Mit SP2 stehen erweiterte Features zum Verwalten von Internet Explorer mithilfe von Gruppenrichtlinien bereit. Vor der Einführung von SP2 konnten viele der sicherheitsbezogenen Einstellungen von Internet Explorer nur mithilfe von Benutzereinstellungen verwaltet werden. Eine Verwaltung war hiermit nur eingeschränkt möglich, da die Benutzer diese Einstellungen über die Benutzeroberfläche von Internet Explorer oder in der Registrierung ändern konnten. Mit SP2 können die Einstellungen von Internet Explorer mit Hilfe von ADM-Richtlinieneinstellungen verwaltet werden. Im Gegensatz zu den Benutzereinstellungen werden diese neuen Richtlinieneinstellungen in einer sicheren Teilstruktur der Registrierung abgelegt, so dass sie von den Benutzern weder über die Oberfläche von Internet Explorer noch über die Registrierung geändert werden können. Diese Richtlinien werden als "echte Richtlinien" bezeichnet. Unter Windows XP mit SP2 können sämtliche Sicherheitseinstellungen von Internet Explorer sowohl für Computer- als auch für Benutzerkonfigurationen mit diesen neuen Richtlinieneinstellungen verwaltet werden. Hiermit werden die echten Richtlinien sicher gemacht, zumal sie nur von einem Administrator festgelegt werden können. Mit SP2 stehen zwei primäre Kategorien von Richtlinieneinstellungen bereit:
Dieser Abschnitt befasst sich nur mit den neuen Richtlinieneinstellungen für Internet Explorer. Weitere Informationen über Sicherheitsfunktionen und URL-Aktionen von Internet Explorer finden Sie in "Part 5: Web Browsing Security" des Leitfadens "Changes to Functionality in Microsoft Windows XP with Service Pack 2" auf der Microsoft-Website unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=29126. Auf dieser Seite
Richtlinieneinstellungen für "Sicherheitsfunktionen"Mit SP2 werden neue Gruppenrichtlinieneinstellungen für Sicherheitsfunktionen für Internet Explorer eingeführt, die zum Steuern verschiedener Sicherheitsaspekte von Internet Explorer verwendet werden können. Die Richtlinieneinstellungen für das Feature Sicherheitsfunktionen befinden sich in der aktualisierten Datei Inetres.adm, die zum Lieferumfang von SP2 gehört. Bei der Installation von Internet Explorer werden die Standardeinstellungen für das Feature Sicherheitsfunktionen in der Registrierung des Computers unter HKEY_LOCAL_MACHINE registriert. Die Richtlinieneinstellungen für Sicherheitsfunktionen stehen sowohl unter dem Knoten Computerkonfiguration als auch unter dem Knoten Benutzerkonfiguration des Gruppenrichtlinienobjekt-Editors unter \Adminstrative Vorlagen\Windows-Komponenten\Internet Explorer\Sicherheitsfunktionen zur Verfügung. Dieser Richtlinieneinstellungen erhöhen die Flexibilität bei der Verwaltung bestimmter Szenarien, die ggf. die Sicherheit von Internet Explorer betreffen. In den meisten Fällen versuchen Sie wahrscheinlich zu verhindern, dass ein bestimmtes Verhalten in Internet Explorer auftritt, daher müssen Sie sicherstellen, dass die Sicherheitsfunktion für die Prozesse Iexplorer.exe und Explorer.exe aktiviert ist. Beispielsweise ist es möglich, dass böswilliger Code versucht, die eigenen Berechtigungen zu erweitern, indem Code in der Zone Lokaler Computer und nicht in der Internetzone ausgeführt wird. Zur Abwehr solcher Angriffe kann die Richtlinieneinstellung Schutz vor Zonenanhebung verwendet werden. Für jede der Richtlinieneinstellungen für Sicherheitsfunktionen können wiederum Richtlinieneinstellungen festgelegt werden, die das Verhalten der Sicherheitsfunktionen steuern, und zwar mithilfe von Internet Explorer-Prozessen, einer Liste mit definierten Prozessen oder aller Prozesse, ungeachtet, von wo sie ursprünglich stammen. Einige der Richtlinieneinstellungen für Sicherheitsfunktionen beinhalten weitere Richtlinieneinstellungen, mit denen zusätzliche Features wie Vom Administrator zugelassenes Verhalten oder Add-On-Liste bereitgestellt werden. Zu den drei Optionen für jede Sicherheitsfunktion gehören die folgenden Richtlinieneinstellungen:
Die Richtlinieneinstellungen für Sicherheitsfunktionen werden ausschließlich über Gruppenrichtlinien verwaltet, und die Standardeinstellungen von Sicherheitsfunktionen können nur programmgesteuert oder in der Registrierung geändert werden. SP2 umfasst die folgenden Richtlinieneinstellungen für Internet Explorer-Sicherheitsfunktionen.
