Virtual Server 2005 – Bereitstellungshandbuch

Systemanforderungen

Die Planung für eine erfolgreiche Bereitstellung von Microsoft(r) Virtual Server 2005 gehört die Auswertung der Anforderungen der Betriebssysteme und Anwendungen, die ausgeführt werden müssen. Sie können dann anhand dieser Informationen die Konfiguration des physikalischen Computers planen, auf dem Virtual Server installiert wird.

Die Mindestanforderungen, die das System erfüllen muss, hängt von Anzahl und Typ der Gastbetriebssysteme, der Anwendungen, die auf den virtuellen Computern installiert werden sollen, und der erwarteten Arbeitslast ab. Wenn beispielsweise mehrere virtuelle Computer gleichzeitig ausgeführt werden sollen, muss der physikalische Computer zumindest über genügend Arbeitspeicher verfügen, um die Anforderungen des Hostbetriebssystems und aller Gastbetriebssysteme abzudecken. Sie müssen die jeweiligen Systemanforderungen zu Rate ziehen, um sicherzustellen, dass die Systemressourcen die Bereitstellung unterstützen.

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Anforderungen an den physikalischen Computer und das HostbetriebssystemAnforderungen an den physikalischen Computer und das Hostbetriebssystem
Anforderungen an GastbetriebssystemeAnforderungen an Gastbetriebssysteme
Erwägungen zur VerwendungErwägungen zur Verwendung

Anforderungen an den physikalischen Computer und das Hostbetriebssystem

Nachstehend sind die Mindestsystemanforderungen für den physikalischen Computer und das Hostbetriebssystem aufgeführt:

Ein x86-basierter Computer mit einem Prozessor mit mindestens 550 MHz (1 GHz empfohlen) sowie L2-Cache, wie z. B. Prozessoren aus einer der folgenden Familien:

Intel: Xeon oder Pentium

AMD: AMD64 oder Athlon

Sie können Virtual Server auf Servern mit mehreren Prozessoren ausführen. Virtual Server 2005, Standard Edition kann auf Servern mit maximal vier Prozessoren ausgeführt werden. Virtual Server 2005, Standard Edition kann auf Servern mit mehr als vier Prozessoren ausgeführt werden. Die maximale Anzahl von Prozessoren für Virtual Server 2005, Enterprise Edition hängt vom Hostbetriebssystem ab.

CD-ROM- oder DVD-Laufwerk

Super VGA-Monitor (800 x 600) oder Monitor mit höherer Auflösung empfohlen

Hostbetriebssystem:

Die 32-Bit-Version eines der folgenden Betriebssysteme:

Microsoft Windows Server(tm) 2003, Standard Edition

Microsoft Windows Server 2003, Enterprise Edition

Microsoft Windows Server 2003, Datacenter Edition

Microsoft Windows(r) Small Business Server 2003

Microsoft Windows XP Professional

Wichtig

Sie sollten Microsoft Windows XP Professional nicht in einer Produktionsumgebung als Hostbetriebssystem verwenden.

Anhand der folgenden Tabelle können Sie die minimalen Speicherplatz- und Arbeitsspeicheranforderungen der Hostbetriebssysteme ermitteln. Bei diesen Anforderungen handelt es sich lediglich um allgemeine Richtlinien. Die jeweils geltenden Anforderungen finden Sie in der Produktdokumentation des jeweiligen Betriebssystems.

HostbetriebssystemMinimaler ArbeitsspeicherMinimaler Speicherplatz

Windows Small Business Server 2003, Standard Edition

256 MB

4 GB

Windows Small Business Server 2003, Premium Edition

512 MB

4 GB

Windows Server 2003, Standard Edition

256 MB

2 GB

Windows Server 2003, Enterprise Edition

256 MB

2 GB

Windows Server 2003, Datacenter Edition

512 MB

2 GB

Wichtig

Auf dem Computer mit der Verwaltungswebsite ist die Komponente WWW-Dienst von Internetinformationsdienste (IIS) erforderlich.

Hinweise

Die maximale Größe des Arbeitsspeichers auf dem physikalischen Computer, die von Virtual Server unterstützt wird, entspricht der maximalen Größe, die vom Hostbetriebssystem unterstützt wird.

Jeder virtuelle Computer wird unabhängig von der Anzahl der Prozessoren des physikalischen Computers als Computer mit einem einzigen Prozessor ausgeführt. Sie können mehr virtuelle Computer konfigurieren, als Hostprozessoren vorhanden sind.

Auf dem Hostbetriebssystem muss das NTFS-Dateisystem verwendet werden. Sie Sicherheitsarchitektur von Virtual Server hängt von Sicherheitsfeatures des Dateisystems ab, die nur von NTFS bereitgestellt werden.

