Windows XP Service Pack 2 - Handbuch für die Anwendungskompatibilität

Minimieren von Kompatibilitätsproblemen

Veröffentlicht: 19.11.2004
Auf dieser Seite
EinführungEinführung
Anwenden von Korrekturen zur ProblemminimierungAnwenden von Korrekturen zur Problemminimierung
Entfernen von Korrekturen zur ProblemminimierungEntfernen von Korrekturen zur Problemminimierung
ZusammenfassungZusammenfassung

Einführung

Nachdem Sie die Tests von Anwendungen und die Identifizierung von Kompatibilitätsproblemen abgeschlossen haben, müssen Sie diese Inkompatibilitäten im nächsten Schritt beheben. Die optimale Vorgehensweise besteht darin, die inkompatible Software neu zu entwickeln oder zu aktualisieren, um sie an die verbesserte Sicherheitsbasis von Windows XP SP2 anzupassen. Allerdings wird häufig eine kurzfristige Korrektur so lange benötigt, bis eine dauerhaftere Lösung implementiert werden kann. Diese kurzfristige Vorgehensweise ermöglicht die Ausführung von Anwendungen durch selektives Reduzieren der von Windows XP SP2 implementierten Sicherheitseinstellungen.

In diesem Kapitel werden Techniken zur Problemminimierung beschrieben, bei denen eine Kombination aus Benutzeroberfläche, Skripts und Active Directory-Gruppenrichtlinien verwendet wird. Die Problemminimierung umfasst das Implementieren eines Kompatibilitätszeitrahmens, um die Bereitstellung von Korrekturen zur Problemminimierung nachzuverfolgen. Sobald vollständige Anwendungskompatibilität durch das Neuschreiben oder Aktualisieren von Anwendungen erzielt wurde, können die reduzierten Sicherheitseinstellungen entfernt werden.

Weitere Informationen zu Änderungen und Erweiterungen von Gruppenrichtlinieneinstellungen für Windows XP SP2 finden Sie auf der Microsoft-Website unter

http://www.microsoft.com/germany/technet/datenbank/articles/600520.mspx

Anwenden von Korrekturen zur Problemminimierung

Für das Anwenden von Korrekturen zur Problemminimierung auf Computern unter Windows XP SP2 ist eine vorsichtige Vorgehensweise erforderlich - mit vollem Bewusstsein über die Auswirkungen vorgenommener Änderungen. Änderungen an Sicherheitseinstellungen in Windows XP SP2 sollten nur bei bestimmten Problemen mit der Anwendungskompatibilität ausgeführt werden und die Sicherheit nur in dem Umfang reduzieren, der für die Aufrechterhaltung der Anwendungsfunktionalität unbedingt erforderlich ist.

Internet Explorer

Internet Explorer weist die meisten Verbesserungen in Windows XP SP2 auf. Weil es sich bei Internet Explorer um ein beliebtes Front-End für Webanwendungen handelt, wirken sich diese neuen Features wahrscheinlich auf die Anwendungsfunktionalität aus. Dieser Abschnitt befasst sich mit Techniken zur Problemminimierung für die folgenden Internet Explorer-Features:

Funktionssteuerung

UrlAction-Sicherheit

Binärverhalten

Sperrung der Zone des lokalen Computers

MIME-Verarbeitung

Objektzwischenspeicherungsschutz

Fenstereinschränkungen

Schutz vor Zonenanhebung

Informationsleiste

Popupverwaltung

Add-On-Verwaltung

Funktionssteuerung

Die Funktionssteuerungseinstellungen legen fest, welche Prozesse - einschließlich Internet Explorer - von vielen der Sicherheitsfeatures in Windows XP SP2 betroffen werden. Wenn die Einstellung Funktionssteuerung aktiviert ist, können Sicherheitsfeatures über die Windows XP SP2-Funktionalität gesteuert werden, wie z. B. die Sicherheitseinstellungen in Internet Explorer.

Die Funktionssteuerung konfiguriert die Sicherheitseinstellungen für die einzelnen Features nicht direkt, ermöglicht es aber, dass die Konfiguration wirksam wird. Über die Funktionssteuerung kann bei einzelnen Anwendungen das Implementieren von Sicherheitseinstellungen gewählt bzw. abgelehnt werden. Diese Flexibilität gibt Administratoren die Möglichkeit, die Sicherheit in bestimmten Bereichen, die zu Inkompatibilität führen können, zu verringern. Damit erhalten sie eine einfache Option für Sicherheitskonfigurationen.

Hinweis: Wenn die Einstellung Funktionssteuerung deaktiviert ist, wird das Internet Explorer-Verhalten auf dasjenige unter Windows XP Service Pack 1 (SP1) zurückgesetzt.

Es gibt verschiedene Verfahren zum Konfigurieren der Funktionssteuerung in Windows XP SP2. Hierzu gehören die folgenden Verfahren:

Verwenden des Dialogfelds Sicherheitseinstellungen

Erstellen und Ausführen einer REG-Datei

Ausführen eines Skripts

Implementieren von Active Directory-Gruppenrichtlinien

Diese Optionen ermöglichen es Ihnen, die geeignetste Methode für die Umgebung auszuwählen.

Verwenden des Dialogfelds "Sicherheitseinstellungen"

Sie können die Funktionen der Benutzeroberfläche über Internetoptionen in der Systemsteuerung konfigurieren und dazu die Registerkarte Sicherheit im Dialogfeld Internetoptionen verwenden. Nach dem Klicken auf die Schaltfläche Benutzerdefinierte Stufe wird das in Abbildung 3.1 wiedergegebene Dialogfeld Sicherheitseinstellungen angezeigt.

Abbildung 3.1 Internet Explorer-Dialogfeld Sicherheitseinstellungen

Abbildung 3.1 Internet Explorer-Dialogfeld "Sicherheitseinstellungen"
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Auf derselben Registerkarte können Sie die Zonenmitgliedschaft konfigurieren, indem Sie die zutreffende Zone auswählen und auf die Schaltfläche Sites klicken. Abbildung 3.2 zeigt das Dialogfeld Eingeschränkte Sites, über das dieser Sicherheitszone Websites hinzugefügt werden.

Abbildung 3.2 Konfigurationsschnittstelle Eingeschränkte Sites

Abbildung 3.2 Konfigurationsschnittstelle "Eingeschränkte Sites"
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Die Kombination dieser Schnittstellen ermöglicht die manuelle Konfiguration von Sicherheitszonen und deren Features.

Verwenden des Registrierungs-Editors

Sie können Sicherheitsfeatures mithilfe von Regedit, dem Windows XP-Registrierungs-Editor, direkt konfigurieren, obwohl die Verwendung von Regedit als Konfigurationsmethode nicht empfohlen wird. Sobald die benötigten Registrierungspfade identifiziert wurden, können Sie die erforderlichen Änderungen mithilfe eines Skripts oder einer REG-Datei vornehmen. Starten Sie Regedit, und wechseln Sie zu folgendem Schlüssel:

HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft
\Internet Explorer\Main\FeatureControl

Dieser Schlüssel enthält einen untergeordneten Schlüssel für jede Funktion. Abbildung 3.3 zeigt den Inhalt des Registrierungsschlüssels für die Funktionssteuerung, FeatureControl.

Abbildung 3.3 Registrierungsschlüssel und -unterschlüssel FeatureControl

Abbildung 3.3 Registrierungsschlüssel und -unterschlüssel "FeatureControl"
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Jeder featurespezifische Schlüssel enthält Werte für individuelle Einstellungen. Durch Eingabe des Wertes 1 wird die Windows XP SP2-Sicherheitskonfiguration für das entsprechende Feature aktiviert. Mit dem Wert 2 wird das Feature so konfiguriert, dass es sich wie unter Windows XP SP1 verhält. Mit dem Wert * wird eine Standardkonfiguration für alle nicht speziell definierten Prozesse bereitgestellt.

Die Werte für die einzelnen Featureschlüssel sind den in Abbildung 3.4 wiedergegebenen Werten ähnlich.

Abbildung 3.4 Featurespezifische Registrierungsschlüsselwerte zur Anzeige der Konfiguration für individuelle Prozesse

Abbildung 3.4 Featurespezifische Registrierungsschlüsselwerte zur Anzeige der Konfiguration für individuelle Prozesse
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HINWEIS: Alle entsprechenden Einstellungen in HKEY_COMPUTER_USER setzen die Einstellungen in HKEY_LOCAL_MACHINE außer Kraft. Außerdem setzen die über Gruppenrichtlinien festgelegten Einstellungen die entsprechenden Einstellungen in HKEY_CURRENT_USER bzw. HKEY_LOCAL_MACHINE außer Kraft.

Erstellen und Ausführen einer REG-Datei

Mithilfe von Regedit können Sie einen bestimmten Featureschlüssel in eine REG-Datei exportieren. Diese Datei kann mit einem beliebigen Text-Editor bearbeitet und dann durch ihre Ausführung in die Registrierung auf dem Zielcomputer importiert werden. Abbildung 3.5 zeigt den Inhalt einer typischen Exportdatei für die Registrierung.

Abbildung 3.5 Inhalt einer REG-Datei, der aus dem Registrierungsschlüssel Feature_Behaviors exportiert wurde.

Abbildung 3.5 Inhalt einer REG-Datei, der aus dem Registrierungsschlüssel "Feature_Behaviors" exportiert wurde.
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Eine empfehlenswerte Methode zum Erstellen der REG-Datei besteht darin, dass ein Administrator einen Testcomputer konfiguriert, bevor er die relevanten Schlüssel exportiert.

Ausführen eines Skripts

Alternativ dazu können Sie ein Skript schreiben, um die Registrierung zu bearbeiten und die erforderliche Konfiguration zu implementieren. Die folgende Auflistung ist ein Beispiel für ein geeignetes Skript.

Hinweis: Einige der folgenden Codezeilen werden zur besseren Lesbarkeit in mehreren Zeilen wiedergegeben.

Set WshShell = CreateObject("Wscript.Shell")
   WshShell.RegWrite "HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE
   \Microsoft\Internet 
Explorer\Main\FeatureControl\FEATURE_BEHAVIORS
\MyApp.exe", "1", "REG_DWORD"
Implementieren von Active Directory-Gruppenrichtlinien

Active Directory-Gruppenrichtlinien bieten Administratoren eine einfache Möglichkeit zum Bereitstellen von Sicherheitseinstellungen auf mehreren Computern. Die Einstellungen von Funktionssteuerung für Internet Explorer befinden sich in der Computer- und der Benutzerkonfiguration unter folgendem Pfad:

Administrative Templates\Windows Components
\Internet Explorer\Security Features

Abbildung 3.6 zeigt die Einstellungen von Funktionssteuerung in Gruppenrichtlinien.

Abbildung 3.6 Active Directory-Gruppenrichtlinieneinstellungen für Funktionssteuerung

Abbildung 3.6 Active Directory-Gruppenrichtlinieneinstellungen für "Funktionssteuerung"
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Hier können Sie angeben, ob die sichere Windows XP SP2-Konfiguration für bestimmte Prozesse bei jedem Feature gilt. Gruppenrichtlinien stellen zusätzliche featurespezifische Konfigurationen für einige Features bereit. So lässt beispielsweise Binärverhalten eine Liste von Verhalten zu, die vom Administrator genehmigt wurden, Add-On-Verwaltung stellt eine bestimmte Add-On-Liste bereit, und Netzwerkprotokollsperrung kann für jede Internet Explorer-Sicherheitszone konfiguriert werden.

