Small IT Solution

Testen der 'Small IT Solution'

Veröffentlicht: 24. Jul 2004

In diesem Kapitel werden die Planung, der Umfang und die Strategie beim Testen der Small IT Solution erläutert.

Auf dieser Seite
EinführungEinführung
TestplanungTestplanung
TeststrategieTeststrategie
TestherangehensweiseTestherangehensweise
TestlaborumgebungTestlaborumgebung
Freigabekriterien für die TestsFreigabekriterien für die Tests
ZusammenfassungZusammenfassung

Einführung

In diesem Kapitel der Small IT Solution werden der Testplan und die Testumgebung erläutert, und es befasst sich mit dem Arbeitsaufwand in Verbindung mit dem Testen der Small IT Solution. Im Dokument Small IT Solution finden Sie Anleitungen für folgende Aufgaben:

Erstellen eines Netzwerkes

Bereitstellen von Windows® Small Business Server 2003

Bereitstellen von Windows® Storage Server

Aktivieren der Remoteverwaltung für das Netzwerk eines kleinen Unternehmens

Zielgruppe

Dieses Kapitel wendet sich an Solution Provider und Berater, die im Marktsegment der kleinen Unternehmen tätig sind. Solution Provider erfüllen in der Regel zahlreiche Funktionen mit diversen Verantwortlichkeiten, die von der Geschäftsentwicklung bis zu Lösungsimplementierung reichen. Dieser Leitfaden soll den Informationsbedarf von Solution Providern decken, deren diverse Zuständigkeiten ein vergleichsweise weites Feld umspannen.

Vorausgesetzte Kenntnisse

Der Leser dieses Kapitels sollte Kenntnisse der grundlegenden Vernetzungskonzepte und Technologien besitzen, die mit Windows Small Business Server 2003 and Windows Storage Server 2003 zur Verfügung stehen. Darüber hinaus sollte der Leser mit den Netzwerk- und Systemarchitekturen vertraut sein, die in dieser Lösung beschrieben werden, und er sollte die in der Lösung gegebenen Empfehlungen kennen.



Testplanung

In diesem Abschnitt werden Ziele, Umfang, Strategie und Methoden der Tests beschrieben, die zur Überprüfung der in dieser Lösung enthaltenen Anleitung verwendet wurden. Zusätzlich enthält dieser Abschnitt die Testfalldefinition und das Freigabekriterium.

Testziele

Die Tests für die Small IT Solution dienen zur Überprüfung der in den verschiedenen Kapiteln dieser Lösung gebotenen Anleitungen. Mit dem Test der Lösung werden folgende Ziele verfolgt:

1.

Lieferung einer qualitativ hochwertigen Dokumentation, indem sichergestellt wird, dass die Lösungsanleitung konsistent, hilfreich und klar formuliert ist.

2.

Sicherstellen, dass die Dokumentation den Entwurfszielen der Small IT Solution entspricht.

3.

Überprüfen, ob die in der Anleitung konfigurierten und beschriebenen Techniken in der vorgesehenen Weise funktionieren.

4.

Überprüfen der Remoteverwaltungsstrategie.

5.

Sicherstellen, dass die Anleitungen die für kleine Unternehmen erforderlichen Funktionen bereitstellen.

Testumfang

Der Testumfang ist auf die Konfiguration der Dienste und Technologien beschränkt, die von der Lösung geboten werden. Die folgenden Features werden als zum Testumfang gehörend betrachtet; sie wurden im Labor bereitgestellt und überprüft.

Netzwerk:

Verkabelte Netzwerkswitches

Firewall für kleine Unternehmen

Drahtlosnetzwerk

Small Business Server:

Netzwerkdienste (DHCP (Dynamic Host Configuration Protocol), DNS (Domain Name System) und WINS (Windows Internet Name Service))

Active Directory-Verzeichnisdienst

Datei- und Druckdienste.

Remote-Webarbeitsplatz

Small Business Server-Unternehmensweb (Microsoft Windows SharePoint Services)

Bereitstellung von Clientanwendungen mit dem Small Business Server

Überwachung des Small Business Servers

Sicherung und Wiederherstellung mit dem Small Business Server

Windows Storage Server: Dateidienste

Im Umfang

Zum Testumfang für Small IT Solution gehört Folgendes:

1.

