Exchange Server 2003 – Best Practices für die Verwendung des Volumeschattenkopie-Diensts (VSS)

Veröffentlicht: 05. Okt 2005
Auf dieser Seite
EinführungEinführung
Was ist VSS?Was ist VSS?
VSS-SicherungsmethodenVSS-Sicherungsmethoden
Überlegungen zur Verwendung von VSS mit Exchange Server 2003Überlegungen zur Verwendung von VSS mit Exchange Server 2003
Planen der VSS-SicherungsstrategiePlanen der VSS-Sicherungsstrategie
Entwerfen der VSS-LösungEntwerfen der VSS-Lösung
Überprüfen der VSS-LösungÜberprüfen der VSS-Lösung
Überwachen der VSS-LösungÜberwachen der VSS-Lösung
AnhangAnhang

Einführung

Microsoft® Exchange Server 2003 verwendet den Volumeschattenkopie-Dienst (VSS), der im Betriebssystem Microsoft Windows Server™ 2003 enthalten ist, zur Erstellung von Volumeschattenkopien von mindestens einer Ihrer Exchange Server 2003-Datenbanken. Wenn VSS richtig bereitgestellt ist, können Sie Computer, auf denen Exchange Server 2003 ausgeführt wird, unabhängig von der Größe der Exchange Server 2003-Datenbank in wenigen Minuten wiederherstellen. Da es viele VSS-Strategien gibt, müssen Sie die Auswirkungen der einzelnen Lösungen auf Kapazität, Leistung und Wiederherstellung kennen und testen, um sicherzustellen, dass Sie über die für eine erfolgreiche Bereitstellung benötigten Daten verfügen. Außerdem müssen Sie dafür sorgen, dass potenzielle Lösungen innerhalb des VSS-Frameworks funktionieren. Dieser Artikel enthält Informationen zum Auswählen, Testen, Bereitstellen und Überwachen einer VSS-Lösung für Exchange Server 2003. Der Artikel enthält weiterhin Links zu Seiten in englischer Sprache.

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Was ist VSS?

VSS umfasst eine Reihe von COM-APIs zur Implementierung eines Frameworks, mit dessen Hilfe Volumesicherungen ausgeführt werden können, während Anwendungen in einem System weiterhin Daten in die Volumes schreiben. Anforderer, Schreiber und Anbieter kommunizieren innerhalb des VSS-Frameworks miteinander, um Schattenkopien von Exchange Server 2003-Datenbanken zu erstellen und wiederherzustellen. Weitere Informationen über Anforderer, Schreiber und Anbieter finden Sie unter "Basic VSS Concepts".

Anforderer (Requestor)

Ein Exchange Server 2003-fähiger VSS-Anforderer oder eine Sicherungsanwendung eines Drittanbieters kommuniziert mit dem Exchange-Schreiber und hat die Aufgabe, die Integrität der Prüfsummen der Schattenkopie zu überprüfen. Da Windows Server 2003 keinen VSS-Anforderer enthält, muss auf Sicherungsanwendungen von Drittanbietern zurückgegriffen werden. Der Anforderer – die Sicherungsanwendung – überprüft nach der Erstellung der Sicherung die Prüfsummenintegrität der Datenbank und der Protokolldateien. Dabei werden Ihre Datenbank und die logischen Gerätenummern (LUNs, Logical Unit Numbers) einer sehr starken Streaming-E/A-Belastung ausgesetzt. Der Anforderer überprüft die Prüfsummenintegrität mithilfe von Exchange Server-Datenbank-Dienstprogrammen (Eseutil.exe), wobei sämtliche Sicherungsdateien gelesen werden. Weitere Informationen über die Anforderungen an die Integritätsüberprüfung für VSS-Sicherungen von Exchange Server 2003 finden Sie im Microsoft Knowledge Base-Artikel 822896 "Exchange Server 2003-Dienste für Datensicherung und Volumeschattenkopie".

Standardmäßig wird Eseutil.exe so schnell ausgeführt, wie der Speicher die Daten lesen kann. Dies reicht für die meisten Klone aus, die von den Produktions-LUNs unabhängig sind. Nicht alle VSS-Sicherungssätze sind jedoch von den Originaldaten unabhängig. Weitere Informationen über verschiedene Arten von VSS-Sicherungen finden Sie in diesem Artikel unter "VSS-Sicherungsmethoden".

In bestimmten Fällen kann es hilfreich sein, die E/A-Rate der Prüfsummenintegritätsprüfung durch Einschalten einer künstlichen Pause nach einer bestimmten Anzahl von E/A-Vorgängen zu drosseln. Wenn Sie Exchange Server 2003 mit Service Pack 2 (SP2) verwenden, können Sie mit dem folgenden Schalter nach einer bestimmten Anzahl von E/A-Vorgängen eine Pause von einer Sekunde hinzufügen, die nur bei der Überprüfung der Datenbankdateien eingelegt wird:

/p<x>

Dabei steht x für die Anzahl der E/A-Vorgänge, nach denen die Pause eintritt. Mit dem folgenden Befehl wird z. B. nach jeweils 100 E/A-Vorgängen eine künstliche Pause von 1 Sekunde hinzugefügt:

eseutil /K /p100

Schreiber (Writer)

Exchange Server 2003 enthält einen Schreiber, der automatisch installiert wird, wenn Sie Exchange Server 2003 unter einem Windows Server 2003-Betriebssystem installieren. Der Exchange-Schreiber teilt dem Anforderer und Anbieter die Daten mit, die zur Erstellung einer konsistenten Schattenkopie bearbeitet werden müssen. Der Exchange-Schreiber versetzt alle Exchange Server-Daten auf allen Exchange-Volumes vor der Erstellung der Schattenkopie in einen absturzsicheren Zustand (fixiert die Daten). Während der Erstellung der Schattenkopie werden Schreib-E/A-Vorgänge vom VSS vorübergehend für maximal 10 Sekunden fixiert. Nach der Erstellung der Schattenkopie wird die Fixierung der in der Warteschlange enthaltenen Schreib-E/A-Vorgänge vom VSS aufgehoben.