Klicken Sie auf die nachstehenden Links, um zusätzliche Informationen zu dieser Technologie im Handbuch anzuzeigen:

Einführung in die Funktionssteuerung

Testen der Anwendungskompatibilität für die Funktionssteuerung

UrlActions

Einige der in diesem Handbuch behandelten Features werden mithilfe der UrlAction-Sicherheit konfiguriert. Vor der Veröffentlichung von Windows XP SP2 konnten diese Features zonenweise konfiguriert werden; allerdings war das Internet Explorer Administration Kit (IEAK) erforderlich, um Konfigurationseinstellungen für mehrere Systeme im Rahmen einer Sicherheitsrichtlinie festzulegen. Bei Windows XP SP2 ist diese Funktionalität jetzt in die Gruppenrichtlinienverwaltungskonsole (Group Policy Management Console - GPMC) eingeschlossen, obwohl die Konfiguration weiterhin über die Benutzeroberfläche, mithilfe von Skripts oder durch Importieren von REG-Dateien durchgeführt werden kann.

Genauso wie die Einstellungen von Funktionssteuerung können UrlActions auf der Registerkarte Sicherheit des Dialogfelds Internetoptionen konfiguriert werden. Abbildung 3.7 zeigt das Internet Explorer-Dialogfeld Sicherheitseinstellungen für eine bestimmte Sicherheitszone.

Abbildung 3.7 Sicherheitszoneneinstellungen in Internet Explorer

Abbildung 3.7 Sicherheitszoneneinstellungen in Internet Explorer
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Über diese Schnittstelle können verschiedene UrlActions in den einzelnen Zonen aktiviert bzw. deaktiviert werden. Über die Dialogfelder Sicherheitseinstellungen und Sites können Sie UrlActions und Websitemitgliedschaften organisieren, um die Kompatibilitätsprobleme zu verringern.

Sie können UrlActions auch konfigurieren, indem Sie mithilfe von Skripts oder REG-Dateien auf die Registrierung direkt zugreifen. In der Registrierung wird jede Sicherheitszone unter folgendem Schlüssel definiert:

HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows
\CurrentVersion\Internet Settings\Zones

Der Schlüssel Zones verfügt über 5 untergeordnete Schlüssel, die von 0 bis 4 nummeriert sind und die Konfiguration für die folgenden Sicherheitszonen enthalten:

0 = Lokaler Computer

1 = Intranet

2 = Vertrauenswürdige Sites

3 = Internet

4 = Eingeschränkte Sites

Zum Konfigurieren der Sperrung der Zone des lokalen Computers können Sie folgenden Registrierungsschlüssel verwenden:

HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows
\CurrentVersion\Internet Settings\Lockdown-Zones\0

Jeder Zonenschlüssel enthält jede konfigurierbare Aktion für die jeweilige Zone. Abbildung 3.8 zeigt die Registrierungsschlüssel und Werte, in denen die Sicherheitszonenkonfiguration gespeichert ist.

Abbildung 3.8 In der Registrierung gespeicherte Sicherheitszonenkonfiguration

Abbildung 3.8 In der Registrierung gespeicherte Sicherheitszonenkonfiguration
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UrlActions werden in der Registrierung durch einen numerischen Wert dargestellt. In Tabelle 3.1 wird der Name der UrlAction mit der in der Registrierung jeweils angezeigten Nummer verknüpft.

Tabelle 3.1 UrlActions und zugehörige numerische Kennungen

Flagname der UrlActionEinstellung im Dialogfeld "Sicherheitseinstellungen"Numerische Kennung

URLACTION_DOWNLOAD_SIGNED_ACTIVEX

Download von signierten ActiveX-Steuerelementen

1001

URLACTION_DOWNLOAD_UNSIGNED_ACTIVEX

Download von unsignierten ActiveX-Steuerelementen

1004

URLACTION_ACTIVEX_RUN

ActiveX-Steuerelemente initialisieren und ausführen, die nicht sicher sind

1200

URLACTION_ACTIVEX_OVERRIDE_OBJECT_SAFETY

ActiveX-Steuerelemente und Plugins ausführen

1201

URLACTION_SCRIPT_RUN

Active Scripting

1400

URLACTION_SCRIPT_JAVA_USE

Scripting von Java-Applets

1402

URLACTION_SCRIPT_SAFE_ACTIVEX

ActiveX-Steuerelemente ausführen, die für Scripting sicher sind

1405

URLACTION_CROSS_DOMAIN_DATA

Auf Datenquellen über Domänengrenzen hinweg zugreifen

1406

URLACTION_SCRIPT_PASTE

Einfügeoperationen über ein Skript zulassen

1407

URLACTION_HTML_SUBMIT_FORMS

Unverschlüsselte Formulardaten übermitteln

1601

URLACTION_HTML_FONT_DOWNLOAD

Schriftartdownload

1604

URLACTION_HTML_USERDATA_SAVE

Dauerhaftigkeit der Benutzerdaten

1606

URLACTION_HTML_SUBFRAME_NAVIGATE

Subframes zwischen verschiedenen Domänen bewegen

1607

URLACTION_HTML_META_REFRESH

META REFRESH zulassen

1608

URLACTION_HTML_MIXED_CONTENT

Gemischte Inhalte anzeigen

1609

URLACTION_SHELL_INSTALL_DTITEMS

Installation von Desktopelementen

1800

URLACTION_SHELL_MOVE_OR_COPY

Ziehen und Ablegen oder Kopieren und Einfügen von Dateien

1802

URLACTION_SHELL_FILE_DOWNLOAD

Dateidownload

1803

URLACTION_SHELL_VERB

Programme und Dateien in einem IFRAME starten

1804

URLACTION_SHELL_POPUPMGR

Popupblocker verwenden

1809

URLACTION_NETWORK_MIN

Anmeldung

1A00

URLACTION_CLIENT_CERT_PROMPT

Keine Aufforderung zur Clientzertifikatauswahl, wenn kein oder nur ein Zertifikat vorhanden ist

1A04

URLACTION_JAVA_PERMISSIONS

Java-Berechtigungen

1C00

URLACTION_CHANNEL_SOFTDIST_PERMISSIONS

Berechtigungen für Softwarechannel

1E05

URLACTION_BEHAVIOR_RUN

Binär- und Skriptverhalten

2000

URLACTION_MANAGED_SIGNED

Mit Authenticode signierte Komponenten ausführen, die .NET Framework erfordern

2001

URLACTION_MANAGED_UNSIGNED

Nicht mit Authenticode signierte Komponenten ausführen, die .NET Framework erfordern

2004

URLACTION_FEATURE_MIME_SNIFFING

Dateien basierend auf dem Inhalt und nicht der Dateierweiterung öffnen

2100

URLACTION_FEATURE_ZONE_ELEVATION

Websites, die sich in Webinhaltzonen niedriger Berechtigung befinden, können in diese Zone navigieren

2101

URLACTION_FEATURE_WINDOW_RESTRICTIONS

Skript-initiierte Fenster ohne Größen- bzw. Positionseinschränkungen zulassen

2102

URLACTION_AUTOMATIC_DOWNLOAD_UI

Automatische Eingabeaufforderung für Dateidownloads

2200

URLACTION_AUTOMATIC_ACTIVEX_UI

Automatische Eingabeaufforderung für ActiveX-Steuerelemente

2201

URLACTION_ALLOW_RESTRICTEDPROTOCOLS

Zugriff auf den Computer für aktive Inhalte über eingeschränkte Protokolle zulassen

2300

In Tabelle 3.2 werden die numerischen Kennungen der UrlActions mit möglichen Konfigurationswerten kombiniert.

Tabelle 3.2 Numerische Kennungen und Konfigurationsoptionen von UrlActions

KennungOptionen für UrlAction-Richtlinieneinstellungen

1001

"Aktivieren"=0x00000000

"Deaktivieren"=0x00000003

"Eingabeaufforderung"=0x00000001

1004

"Aktivieren"=0x00000000

"Deaktivieren"=0x00000003

"Eingabeaufforderung"=0x00000001

1200

"Vom Administrator genehmigt"=0x00010000

"Aktivieren"=0x00000000

"Deaktivieren"=0x00000003

"Eingabeaufforderung"=0x00000001

1201

"Aktivieren"=0x00000000

"Deaktivieren"=0x00000003

"Eingabeaufforderung"=0x00000001

1400

"Aktivieren"=0x00000000

"Deaktivieren"=0x00000003

"Eingabeaufforderung"=0x00000001

1402

"Aktivieren"=0x00000000

"Deaktivieren"=0x00000003

"Eingabeaufforderung"=0x00000001

1405

"Aktivieren"=0x00000000

"Deaktivieren"=0x00000003

"Eingabeaufforderung"=0x00000001

1406

"Aktivieren"=0x00000000

"Deaktivieren"=0x00000003

"Eingabeaufforderung"=0x00000001

1407

"Aktivieren"=0x00000000

"Deaktivieren"=0x00000003

"Eingabeaufforderung"=0x00000001

1601

"Aktivieren"=0x00000000

"Deaktivieren"=0x00000003

"Eingabeaufforderung"=0x00000001

1604

"Aktivieren"=0x00000000

"Deaktivieren"=0x00000003

"Eingabeaufforderung"=0x00000001

1606

"Aktivieren"=0x00000000

"Deaktivieren"=0x00000003

1607

"Aktivieren"=0x00000000

"Deaktivieren"=0x00000003

"Eingabeaufforderung"=0x00000001

1608

"Aktivieren"=0x00000000

"Deaktivieren"=0x00000003

1609

"Aktivieren"=0x00000000

"Deaktivieren"=0x00000003

"Eingabeaufforderung"=0x00000001

1800

"Aktivieren"=0x00000000

"Deaktivieren"=0x00000003

"Eingabeaufforderung"=0x00000001

1802

"Aktivieren"=0x00000000

"Deaktivieren"=0x00000003

"Eingabeaufforderung"=0x00000001

1803

"Aktivieren"=0x00000000

"Deaktivieren"=0x00000003

1804

"Aktivieren"=0x00000000

"Deaktivieren"=0x00000003

"Eingabeaufforderung"=0x00000001

1809

"Aktivieren"=0x00000000

"Deaktivieren"=0x00000003

1A00

"Anonyme Anmeldung"=0x00030000

"Automatisches Anmelden nur in der Intranetzone"=0x00020000

"Automatische Anmeldung mit aktuellem Benutzernamen und Kennwort"=0x00000000

"Nach Benutzername und Kennwort fragen"=0x00010000

1A04

"Aktivieren"=0x00000000

"Deaktivieren"=0x00000003

1C00

"Hohe Sicherheit"=0x00010000

"Mittlere Sicherheit"=0x00020000

"Niedrige Sicherheit"=0x00030000

"Benutzerdefiniert"=0x00800000

"Java aktivieren"=0x00000000

1E05

"Hohe Sicherheit"=0x00010000

"Mittlere Sicherheit"=0x00020000

"Niedrige Sicherheit"=0x00030000

2000

"Aktivieren"=0x00000000

"Vom Administrator genehmigt"=0x00010000

"Deaktivieren"=0x00000003

2001

"Aktivieren"=0x00000000

"Deaktivieren"=0x00000003

"Eingabeaufforderung"=0x00000001

2004

"Aktivieren"=0x00000000

"Deaktivieren"=0x00000003

"Eingabeaufforderung"=0x00000001

2100

"Aktivieren"=0x00000000

"Deaktivieren"=0x00000003

2101

"Aktivieren"=0x00000000

"Deaktivieren"=0x00000003

"Eingabeaufforderung"=0x00000001

2102

"Aktivieren"=0x00000000

"Deaktivieren"=0x00000003

2200

"Aktivieren"=0x00000000

"Deaktivieren"=0x00000003

2201

"Aktivieren"=0x00000000

"Deaktivieren"=0x00000003

2300

"Aktivieren"=0x00000000

"Deaktivieren"=0x00000003

"Eingabeaufforderung"=0x00000001

Zum Konfigurieren von Sicherheitszonen können Sie eine REG-Datei aus einem exportierten Zonenschlüssel verwenden und bei Bedarf bearbeiten, oder Sie verwenden ein Skript, um die Registrierung direkt wie in dem oben wiedergegebenen Beispiel zu bearbeiten.