Richtlinie "Sicherheitseinschränkung für Binärverhalten"Internet Explorer beinhaltet dynamische Binärverhalten: Komponenten, die bestimmte Funktionen für die zugeordneten HTML-Elemente kapseln. Diese Richtlinieneinstellung steuert, ob die Einstellung Sicherheitseinschränkung für Binärverhalten zugelassen wird oder nicht. Neben den drei im Vorfeld erläuterten Arten von Richtlinieneinstellungen enthält die Richtlinieneinstellung Sicherheitseinschränkung für Binärverhalten die folgende Richtlinieneinstellung:
Wenn diese Richtlinie sowohl in der Computerkonfiguration als auch in der Benutzerkonfiguration festgelegt wird, werden beide Listen von Verhalten jeweils zugelassen. Sicherheitseinschränkung für MK-ProtokollDie Richtlinieneinstellung Sicherheitseinschränkung für MK-Protokoll verringert die Angriffsfläche, indem das MK-Protokoll deaktiviert wird. Für auf dem MK-Protokoll gehostete Ressourcen treten Fehler auf. Sperrung der Zone des lokalen ComputersWenn Internet Explorer eine Webseite öffnet, gelten, je nachdem, wo sich die Webseite befindet (Internet, Intranet, Zone des lokalen Computers usw.), Einschränkungen für diese Seite. Webseiten auf dem lokalen Computer befinden sich in der Zone des lokalen Computers und haben die wenigsten Sicherheitseinschränkungen. Die Sicherheit der Zone des lokalen Computers gilt für alle lokalen Dateien und Inhalte, die von Internet Explorer verarbeitet werden. Dieses Feature trägt dazu bei, Angriffe zu erschweren, in denen die Zone des lokalen Computers als Angriffsmittel zum Laden bösartigen HTML-Codes verwendet wird. Konsistente MIME-VerarbeitungInternet Explorer verwendet MIME-Daten (Multipurpose Internet Mail Extensions), um zu bestimmen, wie mit Dateien verfahren werden soll, die von einem Webserver gesendet wurden. Diese Richtlinieneinstellung legt fest, ob Internet Explorer verlangt, dass alle Dateitypinformationen, die von Webservern zur Verfügung gestellt werden, konsistent sein müssen. Wenn als MIME-Typ einer Datei text/plain angegeben wurde, die MIME-Ermittlung jedoch zeigt, dass es sich bei der Datei um eine ausführbare Datei handelt, benennt Internet Explorer die Datei um. Dazu wird die Datei im Internet Explorer-Cache gespeichert und deren Erweiterung geändert. Sicherheitsfunktion für MIME-SniffingDiese Richtlinieneinstellung legt fest, ob die MIME-Ermittlung von Internet Explorer das Heraufstufen der Datei eines Typs zu einem gefährlicheren Dateityp verhindert. Beispielsweise wird nicht zugelassen, dass ein Skript aus einer Datei ausgeführt wird, die als Textdatei gekennzeichnet ist. ObjektzwischenspeicherungsschutzDiese Richtlinieneinstellung legt fest, ob auf einen Objektverweis zugegriffen werden darf, wenn der Benutzer innerhalb der selben Domäne oder zu einer anderen Domäne navigiert. Sicherheitseinschränkungen für SkriptfensterInternet Explorer bietet Skripts die Möglichkeit, programmgesteuert zusätzliche Fenster verschiedenen Typs zu öffnen und die Größe und Position vorhandener Fenster zu ändern. Die Sicherheitsfunktion Fenstereinschränkungen schränkt Popupfenster ein und verhindert, dass Skripts Fenster anzeigen, in denen Titel- und Statusleiste für den Benutzer nicht sichtbar sind oder die Sichtbarkeit der Titel- und Statusleiste anderer Fenster behindern. Schutz vor ZonenanhebungInternet Explorer legt Einschränkungen für jede geöffnete Webseite fest. Diese Einschränkungen hängen davon ab, wo sich die Webseite befindet (Internet, Intranet, Zone des lokalem Computers usw.). Für Webseiten auf dem lokalen Computer gelten beispielsweise die wenigsten Sicherheitseinschränkungen. Sie befinden sich in der Zone des