Solution Accelerator für die Konsolidierung und Migration von Domänenservern von Windows NT 4.0 nach Windows Server 2003

Übersichtshandbuch

Veröffentlicht: 24. Sep 2004
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Einführung

Willkommen beim Microsoft® Solution Accelerator für die Konsolidierung und Migration von Domänenservern von Windows NT 4.0 nach Windows Server™ 2003. Dieses Solution Accelerator-Paket enthält Referenzen und Implementierungsanleitungen, mit denen Endkunden und Lösungsanbieter die Migration von Domänen und Verzeichnisdiensten planen, entwerfen, bereitstellen und überprüfen können. Diese Dokumentation wurde durchgängig in der Laborumgebung von Partnern getestet und bestätigt. Sie basiert auf Unternehmensszenarios und CUE-Archetypen, die im Umfeld der Woodgrove National Bank entwickelt wurden. Das Endprodukt umfasst eine technische Dokumentation mit zusammenhängenden Handbüchern, die einen Überblick für die möglichen Gründe einer Aktualisierung sowie für die Planung und Implementierung einer Migration von einer Windows NT® 4.0-Domänenstruktur zu einem Windows Server 2003-Endstatus bildet.

Diese Dokumentation soll Partner und Unternehmenskunden in die Lage versetzen, eine vorhandene Windows NT 4.0-Domänenstruktur effizient nach Windows Server 2003 zu konsolidieren und zu migrieren.

Was ist der Solution Accelerator für die Konsolidierung und Migration von Domänenservern?

Bei dem Solution Accelerator für die Konsolidierung und Migration von Domänenservern handelt es sich um eine Reihe von Dokumenten, die eine definierte, überprüfte und unterstützte Vorgehensweise für Planung, Entwurf, Bereitstellung und Überprüfung eines Domänenmigrationsprojekt beschreiben. Zur Entwicklung einer solchen Lösung werden in der Acceleratordokumentation Probleme behandelt, die in der Produktdokumentation normalerweise nicht zu finden sind, wie z. B. Kapazitätsplanung und Szenarioimplementierung.

Dieser Solution Accelerator enthält wertvolle Informationen und nutzt vorhandene Dokumentation. Er beschreibt basierend auf den optimalen Methoden die verfügbaren Entwurfsoptionen sowie die Überlegungen, die bei einer Migration von Windows NT 4.0-Domänen zum Windows Server 2003 Active Directory®-Verzeichnisdienst zu beachten sind. Darüber hinaus werden die wichtigsten Planungs- und Implementierungsüberlegungen für die Migration der unterstützenden Netzwerkdienste beschrieben. Weiterhin ist ein repräsentatives Unternehmensszenario enthalten. Die Anleitungen ermöglichen die Anwendung von bewährten Methoden, um die betriebswirtschaftlichen Anforderungen eines fiktiven Großunternehmens zu erfüllen.

Schließlich wurden die wichtigsten, im Solution Accelerator für die Konsolidierung und Migration von Domänenservern beschriebenen Planungs- und Implementierungsmaßnahmen von Microsoft durchgängig getestet, um den Benutzern die Genauigkeit und Reproduzierbarkeit dieser Dokumentation zu bestätigen.

Vorteile von Windows Server 2003 Active Directory

Es gibt eine Vielzahl von betriebswirtschaftlichen Faktoren und IT-Faktoren, die eine Aktualisierung auf Windows Server 2003 befürworten. Die Unternehmen sind in letzter Zeit gezwungen, die Kosten durch Supportpersonal und veraltete Betriebssysteme zu reduzieren. Das Betriebssystem Windows Server 2003 bietet IT-Abteilungen viele Verbesserungen gegenüber Windows NT 4.0, wie z. B. leistungsfähigere Verzeichnisdienste, größere Kapazität und höhere Zuverlässigkeit. Organisationen, die zurzeit eine Windows NT 4.0-Domänenstruktur verwenden, können umfassend von einer Aktualisierung auf die höhere Zuverlässigkeit und die vielfältigen Features in einer Windows Server 2003 Active Directory-Umgebung profitieren.

Viele Organisationen konnten durch die Migration und Konsolidierung ihrer wichtigsten Domänendienste (z. B. Benutzerauthentifizierung, DNS, DHCP und WINS) nach Windows Server 2003 erhebliche Einsparungen bei den IT-Kosten realisieren. Zu den Vorteilen zählen höhere Verfügbarkeit, höhere Sicherheit, größere Leistungsfähigkeit, Zuverlässigkeit sowie eine Vielzahl neuer Features und technologischer Erweiterungen. Eine durchdacht geplante und sorgfältige implementierte Konsolidierung von Domänendiensten kann einer Organisation erhebliche Vorteile bringen, da eine Zentralisierung der IT-Verwaltung erreicht wird. Die Konsolidierung der Domänendienste kann erhebliche Kostenvorteile ergeben, insbesondere bei Personal und Hardware, während durch die Windows Server 2003 Active Directory-Infrastruktur gleichzeitig die Dienstqualität verbessert wird. Einige Vorteile sind:

Reduzierte Personalkosten: Durch Standardisierung und Reduzierung der Server kann die Komplexität der zu verwaltenden Infrastruktur verringert werden. Die gleichen Dienstanforderungen können somit von weniger Supportpersonal bewältigt werden.

Reduzierte Hardwarekosten: Durch die bessere Ausnutzung der vorhandenen Hardware und die geringere Häufigkeit von Hardwareanschaffungen können die Hardwarekosten reduziert werden.

Reduzierte Anlagenkosten: Die für IT-Dienste in Anspruch genommenen Räume können wieder dem Unternehmen zur Verfügung gestellt und die vorhandenen Einrichtungen können effizienter genutzt werden.

Höhere Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit: Durch eine Serverkonsolidierung können Konfigurationen für hohe Verfügbarkeit standardisiert und die Wirtschaftlichkeit des Supportpersonals für größere Serverressourcen gesteigert werden.

Höhere Sicherheit: Durch eine Serverkonsolidierung können aufgrund standardisierter Serverkonfigurationen eine höhere Sicherheit erreicht und effektivere Sicherheitsverwaltungsverfahren geschaffen werden.