Weitere Informationen zu den Verfahren zum Hinzufügen, Ändern oder Löschen von Registrierungsunterschlüsseln und Werten mithilfe einer REG-Datei finden Sie auf der Microsoft-Website unter:

http://support.microsoft.com/default.aspx?kbid=310516

Es ist auch möglich, die Konfiguration von UrlActions mithilfe von Gruppenrichtlinien zonenweise zu bearbeiten. Die UrlAction-Einstellungen für Internet Explorer befinden sich in der Computer- und der Benutzerkonfiguration unter dem folgenden Pfad:

Administrative Templates\Windows Components
\Internet Explorer\Internet Control Panel\Security Page

Abbildung 3.9 zeigt die Konfiguration von Sicherheitszonen in der Gruppenrichtlinienkonsole.

Abbildung 3.9 Sicherheitszonenkonfigurationen in Gruppenrichtlinien

Abbildung 3.9 Sicherheitszonenkonfigurationen in Gruppenrichtlinien
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Zonenvorlagen können ebenfalls über die Registrierung oder mithilfe von Gruppenrichtlinien konfiguriert werden. Diese Vorlagen bieten die Möglichkeit, Standardkonfigurationen schnell und problemlos auf Gruppen von Computern anzuwenden. Sie können eine Vorlage über das Internet Explorer-Dialogfeld Sicherheitseinstellungen anwenden, indem Sie auf die gewünschte Einstellung und dann auf die Schaltfläche Zurücksetzen klicken.

Abbildung 3.10 zeigt, wo eine Sicherheitszonenvorlage anzuwenden ist.

Abbildung 3.10 Anwenden einer Sicherheitszonenvorlage über die Benutzeroberfläche

Abbildung 3.10 Anwenden einer Sicherheitszonenvorlage über die Benutzeroberfläche
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In der Registrierung werden die Vorlageneinstellungen in folgendem Schlüssel gespeichert:

HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows
\CurrentVersion\Internet Settings\TemplatePolicies

Auch in diesem Fall können Sie die Konfiguration mithilfe einer REG-Datei oder eines Skripts ändern. Alternativ dazu verwenden Sie Active Directory-Gruppenrichtlinien zum Konfigurieren von Zonenvorlagen unter:

Administrative Templates\Windows Components
\Internet Explorer\Internet Control Panel\Security Page

In Tabelle 3.3 werden die konfigurierbaren numerischen Werte für diese Vorlagen aufgelistet.

Tabelle 3.3 Konfigurierbare Werte für Sicherheitszoneneinstellungen

WertDWORDEinstellung

0

0x00000000

Aktivieren

1

0x00000001

Eingabeaufforderung

3

0x00000003

Deaktivieren

65536

0x00010000

Hohe Sicherheit

131072

0x00020000

Mittlere Sicherheit

196608

0x00030000

Niedrige Sicherheit

In Tabelle 3.4 wird die Standardkonfiguration für die einzelnen Sicherheitszonen angegeben.

Tabelle 3.4 Standardwerte für Sicherheitszoneneinstellungen

Numerische Kennung der UrlActionVorlage für hohe Sicherheit Eingeschränkte ZoneVorlage für mittlere Sicherheit InternetzoneVorlage für niedrige Sicherheit IntranetzoneVorlage für sehr geringe Sicherheit Vertrauenswürdige ZoneZone des lokalen ComputersSperrung der Zone des lokalen Computers

1001

3

1

1

0

0

 

1004

3

3

3

1

1

3

1200

3

0

0

0

0

3

1201

3

3

3

1

1

3

1400

3

0

0

0

0

3

1402

3

0

0

0

0

 

1405

3

0

0

0

0

 

1406

3

3

1

0

0

 

1407

3

0

0

0

0

 

1601

1

1

0

0

0

 

1604

1

0

0

0

0

 

1606

3

0

0

0

0

 

1607

3

0

0

0

0

 

1608

3

0

0

0

0

 

1609

1

1

1

1

1

 

1800

3

1

1

0

0

 

1802

1

0

0

0

0

 

1803

3

0

0

0

0

 

1804

3

1

1

0

0

 

1809

0

0

3

3

3

 

1A00

65536

131072

131072

0

0

 

1A04

3

3

0

0

0

3

1C00

0

65536

131072

196608

196608

0

1E05

65536

131072

131072

196608

196608

 

2000

3

0

0

0

0

65536

2001

3

0

0

0

3

3

2004

3

0

0

0

3

3

2100

3

0

0

0

0

3

2101

0

0

0

1

3

3

2102

3

3

0

0

0

3

2200

3

3

0

0

0

3

2201

3

3

0

0

0

3

2300

3

1

1

1

1

N/V

Verwenden Sie die Funktionssteuerung und UrlActions gemeinsam, um Sicherheitseinstellungen in den Internet Explorer-Sicherheitszonen zu konfigurieren. Falls bei Anwendungen Kompatibilitätsprobleme auftreten, versuchen Sie, die Sicherheitseinstellungen für die jeweilige Zone zu ändern, ohne die Sicherheit für den Computer insgesamt zu schwächen. Bei Bedarf können Sie ein Sicherheitsfeature nur für bestimmte Prozesse über die Funktionssteuerung deaktivieren bzw. aktivieren.

Klicken Sie auf die nachstehenden Links, um zusätzliche Informationen zu dieser Technologie im Handbuch anzuzeigen:

Einführung in UrlActions

Testen der Anwendungskompatibilität für UrlActions

Binärverhalten

Das Binärverhalten kann über die Funktionssteuerung und die UrlAction-Sicherheit aktiviert bzw. deaktiviert werden, wie weiter oben in diesem Handbuch beschrieben wurde.

Zusätzliche Informationen zu dieser Technologie im Handbuch finden Sie in den folgenden Abschnitten:

Unterabschnitt "Funktionssteuerung" des Abschnitts "Anwenden von Korrekturen zur Problemminimierung"

Unterabschnitt "UrlActions" des Abschnitts "Anwenden von Korrekturen zur Problemminimierung"

Außer dem Zulassen von Binärverhalten in bestimmten Zonen ist es möglich, eine Liste spezifischer, vom Administrator genehmigter Verhalten mithilfe des folgenden Registrierungsschlüssels zu konfigurieren:

HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows
\CurrentVersion\Internet Settings\Allowed Behaviors
\#%Namespace%#%Behavior%=DWORD:00000001

Ersetzen Sie ggf. die Variablen Namespace und Behavior (Verhalten). Statt sämtliche Binärverhalten aktivieren oder deaktivieren zu müssen, kann ab jetzt die vom Administrator genehmigte Einstellung verwendet werden.

Klicken Sie auf die nachstehenden Links, um zusätzliche Informationen zu dieser Technologie im Handbuch anzuzeigen:

Einführung in Binärverhalten

Testen der Anwendungskompatibilität für Binärverhalten

Sperrung der Zone des lokalen Computers

Anwendungen, die lokale HTML-Dateien in Internet Explorer verarbeiten, sind wahrscheinlich von der Sicherheit des lokalen Computers betroffen. Die Sperrung der Zone des lokalen Computers kann über die Funktionssteuerung und die UrlAction-Sicherheit konfiguriert werden, wie weiter oben in diesem Handbuch erläutert wurde.

Zusätzliche Informationen zu dieser Technologie im Handbuch finden Sie in den folgenden Abschnitten:

Unterabschnitt "Funktionssteuerung" des Abschnitts "Anwenden von Korrekturen zur Problemminimierung"

Unterabschnitt "UrlActions" des Abschnitts "Anwenden von Korrekturen zur Problemminimierung"

Bei Internet Explorer ist das Feature Sperrung der Zone des lokalen Computers standardmäßig aktiviert. Mithilfe von Active Directory-Gruppenrichtlinien können Sie die Ausführung aktiver Inhalte von CDs ohne Eingabeaufforderung zulassen.

Abbildung 3.11 zeigt, wo diese Einstellung in den Gruppenrichtlinien zu finden ist.

Abbildung 3.11 Verwenden von Gruppenrichtlinien, um die Ausführung aktiver Inhalte von CD zuzulassen

Abbildung 3.11 Verwenden von Gruppenrichtlinien, um die Ausführung aktiver Inhalte von CD zuzulassen
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Früher sind Entwickler möglicherweise davon ausgegangen, aktive Inhalte, wie z. B. Skripts und ActiveX-Steuerelemente, in der Zone des lokalen Computers auszuführen zu können. Unter Windows XP SP2 kann diese Vorgehensweise jetzt fehlschlagen. Wenden Sie die folgenden Techniken zur Problemminimierung an, damit eine Anwendung weiterhin funktionsfähig bleibt.

Weil die Zone Lokaler Computer jetzt restriktiver als andere Zonen ist, können Anwendungen einen Webkennzeichnungskommentar ("Mark of the Web") in HTML-Dateien verwenden. Dieses Internet Explorer-Feature ermöglicht es, dass HTML-Dateien in eine andere Sicherheitszone als die Zone Lokaler Computer gezwungen werden, damit Skripts oder ActiveX-Komponenten auf der Grundlage einer anderen Sicherheitsrichtlinie ausgeführt werden können. Diese Einstellung funktioniert in Internet Explorer, Version 4 und höher.

Zur Identifizierung von HTML-Dateien, die aus einer bestimmten Domäne gedownloadet wurden (und deshalb die Sicherheitseinstellungen derjenigen Zone aufweisen, in der die darauf angewendete Domäne enthalten ist), fügen Sie den folgenden Kommentar mit dem entsprechenden Domänennamen hinzu:

<!--saved from url=(0022)http://www.microsoft.com-->

Die Zahl in Klammern bezieht sich auf die Länge des URLs.

Wenn Sie sicherstellen möchten, dass die Seite immer als Bestandteil einer bestimmten Zone behandelt wird, fügen Sie den folgenden Kommentar mit dem entsprechenden Zonennamen hinzu:

<!--saved from url=(0013)about:internet-->

Klicken Sie auf die nachstehenden Links, um zusätzliche Informationen zu dieser Technologie im Handbuch anzuzeigen:

Einführung in die Sperrung der Zone des lokalen Computers

Testen der Anwendungskompatibilität für die Sperrung der Zone des lokalen Computers

MIME-Verarbeitung

Für die Arbeit mit der neuen MIME-Verarbeitungssicherheit müssen Webserver einheitliche Content-Type-Header und Dateinamenerweiterungen definieren. Als Alternative kann der HTTP-Header Content-disposition=attachment: hinzugefügt werden. Dieses Element sendet die Datei direkt an den zugehörigen Erweiterungshandler statt an den MIME-Handler. Wenn eine Anwendung eine vom MIME-Handler zurückgewiesene Datei in Internet Explorer ausführt, können Sie dieses Verhalten programmgesteuert ändern, damit der Handler die Datei verarbeiten kann.

