reifenden Prozessdokumentation erweitert. Sobald sich die einzelnen Testfallskizzen zu stabilisieren begannen, wurden sie vom Tester zusammen mit dem zuständigen Entwickler überprüft und erforderliche Änderungen auf der Basis des empfangenen Feedbacks vorgenommen.

Anschließend wurden die ersten Testfälle erstellt und in eine interne Überwachungsdatenbank für Programmfehler und Testfälle eingegeben, um jeden in den Testfallskizzen angegebenen Unterabschnitt zu berücksichtigen. Die entstehende Prozessdokumentation wurde überprüft und erneut überprüft, als sie den Status zur Entwicklung weiterer Fälle erreichte. Die Dokumentation wurde ausgewertet, um festzulegen, welche Ansprüche an sie gestellt werden sollten und für welche Ansprüche spezifische Tests seitens des Testteams erforderlich wären. In der Woche vor dem geplanten Beginn des offiziellen Testlaufs wurden die tatsächlichen Testfälle zusammen mit den zuständigen Entwicklern überprüft. Während der Ausführung des offiziellen Testlaufs wurden einige Fälle nach Bedarf geändert, gelöscht oder hinzugefügt.

Testmethodik

In diesem Abschnitt wird die gesamte Testmethodik für Solution Accelerator für die Konsolidierung und Migration von Domänenservern von Windows NT Server 4.0 nach Windows Server 2003 beschrieben. Zunächst werden die verschiedenen Testtypen definiert, und anschließend wird die Abfolge von Testausführungen und Testzyklen beschrieben.

Testtypen

Der Schwerpunkt der Tests wich von den typischen MSA-Tests und Produkttests ab. MSA-Tests konzentrieren sich in der Regel auf Systemintegrationen sowie Interoperabilität und Koexistenz von Produkten. Produkttests konzentrieren sich auf das einzelne Produkt und dessen Funktionen. Im Gegensatz dazu lag der Schwerpunkt der Domänentests auf Prozessen und deren Auswirkungen auf die vorhandenen und neu eingerichteten Systeme eines Unternehmens. Dabei wurde besonderer Wert auf die Überprüfung der Sicherheit, Stabilität und Koexistenz von Systemen während der Konsolidierungs- und Migrationsprozesse gelegt.

Das Testteam berücksichtigte die folgenden Testtypen für jeden betroffenen Bereich:

Dokumentüberprüfungen

Überwachungen, Ablaufüberprüfungen und Basisfunktionstests

Prozesstests

Stabilitäts- und Koexistenztests

Verfügbarkeitstests

Wiederherstellbarkeitstests

Verwaltbarkeitstests

Sicherheitstests

Dokumentüberprüfungen

Diese Tests wurden vor allen anderen offiziellen Tests durchgeführt, um sicherzustellen, dass die Prozesse den bekannten optimalen Methoden sowie den wichtigsten Dokumentationen mit sich teilweise überschneidenden Bereichen entsprachen. Die Überprüfung der Dokumentation begann mit einer kritischen Prüfung der Planungs- und Prozessdokumentation im Hinblick auf die Identifizierung von Fehlern bei der Genauigkeit, Einheitlichkeit, Lesbarkeit oder Übersichtlichkeit.

Überwachungen, Ablaufüberprüfungen und Basisfunktionstests

Bei diesen Tests wurde die Konfiguration und Basisfunktionalität der Systeme und Dienste überprüft. Damit wurde gewährleistet, dass die Bereitstellung den Spezifikationen entsprach und dass die Systeme funktional blieben und während der Konsolidierungs- und Migrationsprozesse die erwarteten Eigenschaften aufwiesen. Diese Tests waren besonders zweckmäßig zur Offenlegung von Benutzerfehlern, die während des Bereitstellungs-, Konsolidierungs- und Migrationsprozesses auftraten.

Prozesstests

Diese Tests umfassten die Anwendung eines dokumentierten Prozesses genau nach der Beschreibung im Hinblick auf die Erkennung eventueller Dokumentationsfehler, technischer Fehler, Ungenauigkeiten bei Abfolgen und Zeiten sowie Problemen mit der Verwendbarkeit oder Übersichtlichkeit. Die Tests der Domänenkonsolidierung und -migration begannen erst, nachdem die Server für den Ausgangs- und Endstatus eingerichtet und die Beispieldaten auf den Servern für den Ausgangsstatus gespeichert waren. Am Ende des Prozesses waren die Dienste und Daten konsolidiert und auf die Server für den Endstatus migriert worden. Alle während des Prozesses auftretenden Probleme wurden als Programmfehler gegenüber der Prozessdokumentation gespeichert.

Stabilitäts- und Koexistenztests

Während eines Migrations- oder Konsolidierungsprozesses werden viele Änderungen an den Arbeitssystemen vorgenommen. Es ist wichtig, dass nicht nur die neuen Systeme einwandfrei funktionieren, sondern dass auch die vorhandenen Systeme weiterhin erwartungsgemäß funktionieren. Außer dass alte und neue Systeme unabhängig voneinander funktionieren, müssen sie in einem erwarteten Ausmaß als eine Einheit funktionieren. Zu diesem Zweck wurden die Systeme mithilfe von Überwachungen und Funktionstests auf Stabilität und Koexistenz getestet.