Höhere Skalierbarkeit: Verringerung des Datenverkehrs im Netzwerk sowie der Prozessorauslastung durch eine mehrwertige Objektreplikation, bei der nur Änderungen der Gruppenzugehörigkeit repliziert werden. Der Replikationsverkehr wird durch Active Directory-Partitionen weiter reduziert, da der Replikationsbereich über eine Segmentierung der Verzeichnisdaten gesteuert werden kann.

Bessere Verwaltungsmöglichkeiten: Durch Drag & Drop-Funktionen, Auswahl mehrerer Objekte und die Möglichkeit, Active Directory-Abfragen zu speichern und wieder zu verwenden, können die Domänen in Windows Server 2003 einfacher verwaltet werden. Die Domänenumbenennung vereinfacht Konsolidierungsprojekte, während das Active Directory Migration Tool, Version 2.0 (ADMT v2) eine mühelose Migration von Benutzern und Kennwörtern von Windows NT 4.0 und Windows® 2000 ermöglicht.

Letztendlich bildet die Konsolidierung von Servern sowie die Aktualisierung von Domänen auf Windows Server 2003-Domänen mit Active Directory die optimale Möglichkeit, die Vorteile von Windows Server 2003 in Hinblick auf die Gesamtbetriebskosten in die Realität umzusetzen. Der Schlüssel für die Konsolidierung einer vorhandenen Windows NT Server 4.0-Umgebung ist das Vorhandensein eines Standardprozesses für Planung, Entwurf, Bereitstellung und Implementierung des Projekts.

Die folgenden Dokumente verfolgen die Absicht, eine betriebswirtschaftliche Begründung, Planungsüberlegungen sowie optimale Methoden für die Migration von Windows NT 4.0 zum Windows Server 2003-Verzeichnisdienst aufzuzeigen. Abhängig von den Besonderheiten des Netzwerks kann die Aktualisierung eine Konsolidierung von einer Vielzahl von Domänen auf eine kleinere Anzahl von Domänen beinhalten. Diese Dokumente bilden einen Überblick für die Gründe, eine Aktualisierung zu erwägen, und die anschließende Überführung des vorhandenen Netzwerks in einen erstrebenswerteren Endstatus. Das Ziel von Microsoft besteht darin, eine zusammenhängende Dokumentation für die Migration und Konsolidierung von Domänendiensten in einer Unternehmensumgebung bereitzustellen.

Die Anleitungen behandeln insbesondere die Details einer szenariobasierten Migration/Konsolidierung von Domänendiensten und bieten ein Gerüst für die Reduzierung der Gesamtbetriebskosten, indem eine in einer 'realen' Laborumgebung bewährte Implementierung für die Domänenmigration verdeutlicht wird.

Die vollständige Dokumentation (siehe unten) begleitet Sie in allen Phasen der Migration und/oder Konsolidierung, von der Ermittlung der Unternehmensanforderungen bis hin zur Überprüfung des Erfolgs:

Architekturlösung: Untersucht die Anforderungen des Unternehmens. (Siehe weiter unten in diesem Dokument.)

Planungshandbuch: Untersucht die bei der Planung verfügbaren Optionen, mit allen Vor- und Nachteilen sowie allen Risiken.

Implementierungshandbuch: Beschreibt den Migrationsprozess im Kontext eines Szenarios einer multinationalen Bank, um die geeigneten Entscheidungen und Verfahren für eine erfolgreiche Migration zu verdeutlichen.

Testhandbuch: Behandelt den erfolgreichen Entwurf von Tests sowie die Testaufgaben vor der Migration, damit die Funktionsfähigkeit der Verfahren im Migrations- bzw. Konsolidierungsplan bei der Implementierung gesichert ist.

Das Implementierungshandbuch wird im Kontext eines Szenarios präsentiert, das basierend auf den Merkmalen einer Vielzahl von vorhandenen Windows NT 4.0-Netzwerken ausgewählt wurde. Nach Aufbau und Test des Szenarios erfolgte die Migration zum Windows Server 2003-Verzeichnisdienst. Anschließend wurden erneut Tests durchgeführt. Das vorhandene Netzwerk muss nicht mit dem Testfall für dieses Dokument übereinstimmen, um für eine Migration in Frage zu kommen. Die Prozesse, Überlegungen, Tools und Überprüfungen gelten für die meisten Migrationsszenarios.

Zielgruppe

Diese Dokumente wurden für Personen in Unternehmen und der IT-Branche geschrieben, die einer veralteten IT-Infrastruktur gegenüberstehen und eine Migration nach Windows Server 2003 in Betracht ziehen. Sie richten sich an Personen, die am Planungsprozess mitwirken, sowie an Personen, die die eigentliche Migration durchführen.

Vorausgesetzte Kenntnisse

Dieses Dokument geht davon aus, dass Sie ein Microsoft Certified Systems Engineer (MCSE) für Windows Server 2003 oder Windows 2000 mit mindestens zwei Jahren Erfahrung sind. Darüber hinaus werden ein umfassendes Wissen über die Unternehmensanforderungen und Einschränkungen sowie umfangreiche Kenntnisse über die für die Domänenmigration und/oder –konsolidierung verfügbaren Ressourcen vorausgesetzt.

Da diese Dokumentation die optimalen Migrationsprozesse und –verfahren im Kontext von Microsoft Operations Framework (MOF) behandelt sowie die Konzepte und Terminologie von MOF verwendet werden, erleichtern umfassende Kenntnisse über MOF das richtige Verständnis dieser Handbücher. Eine übergeordnete Übersicht über MOF finden Sie im MOF Executive Overview. Weitere Informationen erhalten Sie unter:

http://www.microsoft.com/germany/technet/datenbank/articles/495299.mspx

Um Ihr Wissen zu vertiefen, sollten Sie die zusätzlichen Whitepaper zum Prozessmodell, zum Teammodell und zur Risikoverwaltung lesen.