Anbieter (Provider)

Ein Anbieter ist eine Softwarekomponente, die atomare VSS-Vorgänge mit dem Speicher koordiniert. VSS unterstützt die beiden folgenden Arten von Schattenkopien:

Softwareschattenkopien

Hardwareschattenkopien

VSS kommuniziert mithilfe des Anbieters mit dem Dateisystem von Windows Server 2003 und mit dem Treiber für das Massenspeichergerät, um Schattenkopien zu erstellen, zu importieren, zu löschen, zu unterteilen oder wiederherzustellen.

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VSS-Sicherungsmethoden

Schattenkopieanforderungen können auf viele verschiedene Arten ausgeführt werden. Es gibt keine standardisierte Definition oder Namenskonvention für diese Sicherungsmethoden. Hier werden sie als Klonsicherungen oder Snapsicherungen bezeichnet. Zwar spielt es für die Leistung des Exchange-Servers keine Rolle, ob der Provider eine Klonsicherung oder eine Snapsicherung erstellt. Dennoch sollten Sie wissen, wie die Transaktionsprotokolle und Datenbanken gesichert und wiederhergestellt werden, damit Sie entsprechende Leistungs- und Kapazitätsplanungen vornehmen können.

Klonsicherung

Eine Klonsicherung ist eine vollständige Kopie der Daten, der Transaktionsprotokolle und Datenbanken. Die Prüfsummenintegritätsprüfung wird an einer vollständigen Kopie der Daten ausgeführt, die auf separaten physischen Spindles abgelegt werden sollte, damit die Produktions-LUNs nicht beeinträchtigt werden.

Bei der Verwendung von Klonen ist unbedingt eine Kapazitätsplanung vorzunehmen. Damit eine wiederherstellbare Kopie für den Fall verfügbar ist, dass während einer Sicherung ein Fehler auftritt, müssen Sie ein N+1-Schema verwenden. Dabei steht N für die Anzahl der Sicherungsklone, die jederzeit zur Wiederherstellung verfügbar sein sollen. Wenn Sie z. B. nur eine Sicherung anlegen, benötigen Sie zwei (1+1) Zielklone, zwischen denen gewechselt werden kann, um Datenverluste zu verhindern, falls während einer Sicherung ein Fehler auftritt.

Der Hersteller des Anbieters bestimmt, wie die Erstellung von Klonen in einer bestimmten Lösung implementiert wird. Eine Klonsicherung umfasst in der Regel die folgenden fünf Anfordererphasen:

Vorbedingung   Überprüft den Exchange-Status. Die Speichergruppe ist online, und das Ereignisprotokoll enthält keine Meldungen über beschädigte Daten (-1018, -1019, -1022).

Synchronisieren   Entfernt den vorherigen Klon vom Sicherungsserver und führt eine Synchronisierung mit der Produktions-LUN durch.

Aufteilen   Fixiert Schreibvorgänge auf den Quell-LUNs, wenn die Klone synchronisiert werden, teilt die Klonsynchronisierung auf und nimmt die Schreibvorgänge für die Quell-LUN wieder auf.

Transportieren und Prüfsumme   Transportiert die Klondaten und Protokoll-LUNs auf den Bereitstellungshost und stellt sie dort bereit. Führt die Prüfsummenintegritätsprüfung an den schreibgeschützten Klonen durch.

Protokollverkürzung   Führt die Sicherung aus, indem Protokolle bei Erfolg verkürzt werden, und kennzeichnet die Sicherung als vollständig.

Spiegeln   Von einigen Lösungen werden vorab Spiegelungskopien erstellt. Diese Spiegelungskopien werden anschließend zur Erstellung einer Sicherung abgetrennt, sodass Sie über eine schreibgeschützte Kopie und ein aktives Produktionsvolume verfügen. Bei dieser Strategie gibt es während der Sicherung und der Prüfsummenintegritätsprüfung nahezu keine Auswirkungen auf die Produktions-LUNs. Sie müssen Zeit für die Resynchronisierung eines nicht mehr benötigten Klons mit der Produktions-LUN reservieren, wenn Sie mit mehreren Klonen arbeiten. Zur Wiederherstellung wird die schreibgeschützte Kopie von der Lösung unter Umständen mit der Produktions-LUN resynchronisiert. Davon sind andere Onlinespeichergruppen, die dieselbe Produktions-LUN verwenden, solange betroffen, bis sämtliche Daten kopiert sind. Während der Wiederherstellung ändern einige Speicherarrays einfach die Zeiger für die schreibgeschützte Kopie, wodurch der Schreibschutz aufgehoben wird.

Klonen   Bei einigen Lösungen wird während der Sicherung ein Klon erstellt. Dabei müssen alle Daten in der LUN auf eine andere LUN kopiert werden. Diese Daten werden danach als schreibgeschützt gekennzeichnet. Diese Strategie beansprucht zunächst zwar weniger Kapazität, während der Sicherung müssen jedoch alle Daten kopiert werden. Bei dieser Strategie müssen Sie wissen, wie viele Gigabyte pro Stunde ein bestimmter Speichercontroller bewältigen kann und mit welchen Auswirkungen auf die LUNs der Produktionsdatenbank während der Erstellung der Kopie zu rechnen ist. Dadurch sind Sie in der Lage, die LUNs im Hinblick auf maximalen Durchsatz zu entwerfen und diese Operation zeitlich so zu planen, dass es nur zu minimalen Auswirkungen auf die Produktions-LUNs kommt.

Snapsicherung

Eine Snapsicherung oder eine differenzielle Sicherung mittels Kopie beim Schreiben unterscheidet sich in verschiedener Hinsicht von einer Klonsicherung. Da es sich bei einer Snapsicherung um eine differenzielle Kopie handelt, werden in der Schattenkopie nur geänderte Daten zusammen mit einem Index gespeichert, in dem diese Änderungen verfolgt werden. Bei dieser Sicherungsmethode verfügen Sie über einen Rollbackmechanismus, nicht jedoch über eine wirkliche Sicherung der Daten. Der Vorteil dieser Sicherungsmethode besteht darin, dass nur die Änderungen und nicht alle Daten auf den Datenträger geschrieben werden, sodass die Snapsicherung sehr schnell erstellt werden kann. Ein Nachteil ist, dass Sie über keine wiederherstellbare Sicherung verfügen, wenn die Originaldaten beschädigt sind.

