Dieses Thema erläutert Probleme bei der Bereitstellung von Software mit der Softwareinstallation von Gruppenrichtlinien. Hintergrundinformationen zum CSE für die SoftwareinstallationMehrere spezielle Probleme wirken sich auf die Softwareinstallation mit Gruppenrichtlinien aus. So können beispielsweise Netzwerkverbindungsprobleme den Zugriff auf die Softwareinstallationspakete unterbrechen. Die Verarbeitung der Softwareinstallation wird niemals durchgeführt, während der Benutzer angemeldet ist, weil dadurch die Arbeit unterbrochen werden und dies zu Datenverlusten führen kann. Dies hat dann Auswirkungen, wenn die Gruppenlichtlinien für eine asynchrone Ausführung konfiguriert sind. Die Softwareinstallation wird durch das CSE für die Softwareinstallation verwaltet, das in Gruppenrichtlinienergebnis-Berichten auf der Registerkarte Richtlinienereignisse als Quellanwendungsmanager angezeigt wird. Aktivieren Sie die ausführliche Protokollierung für das CSE für die Softwareinstallation und Microsoft® Windows® Installer, wenn Sie weitere Protokollierungsinformationen benötigen (siehe Beschreibung in Beheben von Gruppenrichtlinienproblemen mithilfe von Protokolldateien). Das Tool Software Installation Diagnostics (addiag.exe) stellt ausführliche Informationen zu den Anwendungen, die in Active Directory sichtbar sind und für den aktuellen Benutzer installiert sind, sowie allgemeine Diagnoseinformation und die zugehörigen Ereignisprotokolleinträge bereit. Dieses Tool ist im Windows 2000 Server Resource Kit verfügbar. Beheben von speziellen Problemen bei Richtlinieneinstellungen für die SoftwareinstallationWählen Sie in der folgenden Liste das Problem aus, das Ihre Situation am besten beschreibt, und führen Sie dann die entsprechenden Schritte aus, um das Problem zu beheben: Auf dieser SeiteSoftwareinstallationsänderungen werden nach der Anmeldung nicht übernommenWenn auf einem Computer unter Windows XP Professional die Optimierungsfunktion für schnelle Anmeldung aktiviert ist (Standard), werden über Gruppenrichtlinien implementierte Softwareinstallationsänderungen nach der Anmeldung des Benutzers nicht vorgenommen. UrsacheUnter Windows XP Professional ist die Optimierungsfunktion für schnelle Anmeldung standardmäßig für Domänen- und Arbeitsgruppenmitglieder aktiviert. Dementsprechend wartet Windows XP beim Starten und bei der Anmeldung nicht, bis das Netzwerk vollständig initialisiert wurde. Vorhandene Benutzer werden unter Verwendung von im Cache befindlichen Anmeldeinformationen angemeldet. Dies führt zu einer Verkürzung der für die Anmeldung benötigten Zeit. Gruppenrichtlinien werden im Hintergrund angewendet, nachdem das Netzwerk verfügbar ist. Da es sich hierbei um eine Aktualisierung im Hintergrund handelt, sind für Erweiterungen wie für die Softwareinstallation und die Ordnerumleitung zwei Anmeldungen erforderlich, damit Änderungen angewendet werden können. Die Verarbeitung der Softwareinstallation erfolgt nur beim Start des Computers oder bei der Anmeldung des Benutzers. Der Grund hierfür ist, dass die Verarbeitung regelmäßig zu unerwünschten Ergebnissen führt. Wenn eine Anwendung beispielsweise nicht mehr zugeordnet ist, wird sie entfernt. Würde der Benutzer die Anwendung nun verwenden, während die Gruppenrichtlinie versucht, diese zu deinstallieren, oder würde die Aktualisierung einer zugewiesenen Anwendung erfolgen, während ein Benutzer diese Anwendung nutzt, so würden Fehler auftreten. Werden die Softwareinstallationseinstellungen über die Computerkonfiguration implementiert, werden sie beim Start des Computers angewendet. Werden die Softwareinstallationseinstellungen über die Benutzerkonfiguration implementiert, werden sie bei der Anmeldung des Benutzers angewendet. LösungWenn der Computer unter Windows