Mitarbeiter

Das Team, von dem der Solution Accelerator für die Konsolidierung und Migration von Domänenservern von Windows NT 4.0 nach Windows Server 2003 erstellt wurde, bestand aus Personen aus unterschiedlichen Bereichen in Microsoft sowie aus vielen Partnerorganisationen von Microsoft. Die folgenden Personen haben umfangreiche Beiträge bei der Entwicklung, Erstellung und Überprüfung des Inhalts geleistet:

Programmmanagement

Chris L. Johnson (Leiter), John Dawson

Architektur

Surender Mohan (Leiter), Dave Quick

Fachleute – Microsoft

Charles Denny (Leiter), Caleb Baker, Brendan Carius, Sven Hallauer, Kim Newton, Mark Oluper

Fachleute – Berater

Thomas Hall (SQLSoft)

Testteam

Juan-Lee Pang (Leiter), Geoff Morris, Jaret Russell (Volt)

Laborteam

Scott Blamey (Leiter), Theodore Cooke (Volt), Miguel Monroe (Volt), Graham Whitely, Jay Zhang

Benutzererfahrungsteam

Prabish Chandran (Vidyatech Solutions Pvt. Ltd), Richard Harrison (Content Master), Saskia Schott (SQLSoft)

Marketing

Wilhelmina Duyvestyn, Jackson Shaw

Sonstiges

Marijke Born, Kory Gill, Bill Lattimer, Gerard O'Neill, Gurpreet Pall, John Pritchard, Susan Rankin, Anand Sivaramakichenane, Brent Shepherd, Gray Thompson

Ein besonderer Dank geht an die Kunden, Partner und internen Gruppen von Microsoft, durch deren Feedback die Qualität dieser Anleitungen sichergestellt werden konnte.

Lösungsarchitektur

Die Serverkonsolidierung weist bei vielen kostenbewussten IT-Organisationen einen hohen Stellenwert auf: durch die Notwendigkeit, Kosten zu reduzieren und die Verwaltung zu vereinfachen, bildet die Serverkonsolidierung ein Hauptanliegen der IT- und Unternehmensleitung, die in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld versuchen, mehr mit weniger zu erreichen. Die meisten Fachleute stimmen darin überein, dass bei 70 – 90 Prozent der mittleren und großen Unternehmen zurzeit eine Konsolidierung durchgeführt bzw. in den kommenden Jahren durchgeführt werden wird. Es besteht jedoch keine Übereinstimmung dahingehend, welche Vorgehensweise für die Serverkonsolidierung am produktivsten ist und wie eine die IT-Organisationen vorgehen sollen.

Die Serverkonsolidierung dient dazu, die IT-Ressourcen an den Unternehmenszielen auszurichten. Es muss sichergestellt werden, dass die IT durch Definition von Standardplattformen, entsprechend ausgelegten Ressource sowie Betriebsverwaltungsprozesse und -tools die für die Anforderungen des Unternehmens optimalen Dienste bereitstellt.

Kontext für die Serverkonsolidierung

Während die 60-er und 70-er Jahre die Zeit der Mainframes waren, ist in den letzten 15 bis 20 Jahren die Bedeutung des verteilten Computing für Computingaufgaben in Unternehmen gestiegen, d. h., die Verwendung kleiner, relativ kostengünstiger Server. Kleine Systeme zeichnen sich durch geringe Gesamtbetriebskosten, Flexibilität und schnelle Markteinführungszeiten aus.

Die verbreitete Annahme dieser System hat jedoch einige neue Probleme geschaffen, die den Trend zurück zur Zentralisierung forcieren, wie z. B. Verwaltung und Sicherheit einer Vielzahl von Servern, Begrenzen der Kosten, Gewährleisten einer hohen Dienstgüte und Optimieren der Infrastruktur. Um diese Probleme zu lösen, müssen die Gründe bekannt sein, die in erster Linie zur Vermehrung von Servern geführt haben.

Zu den Hauptursachen zählen:

Einkauf auf Abteilungsebene: Server sind kostengünstig genug, damit sie von Abteilungsleitern erworben werden können. Sie benötigen für die Bereitstellung außerdem keine speziellen Umgebungen, z. B. Doppelböden. Die Konsequenz ist, dass die IT-Organisation kaum Einfluss darauf hat, wo, wann und wie Server im Unternehmen bereitgestellt werden.

Fehlen von Rechenzentrumsprozessen: Die Übernahme von Prinzipien und Verfahren für die Desktopverwaltung auf verteilte Serversysteme bedingte eine unzureichende Kontrolle über Art, Zeitpunkt und Ort der Serverbereitstellung.

Begrenzte Skalierbarkeit: Ursprünglich war eine Skalierung der Serverhardware nur eingeschränkt möglich. Sie wurde durch die Einschränkungen von direkt angeschlossenen Speichersystemen (mit begrenzter Kapazität und ohne Möglichkeit einer serverübergreifenden Zusammenlegung) weiter beschränkt. Die Serversoftware hat ebenfalls zu diesem Problem einen Beitrag geleistet. In Microsoft Windows NT Server haben die Beschränkungen bei der Anzahl von Objekten, die von einem Domänencontroller verwaltet werden können, viele Organisationen dazu gezwungen, weitere Domänen und primäre Domänencontrollerserver hinzuzufügen, als wünschenswert war.

Anwendungsentwurf: Anwendungen wurden von den Anwendungsentwicklern normalerweise unter der Prämisse erstellt, dass es sich um die einzige auf dem Server ausgeführte Anwendung handelt. Folglich wurde eine Bereitstellung auf dedizierten Servern empfohlen (oder sogar vorgeschrieben).

Zusammen genommen haben diese Gründe zu einer schnellen Zunahme von Servern geführt. Die Probleme wurden dann durch das Fehlen von unternehmensweiten Verwaltungs- und Sicherheitsfeatures verstärkt. Darüber hinaus haben die tragischen Ereignisse vom 11. September 2001 die Notwendigkeit von Wiederherstellungsplänen in Notfällen erneut deutlich gemacht. Viele Organisationen mussten feststellen, dass die Entwicklung und Implementierung von Wiederherstellungslösungen für Notfälle bei hunderten von Server kein triviales Unterfangen ist. Schließlich ist die schwache Weltwirtschaft, die sich von einer risiko- und ausgabenfreudigen Wirtschaft in eine Wirtschaft gewandelt hat, in der mehr mit weniger erreicht wird, Risiken begrenzt und globale Nutzeffekte der IT geschaffen werden, vielleicht der entscheidende Faktor für eine Konsolidierung und Zentralisierung.

Betriebswirtschaftlicher Wert der Konsolidierung

Die Konsolidierung hilft Unternehmen, aus den IT-Investitionen eine höhere Wertschöpfung zu erzielen, und bietet gleichzeitig die Chance, die Kosten für die Unterhaltung der IT-Infrastruktur zu reduzieren.

