Gruppenrichtlinien – Handbuch für die Problembehebung

Konfigurieren der administrativen Arbeitsstationseinstellungen

Aktualisiert: 02. Mrz 2005

Diese Thema enthält Informationen über die Tools zum Beheben von Problemen mit Gruppenrichtlinien.

Konfigurationsaufgaben für die Problembehandlung

Zum Konfigurieren der administrativen Arbeitsstation für die Problembehandlung müssen eine oder mehrere der folgenden Aufgaben erledigt werden:

Installieren von Tools

Kennen lernen der integrierten Problembehandlungstools

Installieren von Tools für die Behandlung von externen Problemen

Aktivieren der Überwachung

Aktivieren der Protokollierung

Aktivieren der Protokollierung für Sicherheitseinstellungen

Installieren von Tools

Für die Verwaltung oder Problembehandlung von Gruppenrichtlinien sollte die Gruppenrichtlinien-Verwaltungskonsole (GPMC) und sollten im Bedarfsfall auch andere Tools verwendet werden.

Gruppenrichtlinien-Verwaltungskonsole

Die Gruppenrichtlinien-Verwaltungskonsole (GPMC) ist das bevorzugte Tool für die Verwaltung von Gruppenrichtlinien, und sie ist darüber hinaus auch hervorragend für die Problembehandlung geeignet. GPMC bietet die folgende Berichterstellungsfunktionen:

Berichte zur Gruppenrichtlinienmodellierung werden verwendet, um im Vorfeld die Richtlinien zu definieren, die auf einem bestimmten Client angewendet werden sollen. Zum Erzeugen von Gruppenrichtlinien-Modellierungsberichten ist ein Server unter Windows Server 2003 erforderlich.

In Gruppenrichtlinien-Ergebnisberichten werden Informationen direkt vom Client gesammelt, um die in Kraft befindlichen Richtlinien anzuzeigen. Darüber hinaus enthalten diese Berichte die wichtigsten Ereignisse in Verbindung mit Richtlinien, die auf dem jeweiligen Client protokolliert wurden.

Beide Berichtsarten enthalten wertvolle Informationen zur Problembehandlung. So können Sie beispielsweise eine Liste der angewendeten GPOs ebenso wie eine Liste der zurückgewiesenen GPOs sowie den Grund für die Zurückweisung anzeigen. Sie können sehen, welche Einstellungen angewendet werden oder würden, und Sie erfahren, welches "Gewinner"-GPO den Wert für die Einstellung bereitgestellt hat.

Beispielskripts

GPMC umfasst zudem auch Beispielskripts, die verwendet werden können, um schnell eine Reihe unterschiedlicher Aufgaben zur Problembehandlung durchzuführen. Wenn Sie kein Beispielskript finden können, das Ihren Anforderungen entspricht, können Sie eines der Beispielskripts anpassen oder ein eigenes Skript erstellen. Die folgenden Beispielskripts helfen bei der Behandlung unterschiedlicher Problemstellungen:

Alle GPOs in einer Domäne auflisten: ListAllGPOs.wsf

Deaktivierte GPOs auflisten: FindDisabledGPOs.wsf

GPO-Informationen auflisten: DumpGPOInfo.wsf

GPOs an einer Datensicherungsposition auflisten: QueryBackupLocation.wsf

GPOs nach Richtlinienerweiterung auflisten: FindGPOsByPolicyExtension.wsf

GPOs nach Sicherheitsgruppe auflisten: FindGPOsBySecurityGroup.wsf

In SYSVOL verwaiste GPOs auflisten: FindOrphanGPOsInSYSVOL.wsf

GPOs mit doppelten Namen auflisten: FindDuplicateNamedGPOs.wsf

GPOs ohne Sicherheitsfilter auflisten: FindGPOsWithNoSecurityFiltering.wsf

SOM-Informationen auflisten: DumpSOMInfo.wsf

SOMs mit Verknüpfungen zu GPOs in externen Domänen auflisten: FindSOMsWithExternalGPOLinks.wsf