Falls diese Vorgehensweise nicht möglich ist, können Sie festlegen, dass Internet Explorer den MIME-Handler bei einer Nichtübereinstimmung von MIME/Erweiterung ignoriert, indem Sie dem folgenden Bereich der Registrierung die ProgID des Handlers hinzufügen:

HKEY_CLASSES_ROOT\PROG_ID_OF_MIMEHANDLER_TO_IGNORE
\PreferExecuteOnMisMatch=DWORD:00000001

Falls eine Nichtübereinstimmung zwischen der ProgID des MIME-Handlers und dem Erweiterungshandler vorliegt, kann ein Entwickler die ProgID-Registrierung des MIME-Handlers entfernen. Wenn der MIME-Handler und der Erweiterungshandler von derselben CLSID stammen und sogar wenn der MIME-Handler die Datei zurückweist, lässt Internet Explorer die Dateiausführung im Erweiterungshandler zu.

Wenn Sie zusätzliche Eingabeaufforderungen für Dateidownloads verhindern möchten, deren Ursache die Zuordnung des MIME-Handlers zu einer Datei in der Liste AssocIsDangerous ist, registrieren Sie den betreffenden MIME-Handler unter dem folgenden Schlüssel als sicher:

HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\Windows
\CurrentVersion\InternetSettings\Secure_MIME_Handlers

Dieser Schlüssel sollte den Wert 00000001enthalten, dessen Name die ProgID des MIME-Handlers ist und dessen Typ DWORD lautet.

Wenn die MIME-Ermittlung zur Verwendung ungeeigneter Dateityphandler führt, deaktivieren Sie nach Möglichkeit die Funktion für die entsprechende Zone, wie weiter oben in diesem Handbuch beschrieben wurde.

Die MIME-Ermittlung wird über die Einstellung Dateien basierend auf dem Inhalt und nicht der Dateierweiterung öffnen gesteuert.

Klicken Sie auf die nachstehenden Links, um zusätzliche Informationen zu dieser Technologie im Handbuch anzuzeigen:

Einführung in die MIME-Verarbeitung"

Testen der Anwendungskompatibilität für die MIME-Verarbeitung

Objektzwischenspeicherungsschutz

In diesem Fall können Sie die Windows XP SP2-Konfiguration dieses Features über die Funktionssteuerung deaktivieren oder den Objektzwischenspeicherungsschutz mithilfe der UrlAction-Sicherheit zonenweise konfigurieren, wie weiter oben in diesem Handbuch beschrieben wurde.

Als Alternative kann der Entwickler den Anwendungscode zum erneuten Zwischenspeichern des Objekts neu schreiben, bevor der Zugriff auf das Objekt erfolgt.

Klicken Sie auf die nachstehenden Links, um zusätzliche Informationen zu dieser Technologie im Handbuch anzuzeigen:

Einführung in die Objektzwischenspeicherung"

Testen der Anwendungskompatibilität für die Objektzwischenspeicherung

Fenstereinschränkungen

Wenn die Einschränkung bei Skript-initiierten Fenstern zu Problemen mit der Anwendungskompatibilität führt, können Sie die Windows XP SP2-Konfiguration dieses Features über die Funktionssteuerung deaktivieren oder Fenstereinschränkungen mithilfe der UrlAction-Sicherheit zonenweise konfigurieren, wie weiter oben in diesem Handbuch beschrieben wurde.

Klicken Sie auf die nachstehenden Links, um zusätzliche Informationen zu dieser Technologie im Handbuch anzuzeigen:

Einführung in Fenstereinschränkungen

Testen der Anwendungskompatibilität für Fenstereinschränkungen

Schutz vor Zonenanhebung

Wenn der Schutz vor Zonenanhebung zu Problemen mit der Anwendungskompatibilität bei vertrauenswürdigen Webseiten führt, können Sie die Windows XP SP2-Konfiguration für das Feature über die Funktionssteuerung deaktivieren oder es mithilfe der UrlAction-Sicherheit zonenweise (oder websiteweise) deaktivieren, wie weiter oben in diesem Handbuch beschrieben wurde.

Klicken Sie auf die nachstehenden Links, um zusätzliche Informationen zu dieser Technologie im Handbuch anzuzeigen:

Einführung in den Schutz vor Zonenanhebung

Testen der Anwendungskompatibilität für den Schutz vor Zonenanhebung

Informationsleiste

Die Informationsleiste zeigt Informationen zu verschiedenen Ereignissen an. In den folgenden Abschnitten werden diese Informationstypen erläutert.

Installationsaufforderung für Add-Ons

Viele Webseiten oder Anwendungen funktionieren nur dann einwandfrei, wenn Benutzer Code installieren. Wenn die Informationsleiste dazu führt, dass Benutzer Installationsoptionen vermissen, sollten die Entwickler sicherstellen, dass sich das ActiveX-Steuerelement für die Installation auf der Seite befindet, zu der die Benutzer umgeleitet werden. In Tabelle 3.5 werden die von der Installationsaufforderung für Add-Ons bereitgestellten Informationen zusammengefasst.

Tabelle 3.5 Von der Installationsaufforderung für Add-Ons bereitgestellte Informationen

InformationsleistenelementMeldung

Informationsleistentext

Die Installation von Software von dieser Site auf den Computer wurde aus Sicherheitsgründen gestoppt. Klicken Sie hier, um Optionen anzuzeigen...

Kurztext

Software Install Blocked

Menüoptionen

Install Software

Welches Risiko besteht?

Geblockte Popupbenachrichtigung

Dieses Feature identifiziert geblockte Popupfenster in der Informationsleiste. In Tabelle 3.6 werden die Benachrichtigungsoptionen für das Popupblocken zusammengefasst.

Tabelle 3.6 Popupblockieroptionen für die Informationsleiste

InformationsleistenelementMeldung

Informationsleistentext

Ein Popup wurde geblockt. Klicken Sie hier, um das Popup bzw. weitere Optionen anzuzeigen...

Kurztext

Geblocktes Popup

Menüoptionen

Show Last Pop-up

Allow Pop-ups for this Site

Allow Pop-ups

Show Information Bar for Blocked Pop-ups (Checked)

Pop-up Window Options

Eingabeaufforderungen für automatische Downloads

Benachrichtigungen über automatische Downloads, die ohne Benutzereingriff beginnen, werden jetzt in der Informationsleiste statt in einem Popupdialogfeld angezeigt. Webseiten sollten einen Hyperlink enthalten - idealerweise mit der Angabe des URLs für den Inhalt, damit Benutzer den Dateidownload einleiten können. Wenn für das Navigieren zur Ressource ein Skript verwendet wird, sollte dieses innerhalb des Kontextes des OnClick-Ereignishandlers synchron ausgeführt werden. In Tabelle 3.7 werden die Benachrichtigungsoptionen für automatische Downloads zusammengefasst.

Tabelle 3.7 Automatische Downloadoptionen für die Informationsleiste

InformationsleistenelementMeldung

Informationsleistentext

Der Download von Dateien von dieser Site auf den Computer wurde aus Sicherheitsgründen geblockt. Klicken Sie hier, um Optionen anzuzeigen...

Kurzer Benachrichtigungstext

Geblockte Dateidownloads

Menüoptionen

Download Software

Welches Risiko besteht?

Geblockte aktive Inhalte

Windows XP SP2 blockt möglicherweise einige aktive Inhalte, die für das Funktionieren von Anwendungen erforderlich sind. In diesem Fall wird in der Informationsleiste eine entsprechende Erläuterung angezeigt. In Tabelle 3.8 werden die Benachrichtigungsoptionen für das Blocken aktiver Inhalte zusammengefasst.

Tabelle 3.8 Optionen für geblockte aktive Inhalte für die Informationsleiste

InformationsleistenelementMeldung

Informationsleistentext

Das Anzeigen aktiver Inhalte, die auf den Computer zugreifen können, wurde für diese Datei aus Sicherheitsgründen eingeschränkt. Klicken Sie hier, um Optionen anzuzeigen...

Kurztext

Geblockte aktive Inhalte

Menüoptionen

Geblockte Inhalte zulassen

Welches Risiko besteht?

ActiveX-Komponenten wurden aufgrund von Sicherheitseinstellungen geblockt

Bei Windows XP SP2 werden Informationen im Zusammenhang mit geblockten ActiveX-Komponenten jetzt in der Informationsleiste angezeigt. In Tabelle 3.9 werden die Benachrichtigungsoptionen für das Blocken von ActiveX-Komponenten zusammengefasst.

Tabelle 3.9 Optionen zum Blocken von ActiveX-Komponenten für die Informationsleiste

InformationsleistenelementMeldung

Informationsleistentext

Your security settings do not allow ActiveX controls to run on this page. Daher wird die Seite eventuell nicht richtig angezeigt. Klicken Sie hier, um Optionen anzuzeigen...

Kurztext

Geblockte Software

Menüoptionen

Allow this site to run ActiveX controls

Welches Risiko besteht?

Webseiten sollten Eingabeaufforderungen für Dateidownloads enthalten, auf die der Benutzer klicken kann. Seiten, auf die ein Benutzer umgeleitet wird, sollten auch Informationen zum Installieren der erforderlichen Add-Ons anzeigen. Wenn eine Aktualisierung zu einem Add-On veröffentlicht wird, sollte diese die gleiche GUID (Globally Unique Identifier) wie die Originaldatei aufweisen. Auf diese Weise wird verhindert, dass die Neuinstallation eine Eingabeaufforderung in der Informationsleiste generiert.

Beim Auftreten von Kompatibilitätsproblemen können Sie die Informationsleiste über die Funktionssteuerung konfigurieren, wie weiter oben in diesem Handbuch beschrieben wurde.

Klicken Sie auf die nachstehenden Links, um zusätzliche Informationen zu dieser Technologie im Handbuch anzuzeigen:

Einführung in die Informationsleiste

Testen der Anwendungskompatibilität für die Informationsleiste

Popupverwaltung

Popupblocker können in der Benutzeroberfläche durch Klicken auf die Option Popupblocker des Internet Explorer-Menüs Extras konfiguriert werden. Abbildung 3.12 zeigt das Internet Explorer-Menü Popupblocker.

Abbildung 3.12 Internet Explorer-Menü Popupblocker

Abbildung 3.12 Internet Explorer-Menü "Popupblocker"
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Nach dem Klicken auf Popupblockereinstellungen wird das in Abbildung 3.13 wiedergegebene Dialogfeld Popupblockereinstellungen angezeigt. In diesem Dialogfeld kann ein Benutzer Popups für festgelegte Websites zulassen.

Abbildung 3.13 Dialogfeld Popupblockereinstellungen

Abbildung 3.13 Dialogfeld "Popupblockereinstellungen"
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Hinweis: Es ist möglich, Popups temporär zuzulassen, indem beim Klicken auf einen Hyperlink auf der Webseite ALT gedrückt gehalten wird.