Verfügbarkeitstests

Der Schwerpunkt dieser Tests ist bei einem Prozess anders als bei einer Architektur. Architekturtests konzentrieren sich in erster Linie auf Elemente, wie z. B. Einzelpunktversagen. Ein Prozesstest dagegen konzentriert sich darauf sicherzustellen, dass die Dienste verfügbar bleiben, obwohl während des Prozesses Änderungen an den Systemen vorgenommen wurden. Die Verfügbarkeit sollte während des gesamten Konsolidierungs- und Migrationsprozesses in mehreren Phasen gewährleistet werden.

Wiederherstellbarkeitstests

Sogar bei einer optimal geplanten Konsolidierung und Migration können unerwartete Schwierigkeiten auftreten; deshalb ist es wichtig zu überprüfen, ob Phasen innerhalb einer Konsolidierung und Migration bei Bedarf rückgängig gemacht werden können. Das Hauptaugenmerk bei der Konsolidierung und Migration von Domänen lag darauf, keine doppelten Tests von bereits etablierten Sicherungs- und Wiederherstellungsprozessen durchzuführen. Gleichzeitig musste aber sichergestellt werden, dass der Prozess selbst genau angab, welche Vorsichtsmaßnahmen und Wiederherstellungsszenarien in jeder Schlüsselphase des Prozesses erforderlich waren. Darüber hinaus war es wichtig, alle Sicherungs- und Wiederherstellungselemente, die für den vorgeschriebenen Prozess eindeutig waren, vollständig zu testen.

Verwaltbarkeitstests

Während des Prozesses der Domänenkonsolidierung und -migration wurde diese Testform darauf begrenzt sicherzustellen, dass Verwaltungs- und Berichterstellungstools sowie Informationen vorhanden waren, damit ein Administrator den Erfolg oder Misserfolg von Schlüsselphasen des Prozesses überprüfen konnte. Diese Testform war als natürliches Nebenprodukt des Prozesses, mit dem der Konsolidierungs- und Migrationsprozess durchgeführt und getestet wurde, größtenteils indirekt.

Sicherheitstests

Diese Tests konzentrierten sich hauptsächlich darauf sicherzustellen, dass der Zugriff jedes Benutzers auf die Systeme für den Endstatus während des Migrationsprozesses und im Anschluss daran auf derselben Stufe wie vor dem Prozess möglich war. Die Zugriffsrechte sollten durch Konsolidierungs- und Migrationsprozesse nicht geändert werden, außer wenn dies explizit geschah.

Testabfolge

Das Testteam durchlief zunächst eine inoffizielle Entwicklungstestphase, in der die Entwickler Ad-hoc-Tests der Einführungseinheit durchführten, um kleine Teile der zu entwickelnden größeren Prozesse zu untersuchen oder zu bestätigen. Die Tests der Einführungseinheit wurden von den Entwicklern sowohl mit als auch ohne Unterstützung des Testteams durchgeführt. Am Ende dieser Phase fand ein vollständiger schrittweiser Test der entwickelten Prozesse statt, um zu überprüfen, ob die Lösung für den Beginn der offiziellen Testphase bereit war.

Sobald die offizielle Testphase begonnen hatte, führte das Testteam für Solution Accelerator mehrere Zyklen von Testläufen aus. Der erste Testlauf bestand aus einer Folge von sechs verschiedenen Testphasen: Einrichten der Server für Ausgangs- und Endstatus, Überwachung und Ablaufüberprüfungen, Auffüllen des Systems mit dem Beispieldataset, stufenweiser Konsolidierungs- und Migrationsprozess, stufenweise Überwachungen und Funktionstests sowie Funktions- und Belastungstests nach der Migration.

Einrichten der Server für den Ausgangs- und Endstatus

Die Server für den Ausgangs- und Endstatus wurden während des Entwicklungs- und Testprozesses mehrmals eingerichtet.

Die erste Einrichtung der Server erfolgte während der Entwicklungstestphase. Alle Systeme wurden manuell eingerichtet, damit sie den Serverkonfigurationen für den Ausgangs- und Endstatus entsprachen, die in der Planungsdokumentation beschrieben wurden. Nach Beendigung der Ersteinrichtung wurden Überwachung und Ablaufüberprüfungen durchgeführt, um die Grundfunktionalität der Systeme zu bestätigen. Im Anschluss daran wurde ein Image der Systeme für schnelle erneute Bereitstellung erstellt.

Während des ersten offiziellen Testlaufs wurden die Server unter Verwendung der Images, die während der Entwicklungstestphase erfasst wurden, wiederhergestellt. In den nachfolgenden Testläufen wurden die während des ersten offiziellen Testlaufs erfassten Systemimages verwendet, um alle Systeme auf einen gemeinsamen Ausgangsstatus wiederherzustellen.

Überwachung und Ablaufüberprüfungen

Während der Entwicklungstestphase, des ersten offiziellen Testlaufs und jedes weiteren offiziellen Testlaufs wurden verschiedene Gruppen von Überwachungen und Ablaufüberprüfungen durchgeführt.

Nach dem ersten manuellen Ablauf führte das Test- und Entwicklungsteam eine kleine Gruppe von Überwachungen und Ablaufüberprüfungen durch, um sicherzustellen, dass Hardware- und Softwarekomponenten wie erwartet funktionierten. Nach der erfolgreichen Beendigung aller Tests wurde ein Image der Systeme für schnelle erneute Bereitstellung erstellt.

