SP2 umfasst die folgenden neuen Richtlinieneinstellungen für Terminaldiensteclients und Benutzerprofile:
Auf dieser SeiteTerminaldiensteclient: Verhindern, dass Benutzer Kennwörter speichernMit SP2 wird eine neue Richtlinieneinstellung für die Terminaldienste eingeführt, die es ermöglicht, die Funktion zum Speichern von Kennwörtern im Terminaldiensteclient zu deaktivieren. Auf die Richtlinieneinstellung Speichern von Kennwörtern nicht zulassen wird über die folgenden Knoten im Gruppenrichtlinienobjekt-Editor zugegriffen: Computerkonfiguration\Administrative Vorlagen\Windows-Komponenten\Terminaldienste\Client und Benutzerkonfiguration\Administrative Vorlagen\Windows-Komponenten\Terminaldienste\Client. Die Richtlinieneinstellung Speichern von Kennwörtern nicht zulassen eignet sich für Unternehmensumgebungen, in denen verhindert werden soll, dass verwaltete Computer und Benutzer die Terminalserver-Anmeldeinformationen speichern. Ein Beispiel für einen adäquaten Einsatz dieser Richtlinieneinstellung ist eine Umgebung, in der Benutzer für den Zugriff aus Netzwerken mit geringer Sicherheit auf Netzwerke mit hoher Sicherheit die Terminaldienste verwenden, um auf Unternehmensanwendungen zuzugreifen, und Sie verhindern möchten, dass die Kennwörter für Ihr Hochsicherheitsnetzwerk auf Clients in Netzwerken mit geringer Sicherheit gespeichert werden. Mit dieser Richtlinieneinstellung kann die Sicherheit erhöht werden. Speichern von Kennwörtern nicht zulassenWenn Sie die Richtlinieneinstellung Speichern von Kennwörtern nicht zulassen aktivieren, wird das Kontrollkästchen Kennwort speichern im Terminaldiensteclient deaktiviert, und alle Benutzer, die von einem Gruppenrichtlinienobjekt mit dieser Richtlinie betroffen sind, werden daran gehindert, Kennwörter im Terminaldiensteclient zu speichern. Wenn der Benutzer mit dem Terminaldiensteclient eine RDP-Datei (Remote Desktop-Protokoll) öffnet und seine Einstellungen speichert, werden alle Kennwörter, die vorher in der RDP-Datei gespeichert waren, gelöscht. Eine RDP-Datei enthält alle Informationen für die Verbindung zu einem Terminalserver, einschließlich der Optionseinstellungen, die beim Speichern der Datei konfiguriert wurden. Die Richtlinieneinstellung Speichern von Kennwörtern nicht zulassen gilt für Clients, die Remotedesktopverbindungen zu den Terminaldiensten herstellen. Für diese Richtlinieneinstellung kann eine der folgenden Optionen festgelegt werden:
Computerkonfigurationseinstellungen setzen Benutzerkonfigurationseinstellungen außer Kraft. Dies ist ein standardmäßiges Verhalten von Gruppenrichtlinieneinstellungen. Benutzerprofile: Beibehalten von Windows Installer- und Softwareinstallationsdaten beim Löschen von ProfilenMit SP2 von Windows XP wird eine neue Richtlinieneinstellung eingeführt, mit der Sie angeben können, dass Daten im Zusammenhang mit Windows Installer und der Installation von Gruppenrichtliniensoftware beim Löschen eines Benutzerprofils beibehalten werden. Diese neue Richtlinieneinstellung, Windows Installer- und Gruppenrichtliniensoftware-Installationsdaten belassen, finden Sie im Knoten Computerkonfiguration\Administrative Vorlagen\System\Benutzerprofile des Gruppenrichtlinienobjekt-Editors. Standardmäßig werden beim Löschen des servergespeicherten Profils eines Benutzers alle Informationen in Verbindung mit diesem Benutzer gelöscht, so auch die Benutzereinstellungen, die Daten im Zusammenhang mit Windows Installer usw. Dementsprechend muss der Benutzer bei seiner nächsten Anmeldung an diesem Computer sämtliche Anwendungen neu installieren, die während der Anmeldung über die Gruppenrichtlinie veröffentlicht werden, wodurch die Dauer der Anmeldezeit erhöht wird. Dieses Verhalten kann mit der Richtlinieneinstellung Windows Installer- und Gruppenrichtliniensoftware-Installationsdaten belassen vermieden werden. Diese Richtlinieneinstellung legt fest, dass das System die Windows Installer- und Gruppenrichtliniensoftware-Installationsdaten beibehalten soll, wenn das Profil des Benutzers gelöscht wird.