Ablaufüberprüfung: Die Ablaufüberprüfung testet die zur Konfiguration eines Produkts oder einer Technologie erforderlichen Schritte.

2.

Funktionstest: Der Funktionstest überprüft die Funktionen, die der Kunde anhand der Dokumentation der Lösung erwartet.

3.

Verwaltbarkeitstest: Der Verwaltbarkeitstest überprüft, ob die gesamte Lösung innerhalb der Umgebung und remote über das Internet verwaltet werden kann. Die Verwaltung der Umgebung werden im Kapitel "Small IT Solution - Remoteverwaltungs- und Supportdienste" ausführlich beschrieben.

4.

Sicherheitstest: Der Sicherheitstest überprüft, ob die Daten, Benutzerinformationen, die Zugriffssteuerung sowie die Authentifizierung sicher konfiguriert sind, wenn die Lösung eine spezielle Konfiguration empfiehlt. Dieser Test umfasst weder den Einsatz von Prüftools noch die Sicherheitsprüfung von Microsoft-Produkten, da diese bereits von den zuständigen Microsoft-Produktteams getestet wurden.

Außerhalb des Umfangs

Die folgenden Testbereiche gehören bei der Small IT Solution nicht zum Testumfang:

1.

Leistungstest: Die betreffenden Microsoft-Produkte wurden schon von den Microsoft-Produktteams umfassend getestet. Spezielle Tests des Leistungsverhaltens von Windows Small Business Server 2003 oder Windows Storage Server 2003 auf bestimmten Hardwareplattformen ist kein Feature der Small IT Solution.

2.

Verfügbarkeitstest: Ein Verfügbarkeitstest überprüft vor allem die Robustheit eines Dienstes um sicherzustellen, dass die Infrastruktur kein Einzelpunktversagen aufweist. Die Small IT Solution beschreibt kostengünstige Einzelserverlösungen ohne Cluster- oder Lastenausgleichsdienste.

3.

Skalierbarkeitstest: Der Skalierbarkeitstest überprüft, ob ein bestimmter Dienst oder eine bestimmte Technik entsprechend den Anforderungen mehrerer Benutzer erweitert werden kann. Windows Small Business Server 2003 kann in dieser Lösung die Zahl von 75 Benutzern nicht überschreiten. Die Skalierung über diese Zahl von Benutzern hinaus ist kein Feature dieser Lösung.



Teststrategie

Das Testteam arbeitete mit Mitgliedern des Projektteams zusammen, um basierend auf der Small IT Solution einen Testplan, einen Zeitplan sowie die Strategien zu formulieren, und ermittelte Kundenszenarien für kleinere Unternehmen.

Das ermittelte Kundenszenario für den Test der Lösung unterstellt ein kleines Unternehmen mit etwa 50 Benutzern. Der Kunde könnte über ein Peer-zu-Peer-Netzwerk verfügen. Möglicherweise sind auch eine begrenzte Zahl von Microsoft-Servern und andere, nicht von Microsoft entwickelte Serverprodukte vorhanden. Der Migrationsansatz des Kunden würde darin bestehen, den Windows Small Business Server 2003, Standard Edition zu implementieren und dann die vorhandenen Daten und Konfigurationen auf die neue Plattform zu migrieren.

Von dem Entwicklungsteam wird erwartet, dass es die in der Dokumentation angegebenen Empfehlungen und Konfigurationen getestet hat. Dies schließt die Überprüfung der Dienstempfehlungen und die richtige Abfolge der zur korrekten Konfiguration notwendigen Schritte ein. Von den das Netzwerk und die Server betreffende Bereitstellungstopologie und den architektonischen Entscheidungen wird erwartet, dass sie von dem Lösungsarchitekt und den für die Lösung verantwortlichen Microsoft-Produktgruppen als optimale Methoden bewertet wurden. Die Bereitstellungstopologie, die Entscheidungen bezüglich der Architektur sowie die Überprüfungsergebnisse der Testeinheiten wurden vor dem Test der Lösung bereitgestellt

Der Test der Small IT Solution wurde unter Berücksichtigung von zwei Schwerpunkten abgeschlossen:

Der erste Schwerpunkt beim Test der Lösung lag auf der Überprüfung der von der Lösung gebotenen Konfigurationen und Empfehlungen. Die Ergebnisse dieser Tests wurden in den Testfällen und ihren durch den Testvorgang ermittelten Ergebnissen berücksichtigt.