Im Anschluss an die imagebasierte erneute Systembereitstellung im ersten offiziellen Testlauf wurde eine vollständige Gruppe von Überwachungen und Ablaufüberprüfungen ausgeführt, um die Konfigurationen zu bestätigen und die Basisfunktionalität der Systeme und Dienste zu überprüfen.

Weil die Bereitstellungen auf Images der bereits überprüften Systeme basierten, war eine Überprüfung der Konfigurationen nicht mehr erforderlich; deshalb wurde in den nachfolgenden Testläufen eine verkleinerte Gruppe von Überwachungen und Ablaufüberprüfungen verwendet. Dabei musste nur die Grundfunktionalität der wiederhergestellten Systeme bestätigt werden.

Auffüllen des Systems mit dem Beispieldataset

Während des ersten offiziellen Testlaufs wurden die Domänenserver, Exchange-Server und Dateiserver unter Windows NT Server 4.0 für den Ausgangsstatus vorab mit Beispieldaten gefüllt, die zum Testen von Massenkonsolidierung und -migration sowie zum Überprüfen der wichtigsten technischen Punkte, wie z. B. Benutzer-, Gruppen-, Gruppenmitgliedschafts- und Berechtigungsübertragungen, verwendet wurden. Am Ende dieser Phase wurde erneut ein Image aller Systeme erstellt. Diese Images wurden als Erste verwendet, um alle Systeme vor jeder nachfolgenden Konsolidierungs- und Migrationstestphase zurückzusetzen.

Stufenweiser Konsolidierungs- und Migrationsprozess

Mithilfe der in den Prozessen der Domänenkonsolidierung und -migration dieser Lösung beschriebenen genauen Schritte wurden Dienste auf den Servern für den Ausgangsstatus konsolidiert und auf die Server für den Endstatus migriert. Diese Testphase wurde zusammen mit der stufenweisen Überwachung und den stufenweisen Funktionstests durchgeführt. Alle im Hinblick auf Abfolgen, Übersichtlichkeit oder Genauigkeit der Anleitungen aufgetretenen Probleme wurden als Programmfehler dokumentiert.

Stufenweise Überwachungen und Funktionstests

Viele Überwachungen, Ablaufüberprüfungen und Funktionstests überschnitten sich mit dem Prozess der Domänenkonsolidierung und -migration, um den Prozess selbst sowie die Koexistenz der Dienste für den Ausgangs- und Endstatus zu überprüfen. Der Prozess wurde also getestet, um sicherzustellen, dass er nicht nur funktionierte, sondern auch während seiner Ausführung zu keiner Unterbrechung führte. Die Konsolidierungs- und Migrationsprozesse wurden in einzelne Schritte und Phasen aufgeteilt. Die Tests wurden dann während des gesamten Prozesses in identifizierten Punkten und Phasen durchgeführt.

Funktions- und Belastungstests nach der Migration

Nach der erfolgreichen Beendigung des Konsolidierungs- und Migrationsprozesses wurden verschiedene Last erzeugende Tools für den Endstatus ausgeführt, um die Systeme testen. Diese Belastungstests und verschiedene andere Funktionstests dienten dazu, die Funktionalität, Zuverlässigkeit und Stabilität der neuen Systeme weiter zu überprüfen.

In nachfolgenden Testläufen wurden geänderte Versionen von zwei der ersten drei Phasen verwendet, an die sich Wiederholungen der vierten bis sechsten Phase anschlossen. Alle Server wurden unter Verwendung der in Phase 3 erfassten Images wiederhergestellt. Anschließend wurde eine verkleinerte Gruppe von Ablaufüberprüfungen aus Phase 2 erneut ausgeführt, um zu bestätigen, dass die Systeme ordnungsgemäß wiederhergestellt worden waren. Danach wurden die Schritte 4 bis 6 wiederholt. Zusätzliche Testläufe wurden durchgeführt, bis die Prozessdokumentation einen stabilen Zustand ohne die Entdeckung wesentlicher Programmfehler erreichte, wobei sämtliche Programmfehler vom Schweregrad 1 und 2 vollständig behoben waren.

Testzyklus

Das Testteam führte mehrere vollständige Testzyklusläufe durch, die sich an die im vorherigen Abschnitt beschriebenen Abfolgen anschlossen. Zu Beginn jedes Testlaufs waren die Computer für den Ausgangs- und Endstatus aus den Systemimages wiederhergestellt worden. Während es in allen Testläufen gemeinsame Testaktivitäten gab, konzentrierte sich jeder Testlauf auf einen bestimmten eindeutigen Punkt:

Der erste Testlaufzyklus hatte folgende Schwerpunkte: gründliches Überprüfen der Funktionalität der Computer für den Ausgangs- und Endstatus, Bereitstellen eines umfassenden Beispieldatasets, erneutes Erstellen eines Images der Systeme und Durchführen des ersten umfassenden Testlaufs anhand des dokumentierten Konsolidierungs- und Migrationsprozesses. Ein zusätzlicher Schwerpunkt lag auf der Automatisierung und Optimierung der Testfälle.

In den nachfolgenden Testläufen wurde weniger Wert auf die Bestätigung der Konfigurationen und die Überprüfung der allgemeinen Funktionalität gelegt, sondern lediglich die grundlegende Dienstfunktionalität der Systeme überprüft, die aus den Images wiederhergestellt worden waren. Mehr Wert wurde dagegen auf die Verbesserung der Prozesse sowie der Dokumentation gelegt. Ein weiterer Hauptschwerpunkt war die Regression von zuvor identifizierten Problemen.