Mit SP2 stehen Richtlinieneinstellungen zum Verwalten bestimmter Aspekte der folgenden Netzwerkkomponenten bereit:
Bandbreitenverwaltung für den intelligenten HintergrundübertragungsdienstDer intelligente Hintergrundübertragungsdienst (Background Intelligent Transfer Service, BITS) ist ein Dateiübertragungsdienst, mit dem Dateien zwischen einem Client und einem Server im Vordergrund oder im Hintergrund (Standard) übertragen werden. Beim Datentransfer im Hintergrund wird nur die gegenwärtig ungenutzte Bandbreite verwendet, um die interaktive Erfahrung des Benutzers mit anderen Netzwerkanwendungen wie Internet Explorer nicht zu beeinträchtigen. BITS prüft den Netzwerkverkehr und nutzt nur den jeweils ungenutzten Teil der Netzwerkbandbreite. BITS reguliert seine Nutzung der Bandbreite anhand der zunehmenden oder abnehmenden Bandbreitennutzung durch die Benutzer. Ein BITS-Auftrag ist ein Container, in dem sich eine oder mehrere zu übertragende Dateien befinden. Der Lebenszyklus eines Auftrags beginnt, wenn der Benutzer den Auftrag erstellt. Darüber hinaus verfügt ein Auftrag über Eigenschaften, die festlegen, wie BITS Dateien überträgt und mit der Anwendung des Benutzers zusammenarbeitet. Dateiübertragungen mit BITS erfolgen asynchron, was bedeutet, dass die Anwendung nicht ausgeführt werden muss, damit BITS die Übertragung durchführen kann. Nachdem der Übertragungsauftrag in der Anwendung erstellt wurde, kann der Benutzer die Anwendung schließen. Die Dateiübertragung wird nun von BITS übernommen. Die Dateiübertragung mit BITS wird so lange fortgesetzt, wie eine Netzwerkverbindung besteht und der Benutzer, der den Auftrag erstellt hat, am Netzwerk angemeldet ist. Dienstkonten wie LocalSystem sind immer angemeldet, also werden von einem Dienst erstellte Übertragungsaufträge immer ausgeführt. BITS hält die Dateiübertragung an, wenn sich der Benutzer abmeldet oder die Netzwerkverbindung verloren geht. Wenn sich der Benutzer wieder anmeldet und die Netzwerkverbindung wiederhergestellt wurde, nimmt BITS die Datenübertragung an dem Punkt wieder auf, an dem sie vorher unterbrochen wurde. Das Gleiche gilt für Neustarts des Systems. BITS unterstützt HTTP als Protokoll und bietet Internet- und Authentifizierungssicherheit. Mit BITS stehen zudem auch APIs bereit, die zum Erstellen und Überwachen von Übertragungsaufträgen von der Anwendung aus verwendet werden können. BITS erkennt nur die Netzwerkbedingungen des Clientcomputers und nicht die Bedingungen in der Netzwerkumgebung des Clients. Wenn auf dem Client im Netzwerk keine Anwendungen ausgeführt werden, nimmt BITS einen Großteil der verfügbaren Bandbreite in Anspruch. Mit SP2 wird eine neue BITS-Richtlinieneinstellung eingeführt, die verwendet werden kann, um die von BITS verwendete Netzwerkbandbreite einzuschränken: Von BITS verwendete maximale Netzwerkbandbreite. Auf diese Einstellung greifen Sie über den Knoten Computerkonfiguration\Administrative Vorlagen\Netzwerk\Intelligenter Hintergrundübertragungsdienst des Gruppenrichtlinienobjekt-Editors zu. Zum Lieferumfang von Windows XP, SP2, gehört BITS 2.0. In dieser Version überwacht der Dienst die Gruppenrichtlinieneinstellungen für die Netzwerkbandbreite (Von BITS verwendete maximale Netzwerkbandbreite). Computer mit älteren Service Packs von Windows 2000 oder