Der zweite Schwerpunkt beim Test der Lösung lag darauf, Feedback für die betreffenden Microsoft-Produkte zu erhalten. Dieses Feedback wurde ermittelt während Planung, Design, Entwicklung und Test der Lösung bei Besprechungen mit den Microsoft-Produktentwicklungsteams sowie durch die zusammen mit den verantwortlichen Microsoft-Produktentwicklungsteams dokumentierten Produktfehlern.

Entwicklung von Testfällen

Erste Testfälle und -ansätze wurden während der Planungsphase des Projekts definiert. Mit der weiteren Entwicklung des Designs und der Architektur der Lösung erweiterten sich die Testfälle zusammen mit der Dokumentation; die damit einhergehenden ständigen Rückmeldungen erlaubten dem Entwicklungsteam, genauer zu verstehen, wie die Lösung getestet werden sollte. Sie halfen außerdem sicherzustellen, dass das Design der Lösung den Zustand erreichte, der sowohl den ursprünglichen Designanforderungen der Lösung als auch den funktionalen Erwartungen des Kunden entsprach.

Das Testteam schloss die Testfälle mit einer sorgfältigen Überprüfung der Dokumentation ab, um unzutreffende Behauptungen über die Konfiguration einer Komponente oder beschriebener Eigenschaften zu ermitteln. Das Entwicklungsteam definierte weitere Testfälle anhand einer Analyse der beschriebenen funktionalen Endzustände, der Sicherheit und der Verwaltbarkeit, die den Kunden geliefert werden sollten.

Anfängliche und darauf folgende Testfälle wurden für jeden relevanten Abschnitt und jedes relevante Kapitel dieser Lösung in ein Testfall- und Fehlerüberwachungssystem eingegeben. Während des offiziellen Testlaufs wurden, wenn notwendig, Testfälle geändert, gelöscht oder hinzugefügt.

Testfälle zur Ablaufüberprüfung

Testfälle zur Ablaufüberprüfung ermitteln die zur Konfiguration eines Dienstes tatsächlich erforderlichen Schritte. Bei den von dieser Lösung gebotenen Ablaufanweisungen handelt es sich nicht immer um schrittweise Anleitungen. Sie enthalten oft komplexe Verfahren, die zur Konfiguration des Dienstes erforderlich sind. Komplexe Verfahren werden dann genannt, wenn von dem Leser erwartet werden kann, dass er die grundlegenden Schritte zur Konfiguration des Dienstes verstanden hat. Die für den Leser erforderlichen Vorkenntnisse sind im Kapitel "Small IT Solution - Einführung in die Small IT Solution" beschrieben.

Funktionstestfälle

Funktionstestfälle ermitteln die gewünschten Funktionen, die nach dem Konfigurationsvorgang aktiviert werden sollten. Diese Testfälle überprüfen dass:

Die grundlegenden Funktionalitäten vorhanden sind.

Die Funktionen bereitstehen, sobald die Lösungsempfehlungen integriert sind.

Die im Lösungsdesign angegebenen Funktionen bereitstehen.

Verwaltungstestfälle

Verwaltungstestfälle konzentrieren sich auf das Ziel der Lösung, zentralisierte und Remoteverwaltung der Server, Clients und Geräte zu ermöglichen.

Dokumentationstestfälle

Manche der in der Dokumentation der Lösung enthaltenen Aussagen sind technischen oder nicht-technischen Charakters und können im Testlabor nicht überprüft werden. In der Regel konzentrieren sich die Dokumentationstestfälle auf Lesbarkeit, Struktur und Präsentation der Empfehlungen.

Sicherheitstestfälle

Sicherheitstestfälle konzentrieren sich auf Elemente der Lösung, bei denen ein Dienst innerhalb des Bereichs der Lösung konfiguriert wird. Sicherheitstestfälle werden nicht speziell für das Microsoft-Produkt erstellt. Ein zweiter Schwerpunkt von Sicherheitstestfällen liegt auf der Umgebung als ganzes, was sowohl die Sicherheit im Netzwerk als auch den Schutz vor Gefährdungen durch das Internet einschließt.



