Auf dieser Seite1. Hinzufügen von virtuellen ComputernMit Virtual Server 2005 können Sie auf einem einzelnen physikalischen Computer virtuelle Computer erstellen, auf denen jeweils ein unabhängiges Betriebssystem ausgeführt wird. Der virtuelle Computer emuliert einen normalen x86-basierten Computer mit allen grundlegenden Hardwarekomponenten außer dem Prozessor. Mit der emulierten Hardware und dem Prozessor des physikalischen Computers arbeitet jeder virtuelle Computer wie ein eigenständiger physikalischer Computer. Da jeder virtuelle Computer über ein eigenes Betriebssystem verfügt, können auf einem einzelnen Computer gleichzeitig mehrere verschiedene Betriebssysteme ausgeführt werden. Virtual Server kann maximal 64 virtuelle Computer unterstützen. In der Praxis hängt die maximale Anzahl virtueller Computer, die Virtual Server gleichzeitig ausführen kann, von der Größe des Arbeitsspeichers und dem verfügbaren Festplattenspeicherplatz des physikalischen Computers ab. Die Größe des Arbeitsspeichers, der für die virtuellen Computer reserviert werden kann, ist auf den verfügbaren physikalischen Arbeitsspeicher beschränkt. Es kann nicht mehr Speicher zugewiesen werden, als vorhanden ist. Der Speicher von virtuellen Computern ist darüber hinaus auf maximal 3,6 GB beschränkt. Da jeder virtuelle Computer ein eigenes Betriebssystemexemplar ausführt, sind die virtuellen Computer hinsichtlich Sicherheit und Benutzerzugriff voneinander und vom Hostbetriebssystem unabhängig. Der Benutzerzugriff auf einen virtuellen Computer wird über das Betriebssystem des betreffenden virtuellen Computers (das Gastbetriebssystem) geregelt und nicht über das Hostbetriebssystem oder einen anderen virtuellen Computer. Ein Benutzerzugriff auf das Hostbetriebssystem (oder einen anderen virtuellen Computer) bedeutet nicht, dass der Benutzer auch auf das Gastbetriebssystem zugreifen kann. Hinweis
| • | Dementsprechend können virtuelle Computer keine Netzwerkpakete empfangen, die an das/vom Hostbetriebssystem gesendet werden. Allerdings können virtuelle Computer Netzwerkpakete empfangen, die an andere/von anderen virtuellen Computern gesendet wurden, sofern sich die virtuellen Computer im gleichen virtuellen Netzwerk befinden. |
Die Anforderungen und Erwägungen für die Einrichtung eines einzelnen virtuellen Computers unterscheiden sich von denen für die Einrichtung mehrerer virtueller Computer. Die bei der Konfiguration des ersten virtuellen Computers ausgewählten Einstellungen können die Konfigurationsoptionen für anschließend erstellte virtuelle Computer beeinflussen. Abhängig von der geplanten Bereitstellung der virtuellen Computer sind die folgenden Themen von Interesse: 1.1. Einrichten des ersten virtuellen ComputersNach der Installation von Virtual Server 2005 besteht der nächste Schritt darin, einen virtuellen Computer zu erstellen. Sie können zum Erstellen des ersten virtuellen Computers jede unterstützte Konfiguration wählen. Wenn die Bereitstellung mehr als einen virtuellen Computer umfasst, können jedoch einige beim Konfigurieren des ersten virtuellen Computers ausgewählten Einstellungen die Konfigurationsoptionen für die anderen virtuellen Computer beeinflussen. Weitere Informationen finden Sie unter Einrichten mehrerer virtueller Computer. Beim Erstellen des ersten virtuellen Computers gibt es zwei Optionen: | • | Erstellen eines neuen virtuellen Computers. | | • | Hinzufügen eines vorhandenen virtuellen Computers. Sie können diese Methode verwenden, wenn virtuelle Computer vorhanden sind, die mit einem anderen Exemplar von Virtual Server erstellt wurden. |
Weitere Informationen zum Erstellen eines virtuellen Computers finden Sie unter Konfigurieren virtueller Computer. Wenn Sie keinen vorhandenen virtuellen Computer hinzufügen, sondern einen virtuellen Computer erstellen, müssen Sie ihm eine virtuelle Festplatte zuweisen und ein Betriebssystem auf der virtuellen Festplatte installieren. Weitere Informationen zu den verschiedenen Typen virtueller Festplatten finden Sie unter Erstellen virtueller Festplatten. Einzelne Einstellungen für virtuelle ComputerJeder virtuelle Computer verfügt über Einstellungen, die nur dem betreffenden virtuellen Computer zugeordnet wird. Beim Erstellen eines virtuellen Computers werden diese Einstellungen basierend auf den Standardeinstellungen oder Ihren Eingaben von Virtual Server festgelegt. Nachdem der virtuelle Computer erstellt wurde, können Sie die Einstellungen bei Bedarf ändern. Die folgenden Einstellungen weisen Optionen oder Einschränkungen auf, die Sie vor dem Erstellen des virtuellen Computers berücksichtigen sollten: | • | Dateinamen: Jeder virtuelle Computer muss über einen eindeutigen Dateinamen verfügen, der keine Sonderzeichen enthalten und nicht länger als 150 Zeichen lang sein darf. | | • | Speicheranforderungen: Der physikalische Computer muss über genügend Arbeitsspeicher für Hostbetriebssystem und Gastbetriebssystem verfügen. Beim Erstellen eines virtuellen Computer wird von Virtual Server standardmäßig minimaler Arbeitsspeicher bereitgestellt. Durch die Zuweisung von zusätzlichem Arbeitsspeicher wird in der Regel eine höhere Leistung des Gastbetriebssystems erreicht. Beim Reservieren von Arbeitsspeicher für den virtuellen Computer müssen aber unbedingt die Speicheranforderungen des Hostbetriebssystems berücksichtigt werden. Weitere Informationen zu den Speicheranforderungen der unterstützten Host- und Gastbetriebssysteme finden Sie unter Systemanforderungen. | | • | Virtuelle Festplatten: Bei der von einem virtuellen Computer verwendeten Festplatte handelt es sich nicht um eine physikalische Festplatte, sondern um eine virtuelle Festplatte (VHD-Datei). Der virtuelle Computer verwendet die virtuelle Festplatte wie eine physikalische Festplatte zum Installieren von Programmen und zum Speichern von Dateien. Dem virtuellen Computer kann beliebig viel Festplattenspeicherplatz zugewiesen werden. Das dynamisch erweiterbare Abbild belegt aber nur den vom virtuellen Computer benötigten Speicherplatz, sodass auf dem physikalischen Computer Speicherplatz eingespart wird. In Virtual Server werden verschiedene Typen von virtuellen Festplatten unterstützt. Weitere Informationen zu virtueller Festplatten finden Sie unter Erstellen virtueller Festplatten. |