Der in der obigen Tabelle angegebene Speicherplatz dient lediglich als Ausgangspunkt, um den benötigten Speicherplatz zu ermitteln. Sie müssen für ausreichenden zusätzlichen Speicherplatz für alle Gastbetriebssystemen sorgen, die bereitgestellt werden sollen. Dabei ist nicht nur genügend Speicherplatz für das Hostbetriebssystem und alle Gastbetriebssysteme erforderlich. Sie müssen darüber hinaus für den zusätzlich erforderlichen Speicherplatz für die Auslagerungsdatei der einzelnen virtuellen Computer, Speicherplatz für alle dynamisch erweiterbaren virtuellen Festplatten und Speicherplatz zum Speichern des Arbeitsspeicherinhalts des virtuellen Computers sorgen, wenn der virtuelle Computer in gespeicherten Zustand versetzt wird. Weitere Informationen finden Sie unter Bewährte Methoden.

Wie bei einem physikalischen Computer steigt die Leistung eines virtuellen Computers, je mehr Arbeitsspeicher vorhanden ist.

Anforderungen an Gastbetriebssysteme

Virtual Server unterstützt die folgenden Gastbetriebssysteme:

Jede 32-Bit-Version des Betriebssystems Microsoft Windows Server 2003 (außer Datacenter Edition)

Microsoft Windows NT(r) Server 4.0 mit Service Pack 6a (SP6a)

Jedes Microsoft Windows 2000 Server-Betriebssystem (außer Datacenter Edition)

Sie müssen die minimalen Systemanforderungen für das Gastbetriebssystem anhand der im Lieferumfang des jeweiligen Betriebssystems enthaltenen Produktdokumentation ermitteln. Beachten Sie, dass der minimal erforderliche Speicherplatz die Summe des erforderlichen Speicherplatzes für alle Gastbetriebssysteme und dem Speicherplatz für das Hostbetriebssystem ist. Darüber hinaus ist Speicherplatz für die Anwendungen erforderlich, die auf den Betriebssystemen installiert werden sollen.

Wenn mehrere Gastbetriebssysteme gleichzeitig ausgeführt werden sollen, müssen Sie den erforderlichen Arbeitsspeicher für alle betreffenden Betriebssysteme sowie den für das Hostbetriebssystem erforderlichen Arbeitsspeicher vorhalten. Weiterhin benötigt Virtual Server u. U. bis zu 32 MB RAM für jeden virtuellen Computer. Zur Verbesserung der Leistung sollten Sie den Arbeitsspeicher über die hier und in der Produktdokumentation beschriebenen Angaben hinaus vergrößern. Der für die virtuellen Computer reservierte Arbeitsspeicher steht für Auslagerungsoperationen des Hostbetriebssystems nicht zur Verfügung.

Virtual Server kann maximal 64 virtuelle Computer unterstützen. In der Praxis hängt die maximale Anzahl virtueller Computer, die gleichzeitig ausgeführt werden können, von den Systemressourcen, der Größe des Arbeitsspeichers für die einzelnen virtuellen Computer und dem verfügbaren Gesamtarbeitsspeicher des physikalischen Computers ab. Virtual Server unterstützt bis zu 3,6 GB RAM für jeden einzelnen virtuellen Computer.

Erwägungen zur Verwendung

Auf einem virtuellen Computer kann nahezu jede x86-basierte Anwendung ausgeführt werden. Einige Anwendungen sind für die Verwendung auf einem virtuellen Computer jedoch nicht so gut geeignet wie andere. Obwohl die Möglichkeit besteht, Virtual Server auf einem Computer mit mehreren Prozessoren auszuführen, kann jeder virtuelle Computer maximal einen Prozessor verwenden. Das bedeutet, dass Unternehmensanwendungen, die für Multiprozessorhardware ausgelegt sind, bei der Ausführung auf einem virtuellen Computer u. U. keine adäquate Leistung bereitstellen. Betrachten Sie bei der Entscheidung, ob eine Anwendung auf einem virtuellen Computer ausgeführt werden kann, das physikalische Pendant des virtuellen Computers. Mit anderen Worten: Würde diese Anwendung auf einem physikalischen Computer mit einem Prozessor ausgeführt?

Ob eine Unternehmensanwendung auf einem virtuellen Computer geeignet ausgeführt werden kann, hängt von der erwarteten Arbeitslast und der beabsichtigten Verwendung der Anwendung ab. Anwendungen wie Microsoft SQL Server(tm) oder Microsoft Exchange Server können beispielsweise auf einem virtuellen Computer ausgeführt werden. Abhängig von der Arbeitslast erfüllt die Leistung jedoch u. U. nicht die Anforderungen der Organisation. Wenn eine solche Anwendung für Test- oder Schulungszwecke ausgeführt werden muss, sind die Datenzugriffsanforderungen, die sich auf die Leistung auswirken, anders als bei Verwendung der Anwendung in einer Produktionsumgebung.


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