Testherangehensweise

In diesem Abschnitt werden die Arten der durchgeführten Tests und die im Testlabor ausgeführte Abfolge der Tests beschrieben.

Testarten

Die für den Test der Small IT Solution in Betracht kommenden Testarten umfassen:

Ablaufüberprüfungstests

Funktionstests

Sicherheitstests

Verwaltungstests

Dokumentationstests

Diese Tests sind auf spezielle, in der Lösung vorgenommene Konfigurationen beschränkt.

Ablaufüberprüfungstests

Die folgenden Ziele wurden für den Test der Ablaufüberprüfung definiert:

Klarheit: Die einzelnen Schritte sollten die Optionen, die zur Aktivierung eines Dienstes ausgewählt werden müssen, klar beschreiben.

Vollständigkeit: Alle zur Konfiguration des Dienstes notwendigen Optionen werden beschrieben.

Präsentation: Das zur Konfiguration des Dienstes notwendige Verfahren ist in seinem Verlauf eindeutig dargestellt und repräsentiert die Vorgehensweise, die bei der ersten Bereitstellung der Lösung befolgt werden muss.

Konsistenz: Die in der Lösung angegebenen Konfigurationsoptionen sollten immer die Tools verwenden, die zur Konfiguration des Dienstes am besten geeignet sind. Konsistenz kann für die einzelnen Dienste folgendermaßen zusammengefasst werden:

Small Business Server: In der Regel sollten alle Konfigurationsanweisungen mit MMC (Microsoft Management Console) zur Serververwaltung und den mit diesem Produkt gelieferten Tools beginnen.

Windows Storage Server (an das Netzwerk angeschlossene Speichermedien): In der Regel sollten alle Konfigurationsanweisungen für an das Netzwerk angeschlossene Speichermedien an der Benutzeroberfläche für die Webverwaltung ansetzen.

LOB- (Line of Business) und Anwendungsserver: In der Regel sollte die Konfiguration von LOB-Servern an den mit Small Business Server gelieferten Tools und den LOB-Verwaltungstools ansetzen.

Client: Clientkonfiguration sollte an den mit Small Business Server gelieferten Tools ansetzen und sich auf die zentralisierte Clientverwaltung konzentrieren. Eine Konfiguration an der Konsole des Clientcomputers sollte nur dann vorgenommen werden, wenn keine andere Möglichkeit gegeben ist.

Nicht-Microsoft-Geräte: Die Anweisungen zur Konfiguration von nicht von Microsoft stammenden Geräten sollten in einer klaren, konsistenten und eindeutig beschreibender Sprache formuliert werden. Die Anweisungen sollten allgemein gehalten werden und sich nicht auf ein bestimmtes Produkt eines Anbieters beziehen.

Funktionstests

Die folgenden Ziele wurden für den Funktionstest definiert:

Einzelbezug: Der Test überprüft die einzelnen Funktionseinheiten, etwa die Konfiguration einer bestimmten funktionalen Option eines Dienstes.

Integration: Der Funktionstest überprüft die Gesamtfunktion des Dienstes unter Berücksichtigung aller Optionen, die in der Lösung konfiguriert wurden.

Vollständigkeit: Der Funktionstest stellt sicher, dass alle technischen Ziele der Lösung erreicht wurden.

Verwaltungstests

Die folgenden Ziele wurden für Sicherheitstests übernommen:

Zentralisierte Verwaltung: Ein einziger Computer sollte die in der Umgebung konfigurierten Dienste oder Clientcomputer verwalten können; dieser Computer kann sich im lokalen Netzwerk befinden oder über das Internet angeschlossen sein.

Konsistenz: Bei der Konfiguration einer Plattform sollten einander ähnliche Verwaltungstools verwendet werden.

Vollständigkeit: Die im Kapitel "Small IT Solution - Remoteverwaltung und Supportdienste" genannten Strategien sollten als Ausgangspunkt für die Anforderungen verwendet werden, die zur Aktivierung der Verwaltung der Umgebung notwendig sind.