Windows XP erhalten BITS 2.0 über das Feature Automatische Aktualisierung oder den Windows Update-Dienst. Mit der Richtlinieneinstellung Von BITS verwendete maximale Netzwerkbandbreite wird die Netzwerkbandbreite eingeschränkt, die BITS für die Datenübertragung im Hintergrund verwendet (diese Richtlinie hat keinerlei Auswirkungen auf die Datenübertragung im Vordergrund). Im Normalfall wird die Richtlinieneinstellung Von BITS verwendete maximale Netzwerkbandbreite verwendet, um zu verhindern, dass BITS-Übertragungen Netzwerkbandbreite beanspruchen, wenn ein Client, der mit einer schnellen Netzwerkkarte (10 Mbit/s.) ausgestattet ist, über eine langsame Verbindung (56 Kbit/s.) mit dem Netzwerk verbunden ist. Mit dieser Richtlinieneinstellung kann eine Bandbreitenbegrenzung festgelegt werden, die während eines bestimmten Zeitintervalls verwendet werden soll, und eine weitere Begrenzung, die zu allen anderen Zeiten gilt. Diese Richtlinie eignet sich besonders für Szenarien mit Remoteverbindungen zu Zweigstellen, in denen eine geringe Anzahl Computer mit DSL oder gemeinsam genutzten DFÜ-Verbindungen arbeitet, um die Verbindung zum Netzwerk herzustellen und Sie Bandbreite für Vordergrundanwendungen zuweisen möchten, die über den Tag ausgeführt werden. So könnten Sie diese Richtlinie beispielsweise verwenden, um die Nutzung der Netzwerkbandbreite von 8.00 bis 17.00 Uhr auf 10 Kbit/s. zu beschränken. In der verbleibenden Zeit könnte dann die gesamte ungenutzte Bandbreite verwendet werden. Wenn Sie die Richtlinieneinstellung Von BITS verwendete maximale Netzwerkbandbreite verwenden möchten, geben Sie einen Grenzwert für die freigegebene Netzwerkverbindung und nicht für den Netzwerkadapter des Computers an. BITS verwendet etwa 2 Kilobit, wenn ein geringerer Wert als 2 Kilobit angegeben wird. Wenn BITS-Übertragungen vollständig verhindert werden sollen, geben Sie Null als Grenzwert ein. Wenn ein Grenzwert von Null angegeben wird, zeigt BITS für alle Hintergrundaufträge vorübergehend einen Fehlerstatus an (Fehlercode BG_E_BLOCKED_BY_POLICY, 0x8020003E). Nach Ablauf des festgelegten Zeitintervalls setzt BITS die Aufträge in die Warteschlange.
Die Richtlinieneinstellung Von BITS verwendete maximale Netzwerkbandbreite wird vom BITS-Code unverzüglich gelesen. Sie müssen jedoch ggf. eine Aktualisierung der Gruppenrichtlinie vornehmen (führen Sie den Befehl gpudate aus) oder den Computer neu starten, wenn Sie die BITS-Richtlinieneinstellung Zeitlimit (in Tagen) für inaktive Aufträge verwenden möchten und diese Richtlinie unverzüglich angewendet werden soll. Der Administrator sollte während des Tages und des Nachts Stunden auswählen, die für sein jeweiliges Szenario am besten geeignet sind, und er sollte nicht vergessen, dass es sich bei den Zeiten um die lokale Clientzeit und nicht um GMT (Greenwich Mean Time) oder die Zeitzone auf dem Computer des Administrators handelt. Der Administrator muss zudem auch entscheiden, ob im Tagesverlauf überhaupt BITS-Verkehr im Hintergrund stattfinden soll. In den meisten Fällen ist es ausreichend, die unbegrenzte Bandbreitennutzung während der Nacht zuzulassen (Standard). Weitere Informationen über die BITS-APIs finden Sie unter "Intelligenter Hintergrundübertragungsdienst" im Microsoft Platform SDK. Lesen Sie darüber hinaus auch das Whitepaper "Background Intelligent Transfer Service in Windows Server 2003" auf der Microsoft-Website (nur auf Englisch verfügbar). Registrierungsschlüssel der Richtlinieneinstellung "Von BITS verwendete maximale Netzwerkbandbreite"In Tabelle 6 werden die Werte der BITS-Registrierungsschlüssel unter MaxInternetBandwidth zusammengefasst. Tabelle 6. Werte der BITS-Registrierungsschlüssel unter "MaxInternetBandwidth"