Popupblocker können mit den weiter oben in diesem Handbuch im Abschnitt über die UrlAction-Sicherheit beschriebenen Methoden aktiviert bzw. deaktiviert werden.

Zusätzliche Informationen zu dieser Technologie im Handbuch finden Sie in folgendem Abschnitt:

Unterabschnitt "UrlActions" des Abschnitts "Anwenden von Korrekturen zur Problemminimierung"

Mithilfe von Active Directory-Gruppenrichtlinien können Sie eine Liste von Websites konfigurieren, auf denen Popups selbst dann verwendet werden dürfen, wenn die Blockierung aktiviert ist. Zu diesem Zweck verwenden Sie die Einstellungen in:

Administrative Templates\Windows Components
\Internet Explorer\ Pop-up Allow List

Klicken Sie auf die nachstehenden Links, um zusätzliche Informationen zu dieser Technologie im Handbuch anzuzeigen:

Einführung in die Popupverwaltung

Testen der Anwendungskompatibilität für die Popupverwaltung

Add-On-Verwaltung

Sie können installierte Internet Explorer-Add-Ons über den Internet Explorer-Menübefehl Add-Ons verwalten identifizieren. Abbildung 3.14 zeigt diesen Menübefehl mit dem zugehörigen Dialogfeld Add-Ons verwalten.

Abbildung 3.14 Benutzeroberfläche für Add-Ons verwalten

Abbildung 3.14 Benutzeroberfläche für "Add-Ons verwalten"
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Über das Dialogfeld Add-Ons verwalten können Sie Add-Ons aktivieren bzw. deaktivieren oder ActiveX-Steuerelemente aktualisieren. Ein Administrator kann die folgenden drei Modi für Add-On-Verwaltung konfigurieren:

Normaler Modus (Standard). Der Benutzer besitzt die vollständige Kontrolle über die aktivierten bzw. deaktivierten Add-Ons.

AllowList-Modus. Der Administrator gibt die zugelassenen Add-Ons an. Alle anderen Add-Ons sind nicht zugelassen und können vom Benutzer nicht in zugelassene Add-Ons geändert werden.

DenyList-Modus. Der Administrator gibt die nicht zugelassenen Add-Ons an, doch alle anderen Add-Ons können vom Benutzer gesteuert werden.

Diese Modi können über die Registrierung mit folgendem Registrierungsschlüssel konfiguriert werden:

Management Mode
HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows
\CurrentVersion\Policies\Ext\ManagementMode:DWORD

0 = Normal

1 = AllowList

2 = DenyList

AllowList

HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows
\CurrentVersion\Policies\Ext\AllowList

AllowList enthält Unterschlüssel mit der CLSID der zugelassenen Add-Ons.

DenyList

HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows
\CurrentVersion\Policies\Ext\DenyList

DenyList enthält Unterschlüssel mit der CLSID der gesperrten Add-Ons.

Alternativ können Sie Add-Ons über Active Directory-Gruppenrichtlinien im folgenden Pfad konfigurieren:

Administrative Templates\Windows Components
\Internet Explorer\Security Features

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Einführung in die Add-On-Verwaltung

Testen der Anwendungskompatibilität für die Add-On-Verwaltung

Windows-Firewall

Unter Windows XP SP2 ist die Windows-Firewall standardmäßig aktiviert. Wenn Sie eingehende Kommunikation zulassen möchten, müssen Sie einen bestimmten Port öffnen oder ein Programm in die Ausnahmenliste einschließen. Wenn ein Dienst oder eine Anwendung einen bestimmten Port abzuhören versucht, wird der Benutzer mit einem Dialogfeld über diese Aktion informiert. Falls der Benutzer über Administratorrechte verfügt, enthält das Dialogfeld auch die Möglichkeit zum Öffnen des Ports.

Globale Konfiguration

Sie können die Windows-Firewall über die Eigenschaften einer beliebigen Netzwerkverbindung für alle Verbindungen konfigurieren. Die Registerkarte Erweitert enthält die Schaltfläche Einstellungen. Abbildung 3.15 zeigt das Dialogfeld Windows-Firewall.

Abbildung 3.15 Konfigurationsschnittstelle Windows-Firewall

Abbildung 3.15 Konfigurationsschnittstelle "Windows-Firewall"

Das Dialogfeld Windows-Firewall enthält mehrere Konfigurationsoptionen. Auf der Registerkarte Allgemein kann die Firewall deaktiviert (wird nicht empfohlen) oder in den Modus Keine Ausnahmen zulassen versetzt werden, in dem die Ausnahmenliste ignoriert wird.

Die Registerkarte Ausnahmen lässt den Zugriff auf ein Programm oder einen Port auf der folgenden Grundlage zu:

Programm. Die erforderlichen Ports werden bei Anforderung durch die Anwendung dynamisch geöffnet und bei Beendigung der Anwendung geschlossen.

Port. Der TCP- bzw. UDP-Port bleibt während der Ausführung der Windows-Firewall oder des ICF-Dienstes geöffnet.

Wenn ein Programm oder ein Port in die Ausnahmenliste eingeschlossen wird, kann der Zugriffsbereich durch Klicken auf die Schaltfläche Bereich ändern und Auswählen einer der folgenden Optionen definiert werden:

Alle Computer (einschließlich der im Internet)

Nur für eigenes Netzwerk (Subnetz)

Benutzerdefinierte Liste (eine Liste von IP-Adressen und der Subnetzmaske)

Schnittstellenspezifische Konfiguration

Zum Konfigurieren von Einstellungen für einzelne Netzwerkschnittstellen klicken Sie auf die Registerkarte Erweitert, wählen Sie die gewünschte Schnittstelle aus, und klicken Sie auf die Schaltfläche Einstellungen. Abbildung 3.16 zeigt die schnittstellenspezifischen Konfigurationen für die Windows-Firewall.

Abbildung 3.16 Schnittstellenspezifische Konfiguration der Windows-Firewall

Abbildung 3.16 Schnittstellenspezifische Konfiguration der Windows-Firewall
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Zum Konfigurieren der Windows-Firewall über die Befehlszeile oder mithilfe von Skripts verwenden Sie den Befehl Netsh Firewall.

Sie können die Windows-Firewalleinstellungen in Active Directory-Gruppenrichtlinien über die Einstellungen in folgendem Pfad konfigurieren:

Administrative Templates\Network
\Network Connections\Windows Firewall

Bei Computern, die einer Domäne angehören, ermöglichen Gruppenrichtlinien das Konfigurieren der beiden folgenden Profile:

Domänenrichtlinie. Diese Richtlinie wird wirksam, wenn der Computer an der Domäne angemeldet ist.

Standardrichtlinie. Diese Richtlinie wird wirksam, wenn der Computer an der Domäne nicht angemeldet ist.

Die Standardrichtlinie ist zweckmäßig für mobile Benutzer.

Wenn die Windows-Firewall zu Kompatibilitätsproblemen führt, müssen Sie statische Ports in der Firewall möglicherweise öffnen oder die Anwendung in die Ausnahmenliste einschließen. Zur Aufrechterhaltung der Funktionalität gibt es unter anderem die folgenden Einstellungen:

Verwendung des Internetverbindungsfirewalls im eigenen DNS-Domänennetzwerk nicht zulassen. Verhindert, dass die Windows-Firewall aktiviert oder konfiguriert wird, wenn sie mit der Domäne verbunden wird, aus der die Richtlinie empfangen wurde. Wenn ein Clientcomputer z. B. eine Richtlinie von der Domäne corp.contoso.com empfängt, versucht die Windows-Firewall beim Herstellen einer Verbindung mit der DNS-Domäne corp.contoso.com nicht, den Datenverkehr zu filtern.

Windows-Firewall: Authentifizierte IPSec durchlassen. Lässt unverlangt eingehenden Datenverkehr von jedem beliebigen Computer zu, der über IPSec (Internet Protocol Security) authentifiziert wird. Diese Einstellung erfordert eine IPSec-Konfiguration auf allen betroffenen Computern.

Windows-Firewall: Remoteverwaltungsausnahme zulassen. Ermöglicht die Remoteverwaltung eines Computers mithilfe von Verwaltungstools, wie z. B. Microsoft Management Console (MMC) und Windows Management Instrumentation (WMI). Zu diesem Zweck öffnet die Windows-Firewall die TCP-Ports 135 und 445. Diese Ports werden normalerweise von Diensten für die Kommunikation über Remoteprozeduraufrufe (RPCs) und DCOM verwendet. Diese Richtlinieneinstellung ermöglicht es außerdem, dass SVCHOST.exe und LSASS.exe unverlangt eingehende Nachrichten empfangen und dass gehostete Dienste zusätzliche dynamisch zugewiesene Ports öffnen, normalerweise im Bereich von 1024 bis 1034.

Windows-Firewall: Ausnahme für Datei- und Druckerfreigabe zulassen. Ermöglicht die gemeinsame Nutzung von Dateien und Druckern. Zu diesem Zweck öffnet die Windows-Firewall die UDP-Ports 137 und 138 sowie die TCP-Ports 139 und 445. Wenn Sie diese Richtlinieneinstellung aktivieren, öffnet die Windows-Firewall die genannten Ports, damit der Computer Druckaufträge und Anforderungen für den Zugriff auf freigegebene Dateien empfangen kann. Sie müssen die IP-Adressen oder Subnetze angeben, von denen diese eingehenden Nachrichten zugelassen werden. In der Komponente Windows-Firewall der Systemsteuerung ist das Kontrollkästchen Datei- und Druckerfreigabe aktiviert und kann von Administratoren nicht deaktiviert werden.

Windows-Firewall: ICMP-Ausnahmen zulassen. Definiert die von der Windows-Firewall zugelassenen ICMP-Meldungstypen (Internet Control Message Protocol). Dienstprogramme können anhand von ICMP-Meldungen den Status anderer Computer ermitteln. So verwendet PING beispielsweise die Echoanforderungsmeldung. Wenn Sie den Meldungstyp "Eingehende Echoanforderung zulassen" nicht aktivieren, blockiert die Windows-Firewall Echoanforderungsmeldungen, die von PING bei der Ausführung auf anderen Computern gesendet werden. Sie sperrt jedoch keine ausgehenden Echoanforderungsmeldungen, die von PING bei der Ausführung auf dem Computer gesendet wird, auf dem diese Einstellung aktiviert ist. Das Blockieren von PING-Anforderungen von anderen Computern führt möglicherweise zu Problemen mit der Verwaltungsanwendung, weil der Remotebenutzer nicht bestätigen kann, dass sich der Zielcomputer im Netzwerk befindet.

Windows-Firewall: Remotedesktopausnahme zulassen. Ermöglicht es dem Computer, Remotedesktopanforderungen zu empfangen. Zu diesem Zweck öffnet die Windows-Firewall TCP-Port 3389. Sie müssen die IP-Adressen oder Subnetze angeben, von denen Remotedesktopanforderungen zugelassen werden. In der Komponente Windows-Firewall der Systemsteuerung ist das Kontrollkästchen Remotedesktop aktiviert und kann von Administratoren nicht deaktiviert werden.

Windows Firewall: Programmausnahmen festlegen und Windows Firewall: Portausnahmen festlegen. Ermöglichen die Vorkonfiguration einer Ausnahmenliste für die Bereitstellung auf Netzwerkclients.