Zuverlässigkeit: Verwaltungstools und -methoden sollten zuverlässig sein.

Dokumentationstests

Folgende Ziele gelten für den Test der Dokumentation:

Voraussetzungen: Die dokumentierten Hardware- und Softwarevoraussetzungen sollten überprüft werden.

Verweise: Verweise zwischen Dokumenten oder Kapiteln der Lösung sollten verifiziert werden.

Verknüpfungen: Verknüpfungen mit Webseiten von Microsoft.com oder anderen zugelassenen Websites müssen auf ihre Gütigkeit überprüft werden.

Sicherheitstests

Die folgenden Ziele wurden für Sicherheitstests übernommen:

Prinzip der geringsten Berechtigungen: Die Konfigurationsempfehlungen sollten dem Prinzip der Zuweisung geringst möglicher Berechtigungen folgen.

Verfügbarkeit: Überprüfen, dass keine Konfigurationsempfehlungen gegeben wurden, die aufgrund des Verhaltens einer Person oder eines Systems die Verfügbarkeit von Systemen der Lösung herabsetzen. Dies betrifft auch unbeabsichtigtes oder böswilliges Verhalten.

Integrität: Sicherstellen, dass keine Empfehlungen gegeben wurden, die zu einem Verlust der Integrität der Geschäftsdaten führen können.

Vertraulichkeit: Sicherstellen, dass keine Empfehlungen gegeben wurden, die zur Preisgabe von Informationen gegenüber unbefugten Benutzern führen können.

Manipulation: Sicherstellen, dass keine Empfehlungen gegeben wurden, die einem Benutzer oder System erlauben, sich als autorisierter Benutzer oder als autorisiertes System auszugeben. Vergewissern, dass die Empfehlungen nicht den Diebstahl von Anmeldeinformationen ermöglichen.

Zurückweisung: Sicherstellen, dass es bei kritischen Vorgängen auf einem Server spezifische und unveränderliche Beweise gibt.

Testabfolge

Der Test vollzog sich in folgenden Phasen:

1.

Erstellungsphase: Jeder Testzyklus begann mit dieser Phase. In dieser Phase wurde die erforderliche Hardware installiert und angeschlossen, die Netzwerkkabel verbunden und die Konfiguration der anderen Hardware vorgenommen.

2.

Ablaufüberprüfungstestphase: Das Testteam führte die Konfiguration der Lösung mithilfe der Lösungsdokumentation und den Testfällen zur Ablaufüberprüfung durch. Dies stellte sicher, dass das System wie dokumentiert aufgebaut und konfiguriert wurde. Ablauftests deckten schnell Fehler in der Anleitung sowie fehlende Anweisungen in der Bereitstellungsanleitung auf, die dazu führten, dass Dienste nicht korrekt funktionierten.

3.

Funktionstestphase: Sobald die Ablauftests abgeschlossen waren, konzentrierte sich das Testteam auf die Überprüfung der Schlüsselfunktionen der Produkte und der Lösung.

4.

Verwaltungstestphase: Verwaltungstests stellten sicher, dass Konfiguration und Design der Lösung den Anforderungen für die Remoteverwaltung entsprachen.

5.

Dokumentationstestphase: Diese Tests stellten sicher, dass der Stil der Darstellung sowie die Verweise in der Dokumentation korrekt und konsistent waren.

6.

Sicherheitstestphase: Die Sicherheitstestphase war in jedem Testzyklus die letzte Phase. Diese Phase stellte sicher, dass alle definierten Sicherheitstestfälle an der vollständigen Umgebung in ihrem Endzustand ausgeführt wurden.

Testzyklus

Mehrere Testzyklen wurden durchgeführt, um die Small IT Solution im Labor zu überprüfen. Sobald der erste Testzyklus abgeschlossen und die ermittelten Fehler beseitigt waren, wurden weitere Testdurchläufe vorgenommen um sicherzustellen, dass die Lösung und die Aktualisierungen weiterhin den im Lösungstest beschriebenen Kriterien entsprach. Die ersten Tests konzentrierten sich mehr auf die Ablaufüberprüfung und die grundlegenden Funktionseinheiten. Der Schwerpunkt der folgenden Testdurchläufe lag vollständig auf den Funktionen, der Verwaltung und der Sicherheit.



