Auf dieser SeiteEinführungNachdem Sie Ihre Anwendungen umfassend getestet, Kompatibilitätsprobleme erkannt und Problemumgehungen oder Korrekturen entwickelt haben, besteht der nächste Schritt in der Implementierung von Microsoft Windows XP SP2. Abschließend implementieren Sie die Problemminimierungsstrategie, indem Sie Skripts zur Problemminimierung ausführen, die UI konfigurieren, Änderungen vornehmen oder Einstellungen in den Active Directory-Gruppenrichtlinien ändern. Die Implementierung von Windows XP SP2 kann im weiteren Sinne in zwei Kategorien untergliedert werden, nämlich neue Windows XP-Implementierungen und vorhandene Windows XP-Implementierungen. Jedes Implementierungsszenario setzt sorgfältige Planung und umfangreiche Tests voraus. Es empfiehlt sich daher dringend, das Installations- und Planungshandbuch zu Microsoft Windows XP SP2 zu lesen. Weitere Informationen über das Implementieren von Windows XP SP2 finden Sie in der folgenden Ressource: http://www.microsoft.com/germany/technet/datenbank/articles/600370.mspx Nachdem Sie Microsoft Windows XP SP2 implementiert haben, müssen Sie nach einiger Zeit weitere Updates implementieren und diese Updates mit neuen Windows XP-Implementierungen kombinieren. Weitere Informationen über das Implementieren von Windows XP-Updates finden Sie im Installations- und Bereitstellungshandbuch für Updates zum Microsoft Windows XP SP2 unter http://www.microsoft.com/germany/technet/datenbank/articles/600411.mspx Implementieren von Windows XP SP2 bei neuen BereitstellungenWenn Sie Windows XP SP2 in neue Bereitstellungen von Windows XP integrieren, können Sie das normale Installationsverfahren verwenden, das in Ihrer Organisation gegenwärtig eingesetzt wird. Manuelle InstallationDies ist die am wenigsten effiziente und langsamste Methode der Bereitstellung von Windows XP SP2 und nur in sehr kleinen Organisationen wirklich durchführbar. Bei diesem Verfahren wird erst Windows XP und dann Windows XP SP2 manuell installiert, und im letzten Schritt werden beliebige erforderliche Skripts für die Minimierung von Problemen mit der Anwendungskompatibilität angewendet. Auch bei Verwendung von Setupskripts ist diese Methode zeitraubend, repetitiv und fehleranfällig. Wenn mehr als eine Installation durchgeführt werden muss, wird ein Ablaufplan und eine Checkliste benötigt, um die Konsistenz der Installationen sicherzustellen. Das Ausführen von Skripts zur Sicherstellung der Anwendungskompatibilität nach der Installation des Service Packs kann durch die Implementierung einer Batchdatei vereinfacht werden, mit der die Skripts verkettet werden. Es ist schwierig, bei dieser Methode irgendwelche Vorteile zu finden, da sämtliche Zeit, die bei der Implementierung irgendwelcher nachfolgenden Verfahren eingespart wird, in der Regel für die manuelle Installation als solche aufgewendet wird. Kopieren des Service Packs auf das InstallationsmediumWenn eine manuelle Installation erforderlich ist, besteht die effizienteste Vorgehensweise darin, Windows XP SP2 in die ursprünglichen Windows SP-Quelldateien zu integrieren (was auch als Slipstreaming bezeichnet wird). Zu diesem Zweck müssen Sie die Dateien zunächst mit dem Schalter /x aus der ausführbaren Datei der Service Pack-Distribution extrahieren: WindowsXP-KB835935-SP2-ENU.exe /x Sie werden aufgefordert, einen Zielspeicherort für die extrahierten Dateien anzugeben. Im Verlauf des Extraktionsverfahrens wird im Zielordner ein Unterordner mit Namen Update erstellt, der das Setupprogramm Update.exe enthält. Verwenden Sie zum Erstellen einer integrierten Windows XP- und Windows XP SP2-Quelle den folgenden Befehl: Update.exe /integrate:<path> Weitere Informationen über die Integration von Softwareupdates in die Quelldateien für die Windows-Installation finden Sie auf der Microsoft-Website unter Hinweis: Der <Pfad> muss den Ordner i386 für die Windows XP-Quelldateien enthalten. Sie müssen den Ordner i386 nicht in den Pfad einschließen. Wenn die Windows XP-Installationsquelle nicht über den Ordner i386 in diesem Pfad verfügt, schlägt das Slipstreaming fehl. Ein weiterer Vorteil einer bootfähigen, integrierten CD besteht darin, dass Sie diese CD auch für zukünftig ggf. erforderliche Systemwiederherstellungen nutzen können. Weitere Informationen über das Integrieren von Service Packs und Hotfixes in eine einzelne Installationsquelle finden Sie im Installations- und Bereitstellungshandbuch für Windows XP-Hotfixes auf der Microsoft-Website unter http://www.microsoft.com/germany/technet/datenbank/articles/600411.mspx Verwenden von Remoteinstallationsdienste-ImagesDer Remoteinstallationsdienst (RIS) wurden mit Windows 2000 eingeführt, um die Bereitstellung von Clientsystemen zu vereinfachen. Mit RIS ist der Administrator in der Lage, ein Betriebssystem zusammen mit Anwendungen, Service Packs und Hotfixes zu installieren. Bei dieser Vorgehensweise wird zunächst ein Basissystem erstellt und werden die Anwendungen installiert; dann wird das Image an einen RIS-Server geuploadet und im nächsten Schritt auf Clientcomputer mit nicht partitionierten Festplatten gedownloadet. Weitere Informationen über den Remoteinstallationsdienst finden Sie auf der Microsoft-Website unter http://www.microsoft.com/resources/documentation/Windows/XP/all/reskit/en-us/Default.asp?url=/resources/documentation/Windows/XP/all/reskit/en-us/prbc_cai_byil.asp (englischsprachig) Verwenden sonstiger ImageerstellungssoftwareIn vielen Organisationen wurden für die Bereitstellung von Clientsystemen einige Jahre lang Imageerstellungssysteme von Drittanbietern verwendet. Mit dieser Imageerstellungssoftware wird ein Snapshot des Systems erstellt, der das Betriebssystem, Anwendungen, Service Packs, Hotfixes und Konfigurationseinstellungen enthält. Dieses Image kann dann auf CD, DVD oder über das Netzwerk verteilt werden. Weitere Informationen über die Desktopbereitstellungslösungen von Drittanbietern finden Sie auf der Microsoft-Website unter http://www.microsoft.com/windows2000/partners/DesktopSolutions.asp (englischsprachig) Aktualisieren von vorhandenen Windows XP-ClientsDie Implementierung von Windows XP SP2 mit der geeigneten Konfiguration auf neuen Computern ist relativ einfach. Allerdings setzt die Implementierung von Windows XP SP2 und von Kompatibilitätsskripts auf vorhandenen Systemen eine sorgfältige Planung voraus, um die Datenintegrität sicherzustellen und die aktuelle Funktionsebene beizubehalten. Für die Bereitstellung von Windows XP SP2 auf vorhandenen Clients gibt es zwei mögliche Vorgehensweisen, nämlich die manuelle Implementierung oder die automatisierte Installation. In den folgenden Abschnitten werden diese Vorgehensweisen eingehender erläutert. Verwenden der manuellen Bereitstellung und KonfigurationAußer in sehr kleinen Umgebungen ist die manuelle Bereitstellung von Service Pack und Skripts denkbar ineffizient. Die Implementierung von Windows XP SP2 kann einige Minuten dauern, und der Administrator ist gut beraten, wenn er dies bei der Berechnung der für den Aktualisierungsprozess benötigten Zeit berücksichtigt. Im Folgenden finden Sie eine Zusammenfassung des Implementierungsprozesses:
Führen Sie zum Starten der Installation das Setupprogramm des Service Packs, Update.exe, mit den geeigneten Schaltern durch. Wie bei vorherigen Service Packs wird ein Assistent angezeigt, der Sie durch den Installationsprozess führt. Nachdem Sie die Installation abgeschlossen und das System neu gestartet haben, führen Sie die Anwendungskompatibilitätsskripts aus und prüfen, dass alle Anwendungen erwartungsgemäß arbeiten. Wenn mit Ihren Skripts Änderungen an der Registrierung durchgeführt werden, müssen Sie diese Skripts unter einem Konto ausführen, das über die Rechte eines lokalen Administrators verfügt. Die Prüfung der Anwendungen auf Funktionalität sollte jedoch unter einem Konto erfolgen, das lediglich über Benutzerrechte verfügt. Automatisieren der InstallationAußer in sehr kleinen Umgebungen stellt die Automatisierung des Updates auf Windows XP SP2 die effizienteste Vorgehensweise dar. Die Zeit, die von der Organisation für das Entwickeln und Testen des Automatisierungsprozesses aufgewendet wird, macht es möglich, die größte Anzahl an Bildschirmarbeitsplätzen zu erreichen, die Erfolgsrate zu steigern und Ausfallzeiten zu minimieren. Die größten Probleme bei der automatisierten Bereitstellung ergeben sich, wenn die Windows-Firewall unmittelbar nach der Installation von Microsoft Windows XP SP2 aktiviert wird. Der Grund hierfür ist, dass diese Konfiguration den Einsatz der meisten Remoteverwaltungstools verhindert, bis eine weitere Konfiguration vorgenommen wurde. Dies ist ein Kernpunkt für Administratoren, die bei der Service Pack-Bereitstellung in der Regel ein in zwei Phasen unterteiltes Update durchführen, nämlich das Service Pack in Phase 1 und weitere Konfigurationsskripts oder Hotfixes in Phase 2. Nachdem Windows XP SP2 installiert und der Computer neu gestartet wurde, ist es unwahrscheinlich, dass Sie nun die Verbindung herstellen und weitere Konfigurationsaufgaben vornehmen oder Anwendungskompatibilitätsskripts ausführen können. Daher muss im Verlauf des Automatisierungsprozesses sichergestellt werden, dass die Anwendungskompatibilitätsskripts nach dem Neustart des Computers unter Windows XP SP2 automatisch ausgeführt werden. Abbildung 4.1 illustriert die Prozesslogik des automatisierten Bereitstellungsverfahrens. ![]() Abbildung 4.1 Ablaufdiagramm für die automatisierte Bereitstellung von Windows XP SP2 Verwenden von BefehlszeilenschalternDas Setupprogramm des Service Packs, Update.exe, verfügt über eine Reihe von Befehlszeilenschaltern, die den Automatisierungsprozess unterstützen sollen. Das Handbuch zum Installieren und Bereitstellen von Microsoft Windows XP Service Pack 2 finden Sie auf der Microsoft-Website unter http://www.microsoft.com/germany/technet/datenbank/articles/600412.mspx Zu den Schaltern, die automatisierte Installationen unterstützen, gehören /q oder /u und /norestart. Jeder der Schalter /q oder /u bewirkt, dass das Setup ohne Benutzereingriff durchgeführt wird (der Schalter /q blendet die Benutzeroberfläche aus, und der Schalter /u sorgt für eine passive Anzeige). Der Schalter /norestart bewirkt, dass das Setup ohne Neustart des Computers abgeschlossen wird (standardmäßig wird hierbei der Benutzer von Setup aufgefordert, den Computer neu zu starten). Implementieren der automatischen AdministratoranmeldungDieser Abschnitt enthält Informationen über das Ändern der Registrierung. Bevor Sie jedoch Änderungen an der Registrierung vornehmen, sollten Sie diese sichern und sich vergewissern, dass Sie die Registrierung im Falle eines Problems wiederstellen können. Weitere Informationen hierüber sowie eine Beschreibung der Registrierung von Microsoft Windows finden Sie auf der Microsoft-Website unter http://support.microsoft.com/default.aspx?scid=kb;DE;256986 Microsoft Windows XP verfügt über diverse Registrierungsschlüssel, die bei einer automatisierten Installation Unterstützung bieten können. Für Systeme vom Typ "Kiosk" oder zum Fortsetzen einer Anwendungsinstallation nach einem Neustart wird häufig der Registrierungsschlüssel AutoAdminLogon verwendet. Diese Einstellung ist von den Einträgen in zwei weiteren Registrierungsschlüsseln abhängig, nämlich davon, dass unter DefaultUserName and DefaultPassword das geeignete Benutzerkonto und das richtige Kennwort festgelegt wurde. Die Einstellungen für AutoAdminLogon finden Sie in der