Windows-Firewall: Protokollierung zulassen. Ermöglicht es der Windows-Firewall, Informationen zu den von ihr empfangenen unverlangt eingehenden Nachrichten aufzeichnen.

Abbildung 3.17 zeigt ein Beispiel für das Windows-Firewall-Protokoll.

Abbildung 3.17 Windows-Firewall-Protokolldatei

Abbildung 3.17 Windows-Firewall-Protokolldatei
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Programmgesteuertes Öffnen von Ports

Unabhängige Softwarehersteller (Independent Software Vendors - ISVs) können ihre Programme während der Installation über die INetFWAuthorizedApplication-API in die Ausnahmenliste einbeziehen. ISVs sollten Folgendes beachten:

Eine Anwendung muss im Kontext eines Benutzers mit Administratorrechten ausgeführt werden, um sich selbst der Ausnahmenliste der Windows-Firewall hinzufügen zu können.

Die Ports werden, unabhängig vom Benutzerkontext, in dem die Anwendungen ausgeführt werden, für zugelassene WinSock-Anwendungen automatisch geöffnet und geschlossen.

Die Anwendungen sollten über das Einverständnis des Benutzers verfügen, bevor sie sich selbst der AuthorizedApplications-Auflistung hinzufügen.

Svchost.exe kann nicht der AuthorizedApplications-Auflistung hinzugefügt werden.

Weitere Informationen zu INetFwAuthorizedApplication finden Sie auf der Microsoft-Website unter:

http://msdn.microsoft.com/library/default.asp?url=/library/en-us/ics/ics/inetfwauthorizedapplication.asp (englischsprachig).

Klicken Sie auf die nachstehenden Links, um zusätzliche Informationen zu dieser Technologie im Handbuch anzuzeigen:

Einführung in die Windows-Firewall

Testen der Anwendungskompatibilität für die Windows-Firewall

Datenausführungsverhinderung (DEP)

Windows XP SP2 stellt für die Konfiguration der Datenausführungsverhinderung (Data Execution Prevention - DEP) die Starteinträge in der Datei boot.ini, System in der Systemsteuerung sowie das Application Compatibility Toolkit (ACT) bereit.

Globale Konfiguration

DEP wird standardmäßig so konfiguriert, dass nur die Windows-Basisanwendungen und -dienste geschützt werden. Diese Konfigurationsrichtlinienebene lautet OptIn. DEP kann so konfiguriert werden, dass eine der vier in Tabelle 3.10 beschriebenen Richtlinienebenen verwendet wird.

Tabelle 3.10 Die vier Richtlinienebenen von DEP

KonfigurationBeschreibung

OptIn

(Standardkonfiguration)

DEP ist für eingeschränkte Systembinärdateien und Anwendungen standardmäßig aktiviert.

Bei dieser Option werden nur Windows-Systembinärdateien durch DEP standardmäßig erfasst.

OptOut

DEP ist für alle Prozesse standardmäßig aktiviert. Benutzer können eine Liste bestimmter Anwendungen, auf die DEP nicht angewendet wird, über System in der Systemsteuerung manuell erstellen. IT-Experten und ISVs können eine oder mehrere Anwendungen mithilfe des ACTs vom DEP-Schutz ausschließen. Systemkompatibilitätskorrekturen ("shims") für DEP werden wirksam.

AlwaysOn

Diese Richtlinie bietet vollständigen DEP-Schutz für das gesamte System. Sämtliche Prozesse werden immer mit angewendeter DEP ausgeführt. Die Ausnahmenliste zum Ausschließen bestimmter Anwendungen vom DEP-Schutz steht nicht zur Verfügung. Systemkompatibilitätskorrekturen ("shims") für DEP werden nicht wirksam. Die mithilfe des ACTs ausgeschlossenen Anwendungen werden mit angewendeter DEP ausgeführt.

AlwaysOff

Diese Richtlinie verhindert den DEP-Schutz für das gesamte System, unabhängig von der hardwareseitigen DEP-Unterstützung. Der Prozessor wird nur dann im PAE-Modus ausgeführt, wenn die Option /PAE im Starteintrag vorhanden ist.

Die hardware- und softwareseitig durchgesetzte DEP wird auf dieselbe Weise konfiguriert. Wenn die systemweite DEP-Richtlinie auf OptIn festgelegt ist¸ werden die gleichen Windows-Basisanwendungen und -dienste von der sowohl hardware- als auch softwareseitig durchgesetzten DEP geschützt. Wenn das System für die hardwareseitig durchgesetzte DEP nicht fähig ist, werden die Windows-Basisanwendungen und -dienste nur von der softwareseitig durchgesetzten DEP geschützt.

Wenn die systemweite DEP-Richtlinie auf OptOut festgelegt ist¸ werden die vom DEP-Schutz ausgeschlossenen Anwendungen von der sowohl hardware- als auch softwareseitig durchgesetzten DEP ausgeschlossen.

Die vier systemweiten DEP-Konfigurationen werden über boot.ini-Optionen gesteuert. Es gibt folgende Boot.ini-Einstellungen:

/noexecute=Richtlinienebene

Dabei wird Richtlinienebene als AlwaysOn, AlwaysOff, OptIn oder OptOut definiert.

Eine vorhandene /noexecute-Einstellung in der Datei Boot.ini wird nicht geändert, wenn Windows XP SP2 installiert ist oder wenn ein Image des Windows-Betriebssystems über Computer mit und ohne hardwareseitig durchgesetzte DEP-Unterstützung verschoben wird.

Während der Installation von Windows XP SP2 ist die Richtlinienebene OptIn standardmäßig nur dann aktiviert, wenn in einer unbeaufsichtigten Installation eine andere Richtlinienebene angegeben wird. Wenn die Einstellung /noexecute=Richtlinienebene im Starteintrag für eine DEP unterstützende Windows-Version nicht vorhanden ist, ist das Verhalten genauso, als ob die Option /noexecute=OptIn eingeschlossen wäre.

Endbenutzer, die als Administratoren angemeldet sind, können DEP zwischen den Richtlinien OptIn und OptOut über die Registerkarte Datenausführungsverhinderung im Dialogfeld Systemeigenschaften manuell konfigurieren. Im folgenden Verfahren wird beschrieben, wie DEP auf dem Computer manuell konfiguriert wird:

1.

Klicken Sie auf Start, anschließend auf Systemsteuerung, und doppelklicken Sie dann auf System.

2.

Klicken Sie auf die Registerkarte Erweitert. Klicken Sie unter Systemleistung auf Einstellungen.

3.

Klicken Sie auf die Registerkarte Datenausführungsverhinderung.

4.

Klicken Sie auf Turn off hardware DEP (software DEP enabled), um die Richtlinie OptIn auszuwählen.

5.

Klicken Sie auf Hardware and software DEP enabled for all programs except , um die Richtlinie OptOut auszuwählen.

6.

Klicken Sie auf Hinzufügen, und fügen Sie die Anwendungen hinzu, bei denen Sie DEP nicht verwenden möchten.

IT-Experten können die systemweite DEP-Konfiguration mit verschiedenen Methoden steuern. Die Datei Boot.ini kann mit Skripterstellungsmechanismen oder mit dem in Windows XP SP2 enthaltenen Tool Bootcfg.exe direkt geändert werden.

Für unbeaufsichtigte Installationen von Windows XP SP2 können Sie mithilfe der Datei Unattend.txt eine bestimmte DEP-Konfiguration vorab durchführen. Mit dem Eintrag OSLoadOptionsVar im Abschnitt [Data] der Datei Unattend.txt können Sie eine systemweite DEP-Konfiguration festlegen.

Anwendungsweise Konfiguration

Zum Zweck der Anwendungskompatibilität ist es beim Festlegen von DEP auf die Richtlinienebene OptOut möglich, DEP für einzelne 32-Bit-Anwendungen selektiv zu deaktivieren.

Endbenutzerkonfiguration

Bei Endbenutzern kann DEP für eine Anwendung über die Registerkarte Datenausführungsverhinderung in Systemeigenschaften selektiv deaktiviert werden.

Abbildung 3.18 Konfigurieren der DEP-Ausnahmenliste im System

Abbildung 3.18 Konfigurieren der DEP-Ausnahmenliste im System
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Wenn Sie der Ausnahmenliste eine Anwendung hinzufügen möchten und die DEP-Richtlinie auf OptOut festgelegt ist, klicken Sie auf die Schaltfläche Hinzufügen, und wählen Sie das Programm aus, bei dem Sie DEP nicht verwenden möchten.

Wenn bei einer Anwendung ein Problem mit DEP auftritt, empfängt der Benutzer eine Eingabeaufforderung. Falls der Benutzer ein Mitglied der Gruppe Lokale Administratoren ist, kann er die Anwendung vom DEP-Schutz ausschließen.

Die Anwendung, von der die Eingabeaufforderung generiert wurde, wird in die DEP-Ausnahmenliste eingeschlossen, jedoch nicht als aktiviert gekennzeichnet. Abbildung 3.19 zeigt ein Warndialogfeld zu DEP.

Abbildung 3.19 Warnung zu DEP

Abbildung 3.19 Warnung zu DEP
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IT-Expertenkonfiguration

Windows XP SP2 stellt mehrere Methoden zum Konfigurieren von DEP im Unternehmen bereit.

Deaktivieren von DEP für eine Anwendung

Für Windows XP SP2-Bereitstellungen, bei denen eine Endbenutzerkonfiguration nicht möglich oder nicht praktikabel ist, bietet Windows XP SP2 eine neue Kompatibilitätskorrektur, mit der DEP für eine bestimmte Anwendung deaktiviert werden kann. Die Kompatibilitätskorrektur DisableNX kann mithilfe des im ACT enthaltene Programm Compatibility Administrator auf eine Anwendung angewendet werden.

Nachdem die Kompatibilitätskorrektur DisableNX mithilfe des Compatibility Administrators auf ein Programm angewendet wurde, kann die daraus resultierende benutzerdefinierte Kompatibilitätsdatenbank (Custom Compatibility Database) für Systeme unter Windows XP SP2 bereitgestellt werden. Dies kann mit verschiedenen Methoden geschehen, darunter Anmeldeskripts, SMS oder Gruppenrichtlinien.

Weitere Informationen zur Verwendung des Windows Application Compatibility Toolkits finden Sie auf der Microsoft-Website unter:

http://www.microsoft.com/windows/appcompatibility/toolkit.mspx (englischsprachig)

Aktivieren von DEP für eine Anwendung

Es kann wünschenswert sein, den DEP-Schutz für mehrere Anwendungen über die Windows-Kernkomponenten hinaus zu aktivieren, ohne die systemweite DEP-Konfiguration auf die Richtlinienebene OptOut festzulegen.

In diesem Szenario kann die Kompatibilitätskorrektur AddProcessParametersFlags mithilfe des Compatibility Administrators auf eine Anwendung angewendet werden, um den DEP-Schutz zu aktivieren. Die Kompatibilitätskorrektur AddProcessParametersFlags muss mit dem Befehlszeilen-Parameterwert "20000" hinzugefügt werden.

Der Compatibility Administrator muss mit der Option /x gestartet werden, um einen Befehlszeilenwert für eine Kompatibilitätskorrektur festzulegen.

Führen Sie die folgenden Schritte aus, um die Kompatibilitätskorrektur AddProcessParametersFlags auf eine Anwendung anzuwenden:

1.

