In diesem Abschnitt werden die Speicher- und Hardwarevoraussetzugnen beschrieben, die zur Bereitstellung einer auf Windows Storage Server 2003 basierenden Speicherlösung erfüllt sein müssen. Auf dieser SeiteErforderliche SchlüsseldatenVor der Bereitstellung einer auf Windows Server™ 2003-Technologien basierenden Storage-Lösung muss der Lösungsanbieter sicherstellen, dass die Unternehmensumgebung die folgenden Voraussetzungen erfüllt: | • | Microsoft-Netzwerkdienst wurden bereitgestellt und konfiguriert. Zu diesen Diensten zählen Active Directory, DNS (Domain Name System) und WINS (Windows Internet Naming Service). | | • | Es wurde ein kleines Unternehmensnetzwerk entworfen und in Betrieb genommen. | | • | Es sind eine statische IP-Adresse und ein Computerkonto verfügbar, um das Gerät mit dem verkabelten Netzwerk und anschließend dem Verzeichnisdienst zu verbinden. |
HardwarevorausetzungenEs sind von vielen führenden OEMs Windows Storage Server 2003-Geräte verfügbar. Diese Geräte sind vorkonfiguriert und werden mit Datenträgern unterschiedlicher Speicherkapazität angeboten. Bei der Auswahl eines Windows Storage Server 2003-Geräts müssen vor allem die System- und Speicherhardwarevoraussetzungen berücksichtigt werden. Nachdem die Unternehmensanforderungen des Kunden für das Gerät beurteilt wurden, muss die geeignete Hardware ausgewählt werden. Diese Hardware muss überdies folgende Anforderungen erfüllen. SystemhardwareDas gewählte Windows Storage Server-Gerät sollte die folgenden Systemhardwarevoraussetzungen erfüllen: | • | Speicher: Es muss ausreichend Speicherplatz auf Datenträgern vorhanden sein, um die aktuellen Unternehmensanforderungen und künftige Speicheranforderungen erfüllen zu können. | | • | Genügend Arbeitsspeicher (RAM) für den Betrieb als Dateiserver: Das Gerät sollte über mindestens 256 MB Arbeitsspeicher verfügen; wenn die Optionen CIFS (Common Internet File System) und NFS (Network File System) installiert werden, ist allerdings zusätzlicher Arbeitsspeicher erforderlich. Für NFS sind mindestens 512 MB Arbeitsspeicher erforderlich; NFS benötigt einen großen Arbeitsspeicher zum Zwischenspeichern von Dateien. Abhängig von der Größe der Dateiübertragungen, ist möglicherweise mehr Arbeitsspeicher erforderlich. | | • | Netzwerkverbindungen: Windows Storage Server-Geräte sind in der Regel mit 100-Mbit/s-Ethernetkarten vorkonfiguriert. Es kann jedoch auch eine 1-GB-Ethernetkarte verwendet werden, um die Leistung in großen und datenintensiven Umgebungen zu verbessern. | | • | Hardwareredundanz: Damit sichergestellt ist, dass der Storage-Server nicht ausfällt, wenn das Netzteil versagt, ist ein redundantes Netzteil erforderlich. Weitere Optionen für Hardwareredundanz sind gekoppelte Netzwerkadapter und redundante Festplattenlaufwerke mit RAID-Konfigurationen. | | • | Verwaltung: Um Remoteverwaltung und -unterstützung zu verbessern, kann auf dem Server eine Remoteverwaltungskarte installiert werden. Weitere Informationen zu Remoteverwaltungskarten finden Sie im Kapitel "Small IT Solution - Remoteverwaltungs- und Supportdienste". |
Storage-HardwareVerwenden Sie auf dem Storage-Gerät eine RAID-Konfiguration, um die Datenträgerredundanz zu gewährleisten. Optional kann auf dem Storage-Gerät ein Hardware-RAID installiert werden. Durch ein Software-RAID, insbesondere RAID 5 (Stripeset mit Parität), wird die Datenträger- und Serverleistung stark verschlechtert. Beim Einsatz eines Software-RAIDs sind die Anforderungen bezüglich des Prozessors und Arbeitsspeichers des Geräts viel höher. Die folgenden RAID-Empfehlungen sollten berücksichtigt werden: | • | Datenträger-Stripesets (RAID 0): Die Datenträgerzuverlässigkeit wird durch Datenträger-Stripesets ohne Spiegelung oder Parität nicht verbessert. Daher sollten nur Datenträger-Stripesets mit Spiegelung oder Parität verwendet werden. | | • | Datenträgerspiegelung (RAID 1): Diese Option wird für Systemvolumes empfohlen. Im Gegensatz zu Stripesets mit Parität wirkt sich die Spiegelung minimal auf die Datenträgerleistung aus; die Systemleistung wird durch den Ausfall eines Laufwerks nicht beeinflusst. | | • | Datenträger-Stripesets mit Spiegelung (RAID 0+1): Diese Option bietet die höchste Lese- und Schreibgeschwindigkeit und Verfügbarkeit. Datenträger-Stripesets werden nur dann verwendet, wenn an das Speichergerät sehr hohe Leistungsanforderungen gestellt werden. RAID 0+1 ist die teuerste Speicheroption, weil die Hälfte jedes Datenträgers im Array nur zum Spiegeln verwendet wird. RAID 0+1 erfordert mindestens sechs Festplattenlaufwerke. | | • | Datenträger-Stripesets mit Parität (RAID 5): Diese Option bietet das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Leistung von RAID 5 ist besser, wenn mehr Datenträger vorhanden ist. Beachten Sie, dass ein RAID 5-Array mindestens fünf Datenträger umfassen sollte. Der Ausfall eines Datenträgers beeinträchtigt die Dateisystemleistung. Nachdem das defekte Laufwerk ausgetauscht wurde, ist die Leistung solange vermindert, bis das Array sich selbst repariert hat. |
Ziehen Sie bei einem NAS-Speichergerät, das sehr leistungsfähig und ständig verfügbar sein soll, die Verwendung von während des laufenden Betriebs austauschbaren Datenträgern und Standby-Laufwerken in Betracht. Falls ein Laufwerk ausfällt, wird sofort ein Standby-Laufwerk hinzugefügt, welches das ausgefallene Laufwerk ersetzt. Ist kein Standby-Laufwerk verfügbar, kann ein zusätzliches Laufwerk bereitgehalten werden, damit das ausgefallene Laufwerk rasch ersetzt werden kann. In Vereinbarungen mit Lösungsanbietern und VARs sollte durch entsprechende Regelungen für einen raschen Austausch ausgefallener Laufwerke gesorgt werden.
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