In diesem Abschnitt wird die Behebung von Problemen in Verbindung mit Richtlinieneinstellungen für Skripts erörtert. Hintergrund zur SkriptverarbeitungUnter Verwendung von Gruppenrichtlinieneinstellungen können Skripts zum Starten, Anmelden, Abmelden und Herunterfahren angewendet werden. Diese Skripteinstellungen werden von der clientseitigen Erweiterung (CSE) für Skripts verarbeitet. Die CSE für Skripts aktualisiert die Registrierung mit der Position von einer oder mehreren Skriptdateien, sodass der Prozess "UserInit" diese Werte im Verlauf der normalen Verarbeitung finden kann. Wenn seitens einer CSE die erfolgreiche Verarbeitung zurückmeldet wird, bedeutet dies ggf. nur, dass der Wert in die Registrierung geschrieben wurde. Obwohl sich die Einstellung in der Registrierung befindet, können dennoch Probleme auftreten, die verhindern, dass die Einstellung auf den Client angewendet wird. Wenn ein in einer Skripteinstellung angegebenes Skript beispielsweise einen Fehler enthält, der verhindert, dass die Skriptverarbeitung abgeschlossen wird, wird dieser Fehler von der CSE für Skripts nicht erkannt. Die Skriptverarbeitung setzt sich aus zwei Schritten zusammen - die Gruppenrichtlinie verarbeitet ein Gruppenrichtlinienobjekt und speichert die Skriptinformationen in der Registrierung:
Ein Skript wird mithilfe des Prozesses "UserInit" ausgeführt. (Standardmäßig wird für Skripts, die nicht abgeschlossen werden können, nach 10 Min. eine Zeitüberschreitung zurückgegeben.) Die WMI-Filterung wird nur unter Windows XP, Windows Server 2003 und neueren Betriebssystemen unterstützen. Wenn auf dem Computer ein älteres Betriebssystem ausgeführt wird, wird der WMI-Filter ignoriert und das GPO angewendet.
Das Zeitlimit ist eine Zeitzuteilung für alle Skripts, die ausgeführt werden sollen. Dieses Zeitlimit kann unter Verwendung der Computerrichtlinieneinstellung Maximale Wartezeit für Gruppenrichtlinienskripts geändert werden. Zu den häufig auftretenden Skriptfehlern gehören die folgenden:
Wenn ein Anmeldeskript fehlschlägt, hat dies normalerweise keine Auswirkungen auf andere Skripts. Allerdings werden Skripts zum Starten häufig synchron ausgeführt, und der Fehlschlag eines dieser Skripts kann Auswirkungen auf Skripts haben, die zu einem späteren Zeitpunkt ausgeführt werden sollen. Prüfen Sie für eine nähere Untersuchung das Ereignisprotokoll für Anwendungen auf Einträge mit "UserInit" als Quelle. Korrekturen für spezielle Probleme mit Richtlinieneinstellungen für SkriptsWählen Sie in der folgenden Liste das Problem aus, mit dem Ihre Situation am besten beschrieben wird, und führen Sie dann die entsprechenden Schritte aus, um das Problem zu beheben: Auf dieser SeiteStartskripts werden auf einem Computer unter Windows XP SP1 oder Windows XP SP2 nicht wie erwartet ausgeführtSie starten einen Computer unter Windows XP Service Pack 1 (SP1) oder Windows XP Service Pack 2 (SP2) in einem verkabelten Netzwerk oder in einem drahtlosen Netzwerk mit IEEE 802.11-Authentifizierung, und die Gruppenrichtlinien-Startskripts und Anmeldskripts werden nicht wie erwartet ausgeführt, oder der Computer wird nicht in den Active Directory-Verzeichnisdienst aufgenommen. UrsacheIn den Protokolldateien der Ereignisanzeuge können die folgenden Einträge angezeigt werden: Ereigniskennung: 1054 Quelle: NT-AUTORITÄT/SYSTEM Typ: Fehler Beschreibung: Der Domänencontrollername für das Computernetzwerk konnte nicht ermittelt werden. (Die angegebene Domäne ist nicht vorhanden, oder es konnte keine Verbindung hergestellt werden.) Die Verarbeitung der Gruppenrichtlinie wurde abgebrochen. Daten: (nicht verfügbar) Ereigniskennung: 1000 Quelle: UserInit Typ: Fehler Beschreibung: Folgendes Skript konnte nicht ausgeführt werden AdminPassword.bat. Die angegebene Datei wurde nicht gefunden. Daten: (nicht verfügbar) Dieses Problem kann auftreten, wenn das Gruppenrichtlinienmodul oder Active Directory beim Warten auf den Start des Netzwerks