Peer-zu-Peer-NetzwerkdiensteMit SP2 wird eine neue Richtlinieneinstellung eingeführt, die zum Durchsetzen einer auf Gruppenrichtlinien basierenden Konfiguration bestimmter Aspekte der Peer-zu-Peer-Netzwerkdienste verwendet werden kann. Das Protokoll PNRP (Peer Name Resolution-Protokoll) ermöglicht die verteilte Auflösung eines Namens nach einer IPv6-Adresse und -Portnummer. Das Protokoll arbeitet im Kontext von Wolken. Eine Wolke ist ein Satz Peercomputer, die unter Verwendung des gleichen IPv6-Bereichs miteinander kommunizieren können. Es gibt drei Arten von Wolken, nämlich globale, standortlokale und verbindungslokale Wolken:
Bevor PNRP für die Teilnahme an einer Wolke verwendet werden kann, muss ein Neustart erfolgen. Dazu gibt es folgende Möglichkeiten:
Unter der anfänglichen Implementierung des Advanced Networking Packs für Windows XP gab es keine Möglichkeit zum Konfigurieren des Seedservers mithilfe einer Gruppenrichtlinie. Mit SP2 stehen nun drei PNRP-Richtlinieneinstellungen bereit, die eine richtlinienbasierte Konfiguration bestimmter Aspekte von Peernetzwerkprotokollen ermöglichen, nämlich Microsoft Peer-zu-Peer-Netzwerkdienste deaktivieren, Seedserver festlegen und Multicast-Bootstrap deaktivieren. Diese Richtlinieneinstellungen befinden sich im Knoten Computerkonfiguration\Administrative Vorlagen\Netzwerk\Microsoft Peer-zu-Peer-Netzwerkdienste des Gruppenrichtlinienobjekt-Editors. Bei Verwendung dieser Richtlinieneinstellungen können bestimmte Konfigurationsoptionen von Peer-zu-Peer-Netzwerkdiensten zentral verwaltet werden. Diese Richtlinieneinstellungen werden dann vom System durchgesetzt. Microsoft Peer-zu-Peer-Netzwerkdienste deaktivierenDiese Einstellung deaktiviert die Microsoft Peer-zu-Peer-Netzwerkdienste, wodurch alle abhängigen Anwendungen ebenfalls beendet werden. Peer-zu-Peer-Protokolle machen Anwendungen in den Bereichen RTC, Kollaboration, Inhaltsverteilung und verteilte Verarbeitung möglich. Durch Aktivieren dieser Einstellung werden Peer-zu-Peer-Protokolle deaktiviert. Wenn Sie diese Einstellung deaktivieren oder nicht konfigurieren, werden die Peer-zu-Peer-Protokolle aktiviert (wobei davon ausgegangen wird, dass die optionale Peer-zu-Peer-Komponente vorher installiert war). Wird diese Richtlinieneinstellung auf Aktiviert und anschließend auf Deaktiviert gesetzt, müssen die entsprechenden Anwendungen neu gestartet werden. Seedserver festlegenDiese Einstellung legt den Seedserver auf einen bestimmten Knoten im Unternehmen fest. Diese Richtlinieneinstellung kann pro Wolke angewendet werden: global, standortlokal und verbindungslokal. Die Richtlinieneinstellung Seedserver festlegen steht unter Computerkonfiguration\Administrative Vorlagen\Netzwerk\Microsoft Peer-zu-Peer-Netzwerkdienste\Peer Name Resolution-Protokoll unter jedem der folgenden Knoten bereit: Globale Wolken, Standortlokale Wolken und Verbindungslokale Wolken.