Die höhere Wertschöpfung entsteht durch eine höhere Auslastung der Ressourcen, höhere Flexibilität und Verfügbarkeit der IT-Infrastruktur, während die Kostenreduzierung durch geringere Kapital- und Betriebsausgaben entsteht.

Höhere Flexibilität

Eine Hauptursache für die Enttäuschung der Unternehmensleiter ist die fehlende Flexibilität ihrer IT-Infrastruktur. Wie oft wurden Unternehmensleiter durch den Zeitbedarf für die Bereitstellung neuer Anwendungen oder durch die Schwierigkeit, Mitarbeiten und Partnern Zugriff auf Informationen zu ermöglichen, enttäuscht? Eine Serverkonsolidierung bietet die Gelegenheit, eine Bestandsaufnahme der IT-Infrastruktur vorzunehmen und dien IT-Infrastruktur zu rationalisieren, um besser für zukünftige Änderungen gewappnet zu sein.

Höhere Sicherheit

Eines der größten Probleme für IT-Organisationen ist die Schwierigkeit, die Sicherheit der Infrastruktur aufrecht zu erhalten. Die IT-Organisationen können nicht garantieren, dass das System gesperrt wird, wenn die Anzahl der Server im Netzwerk und deren Konfiguration nicht bekannt sind. Bei einer Vielzahl von Servern kann das Entfernen eines gefährdeten Servers (z. B. ein Server, auf den ein Virenangriff durchgeführt wurde) zu lange dauern, sodass die Organisation einem Schaden ausgesetzt wird, der hätte vermieden werden können. Die Konsolidierung kann die Gefährdung der Infrastruktur durch Sicherheitsrisiken verringern, insbesondere weil Windows Server 2003 den Administratoren über Gruppenrichtlinien die Implementierung strikterer und einheitlicherer, domänenweiter Sicherheitsrichtlinien ermöglicht.

Höhere Zuverlässigkeit

Nicht konsolidierte Server in dezentralen Standorten weisen häufig eine geringe Verfügbarkeit auf. Dies liegt an der Tatsache, dass die Verfügbarkeit im Wesentlichen das Produkt von umfassend definierten Verwaltungsmethoden sowie Hardware- und Softwaretechnologie ist. Solche Verwaltungsmethoden können vom professionellen Personal in wenigen zentralen Standorten leichter entwickelt werden als von den überlasteten IT-Fachleuten in den Abteilungen. Softwareupdates sollten beispielsweise erst nach sorgfältigen Tests in einer isolierten Umgebung auf den Produktionsservern installiert werden. Die physische Sicherheit der Server in den Rechenzentren trägt ebenfalls zur Erhöhung der Verfügbarkeit bei, da dadurch die Gefährdung durch physischen Zugang, Diebstahl und versehentliche Beschädigungen reduziert wird.

Kosteneinsparungen

Die Serververwaltung (der Zeitaufwand des Personals für die Wartung von Betriebssystem und Anwendungen, Datensicherung usw.) bildet normalerweise den größten Einzelposten bei den Gesamtbetriebskosten von Servern. Der Zeitaufwand für die Verwaltung der Server hängt direkt von der Anzahl der in Betrieb befindlichen Server ab, sodass die Reduzierung der Anzahl von Servern unmittelbare Vorteile bringt. In dem Maß, in dem eine Reduzierung der Anzahl von Servern mit einer Standardisierung der verwendeten Hardware und Software gekoppelt ist, können auch die Verfahren weiter rationalisiert werden, sodass weitere Einsparungen entstehen.

Durch eine Verringerung der Hardware- und Softwareeinkäufe und einem geringeren Energie-, Kühl- und Raumbedarf in den Rechenzentren können weitere Einsparungen realisiert werden. Server sind selten immer an ihrer Kapazitätsgrenze ausgelastet. Studien lassen vielmehr vermuten, dass die Serverauslastung in der Regel weniger als 25 Prozent beträgt. Durch die Serverkonsolidierung kann eine IT-Abteilung die Auslastungsmuster der Server ausgleichen und eine bessere Auslastung der Prozessorressourcen erreichen. Gleicherweise werden kaum mehr als 30 Prozent der Speicherkapazität genutzt, wenn die Datenträger an einzelne Server angeschlossen sind. Da eine gemeinsame Nutzung des Speicherplatzes durch mehrere Server schwierig ist, kaufen Organisationen u. U. mehr Speicher, als benötigt wird.

Drei Ansätze zum Reduzieren der Kosten und zum Vereinfachen der Verwaltung

Der Begriff „Serverkonsolidierung“ wird vielfach unterschiedlich interpretiert – von der Reduzierung der Anzahl von Servern bis hin zur Schaffung von unternehmensweiten Standards. Konsolidierung bedeutet aber wesentlich mehr als den Austausch vieler kleiner Server durch wenige große Server. Vielmehr geht es um dauerhafte Einsparungen für die Organisation durch eine allgemeine Optimierung der Infrastruktur und der umgebenden Prozesse.

Eine umfassende Konsolidierungsstrategie muss drei Elemente berücksichtigen: Reduzieren der Server, Rationalisieren der Plattformen und Verbessern der Verwaltung. Die Details dieser Elemente werden nachfolgend behandelt:

Reduzieren der Server: Die Reduzierung der Server bildet den geradlinigsten Ansatz, um Serverumgebungen zu optimieren, und steht im Mittelpunkt jeder erfolgreichen Konsolidierungsstrategie. Dabei müssen zwei Prinzipen befolgt werden:

Von entscheidender Bedeutung ist eine genaue Planung. Sie muss alle technischen Faktoren, wie z. B. Kapazitätsplanung und -analyse, sowie die betriebswirtschaftlichen Ziele berücksichtigen, die erreicht werden sollen und normalerweise in Dienstgütevereinbarungen (Service Level Agreement, SLA) enthalten sind. Basierend auf bewährten Methoden wurden von Microsoft Standardprozesse entwickelt und Dienste zu einem Paket zusammengefasst (siehe weiter unten in diesem Dokument), um Reproduzierbarkeit und Erfolg dieses Prozesses zu gewährleisten.

