Verwalten von Windows XP Service Pack 2-Features mithilfe von Gruppenrichtlinien

Richtlinieneinstellungen für automatische Updates

Veröffentlicht: 01. Aug 2004

Bei Windows Update handelt es sich um einen Onlinekatalog, den Sie zum Unterstützen von Computern unter Windows-Betriebssystemen (einschließlich Windows XP mit SP2) verwenden können. Der Katalog enthält Elemente wie Treiber, wichtige Updates, Hilfedateien und Internetprodukte. Windows Update durchsucht den Computer des Benutzers und stellt eine angepasste Auswahl an Updates für die Hardware und Software dieses Computers bereit. Anschließend können Benutzer auf der Windows Update-Website die entsprechenden Updates für das Betriebssystem und für die Hardware des Computers auswählen. Es werden regelmäßig neue Inhalte zur Windows Update-Website hinzugefügt, sodass Ihnen immer die neuesten Sicherheitsupdates und Sicherheitslösungen zur Verfügung stehen.

Automatische Updates ist eine Clientkomponente von Windows Update Services, die es Ihnen ermöglicht, eine direkte Verbindung zwischen dem Computer und Windows Update oder einem Server mit Windows Update Services herzustellen, um Softwareupdates abzurufen. Die Komponente Automatische Updates ist im Lieferumfang von Windows 2000 mit Service Pack 3 und höher, Windows XP und höher sowie im Lieferumfang von Windows Server 2003 enthalten.

Auf Computern unter Windows XP mit SP2 wird in den Dialogfeldern Windows herunterfahren und Computer ausschalten die neue Option Updates installieren und herunterfahren angezeigt. Wenn die Updates nach dem Downloaden installiert werden können, wird unter Windows die neue Option Updates installieren und herunterfahren als Standardauswahl angezeigt und mit Windows-Sicherheit gekennzeichnet, um darauf hinzuweisen, dass es sich um eine Sicherheitsempfehlung handelt. Dank dieser Option können Clients, die für die Ausführung von automatischen Updates konfiguriert sind, problemlos verwaltet werden. Weitere Informationen finden Sie unter "Die Windows-Option Updates installieren und herunterfahren" weiter unten in diesem Dokument.

In SP2 werden neue Richtlinieneinstellungen bereitgestellt, die Sie zum Verwalten der Option Updates installieren und herunterfahren verwenden können, um zu steuern, ob Updates installieren und herunterfahren angezeigt wird oder die Standardoption für das Feature Automatische Updates ist. Dies wird unter "Steuern der Funktion Updates installieren und herunterfahren" weiter unten in diesem Dokument beschrieben.

Auf dieser Seite
Übersicht über automatische UpdatesÜbersicht über automatische Updates
Die Windows-Option "Updates installieren und herunterfahren"Die Windows-Option "Updates installieren und herunterfahren"
Steuern der Funktion "Updates installieren und herunterfahren"Steuern der Funktion "Updates installieren und herunterfahren"

Übersicht über automatische Updates

Über die Funktion Automatische Updates werden regelmäßig Verbindungen mit Windows Update im Internet oder mit einem Windows Update Services-Server im Unternehmensnetzwerk hergestellt. Die Funktion Automatische Updates kann so konfiguriert werden, dass nach der Überprüfung des Computers auf neue verfügbare Updates entweder alle Updates automatisch installiert werden (bevorzugte Methode) oder Administratoren bzw. Benutzer, deren Computer für den Empfang von Benachrichtigungen konfiguriert sind, entsprechend benachrichtigt werden. Nachdem der Administrator die erforderlichen Updates ausgewählt hat, werden diese mithilfe von Automatische Updates gedownloadet und installiert.

Die Funktion Automatische Updates ist nicht standardmäßig aktiviert. Nach der Installation des Betriebssystems wird der Benutzer aufgefordert, diese Option anschließend zu aktivieren. Wenn die Funktion Automatische Updates so konfiguriert ist, dass Updates automatisch gedownloadet und installiert werden, muss der Benutzer nicht extra speziell dafür vorgesehene Webseiten besuchen oder daran denken, regelmäßig nach neuen Updates zu suchen. Sie können die Funktion Automatische Updates für die Verwendung einer der folgenden Optionen konfigurieren:

Automatisches Downloaden und Installieren von Updates: Windows XP downloadet und installiert Updates automatisch nach einem vom Computeradministrator festgelegten Zeitplan. Die Updates werden unabhängig vom Kontotyp des Benutzers installiert, und dabei spielt es auch keine Rolle, ob der Benutzer zu diesem Zeitpunkt angemeldet ist.