Da eine Snapsicherung keine echte Sicherung darstellt, wird von den meisten Lösungen ein zusätzlicher Schritt eingefügt, bei dem die Snapsicherung auf Band gestreamt wird. Das Streaming auf Band ist eine starke sequenzielle Belastung für die Produktionsdatenbank-LUNs. Deren Wartezeit muss sehr gering sein, da die meisten Daten sich im ursprünglichen Dataset befinden. Die Prüfsummenintegritätsprüfung – eine weitere starke sequenzielle Belastung, wenn sie während einer Sicherung ausgeführt wird – wirkt sich ähnlich auf die Produktions-LUNs aus.

Die Mischung von sequenziellen Arbeitslasten mit zufälligen Arbeitslasten wird nicht als Vorgehensweise empfohlen. Sie verursacht eine sehr hohe Wartezeit und verringert die Anzahl von E/A-Vorgängen pro Sekunde beträchtlich. Um diese Auswirkung zu minimieren, wird in einigen Lösungen die Prüfsummenintegritätsprüfung verzögert. Weitere Informationen über das Verzögern der Prüfsummenintegritätsprüfung finden Sie im Microsoft Knowledge Base-Artikel 822896 "Exchange Server 2003-Dienste für Datensicherung und Volumeschattenkopie".

Außerhalb der normalen Arbeitszeiten muss auf dem Computer, auf dem Exchange Server 2003 ausgeführt wird, auch eine Onlinewartung durchgeführt und die Datenbank defragmentiert werden. Wenn während dieser Vorgänge eine Prüfsummenintegritätsprüfung erfolgt, nehmen diese Vorgänge wesentlich mehr Zeit in Anspruch.

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Überlegungen zur Verwendung von VSS mit Exchange Server 2003

Ist VSS für Ihre Bereitstellung von Exchange Server 2003 erforderlich? Wenn in Ihrer Organisation z. B. eine 50 GB große Speichergruppe in weniger als vier Stunden wiederhergestellt werden soll, ist im Allgemeinen die Streamingsicherung eine angemessene Lösung. VSS-Lösungen bieten die meisten Vorteile bei Bereitstellungen, die große Datenbanken enthalten, die in weniger als 60 Minuten wiederhergestellt werden müssen. Eine VSS-Lösung bietet die folgenden Vorteile:

Schnellere Wiederherstellungszeit

Die Fähigkeit, innerhalb eines typischen Sicherungsfensters wesentlich mehr Daten zu sichern und wiederherzustellen, als bei einer herkömmlichen Onlinestreamingsicherung

Bei einigen VSS-Lösungen nimmt eine VSS-Sicherung jedoch unter Umständen ebensoviel Zeit in Anspruch wie eine Streamingsicherung, insbesondere dann, wenn Sie Klone verwenden. Die E/A-Vorgänge von Exchange Server im Produktionssystem umfassen in der Regel viele kleine zufällige E/A-Transaktionen in die Datenbanken. Während der Sicherung und Wiederherstellung kann der E/A-Durchsatz Ihres Speichersubsystems zu einem Engpass werden, durch den die Sicherungs- und Wiederherstellungsgeschwindigkeit künstlich gedrosselt wird. Stellen Sie sicher, dass Durchsatz und Lastenausgleich für die gewünschten Sicherungen und Wiederherstellungen ausreichen.

Jede Speichergruppe von Exchange Server 2003 besteht aus bis zu fünf Datenbanken, Transaktionsprotokolldateien und einer Prüfpunktdatei. VSS betrachtet sowohl die Datenbank. (*.edb) als auch die Streamingdateien (*.stm) als die Datenbankkomponente, während die Transaktionsprotokolle (*.log) und Prüfpunktdateien (*.chk) Bestandteil der Protokollkomponente sind.

Wenn Sie VSS für Ihre Sicherungslösung verwenden, sollten Sie das Betriebssystem Windows Server 2003 mit Service Pack 1 (SP1) verwenden. Erkundigen Sie sich beim Hersteller Ihrer Speicherlösung, ob Windows Server 2003 mit SP 1 unterstützt wird. Für den Fall, dass Sie nicht auf Windows Server 2003 SP1 aktualisieren können, finden Sie im Microsoft Knowledge Base-Artikel 833167 "Update-Paket für Volumeschattenkopie-Dienst von Windows Server 2003 verfügbar" Informationen über ein VSS-Updatepaket. Eine Liste zusätzlicher Hotfixes, die Sie anwenden müssen, wenn Sie nicht Windows Server 2003 mit SP1 verwenden, finden Sie im "Anhang" dieses Artikels.

Sie müssen sicherstellen, dass eine potenzielle VSS-Lösung für Exchange Server 2003 dem VSS-Framework entspricht und die Lösung unterstützt wird. Informationen über unterstützte VSS-Lösungen finden Sie im Microsoft Knowledge Base-Artikel 822896 "Exchange Server 2003-Dienste für Datensicherung und Volumeschattenkopie".

Die Ausführung der Prüfsummenintegritätsprüfung ist ein E/A- und speicherintensiver Vorgang. Wir empfehlen, dass Sie diese Arbeit bei eigenständigen und Exchange-Clusterservern auf einen Sicherungsserver übertragen, der die Prüfsummenintegritätsprüfung an der schreibgeschützten Schattenkopie bereitstellt und ausführt. Nach Möglichkeit sollten Sie die Prüfsummenintegritätsprüfung stets an Schattenkopien ausführen, die nicht auf den gleichen physischen Datenträgern gehostet sind wie die Produktions-LUNs.