Hinzufügen eines virtuellen Computers, der in Virtual PC 2004 erstellt wurdeSie können zu Virtual Server virtuelle Computer hinzufügen, die in Microsoft Virtual PC 2004 erstellt wurden, ohne an den virtuellen Computern Änderungen vorzunehmen. Nach dem Installieren des virtuellen Computers müssen die Virtual Machine Additions neu installiert werden, auch wenn sie in Virtual PC installiert wurden. Weitere Informationen zum Installieren von Virtual Machine Additions finden Sie unter Installieren von Virtual Machine Additions. Bestimmte Features, die in Virtual PC unterstützt werden, wie z. B. freigegebene Ordner und die dynamische Änderung der Bildschirmgröße, werden in Virtual Server nicht unterstützt. Wenn Sie einen virtuellen Computer installieren, der in Virtual PC erstellt wurde, werden diese Features von Virtual Server ignoriert. Sie brauchen keine speziellen Maßnahmen durchzuführen, um sie zu deaktivieren. Darüber hinaus werden bestimmte physikalische Komponenten in einem Produkt, aber nicht im anderen Produkt unterstützt. Virtual Server unterstützt im Gegensatz zu Virtual PC beispielsweise SCSI-Adapter. Virtual PC unterstützt demgegenüber im Gegensatz zu Virtual Server eine Emulation von Soundkarten. Weitere Informationen zum Erstellen virtueller Computer finden Sie unter Konfigurieren virtueller Computer. Hinweise
| • | Ein virtueller Computer wird durch zwei Dateien definiert, die sich auf dem physikalischen Computer befinden. Die VMC-Datei (Virtual Machine Configuration, virtuelle Computerkonfiguration) regelt die Verwendung der Systemressourcen des physikalischen Computers und definiert die Konfiguration des virtuellen Computers. In der VHD-Datei (Virtual Hard Disk, virtuelle Festplatte) werden die Betriebssystemdateien und die Anwendungsdateien des virtuellen Computers gespeichert. Diese Dateien befinden sich standardmäßig im Ordner \\Dokumente und Einstellungen\All Users\Freigegebene Dokumente\Shared Virtual Machines. Sie können auch den Ordner angeben, in dem die Konfigurationsdateien für virtuelle Computer standardmäßig erstellt werden. (Alle VHD-Dateien, die beim Erstellen des betreffenden virtuellen Computers erstellt werden, werden im gleichen Ordner erstellt.) Weitere Informationen finden Sie unter Konfigurieren der Virtual Server-Suchpfade. | | • | Im Ordner \\Dokumente und Einstellungen\All Users\Anwendungsdaten\Microsoft\Virtual Server\Virtual Machines wird außerdem eine Verknüpfung zur Konfigurationsdatei des virtuellen Computers erstellt. Wenn Sie einen virtuellen Computer aus Virtual Server entfernen, wird diese Verknüpfung gelöscht, obwohl die Konfigurationsdatei des virtuellen Computers erhalten bleibt. | | • | Es besteht die Möglichkeit, einen virtuellen Computer, dem keine virtuelle Festplatte zugewiesen wurde, von einer physikalischen oder einer virtuellen Diskette zu starten. Der virtuelle Computer benötigt jedoch eine virtuelle Festplatte, um Programme zu installieren und auszuführen. |
1.2. Einrichten mehrerer virtueller ComputerDurch Einrichten mehrerer virtueller Computer können Sie auf einem physikalischen Computer verschiedene Kombinationen von Betriebssystemen und Anwendungen konfigurieren. Obwohl dann nicht mehr die Notwendigkeit verschiedener physikalischer Computer besteht, entstehen Probleme, die bei der Planung der Bereitstellung berücksichtigt werden müssen. Einige Einstellungen virtueller Computer wirken sich beispielsweise auf die Zuweisung von Arbeitsspeicher und Speicherplatz für die virtuellen Computer aus, wenn sie gleichzeitig ausgeführt werden. Darüber beeinflussen mehrere Virtual Server 2005-Optionen die Leistung. In diesem Thema werden die Probleme und Erwägungen beim Einrichten und Ausführen mehrerer virtueller Computer beschrieben. Beeinflussen der Einstellungen durch mehrere virtuelle ComputerEinige Einstellungen virtueller Computer können sich auf die Interoperabilität auswirken, wenn die virtuellen Computer gleichzeitig ausgeführt werden. Die folgende Tabelle enthält eine Liste mit Beschreibung der Einstellungen und deren Beeinflussung, wenn mehrere virtuelle Computer eingerichtet oder gleichzeitig ausgeführt werden. In der Tabelle sind nur die Einstellungen virtueller Computer aufgeführt, die sich auf mehrere virtuelle Computer auswirken. Dateiname | Jeder virtuelle Computer muss über einen eindeutigen Dateinamen verfügen, der keine Sonderzeichen enthalten und nicht länger als 150 Zeichen lang sein darf. | Arbeitsspeicher | Wenn mehrere virtuelle Computer gleichzeitig ausgeführt werden, muss zumindest genügend Arbeitsspeicher für das Hostbetriebssystem und alle Gastbetriebssysteme vorhanden sein, die gleichzeitig ausgeführt werden. Weitere Informationen zu den Arbeitsspeicheranforderungen finden Sie unter Systemanforderungen. | Festplatten | Eine bestimmte virtuelle Festplatte kann gleichzeitig nur von einem virtuellen Computer verwendet werden. | CD/DVD-Laufwerk | Ein CD- oder DVD-Laufwerk kann gleichzeitig von mehreren virtuellen Computern verwendet werden. Wird eine CD oder DVD in das Laufwerk eingelegt, wird das CD- bzw. DVD-Laufwerk automatisch vom aktiven virtuellen Computer verwendet. Sie können über das