lokalen Computers, was diese Zone zu einem beliebten Ziel für Benutzer mit bösartigen Absichten macht. Der Schutz vor Zonenanhebung deaktiviert auch JavaScript-Navigation, wenn kein Sicherheitskontext vorhanden ist. InformationsleisteDiese Richtlinieneinstellung ermöglicht es Ihnen zu verwalten, ob die Informationsleiste für Internet Explorer-Prozesse angezeigt wird, wenn Datei- oder Codeinstallationen eingeschränkt sind. Standardmäßig wird die Informationsleiste für Internet Explorer-Prozesse angezeigt. ActiveX-Installation einschränkenDiese Richtlinieneinstellung ermöglicht das Blocken der Eingabeaufforderung für die Installation von ActiveX®-Steuerelementen für Internet Explorer-Prozesse. Dateidownload einschränkenDiese Richtlinieneinstellung aktiviert das Blocken der Eingabeaufforderung für nicht vom Benutzer initiierte Dateidownloads. Add-On-VerwaltungDiese Richtlinieneinstellung ermöglicht Ihnen sicherzustellen, dass alle Internet Explorer-Add-Ons, die nicht in der Richtlinieneinstellung Add-On-Liste aufgeführt sind, gesperrt werden. Die Add-On-Verwaltung umfasst die folgenden Richtlinieneinstellungen:
Eingeschränkte NetzwerkprotokollsperrungMit den Sicherheitseinschränkungen der Netzwerkprotokollsperrung wird eine Liste mit eingeschränkten Protokollen gesteuert. Der Knoten Eingeschränkte Protokolle pro Sicherheitszone in Netzwerkprotokollsperrung bietet Richtlinieneinstellungen, die verwendet werden, um eine Liste der eingeschränkten Protokolle für die Sicherheitszonen Internet, Intranet, vertrauenswürdige Sites, eingeschränkte Sites und lokaler Computer festzulegen. Diese Richtlinieneinstellungen können konfiguriert werden, um durch eingeschränkte Protokolle erhaltene aktive Inhalte daran zu hindern, auf eine unsichere Weise ausgeführt zu werden. Zu diesem Zweck kann der Benutzer zur Bestätigung aufgefordert werden, oder die Inhalte können einfach deaktivieren werden. Diese Richtlinieneinstellungen gelten für alle Prozesse, die für die Sicherheitseinschränkung optiert haben. Weitere Informationen über das Feature Sicherheitsfunktionen finden Sie in "Part 5: Web Browsing Security" des Leitfadens "Changes to Functionality in Microsoft Windows XP with Service Pack 2" auf der Microsoft-Website unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=29126. URL-AktionenMit SP2 stehen neue Richtlinieneinstellungen zum Steuern von Aktionen (URL-Aktionen) bereit, die unter Verwendung der Internet Explorer-Registerkarte Sicherheit konfiguriert werden können. Eine URL-Aktion ist eine Aktion, die ein Browser unternehmen kann und die für den lokalen Computer ggf. ein Sicherheitsrisiko darstellt, wie das Ausführen eines Java-Applets oder eines ActiveX-Steuerelements. URL-Aktionen entsprechen Sicherheitseinstellungen in der Registrierung, die die Aktion bezeichnen, die für dieses Feature in der Sicherheitszone unternommen werden muss, in der sich der URL befindet. Zu den URL-Aktionseinstellungen gehören je nach Anforderung Aktivieren, Deaktivieren und Bestätigen. Zur Bereitstellung einer erweiterten Sicherheitsverwaltung für URL-Aktionen in Internet Explorer können die neue Gruppenrichtlinieneinstellungen Sicherheitsseite verwendet werden. Mit der Verwendung von Gruppenrichtlinien zum Steuern der Sicherheit für URL-Aktionen können standardmäßige Internet Explorer-Konfigurationen für alle Benutzer und Computer in der Organisation erstellt werden, wobei diese Richtlinieneinstellungen dann vom System in Kraft gesetzt werden. Für noch mehr Sicherheit sollten Richtlinien für alle URL-Zonen aktiviert werden, indem die Richtlinieneinstellungen der Vorlage für die Sicherheitszone