XP läuft und die Anmeldeoptimierung aktiviert ist, muss sich der Benutzer nach der Aktualisierung der Gruppenrichtlinie erneut anmelden. In diesem Zuge können zwei oder drei Anmeldevorgänge erforderlich werden. Der Administrator kann die Optimierungsfunktion für schnelle Anmeldung mithilfe der Richtlinieneinstellung Beim Neustart des Computers und bei der Anmeldung immer auf das Netzwerk warten deaktivieren, die sich im Knoten Computerkonfiguration\Administrative Vorlagen\System\Anmeldung des Gruppenrichtlinienobjekt-Editors befindet. Weitere Informationen finden Sie unter Beschreibung des Features "Anmeldeoptimierung" in Windows XP Professional (englischsprachig) auf der Microsoft-Website unter (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=43045). Fehler beim Zugriff auf SoftwarefreigabepunkteEin Administrator hat ein Softwarepaket bereitgestellt, die Softwareinstallation schlägt aber fehl. Die Ereignisprotokolle deuten darauf hin, dass kein Zugriff auf das Paket möglich ist. UrsacheEin Grund dafür, dass die Softwareinstallation fehlschlägt, liegt darin, dass die Installationsquelle für die Software nicht verfügbar ist. Dies kann an einer falschen Pfadanweisung für das Paket oder an unzureichenden Berechtigungen liegen. LösungÜberprüfen Sie, ob in der Pfadangabe falsch geschriebene Elemente vorhanden sind, indem Sie dem Pfad manuell folgen. Stellen Sie den richtigen Pfad zu der Freigabe mit dem bereitgestellten Quellpaket bereit, wenn der Pfad falsch ist. Bearbeiten Sie dazu das Gruppenrichtlinienobjekt, mit dem die Software bereitgestellt wurde, und korrigieren Sie den Pfad. So korrigieren Sie den Standardpfad für Pakete
Überprüfen Sie, ob das Benutzerkonto bzw. das Systemkonto über die erforderlichen Rechte verfügt, um den Pfad zu durchqueren und auf die Ressourcen zuzugreifen. Das Konto, dessen Organisationseinheit das Gruppenrichtlinienobjekt bereitstellt, muss den Pfad durchqueren können. Der Benutzer deinstalliert eine bereitgestellte Anwendung auf einem Computer, und die Anwendung steht dem Benutzer auf keinem Computer mehr zur VerfügungEin Benutzer mit einem servergespeicherten Benutzerprofil deinstalliert eine bereitgestellte Anwendung auf seinem Computer und kann dann auch auf keinem anderen Computer mehr auf die Anwendung zugreifen. UrsacheWenn der Benutzer über ein servergespeichertes Benutzerprofil verfügt und die Anwendung auf einem anderen Computer mithilfe des Dienstprogramms Software deinstalliert hat, steht die Anwendung dem Benutzer auf keinem Computer mehr zur Verfügung (mit der möglichen Ausnahme von Computern, auf denen die Loopbackverarbeitungsregeln angewendet werden). Weitere Informationen über servergespeicherte Benutzerprofile finden Sie unter "Verwenden von servergespeicherten Benutzerprofilen" im Hilfe- und Supportcenter von Windows Server 2003. LösungWenn die Anwendung mit der Option Anwendung deinstallieren, wenn sie außerhalb des Verwaltungsbereichs liegt bereitgestellt wurde, prüfen Sie, dass sich der Computer und der Benutzer weiterhin in den notwendigen Sicherheitsgruppen befinden und dass das GPO mit einem Standort, einer Domäne oder einer OU verknüpft ist, in dem oder der sich der Benutzer oder der Computer befindet. Software wird in der Systemsteuerung nicht unter Software aufgeführtDer Administrator stellt ein Softwarepaket bereit, und die Software wird auf dem Computer des Benutzers nicht in der Systemsteuerung unter Software angezeigt. UrsacheDamit die Software im Bereich Neue Programme hinzufügen des Dienstprogramms Software angezeigt wird, muss sie in der Gruppenrichtlinie veröffentlicht (nicht zugewiesen) werden. Andere mögliche Ursachen für dieses Problem sind die folgenden:
LösungSchließen Sie nach der Bereitstellung des Pakets die Softwarebereitstellungsmethode Veröffentlicht. Das Windows Installer-Paket muss so geschrieben sei, dass die Software unter Software angezeigt werden kann. Lesen Sie zur Problembehandlung von Fehlern bei der Anwendung von Gruppenrichtlinien den Artikel Beheben von grundlegenden Problemen mit Gruppenrichtlinien. Informationen über die Problembehandlung von Netzwerkproblemen finden Sie unter Beheben von Netzwerkproblemen bei Gruppenrichtlinien. Installation bei Bedarf schlägt fehlWenn Benutzer eine angekündigte Anwendung installieren möchten, indem Sie ein Dokument öffnen, das der Anwendung zugeordnet ist, schlägt die Installation fehl. Die Aktivierung eines Dokuments einer veröffentlichten Anwendung löst keine Installation der Anwendung aus. UrsacheDieses Problem kann auftreten, wenn der Administrator keine Optionen für die automatische Installation der bereitgestellten Software festgelegt hat oder die Dateinamenerweiterung für die Anwendung nicht richtig festgelegt wurde. LösungGehen Sie zur Problembehandlung folgendermaßen vor:
Für diese Verfahren müssen Sie als Mitglied der Sicherheitsgruppe Domänen-Admins, Organisations-Admins oder Richtlinien-Ersteller-Besitzer angemeldet sein. So legen Sie die Option für die automatische Installation einer Anwendung fest:
So geben Sie die Optionen für eine automatische Installation basierend auf der Dateinamenerweiterung an
Softwareinstallationsoperation schlägt fehlEine Anwendung konnte nicht installiert oder deinstalliert werden. Mindestens eine dieser Softwareinstallationsoperationen schlägt fehl: Installieren, Deinstallieren, Aktualisieren und Neuinstallieren der Software. UrsacheDie Fehlerursache hängt vom Typ der fehlgeschlagenen Operation ab: Deinstallation, Installation, Neuinstallation oder Domänencontrollerabfrage zum Ermitteln der administrativen Richtlinie. Die Ereignisprotokolle weisen darauf hin, dass die zu installierende Software zugewiesen wurde. Die Zuweisung bildet lediglich die erste Phase einer Installation. Behandeln Sie Zuweisungsfehler bei der Problembehandlung genauso wie Installationsfehler. Zu den möglichen Ursachen zählen: Fehler bei der Deinstallation:
Fehler bei der Installation oder Neuinstallation:
Fehler bei der Aktualisierung:
Fehler bei der Domänencontrollerabfrage:
LösungFühren Sie zur Behandlung von Softwareinstallationsproblemen einen oder alle der folgenden Schritte durch:
Weitere Informationen zu den Tools, mit denen Sie die Deinstallation einer Anwendung erzwingen können, finden Sie in der Windows Installer-Dokumentation. Weitere Informationen zu Windows Installer finden Sie im MSDN-Artikel Roadmap to Windows Installer Documentation (englischsprachig) auf der Microsoft-Website (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=21878). Informationen zu den Ereigniseinträgen von Windows Installer finden Sie im MSDN-Artikel Event Logging (englischsprachig) auf der Microsoft-Website (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=21877). Weitere Informationen zum Aktivieren der Windows Installer-Protokollierung für Windows XP-Clients finden Sie in Aktivieren der Windows Installer-Protokollierung in Windows XP auf der Microsoft-Website (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=35731). Weitere Informationen zum Aktivieren der Windows Installer-Protokollierung für Windows 2000-Computer finden Sie in Aktivieren der Windows Installer-Protokollierung auf der Microsoft-Website (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=35593). Weitere Informationen zur Verwendung von DCDiag finden Sie in Erleichtern des Domänenbeitritts und der Domänencontroller-Erstellung in Windows 2000 mit "Dcdiag" und "NetDiag" auf der Microsoft-Website (http://support.microsoft.com/default.aspx?scid=kb;de-de;265706). | In diesem Beitrag |