CD-Symbol in der Statusleiste des virtuellen Computers manuell festlegen, dass andere virtuelle Computer das CD- bzw. DVD-Laufwerk verwenden. | Diskettenlaufwerk | Wenn eine VFD-Datei (Virtual Floppy Disk, virtuelle Diskette) von virtuellen Computern gleichzeitig verwendet werden soll, muss die VFD-Datei mit Schreibschutz konfiguriert sein. Bei einer physikalischen Diskette kann nur der erste virtuelle Computer, der die physikalische Diskette erkennt, diese Diskette verwenden. | COM1 und COM2 | Jedes an einen COM-Anschluss angeschlossene Gerät kann gleichzeitig nur von einem virtuellen Computer verwendet werden. Das Gerät steht anderen virtuellen Computern erst dann zur Verfügung, wenn er heruntergefahren wurde oder der COM-Anschluss freigegeben wird. | LPT1 | Ein an den LPT1-Anschluss (parallel) angeschlossenes Gerät kann gleichzeitig nur von einem virtuellen Computer verwendet werden. Das Gerät steht anderen virtuellen Computern bzw. dem Hostbetriebssystem erst zur Verfügung, nachdem der virtuelle Computer heruntergefahren wurde. Physikalische LPT-Anschlüsse können nur von virtuellen Computern verwendet werden, wenn der Anschluss einen E/A-Adressbereich von 0x378 bis 0x37F verwendet. |
Weitere Informationen finden Sie unter Einrichten virtueller Computer. CPU-RessourcenzuweisungDie auf der Seite CPU Resource Allocation von Virtual Server verfügbaren Optionen können sich auf die Leistung des aktiven virtuellen Computers auswirken, während andere virtuelle Computer im Hintergrund ausgeführt werden. Mit diesen Optionen können Sie die Zuweisung der physikalischen CPU-Ressourcen auf die virtuellen Computer sowie zwischen Hostbetriebssystem und Gastbetriebssystem steuern. Weitere ErwägungenNachfolgend sind einige weitere Erwägungen hinsichtlich der gleichzeitigen Ausführung von virtuellen Computern aufgeführt: | • | Grafikeinstellungen Beim Wechseln von einem virtuellen Computer zum anderen benötigt Virtual Server einen kurzen Zeitraum, um die Auflösung der einzelnen virtuellen Computer zu ändern, sofern die virtuellen Computer nicht die gleiche Auflösung verwenden. | | • | Wechseln zwischen virtuellen Computern Wenn mehrere virtuelle Computer ausgeführt werden, können Sie mithilfe von Tastenkombinationen von einem virtuellen Computer zum anderen wechseln, sofern nicht der Vollbildmodus verwendet wird. Weitere Informationen zum Wechseln zwischen virtuellen Computern finden Sie unter Wechseln zwischen virtuellen Computern und dem Hostbetriebssystem. |
Weitere Informationen finden Sie unter Einrichten virtueller Computer. 2. Erstellen von virtuellen DatenträgernUm einen virtuellen Computer ausführen zu können, muss in der Regel mindestens eine virtuelle Festplatte für den virtuellen Computer konfiguriert und darauf ein Betriebssystem installiert werden. Sie können einen virtuellen Computer so konfigurieren, dass er von Diskette oder CD gestartet wird. Für den virtuellen Computer sollten Sie jedoch weiterhin eine virtuelle Festplatte angeben, da von vielen Anwendungen für eine einwandfreie Funktion das Vorhandensein einer Festplatte vorausgesetzt wird. Virtuelle Festplatten werden als VHD-Dateien, virtuelle Disketten als VFD-Dateien gespeichert. In diesem Abschnitt werden folgende Themen behandelt: 2.1. Erstellen von virtuellen FestplattenZum Ausführen des Betriebssystems des virtuellen Computers (Gastbetriebssystem) und zum Speichern von Daten können Sie eine virtuelle Festplatte verwenden. Das Gastbetriebssystem behandelt die virtuelle Festplatte genauso wie eine physikalische Festplatte. Eine virtuelle Festplatte ist nach dem Erstellen zunächst leer und wird als VHD-Datei gespeichert. Die folgende Tabelle enthält eine Beschreibung der verschiedenen Typen virtueller Festplatten, die Sie erstellen können. Dynamisch erweiterbar 5 | Die Größe der virtuellen Festplatte wird erweitert, wenn Daten darauf geschrieben werden. Die Anfangsgröße beträgt normalerweise weniger als 100 KB. Sobald Daten hinzugefügt werden, wird die Festplatte jedoch bis zu der Obergrenze erweitert, die beim Erstellen der Platte angegeben wurde. (Beim Erstellen eines neuen virtuellen Computers wird standardmäßig dieser Festplattentyp erstellt.) Virtual Server 2005 überwacht den verfügbaren Festplattenspeicherplatz auf dem physikalischen Computer und benachrichtigt Sie, bevor die dynamisch erweiterbare Festplatte den maximal verfügbaren Speicherplatz des physikalischen Computers erreicht. | Feste Größe | Die Größe der virtuellen Festplatte ist auf die Größe fixiert, die beim Erstellen der Festplatte angegeben wurde. Anfangsgröße und Obergrenze sind identisch. Beim Erstellen der Festplatte wird sofort der angegebene Speicherplatz belegt. Wenn Sie beispielsweise eine virtuelle Festplatte mit einer festen Größe von 10 GB erstellen, wird sofort 10 GB Speicherplatz belegt. Hinweis
| • | Berücksichtigen Sie die erforderliche Speicherkapazität der Festplatte, bevor Sie den Speicherplatz zuweisen. Die Größe einer virtuellen Festplatte fester Größe kann nach deren Erstellung nicht geändert werden. |