Die Arbeitsbelastung der Server ist sehr unterschiedlich. Daher ist es wenig wahrscheinlich, dass eine Konsolidierungstechnologie für die Konsolidierung aller Server geeignet ist. Ein effektiver Konsolidierungsplan umfasst eine Vielzahl von Technologien, von führenden Betriebssystemen und Anwendungen über Virtualisierung bis hin zu skalierbarer Hardware. In den vergangenen drei Jahren hat Microsoft seine Produkte verbessert, um seinen Kunden eine vollständige Konsolidierungslösung anbieten zu können.

Rationalisieren der Plattformen: In der Chief Information Officer-Umfrage von Morgan Stanley aus dem Jahr 2002 wurde die Notwendigkeit einer Standardisierung zwischen Produkten und Plattformen für die bevorstehenden Jahre als besonders dringlich aufgeführt. Die meisten Kosten fallen heute in Unternehmen dafür an, ein reibungsloses Zusammenwirken von verschiedenen Plattformen oder Systemen zu realisieren. Der Konsolidierungsschub ist wesentlich auf diese Tatsache zurückzuführen. Klare Aufgabenstellungen wie das Drucken aus einer UNIX-Umgebung auf einem Drucker in einem Windows-System können mit extremen Schwierigkeiten verbunden sein. Jede zusätzliche Plattform führt zu höheren Kosten für Schulung, Support und Einkauf. Die Kosten für die Verwaltung von mehreren Verzeichnissen sind sogar noch höher. Für Unternehmen, die verschiedene Betriebssysteme verbinden möchten, bietet Microsoft Tools wie Services für Netware und Services für UNIX an, die die Integration erleichtern und Kommunikationsschnittstellen für eine plattformübergreifende Zusammenarbeit schaffen. Für Unternehmen, die die Anzahl der eingesetzten Plattformen reduzieren möchten, bietet Microsoft eine umfangreiche Palette von Tools und Diensten für die Standardisierung von UNIX-, Mainframe- und Novell-Anwendungen unter Windows an.

Verbessern der Verwaltung: Bei den meisten Organisationen bildet die laufende Verwaltung den größten Einzelposten bei den Gesamtbetriebskosten, wesentlich höher als die Kosten für den Erwerb von Hardware und Software. Eine Verbesserung der Verwaltung wirkt sich daher äußerst positiv auf die Kosten aus. Die Serverkonsolidierung bietet eine Gelegenheit, beginnend mit einer Beurteilung der IT-Infrastrukturverwaltung sowie danach mit Tools und bewährten Methoden für die Verwaltung von Windows im Rechenzentrum die Verwaltung zu verbessern. Microsoft bietet als Bestandteil der MOF-Vorgehensweise (Microsoft Operations Framework) einen Dienst für die Beurteilung des Betriebs an. MOF bietet technische Anleitungen, die es Organisationen ermöglichen, Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit, Supportfähigkeit und Verwaltbarkeit aller Microsoft-Produkte und -Technologien für unternehmenswichtige Systeme zu gewährleisten. Das Dienstangebot enthält eine umfassende Vorgehensweise, die es IT-Verantwortlichen gestattet, den aktuellen Status ihrer IT-Funktionen zu beurteilen. Diese Prozesse werden dann mit branchenweit empfohlenen Standards und bewährten Methoden verglichen. So können Verbesserungen ermittelt und priorisiert sowie eine detaillierte Dokumentation erstellt werden.

Konsolidierung – heute und morgen

Eine umfassende Konsolidierungsstrategie darf sich nicht auf die Reduzierung der vorhandenen Server beschränken, muss auch Standards und Richtlinien implementieren, die verhindern, dass erneut eine ausgedehnte Vermehrung von Servern stattfindet.

Viele Unternehmen verstehen eine Konsolidierung lediglich als Reduzierung der Server in ihrer aktuellen Umgebung (dies wird vom Gutachterunternehmen Gartner rückwärts orientierte Konsolidierung genannt). Ohne die Schaffung von Standards für die Bereitstellung neuer Server (vorwärts orientierte Konsolidierung) ist es jedoch schwer, die Konsolidierung langfristig zu gewährleisten. Wenn ein Unternehmen beispielsweise eine Konsolidierung von 1000 Servern auf 500 Server durchführt, aber die Anzahl der Server jährlich um 250 wächst, sind in weniger als zwei Jahren erneut 1000 Server vorhanden. Eine vorwärts orientierte Konsolidierung setzt voraus, dass die ursprünglichen Ursachen für die Ausbreitung von Servern bekannt sind, damit die Bereitstellungsmethoden geändert werden können, die zu einer geringen Auslastung der Server geführt haben. Interessanterweise haben sich viele Unternehmen dazu entschlossen, aufgrund der Probleme bei der Festlegung der Verantwortung für und Kontrolle von Anwendungen grundsätzlich von einer rückwärts orientierten Konsolidierung Abstand zu nehmen. Sie konzentrieren sich vielmehr auf zukünftige Bereitstellungen über eine vorwärts orientierte Konsolidierung.

Die vorwärts orientierte Konsolidierung setzt die Implementierung einer koordinierten Unternehmensarchitektur, wie z. B. Microsoft Systems Architecture (MSA), sowie die Einrichtung von bewährten Verwaltungsmethoden voraus, wie z. B. die in MOF beschriebenen Methoden.

Bei MSA handelt es sich um eine Reihe von Standards für die Bereitstellung von Windows in Rechenzentren. MSA umfasst mehrere Standardkonfigurationen mit Hardware, Software, Netzwerk und Speicher. Diese Konfigurationen werden mit Nicht-Microsoft-Produkten von Partnern getestet und mit Anleitungen sowie Diensten in einem Paket in Unternehmen bereitgestellt. Die Vorteile für das Unternehmen liegen in einem geringeren Risiko, einer schnelleren Bereitstellung und einer an Skalierbarkeit, Zuverlässigkeit und Sicherheit ausgerichteten Architektur.

Konsolidierung im Überblick

Eine erfolgreiche Konsolidierungsstrategie setzt die entsprechenden technischen Möglichkeiten sowie Prozess-Know-how voraus.

Windows Server 2003: eine wesentlicher Beitrag zur Konsolidierung

In den vorangegangenen Abschnitten wurden die Faktoren beschrieben, die eine Serverkonsolidierung notwendig machen. Durch die erheblichen Fortschritte in Hardware- und Softwarearchitekturen, die höhere Kapazität und Leistung ermöglichen, lässt sich eine Serverkonsolidierung in Windows-Umgebungen einfach bewerkstelligen. Die leistungsfähigen und stabilen Serverplattformen, die von Windows unterstützt werden, bieten ein höheres Maß an Integrität als die frühere Generation von Abteilungsservern.