Nur automatisch downloaden: Windows XP startet automatisch den Download, sobald Updates für den Computer verfügbar sind. Die Updates werden im Hintergrund gedownloadet, sodass der Benutzer ungestört weiterarbeiten kann. Nach Abschluss des Downloads wird der als Administrator angemeldete Benutzer durch ein Symbol im Infobereich darüber informiert, dass die Updates installiert werden können.

Nur Benachrichtigung: Windows XP sendet eine Benachrichtigung, sodass der Administrator entsprechend reagieren und die Updates downloaden und installieren kann.

Automatische Updates deaktivieren: Der Benutzer entscheidet, wann er die Windows Update-Website besucht und Updates downloadet.

Die Windows-Option "Updates installieren und herunterfahren"

Mithilfe der Option Updates installieren und herunterfahren können viele Clients, auf denen die Funktion Automatische Updates ausgeführt wird, einfacher verwaltet werden. Diese Option bietet eine Alternative zum Installieren von Updates als Reaktion auf Benutzerbenachrichtigungen und ermöglicht das Installieren von Updates, wenn der Computer nicht für andere Aktivitäten benötigt wird. Durch Konfigurieren der Gruppenrichtlinieneinstellungen können Sie steuern, ob diese Installationsoption als Standardoption festgelegt oder angezeigt werden soll. Dies wird unter "Steuern der Funktion Updates installieren und herunterfahren" weiter unten in diesem Dokument beschrieben.

Wenn der Benutzer den Computer über das Startmenü oder mithilfe des Dialogfeldes Windows-Sicherheit herunterfährt, wird in den Dialogfeldern Windows herunterfahren und Computer ausschalten die neue Option Updates installieren und herunterfahren als Standardauswahl angezeigt, wenn folgende Bedingungen zutreffen:

Die Funktion Automatische Updates ist aktiviert und weist einen der drei Betriebsmodi (Automatisches Downloaden und Installieren von Updates, Nur automatisch downloaden oder Nur Benachrichtigung) auf.

Mindestens ein Update, das beim Herunterfahren installiert werden darf, ist installationsbereit, und das System ist nicht in Batteriebetrieb.

Die Gruppenrichtlinieneinstellungen, mit denen die neue Option Updates installieren und herunterfahren gesteuert wird, sind entweder auf Nicht konfiguriert oder auf Aktiviert festgelegt. SP2 umfasst zwei neue Richtlinieneinstellungen zum Steuern der Option Updates installieren und herunterfahren. Diese werden im nächsten Abschnitt beschrieben.

Steuern der Funktion "Updates installieren und herunterfahren"

SP2 umfasst zwei neue Gruppenrichtlinieneinstellungen zum Verwalten von automatischen Updates beim Herunterfahren des Computers (Option Updates installieren und herunterfahren): Option "Updates installieren und herunterfahren" im Dialogfeld "Windows herunterfahren" nicht anzeigen und Die Standardoption "Updates installieren und herunterfahren" im Dialogfeld "Windows herunterfahren" nicht anpassen. Mithilfe dieser Richtlinieneinstellungen können Sie die Anzeige des Features Automatische Updates steuern. Im Gruppenrichtlinienobjekt-Editor können Sie im Knoten Computerkonfiguration\Administrative Vorlagen\Windows-Komponenten\Windows Update auf die Richtlinien zugreifen.

Wenn Sie Benutzern automatische Updates (die Option Updates installieren und herunterfahren) zwar zur Verfügung stellen möchten, jedoch besorgt sind, dass dabei die Standardoption zum Herunterfahren im Dialogfeld Windows herunterfahren ersetzt wird, können Sie die Richtlinieneinstellung Option "Updates installieren und herunterfahren" im Dialogfeld "Windows herunterfahren" nicht anzeigen aktivieren.

Wenn Benutzern die Option Updates installieren und herunterfahren gar nicht erst angezeigt werden soll, können Sie die Richtlinieneinstellung Die Standardoption "Updates installieren und herunterfahren" im Dialogfeld "Windows herunterfahren" nicht anpassen aktivieren.

note.gif  Hinweis
Damit Sie die Interaktion zwischen der Funktion Automatische Updates und Windows Update steuern können, müssen Sie auch den Kontotyp steuern, mit dem sich Benutzer am Netzwerk anmelden. Falls ein Konto nicht zulässt, das Software installiert wird (z. B bei einem Benutzerkonto), ist nur eine Option für automatische Updates möglich, wenn der Benutzer angemeldet ist. Dabei handelt es sich um die Option für das automatische Downloaden und Installieren von Updates. Dies bedeutet, dass die Updates regelmäßig zu einem festgelegten Zeitpunkt auf dem Computer des Benutzers installiert werden, und zwar unabhängig vom Kontotyp des Benutzers und unabhängig davon, ob der Benutzer zu diesem Zeitpunkt angemeldet ist.