verwendet werden, damit sichergestellt ist, dass mit der Gruppenrichtlinie eine bekannte Konfiguration anstelle einer unbekannten Einstellung aktiviert wird, die aus den benutzerseitig angegebenen Präferenzen ausgelesen wird. Weitere Informationen enthält der Abschnitt "Richtlinieneinstellungen der Vorlage für URL-Aktionen" an späterer Stelle in diesem Dokument. Wenn Sie mithilfe der Vorlagen für Sicherheitszone Sicherheitsrichtlinien für alle Zonen festlegen, sollten Sie auch erwägen, die Richtlinieneinstellung zum Deaktivieren der Sicherheitsseite zu aktivieren, die bewirkt, dass auf Benutzeroberfläche von Internet Explorer nicht mehr zugegriffen werden kann. Diese Richtlinieneinstellung Sicherheitsseite deaktivieren finden Sie im Knoten Administrative Vorlagen\Windows-Komponenten\Internet Explorer\Internetsystemsteuerung. Sie können basierend auf den spezifischen Geschäftsanforderungen auch verschiedene Benutzer- oder Computerkonfigurationen für die Sicherheitsrichtlinie URL-Aktionen erstellen Sie können separate GPOs (Gruppenrichtlinienobjekte) erstellen und Richtlinieneinstellungen für URL-Aktionen festlegen, den auf die speziellen Anforderungen von Benutzer- und Computergruppen zugeschnitten sind. Auf diese Weise können Sie die Richtlinieneinstellungen für URL-Aktionen nach Bedarf optimieren. Ggf. müssen Sie in einige Sicherheitsfunktionen in einer gegebenen Sicherheitszone deaktivieren; diese Möglichkeit dient primär der Anwendungskompatibilität. Wenn Benutzer beispielsweise eine bestimmte Anwendung im Extranet benötigen und diese Anwendung nicht ausgeführt werden kann, weil eine Einschränkung unter Windows XP mit SP2 dies verhindert, können Sie eine Richtlinieneinstellung mit einer URL-Aktion definieren, die erlaubt, dass die Anwendung ausgeführt wird. Die Richtlinieneinstellungen zum Steuern von URL-Aktionen stehen sowohl unter dem Knoten Computerkonfiguration als auch unter dem Knoten Benutzerkonfiguration des Gruppenrichtlinienobjekt-Editors unter \Adminstrative Vorlagen\Windows-Komponenten\Internet Explorer\Internetsystemsteuerung\Sicherheitsseite zur Verfügung. Die Richtlinieneinstellungen für URL-Aktionen werden an die folgenden Registrierungsadressen in die Unterschlüssel unter Zonen, \0, \1, \2,\ 3\ und \4, geschrieben:
Darüber hinaus sollten Sie sich auch mit den Richtlinieneinstellungen des Features Sicherheitsfunktionen auskennen. Einige der Einstellungen für URL-Aktionen treten erst in Kraft, wenn die entsprechende Richtlinie des Features Sicherheitsfunktionen aktiviert ist. Internet Explorer prüft, ob die Sicherheitsfunktion aktiviert ist. Falls ja und wenn die Sicherheitsfunktion mit URL-Aktionen arbeitet, wird die Einstellung für die Aktion basierend auf der Sicherheitszone des URLs geprüft. Näheres hierzu enthält der Abschnitt "Feature Sicherheitsfunktionen" an früherer Stelle in diesem Dokument. In Internet Explorer, Version 4.0 oder höher, unterteilt der Browser die URL-Namespaces in URL-Sicherheitszonen, denen dann unterschiedliche Vertrauensebenen zugeordnet werden. Zu diesen Sicherheitszonen gehören die folgenden:
Die ersten vier Zonen stehen auf der Benutzeroberfläche von Internet Explorer zur Verfügung. Die Zonen des lokalen Computers und die gesperrten Zonen des lokalen Computers können nur vom Administrator konfiguriert werden. Mit SP2 stehen Richtlinieneinstellungen für URL-Aktionen für alle URL-Sicherheitszonen in Internet Explorer bereit: Internetzone, Intranetzone, Zone der vertrauenswürdigen Sites, Zone der eingeschränkten Sites, Zone des lokalen Computers und gesperrte Zone des lokalen Computers. Jede dieser Richtlinieneinstellungen für URL-Sicherheitszonen umfasst eine Reihe von URL-Aktionen, und für jede URL-Aktion gibt es einen Standardwert, der festlegt, wie in dieser Sicherheitszone mit der jeweiligen URL-Aktion umgegangen wird. Wenn Sie beispielsweise die Richtlinieneinstellung Dateien basierend auf dem Inhalt und nicht der Dateierweiterung öffnen nicht konfigurieren, werden außer in der Zone für eingeschränkte Sites Dateien basierend auf dem für jede Zone definierten Inhalt geöffnet. Beachten Sie, dass diese Standardwerte in der Registrierung als Benutzereinstellungen festgelegt werden, wenn Sie die Richtlinieneinstellung nicht konfigurieren, und dass die Benutzer dementsprechend in der Lage sind, über die Benutzeroberfläche von Internet Explorer oder die Registrierung Änderungen an diesen Werten vorzunehmen. Richtlinieneinstellungen für URL-Aktionen in SicherheitszonenJede URL-Aktion verfügt über einen Standard, der in jeder URL-Sicherheitszone festgelegt ist und vorgeblendet wird, wenn eine Richtlinie über eine bestimmte Vorlage eine angewendet wird. Tabelle 3 enthält eine Liste der URL-Aktionen. Tabelle 3. Richtlinieneinstellungen für URL-Aktionen in Sicherheitszonen
Aufnehmen von lokalen Intranetsites und Netzwerkpfaden in die IntranetzoneSP2 bietet erweiterte Richtlinieneinstellungen, die verwendet werden können, um Intranetsites und Netzwerkpfade (UNC-Pfade) für die Aufnahme in die lokale Intranetsicherheitszone anzugeben. Zu diesem Zweck können die folgenden Richtlinieneinstellungen im Knoten Internetsystemsteuerung\Sicherheitsseite verwendet werden:
Zuordnen von Sites zu SicherheitszonenMit SP2 steht eine neue Gruppenrichtlinieneinstellung bereit, die es ermöglicht, die Sicherheitseinschränkungen für ausgewählte Sites auf Sitebasis zu verwalten, indem der Sicherheitszone ein URL zugeordnet wird und dann die Sicherheitseinstellungen für diese Zone durch andere Richtlinieneinstellungen festgelegt werden. Die Richtlinieneinstellung Liste der Site-zu-Zonenzuweisungen ermöglicht das Verwalten einer Liste der Sites, die einer bestimmten Sicherheitszone zugeordnet werden sollen. Es gibt Zonennummern, den Sicherheitseinstellungen zugeordnet wurden, die für alle Sites in der Zone gelten. Die Richtlinieneinstellung Liste der Site-zu-Zonenzuweisungen ordnet Zonen Sites zu, indem die folgenden Werte für die Internetsicherheitszonen verwendet werden: (1) Intranetzone, (2) Zone der vertrauenswürdigen Sites, (3) Internetzone und (4) Zone der eingeschränkten Sites. Wenn Sie diese Richtlinieneinstellung auf aktiviert setzen, können Sie eine Liste der Sites und der zugehörigen Zonennummern eingeben. Die Zuordnung einer Site zu einer Zone stellt sicher, dass die Sicherheitseinstellungen der angegebenen Zone auf die Site angewendet werden. Weitere Informationen zu dieser Richtlinieneinstellung finden Sie im Erläuterungstext. Bei der Konfiguration der Richtlinieneinstellung Liste der Site-zu-Zonenzuweisungen für die Computerkonfiguration und die Benutzerkonfiguration werden beide Listen verwendet. Wird diese Richtlinieneinstellung nur für Computer oder für Benutzer festgelegt, werden Listen, die als Präferenzen gespeichert wurden, ignoriert. Unter Windows XP mit SP2 können Sie neben der Verwendung von individuellen Richtlinieneinstellungen für die Verwaltung von URL-Aktionen diese URL-Aktionen auch mit den Richtlinieneinstellungen von Vorlagen steuern, wodurch standardmäßige Richtlinieneinstellungen für alle URL-Aktionen in eine bestimmten Internet Explorer-Sicherheitszone bereitstehen. Anschließend kann, wie im nächsten Abschnitt erläutert, für die Vorlage eine Sicherheitsebene angegeben werden.