Windows 2000 Server wurde durch die Unterstützung mehrerer 32-Bit-Prozessoren, Lastverwaltung durch Nicht-Microsoft-Tools und Cluster für Failover und Wiederherstellung im Notfall für die Verarbeitung konsolidierter Arbeitslasten konzipiert. In Windows Server 2003 wurden von Microsoft die folgenden modernen, technischen Features integriert, die eine effektive Konsolidierung unterstützen:

Verwaltung der Windows-Systemressourcen: Steuerung von Speicher- und CPU-Auslastung abhängig von Anwendung oder Dienst, sodass Unternehmen die Ressourcen für mehrere Anwendungen auf einem Server effektiv verwalten können.

Mehrere DLL-Exemplare: Windows ermöglicht das Vorhandensein von mehreren Exemplaren der gleichen DLL auf einem Server, sodass Konflikte zwischen Anwendungen reduziert werden, die die gleiche Hardware nutzen.

Mehrere Exemplare von Internet-Informationsdienste (IIS) 6.0: Die Überarbeitung von IIS 6.0 ermöglicht es Unternehmen, mehrere Instanzen einer Webanwendung auf einem Server auszuführen, wobei jede Instanz eine eigene isolierte Umgebung verwendet.

Mehrwegige Ein-/Ausgabe: Mehrwegige E/A bezeichnet die Möglichkeit, über mehrere physische Wege auf ein Speichersystem zuzugreifen, sodass durch Fehlertoleranz und/oder Lastenausgleich des E/A-Verkehrs eine höherer Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit des Systems entsteht. Dieses Feature hängt von der jeweiligen Hardware ab.

Schattenkopie: Windows bietet Benutzern die Möglichkeit, eine gelöschte oder beschädigte Datei auf dem Server wiederherzustellen, ohne dass eine kostspielige Wiederherstellung der Datei von Bandsicherungen durch die IT erforderlich ist.

Verbesserung der Skalierbarkeit: Zusätzlich zur Unterstützung von 64-Bit-Prozessoren sind in Windows die folgenden Technologien integriert, die die Skalierbarkeit verbessern: Mehrweg-E/A, E/A-Partitionierung, Hinzufügen von Speicher im Betrieb, Hot-Plug-PCI, nicht einheitlicher Speicherzugriff und Hyperthreadingunterstützung.

Von Serverhardwareherstellern wurden Windows-Systeme mit der Leistung von Mainframes entwickelt. Daneben wurde von den Serverhardwareherstellern zusammen mit Microsoft (durch die Entwicklung von Windows 2000 Datacenter Server) eine neue Stufe einer bisher unerreichten Computingleistung erreicht. Diese Systeme sind perfekte Plattformen für eine Konsolidierung.

Bewährte Konsolidierungsprozesse

Der Schlüssel für eine Konsolidierung der aktuellen Umgebung (rückwärts orientierte Konsolidierung) bildet ein Standardprozess für Planung, Entwurf, Bereitstellung und Verwaltung des Projekts. Von den Beratern bei Microsoft, die mit globalen Unternehmen und Partnern zusammenarbeiten, wurde eine Reihe von Standardschritten erarbeitet, die die Grundlage für eine erfolgreiche Konsolidierung bilden. Dieser Standardprozess ist in der folgenden Liste dargestellt:

1.

Beurteilung: Dieser Schritt umfasst die Ermittlung des Umfangs der Konsolidierung und stellt sicher, dass das Projekt die Unternehmensziele erfüllt. Bei der Auswertung wichtiger Faktoren für den Erfolg wird eine Beurteilung organisatorischer und politischer Probleme entwickelt.

2.

Ermitteln der Ziele einer Serverkonsolidierung: Dieser Schritt umfasst ein Kapazitätsplanung und die Ermittlung neuer Unternehmensanforderungen sowie möglicher technischer Zwänge. In diesem Schritt werden auch die Arbeitslasten ermittelt, die konsolidiert werden sollen, und Risikoanalysen der einzelnen Szenarios erstellt.

3.

Entwurf des neuen konsolidierten Dienstes: Dieser Schritt umfasst die Entwicklung technischer Spezifikationen für den neuen Dienst und eine Supportmodells, das alle Bereiche der Dienstverwaltung abdeckt. Daneben werden wichtige Faktoren wie Skalierbarkeit, hohe Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit, Clusterbildung und Speicher betrachtet.

4.

Planung der Dienstmigration: Dieser Schritt umfasst die Entwicklung eines laufenden Kommunikationsplans in der gesamten Organisation. In diesem Schritt werden auch die Reihenfolge der Migration festgelegt und Änderungen der Netzwerkinfrastruktur geplant.

5.

Aufbau, Test und Implementierung des neuen Dienstes: Dieser Schritt umfasst die Konfiguration von Hardware und Software sowie die Überprüfung der neuen Einrichtungen für den Dienst und der Verwaltungsverfahren. In diesem Schritt werden die neuen Dienste in einer Liveumgebung implementiert und überprüft.

6.

Planung der Benutzer- und Datenmigration: Dieser Schritt umfasst das Erstellen individueller Migrationspläne und -termine sowie das Erstellen von Wiederherstellungsverfahren. In diesem Schritt werden die SLAs und die Verfügbarkeitsziele erstellt.

7.

Implementieren des Dienstes in der Produktion: Dieser Schritt umfasst das Herstellen des vollständigen Betriebsstatus für den neuen Dienst sowie die Einrichtung von Verfahren für die laufende Verwaltung des Dienstes.

8.

Migration von Daten und Benutzern: Dieser Schritt umfasst die Migration der Benutzer und Daten auf den neuen konsolidierten Dienst sowie die Überwachung der Dienstaktivität, Zufriedenheit der Benutzer und Dienstvorfälle.

9.

Verwaltung: Dieser Schritt umfasst die Einführung der Verwaltungsgrundsätze, die die Verfügbarkeit der konsolidierten Dienste sicherstellen, wie z. B. Änderungs-, Verfügbarkeits- und Kapazitätsverwaltung.

10.