Windows-Registrierung unter dem folgenden Schlüssel: HKEY LOCAL MACHINE\SOFTWARE\Microsoft \WindowsNT\CurrentVersion\Winlogon Hinweis: Der Wert für das Kennwort ist im Schlüssel DefaultPassword in Klartext gespeichert. Dies stellt ein potenzielles Sicherheitsrisiko dar, da die Anwendungskompatibilitätsskripts ggf. mit den Rechten des lokalen Administrators ausgeführt werden müssen. Wenn Sie planen, ein Domänenkonto zu verwenden, empfiehlt es sich, kein Konto aus der Sicherheitsgruppe Domänenadministratoren zu verwenden und dieses Konto nur für die Bereitstellung zu aktivieren. Es empfiehlt sich darüber hinaus, ein starkes Kennwort zu verwenden und dieses Kennwort regelmäßig zu ändern. Weitere Informationen über das Aktivieren der automatischen Anmeldung unter Windows XP finden Sie auf der Microsoft-Website unter http://support.microsoft.com/default.aspx?scid=kb;DE;315231 Verwenden der "RunOnce"-EinstellungenEs gibt auch noch weitere Registrierungsschlüssel, die bei der Automatisierung der Bereitstellung von Windows XP SP2 unterstützen können. Der leistungsfähigste hiervon ist der Schlüssel RunOnce. Der Schlüssel RunOnce sorgt dafür, dass eine Anwendung oder ein Skript nach dem Neustart des Computers einmal (und nur einmal) ausgeführt wird. Diese Einstellung wird häufig verwendet, um eine Anwendungsinstallation abzuschließen oder um Konfigurationsskripts ohne Benutzereingriff auszuführen. Sie können den Schlüssel RunOnce zum Ausführen Ihrer Anwendungskompatibilitätsskripts beim ersten Neustart nach der Installation von Windows XP SP2 verwenden. Weitere Informationen hierüber und eine Definition der RunOnce-Schlüssel in der Registrierung finden Sie auf der Microsoft-Website unter Bereitstellen des Service PacksMit der Kombination aus den Schaltern von Update.exe und den geeigneten Registrierungsschlüssel verfügen Sie über die geeigneten Tools für eine automatisierte Bereitstellung von Windows XP SP2 und aller ggf. erforderlichen Anwendungskompatibilitätsskripts. Hierbei ist es wichtig, an den erforderlichen Sicherheitskontext zum Schreiben an die Registrierung oder zum Durchführen von Verwaltungsbefehlen zu denken. Wenn ein Skript versucht, einen Befehl ohne die entsprechenden Rechte auszuführen, schlägt die Skriptsausführung unweigerlich fehl. Darüber hinaus ist es wichtig, mit der richtigen Befehlsreihenfolge zu arbeiten. Wenn mit den Skripts Registrierungseinstellungen geändert werden müssen, die erst nach dem Update auf Windows XP SP2 zur Verfügung stehen, müssen Sie sicherstellen, dass dieses Skripts nach dem Neustart des Computers unter Verwendung des Registrierungsschlüssels RunOnce ausgeführt werden. Sie können das Setupprogramm von Windows XP SP2 mit den geeigneten Befehlszeilenschaltern, Konfigurationsbefehlen und Anwendungskompatibilitätsskripts in einer Batchdatei zusammenführen, mit der dann die gesamte Aufgabe ausgeführt wird. Bereitstellung mithilfe von AnmeldeskriptsViele Organisationen bevorzugen die Bereitstellung des Service Packs und der Anwendungskompatibilitätsskripts unter Verwendung eines Anmeldeskripts. Die Probleme mit dieser Methode liegen im Wesentlichen im Sicherheitskontext des Benutzers. Anwendungskompatibilitätsskripts, mit denen Änderungen an der Registrierung vorgenommen oder Befehle ausgeführt werden, die die Rechte des lokalen Administrators voraussetzen, schlagen fehl, sofern der Benutzer kein Mitglied der Sicherheitsgruppe Lokale Administratoren ist. Der sekundäre Anmeldedienst und das Befehlszeilentool Runas.exe können eine Problemumgehung darstellen, allerdings wird der Benutzer bei Verwendung des sekundären Anmeldedienstes aufgefordert, ein Kennwort einzugeben. In Organisationen sollten daher die Auswirkungen dieser Vorgehensweise auf die Sicherheit geprüft werden. Bereitstellung mit RemotedesktoptoolsMit Remoteverwaltungstools ist