Vor Beendigung jedes Testlaufs wurden alle Änderungen, die als Ergebnis behobener Programmfehler vorgenommen worden waren, hinsichtlich der Wahrscheinlichkeit ausgewertet, dass sie zuvor getestete Systeme destabilisiert oder früher ausgeführte Testfälle ungültig gemacht hatten. Bei einer mittleren oder höheren Wahrscheinlichkeit derartiger Vorkommen wurden Regressionstests der früheren Fälle durchgeführt.

Eingangskriterien für offizielle Tests

Die folgenden Anforderungen dienten als Eingangskriterien für den Beginn der offiziellen Tests:

Logische und physische Diagramme der Server für den Ausgangs- und Endstatus

Konsolidierungs- und Migrationsanleitungen durch das Entwicklungsteam getestet und dokumentiert; diese Anleitungen sollten Folgendes umfassen:

Vollständige Tests der Einführungseinheit aller Tools und Prozesse

Ein oder mehrere erfolgreich abgeschlossene End-to-End-Prozessdurchläufe im Entwicklungstestlabor

Ablaufpläne für die Server für den Ausgangs- und Endstatus

Erfasste Images der Server für den Ausgangs- und anfänglichen Endstatus nach Überwachung der Konfigurationen und Überprüfung der Funktionalität

Freigabe der ersten Testfallpläne und Spezifikationen durch das Entwicklungsteam

Ein Beispieldataset, das sowohl vom Entwicklungsteam als auch vom Testteam akzeptiert wurde

Freigabekriterien für die Tests

Die primären Freigabekriterien zum Testen dieser Lösung waren mit dem Schweregrad der während der Testphase gefundenen Programmfehler eng verbunden. Solution Accelerator wurde erst freigegeben, nachdem die erfolgreiche Behebung aller wesentlichen Programmfehler sichergestellt worden war. Die Kriterien für die Freigabe umfassten folgende Punkte:

Es liegen keine offenen Programmfehler des Schweregrades 1 und 2 vor.

Die gesamte Dokumentation ist frei von Kommentaren oder Änderungsmarkierungen.

Alle offenen Programmfehler werden vom Solution Accelerator-Team gesichtet, und deren Auswirkungen auf die Lösung wird voll verstanden.

Alle Testfälle wurden in abschließenden Testzyklen erfolgreich übergeben.

Alle externen Überprüfungen sind abgeschlossen, und eventuelle Diskrepanzen sind behoben.

Erfolgs- und Misserfolgskriterien für Testfälle

Ein Testfall galt als erfolgreich abgeschlossen, wenn die tatsächlichen Ergebnisse mit den erwarteten Ergebnissen, die für den Fall dokumentiert waren, übereinstimmten; wenn diese Ergebnisse nicht übereinstimmten, wurde der Fall als "fehlgeschlagen" gekennzeichnet, und ein Programmfehler wurde dokumentiert.

Ein fehlgeschlagener Fall bedeutete nicht unbedingt einen Mangel der Funktion, da z. B. eine falsche Auslegung der Projektdokumentation, eine unvollständige oder ungenaue Dokumentation ebenfalls Fehler verursachen können. Jeder Fehler wurde sorgfältig analysiert, um die Ursache herauszufinden. Ein erfolgreich abgeschlossener Testfall musste die folgenden Kriterien erfüllen:

Alle Prozesse wurden ohne unerwartete Fehler ausgeführt.

Alle Prozesse wurden innerhalb eines akzeptablen Zeitraums beendet.

Skala für den Schweregrad von Programmfehlern

Der Schweregrad von Programmfehlern wurde auf einer Skala von 1 bis 4 gemessen; dabei stellte der Wert "1" den höchsten und der Wert "4" den niedrigsten Schweregrad dar. Die Richtlinien, anhand derer ein Schweregrad zugewiesen wurde, sind in Tabelle 1 aufgeführt.

SchweregradBeschreibung

1 – Fataler Programmfehler

Das System funktionierte nicht. Wichtige Teile des Systems arbeitete nicht mehr korrekt. Es gab keine realisierbare Problemumgehung.

2 – Schwerwiegender Programmfehler

Die primären Unternehmensanforderungen konnten mit dem System nicht erfüllt werden. Es gab keine leicht ersichtlichen realisierbaren Problemumgehungen. Die Leistung, Funktionalität oder Verwendbarkeit war erheblich beeinträchtigt.

3 – Normaler Programmfehler

Die Unternehmensanforderungen konnten mit dem System erfüllt werden. Alle erforderlichen Problemumgehungen waren ersichtlich. Die Leistung, Funktionalität oder Verwendbarkeit war nicht erheblich beeinträchtigt.

4 – Geringfügiger Programmfehler

Geringfügige Tippfehler, Vorschläge für die Wunschliste, eine Änderung der Kategorie "schön, wenn es sie gäbe", die aber nicht erforderlich ist. Würde sich auf die Genauigkeit oder Verwendbarkeit der Freigabe nicht wesentlich auswirken.

Tabelle 1: Zuweisungsrichtlinien für den Schweregrad von Programmfehlern

Testlaborumgebung

In diesem Abschnitt wird die physische und logische Auslegung der Umgebung beschrieben, in der die erste Implementierung der Lösung getestet wurde. Zunächst erhalten Sie einen Überblick über die Laborausstattung, die Mitarbeiter und die Prozesse, die mit den Tests verbunden waren. Anschließend wird die Konfiguration der Netzwerk-, Server- und Clientressourcen für das Testlabor beschrieben.