Nicht verknüpfte GPOs in einer Domäne auflisten: FindUnlinkedGPOs.wsf

SOM-Richtlinienstruktur drucken: ListSOMPolicyTree.wsf

Eine vollständige Liste der verfügbaren Beispielskripts, der zugehörigen Dokumentation sowie eine Liste der von GPMC bereitgestellten Scriptingschnittstellen finden Sie im SDK zur Gruppenrichtlinienverwaltungskonsole in der Hilfedatei %programfiles%\gpmc\scripts\gpmc.chm auf jedem Computer, auf dem GPMC installiert ist. (Das SDK zur Gruppenrichtlinien-Verwaltungskonsole ist nur auf Englisch verfügbar.)

Informationen zum Downloaden und Installieren der Gruppenrichtlinien-Verwaltungskonsole finden Sie unter Group Policy Management Console with Service Pack 1 (englischsprachig) auf der Microsoft-Website (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=21813).

GPResult.exe

Es gibt zwei Versionen von GPResult.exe.

Die Windows Server6#160;2003-Version gehört zum Lieferumfang der Betriebssysteme der Windows Server 2003-Familie. GPResult.exe erfasst und erstellt Berichte zu den RSoP-Daten, die von Computern unter Windows XP oder Windows Server 2003 bereitgestellt werden. Diese Berichte sind mit den Gruppenrichtlinien-Ergebnisberichten vergleichbar, die in GPMC erzeugt werden können. Weitere Informationen finden Sie unter Command-Line Reference for Windows Server 2003 (englischsprachig) auf der Microsoft-Website unter (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=20331).

Die Windows 2000-Version gehört zum Lieferumfang der Resource Kit Tools von Microsoft Windows® 2000 Server. Eine kostenlose Windows 2000-Version steht unter Windows 2000 Tools and Utilities (englischsprachig) auf der Microsoft-Website (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=12920) zum Download bereit. GPResult.exe beurteilt die Gruppenrichtlinieneinstellungen, die auf einem bestimmten Computer angewendet würden. Diese Version stellt Informationen bereit, die mit der Version von Windows Server 2003 nicht zur Verfügung stehen: Hierin wird der Name des Registrierungswertes angezeigt, der von jeder Richtlinieneinstellung festgelegt wird, und die GPO-GUID, die in SYSVOL angezeigt wird, kann dem angezeigten Namen zugeordnet werden, der der Richtlinieneinstellung zugewiesen wurde (z. B. Befehl "Ausführung entfernen"). Aus diesem Grund empfiehlt es sich ggf., beide Versionen von GPResult zur Hand zu haben. Weitere Informationen finden Sie in der Infodatei, die Bestandteil des Downloads ist.

GPOTool.exe

Bei GPOTool.exe handelt es sich um ein Befehlszeilentool, das in replizierten Domänen verwendet wird, d. h. in Domänen, die mehr als einen Domänencontroller enthalten. Es durchsucht sämtliche Domänencontroller und prüft jeden auf Konsistenz zwischen dem Gruppenrichtliniencontainer (d. h. die im Verzeichnisdienst enthaltenen Informationen) und der Gruppenrichtlinienvorlage (d. h. die auf der Freigabe SYSVOL auf dem Domänencontroller enthaltenen Informationen). Das Tool stellt darüber hinaus auch fest, ob die Richtlinien gültig und zwischen den Domänencontrollern konsistent sind, und es zeigt detaillierte Informationen über die GPOs an, die zwischen den Domänencontrollern repliziert wurden.

Wenn Sie vermuten, dass Probleme mit der Replikation von Gruppenrichtlinieninformationen vorliegen, hilft dieses Tool Ihnen bei der Diagnose und bei der Feststellung der Punkte, an denen Gruppenrichtlinien nicht ordnungsgemäß repliziert wurden.