Testlaborumgebung

Das Testlabor von Microsoft, das zur Überprüfung der Small IT Solution eingerichtet wurde, umfasste Laborhardware und Netzwerkhardware, welche die grundlegenden funktionalen Voraussetzungen für Netzwerkgeräte und Server erfüllte, die in der Umgebung eines kleinen Unternehmens mit 50 Benutzern verwendet werden. Die handelsübliche Laborhardware wurde in Einzelhandelsgeschäften und durch Käufe bei Online-Händlern beschafft (um Kosten zu sparen). Im Einzelnen umfasst die Testlaborumgebung folgende Komponenten:

Windows Small Business Server 2003, die Standard Edition wurde unter Verwendung einer Einzellizenz installiert; es wurde keine OEM-Installation benutzt.

Windows Storage Server 2003, die Standard Edition wurde gemäß den Empfehlungen der Microsoft-Produktgruppe installiert, um ein System einzurichten, das Systemen ähnelt, die von einem OEM erstellt werden.

In der Laborumgebung wurde kein LOB-Server erstellt.

Im Labor wurde als Speichermedium für die Datensicherung eine Dateifreigabe auf dem Windows Storage Server ausgewählt.

Diagramm zur Laborumgebung

Die Laborumgebung wird in der folgenden Abbildung veranschaulicht.

Figure 1. Test Lab Environment

Abbildung 1. Testlaborumgebung
Bild maximieren

Im Einzelnen umfasst die Testlaborumgebung folgende Komponenten:

Serverhardware: Zwei systemunabhängige, vom Anbieter erzeugte Server, von denen einer Windows Small Business Server 2003 und der andere Windows Storage Server 2003 ausführen soll.

Small Business Server-Spezifikation:

Einzelne Intel® Pentium® 4-CPU mit einer Taktfrequenz von 2,40 GHz.

512 MB Arbeitsspeicher (RAM).

Hardware-RAID-Controller (Redundant Array of Independent Disks).

Zwei 73 GB-SCSI-Festplatten in einem RAID 1-Array.

Ein 100-Mbit/s-Netzwerkadapter.

Ein externes Faxmodem (nicht WinModem) für Faxdienste.

Storage Server-Spezifikation:

Einzelne Intel® Pentium® 4-CPU mit einer Taktfrequenz von 2,40 GHz.

512 MB RAM

Eine 73-GB-IDE-Festplatte.

Ein 100-Mbit/s-Netzwerkadapter.

Clienthardware Ein Laptop mit Drahtlosnetzwerkadapter und zwei Desktopcomputer mit der folgenden Mindestausstattung:

Einzelner Intel Pentium Mobile-Prozessor mit einer Taktgeschwindigkeit von 1,6 MHz.

512 MB Arbeitsspeicher (RAM).

Eine 60-GB-IDE-Festplatte.

Windows® XP Professional SP1 mit allen relevanten Windows-Updates.

Zugriffspunkt für Drahtlosnetzwerk und Firewall: Ein einzelnes integriertes Gerät mit folgenden Spezifikationen:

Zugriffspunkt für Drahtlosnetzwerke (Wireless AP) mit Transmitter, der sowohl 802.11a als auch 802.11b unterstützt.

Unterstützung für 802.1x-Authentifizierung.

Firewall für kleine Unternehmen mit Port-Filterfunktion, VPN-Unterstützung (Virtual Private Network), Überwachungsfunktionen und rollenbasierter Zugriffskontrolle.

Vier Ethernet-Ports.

Internet: Eine 64-Kbit/s- DSL-Verbindung und eine dedizierte öffentliche IP-Adresse.

Switches: Ein einfacher nicht verwalteter Netzwerkswitch mit 24 Ports.

Drucker und Scanner: Ein Laserdrucker mit integrierter Netzwerkkarte und Druckserver. Ein billiger, handelsüblicher USB-Scanner.

IP-Adressen: Ein privates IP-Subnetz mit der IP-Adresse 10.0.0.x (Subnetzmaske 255.255.255.0) für alle internen Computer und Geräte.