Eine Laborumgebung kann keine hundertprozentig genaue Simulation eines echten Systems bereitstellen, kann aber bei richtiger Planung und mit den entsprechenden Ressourcen eine gute Annäherung bieten.

Ausstattung

Die Tests der Domänenkonsolidierung und -migration wurden im CIS-Labor (Core Infrastructure Solutions) von Windows Engineering Services durchgeführt, das Platz und Dienste für zahlreiche CIS-Entwicklungs- und Testprojekte bietet. Das Labor wird durch eine Klimaanlage für Computerräume gekühlt, weist L6-30-Overheadleistung auf und stellt eine Netzwerkinfrastruktur bereit, die sowohl Isolation für unterschiedliche Projekte als auch (bei Bedarf) Unternehmenskonnektivität ermöglicht. Neben dem CIS-Labor lagen Arbeitsräume mit Arbeitsstationen, die über analoge Cat5 KVM-Schalter (Keyboard/Video/Mouse) mit den Laborservern verbunden waren. Darüber hinaus sorgten Terminal Server-Gateways für RAS-Konnektivität innerhalb des Firmennetzwerks.

Mitarbeiter

Die folgenden Mitarbeiter waren am Projekt "Solution Accelerator für die Konsolidierung und Migration von Domänenservern von Windows NT Server 4.0 nach Windows Server 2003" beteiligt:

CIS-Labortechniker: Die Labortechniker waren für das Asset-Management, die physische Montage von Gestellen und Komponentensystemen, Ethernet-, Glasfaser- und Stromkabel sowie KVM-Systeme zuständig. Sie überprüften die Hardware auf die vom Entwicklungs- und Testteam bereitgestellten Anforderungen, führten alle erforderlichen Firmware- und BIOS-Aktualisierungen durch, installierten die Basisbetriebssysteme und fügten Service Packs sowie wichtige Hotfixes hinzu, um alle Systeme bis zum Bereitstellungsdatum zu aktualisieren.

Testingenieure: Die Testingenieure für die Domänenmigration waren für die folgenden Aufgaben zuständig: Überprüfen der Architektur- und Planungsdokumentation, Installieren aller Anwendungen und Softwaretools, Konfigurieren oder Überprüfen aller Software- und Dienstkonfigurationen, Sicherstellen der Grundfunktionalität aller Systeme, Generieren und Ausführen von Testfällen, Identifizieren und Verwalten von Programmfehlern sowie Verfassen dieses Handbuchs.

Bereitstellungsprozesse

Das Team für die Domänenkonsolidierung und -migration verwendete mehrere definierte Prozesse, um die Laborsysteme zuerst bereitzustellen und dann zu warten. Die folgenden Abschnitte bieten eine allgemeine Übersicht über diese Prozesse.

Bereitstellung und Überprüfung der Hardware

Der Prozess zum Erstellen des Testlabors begann mit einer Überprüfung der vom CIS-Laborteam aufgestellten Hardwareanforderungen durch das Entwicklungs- und Testteam für die Domänenkonsolidierung und -migration; diese Anforderungen wurden durch eine Gruppe physischer Diagramme sowie eine Konfigurationsmatrix angegeben, die Details der verschiedenen Systemeinstellungen und -konfigurationen enthielt. Unter Verwendung der vorhandenen Ressourcen sorgte das CIS-Laborteam dann für die Bereitstellung und Einrichtung eines Labors zur Domänenkonsolidierung und -migration. Nach erfolgreichem Abschluss einer sehr einfachen Ebene von Ablaufüberprüfungen durch das CIS-Laborteam begann das Entwicklungs- und Testteam, die Entwicklungseinführungseinheit mit der Laboraustattung zu testen. Am Ende dieser Phase übernahm das Testteam den Besitz des Labors. Zu diesem Zeitpunkt führte das Testteam eine Gruppe von strengeren Überwachungen, Ablaufüberprüfungen und Funktionstests der Umgebung durch, bevor es mit offiziellen Tests des eigentlichen Konsolidierungs- und Migrationsprozesses begann. Alle Hardwarewidersprüche wurden als Programmfehler gespeichert, die vom CIS-Laborteam behoben werden mussten.

Softwarebereitstellung

Das CIS-Laborteam begann den Prozess der Softwarebereitstellung, indem es die folgenden Schritte ausführte:

1.

Die Labormitarbeiter stellten mithilfe einer PXE-Startdiskette (Pre-Execution Environment) eine Verbindung zum RIS-Server (Remote Installation Service) her, um die Basisbetriebssysteme auf allen Servern und Clients als eigenständige Computer bereitzustellen.

2.

Service Packs und wichtige Aktualisierungen wurden über Microsoft Software Update Services (SUS) bereitgestellt.

3.

Alle als virtuelle Hosts vorgeschlagenen Server wurden installiert und mit der Anwendung Virtual Server konfiguriert. Jeder virtuelle Computer (Virtual Machine – VM) wurde mithilfe einer virtuellen Festplatte (Virtual Hard Drive – VHD) konfiguriert, die ein bereits installiertes und konfiguriertes Betriebssystem enthielt. Im Anschluss daran wurden den virtuellen Computern Speicherressourcen zugewiesen, und es wurde ihnen eine Ethernet-Karte im Virtual Server-Hostsystem zugeordnet. Die virtuellen Computer wurden gestartet und mit allen verbleibenden Service Packs bzw. wichtigen Aktualisierungen aktualisiert.