Vorlagenrichtlinieneinstellung für URL-AktionenSP2 stellte eine Reihe von standardmäßigen vorkonfigurierten Richtlinieneinstellungen für die Steuerung von URL-Aktionen in Form von Vorlagenrichtlinieneinstellungen für URL-Sicherheitszonen in Internet Explorer bereit. Die folgenden Vorlagenrichtlinieneinstellungen können für die Steuerung aller URL-Sicherheitszonen in Internet Explorer verwendet werden.
Für jede der Vorlagenrichtlinieneinstellungen für URL-Aktionen kann eine der folgenden Sicherheitsebenen festgelegt werden:
Unter Verwendung dieser Richtlinieneinstellungsvorlagen für URL-Sicherheitszonen kann eine Sicherheitsebene für die Zone festgelegt werden, mit der eine Standardkonfiguration für alle URL-Aktionen bereitsteht. Dies trägt dazu bei zu verhindern, dass die Benutzer die Sicherheit auf nicht mehr akzeptable Ebenen herabsetzen. Wenn Sie individuelle URL-Aktionen festlegen müssen, die sich von denen in der Richtlinieneinstellungsvorlage einer gegebenen Sicherheitszone unterscheiden, können Sie individuelle Richtlinieneinstellungen zum Steuern dieser URL-Aktion konfigurieren. Es wird davon ausgegangen, dass mit dieser Vorgehensweise primär Probleme mit der Anwendungskompatibilität gelöst werden sollen, was ggf. voraussetzt, dass Internet Explorer-Funktionen deaktiviert werden, damit die Anwendung ausgeführt werden kann.
Die Richtlinieneinstellungen der Vorlage für URL-Aktionen stehen sowohl unter dem Knoten Computerkonfiguration als auch unter dem Knoten Benutzerkonfiguration des Gruppenrichtlinienobjekt-Editors unter \Adminstrative Vorlagen\Windows-Komponenten\Internet Explorer\Internetsystemsteuerung\Sicherheitsseite zur Verfügung. Tabelle 4 enthält eine Liste der Standardwerte für URL-Aktionen für die Richtlinieneinstellungsvorlagen für die URL-Sicherheitszone. Tabelle 4. Standardwerte der Vorlagenrichtlinieneinstellungen für die Sicherheit von URL-Aktionen
* Standardwerte für ausgewählte Sicherheitsebene: Dies bedeutet, dass bei Aktivierung der Vorlagenrichtlinieneinstellung Gesperrte Zone des lokalen Computers und Festlegen der Sicherheitsebene z. B. auf Hoch, die Standardwerte der Standardvorlage verwendet werden, die für die Zone mit hoher Sicherheit verwendet werden. Die einzigen Ausnahmen sind URL-Aktionen mit festen Standardwerten, wie in Tabelle 4 angegeben. Standardmäßig wird die hohe Sicherheitsebene für die Zone der eingeschränkten Sites verwendet. Weitere Informationen über die Einstellungen für URL-Aktionen und wie diese mit Sicherheitszonen zusammenhängen, finden Sie im Dokument "About URL Security Zones Templates" auf der MSDN-Website unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=26001 (nur auf Englisch verfügbar). Weitere Informationen über URL-Richtlinienflags und URL-Aktionsflags für Internet Explorer finden Sie in den Dokumenten "URL Policy Flags" auf der MSDN-Website unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=32832 (nur auf Englisch verfügbar) und "URL Action Flags" im MSDN-Bereich der Microsoft-Website unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=32833(nur auf Englisch verfügbar). Konfigurieren von separaten Gruppenrichtlinienobjekten für Zonenvorlagen und die Richtlinieneinstellungen für URL-AktionenMöglicherweise müssen Sie individuelle Richtlinien für URL-Aktionen anwenden, um Gruppen mit Benutzern oder Computern anzugeben, verwenden jedoch die Richtlinieneinstellungen der Zonenvorlage für alle anderen Objekte. Wenn Sie so vorgehen möchten, müssen