VSS-Sicherungsarten

Sie können für den gesamten Server oder eine einzelne Speichergruppe eine vollständige Sicherung, eine Kopiesicherung, eine differenzielle oder eine inkrementelle Sicherung verwenden. Weitere Informationen über VSS-Sicherungsarten finden Sie unter "Backup Operations".

Vollständige Sicherung   Verwenden Sie die vollständige Sicherung für Exchange Server-Bereitstellungen. Bei dieser Sicherungsart werden alle Datenbanken, Transaktionsprotokolle und Prüfpunktdateien in einer Speichergruppe gesichert. Nach der Sicherung werden die Protokolldateien verkürzt.

Bei der Verkürzung der Protokolldateien werden überschüssige Transaktionsprotokolldateien gelöscht, die nicht zur Wiederherstellung oder für den Rollforward der letzten Sicherung benötigt werden. Vor der Verkürzung der Protokolldateien müssen Sie die Integrität der letzten Sicherung überprüfen. Bei der Verkürzung werden Protokolldateien entfernt, die für einen Rollforward Ihres Systems mit einer Sicherung benötigt werden, die vor der letzten Sicherung angelegt wurde. Obwohl frühere Sicherungen durch die Verkürzung nicht ungültig werden, können Sie die Datenbank nach der Verkürzung nur bis zu dem Zeitpunkt wiederherstellen, an dem die frühere Sicherung erstellt wurde.

Kopiesicherung   Bei einer Kopiesicherung werden die gleichen Schritte ausgeführt wie bei einer vollständigen Sicherung, allerdings werden die Transaktionsprotokolldateien nicht verkürzt. Mithilfe einer Kopiesicherung können Sie eine Kopie der Datenbank für Test- oder Analysezwecke erstellen.

Inkrementelle Sicherung   Für eine inkrementelle Sicherung wird Exchange Server 2003 mit Service Pack 1 (SP1) oder höher benötigt. Hierbei werden die Transaktionsprotokolle gesichert, um Änderungen aufzuzeichnen, die seit der letzten inkrementellen oder vollständigen Sicherung vorgenommen wurden. Anschließend werden die Transaktionsprotokolle verkürzt. Um die Daten einer inkrementellen Sicherung wiederherzustellen, müssen Sie zuerst die letzte vollständige Sicherung wiederherstellen und anschließend alle inkrementellen Sicherungen. Eine inkrementelle Sicherung nimmt weniger Zeit in Anspruch, allerdings kann sich dadurch die Wiederherstellungszeit und die Protokollwiedergabezeit erhöhen.

Differenzielle Sicherung   Für eine differenzielle Sicherung wird Exchange Server 2003 mit SP1 oder höher benötigt. Bei einer differenziellen Sicherung werden die Transaktionsprotokolle gesichert, um Änderungen aufzuzeichnen, die seit der letzten vollständigen Sicherung stattgefunden haben. Die Transaktionsprotokolle werden nicht verkürzt. Um die Daten einer differenziellen Sicherung wiederherzustellen, müssen Sie zuerst die letzte vollständige Sicherung und anschließend die aktuelle differenzielle Sicherung wiederherstellen. Die differenzielle Sicherung nimmt weniger Zeit in Anspruch, allerdings geschieht dies auf Kosten von Kapazität und Wiederherstellungszeit.

VSS-Wiederherstellungsprozess

Sie können eine ganze Speichergruppe wiederherstellen. Sie können aber auch eine oder mehrere in der Speichergruppe enthaltene Datenbanken wiederherstellen, wenn die Datenbanken auf separaten LUNs gehostet werden. Dies ist jedoch nicht empfehlenswert. Zunächst müssen Sie die Speichergruppe offline schalten. Nach der Wiederherstellung ruft die wiederhergestellte Speichergruppe den Hard Recovery-Vorgang für die Datenbank auf. Die Wiederherstellung ist nur für den ursprünglichen Speicherort möglich, es muss also der gleiche Servername und Pfad wie für die Sicherung verwendet werden. Einige Anforderer unterstützen jedoch auch die Wiederherstellung auf einem anderen Server, wenn Servername und Pfad mit denen der Quelle übereinstimmen. Werden die Datenbanken online geschaltet, müssen die Informationen aus den Transaktionsprotokollen auf die Datenbanken angewendet werden, bevor ein Zugriff darauf möglich ist.

Die Wiederherstellung wird auf eine der folgenden Arten durchgeführt:

Rollforwardwiederherstellung   Eine Rollforwardwiederherstellung ist eine Wiederherstellung bis zum Ausfallzeitpunkt. Eine Rollforwardwiederherstellung findet statt, wenn Sie eine vollständige Speichergruppe wiederherstellen und die Protokoll-LUN verfügbar ist. Das bedeutet: Nach der Wiederherstellung der Datenbanken werden die jüngeren Protokolldateien während der Datenbankbereitstellung bis zum Ausfallzeitpunkt wieder in die Datenbank übertragen, sodass keine Daten verloren gehen.

Wiederherstellung bis zu einem bestimmten Zeitpunkt   Bei einer solchen Wiederherstellung werden nur die Daten der letzten Sicherung wiederhergestellt. Alle neueren Daten gehen verloren. Wenn Sie eine oder mehrere Datenbanken, jedoch nicht die gesamte Speichergruppe mithilfe einer Wiederherstellung bis zu einem bestimmten Zeitpunkt wiederherstellen, können Sie für die Protokolle kein Rollforward durchführen, und die Datenbanken werden nur bis zum Zeitpunkt der Sicherung wiederhergestellt.

Exchange Server-Clustering

Viele Unternehmenslösungen nutzen den Windows-Clusterdienst zur Erhöhung der Serververfügbarkeit. Wenn Sie Windows Server 2003 mit SP1 und Exchange Server 2003 in einem Cluster ausführen, steht eine neue Funktion namens "Wartungsmodus" zur Verfügung, die bei einigen Wiederherstellungsverfahren hilfreich ist. Beim Clustering kommen einige spezielle Herausforderungen an VSS hinzu, die Sie kennen und einplanen müssen, wenn der Vorgang erfolgreich sein soll. Es ist wichtig, die Auswirkungen Ihrer Clusteringlösung auf Sicherung und Wiederherstellung zu kennen.