4.

Das CIS-Laborteam führte eine sehr einfache Gruppe von Ablaufüberprüfungen durch und gab dann die Computer für das Entwicklungs- und Testteam frei.

5.

Das Entwicklungs- und Testteam beendete die Softwarebereitstellung, indem es Domänen einrichtete und zuordnete und dann die Konfiguration aller Infrastrukturen, Datei- und Druckdienste beendete.

Das Testteam führte eine umfassendere Reihe von Überwachungen, Ablaufüberprüfungen und Funktionstests durch, um sicherzustellen, dass die Systeme in betrieblicher Hinsicht fehlerfrei waren, bevor es mit offiziellen Tests der Konsolidierungs- und Migrationsprozesse begann.

1 Hinweis: Da SUS auf Computern unter dem Betriebssystem Windows NT 4.0 nicht funktioniert, mussten diese Computer nach der Installation von SP 6a mit Windows Update verbunden werden.

Erstellen von Systemimages

Drei verschiedene Arten des Erstellens von Systemimages erleichterten die Labor- und Testprozesse:

Dienstprogramm Ghost von Symantec: Zum Erfassen von zeitgleichen Snapshots der Computer für den Ausgangs- und Endstatus, bevor destruktive Tests durchgeführt wurden oder wenn das Risiko zusätzlicher Änderungen oder Bereitstellungsschritte als hoch oder potenziell destabilisierend betrachtet wurde. Die Snapshots ermöglichten bei Bedarf die Wiederherstellung von Computern auf einen als funktionierend bekannten Status, ohne Systeme völlig neu erstellen zu müssen. Das Erfassen oder Wiederherstellen eines Systemimages war mit dem Starten des Systems mithilfe einer Netzwerk-Startdiskette verbunden. Anschließend wurde eine Verbindung mit einem Laborserver hergestellt, auf dem die ausführbare Datei von Ghost und der Plattenspeicher für Imagedateien enthalten war.

Sysprep: Zusammen mit der Anwendung Virtual Server wurden vorinstallierte und -konfigurierte VHDs mit Sysprep-Images verwendet, um virtuelle Client- und Servercomputer schnell bereitzustellen.

RIS: Zur Durchführung unbeaufsichtigter Installationen von Basisbetriebssystemen für Clients, Server und virtuelle Computer. Wurde außerdem für Wartungs- und Fehlerbehandlungszwecke zum Starten von Ghost und WinPE verwendet.

Änderungskontrolle

Um das Labor auf einem bekannten Status zu halten und die Anzahl der Systemwiederherstellungen zu reduzieren, wurde ein strikter Änderungskontrollprozess eingehalten. Alle an der Umgebung vorgenommenen Änderungen wurden mithilfe eines Systems zur Programmfehlerverfolgung aufgezeichnet. Die erste Systemeinrichtung, Anforderungen zur Erstellung von Images sowie eventuelle Programmfehler oder Änderungsbefehle im Hinblick auf die physischen Systeme wurden verfolgt und über eine Datenbank des CIS-Labors gesichtet. In einer separaten Datenbank, MSA SA, wurden Programmfehler, Testfälle und Testfallergebnisse, die mit der Lösung verbunden waren, verfolgt und verwaltet. Die Datenbank MSA SA wurde auch zum Verwalten von Testfällen und Ergebnissen verwendet. Bei allen vorgenommenen Änderungen wurde das System zur Verfolgung von Programmfehlern mit Informationen aktualisiert, die das geänderte Element und den Zeitpunkt der Änderung anzeigten.

Das CIS-Laborteam sichtete neue und offene Einträge regelmäßig in der Datenbank des Labors, während die leitenden Test-, Entwicklungs- und Programmmanager des Projekts Programmfehler in der Datenbank MSA SA sichteten.

Konfiguration des Testlabors

Ein Windows NT Server 4.0-Domänenmodell wurde implementiert, um Solution Accelerator für die Konsolidierung und Migration von Domänenservern von Windows NT Server 4.0 in die Windows Server 2003-Umgebung zu testen. Dieses Modell verwendete ein geografisch angelegtes Multimaster-Domänenmodell mit zwei Master-Benutzerdomänen (Master User Domain – MUD): eine für Nordamerika (New York) und eine weitere für den Rest der Welt (London). Ressourcendomänen wurden eingerichtet, um Anwendungsressourcen wie Datei- und Druckdienste, Microsoft Exchange 5.5 sowie die Arbeitsstationskonten aufzunehmen.

Abbildung 1: Windows NT Server 4.0-Domänenmodell der Woodgrove Bank

Abbildung 1: Windows NT Server 4.0-Domänenmodell der Woodgrove Bank
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Netzwerkdienste

Zur Unterstützung der Anforderungen des Domänenmodells wurden zusätzliche Netzwerkdienste wie DNS, DHCP und WINS implementiert.

DNS

DNS wurde implementiert, um interne und externe Namespaces bereitzustellen. Die DNS-Server befanden sich in New York, Sydney, Genf und Johannesburg.