Überprüfung nach der Migration: Dieser Schritt umfasst die Auswertung des Migrationsprojekts, um festzustellen, ob im Projekt noch unerledigte Aspekte vorhanden sind, die in einem anderen Projekt erledigt werden müssen. Darüber hinaus werden der Projektprozess beurteilt und für zukünftige Projekte alle erfolgreichen bzw. fehlgeschlagenen Aktionen im Prozess dokumentiert.

Weitere Schritte

Nachdem der Entschluss gefasst wurde, dass die Unternehmensziele durch eine Konsolidierung erreicht werden können, werden die folgenden nächsten Schritte empfohlen:

1.

Betriebswirtschaftliche Rechtfertigung: Einer der wichtigsten Schritte bei einer Konsolidierung besteht darin, die zum Erreichen der Unternehmensziele anfallenden Kosten für das Projekt zu rechtfertigen. Einige Organisationen messen die erwartete Reduzierung der Gesamtbetriebskosten, andere die Kapitalrendite oder die Verbesserung der Marktchancen. Wichtig ist, dass sich die Ziele des Konsolidierungsprojekts an den Unternehmenszielen orientieren. Microsoft bietet eine Reihe von Tools, mit denen Unternehmen den Wert rechtfertigen können. Wenden Sie sich an Ihren Microsoft-Kundenbeauftragten, um Zugang zu diesen Tools zu erhalten.

2.

Beurteilungsdienste: Viele Unternehmen haben die betriebswirtschaftliche Rechtfertigung bereits abgeschlossen oder entschieden, die Konsolidierung aufgrund der absehbaren Vorteile in Angriff zu nehmen. Für diese Unternehmen bietet Microsoft ein umfangreiches Spektrum von Konsolidierungsdiensten an, von Kurzbeurteilungen bis hin zu durchgängigen Diensten. Bei „QuickStart“ handelt es sich um Beurteilungsdienst mit feststehenden Kosten in einem festen Zeitraum, in dem die betriebswirtschaftlichen Faktoren ausgewertet, die Kapazitätsplanung berücksichtigt, die Risiken beurteilt und ein Plan für die weiteren Schritte erstellt werden. Dieser Dienst nimmt in der Regle nicht mehr als zwei Wochen in Anspruch. Microsoft bietet auch Beurteilungsdienste für die Auswertung von Verwaltungsprozessen und -tools. Schließlich bieten Microsoft und seine Partner einen durchgängigen Standarddienst für die Konsolidierung an, der es IT-Organisationen über eine reine Beurteilung hinaus ermöglicht, die aktuellen Serverumgebungen in kurzer Zeit zu konsolidieren.

3.

Hilfestellung: Wenn Sie bereits mit der Konsolidierung der aktuellen Umgebung begonnen haben oder lediglich nach Wegen suchen, damit neue Server in konsolidierter Form bereitgestellt werden, bietet Microsoft über MSA ein entsprechende Hilfestellung an. MSA ist eine Standardkonfiguration, um den konsolidierten Status aufrecht zu erhalten, indem sichergestellt wird, dass alle neuen Datei- und Druck-, Messaging-, Datenbank-, Domänen- und Webserver in einer konsolidierten Form bereitgestellt werden. MSA integriert weiterhin das Microsoft Operations Framework, einer Reihe von bewährten Methoden für die Verwaltung und Wartung von Windows-Servern im Rechenzentrum.

Überblick über diese Dokumentation

Diese Dokumentation besteht aus mehreren Handbüchern, die ohne Bezug zu den anderen Handbüchern jeweils einzeln durchgearbeitet werden können. Die Dokumentation besteht aus dieser Übersicht, dem Planungshandbuch, dem Implementierungshandbuch und dem Testhandbuch. Die Lektüre des Planungshandbuchs wird IT-Administratoren und den Mitgliedern im Migrationsteam empfohlen, die sich mit den Option befassen und den Migrationsprozess festlegen, der in der Organisation verwendet wird. Die Lektüre des Implementierungshandbuchs wird den Verantwortlichen für de Durchführung der Verfahren und Aufgaben während der Migration empfohlen. Dieser Personenkreis sollte auch das Testhandbuch lesen.

Übersicht über die Konsolidierung und Migration von Domänen

Das vorliegende Dokument. Es enthält eine übergeordnete Übersicht über die in der Dokumentation enthaltenen Dokumente, dem Zweck der Dokumente sowie Gründe für deren Lektüre und die Erwägung einer Aktualisierung. Es enthält Angaben zur beabsichtigten Zielgruppe und den für das Lesen dieser Dokumente vorausgesetzten Kenntnissen.

Planungshandbuch für die Konsolidierung und Migration von Domänen

Das Planungshandbuch enthält Informationen zu den Überlegungen vor einer Migration und den verfügbaren Optionen, um das gewünschte Endergebnis zu erreichen. Dieses Dokument beschreibt den Prozess für die Migration von Windows NT 4.0 nach Windows Server 2003. Das Planungshandbuch enthält eine prozessorientierte Vorgehensweise für die Konzepte und Überlegungen für die Migration oder Konsolidierung von Domänen (mit Schwerpunkt Windows NT 4.0). In diesem Handbuch werden die Optionen behandelt, die eine Organisation bei der Planung einer Domänenmigration von Windows NT 4.0 nach Windows Server 2003 Active Directory in Betracht ziehen muss.

Implementierungshandbuch für die Konsolidierung und Migration von Domänen

Das Implementierungshandbuch beschreibt ein spezielles Szenario in einem Großunternehmen, das geplant, erstellt, getestet, migriert und überprüft wurde. Dieses Dokument beschreibt die optimalen Prozesse für die Implementierung einer Migration von Windows NT 4.0 nach Windows Server 2003. Behandelt werden Domänenkonsolidierung, Domänenneustrukturierung und Domänenserverkonsolidierung. Um den Prozess geeignet zu veranschaulichen, wird ausführlich ein Szenario für ein Großunternehmen definiert. Das Woodgrove Bank-Szenario beschreibt umfassend den Ausgangspunkt der Windows NT 4.0-Domänenstruktur sowie den geplanten Windows Server 2003-Endstatus. Microsoft ist klar, dass sich Ihre Bedingungen vom Ausgangspunkt für Woodgrove in diesem Szenario unterscheiden, geht allerdings davon aus, das die Überlegungen, die Planung, die Migrationsprozesse und die eingesetzten Tools auch für Ihre Migrationsplanung zutreffen. Damit Ihre Vorgehensweise bei der Migration berücksichtigt wird, wurden zwei verschiedene Migrationsmethoden beschrieben und gestestet. Bei einer Methode wird eine direkte Aktualisierung einer Windows NT 4.0-Domäne durchgeführt. Bei der zweiten Methode wurde eine neue Windows Server 2003-Domäne erstellt. Anschließend wurden die Sicherheitsprinzipale (Sicherheitsgruppen, Benutzer und Computer) aus der Windows NT 4.0-Domäne in die Windows Server 2003-Domäne migriert.