der Remoteadministrator in der Lage, sich an einem Computer anzumelden und eine Installationsbatchdatei mit einer Kombination aus Windows XP SP2 und den erforderlichen Anwendungskompatibilitätsskripts auszuführen. Mit dem Anwendungskompatibilitätsskript muss die Windows-Firewall allerdings für die Remoteverwaltung konfiguriert werden, andernfalls können Sie sich nach der Installation von Windows XP SP2 und dem Neustart des Systems nicht an dem Remotesystem anmelden. Bereitstellung mit Active DirectoryZu den wichtigsten Vorteilen von Microsoft Windows Active Directory gehören Gruppenrichtlinien. Gruppenrichtlinien vereinfachen die Verteilung von Software und die Vornahme von Konfigurationsänderungen für Computergruppen. Mit Windows XP SP2 werden den administrativen Vorlagen für Gruppenrichtlinien Einträge hinzugefügt, um die Konfiguration einiger neuer Funktionen zu ermöglichen. Mit dem verteilten Dateisystem (Distributed File System - DFS) können Sie Repliken von Dateien im gesamten Netzwerk erstellen. Weitere Informationen über das verteilte Dateisystem finden Sie auf der Microsoft-Website unter http://www.microsoft.com/windows2000/techinfo/howitworks/fileandprint/dfsnew.asp (englischsprachig) Weitere Informationen über das verteilte Dateisystem und den Dateireplikationsdienst finden Sie auf der Microsoft-Website unter http://www.microsoft.com/windowsserver2003/technologies/fileandprint/file/dfs/default.mspx (englischsprachig) Alle erforderlichen Details zur Bereitstellung von Windows XP SP2 und zusätzlichen Konfigurationsänderungen unter Verwendung von Gruppenrichtlinien enthält das "Service Pack 2 Enterprise Implementation Handbuch". Weitere Informationen über Änderungen an der Funktionalität unter Microsoft Windows XP Service Pack 2 finden Sie im Handbuch "Änderungen an der Funktionalität durch Microsoft Windows XP Service Pack 2" in "Teil 8: Schluss und Anhänge" auf der Microsoft-Website unter http://www.microsoft.com/germany/technet/datenbank/articles/600337_7.mspx Verteilen des Service Packs mithilfe von GruppenrichtlinienDie Gruppenrichtlinien von Active Directory unterstützen die Softwareverteilung und bieten so eine ideale Möglichkeit zum Verteilen von Windows XP SP2. Sie können Gruppenrichtlinien auf Standort- oder Domänenebene oder auf OU-Ebene (Organizational Unit, Organisationseinheit) erstellen, indem Sie ein Gruppenrichtlinienobjekt (Group Policy Object - GPO) erstellen und dieses mit dem relevanten Container verknüpfen. In den meisten Organisationen wird eine OU-Struktur für Computer implementiert, sodass spezifische Computerrichtlinien angewendet werden können. Weitere Informationen über die Hintergründe der Softwarebereitstellung mit Gruppenrichtlinien finden Sie auf der Microsoft-Website unter Verwenden von Gruppenrichtlinien zum Zuweisen von AnwendungskompatibilitätsskriptsGruppenrichtlinien stellen eine hervorragende Möglichkeit zum Konfigurieren von Problemminimierungen bei der Anwendungskompatibilität für Gruppen von Computern dar. Verwalten des Windows-FirewallsDie Remoteverwaltung von Clientcomputern ist in vielen Organisationen eine Schüsselanforderung. In der Standardkonfiguration blockiert die Windows-Firewall den gesamten unverlangt eingehenden Netzwerkverkehr, was allerdings auch den Einsatz von Remoteverwaltungstools verhindert. Mit Gruppenrichtlinien können Sie die Windows-Firewall so konfigurieren, dass die Remotekommunikation zugelassen wird. Abbildung 4.2 zeigt die Gruppenrichtlinieneinstellungen für die Windows-Firewall. ![]() Abbildung 4.2 Gruppenrichtlinieneinstellungen für die Verwaltung der Windows-Firewall Gruppenrichtlinien können zum Konfigurieren von vielen anderen Problemminimierungen für die Anwendungskompatibilität verwendet werden, die in Kapitel 3 dieses Handbuchs erläutert werden, wozu auch Einstellungen für