Klicken Sie in der Symbolleiste auf Fix, um eine neue Kompatibilitätskorrektur zu erstellen.

2.

Stellen Sie die erforderlichen Informationen bereit, einschließlich des Pfades zur ausführbaren Datei der Anwendung, und klicken Sie auf Weiter.

3.

Wenden Sie alle erforderlichen zusätzlichen Kompatibilitätsmodi oder -ebenen für die Anwendung an. (Beachten Sie, dass keine Kompatibilitätsmodi oder -ebenen erforderlich sind, um DEP für eine Anwendung zu aktivieren. DEP wird für die Anwendung aktiviert, indem die Kompatibilitätskorrektur AddProcessParametersFlags hinzugefügt wird.) Klicken Sie auf Weiter.

4.

Aktivieren Sie die Kompatibilitätskorrektur AddProcessParametersFlags, und klicken Sie auf die Schaltfläche Parameter.

5.

Geben Sie im Textfeld Befehlszeile die Zeichenfolge 20000 ein, und klicken Sie auf OK.

6.

Klicken Sie auf Weiter, um die übereinstimmenden Informationen anzugeben.

7.

Klicken Sie nach Festlegung dieser Informationen auf Fertig stellen, um die Anwendungskorrektur zu erstellen.

Nachdem die Anwendungskorrektur erstellt wurde, kann die daraus resultierende benutzerdefinierte Kompatibilitätsdatenbank (Custom Compatibility Database) für Systeme unter Windows XP SP2 bereitgestellt werden. Dies kann mit verschiedenen Methoden geschehen, darunter Anmeldeskripts, SMS oder Gruppenrichtlinien.

Klicken Sie auf die nachstehenden Links, um zusätzliche Informationen zu dieser Technologie im Handbuch anzuzeigen:

Einführung in DEP

Testen der Anwendungskompatibilität für DEP

Distributed Component Object Model (DCOM)\Remoteprozeduraufruf (RPC)

Durch die Sicherheit, die von Windows XP SP2 auf DCOM und RPCs angewendet wird, werden viele netzwerkbasierte Angriffe verhindert, die auf diese Dienste ausgerichtet sind. Aus diesem Grund sind sorgfältige Überlegungen erforderlich, bevor Sicherheitseinstellungen geändert werden, die sich auf die Netzwerkkommunikation auswirken.

Distributed Component Object Model

Windows XP SP2 wendet DCOM-Sicherheit auf die COM-Serverkomponente an, um anonymen Zugriff zu verhindern. Die Berechtigungen werden in zwei Zugriffssteuerungslisten (Access Control Lists - ACLs) unterteilt:

Start- und Aktivierungsberechtigungen

Zugriffsberechtigungen

Die systemweiten Zugriffssteuerungslisten befinden sich in der Verwaltungskonsole für Komponentendienste unter Eigenschaften von Arbeitsplatz. Abbildung 3.20 zeigt dieses Dialogfeld, das die Konfiguration von computerweiter DCOM-Sicherheit und standardmäßiger DCOM-Sicherheit für Anwendungen ermöglicht.

Abbildung 3.20 Konfigurationsschnittstelle für DCOM-Sicherheit zum Festlegen der systemweiten Konfiguration

Abbildung 3.20 Konfigurationsschnittstelle für DCOM-Sicherheit zum Festlegen der systemweiten Konfiguration
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Für jeden Berechtigungstyp gibt es zwei Zugriffssteuerungslisten:

Limits bearbeiten. Legt computerweite Berechtigungen fest.

Standard bearbeiten. Definiert Standardberechtigungen für Anwendungen. Ein Administrator kann die Standardberechtigungen für jede separate COM-Anwendung akzeptieren oder Berechtigungen einzeln anpassen. Diese Berechtigungen können in den jeweiligen Anwendungseigenschaften der Verwaltungskonsole für COM-Dienste konfiguriert werden.

In Abbildung 3.21 zeigt die Konfigurationsschnittstelle für DCOM-Sicherheit für eine bestimmte Anwendung.

Abbildung 3.21 DCOM-Sicherheitsschnittstelle für den IIS-Verwaltungsdienst (IIS Admin Service)

Abbildung 3.21 DCOM-Sicherheitsschnittstelle für den IIS-Verwaltungsdienst (IIS Admin Service)
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Computerweite Zugriffssteuerungslisten werden in der Registrierung gespeichert unter:

HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft
\Ole \MachineAccessRestriction= ACL

und

HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft
\Ole \MachineLaunchRestriction= ACL

Berechtigungseinstellungen für computerweite Einschränkungen können über Gruppenrichtlinien festgelegt werden. Mit Active Directory-Gruppenrichtlinien können Sie computerweite Einstellungen in folgendem Pfad konfigurieren:

Windows Settings\Security Settings
\Local Policies\Security Options

Abbildung 3.22 zeigt Gruppenrichtlinieneinstellungen für die DCOM-Konfiguration von Computerzugriffsberechtigungen.

Abbildung 3.22 Verwenden von Gruppenrichtlinien zum Festlegen einer computerweiten DCOM-Konfiguration

Abbildung 3.22 Verwenden von Gruppenrichtlinien zum Festlegen einer computerweiten DCOM-Konfiguration
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Wenn Gruppenrichtlinien auf einem Computer wirksam sind, werden diese berücksichtigt, und die computerweite Einschränkungsberechtigung des lokalen Computers wird ignoriert.

Durch die Konfiguration der DCOM-Zugriffssteuerungsliste wird eine neue Sicherheitsbeschreibung in der Registrierung erstellt.

Wenn Sie einen COM-Server implementieren und eine Remoteaktivierung durch einen nicht administrativen COM-Client oder nicht authentifizierte Remoteaufrufe unterstützen möchten, sollten Sie sich zunächst überlegen, ob es sich dabei um die bestmögliche Konfiguration handelt. Falls dies zutrifft, müssen Sie die DCOM-Standardkonfiguration für computerweite Limits mit Limits bearbeiten ändern.

Wenn Sie einen COM-Server implementieren und die Standardsicherheitseinstellungen außer Kraft setzen, müssen Sie überprüfen, ob die anwendungsspezifische Zugriffssteuerungsliste für Startberechtigung den entsprechenden Benutzern Aktivierungsberechtigung gewährt. Falls dies nicht zutrifft, müssen Sie diese Zugriffssteuerungsliste ändern, um den entsprechenden Benutzern Aktivierungsrechte zu erteilen. Damit wird verhindert, dass Anwendungen und Windows-Komponenten, die DCOM nutzen, fehlschlagen.

Vorsicht: Bei unsachgemäßer Konfiguration können computerweite Einschränkungsberechtigungen dazu führen, dass Anwendungen und Windows-Komponenten, die DCOM nutzen, fehlschlagen.

Besonders der Eintrag für die Zugriffssteuerung (Access Control Entry - ACE) Deny sollte mit Umsicht verwendet werden. Bevor Sie diese Einstellung anwenden, sollten Sie die Auswirkungen sorgfältig prüfen. Ein ACE Deny kann zu unerwünschten Ergebnissen führen und dafür sorgen, dass bestimmte Funktionen gesperrt werden, auf die Benutzer zugreifen müssen. Je nach Sicherheitsgruppe, für die Sie Deny festlegen, kann diese Einschränkung auch Auswirkungen auf die Administratoren des lokalen Computers haben.

Darüber hinaus können DCOM-Anwendungen von Aktivierungssicherheitsüberprüfungen ausgeschlossen werden, indem der folgende Registrierungsschlüssel bearbeitet wird:

HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft
\Ole\AppCompat\ActivationSecurityCheckExemptionList

Fügen Sie einen der beiden folgenden Werte mit dem Namen der Anwendungs-ID hinzu, die aus dem Abschnitt "DCOM Config" der MMC Komponentendienste übernommen wurde:

0 = Die Anwendung wird von der Aktivierungssicherheitsüberprüfung nicht ausgeschlossen.

1 = Die Anwendung wird von der Aktivierungssicherheitsüberprüfung ausgeschlossen.

Konfigurieren Sie diese Liste mithilfe der Gruppenrichtlinien unter:

Administrative Templates\System\Distributed COM
\Application Compatibility Settings

Remoteprozeduraufruf (RPC)

Windows XP SP2 bietet Entwicklern und Administratoren die Möglichkeit zur sicheren RPC-Kommunikation über die folgenden Einstellungen:

Registrierungsschlüssel RestrictRemoteClients. Der Pfad zu diesem Schlüssel ist möglicherweise noch nicht vorhanden, sollte aber erstellt werden unter:

HKEY_LOCAL_MACHINE\ SOFTWARE\Policies\ Microsoft\Windows NT\RPC.

Der Registrierungswert RestrictRemoteClients akzeptiert die folgenden Werte:

0 = Umgeht die neuen Schnittstelleneinschränkungen. Das Verhalten ist identisch mit demjenigen in Service Pack 1.

1 = (Standard) Schränkt den Zugriff auf alle RPC-Schnittstellen ein. Alle anonymen Remoteaufrufe werden vom RPC-Laufzeitsystem zurückgewiesen. Wenn eine Schnittstelle einen Sicherheitsrückruf registriert und das Flag RPC_IF_ALLOW_CALLBACKS_WITH_NO_AUTH angibt, gilt diese Einschränkung nicht für die betreffende Schnittstelle. Falls der Schlüssel nicht vorhanden ist (Standard), nimmt das System dafür diesen Wert an.

2 = Wendet die neuen Schnittstelleneinschränkungen ohne Ausnahmen an. Dies ist identisch mit der Bedeutung des Wertes 1, abgesehen davon, dass das Flag RPC_IF_ALLOW_CALLBACKS_WITH_NO_AUTH nicht zum Ausschluss einer Schnittstelle führt. Bei diesem Wert kann ein System keine anonymen Remoteaufrufe mit RPC empfangen. Anwendungen, die DCOM nutzen, funktionieren möglicherweise nicht einwandfrei, wenn dieser Wert festgelegt wird. Dieses neue Sicherheitsmodell ermöglicht es einem Administrator, die Systemangriffsfläche für das RPC-Protokoll zu begrenzen.

Registrierungsschlüssel EnableAuthEpResolution. Der Pfad zu diesem Schlüssel ist möglicherweise noch nicht vorhanden, sollte aber erstellt werden unter:

HKEY_LOCAL_MACHINE\ SOFTWARE\Policies \Microsoft\Windows NT\RPC.

Dieser Wert muss auf dem Client festgelegt werden, um authentifizierte Kommunikation mit der RPC-Endpunktzuordnung auf dem Remotecomputer unter Windows XP SP2 zu aktivieren. Diese Konfiguration ist bei der Windows XP SP2-Standardeinstellung RestrictRemoteClients erforderlich. Die zulässigen Werte für EnableAuthEpResolution lauten:

0 = Deaktiviert

1 = Aktiviert

Registrierungsflags der RPC-Schnittstelle. Es wurden drei neue Schnittstellenregistrierungsflags erstellt, die es einem Anwendungsentwickler erleichtern, eine RPC-Schnittstelle sicher zu gestalten.

RPC_IF_ALLOW_CALLBACKS_WITH_NO_AUTH. Wenn dieses Flag registriert ist, ruft das RPC-Laufzeitsystem den registrierten Sicherheitsrückruf für alle Aufrufe auf, unabhängig von den Sicherheitseinstellungen für den Aufruf. Ohne dieses Flag weist RPC alle nicht authentifizierten Aufrufe zurück, bevor sie den Sicherheitsrückruf erreichen. Dieses Flag funktioniert nur, wenn ein Sicherheitsrückruf registriert ist.