| Differenzierend | Auf der Seite Differencing Virtual Hard Disk besteht die Möglichkeit, eine differenzierende virtuelle Festplatte zu erstellen. Differenzierende Festplatten ermöglichren das Vorhandensein von mehreren Betriebssystemkonfigurationen, die auf einer einzigen Betriebssysteminstallation basieren. So können Sie Tests mit mehreren geringfügig unterschiedlichen Varianten des gleichen Betriebssystems durchführen, ohne viel Festplattenspeicherplatz zu beanspruchen. Bei einer differenzierenden Festplatte handelt es sich um eine virtuelle Festplatte, die einer anderen virtuellen Festplatte in einer Eltern-/Kindbeziehung zugeordnet ist. Die differenzierende Festplatte ist die untergeordnete Festplatte, die zugeordnete virtuelle Festplatte die übergeordnete Festplatte. Bei der übergeordneten Festplatte kann es sich um einen beliebigen Typ einer virtuellen Festplatte handeln. Auf der differenzierenden Festplatte (der untergeordneten Festplatte) wird eine Aufzeichnung aller Änderungen gespeichert, die an der übergeordneten Festplatte vorgenommen wurden, sodass Änderungen gespeichert werden, ohne dass die übergeordnete Festplatte geändert werden muss. Mit anderen Worten: Mithilfe von differenzierenden Festplatten können Sie sicherstellen, dass Änderungen standardmäßig auf den differenzierenden Festplatten erfolgen und nicht auf der ursprünglichen virtuellen Festplatte vorgenommen werden. Sie können jedoch die Änderungen auf der differenzierenden Festplatte bei entsprechendem Bedarf auf die ursprüngliche virtuelle Festplatte übernehmen. Die differenzierende Festplatte wird dynamisch erweitert, da die für die übergeordneten Festplatte bestimmten Daten tatsächlich auf die differenzierende Festplatte geschrieben werden. Es wird empfohlen, die übergeordnete Festplatte mit einem Schreibschutz zu versehen oder zu sperren. Wenn die übergeordnete Festplatte durch einen anderen Prozess geändert wird, der die Eltern-/Kindbeziehung der differenzierenden Festplatte nicht kennt, werden alle differenzierenden Festplatten der übergeordneten Festplatte ungültig, sodass alle darauf gespeicherten Daten verloren gehen. Durch Sperren der übergeordneten Festplatte können Sie die Festplatte in mehreren virtuellen Computern bereitstellen (ähnlich wie eine schreibgeschützte Diskette oder eine CD-ROM). Die folgende Abbildung zeigt ein Beispiel für die Verwendung differenzierender Festplatten. Auf der übergeordneten virtuellen Festplatte ist das Betriebssystem Microsoft Windows 2000 Server installiert. Jede untergeordnete Festplatte enthält ebenfalls Microsoft Windows 2000 Server (identisch mit der übergeordneten Festplatte) und wird anschließend mit einer bestimmten Version von Microsoft Internet Explorer angepasst. 
| Verknüpft | Virtual Server unterstützt das Verknüpfen einer virtuellen Festplatte mit einer physikalischen Festplatte des physikalischen Computers. Diese virtuelle Festplatte kann mehrere Volumes aufweisen. Die virtuelle Festplatte wird mit der aktuellen Startpartition und Partitionszuordnung des Laufwerks des physikalischen Computers erstellt. Alle Lese- und Schreibanforderungen werden direkt an die verknüpfte physikalische Festplatte weitergeleitet. Verknüpfte Festplatten dienen dazu, eine physikalische Festplatte in eine virtuelle Festplatte umzuwandeln. Eine verknüpfte Festplatte kann nicht als Startdatenträger verwendet werden. Virtuelle Computer können nicht gestartet werden, wenn verknüpfte Festplatten angeschlossen sind. Wenn ein virtueller Computer eingeschaltet wird, an den eine verknüpfte Festplatte angeschlossen ist, schaltet sich der virtuelle Computer selbsttätig wieder aus, und es wird ein Ereignis in das Ereignisprotokoll geschrieben. Weitere Informationen zum Umwandeln von physikalischen Festplatten finden Sie unter Kopieren einer physikalischen Festplatte in eine virtuelle Festplatte. Für die Verknüpfung mit einer physikalischen Festplatte müssen die folgenden Voraussetzungen erfüllt sein: | • | Sie müssen Administrator oder Mitglied der Gruppe Administratoren sein, um eine Verknüpfung zu einer physikalischen Festplatte erstellen oder verwenden zu können. | | • | Bei der physikalischen Platte muss es sich um einen Basisdatenträger handeln; sie darf kein dynamischer Datenträger sein. |
Vorsicht
| • | Im Gegensatz zu den anderen virtuellen Festplattentypen, die nur zulassen, dass der virtuelle Computer in die Dateien der angegebenen virtuellen Festplatte schreiben kann, lässt eine virtuelle Festplatte, die mit einer physikalischen Festplatte verknüpft ist, zu, dass das Gastbetriebssystem direkt den Inhalt der verknüpften physikalischen Festplatte ändert. Das bedeutet, dass das Gastbetriebssystem den Inhalt der verknüpften physikalischen Festplatte überschreiben und u. U. das Hostbetriebssystem sowie andere Programme und Daten der verknüpften physikalischen Festplatte beschädigen kann. |
Wichtig
| • | Es ist nicht möglich, auf eine verknüpfte physikalische Festplatte zu schreiben, auf der nicht mindestens 100 MB Speicherplatz verfügbar ist. Bei einem entsprechenden Versuch wird eine Fehlermeldung angezeigt. Sie können das Problem beheben, indem Sie Dateien auf dem physikalischen Laufwerk verschieben oder löschen, um mehr Speicherplatz zu schaffen. |
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Um eine virtuelle Festplatte an einem SCSI-Bus verwenden zu können, müssen Sie zuerst den SCSI-Adapter zum virtuellen Computer hinzufügen und beim anschließenden Konfigurieren der virtuellen Festplatte einen SCSI-Kanal auswählen. Weitere Informationen zu virtuellen Festplatten finden Sie unter Verwalten von virtuellen Festplatten und Einrichten von virtuellen Datenträgern. Überlegungen zur Verwendung der FestplattenIn der folgenden Tabelle sind die Vor- und Nachteile der einzelnen Typen virtueller Festplatten aufgeführt. Dynamisch erweiterbar | Dynamisch erweiterbare virtuelle Festplatten benötigen beim Erstellen zunächst weniger Speicherplatz. | Sie müssen die Größe dynamisch erweiterbarer virtueller Festplatten überwachen, um zu vermeiden, dass kein Speicherplatz mehr zur Verfügung steht. Wird die Festplatte zu groß, kann sich dies auf andere virtuelle Computer mit einer virtuellen Festplatten im selben Volume auswirken. | Feste Größe | Da der physikalische Festplattenspeicherplatz beim Erstellen der virtuellen Festplatte zugewiesen wird, sind Sie unmittelbar über die Datenträgeranforderungen informiert. | Festplatten fester Größe können unnötig viel Speicherplatz beanspruchen. | Verknüpft | Verknüpfte Platten bieten eine Möglichkeit, einen physikalischen Datenträger in eine virtuelle Festplatte umzuwandeln. | | • | Ein virtueller Computer, an den eine verknüpfte Festplatte angeschlossen ist, kann nicht gestartet werden. | | • | Eine verknüpfte Festplatte kann nur verwendet werden, um einen physikalischen Datenträger in eine virtuelle Festplatte umzuwandeln. |