das Zeitlimit überschreiten. Zwischen dem TCP/IP-Protokoll und dem Netzwerkadaptertreiber kann es bei der Registrierung bei Microsoft Network Driver Interface Specification (NDIS) zu einem "Wettlauf" kommen. Wenn das TCP/IP-Protokoll vor dem Netzwerkadaptertreiber bei NDIS registriert wird, führt dies für einen kurzen Zeitraum dazu, dass höheren Netzwerkkomponenten im Benutzermodus keine Netzwerkverbindungen zur Verfügung stehen. In diesem kurzen Zeitraum kann das Gruppenrichtlinien-Startskript nicht gedownloadet werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Problem auftritt, ist in schnellen Netzwerken mit 1 GHz-Netzwerkadaptern oder in Teamumgebungen größer, in denen das Netzwerk mehrere zusätzliche Zyklen für die Vereinbarung der Verbindungsgeschwindigkeit benötigt. LösungFür Computer unter Windows XP SP1 können Sie sich einen unterstützten Hotfix von Microsoft besorgen, um dieses Problem zu beheben. Ausführliche Anweisungen finden Sie in Gruppenrichtlinienanwendung schlägt auf einem Computer fehl, auf dem Windows 2000, XP Service Pack 1 des Windows oder Windows XP Service Pack 2 ausgeführt werden auf der Microsoft-Website (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=43049). Für Computer unter Windows XP Service Pack 2 müssen Sie den Registrierungseintrag GpNetworkStartTimeoutPolicyValue hinzufügen. Dieser Eintrag legt die Anzahl der Sekunden für die Wartezeit fest, bevor erneut versucht wird, das Gruppenrichtlinien-Startskript auszuführen. Weitere Anweisungen finden Sie in Gruppenrichtlinienanwendung schlägt auf einem Computer fehl, auf dem Windows 2000, XP Service Pack 1 des Windows oder Windows XP Service Pack 2 ausgeführt werden auf der Microsoft-Website (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=43049). Skripts, die auf einen Computer übertragen wurden, werden nicht ausgeführt (UserInit-Ereignisse 1000 und 1001)Ein Skript zum Anmelden, Abmelden, Starten oder Herunterfahren des Computers, das über eine Gruppenrichtlinie bereitgestellt wird, kann nicht ausgeführt werden. UrsacheIn der Ereignisanzeige wird ggf. eines der folgenden UserInit-Ereignisse angezeigt: Ereigniskennung 1000 Meldung: Folgendes Skript konnte nicht ausgeführt werden: %1. %2. Ereigniskennung 1001 Meldung: Die Skriptbefehlszeilen wurden im Gruppenrichtlinienobjekt nicht ermittelt. Diese UserInit-Ereignisse können durch eines der folgenden Probleme verursacht werden:
LösungNetzwerkfehlerSolche Fehler können von Netzwerkfehlern verursacht werden, die während der Skriptausführung auftreten. In diesem Fall lässt sich das Problem durch die Problembehandlung und die Lösung der Netzwerkprobleme beheben. Informationen über die Problembehandlung von Netzwerkproblemen finden Sie unter Beheben von Netzwerkproblemen bei Gruppenrichtlinien. Auf ein Skript kann ggf. auch aufgrund von Dateifreigabeverletzungen nicht zugegriffen werden. In diesem Fall muss der Administrator der Netzwerkfreigabe, auf der sich das Skript befindet, ermitteln, welche Benutzer oder welche Computer die Datei sperren und deren Verbindung zu der Datei trennen. Für die Durchführung dieser Diagnose bieten sich die Dateisystemtools (wie net.exe an. Informationen über Dateifreigabeverletzungen und Replikationsprobleme finden Sie unter Wenn es versucht, Daten zu replizieren, das noch verwandt wird, stellt FRS "ERROR_SHARING_VIOLATION" Fehler fest auf der Microsoft-Website (http://support.microsoft.com/default.aspx?scid=kb;en-us;822300). Fehler in SkriptbefehlszeilenSo beheben Sie Fehler in Skriptbefehlszeilen
Probleme mit der Replikation auf DomänencontrollernWenn Skripts auf dem Share Sysvol der Domäne gespeichert sind, können auch Replikationsprobleme dafür verantwortlich sein, dass das Skript nicht vorhanden ist, oder die Zugriffsberechtigungen können ungeeignet sein. Weitere Informationen über die Behandlung von Replikationsproblemen finden Sie unter Gruppenrichtlinie wird nicht repliziert. | In diesem Beitrag |