Während einer Sicherung wird die Integrität der Prüfsummen der Schattenkopie überprüft. Eine Prüfsummenintegritätsprüfung ist ein speicher- und datenträgerintensiver Vorgang, der nicht auf einem Clusterknoten ausgeführt werden sollte, auf dem ein virtueller Exchange-Server gehostet wird. Während der Prüfsummenintegritätsprüfung wird die LUN als schreibgeschützt dargestellt. Dies kann zu Problemen mit der Datenträgersignatur der ursprünglichen LUN führen und bewirken, dass sie offline geschaltet wird. Aus diesem Grund sehen die meisten Clusterlösungen einen Sicherungsserver vor, der die gesicherten LUNs für die Prüfsummenintegritätsprüfung bereitstellt.

Während einer Wiederherstellung werden die Ressourcen der physischen Datenträger des Clusters mit IsAlive- und LooksAlive-Taktanforderungen überwacht. Wiederherstellungslösungen, die die Bereitstellung der Produktions-LUN aufheben und die Sicherungs-LUN bereitstellen, enthalten ein Zeitfenster. Innerhalb dieses Zeitfensters kann die Ressource des physischen Datenträgers des Clusters fehlschlagen und Clusterfailover verursachen, wenn der Clusterdienst diese Taktanforderungen in dem Moment an den physischen Datenträger sendet, in dem Sie dessen Bereitstellung aufheben und bevor Sie das gesicherte Volume bereitstellen. Bei Lösungen, in denen die Sicherungs-LUN wieder mit der Produktions-LUN synchronisiert wird, besteht nicht die Gefahr eines Clusterfailovers.

Wenn in Ihrer Produktionsumgebung Windows Server 2003 ausgeführt wird, sollten Sie die IsAlive- und LooksAlive-Werte auf jeweils 5 Minuten erhöhen. Dadurch wird die Wahrscheinlichkeit eines IsAlive-/LooksAlive-Fehlers deutlich vermindert, jedoch nicht völlig ausgeräumt. Informationen zur Erhöhung der IsAlive- und LooksAlive-Werte finden Sie unter "Frequently Asked Questions".

Wenn Sie Windows Server 2003 mit SP1 verwenden, sollten Sie sicherstellen, dass der Anforderer die Datenträgerressourcen in den Wartungsmodus versetzt. Damit werden die IsAlive- und LooksAlive-Werte in den Ressourcen des physischen Datenträgers des Clusters vor dem Start der Wiederherstellung deaktiviert.

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Planen der VSS-Sicherungsstrategie

Bei der Planung der Sicherungsstrategie müssen Sie eine Vereinbarung zum Servicelevel (SLA, Service Level Agreement) erstellen, in der das benötigte Sicherungs- und Wiederherstellungsfenster definiert wird. Damit ist eine genaue Festlegung der für das gewünschte Sicherungsfenster erforderlichen Anzahl von Datenbanken, Speichergruppen und Exchange-Server möglich. Die meisten Administratoren definieren auch ein zusätzliches Fenster für die Onlinewartung und -defragmentierung der Datenbanken sowie für die Wartung des Betriebssystems.

Bei der Erstellung einer VSS-Lösung können Sie eine der beiden folgenden Strategien verfolgen:

Aktualisieren der aktuellen Infrastruktur, sodass diese VSS unterstützt

Entwerfen einer hoch verfügbaren VSS-Lösung für Exchange Server 2003

Ausführliche Informationen über Hochverfügbarkeitsstrategien für Exchange Server 2003 finden Sie im "Exchange Server 2003-Handbuch für hohe Verfügbarkeit". Informationen zur Planung der Wiederherstellung nach Datenverlust finden Sie unter "Worksheet: Disaster Recovery Preparation for Microsoft Exchange Server 2003".

Analysieren der aktuellen Infrastruktur

Unabhängig davon, ob Sie eine neue Lösung entwerfen oder eine vorhandene Lösung aktualisieren, müssen Sie zuerst die aktuellen Methoden und das Zeitfenster für Sicherung sowie Wiederherstellung, die Datenbank- und Speichergruppengröße, den aktuell belegten Speicherplatz und den verfügbaren Speicherplatz analysieren. Sie sollten die Leistungsdaten der Speicherlösung sowohl während des Produktions- als auch während des Sicherungsfensters messen.

Es ist auch wichtig, das Postfachprofil zu kennen, zu dem Angaben wie die Größe eines einzelnen Postfachs und die Anzahl von Datenbank-E/A-Vorgängen pro Benutzer gehören. Dies ist ein Faktor für VSS, da Sicherung und Wiederherstellung eine zusätzliche Belastung für das Speichersubsystem darstellen, bei dessen Entwurf Sie sorgfältig vorgehen müssen, um niedrige Wartezeiten sicherzustellen. Informationen über die Schritte zur Definition des Postfachprofils finden Sie unter "Optimizing Storage for Exchange Server 2003".

Außerdem müssen Sie feststellen, ob Sie eine Lösung mit Streamingsicherung oder eine VSS-Sicherungslösung verwenden können. Bei der Streaming-Onlinesicherung wird eine Exchange-Sicherungs-API zur Sicherung von bereitgestellten Datenbanken und Speichergruppen verwendet. Während der Streamingsicherung wird für jede Seite die Prüfsummenintegritätsprüfung durchgeführt. Wenn die Sicherung erfolgreich war, können Sie also davon ausgehen, dass Sie über eine zuverlässige Sicherung verfügen. Die Belastung Ihrer Produktions-LUNs durch die Streaming-E/A-Vorgänge während der Sicherung ist ebenso stark wie bei der Integritätsprüfung einer Schattenkopie, und die Speichersysteminfrastruktur muss eine geeignete Größe haben, damit die Sicherungs- und Wiederherstellungs-SLA eingehalten werden kann. Eine Mischung von Streamingsicherung und VSS auf dem gleichen Server ist nicht möglich, da bei jeder Sicherungsart die Protokolle verkürzt werden. Anschließend ist es nicht mehr möglich, eine Rollforwardwiederherstellung durchzuführen. In einer Umgebung mit Streamingsicherung sind die Aspekte Bandbreite der physischen Datenträger oder des Netzwerks, Isolierung der physischen Datenträger und Bandgeschwindigkeit zu berücksichtigen. Diese Aspekte stellen jeweils Engpässe dar, die es im Allgemeinen verhindern, dass die Sicherung eines Exchange-Servers die Sicherung eines anderen Exchange-Servers beeinträchtigt.