DHCP

Am Standort New York wurde DHCP mit geteilten Bereichen implementiert, um größere Verfügbarkeit für die Adresszuweisungsdienste zu gewährleisten. Der Standort New York stellte DHCP für kleinere Niederlassungen wie Johannesburg bereit. Größere Niederlassungen wie Sydney verfügten über einen eigenen DHCP-Server für die Adresszuweisung zu den IP-Knoten in der Niederlassung.

WINS

WINS wurde eher dezentral eingesetzt; es gab zwei WINS-Server für die NetBIOS-Namensauflösung für New York und die anderen Niederlassungen in den USA sowie für die kleineren Zweigstellen wie Johannesburg und Genf. Die größeren Niederlassungen wie Sydney verfügten über einen einzigen WINS-Server für die NetBIOS-Namensauflösungsdienste. Die Replikationstopologie der WINS-Datenbanken wurde so konfiguriert, dass die NetBIOS-Auflösung für das gesamte Unternehmen sichergestellt war.

Serverhardware

Server wurden im Testlabor bereitgestellt, um eine Infrastruktur für das Windows NT Server 4.0-Domänenmodell, die grundlegenden Netzwerkdienste sowie die Datei- und Druckdienste zur Verfügung zu stellen. In diesem Abschnitt werden die Server beschrieben, mittels derer die Infrastruktur für die Domänenkonsolidierung und -migration im Labor bereitgestellt wurde.

Abbildung 2: Infrastruktur der Windows NT Server 4.0-Domäne bei der Woodgrove Bank (Ausgangsstatus)

Abbildung 2: Infrastruktur der Windows NT Server 4.0-Domäne bei der Woodgrove Bank (Ausgangsstatus)
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Abbildung 3: Infrastruktur der Windows Server 2003-Domäne bei der Woodgrove Bank (Endstatus)

Abbildung 3: Infrastruktur der Windows Server 2003-Domäne bei der Woodgrove Bank (Endstatus)
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Infrastruktur der Computer

Mithilfe einer Kombination aus Windows NT Server 4.0- und Windows Server 2003-Computern wurde die Domäneninfrastruktur für den Ausgangs- und Endstatus des Labors bereitgestellt. Tabelle 2 enthält eine Liste der einzelnen physischen Server.

ServernameBeschreibungArbeitsspeicher / Prozessor(en)Lokale(r) DatenträgerBetriebssystem

NYC-WA-DC-01

WNB-ACCT-A – Primärer Domänencontroller (PDC)

2 GB / 4 – 500 MHz P3

1 – 17 GB

Windows NT Server 4.0 mit SP 6a

NYC-WA-DC-02

WNB-ACCT-A – Sicherungsdomänencontroller (BDC)

1,5 GB / 4 – 500 MHz P3

1 – 17 GB

Windows NT Server 4.0 mit SP 6a

NYC-WA-DC-03

WNB-ACCT-A – Sicherungsdomänencontroller

512 MB / 2 – 500 MHz P3

1 – 17 GB

Windows NT Server 4.0 mit SP 6a

NYC-WA-DC-04

WNB-ACCT-A – Sicherungsdomänencontroller

1 GB / 4 – 500 MHz P3

1 – 17 GB

Windows NT Server 4.0 mit SP 6a

NYC-WO-DC-01

WNB-ACCT-ROW – Primärer Domänencontroller

256 MB / 4 – 500 MHz P3

1 – 17 GB

Windows NT Server 4.0 mit SP 6a

SYD-WO-DC-01

WNB-ACCT-ROW – Sicherungsdomänencontroller

768 MB / 2 – 1,4 GHz P3 Xeon

1 – 34 GB

Windows NT Server 4.0 mit SP 6a

NYC-WR-DC-01

WNB-RES-A – Primärer Domänencontroller

1 GB / 4 – 450 MHz P3

1 – 17 GB

2 – 9 GB

Windows NT Server 4.0 mit SP 6a

NYC-WM-DC-01

WNB-MESSAGING – Primärer Domänencontroller

1 GB / 2 – 1,3 GHz P3 Xeon

1 – 17 GB

Windows NT Server 4.0 mit SP 6a

SYD-WS-DC-01

WNB-RES-SYD – Primärer Domänencontroller

2 GB / 1 – 700 MHz P3

1 – 34 GB

Windows NT Server 4.0 mit SP 6a

NYC-WA-DC-05*

corp.woodgrovebank.com – Domänencontroller

1 GB / 2 – 1,3 GHz P3 Xeon

1 – 17 GB

Windows Server 2003 – Standard

NYC-WA-DC-06*

corp.woodgrovebank.com – Domänencontroller

1 GB / 2 – 1 GHz P3 Xeon

1 – 17 GB

Windows Server 2003 – Standard

SYD-WA-DC-01*

corp.woodgrovebank.com – Domänencontroller

896 MB / 2 – 1,3 GHz P3 Xeon

1 – 17 GB

Windows Server 2003 – Standard

* Nur Computer für den Endstatus

Tabelle 2: Physische Server zur Bereitstellung der Domäneninfrastruktur

Computer für Unterstützungsdienste

Die folgende Tabelle enthält eine Liste der physischen Server, die für die Bereitstellung von Unterstützungsdiensten, wie z. B. DNS, DHCP, WINS, Exchange sowie Datei- und Druckdiensten, im Labor eingesetzt wurden. Außerdem waren Server als zusätzliche Infrastrukturserver zur Unterstützung der Clientcomputer erforderlich.