In allen Fällen wird jedoch der bekannte Seedserver (pnrp.ipv6.microsoft.com) verwendet, wenn die Richtlinieneinstellung Seedserver festlegen nicht konfiguriert ist. Beachten Sie, dass auf diesen Seedserver nicht zugegriffen werden kann, wenn die Unternehmensfirewall ausgehenden IPv6-Verkehr nicht zulässt. Multicast-Bootstrap deaktivierenDiese Einstellung verhindert, dass das PNRP-Protokoll den Computer veröffentlicht oder nach anderen Computern im lokalen Subnetz in der jeweiligen Wolke sucht. Wenn Sie diese Einstellung aktivieren, verwendet PNRP Multicast nicht für den Neustart. Wird diese Richtlinie konfiguriert, schlagen Szenarien fehl, wenn kein Seedserver zum Neustarten verfügbar ist, z. B. bei Ad-hoc-Kooperationsszenarien. Die Richtlinie steht unter Computerkonfiguration\Administrative Vorlagen\Netzwerk\Microsoft Peer-zu-Peer-Netzwerkdienste\Peer Name Resolution-Protokoll unter jedem der folgenden Knoten bereit: Globale Wolken, standortlokale Wolken und verbindungslokale Wolken. Falls diese Einstellung nicht konfiguriert oder deaktiviert wird, verwendet PNRP Multicast zum Neustarten im selben Subnetz und veröffentlicht den lokalen Computer. Das zum Neustarten verwendete Multicastprotokoll ist SSDP (Simple Service Discovery-Protokoll). Der SSDP-Dienst muss aktiviert sein (Standardeinstellung), damit diese Richtlinie angewendet werden kann. Richtlinieneinstellungen für RemoteprozeduraufrufeMit SP2 werden Änderungen am RPC-Dienst (Remote Procedure Call, Remoteprozeduraufruf) eingeführt, die dazu beitragen sollen, die RPC-Schnittstellen standardmäßig sicher zu machen und die Angriffsfläche von Windows XP zu verringern. Es wurden zwei neue Richtlinieneinstellungen hinzugefügt:
Wird für Aufrufe eine Authentifizierung gefordert, kann dies – auch wenn die Authentifizierung auf einer relativ niedrigen Ebene erfolgt – dazu beitragen, die Oberfläche vor Angriffen zu schützen. Diese Vorgehensweise ist insbesondere gegen Würmer hilfreich, die ausnutzbare Pufferüberläufe verwenden, die remote über anonyme Verbindungen aufgerufen werden können. Auf die RPC-Richtlinieneinstellungen kann im Knoten Computerkonfiguration\Administrative Vorlagen\System\Remoteprozeduraufruf des Gruppenrichtlinienobjekt-Editors zugriffen werden. Einschränkungen für nicht authentifizierte RPC-ClientsWenn eine Schnittstelle mit RpcServerRegisterIf registriert wird, versetzt RPC die Serveranwendung in die Lage, den Zugriff auf die Schnittstelle zu beschränken, normalerweise über einen Sicherheitsrückruf. Der Registrierungsschlüssel RestrictRemoteClients zwingt RPC, für alle Schnittstellen zusätzliche Sicherheitsprüfungen durchzuführen, auch wenn für die Schnittstelle kein Sicherheitsrückruf registriert wurde. Der Wert für diesen Registrierungsschlüssel wird mit der Gruppenrichtlinieneinstellung Einschränkungen für nicht authentifizierte RPC-Clients festgelegt. Wird die Richtlinieneinstellung Einschränkungen für nicht authentifizierte RPC-Clients aktiviert, wird die RPC-Laufzeitumgebung auf dem RPC-Server angewiesen, Einschränkungen für nicht authentifizierte Clients durchzusetzen, die die Verbindung zu RPC-Servern auf einem Computer herstellen. Ein Client wird als ein authentifizierter RPC-Client angesehen, wenn er entweder eine Named Pipe zur Kommunikation mit dem Server verwendet oder der RPC-Sicherheitsrichtlinie entspricht. RPC-Schnittstellen, die explizit für den Zugriff seitens nicht authentifizierter Clients freigegeben wurden, stellen je nach ausgewähltem Wert für diese Richtlinie ggf. eine Ausnahme von dieser Einschränkung dar.