Die neueste Version von GPOTool gehört zum Lieferumfang der Resource Kit Tools von Windows Server 2003. Weitere Informationen finden Sie unter Windows Server 2003 Resource Kit Tools (englischsprachig) auf der Microsoft-Website unter http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=27766. GPOTool.exe gehörte ursprünglich zum Lieferumfang des Resource Kits von Microsoft Windows 2000 Server. GPOTool.exe steht unter GPOTool.exe: Group Policy Verification Tool (englischsprachig) auf der Microsoft-Website (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=17911) zum kostenlosen Download bereit.

Diagnosetool zur Softwareinstallation (Addiag.exe)

Windows Server 2003 umfasst mit dem Tool für die Softwareinstallationsdiagnose (Addiag.exe) ein fortschrittliches Problembehandlungstool, das bei der Behandlung von Problemen mit Richtlinien zur Softwareinstallation zum Erfassen von weiteren Diagnoseinformationen verwendet werden kann.

Der Name der binären ausführbaren Datei für dieses Tool lautet Addiag.exe. Mit dem Ausführen von addiag.exe /? von der Befehlszeile aus wird die Syntax bereitgestellt.

Dieses Tool stellt ausführliche Informationen zu den Anwendungen, die in Active Directory sichtbar sind und für den aktuellen Benutzer installiert sind, sowie allgemeine Diagnoseinformation und die zugehörigen Ereignisprotokolleinträge bereit.

Addiag.exe gehört zu den Supporttools von Windows Server 2003. Diese Supporttools werden nicht mit dem Windows-Betriebssystem installiert; sie müssen separat aus dem Ordner \Support\Tools\ der Windows-Betriebssystem-CD installiert werden.

Kennen lernen der integrierten Problembehandlungstools

Dieser Abschnitt enthält Informationen über die Verwendung der Gruppenrichtlinienmodellierung und der Gruppenrichtlinienergebnisse in GPMC zum Generieren von Berichten.

Gruppenrichtlinienergebnisse

GPMC nutzt die RSoP-Funktionalität (Resultant Set of Policy, Richtlinienergebnissatz) von Windows Server 2003 und Windows XP zur Bereitstellung von Berichten zu der Art und Weise, wie Gruppenrichtlinien auf die einzelnen Clients angewendet werden. Da diese Berichte auf eine neue Funktion von Windows XP und Windows Server 2003 aufsetzen, muss auf den Clients, für die diese Berichte generiert werden, eines der genannten Betriebssysteme ausgeführt werden.

  Hinweis

Gruppenrichtlinienergebnisse setzen auf die Windows-Verwaltungsinstrumentation (WMI) auf. Wenn die WMI nicht ausgeführt wird, sind Sie nicht in der Lage, Richtlinienergebnissätze oder Gruppenrichtlinienergebnisse zu verwenden. In diesem Fall bietet die Anzeige der UserEnv-Protokolldatei im ausführlichen Modus die Informationen, die Sie für die Problembehandlung benötigen, z. B. indem die GPOs angezeigt werden, die nicht angewendet werden konnten. Weitere Informationen über UserEnv finden Sie unter Beheben von Gruppenrichtlinienproblemen mithilfe von Protokolldateien.

So generieren Sie einen Gruppenrichtlinien-Ergebnisbericht

1.

Klicken Sie in der Gruppenrichtlinien-Verwaltungskonsole am Fuß des Navigationsfensters mit der rechten Maustaste auf Gruppenrichtlinienergebnisse, und wählen Sie dann den Gruppenrichtlinienergebnis-Assistenten aus.

2.

Geben Sie im Assistenten den Computer oder die Kombination aus Computer und Benutzer ein, die Sie untersuchen möchten. Der Bericht wird im Detailbereich angezeigt und bietet Informationen über die Anwendung von Gruppenrichtlinien auf dem Client.

Gruppenrichtlinienmodellierung

Bevor Sie ein GPO implementieren, sollten Sie die Gruppenrichtlinienmodellierung verwenden, um die möglichen Auswirkungen dieses speziellen GPOs zu prüfen. Im Gruppenrichtlinien-Modellierungsbericht finden Sie auf den Registerkarten Zusammenfassung und Einstellungen ähnliche Informationen wie die, die Sie im Gruppenrichtlinien-Ergebnisbericht finden. Im Gruppenrichtlinien-Modellierungsbericht werden jedoch keine Richtlinienereignisse seitens des Clients erfasst. Anstelle der Registerkarte Richtlinienereignisse wird hier auf der Registerkarte Abfrage eine Liste der Bedingungen angezeigt, die bei der Erstellung des Modells zugrunde gelegt wurden.