Freigabekriterien für die Tests

Die Freigabekriterien für Tests der Small IT Solution hingen eng mit dem Schweregrad der während der Testphase gefundenen Fehler zusammen. Die Lösung wurde erst freigegeben, nachdem die erfolgreiche Behebung aller wesentlichen Fehler sichergestellt worden war. Die Kriterien für die Freigabe umfassten folgende Punkte:

Es liegen keine offenen Fehler des Schweregrades 1 und 2 vor. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt "Skala für den Schweregrad von Fehlern" weiter hinten in diesem Kapitel.

Die gesamte Dokumentation enthält weder Kommentare noch Änderungsmarkierungen.

Alle offenen Fehler werden vom Small IT Solution-Team gesichtet, und das Team kennt und akzeptiert deren Auswirkungen auf die Lösungen.

Alle Testfälle konnten während der letzten Testdurchläufe erfolgreich abgeschlossen werden.

Alle externen Überprüfungen sind abgeschlossen, und bekannte Diskrepanzen sind behoben.

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TeststrategieTeststrategie
TestherangehensweiseTestherangehensweise
TestlaborumgebungTestlaborumgebung
Freigabekriterien für die TestsFreigabekriterien für die Tests
ZusammenfassungZusammenfassung

Erfolgs- und Misserfolgskriterien für Testfälle

Ein Testfall galt als erfolgreich abgeschlossen, wenn die tatsächlichen Ergebnisse mit den erwarteten Ergebnissen, die für den Fall dokumentiert waren, übereinstimmten; wenn diese Ergebnisse nicht übereinstimmten, wurde der Fall als "fehlgeschlagen" gekennzeichnet, und es wurde ein Fehler dokumentiert.

Ein fehlgeschlagener Fall wies nicht unbedingt auf einen Mangel der Funktion hin. Eine falsche Auslegung der Projektdokumentation, eine unvollständige oder ungenaue Dokumentation können ebenfalls Fehler verursachen. Jeder Fehler wurde sorgfältig analysiert, um die Ursache herauszufinden. Ein erfolgreich abgeschlossener Testfall musste die folgenden Kriterien erfüllen:

Alle Prozesse müssen ohne unerwartete Fehler ausgeführt werden.

Alle Prozesse müssen innerhalb eines akzeptablen Zeitraums beendet werden.

Skala für den Schweregrad von Fehlern

Der Schweregrad von Fehlern wurde auf einer Skala von 1 bis 4 gemessen; dabei stellte der Wert 1 den höchsten und der Wert 4 den niedrigsten Schweregrad dar. In der folgenden Tabelle sind die Richtlinien aufgeführt, nach denen Fehlern ein Schweregrad zuwiesen wurde.

SchweregradBeschreibung

1

Fataler Fehler: Das System funktionierte nicht. Wichtige Teile des Systems arbeiteten nicht mehr korrekt. Es gab keine realisierbare Problemumgehung.

2

Schwerwiegender Fehler: Die primären Unternehmensanforderungen konnten mit dem System nicht erfüllt werden. Es gab keine leicht ersichtlichen realisierbaren Problemumgehungen. Die Leistung, Funktionalität oder Verwendbarkeit war erheblich beeinträchtigt.

3

Normaler Fehler: Die Unternehmensanforderungen konnten mit dem System erfüllt werden. Alle erforderlichen Problemumgehungen waren offensichtlich. Die Leistung, Funktionalität oder Verwendbarkeit war nicht erheblich beeinträchtigt.

4

Geringfügiger Fehler: Geringfügige Tippfehler, Vorschläge für die Wunschliste, eine Änderung der Kategorie "schön, wenn es sie gäbe", die aber nicht erforderlich ist. Würde sich auf die Genauigkeit oder Verwendbarkeit der Freigabe nicht wesentlich auswirken.

Tabelle 1. Schweregrad von Fehlern



Zusammenfassung

In diesem Kapitel wurden Umfang, Ansatz und Strategie für das Testen der Small IT Solution beschrieben. Zudem enthält das Kapitel Informationen zu der Laborumgebung, die eine kleine IT-Umgebung repräsentiert, sowie zur Konfiguration mit Tools und Skripts, die während der Tests der Lösung verwendet wurden.


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