Internet Explorer, Outlook Express und DCOM gehören. Ein weiterer Vorteil der Verwendung von Gruppenrichtlinien besteht darin, dass die Problemkorrektur von mehreren Computern in einem Schritt entfernt werden kann, wenn die Anwendung so aktualisiert wurde, dass das Kompatibilitätsproblem nicht mehr besteht. Die Einstellungen für die Windows-Firewall unter Windows XP SP2 können Sie dem Abschnitt "Implementieren von Einstellungen für die Windows-Firewall für Microsoft Windows XP mit SP2" entnehmen. Weitere Informationen über das Implementieren von Einstellungen für die Windows-Firewall für Microsoft Windows XP mit Service Pack 2 finden Sie auf der Microsoft-Website unter http://www.microsoft.com/germany/technet/datenbank/articles/600339.mspx Bereitstellung mit Systems Management ServerDie Verwendung von SMS 2003 für die Bereitstellung von Software und Service Packs stellt für viele Organisationen eine weitere Möglichkeit dar. Mit Windows XP SP2 können sich für Kunden, die SMS verwenden, jedoch einige Kompatibilitätsprobleme ergeben, sodass eine zusätzliche Konfiguration erforderlich wird. Es empfiehlt sich daher, die FAQs betreffend Windows XP SP2 und SMS und sämtliche hiermit zusammenhängenden Dokumente zu lesen. Weitere Informationen (FAQ) finden Sie unter http://www.microsoft.com/germany/technet/datenbank/articles/600397.mspx Die meisten Inkompatibilitäten beziehen sich auf die Standardeinstellungen der Windows-Firewall und die Remoteverwaltungsports von SMS. Informationen betreffend die Konfiguration von Einstellungen der Windows-Firewall in verwalteten Umgebungen finden Sie im Abschnitt "Implementieren von Einstellungen für die Windows-Firewall für Microsoft Windows XP mit Service Pack 2". Weitere Informationen über die FAQs zu SMS-Clients finden Sie auf der Microsoft-Website unter http://www.microsoft.com/downloads/details.aspx?FamilyID=4454e0e1-61fa-447a-bdcd-499f73a637d1&DisplayLang=en (englischsprachig) Testen von Verwaltungstools von DrittanbieternEs empfiehlt sich, dass Organisationen, die Verwaltungs- und Bereitstellungstools von Drittanbietern verwenden, Kontakt zum jeweiligen Anbieter aufnehmen, um zu erfahren, ob und wie diese Produkte mit Windows XP SP2 zusammenarbeiten. Implementieren einer RollbackstrategieUngeachtet, wie umfangreich Sie Ihr Bereitstellungsverfahren getestet haben, während der Bereitstellungsphase können immer unvorhersehbare Probleme auftreten. Und ungeachtet der gewählten Bereitstellungsmethode sollte immer eine Rollbackstrategie entwickelt werden, um die einen Fortgang der Geschäftsabläufe sicherzustellen. Hierzu gehört ggf. auch das Deinstallieren von Windows XP SP2 oder das Ausführen von Rollbackkonfigurationsskripts. Vor Beginn des Bereitstellungsprozesses sollten Sie den Rollbackplan sowie alle hiermit zusammenhängenden Skripts umfassend testen. ZusammenfassungMicrosoft Windows XP SP2 umfasst viele neue Sicherheitsfeatures, die Organisationen dabei helfen, eine Desktopumgebung mit mehr Sicherheit zu schaffen, die Angriffsfläche für potenzielle Eindringlinge zu verringern und die Bedrohungen zu reduzieren, die mit E-Mails und anderen Sicherheitsschwachstellen einhergehen. Viele der vorhandenen Anwendungen sind ggf. jedoch nicht für die Arbeit unter diesen strengeren Sicherheitseinstellungen ausgelegt und müssen daher umfassend getestet werden. Es empfiehlt sich, vor der Bereitstellung von Windows XP SP2 eine Bereitstellungsstrategie zu entwickeln, die folgende Schritte umfasst:
Bei eine sorgfältigen Planung und Implementierung können Organisationen alle potenziellen Probleme mit der Anwendungskompatibilität überwinden und die Vorteile der Sicherheitsverbesserungen nutzen, die sich mit Microsoft Windows XP SP2 für den Einsatz von Desktopcomputern ergeben. | In diesem Beitrag
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