So generieren Sie einen Gruppenrichtlinien-Modellierungsbericht

1.

Klicken Sie in der Gruppenrichtlinien-Verwaltungskonsole am Fuß des Navigationsfensters mit der rechten Maustaste auf Gruppenrichtlinienmodellierung, und wählen Sie dann den Gruppenrichtlinienmodellierungs-Assistenten aus.

2.

Geben Sie im Gruppenrichtlinienmodellierungs-Assistenten den Computer oder die Kombination aus Computer und Benutzer ein, die Sie untersuchen möchten. Der Bericht wird im Detailbereich angezeigt und bietet Informationen über die zu erwartende Anwendung von Gruppenrichtlinien auf diesem Client.

Registerkarte "Zusammenfassung"

Die Bereiche, die auf der Registerkarte Zusammenfassung unter den Überschriften Computerkonfiguration und Benutzerkonfiguration dargestellt werden, werden in der folgenden Tabelle aufgeführt und erläutert.

Tabelle 1   Registerkarte "Zusammenfassung" der Gruppenrichtlinien-Ergebnisberichte
Abschnitt Informationen

Allgemein

Computername

Die Domäne und der Standort, deren Mitglied der Computer ist

Der letzte Zeitpunkt, zu dem eine Gruppenrichtlinie aus der Active Directory-Hierarchie des Computers angewendet wurde

Benutzername (sofern zutreffend)

Die Domäne und der Standort, deren Mitglied der Benutzer ist

Der letzte Zeitpunkt, zu dem eine Gruppenrichtlinie aus der Active Directory-Hierarchie des Benutzers angewendet wurde

Anwendete Gruppenrichtlinienobjekte

Liste der angewendeten GPOs

Zurückgewiesene Gruppenrichtlinienobjekte

Liste der zurückgewiesenen GPOs sowie die Gründe für die Zurückweisung

Sicherheitsgruppenmitgliedschaft zurzeit der letzten Gruppenrichtlinienanwendung

Gültige Sicherheitsgruppenmitgliedschaften zurzeit der Auswertung der Gruppenrichtlinien

WMI-Filter

Angewendete WMI-Filter, ungeachtet, ob diese als wahr oder falsch ausgewertet wurden, sowie die GPOs, die diese Filter aufgerufen haben

Komponentenstatus

Erfolg oder Fehlschlag einschließlich Fehler der grundlegenden Gruppenrichtlinienfunktionalität des Clients und der clientseitigen Erweiterungen (CSEs)

Registerkarte "Einstellungen"

Auf der Registerkarte Einstellungen werden die tatsächlich angewendeten Einstellungen aufgeführt. Diese sind nach Quelle der Einstellung sortiert (z. B. Computerkonfiguration\Windows-Einstellungen oder Benutzerkonfiguration\Administrative Vorlagen). Der Bericht umfasst auch das "Gewinner"-GPO für jede Einstellung.

Anhand dieser Informationen können Sie das GPO im Navigationsbereich finden. Die Informationen, die beim Klicken auf das GPO angezeigt werden, sind von den Rechten abhängig, die Ihrem Benutzerkonto gewährt wurden. Wenn Sie über die geeigneten Rechte verfügen, können Sie die Einstellungen prüfen oder bearbeiten und erhalten zudem eine Liste der Standorte, Domänen und OUs, die mit dem GPO verknüpft sind.