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2.2. Erstellen von virtuellen DiskettenJeder virtuelle Computer ist mit einem Diskettenlaufwerk konfiguriert. Dieses Laufwerk kann nicht entfernt werden. Ebenso können keine weiteren Diskettenlaufwerke hinzugefügt werden. Auf der Seite Eigenschaften von Diskettenlaufwerk können Sie den Typ des Mediums angeben, das vom Diskettenlaufwerk verwendet wird. Das Diskettenlaufwerk kann auf eine physikalische Diskette oder eine virtuelle Diskette zugreifen. Virtuelle Disketten weisen die gleiche Funktionalität auf wie eine echte Diskette. Sie können über die Standardbetriebssystemschnittstelle des virtuellen Computers beispielsweise Dateien übertragen und Daten von der virtuellen Diskette lesen. Virtuelle Diskettenlaufwerke sind nach deren Erstellung zunächst leer. Virtuelle Disketten werden als VFD-Dateien gespeichert. Virtual Server 2005 kann die meisten Flatfiledarstellungen von Disketten bereitstellen, z. B. Disketten mit einer Größe von 720 KB oder 1,44 MB. Weitere Informationen finden Sie unter Hinzufügen und Entfernen von Disketten. 3. Einrichten von Betriebssystemen für virtuelle ComputerIn diesem Abschnitt werden folgende Themen behandelt: 3.1. Installieren eines BetriebssystemsJeder virtuelle Computer benötigt ein Betriebssystem, das so genannte Gastbetriebssystem. Informationen zu den Betriebssystemen, deren Installation auf einem virtuellen Computer unterstützt wird, finden Sie unter Systemanforderungen. Anleitungen zum Installieren eines Betriebssystems finden Sie unter Hinzufügen eines Betriebssystems. Zum Installieren des Gastbetriebssystems muss Folgendes vorhanden sein: Bei der Installation eines Gastbetriebssystems müssen einige wichtige Punkte beachtet werden: | • | Im virtuellen Computer kann die Tastenkombination STRG+ALT+ENTF nicht verwendet werden. Sie können stattdessen die Tastenkombination HOSTTASTE+ENTF verwenden, um STRG+ALT+ENTF an das Gastbetriebssystem zu senden. Als Hosttaste wird standardmäßig die rechte ALT-Taste verwendet. Jeder virtuelle Computer verfügt im Menü Remote Control über eine STRG+ALT+ENTF-Aktion für den virtuellen Computer, die diese Tastenkombination emuliert. | | • | Sie müssen die Virtual Machine Additions installieren, um die Integration der Gastbetriebssysteme in das Hostbetriebssystem zu verbessern. Informationen zu den von Virtual Machine Additions bereitgestellten Features finden Sie unter Installieren von Virtual Machine Additions. |
Hinweise
| • | In einer Virtual Server-Lizenz sind keine Lizenzen für Gastbetriebssysteme enthalten. Sie müssen sicherstellen, dass für alle Betriebssysteme und Anwendungen, die auf einem virtuellen Computer installiert werden, entsprechende Lizenzen vorhanden sind. | | • | Es besteht die Möglichkeit, auf einem virtuellen Computer eine Netzwerkinstallation eines Betriebssystems durchzuführen. Virtual Server unterstützt nicht den direkten Start eines Betriebssystems über das Netzwerk, um eine Netzwerkinstallation durchzuführen. Sie können jedoch einen Remotestartdatenträger verwenden, der die entsprechenden Anweisungen zum Herstellen einer Verbindung zum Netzwerkinstallationspunkt enthält. |
3.2. Installieren von Virtual Machine AdditionsVirtual Server 2005 bietet Features, die die Integration und Leistung eines virtuellen Computers verbessern, auf denen bestimmte Windows-Betriebssysteme ausgeführt werden. Diese Features sind Bestandteil von Virtual Machine Additions und nicht in das Betriebssystem oder den Virtual Server-Dienst integriert. Virtual Machine Additions wird bei der Installation von Virtual Server standardmäßig nicht installiert, muss jedoch installiert werden, damit das Gastbetriebssystem effektiv eingesetzt wird. Virtual Machine Additions verbessert auch viele Bedienungsaspekte von Virtual Server. Wenn Virtual Machine Additions auf dem virtuellen Computer installiert ist, können Sie den Zeiger beispielsweise im Virtual Machine Remote Control (VMRC)-Client frei zwischen dem Fenster des virtuellen Computers und dem Hostbetriebssystem bewegen. Virtual Machine Additions ist im Lieferumfang von Virtual Server enthalten und kann im Gastbetriebssystem installiert werden, sofern dieses Betriebssystem unterstützt wird. Wichtig
| • | Virtual Machine Additions wird immer auf dem Gastbetriebssystem des virtuellen Computer installiert. Sie dürfen Virtual Machine Additions niemals auf dem Hostbetriebssystem installieren. |
Features von Virtual Machine AdditionsIn Virtual Machine Additions sind die folgenden Features enthalten: | • | Höhere Leistung des Gastbetriebssystems | | • | Integrierte Verwendung der Maus | | • | Optimierte Grafiktreiber | | • | Zeitsynchronisation |
Informationen zum Installieren von Virtual Machine Additions finden Sie unter Installieren von Virtual Machine Additions. Installieren von Virtual Machine Additions auf verschiedenen BetriebssystemenSie müssen Virtual Machine Additions auf allen virtuellen Computern installieren. Die in Virtual Server 2005 enthaltene Version von Virtual Machine Additions ist die aktuellste Version und sollte auf allen virtuellen Computern mit früheren Versionen von Virtual Machine Additions installiert werden. Weitere Informationen finden Sie unter Installieren von Virtual Machine Additions. Betriebssysteme, die Virtual Machine Additions unterstützenVirtual Machine Additions unterstützt die folgenden Serverbetriebssysteme: | • | Microsoft Windows Server 2003 (alle Versionen) | | • | Microsoft Windows 2000 Server | | • | Microsoft Windows NT Server 4.0 mit Service Pack 6a (SP6a) |