Wenn Sie die Richtlinieneinstellung Einschränkungen für nicht authentifizierte RPC-Clients aktivieren, können Sie die Option Anzuwendende RPC-Laufzeit für nicht authentifizierte Clients wie folgt konfigurieren:
Überlegungen betreffend RPC-Anwendungen, die Remoteaufrufe von anonymen RPC-Clients empfangen müssenWenn die RPC-Anwendung darauf ausgerichtet ist, Remoteaufrufe von anonymen RPC-Clients zu erhalten, kann diese Änderung möglicherweise dafür sorgen, dass die Anwendung nicht mehr ordnungsgemäß ausgeführt werden kann. Zur Lösung dieses Problems kann eine der folgenden Optionen verwendet werden (aufgeführt in der zu bevorzugenden Reihenfolge):
RPC-Endpunktzuordnungs-ClientauthentifizierungEine RPC-Schnittstelle, die remote und anonym zugänglich sowie standardmäßig in Windows XP registriert ist, bietet eine nicht unerhebliche Angriffsfläche. RPC selbst muss eine solche Schnittstelle registrieren, um die Endpunkte für Aufrufe mit dynamischen Endpunkten auflösen zu können. Durch das neue Flag RestrictRemoteClients ist die RPC-Endpunktzuordnungsschnittstelle standardmäßig anonym nicht zugänglich. Hierbei handelt es sich zwar um eine wesentliche Verbesserung der Sicherheit, diese hat jedoch Konsequenzen für die Auflösung von Endpunkten. Gegenwärtig fragt ein RPC-Client, der einen dynamischen Endpunkt aufrufen möchte, zunächst die RPC-Endpunktzuordnung des Servers ab, um den Endpunkt zu ermitteln, mit dem die Verbindung hergestellt werden soll. Diese Abfrage erfolgt anonym, auch wenn der RPC-Clientaufruf mit RPC-Sicherheit durchgeführt wird. Mit SP2 schlagen anonyme Aufrufe der RPC-Endpunktzuordnungsschnittstelle aufgrund des Standardwertes des neuen Schlüssels RestrictRemoteClients standardmäßig fehl. Dies macht eine Änderung des RPC-Clientlaufzeitsystems erforderlich, um eine authentifizierte Abfrage an die Endpunktzuordnung durchzuführen. Wenn der neue Registrierungsschlüssel EnableAuthEpResolution festgelegt wurde, verwendet die RPC-Clientlaufzeit NTLM für die Authentifizierung bei der Endpunktzuordnung; diese authentifizierte Abfrage erfolgt nur, wenn der eigentliche RPC-Clientaufruf mit RPC-Authentifizierung arbeitet. Die Gruppenrichtlinieneinstellung RPC-Endpunktzuordnungs-Clientauthentifizierung, mit der der Registrierungsschlüssel EnableAuthEpResolution festgelegt wird, weist die RPC-Clientlaufzeit an, NTLM für die Authentifizierung bei der Endpunktzuordnung zu verwenden. Wird die Richtlinieneinstellung RPC-Endpunktzuordnungs-Clientauthentifizierung aktiviert, werden RPC-Clients, die mit dem Endpunktzuordnungsdienst kommunizieren müssen, authentifiziert, vorausgesetzt, der RPC-Aufruf, für den der Endpunkt aufgelöst werden muss, verfügt über Authentifizierungsinformationen. Wird die vorstehende Richtlinieneinstellung deaktiviert, werden RPC-Clients, die mit dem Endpunktzuordnungsdienst kommunizieren müssen, nicht authentifiziert. Wird der Endpunktzuordnungsdienst auf Computern unter Windows NT® 4.0 ausgeführt, können in dieser Weise übermittelte Authentifizierungsinformationen nicht verarbeitet werden. Dies bedeutet, dass die Aktivierung der Einstellung auf einem Clientcomputer verhindert, dass der Client über RPC mit einem Server unter Windows NT 4.0 kommunizieren kann, wenn Endpunktauflösung gefordert wird. Weitere Informationen und alles Wissenswerte über die neuen Registrierungsflags der RPC-Schnittstelle finden Sie im Abschnitt "RPC Interface Restriction" in "Part 2: Network Protection Technologies" des Dokuments "Changes to Functionality in Microsoft Windows XP with Service Pack 2" auf der Microsoft-Website unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=29126. | In diesem Beitrag |