Aufgrund der VSS-Anforderungen für Exchange Server 2003 verarbeiten das Speichersystem und der Speichercontroller grundsätzlich alle sequenziellen E/A-Vorgänge der Sicherung neben den normalen zufälligen E/A-Anforderungen. Daher müssen Sie den Durchsatz während der Sicherung und Wiederherstellung testen. Es ist wichtig, dass Sie wissen, wie viele GB pro Stunde ein Controller während der Synchronisierung bewältigen kann, während er die Produktionslast verarbeiten muss, die Sie während des Sicherungsvorgangs erwarten, damit die SLA eingehalten werden kann.

Definieren neuer SLAs

Wenn Sie mit VSS arbeiten, müssen Sie eine SLA erstellen, die das Sicherungsfenster und die akzeptable Ausfallzeit bei einem Ausfall definiert. Danach richtet sich der Entwurf des Speichersystems. Sie müssen auch in Betracht ziehen, eine SLA für unterschiedliche Szenarios zu erstellen, die Anlass zur Wiederherstellung geben. Bei der Definition Ihrer Sicherungsstrategie müssen Sie die Notwendigkeit kurzer Sicherungs- und Wiederherstellungszeitfenster gegen die damit verknüpften Kosten abwägen. Eine SLA für eine Wiederherstellung in 10 Minuten erfordert z. B. mehr Hardwareleistung und technische Kenntnisse als eine SLA für eine Wiederherstellung in 72 Stunden.

Weitere Informationen über SLAs und die Verfügbarkeitsverwaltung finden Sie unter "Microsoft Solutions for Management: Availability Management". Weitere Informationen über SLAs für Exchange Server 2003 finden Sie im "Exchange Server 2003-Handbuch für hohe Verfügbarkeit".

Legen Sie Folgendes im Rahmen der SLA fest:

Recover Point Objective (RPO)   RPO ist die Datenmenge, deren Verlust Sie tolerieren können. Wenn Sie z. B. keine Datenverluste hinnehmen können, hat RPO den Wert Null (0).

Recovery Time Objective (RTO)   RTO ist die Zeitspanne von einem Ausfall bis zur Wiederaufnahme des Diensts. Um das RTO zu erfüllen, verlangen manche Lösungen nach einem häufigeren Sicherungsfenster, damit die Protokollwiedergabezeit während der Wiederherstellung der Wiederherstellungs-SLA entspricht. Grundsätzlich empfiehlt es sich, das RTO für folgende Elemente festzulegen:

Postfach   Wir empfehlen, integrierte Funktionen wie die Funktion "Gelöschte Objekte wiederherstellen" in Microsoft Office Outlook® 2003 oder Richtlinien für die Aufbewahrungszeit von Objekten in Exchange Server 2003 für die Wiederherstellung eines einzelnen Postfachs oder von Daten innerhalb eines Postfachs zu verwenden. Weitere Informationen über die Funktion "Gelöschte Objekte wiederherstellen" finden Sie unter "Microsoft Office-Unterstützung: Wiederherstellen gelöschter Elemente aus einem beliebigen Ordner". Weitere Informationen über Richtlinien für die Aufbewahrungszeit von Objekten finden Sie unter "HOW TO: Use System Policies to Configure Mailbox Storage Limits in Exchange Server 2003".

Speichergruppe   Um beschädigte Daten oder Datenbanken bzw. Protokolldateidaten in der Speichergruppe wiederherzustellen, müssen Sie die Sicherung verwenden. Darüber hinaus muss Ihre Lösung der festgelegten SLA und dem Wiederherstellungsfenster entsprechen.

Server   Bei einem totalen Serverausfall ist die Wiederherstellung Ihrer VSS-Sicherung auf einem anderen Server eine mögliche Lösung. Einige Speicherhersteller können VSS-Sicherungen wiederherstellen, die asynchron auf einem anderen Standort repliziert wurden. Dazu muss der Anforderer VSS verwenden können, um die Daten auf einem anderen Server wiederherzustellen, der den gleichen Pfad und Hostnamen besitzt.

Standort   Beim Ausfall eines Standorts müssen die Exchange Server-Daten an einem anderen Standort verfügbar sein. Sie können die Replikation verwenden oder die VSS-Sicherungen auf Band kopieren oder beides tun und die Bänder an einem anderen Standort lagern, damit sie zur Wiederherstellung an dem alternativen Standort zur Verfügung stehen.

Definieren einer Replikationsstrategie

Die Definition einer Replikationsstrategie ist ein wichtiger Bestandteil der Implementierung einer VSS-Lösung, da einige Replikationsmethoden die Wartezeiten der Produktions-LUNs beeinflussen und im Hinblick auf die Erfüllung der SLA sorgfältig konzipiert werden müssen. Exchange Server 2003 enthält keinen Replikationsmechanismus auf Anwendungsebene für Postfachdatenbanken. Wir empfehlen den Windows-Clusterdienst für die Serverflexibilität, verweisen jedoch auf die Speicher- und Standortflexibilitätslösungen unserer Speichersystempartner.