Registerkarte "Richtlinienereignisse"

Bei Verwendung von GPMC zur Erzeugung eines Berichts des Richtlinienergebnissatzes auf dem Client werden Ereignisse, die auf dem Client protokolliert wurden und mit Gruppenrichtlinien in Verbindung stehen, auf der Registerkarte Richtlinienereignisse angezeigt. Zu den Quellen für diese Ereignisse gehören das Gruppenrichtlinien-Kernmodul auf dem Client (der UserEnv-Prozess) und die CSEs für Gruppenrichtlinien.

Die Anzeige auf der Registerkarte Richtlinienereignisse ist mit der in der Ereignisanzeige vergleichbar. Hierbei handelt es sich um ein besonders hilfreiches Problembehandlungstool von GPMC, da hiermit nur die Gruppenrichtlinienereignisse der Ereignisanzeige herausgefiltert werden. Tabelle 2 enthält eine Liste sowie eine Definition der Quellen.

  Hinweis

Zum Anzeigen der Gruppenrichtlinienereignisse auf einem Computer unter Windows XP SP1 oder Windows Server 2003 müssen Sie auf diesem Computer als lokaler Administrator angemeldet sein. Wenn Sie über die erforderlichen Rechte zum Erzeugen eines Gruppenrichtlinien-Ergebnisberichts, jedoch nicht über das Recht zum Anzeigen von Gruppenrichtlinienereignissen auf dem Client verfügen, wird auf der Registerkarte Richtlinienereignisse die Meldung "Das Ereignisprotokoll konnte nicht geöffnet werden: Zugriff verweigert" anstelle einer Liste der Ereignisse angezeigt.

Tabelle 2   Registerkarte "Richtlinienereignisse" der Gruppenrichtlinien-Ergebnisberichte
Name der Quelle im Richtlinienereignisprotokoll Vollständiger Name der Quelle Funktion

UserEnv

Benutzerumgebung (Gruppenrichtlinien-Kernmodul)

Sucht und wendet GPOs beim Start, bei der Anmeldung oder im konfigurierten Richtlinienaktualisierungsintervall an.

SceCli

CSE für Sicherheit

Liest alle GPOs, die auf dem Client eingehen, und bestimmt, welche Richtlinieneinstellungen angewendet werden

Anwendungsverwaltung

CSE für Softwareinstallation

Verarbeitet Softwareinstallationseinstellungen einschließlich Installation, Aktualisierung und Entfernung

Ordnerumleitung

CSE für Ordnerumleitung

Verarbeitet Ordnerumleitungen

UserInit

CSE für Skripts

Implementiert Skripts zum Anmelden und Abmelden sowie zum Starten und Herunterfahren des Computers.

In bestimmten Situationen werden einige Protokolleinträge nicht erstellt, um ein Überlaufen der Protokolldatei auf dem Client zu verhindern. Wenn ein Computer beispielsweise nicht mit dem Netzwerk verbunden ist und sich ein Benutzer mit im Cache befindlichen Anmeldeinformationen anmeldet, wird in den Einträgen für den Komponentenstatus auf der Registerkarte Zusammenfassung des Gruppenrichtlinien-Ergebnisberichts der fehlgeschlagene Zugriff sowie die fehlgeschlagene Anwendung der Gruppenrichtlinien angezeigt. Die Liste der hiermit zusammenhängenden Fehlerereignisse wird jedoch nicht im Anwendungsereignisprotokoll auf dem Client oder auf der Registerkarte Richtlinienereignisse angezeigt.

  Hinweis

Die UserEnv-Protokollierung erfolgt standardmäßig nicht ausführlich, sondern es werden nur Fehler und Warnungen erfasst und auf der Registerkarte Richtlinienereignisse angezeigt. Weitere Informationen finden Sie in Beheben von Gruppenrichtlinienproblemen mithilfe von Protokolldateien.

Installieren von Tools für die Behandlung von externen Problemen

Gruppenrichtlinien sind von verschiedenen Betriebssystemtechnologien wie Active Directory, DNS (Domain Name System) und FRS (File Replication Service, Dateireplikationsdienst) abhängig. Die folgenden Tools helfen Ihnen bei der Behandlung von Problemen in Verbindung mit diesen abhängigen Technologien.

