Das papierlose Büro ist an sich keine schlechte Idee. Doch mitunter wird, so kann Thomas Stockinger berichten, dieser Begriff doch etwas zu wörtlich genommen.
Ich hatte bei einem Kunden ein Komplettsystem aufgestellt, also Monitor Maus Tastatur PC und Drucker, und der Dame, die damit arbeiten sollte, eine Einweisung in der Bedienung der Komponenten gegeben.
Nach ca. 2 Wochen, ich war gerade bei einem anderen Kunden vor Ort, läutete mein Handy.
"Der Drucker den Sie bei uns aufgestellt haben geht nicht mehr!"
Hm, dachte ich, das kann doch nicht sein. Ein nagelneuer Drucker und schon defekt? Soviel drucken die doch auch nicht, dass schon der Toner leer sein könnte.
Nachdem ich am Telefon alle möglichen Fehlerquellen – Stromkabel nicht eingesteckt, Gerät nich eingeschaltet und so weiter – durch hatte, sagte ich der Dame zu, gleich vorbeizukommen und mir das ganze anzusehen.
Gesagt getan. Ich komme in das Büro, schaue zum Drucker (der über einen stehenden Papiereinzug verfügte), und denke mir: Gut, zumindest hat sie schon das Papier rausgenommen, so kann ich wenigstens gleich loslegen.
Zu der Dame sage ich: "Schön, dass Sie schon vorgearbeitet und das Papier entfernt haben."
Sie sieht zum Drucker, wird erst ganz blass und anschließend puterrot und sagt: "Wie, Papier braucht der auch noch?"
Siehe da: Kaum hatte ich das Papier nachgefüllt, war die Welt schon wieder heil. Was so ein bisschen Papier alles ausmacht...