Virtual Machine Additions wird darüber hinaus für die folgenden Clientbetriebssysteme bereitgestellt: | • | Microsoft Windows XP (alle Versionen) | | • | Microsoft Windows 2000 Professional | | • | Microsoft Windows Millennium Edition | | • | Microsoft Windows 98 | | • | Microsoft Windows 95 |
InstallationsmethodenSie können eine Standardinstallation mit dem Setup-Assistenten oder eine unbeaufsichtigte Installation von der Befehlszeile durchführen. Bei einer Standardinstallation werden Sie zu Bestätigungen aufgefordert. Demgegenüber wird eine unbeaufsichtigte Installation ohne Eingabeaufforderungen oder Anzeige einer Benutzeroberfläche durchgeführt. Informationen zum Durchführen einer Standardinstallation finden Sie unter Installieren von Virtual Machine Additions. Um eine unbeaufsichtigte Installation durchzuführen, kopieren Sie die Virtual Machine Additions-Abbilddatei in einen Ordner, der von den virtuellen Computern aus erreichbar ist. Geben Sie dann die im folgenden Abschnitt gezeigte Syntax ein. Syntaxsetup.exe -s -v"/qn [Reboot=ReallySuppress]" Parameter-s Das Setuprogramm wird ohne Anzeige einer Benutzeroberfläche ausgeführt. -v Die Parameter werden direkt an das Installationsprogramm Msiexec.exe übergeben. /qn Das Installationsprogramm Msiexec.exe wird ohne Anzeige einer Benutzeroberfläche ausgeführt. Reboot=ReallySuppress Das Gastbetriebssystem wird nach dem Installieren von Virtual Machine Additions nicht neu gestartet. Neuinstallieren von Virtual Machine Additions für die Verwendung mit Virtual PC Wenn Sie einen Computer, der mit Microsoft Virtual PC 2004 erstellt wurde, auf Virtual Server verschieben, sollten Sie Virtual Machine Additions auch bei einer vorherigen Installation in Virtual PC neu installieren, weil die in Virtual Server enthaltene Version von Virtual Machine Additions aktualisiert wurde. 3.3 Verwenden von Windows NT Server 4.0 als GastbetriebssystemDas Betriebssystem Microsoft Windows NT Server 4.0 weist einige Merkmale auf, die eine besondere Betrachtung erfordern, wenn es als Gastbetriebssystem eines virtuellen Computers eingerichtet und verwendet wird. Diese Merkmale werden in diesem Thema behandelt. Einrichten des Gastbetriebssystems Die Installations-CD für Windows NT Server 4.0 kann nicht zum Starten eines Computers verwendet werden. Sie können mithilfe der Datei Winnt.exe oder Winnt32.exe im Installationsverzeichnis \I386 auf der Installations-CD Startdisketten erstellen. Sie können physikalische Disketten oder virtuelle Disketten als Startdisketten verwenden. Formatieren Sie drei physikalische Disketten, oder erstellen Sie auf der Verwaltungswebsite drei virtuelle Disketten. Geben Sie dann im Ordner \I386 auf der CD WINNT /OX ein, um die drei Startdisketten zu erstellen. Allgemeine Anleitungen zum Installieren eines Betriebssystems auf einem virtuellen Computer finden Sie unter Hinzufügen eines Betriebssystems. Weitere Informationen zur Verwaltungswebsite finden Sie unter Verwenden der Verwaltungswebsite. Herunterfahren des virtuellen ComputersWindows NT Server 4.0 unterstützt keine ACPI-Energieverwaltung (Advanced Configuration and Power Interface). Daher ist es nicht möglich, die Stromversorgung eines virtuellen Computers unter Windows NT Server 4.0 beim Herunterfahren des Betriebssystems auszuschalten. Führen Sie die folgenden Schritte aus, um das Gastbetriebssystem herunterzufahren und den virtuellen Computer auszuschalten: 1. | Klicken Sie im Startmenü des virtuellen Computers auf Herunterfahren. | 2. | Bewegen Sie den Mauszeiger in die Verwaltungswebsite, wenn die Meldung Sie können den Computer jetzt ausschalten angezeigt wird. Klicken Sie im Menü Control auf Turn Off Virtual Machine. Hinweis
| • | Der Mauszeiger bleibt im Fenster des virtuellen Computers hängen, wenn Virtual Machine Additions nicht installiert wurde. Drücken Sie die Hosttaste (standardmäßig die rechte ALT-Taste), und bewegen Sie den Mauszeiger bei gedrückter Hosttaste aus dem Fenster. |
| 3. | Klicken Sie auf OK, wenn Sie zur Bestätigung aufgefordert werden, dass der virtuelle Computer heruntergefahren werden soll. Sie können die Warnung bedenkenlos ignorieren, wenn das Gastbetriebssystem wie in Schritt 1 beschrieben heruntergefahren wurde. |
Allgemeine Anweisungen zum Herunterfahren eines virtuellen Computers finden Sie unter Herunterfahren eines virtuellen Computers. Installieren von Virtual Machine Additions vor dem Konfigurieren eines SCSI-Adapters auf dem virtuellen ComputerWenn Sie Virtual Machine Additions auf einem virtuellen Computer unter Windows NT Server 4.0 ohne virtuelle SCSI-Adapter installieren und später einen SCSI-Adapter konfigurieren, müssen Sie den Treiber für den virtuellen SCSI-Adapter manuell installieren. Entsprechende Anweisungen finden Sie unter Installieren des SCSI-Treiber nach der Installation von Virtual Machine Additions. Allgemeine Anweisungen zum Installieren von Virtual Machine Additions finden Sie unter Installieren von Virtual Machine Additions. Konfigurieren des ArbeitsspeichersFür virtuelle Computer unter Windows NT Server 4.0 wird empfohlen, 64 MB RAM zuzuweisen. Der kleinste Arbeitsspeicher, der zugewiesen werden sollte, beträgt 48 MB; da andernfalls u. U. keine Anmeldung beim virtuellen Computer möglich ist. Weitere Informationen finden Sie unter Zuweisen von Systemressourcen für virtuelle Computer. SicherheitsaspekteUm ein sicheres System zu erhalten, müssen