Im Implementierungshandbuch finden Sie detaillierte Ablaufpläne für die Durchführung bestimmter Schritte im Migrationsprozess. Für alle Verfahren im Migrationsprozess werden die Schritte und Aufgaben bei Woodgrove beschrieben. Der Beschreibung folgt ein entsprechender Ablaufplan des Migrationsteams für den jeweiligen Schritt. Jeder Abschnitt des Ablaufplans wird durch eine Ablaufplan-Kopfzeile eingeleitet und endet mit einer Ende-Ablaufplan-Fußzeile. So wird eine Unterscheidung zwischen den eigentlichen Testschritten und den Anweisungen des Migrationsplans erleichtert.

Planungshandbuch für die Konsolidierung und Migration von Domänen

Das Testhandbuch besteht aus einer Reihe von einzelnen Dokumenten, die Testplanung, Testmethodik, Testlaborumgebung und die Tests beschrieben, die zur Überprüfung des Migrationserfolgs durchgeführt wurden. Die einzelnen Dokumente sind nachstehend aufgeführt:

Testplanungshandbuch: Dieses Handbuch enthält eine Übersicht über den Testplan für die Überprüfung der Konsolidierung und Migration mehrerer Windows NT Server 4.0-Domänen mit WINS, DNS, DHCP, Datei- und Druckdiensten sowie Exchange nach Windows Server 2003 Active Directory. Weiterhin wird die Microsoft-Laborumgebung für die Ausführung des Testplans beschrieben.

Implementierungstesthandbuch: Dieses Handbuch beschreibt die Tests, die zur Überprüfung der Anleitungen für die Migration und Konsolidierung von einer unstrukturierten Windows NT 4.0-Domänenumgebung zu einer Windows Server 2003 Active Directory-Umgebung durchgeführt wurden.

Testfälle und Ergebnisse – Zusammenfassung: Ein Excel-Arbeitsblatt mit einer Zusammenfassung der einzelnen Testfälle und Testergebnisse.

In dieser Dokumentation behandelte Themen

Diese Dokumente behandeln die für eine Vielzahl von Netzwerken erforderlichen Themen, die bei einer Aktualisierung auf Windows Server 2003 und Active Directory in Betracht gezogen werden müssen. Die Dokumente behandeln Planung, Implementierung anhand eines Beispielszenarios sowie Anleitungen zum Erstellen einer Testumgebung.

In dieser Dokumentation nicht behandelte Themen

In diesen Dokumenten wird die Aktualisierung von Exchange Server 5.5 auf Exchange Server 2003 bzw. die Platzierung der Server nach Abschluss der Aktualisierung nicht behandelt, da sich weder die Platzierung der Server noch die Aktualisierung von Exchange auf die Migration oder Domänenkonsolidierung auswirkt, die in diesen Dokumenten hauptsächlich behandelt wird. Beide Themen können nach der Aktualisierung auf Windows Server 2003 ohne Beeinflussung des alltäglichen Netzwerkbetriebs erledigt werden.

Kurzzusammenfassung

Dieses Dokument enthält im Abschnitt "Architekturlösung" eine Einführung in die betriebswirtschaftliche Begründung für eine Konsolidierung und Migration. Darüber hinaus werden die anderen Dokumente der Dokumentation "Solution Accelerator für die Konsolidierung und Migration von Domänenservern" vorgestellt. Es enthält Angaben zum Inhalt der einzelnen Handbücher und deren jeweiligen Zielgruppen.

Verweise

Windows Server 2003-Homepage:

http://www.microsoft.com/germany/ms/windowsserver2003

Windows Server 2003 Deployment and Resource Kit (nur auf Englisch verfügbar):

http://www.microsoft.com/windows/reskits/default.asp

Windows Server 2003 Resource Kit-Tools (nur auf Englisch verfügbar):

http://www.microsoft.com/downloads/details.aspx?familyid=9d467a69-57ff-4ae7-96ee-b18c4790cffd&displaylang=en

Migrieren von Windows NT 4.0 zu Windows Server 2003 (Downloaddateien) (nur auf Englisch verfügbar):

http://www.microsoft.com/downloads/details.aspx?familyid=e92cf6a0-76f0-4e25-8de0-19544062a6e6&displaylang=en 

Upgrading Windows NT 4.0 Domains to Windows Server 2003 Active Directory (nur auf Englisch verfügbar):

http://www.microsoft.com/resources/documentation/WindowsServ/2003/all/deployguide/en-us/Default.asp?url=/resources/documentation/windowsserv/2003/all/deployguide/en-us/dssbe_upnt_overview.asp

MSA 2.0 (nur auf Englisch verfügbar):

http://www.microsoft.com/technet/itsolutions/techguide/msa/default.mspx 

Active Directory Migration Tool, Version 2.0 (ADMT v2, nur auf Englisch verfügbar):

http://www.microsoft.com/downloads/details.aspx?FamilyID=788975b1-5849-4707-9817-8c9773c25c6c&displaylang=en

Das Community Center für Verzeichnisdienste weist Ressourcen und Newsgroups zu Active Directory auf (nur auf Englisch verfügbar):

http://www.microsoft.com/windowsserver2003/community/centers/directoryservices/default.mspx

Bereitstellungshandbuch für Exchange Server 2003:

http://www.microsoft.com/germany/technet/datenbank/articles/600270.mspx

Exchange 2003-Ressourcen und Weblinks (nur auf Englisch verfügbar):

http://www.microsoft.com/technet/prodtechnol/exchange/2003/default.mspx

Migrationstools von unabhängigen Softwareanbietern (nur auf Englisch verfügbar):

http://www.microsoft.com/windowsserver2003/upgrading/nt4/tooldocs/default.mspx


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