ServernameBeschreibungArbeitsspeicher / Prozessor(en)Lokale(r) DatenträgerBetriebssystem

NYC-WA-VS-01

Virtueller Server

2 GB / 4 – 700 MHz P3 Xeon

1 – 34 GB

Windows Server 2003 – Enterprise

NYC-WA-VS-02

Virtueller Server

2 GB / 4 – 700 MHz P3 Xeon

1 – 34 GB

Windows Server 2003 – Enterprise

NYC-WA-FPS-01

Datei- und Druckdienste

1 GB / 4 – 450 MHz P3

3 – 9 GB

2 – 17 GB

1 – 34 GB

Windows NT Server 4.0 mit SP 6a

NYC-WR-DHCP-01

DNS / DHCP / WINS

1 GB / 4 – 450 MHz P3

1 – 17 GB

2 – 9 GB

Windows NT Server 4.0 mit SP 6a

NYC-WR-DHCP-02

DNS / DHCP / WINS

1 GB / 4 – 450 MHz P3

5 – 9 GB

Windows NT Server 4.0 mit SP 6a

NYC-WM-EXM-01

Exchange Server 5.5

1 GB / 2 – 1,4 GHz P3 Xeon

1 – 17 GB

Windows NT Server 4.0 mit SP 6a

NYC-WM-EXM-02

Exchange Server 5.5

1 GB / 2 – 1,3 GHz P3 Xeon

1 – 17 GB

Windows NT Server 4.0 mit SP 6a

JNB-WO-FPS-01

Datei- und Druckdienste

512 MB / 2 – 700 MHz P3

1 – 17 GB

Windows NT Server 4.0 mit SP 6a

SYD-WS-FPS-01

Datei- und Druckdienste / DNS

2 GB / 1 – 700 MHz P3

1 – 17 GB

Windows NT Server 4.0 mit SP 6a

DMG-ROUTER-01

Router

2 GB / 4 – 700 MHz P3 Xeon

2 – 9 GB

Windows Server 2003 – Enterprise

NYC-WA-MSP-01*

DHCP / WINS-Cluster

896 MB / 2 – 1,3 GHz P3

1 – 17 GB

3 – 34 GB

Windows Server 2003 – Enterprise

NYC-WA-MSP-02*

DHCP / WINS-Cluster

896 MB / 2 – 1,3 GHz P3

1 – 17 GB

Windows Server 2003 – Enterprise

* Nur Computer für den Endstatus

Tabelle 3: Physische Server zur Bereitstellung von Unterstützungsdiensten

Die Server NYC-WR-DHCP-01 und NYC-WR-DHCP-02 stellten die Basisnetzwerkdienste für alle Clients im Netzwerk für den Ausgangsstatus bereit. Im Rahmen des Migrations- und Konsolidierungsprozess wurden diese Server jedoch entfernt und ihre Dienste durch den DHCP- und WINS-Cluster (NYC-WA-MSP-01 und NYC-WA-MSP-02) ersetzt.

NYC-WA-VS-01 und NYC-WA-VS-02 waren virtuelle Server zum Hosten virtueller Computer, die als Clients ausgeführt wurden. Die folgende Tabelle enthält eine Liste der virtuellen Computer, die für die Bereitstellung von Client- und Infrastrukturdiensten eingesetzt wurden.

ComputernameBeschreibungHostArbeitsspeicher / Prozessor(en)Betriebssystem

WS01

Client

NYC-WA-VS-01

128 MB / 1 – 9 GB

Windows® 98

WS02

Client

NYC-WA-VS-01

128 MB / 1 – 2 GB

Windows NT® Workstation 4.0

WS03

Client

NYC-WA-VS-02

256 MB / 1 – 16 GB

Windows® XP Professional

WS04

Client

NYC-WA-VS-02

256 MB / 1 – 16 GB

Windows XP Professional

WS05

Client

NYC-WA-VS-01

128 MB / 1 – 16 GB

Windows® 2000 Professional

WS06

Client

NYC-WA-VS-01

128 MB / 1 – 16 GB

Windows 2000 Professional

WS07

Client

NYC-WA-VS-02

256 MB / 1 – 16 GB

Windows XP Professional

WS08

Client

NYC-WA-VS-02

128 MB / 1 – 2 GB

Windows NT Workstation 4.0

WS09

Client

NYC-WA-VS-01

128 MB / 1 – 9 GB

Windows 98

WS10

Client

NYC-WA-VS-01

256 MB / 1 – 16 GB

Windows XP Professional

WS11

Client

NYC-WA-VS-02

256 MB / 1 – 16 GB

Windows XP Professional

WS12

Client

NYC-WA-VS-02

128 MB / 1 – 16 GB

Windows 2000 Professional

Tabelle 4: Physische Server zur Bereitstellung der Domäneninfrastruktur

Alle virtuellen Computer stellten Infrastrukturdienste bereit und fungierten als Testclients.

Zusammenfassung des Kapitels

Dieses Handbuch enthielt eine Testplanübersicht für die empfohlene Implementierung von Solution Accelerator für die Konsolidierung und Migration von Domänenservern von Windows NT Server 4.0 nach Windows Server 2003, das in den Testlabors von Microsoft erstellt und getestet wurde. In diesem Dokument wurden Testziele, Umfang, Strategie und Methodik zusammen mit den Eingangs- und Freigabekriterien beschrieben, anhand derer die erfolgreiche Beendigung der Testphase ermittelt wurde. Außerdem wurde die Laborumgebung zum Testen der Lösung beschrieben.


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