Die Replikation wird immer wichtiger, da Unternehmen Messaging immer häufiger nicht mehr nur als "willkommenen Zusatz", sondern als unverzichtbare Anwendung ansehen. Sie können die Replikation auf verschiedene Weise implementieren. Die meisten Lösungen sind allerdings entweder synchron oder asynchron. Weitere Informationen über die Replikationsunterstützung von Exchange Server 2003 finden Sie unter "Deployment Guidelines for Exchange Server Multi-Site Data Replication" und im Microsoft Knowledge Base-Artikel 895847 "Multi-Site Data Replication Support for Exchange 2003 and Exchange 2000".

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Entwerfen der VSS-Lösung

Im Anschluss an die Analyse der aktuellen Infrastruktur und die Definition neuer SLAs müssen Sie eng mit Ihrem Speicherhersteller zusammenarbeiten, um eine Speicherlösung zu entwerfen, die Ihrer SLA entspricht. Geben Sie dem Speicherhersteller genaue Informationen über die Größe und E/A-Leistung der Speichergruppen, über Sicherungs- und Wiederherstellungsfenster, akzeptable Leistungsniveaus während Produktion und Sicherung sowie Angaben zur erwarteten Häufigkeit der Datensicherung. Der Speicherhersteller kann Ihnen anschließend eine Lösung vorschlagen, die Sie auswerten können.

Beim Entwerfen der Speicherinfrastruktur müssen Sie überprüfen, ob die gesamte End-to-End-Lösung von Microsoft qualifiziert wurde und im Windows-Katalog aufgeführt ist. Die Strategie, die Ihre Lösung für die Sicherung Ihrer Daten verwendet, spielt eine große Rolle beim Entwurf des Speichersystems.

RAID-Stufen

Die meisten Speichersysteme werden nach dem Kriterium der Kapazität gekauft. Es ist zwar wichtig, dass für künftiges Wachstum genügend Speicherkapazität zur Verfügung steht, jedoch ist es für den Erfolg Ihrer Speicherlösung auch entscheidend, dass sie genügend E/A-Vorgänge mit niedriger Wartezeit bewältigen kann, um von den Endbenutzern als erfolgreich wahrgenommen zu werden. Das Datenträgersubsystem zeigt eine schlechte Leistung, wenn die mittlere Lese- und Schreibwartezeit größer ist als 20 Millisekunden und Wartezeitspitzenwerte von über 50 Millisekunden nicht nur wenige Sekunden lang zu beobachten sind.

Derzeit platzieren die meisten Exchange Server-Architekten Exchange Server-Datenbanken und Transaktionsprotokolldateien aus Gründen der Leistung und des Datenbankschutzes auf RAID10-LUNs. Sie können die Verwendung anderer RAID-Stufen in Betracht ziehen, wenn die Lösung ausführlich getestet wurde und die SLA eingehalten wird. Nach dem Kauf des Speichersystems versuchen viele Administratoren, jedes verfügbare Byte an Kapazität mithilfe von RAID5 zu nutzen. Sie können RAID5 verwenden, wenn die Anzahl der zugeordneten Spindles eine vertretbare Leistung und Wartezeit gewährleistet. In manchen Fällen ist die Leistung dann besser als bei RAID10. Vielfach führt die richtige Bemessung der Spindleleistung jedoch dazu, dass bei RAID5 mehr physische Laufwerke verwendet werden als bei RAID10. Mit Jetstress, das unter "Testen der VSS-Lösung" erläutert wird, sollten Sie die aktuelle LUN-Konfiguration testen, um sicherzustellen, dass sie unabhängig von der gewählten RAID-Stufe den E/A-Anforderungen von Exchange entspricht. Weitere Informationen über RAID-Stufen finden Sie unter "Optimizing Storage for Exchange Server 2003".

Grundlegender Entwurf

Berücksichtigen Sie beim Entwickeln eines grundlegenden Entwurfs für Ihre VSS-Lösung die folgenden Punkte:

Ist für die Speichergruppen die Umlaufprotokollierung aktiviert?

Wir empfehlen, die Umlaufprotokollierung zu deaktivieren. Wenn die Umlaufprotokollierung aktiviert ist, können Speichergruppen nur bis zu einem bestimmten Zeitpunkt wiederhergestellt werden, was zu Datenverlusten führen kann. Wenn die Umlaufprotokollierung aktiviert ist, sind Wiederherstellungen einzelner Datenbanken nicht möglich, und Sie können für die Protokolle kein Rollforward ausführen. Dies kann sich auf das RPO der SLA auswirken.

Werden Exchange Server-Daten von der VSS-Lösung ausschließlich mithilfe des Exchange-Schreibers gesichert und wiederhergestellt?

Exchange Server 2003 erfordert, dass Exchange Server-Daten ausschließlich vom Exchange-Schreiber gesichert und wiederhergestellt werden.

Clusterentwurf

Berücksichtigen Sie beim Entwickeln eines Clusterentwurfs für Ihre VSS-Lösung die folgenden Punkte:

Wird die Wiederherstellung automatisiert ausgeführt, ist also kein manueller Eingriff erforderlich, um die Abhängigkeit der Clusterressourcen anzupassen?

Wir empfehlen, alle notwendigen Änderungen an der Abhängigkeit der Clusterressourcen vom Anforderer ausführen zu lassen.

Wirkt sich die Wiederherstellung auf die Integrität der Ressourcen des physischen Datenträgers aus?

Für Cluster sollten Sie Exchange Server 2003 mit SP1 sowie einen Anforderer verwenden, der den Clusterwartungsmodus erkennt. In diesem Modus werden Ressourcenausfälle während der Wiederherstellung vermieden, indem die IsAlive- und LooksAlive-Überprüfung vorübergehend deaktiviert wird.

Anbieterentwurf

Berücksichtigen Sie beim Entwickeln eines Anbieterentwurfs für Ihre VSS-Lösung die folgenden Punkte:

Verfügt Ihr Speicherarray über einen VSS-Anbieter mit Snap- oder Klonfunktion oder mit sowohl Snap- als auch Klonfunktion?

Exchange Server 2003 erfordert einen VSS-fähigen Anbieter. Der Anbieter kommuniziert mit dem Speichergerät, um Schattenkopien zu erstellen und zu löschen.