unbedingt immer die aktuellsten Sicherheitsupdates installiert werden. Auf der Suchseite für Microsoft-Sicherheitsbulletins auf der Microsoft-Website können Sie die neuesten Sicherheitsbulletins anzeigen. Bedenken Sie bei der Verwendung von virtuellen Computern, dass das Gastbetriebssystem aller virtuellen Computer aktualisiert werden muss. Weitere Informationen finden Sie unter Installieren von Betriebssystemupdates. Installieren des aktualisierten Treibers für die Unterstützung mehrerer NetzwerkadapterVirtual Server emuliert den DEC 21140A-Netzwerkadapter, einer PCI-Multifunktionskarte (Peripheral Component Interconnect). Eine PCI-Karte, die mehr als ein Netzwerkschnittstelle unterstützt, wird Multifunktionskarte genannt. Bei einer einzigen Netzwerkschnittstelle wird nur die Funktion 0 bereitgestellt. Bei zwei Netzwerkschnittstelen werden auf einer virtuellen PCI-Karte Funktion 0 und Funktion 1 bereitgestellt. Für die dritte und vierte Netzwerkschnittstelle werden die Funktionen 2 und 3 bereitgestellt. Obwohl Windows NT Server 4.0 kompatibel mit Multifunktionskarten ist, wie z. B. dem DEC 21140A-Netzwerkadapter, lässt die in Windows NT Server 4.0 enthaltene INF-Datei für die Konfiguration der Registrierungseinträge lediglich zu, dass der Adapter die erste Funktion (Funktion 0) verwendet. Aufgrund dieser Einschränkung kann der in Windows NT Server 4.0 enthaltene Treiber für den DEC 21140A-Netzwerkadapter in einem virtuellen Computer, der von Virtual Server erstellt wurde, nur den ersten konfigurierten Netzwerkadapter verwenden. Die Virtual Server-Produktmedien umfassen eine virtuelle Diskette, NT4 Network Driver.vfd, die einen aktualisierten Treiber für den DEC 21140A-Netzwerkadapter enthält. Sie müssen den aktualisierten Treiber installieren, um die Multifunktionsunterstützung zu ermöglichen, damit ein Windows NT Server 4.0-Gastbetriebssystem mehr als einen Netzwerkadapter verwenden kann. Dazu müssen die drei folgenden Verfahren ausgeführt werden: So fügen Sie "NT4 Network Driver.vfd" zum virtuellen Computer hinzu 1. | Öffnen Sie die Verwaltungswebsite. | 2. | Zeigen Sie auf der Seite Master Status auf Configure Virtual Machines, und klicken Sie dann auf den Namen des virtuellen Computers, auf dem der aktualisierte Netzwerktreiber installiert werden soll. | 3. | Klicken Sie unter der Konfiguration des virtuellen Computers auf Floppy drive. | 4. | Wählen Sie NT4 Network Driver.vfd aus der Liste aus. | 5. | Klicken Sie auf Apply. | 6. | Klicken Sie auf der Seite Status für den virtuellen Computer auf das Grafikbild, um eine Verbindung zum virtuellen Computer herzustellen. | 7. | Melden Sie sich mit einem Konto mit Administratorberechtigung im Gastbetriebssystem beim virtuellen Computer an. (Wenn der virtuelle Computer, zu dem eine Verbindung hergestellt wird, eine besondere Tastenkombination wie STRG+ALT+ENTF erfordert, können Sie diese Tastenkombination an das Gastsystemsystem senden. Klicken Sie dazu auf Remote Control, zeigen Sie auf Special Keys, und wählen Sie dann die benötigte Tastenkombination aus.) | 8. | Klicken Sie auf Start, auf Einstellungen, und klicken Sie dann auf Systemsteuerung. | 9. | Doppelklicken Sie auf Netzwerk, und klicken Sie dann auf die Registerkarte Adapter. | 10. | Falls ein DEC PCI Fast Ethernet Adapter vorhanden ist, klicken Sie auf Entfernen, um den Adapter zu entfernen, und dann auf Schließen. |
Hinweis
| • | Nach dem Klicken auf Schließen werden Sie aufgefordert, den Computer herunterzufahren und neu zu starten. Wenn ein Adapter in Windows NT Server 4.0 entfernt wird, muss das Betriebssystem neu gestartet werden, bevor der aktualisierte Treiber hinzugefügt wird. |
So fügen Sie den aktualisierten Adaptertreiber hinzu 1. | Klicken Sie nach dem Neustart von Windows NT Server 4.0 auf Start und dann auf Systemsteuerung. | 2. | Doppelklicken Sie auf Netzwerk, und klicken Sie dann auf die Registerkarte Adapter. | 3. | Klicken Sie auf Hinzufügen und dann auf Diskette. | 4. | Klicken Sie auf OK, um den Standardpfad (Laufwerk A:) zu verwenden. | 5. | Klicken Sie auf OK, um die einzig verfügbare Option DEC PCI Fast Ethernet DECchip 21140 zu verwenden. | 6. | Klicken Sie auf OK, wenn Sie zum Auswählen eines Verbindungstyps aufgefordert werden, um die Standardeinstellung AutoSense zu verwenden. | 7. | Daraufhin wird die Meldung angezeigt, dass eine Netzwerkkarte dieses Typs bereits im System installiert ist, und Sie werden gefargt, ob Sie den Vorgang fortsetzen möchten. Klicken Sie auf OK. | 8. | Wiederholen Sie die Schritte, bis so viele Exemplare von DEC PCI Fast Ethernet DECchip 21140 installiert sind, wie Netzwerkadapter verwendet werden sollen. Virtual Server unterstützt für jeden virtuellen Computer maximal vier Netzwerkadapter. |
So ändern Sie die interne Netzwerknummer 1. | Klicken Sie nach dem Hinzufügen weiterer Netzwerkadapter auf Schließen. | 2. | Daraufhin wird u. U. die Meldung angezeigt, das die Netzwerkkonfiguration mehrere Adapter aufweist, die interne Standardnetzwerknummer 0 ist und die Netzwerknummer eindeutig sein muss. Sie werden gefragt, ob Sie die Nummer jetzt ändern möchten.. Klicken Sie in der Meldung auf Ja. | 3. | Ändern Sie den Wert der internen Netzwerknummer von "00000000" in "00000001", und klicken Sie dann auf OK. | 4. | Sie werden anschließend aufgefordert, die TCP/IP-Informationen für alle neuen Netzwerkadapter anzugeben. Sie können eine bestimmte IP-Adresse eingeben oder eine IP-Adresse von einem DHCP-Server abrufen. | 5. | Nach der Konfiguration jedes neuen Netzwerkadapters werden Sie aufgefordert das Betriebssystem neu zu starten. Wenn ein Adapter in Windows NT Server 4.0 hinzugefügt wird, muss das Betriebssystem neu gestartet werden, bevor die hinzugefügten Adapter verwendet werden können. |