Sonar.exe

Sonar ist ein Befehlszeilentool, das es dem Administrator ermöglicht, die wichtigsten Statistiken sowie den Status von Mitgliedern eines FRS-Replikationssatzes zu überwachen. Verwenden Sie Sonar zum Überwachen der wichtigsten Statistiken eines Replikationssatzes und überwachen Sie so Datenverkehrsspitzen, Rückstände und den freien Speicher. Sonar.exe steht unter Sonar.exe: FRS Status Viewer (englischsprachig) auf der Microsoft-Website (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=16719) zum kostenlosen Download bereit.

Active Directory-Supporttools

Im Hilfe- und Supportcenter von Windows Server 2003 finden Sie unter dem Thema "Active Directory-Supporttools" eine Liste der Active Directory-Supporttools. Verwenden Sie diese Tools für die Behandlung von Problemen mit Active Directory.

Andere Befehlszeilentools von Windows Server 2003

Zum Lieferumfang von Windows Server 2003 gehört eine Reihe von Befehlszeilentools wie Ping.exe, Netdiag.exe und Dcdiag.exe. Eine vollständige Referenz zu den Tools im Lieferumfang von Windows Server 2003 finden Sie auf der Microsoft-Website unter Windows Server 2003 Technical Reference: Tools and Settings Collection (englischsprachig) (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=4972).

Aktivieren der Überwachung

Der Administrator kann mithilfe von Gruppenrichtlinien die Überwachung von Windows-Registrierungsschlüsseln aktivieren. Alternativ kann er eine Sicherheitsvorlage zum Überwachen von Registrierungsschlüsseln oder den Registrierungs-Editor für diesen Zweck verwenden. Der Administrator muss zudem auch für die zu überwachenden Registrierungsschlüssel SACLs konfigurieren.

Zum Aktivieren der Überwachung der Windows-Registrierung kann die Richtlinieneinstellung Objektzugriffsversuche überwachen unter Computerkonfiguration\Windows-Einstellungen\Sicherheitseinstellungen\Lokale Richtlinien\Überwachungsrichtlinien verwendet werden.

Mit der Richtlinieneinstellung Objektzugriffsversuche überwachen wird festgelegt, ob das Ereignis des Benutzerzugriffs auf ein Objekt (z. B. eine Datei, einen Ordner, einen Registrierungsschlüssel, einen Drucker usw.) überwacht werden soll, für das eine eigene SACL (System Access Control List, Systemzugriffssteuerungsliste) definiert wurde. Standard: Keine Überwachung.

Zum Konfigurieren von Berechtigungen zum Überwachen von Registrierungsschlüsseln klicken Sie in der Konsole des Gruppenrichtlinienobjekt-Editors unter Computerkonfiguration\Windows-Einstellungen\Sicherheitseinstellungen mit der rechten Maustaste auf Registrierung, klicken dann auf Schlüssel hinzufügen, wählen den Registrierungsschlüssel aus, für den die Überwachung aktiviert werden soll, und klicken dann auf Erweitert. Klicken Sie im Dialogfeld Datenbanksicherheit auf die Registerkarte Überwachung, geben Sie dann die Benutzer oder Gruppen an, die die Berechtigung hierzu erhalten sollen, und legen Sie die Berechtigungen fest, die verwendet werden sollen.

Weitere Informationen über das Aktivieren der Überwachung von Registrierungsschlüsseln finden Sie unter HOW TO: Use Group Policy to Audit Registry Keys in Windows Server 2003 (englischsprachig oder in maschineller Übersetzung) auf der Microsoft-Website (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=35275).

Aktivieren der Protokollierung

Zur Behandlung von Problemen mit Benutzerprofilen und der Verarbeitung von Gruppenrichtlinien können Sie die UserEnv-Protokollierung aktivieren.

  Vorsicht

Dieser Abschnitt enthält Informationen über das Ändern der Registrierung. Bevor Sie Änderungen an der Registrierung vornehmen, sollten Sie diese sichern und sich vergewissern, dass Sie die Registrierung im Falle eines Problems wiederstellen können. Informationen über das Sichern, Wiederherstellen und Bearbeiten der Registrierung finden Sie unter Beschreibung der Microsoft Windows-Registrierung auf der Microsoft-Website (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=35500).