Weitere Richtlinieneinstellungen für automatische Updates

Sie können weitere Richtlinieneinstellungen zum Verwalten von automatischen Updates konfigurieren. Dies umfasst Folgendes:

Verhindern des Zugriffs auf Windows Update und auf die Funktion Automatische Updates

Blockieren des Zugriffs auf die Windows Update-Website durch Angeben eines internen Servers für Softwareupdates

Deaktivieren von automatischen Updates

Verhindern des Zugriffs auf Windows Update und auf die Funktion "Automatische Updates"

Mithilfe von Gruppenrichtlinieneinstellungen können Sie sowohl Windows Update als auch die Funktion Automatische Updates deaktivieren.

Wenn Sie Windows Update und die Funktion Automatische Updates pro Computer deaktivieren möchten, konfigurieren Sie Zugriff auf alle Windows Update-Funktionen deaktivieren unter Computerkonfiguration\Administrative Vorlagen\System\Internetkommunikationsverwaltung\Internetkommunikationseinstellungen. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt "Die Richtlinieneinstellung Zugriff auf alle Windows Update-Funktionen deaktivieren" weiter oben in diesem Dokument.

Wenn Sie den Zugriff auf Windows Update und auf die Funktion Automatische Updates pro Benutzer deaktivieren möchten, konfigurieren Sie Verknüpfungen und Zugriff auf Windows Update entfernen unter Benutzerkonfiguration\Administrative Vorlagen\Startmenü und Taskleiste. Durch Aktivieren dieser Richtlinieneinstellung wird zwar der Zugriff auf Windows Update-Funktionen des jeweiligen Benutzers entfernt, die Funktion Automatische Updates sucht jedoch weiterhin nach Updates für den Computer, wobei die Benutzer mit dieser Richtlinieneinstellung nicht benachrichtigt werden.

Blockieren der Windows Update-Website durch Angeben eines internen Servers für Softwareupdates

Wenn Sie die Verwendung der Windows Update-Website blockieren möchten, können Sie mithilfe von Gruppenrichtlinien einen internen Server für Updates und zum Speichern von Uploadstatistiken angeben. Sie können die Funktion Automatische Updates so konfigurieren, dass anstelle der Windows Update-Website der interne Server nach Updates durchsucht wird. Zu diesem Zweck können Sie die Richtlinieneinstellung Internen Pfad für den Microsoft Updatedienst angeben unter Computerkonfiguration\Administrative Vorlagen\Windows-Komponenten\Windows Update aktivieren. Darüber hinaus müssen Sie auch die Option Zugriff auf alle Windows Update-Funktionen deaktivieren unter Computerkonfiguration\Administrative Vorlagen\System\Internetkommunikationsverwaltung\Internetkommunikationseinstellungen festlegen.

Auf dem von Ihnen in der Richtlinieneinstellung Internen Pfad für den Microsoft Updatedienst angeben definierten Server muss Windows Update Services (früher Software Update Services genannt) ausgeführt werden. Diese Richtlinie steht unter Windows Server 2003, Windows XP SP1 und unter Windows 2000 SP3 zur Verfügung.

Deaktivieren von automatischen Updates

Mithilfe der Gruppenrichtlinieneinstellungen in der administrativen Vorlage Wuau.adm können Sie automatische Updates selektiv deaktivieren. Deaktivieren Sie zu diesem Zweck die Richtlinieneinstellung Automatische Updates konfigurieren unter Computerkonfiguration\Administrative Vorlagen\Windows-Komponenten\Windows Update. Diese Richtlinie steht unter Windows Server 2003, Windows XP SP1 und unter Windows 2000 SP3 zur Verfügung.

Detailliertere Informationen zum Verwalten von Windows Update und automatischen Updates finden Sie im Abschnitt "Windows Update and Automatic Updates" im Whitepaper Using Windows XP Professional with Service Pack 2 in a Managed Environment: Controlling Communication with the Internet auf der Microsoft-Website unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=29133 (nur auf Englisch verfügbar).

Darüber hinaus werden in SP2 auch neue Richtlinieneinstellungen bereitgestellt, mit denen Sie die Suche nach Gerätetreibern von Windows Update steuern können. Dies wird im Abschnitt "Verwalten von Windows Update-Suchläufen in Bezug auf das Plug & Play-Feature" beschrieben.


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