Hinweise
| • | Anweisungen zum Öffnen der Verwaltungswebsite finden Sie unter Öffnen der Verwaltungswebsite. | | • | Der aktualisierte Windows NT Server 4.0-Treiber für den DEC 21140A-Netzwerkadapter wurde nur für das Betriebssystem Windows NT Server 4.0 getestet und ist auch nur für dieses Betriebssystem erforderlich. Die Unterstützung für den DEC-Multifunktionsnetzwerkadapter ist in die Betriebssysteme Windows Server 2003 und Windows 2000 Server integriert. | | • | In Windows NT Server 4.0 können mehr als vier Netzwerkadapter hinzugefügt werden. Virtual Server unterstützt für jeden virtuellen Computer maximal vier Netzwerkadapter. Werden mehr als vier hinzugefügt, sind nur die ersten vier Adapter im Gastbetriebssystem verfügbar. Anweisungen zum Hinzufügen eines Netzwerkadapters zu einem virtuellen Computer finden Sie unter Hinzufügen oder Entfernen virtueller Netzwerkadapter. |
4. Verwenden von SAN-Netzwerken mit Virtual ServerBei geeigneter Konfiguration des physikalischen Computers und des Hostbetriebssystems kann ein virtueller Computer auf Ressourcen in SAN-Laufwerken zugreifen. Bei einem Storage Area Network (SAN) handelt es sich um Geräte und Server, die über eine gemeinsame Kommunikations- und Datenübertragungsinfrastruktur wie Fibre Channel miteinander verbunden sind. Der gemeinsame Kommunikations- und Datenübertragungsmechanismus wird im Allgemeinen als Storage Fabric bezeichnet. Der Zweck eines SAN besteht darin, mehreren Servern Zugriff auf einen Speicherpool zu ermöglichen, in dem jeder Server auf jede Speichereinheit zugreifen kann. Die Verwendung eines SAN als Speicher für virtuelle Computer bietet mehrere Vorteile wie z. B.: | • | Bereitstellen von umfangreichem Speicherplatz für die virtuellen Computer | | • | Steigern der Leistung bei Datenzugriffen | | • | Verbessern der Wiederherstellbarkeit der Daten virtueller Computer aufgrund der Datenredundanz und Datensicherungsfeatures der meisten SAN-Implementierungen |
Vorsicht
Wenn der physikalische Computer für die Verwendung eines SAN konfiguriert ist, behandelt das Hostbetriebssystem das SAN wie ein Speichergerät, wie z. B. ein Datenträgervolume mit einem lokalen Laufwerkbuchstaben. Da das Hostbetriebssystem auf das Speichergerät zugreifen kann, können Sie alle Dateien für die virtuellen Computer im SAN speichern. In diesem Szenario stellt das SAN den gesamten Speicher bereit, während der physikalische Computer, auf dem Virtual Server ausgeführt wird, Arbeitsspeicher und CPU-Ressourcen bereitstellt. Die folgende Abbildung veranschaulicht die Verwendung eines SAN zum Speichern der Dateien virtueller Computer. 
Die Daten und Anforderungen werden normalerweise über ein speicherspezifisches Protokoll übertragen, das für Datenübertragungen mit geringer Latenz und hoher Bandbreite optimiert ist, die für eine Speicherinfrastruktur notwendig sind. Der Zugriff auf SAN-Daten erfolgt ähnlich schnell oder schneller als der Zugriff auf Daten auf einem lokalen Gerät. Wenn Sie jedoch beabsichtigen, eine Vielzahl von virtuellen Computern gleichzeitig oder viele datenintensive Anwendungen auszuführen, besteht die Möglichkeit, dass im Hostbusadapter ein Engpass entsteht. Über eine Leistungskonsole im Hostbetriebssystem können Sie ermitteln, ob die Datenträgeraktivität, die durch die virtuellen Computer entsteht, die Durchsatzkapazität des Hostbusadapters erreicht. In diesem Fall besteht eine Möglichkeit darin, eine weitere Fibre Channel-Karte hinzuzufügen und dem neuen Volume einen anderen Laufwerkbuchstaben zuzuweisen. Anschließend können Sie je nach Bedarf vorhandene virtuelle Computer verschieben oder neue Computer zum neuen Volume, um ausgeglichene Datenübertragungen zu erreichen. Hinweise
| • | SAN-Verwaltungstools stehen nur im Hostbetriebssystem zur Verfügung, weil Virtual Server keinen Hostbusadapter emuliert. | | • | Es besteht auch die Möglichkeit, NAS-Geräte (Network-Attached Storage) mit Virtual Server zu verwenden. Wenn jedoch sowohl SAN und NAS als Speicheroptionen zur Verfügung stehen, wird die Verwendung von SAN empfohlen. Ein virtueller Computer greift direkt über das Storage Fabric auf den durch das SAN bereitgestellten Speicher zu. Obwohl es sich um externen Speicher handelt, erfolgt der Zugriff getrennt vom Netzwerkverkehr. Bei NAS ist dies jedoch nicht der Fall. Vielmehr erfolgt hier der Zugriff auf den Speicher über das Netzwerk. | | • | Im Idealfall sollten Sie alle Dateien für einen bestimmten virtuellen Computer in einem Ordner speichern. Weitere Informationen finden zu dieser Empfehlung und weitere Empfehlungen Sie unter Bewährte Methoden. |
5. Einrichten von Druckern für virtuelle ComputerVirtual Server 2005 unterstützt die folgenden Druckertypen für virtuelle Computer: | • | Parallele Drucker: Ein Drucker, der an den parallelen Anschluss des physikalischen Computers angeschlossen ist. Damit ein an den physikalischen Computer angeschlossener paralleler Drucker verwendet werden kann, müssen Sie die Einstellungen des virtuellen Computers so konfigurieren, dass der parallele Anschluss des Hosts unterstützt wird. Entsprechende Anleitungen finden Sie unter So konfigurieren Sie den LPT-Anschluss. | | • | Netzwerkdrucker: Damit ein Drucker in einem Netzwerk verwendet werden kann, muss der Drucker über einen Druckserver verfügen, der vom Betriebssystem des virtuellen Computers unterstützt wird. Die Einrichtung eines Netzwerkdruckers für einen virtuellen Computer erfolgt genauso wie die Einrichtung eines Netzwerkdruckers für einen physikalischen Computer. Weitere Informationen zum Einrichten eines Netzwerkdruckers finden Sie in der Dokumentation des Gastbetriebssystems. |
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