So aktivieren Sie die UserEnv-Protokollierung auf dem Client

1.

Melden Sie sich als Administrator am Clientcomputer an, und führen Sie Regedit aus, um den folgenden Registrierungswert hinzuzufügen (oder um den Wert zu ändern, sofern dieser bereits vorhanden ist): Schlüssel: HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\Windows NT\CurrentVersion\Winlogon.

2.

Geben Sie Folgendes ein: Name: UserEnvDebugLevel, Typ: REG_DWORD und Wert: 10002 (Hexadezimal).

Für UserEnvDebugLevel können folgende Werte eingegeben werden:

NONE 0x00000000

NORMAL 0x00000001

VERBOSE 0x00000002

LOGFILE 0x00010000

DEBUGGER 0x00020000

Der Standardwert ist NORMAL|LOGFILE (0x00010001).

Wählen Sie zum Deaktivieren der Protokollierung NONE (0x00000000) aus.

Sie können die Werte von UserEnvDebugLevel auch kombinieren. Beispielsweise können Sie VERBOSE 0x00000002 und LOGFILE 0x00010000 kombinieren, um 0x00010002 zu erhalten. Wenn der Wert von UserEnvDebugLevel also auf 0x00010002 festgelegt wird, wird sowohl LOGFILE (Protokolldatei) als auch VERBOSE (Ausführlich) aktiviert. Die Kombination dieser Werte kann wie im Folgenden gezeigt mit der Verwendung einer ODER-Anweisung verglichen werden:

0x00010000 ODER 0x00000002 = 0x00010002

Die Protokolldatei wird in die Datei Userenv.log im Ordner %Systemroot%\Debug\UserMode\ geschrieben. Wenn die Datei Userenv.log bereits vorhanden und größer als 300 KB ist, wird die vorhandene Datei in Userenv.bak umbenannt und eine neue Protokolldatei erstellt.

Weitere Informationen über das Aktivieren der Protokollierung für clientseitige Erweiterungen und die serverseitige Protokollierung finden Sie unter Beheben von Gruppenrichtlinienproblemen mithilfe von Protokolldateien.

Aktivieren der Protokollierung für Sicherheitseinstellungen

Zu den Konfigurations- und Analysetools für die Sicherheitseinstellungen gehört Scecli.dll, womit die clientseitige Erweiterung für Gruppenrichtlinien implementiert wird. Scecli.dll stellt clientseitige Schnittstellen zum Sicherheitskonfigurationsmodul bereit und führt während der Richtlinienweitergabe eine Richtlinienergebnissatz-Protokollierung durch.

Der Administrator kann die Protokollierung für Scecli.dll aktivieren. Das Protokoll wird in die Datei Winlogon.log geschrieben, die im Ordner %SYSTEMROOT%\Security\Logs erstellt wird.

So konfigurieren Sie die Protokollierungsausgabe für den Sicherheitskonfigurations-Client

1.

Starten Sie den Registrierungs-Editor (Regedt32.exe).

2.

Suchen Sie den folgenden Schlüssel in der Registrierung, und klicken Sie darauf:

HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\Windows NT\CurrentVersion\Winlogon\GPExtensions\{827D319E-6EAC-11D2-A4EA-00C04F79F83A}. HINWEIS: Der vorstehende Registrierungsschlüssel ist ein Pfad; er wurde zwecks besserer Lesbarkeit umbrochen.

3.

Klicken Sie im Menü Bearbeiten auf Wert hinzufügen, und geben Sie dann den folgenden Wert für den Registrierungsschlüssel ein:

Name: ExtensionDebugLevel

Typ: DWORD

Wert: 2

Aktualisieren Sie die Richtlinieneinstellungen, um den Fehler zu reproduzieren, indem Sie an der Befehlseingabeaufforderung Folgendes eingeben: gpudate /force.


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