Den ADAC-Pannendienst würde vermutlich nie jemand rufen, der kein Auto hat. Schließlich weiß man ja, worin man täglich fährt – und was das für ein Ding ist, das da repariert werden soll. Beim Computer-Pannendienst kann das schon mal anders sein, wie Karsten Samaschke berichtet.
Wir hatten vor einigen Jahren einen Computer-Pannendienst. Eines Tages rief eine Dame an und bat darum, dass jemand vorbei kommt. Einer unserer Techniker fuhr hin, sie öffnete und sagte ihm, dass der Computer einfach nicht funktionieren würde. Auf ihrem Schreibtisch standen ein großer Monitor, die Maus, eine Tastatur und ein Drucker. Auf die Bitte des Technikers, ihren Computer einzuschalten, drückte die Dame den Power-Knopf am Monitor. "Nein, ich meine den Computer", sagte der Techniker. Sie erklärte ihm, dass der Computer doch eingeschaltet sei und eben nicht funktioniere, weshalb sie ihn schließlich auch gerufen habe. Unser Techniker bat sie inständig, den Computer einzuschalten. Nichts, keine andere Reaktion. Schließlich riss ihm der Geduldsfaden und er sagte ihr, dass sie zwar Monitor, Tastatur, Maus und Drucker habe, der Computer jedoch fehle, was bei ihr auf Unverständnis stieß.
Es stellte sich letztendlich heraus, dass die Dame in einer Bank als Sachbearbeiterin arbeitete. Dort hatte sie ein Terminal auf ihrem Schreibtisch stehen - Display, Tastatur, Maus und Drucker...