RPC_IF_SEC_NO_CACHE Ein Sicherheitsrückruf wird für eine Schnittstelle registriert, um den Zugriff darauf zu beschränken. Der normale Sicherheitsrückruf nimmt die Identität des Clients an, um zu ermitteln, ob der Client über ausreichende Rechte für einen Aufruf der Schnittstelle verfügt. Wenn eine bestimmte Clientidentität einen Sicherheitsrückruf einmal bestanden hat, wird normalerweise immer der gleiche Sicherheitsrückruf übergeben. Das RPC-Laufzeitsystem nutzt dieses Muster, indem aufgezeichnet wird, wann eine individuelle Clientidentität einen Sicherheitsrückruf übergibt, und es überspringt den Sicherheitsrückruf für nachfolgende Aufrufe dieses Clients an dieselbe Schnittstelle. Diese Funktion wird als Sicherheitsrückruf-Zwischenspeicherung (Security Callback Caching) bezeichnet und wurde unter Windows 2000 eingeführt. Verwenden Sie unter Windows XP SP2 das Flag RPC_IF_SEC_NO_CACHE, um die Sicherheitsrückruf-Zwischenspeicherung für eine bestimmte Schnittstelle zu deaktivieren. Diese Konfiguration ist zweckmäßig, wenn sich die Sicherheitsüberprüfung ändert und dadurch eine Clientidentität, die zuvor zugelassen wurde, möglicherweise zurückgewiesen wird.

RPC_IF_LOCAL_ONLY. Wenn eine Schnittstelle mit diesem Flag registriert wird, weist RPC Aufrufe von Remote-RPC-Clients zurück. Darüber hinaus werden lokale Aufrufe über alle ncadg_*- und ncacn_*-Protokollsequenzen (außer Named Pipes mit ncacn_np) ebenfalls zurückgewiesen. Ein Aufruf über ncacn_np wird von RPC nur zugelassen, wenn er von einem Serverdienst kommt. Ncalrpc-Aufrufe werden immer zugelassen.

Die Standardsicherheitskonfigurationen in Windows XP SP2 können zu einigen Kompatibilitätsproblemen führen. Zu deren Lösung stehen die folgenden drei Möglichkeiten zur Verfügung, die in der zu bevorzugenden Reihenfolge aufgeführt sind.

Schreiben Sie den RPC-Clients vor, beim Herstellen einer Verbindung mit der Serveranwendung RPC-Sicherheit zu verwenden. Dies ist die beste Methode zur Minimierung von Sicherheitsbedrohungen.

Nehmen Sie die Schnittstelle davon aus, eine Authentifizierung durchführen zu müssen, indem Sie bei der Schnittstellenregistrierung das Flag RPC_IF_ALLOW_CALLBACKS_WITH_NO_AUTH setzen. Damit wird RPC so konfiguriert, dass anonyme Verbindungen nur mit der Schnittstelle der Anwendung zugelassen werden.

Zwingen Sie RPC zum gleichen Verhalten wie bei früheren Windows-Versionen, indem Sie den Registrierungsschlüssel RestrictRemoteClients auf 0 festlegen. Dann akzeptiert RPC anonyme Verbindungen mit allen Schnittstellen. Diese Option sollte nach Möglichkeit vermieden werden, weil dadurch die Gesamtsicherheit des Computers reduziert wird.

Klicken Sie auf die nachstehenden Links, um zusätzliche Informationen zu dieser Technologie im Handbuch anzuzeigen:

Einführung in DCOM/RPC

Testen der Anwendungskompatibilität für DCOM/RPC

Ausführungsdienst der Anlagenverwaltung

Beim Ausführungsdienst der Anlagenverwaltung (Attachment Execution Service - AES) handelt es sich um eine neue Funktion in Windows XP SP2, die zu einigen wenigen Problemen mit der Anwendungskompatibilität führen kann. Der Ausführungsdienst der Anlagenverwaltung stellt neu gestaltete, einheitliche Dialogfelder für Datei- und Anlagendownloads anwendungsübergreifend bereit. Diese Dialogfelder enthalten die folgenden neuen Features:

Ein Dateihandlersymbol

Einen neuen Informationsbereich am Ende des Dialogfelds, in dem geringfügig unterschiedliche Informationen angezeigt werden - je nachdem, ob der Typ der gedownloadeten Datei mit einem höheren oder niedrigeren Risiko verbunden ist

Alle gedownloadeten ausführbaren Dateien werden auf Herausgeberinformationen überprüft. Nach dem Download einer Datei werden im Dialogfeld Authenticode Herausgeberinformationen angezeigt. Es ist möglich, den Download und die Ausführung von Dateien mit ungültiger Signatur im Dialogfeld Internetoptionen auf der Registerkarte Erweitert oder mithilfe von Active Directory-Gruppenrichtlinien unter der folgenden Adresse zu konfigurieren:

Administrative Templates\Windows Components\
Internet Explorer\Internet Control Panel\Advanced Page

Die Benutzeroberfläche zeigt eine Liste gefährlicher Dateitypen für Downloads von E-Mail-Dateianlagen an, die strenger als zuvor sind und zu zusätzlichen Benutzerbestätigungen führen können. Die Liste der Dateitypen kann nicht bearbeitet werden, doch es ist möglich, dieses Feature durch Klicken auf Optionen im Menü Extras für Outlook Express zu deaktivieren. Sie können die Verwendung der Liste gefährlicher Dateitypen auf der Registerkarte Sicherheit verhindern, indem Sie das Kontrollkästchen Speichern oder Öffnen von Anlagen, die möglicherweise einen Virus enthalten könnten, nicht zulassen deaktivieren.

Abbildung 3.23 zeigt die Konfiguration der Liste gefährlicher Dateitypen in Outlook Express.

Abbildung 3.23 Konfigurationsoptionen für die Liste gefährlicher Dateitypen in Outlook Express

Abbildung 3.23 Konfigurationsoptionen für die Liste gefährlicher Dateitypen in Outlook Express
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Der Ausführungsdienst der Anlagenverwaltung kann verhindern, dass eine von einem Benutzer auf das lokale Dateisystem gedownloadete E-Mail-Anlage ausgeführt wird. Die Datei wird gekennzeichnet, damit ihre Quelle selbst bei einer Dateiausführung zu einem späteren Zeitpunkt bekannt ist. Eine als gefährlich eingestufte Datei wird blockiert. Für dieses Feature muss das NTFS-Dateisystem auf dem Computer des Benutzers vorhanden sein. Dieses Verhalten kann für die Datei auf der Registerkarte Allgemein der Dateieigenschaften geändert werden. Abbildung 3.24 zeigt, wie die Blockierung einer gedownloadeten ausführbaren Anlage aufgehoben wird.

Abbildung 3.24 Aufheben der Blockierung einer gedownloadeten ausführbaren Anlage in Windows Explorer

Abbildung 3.24 Aufheben der Blockierung einer gedownloadeten ausführbaren Anlage in Windows Explorer
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Klicken Sie auf die nachstehenden Links, um zusätzliche Informationen zu dieser Technologie im Handbuch anzuzeigen:

Einführung in den Ausführungsdienst der Anlagenverwaltung

Testen der Anwendungskompatibilität für den Ausführungsdienst der Anlagenverwaltung

Entfernen von Korrekturen zur Problemminimierung

Bis jetzt wurde in diesem Kapitel erläutert, wie Korrekturen zur Problemminimierung zum Beheben von Problemen mit der Anwendungskompatibilität angewendet werden. Das Ziel dieses Prozesses besteht darin, das Funktionieren einer Anwendung zu ermöglichen, indem die Sicherheit in einem oder mehreren Bereichen reduziert wird.

Falls Sie nach reiflicher Überlegung beschließen, die Standardsicherheit zu reduzieren und Korrekturen zur Problemminimierung anzuwenden, sollten Sie auch einen Prozess und einen Zeitrahmen zum Entfernen der Korrekturen sowie zum Neukonfigurieren, Neuentwickeln, Aktualisieren oder Aussondern der problematischen Anwendungen implementieren.

Abbildung 3.25 zeigt die Optionen, mit denen Windows XP SP2 zum Bewältigen von Anwendungsinkompatibilitäten bereitgestellt werden kann.

Abbildung 3.25 Windows XP SP2-Bereitstellungspfade nach Problemen mit der Anwendungskompatibilität

Abbildung 3.25 Windows XP SP2-Bereitstellungspfade nach Problemen mit der Anwendungskompatibilität
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Der Prozess besteht aus den folgenden Schritten:

1.

Dokumentieren Sie nach Abschluss der Kompatibilitätstests alle Inkompatibilitäten.

2.

Identifizieren Sie, welche Maßnahmen erforderlich sind, damit die Anwendung mit der Konfiguration des Computers kompatibel wird.

3.

Nehmen Sie die erforderlichen Änderungen für Anwendungskompatibilität vor.

4.

Stellen Sie Windows XP SP2 bereit.

Falls es sich in Schritt 2 herausstellt, dass eine Problemminimierung erforderlich ist, verfahren Sie folgendermaßen:

1.

Ändern Sie die Konfiguration des Computers, um Kompatibilitätsprobleme zu beheben.

2.

Stellen Sie Windows XP SP2 bereit.

3.

Implementieren Sie einen Prozess zum Entfernen der Korrekturen zur Problemminimierung. Dieser Prozess muss Folgendes einschließen:

1.

Identifizieren der erforderlichen Neuentwicklungsarbeiten

2.

Entwickeln eines Verfahrens zum Entfernen der Korrekturen zur Problemminimierung

3.

Entwickeln eines Verfahrens zur Neukonfiguration

4.

Festlegen eines Zeitrahmens für die Durchführung des gesamten Prozesses

4.

Nehmen Sie die erforderlichen Änderungen für Anwendungskompatibilität vor.

5.

Entfernen Sie die angewendeten Korrekturen zur Problemminimierung.

6.

Sichern Sie das Betriebssystem erneut.

Zusammenfassung

In diesem Kapitel wurde der Prozess veranschaulicht, mit dem die Betriebssystemsicherheit neu konfiguriert wird, damit Anwendungen nach der Implementierung von Windows XP SP2 erfolgreich ausgeführt werden können. Dieses Verfahren wird zwar nicht empfohlen, kann aber kurzfristig erforderlich werden.

Die empfohlene Vorgehensweise besteht darin, Sicherheitskonfigurationen beizubehalten und erforderliche Änderungen an der Anwendung selbst vorzunehmen, damit sie unter Windows XP SP2 funktioniert. Falls eine Aktualisierung oder Änderung der Anwendung nicht möglich ist, sollten vorsichtige Änderungen an der Sicherheitskonfiguration vorgenommen werden - allerdings nur bis zu dem Umfang, in dem die problemlose Ausführung der Anwendung sichergestellt werden kann. Außerdem sollte ein definierter Entfernungsprozess entwickelt werden, um das Betriebssystem auf die höchstmögliche Sicherheit zurückzusetzen, sobald die Anwendung aktualisiert oder geändert wurde.

Im nächsten Kapitel werden Bereitstellungsmethoden für Windows XP SP2 behandelt.


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