Sie die Vorlagenrichtlinieneinstellungen in dem einen Gruppenrichtlinienobjekt und alle zugehörigen individuellen Richtlinieneinstellungen in einem separaten Gruppenrichtlinienobjekt konfigurieren. Sie können diese Gruppenrichtlinienobjekte nun für bestimmte Benutzer- und Computergruppen anwenden, indem Sie die Sicherheitsgruppenfilterung verwenden, um die Gruppenrichtlinienobjekte solchen Gruppen zuzuweisen. Falls erforderlich können Sie auf die Option Erzwungen für die Verknüpfung des Gruppenrichtlinienobjekts verwenden, um sicherzustellen, dass die Einstellungen in diesem Gruppenrichtlinienobjekt Vorrang vor den Einstellungen in dem mit einem untergeordneten Active Directory-Container (wie einer Organisationseinheit) verbundenen Gruppenrichtlinienobjekt haben. Wissenswertes zum Filtern des Umfangs der Anwendung von Gruppenrichtlinien unter Verwendung von Sicherheitsgruppen und zu den Vererbungsregeln für Gruppenrichtlinien finden Sie im Whitepaper "Group Policy Infrastructure" auf der Microsoft-Website unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=14950. Weitere Informationen finden Sie auch in der Onlinehilfe der Gruppenrichtlinien-Verwaltungskonsole. Anwendung von Einstellungen und RichtlinieneinstellungenIn Fällen, in denen der Benutzer eine Einstellung vornimmt und der Administrator eine Richtlinieneinstellung festlegt, die der benutzerdefinierten Einstellung widerspricht, setzen die Gruppenrichtlinieneinstellungen die benutzerdefinierten Einstellungen außer Kraft. Benutzerdefinierte Einstellungen und Gruppenrichtlinieneinstellungen werden in unterschiedlichen Bereichen der Registrierung gespeichert. Internet Explorer sucht in der folgenden Reihenfolge nach einer Richtlinieneinstellung:
Die Einstellungen werden wie folgt angewendet:
ImplementierungsszenarienEs gibt zahlreiche Methoden zum Konfigurieren von Richtlinieneinstellungen für Internet Explorer. Die neuen Richtlinieneinstellungen bieten erheblich mehr Flexibilität bei der Verwaltung von Internet Explorer. Die jeweils geeignete Vorgehensweise ist von Ihrem Gesamtkonzept zum Verwalten von Benutzern und Computern und von Ihren spezifischen Geschäftsanforderungen abhängig. Sie können damit beginnen, die Entscheidungen im folgenden Diagramm zu bewerten. Gruppenrichtlinien und Internet Explorer Administration KitGruppenrichtlinien sind das empfohlene Tool für die Verwaltung von Internet Explorer für Clientcomputer im Unternehmensnetzwerk. Internet Explorer unterstützt die Gruppenrichtlinienverwaltung für alle neue Features in SP2 und für alle URL-Aktionen in Verbindung mit der Registerkarte Sicherheit. Die Weiterentwicklung von Internet Explorer Administration Kit (IEAK) wurde mit der Veröffentlichung von IEAK 6, Service Pack 1, abgeschlossen. Für Computer unter Windows 2000 oder späteren Betriebssystemversionen, die nicht Mitglied einer Active Directory-Domäne sind, wird empfohlen, dass Administratoren und Anwendungsentwickler Internet Explorer Administration Kit 6, Service Pack 1, verwenden, um Internet Explorer für die Endbenutzer anzupassen. Weitere Informationen finden Sie unter "Microsoft Internet Explorer 6 Administration Kit, Service Pack 1" auf der Microsoft-Website unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=26002. IEAK bietet einige wichtige Funktionen, die aktuell nicht mit Gruppenrichtlinien verwaltet werden können. Für diese Bereiche muss IEAK verwendet werden:
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