Anfordererentwurf

Berücksichtigen Sie beim Entwickeln eines Anfordererentwurfs für Ihre VSS-Lösung die folgenden Punkte:

Überprüft der Anforderer die Integrität des Sicherungssatzes der Schattenkopie?

Exchange Server 2003 verlangt, dass die Prüfsummenintegritätsprüfung an der Schattenkopie ausgeführt wird, um festzustellen, ob die Sicherung einwandfrei ist. Die Wiederherstellung von Daten, für die keine Prüfsummenintegritätsprüfung durchgeführt wurde, wird nicht unterstützt.

Führt der Anforderer die Prüfsummenintegritätsprüfung an den Datenbanken seriell aus?

Die Prüfsummenintegritätsprüfung sollte seriell ausgeführt werden, wenn alle Datenbanken der Speichergruppe sich auf derselben LUN befinden, damit zu starke Bewegungen des Schreib-/Lesekopfes vermieden werden und der sequenzielle Lesevorgang erhalten bleibt.

Importiert der Anforderer automatisch den aktuellen Klon zur Prüfsummenintegritätsprüfung auf einen Sicherungsserver?

Wir empfehlen, die Prüfsummenintegritätsprüfung mit Eseutil.exe auf einen Sicherungsserver zu übertragen.

Unterstützt der Anforderer Planung und Warteschlangen?

Der Anforderer sollte die gesamte Planung und Warteschlangenverwaltung übernehmen, damit die Speichergruppen seriell gesichert werden. Auf diese Weise werden Konflikte zwischen physischen Datenträgern verhindert und schnelle Sicherungszeiten gewährleistet.

Überprüft der Anforderer die Daten vor der Sicherung auf potenzielle Beschädigung und beendet er die Sicherung, wenn beschädigte Daten gefunden werden?

Einige Anforderer suchen nach Datenbankbeschädigungsereignissen (-1018, -1019, -1022), damit die letzte als funktionierend bekannte Sicherung nicht durch eine beschädigte Datenbank überschrieben wird. Wenn Ihr Anforderer nicht über diese Funktion verfügt, sollten Sie Microsoft Operations Manager (MOM) oder andere Ereignisscanner verwenden oder die Ereignisprotokolle manuell überprüfen, um Beschädigungen zu erkennen.

Signalisiert der Anforderer Fehler und Erfolg mithilfe von Ereignissen?

Der Anforderer sollte Ereignisse verwenden, die mit Skripts und Tools wie MOM überwacht werden können. Diese Ereignisse helfen Ihnen bei der vorausschauenden Überwachung Ihrer Exchange Server-VSS-Lösung.

Hebt der Anforderer mithilfe von CDOEXM die Bereitstellung der Speichergruppe vollständig auf, bevor sie wiederhergestellt wird?

Der Anforderer sollte die Bereitstellung der Speichergruppe vor deren Wiederherstellung aufheben. Andernfalls müssen Sie die Bereitstellung der Speichergruppe manuell aufheben, bevor die Wiederherstellung gestartet wird.

Speichersystementwurf

Berücksichtigen Sie beim Entwickeln eines Speichersystementwurfs für Ihre VSS-Lösung die folgenden Punkte:

Wirkt sich die Wiederherstellung der Speichergruppe der VSS-Lösung auf andere Speichergruppen oder Exchange-Server aus?

Sie sollten die LUN-Konfiguration für Ihr Speichersystem so entwerfen, dass die Wiederherstellung einer Speichergruppe sich nicht auf andere Produktionsspeichergruppen oder Exchange-Server auswirkt. Am sinnvollsten ist es, die physischen Datenträger jeweils auf Speichergruppenbasis zu isolieren und, wo dies nicht möglich ist, die Produktionslast der Lösung zusätzlich zur Wiederherstellungs-E/A-Last zu testen, um so sicherzustellen, dass die Auswirkungen für die Benutzer akzeptabel sind.

Synchronisiert die Lösung während der Wiederherstellung die Schattenkopiedaten aus der Sicherung mit der Produktions-LUN?

Eine Lösung, die die Synchronisierung entweder durch eine Snap- oder eine Klonsicherung unterstützt, muss Daten aus der Schattenkopie auf die ursprüngliche LUN kopieren. Die dafür benötigte Zeit richtet sich nach der Menge der zu kopierenden Daten. Die Wiederherstellungszeit hängt auch von der Anzahl der Protokolldateien ab, die bei einem Hard Recovery-Vorgang für die Datenbank wiedergegeben werden müssen, wenn die Speichergruppe bereitgestellt wird.

Ist die VSS-Lösung mit dem Flexibilitätsplan Ihres Standorts kompatibel?

Exchange Server 2003 verlangt, dass Lösungen, die VSS-Sicherungen an einem separaten Standort replizieren, die Daten am zweiten Standort mithilfe von VSS wiederherstellen. Weitere Informationen über die Replikation finden Sie im "Exchange Server 2003-Handbuch für hohe Verfügbarkeit".

Klonentwurf

Bei einer Klonsicherung werden alle Daten kopiert. Diese Kopie erfordert Ressourcen und nimmt Zeit in Anspruch, die von der Größe der zu kopierenden LUN abhängt. Daher sollten Sie unbedingt die Auswirkungen dieses Verfahrens auf Ihre Produktions-LUNs kennen und wissen, ob Ihr Speicherhersteller Funktionen bereitstellt, mit deren Hilfe Sie diese Auswirkungen minimieren können. In Bezug auf die Geschwindigkeit des Klonens von Daten gilt für Speichercontroller ein individueller Maximalwert. Wenn Sie diese Grenze kennen, können Sie den Gesamtdurchsatz erhöhen, indem Sie Ihre LUNs und Exchange-Server so platzieren, dass die Speichercontroller optimal genutzt werden.

Berücksichtigen Sie beim Entwurf einer VSS-Lösung mit Klonsicherung die folgenden Punkte:

Wird für das Klonziel ein anderer Satz physischer Datenträger verwendet als die Quellproduktions-LUNs?

Für den Klon sollten physische Datenträger verwendet werden, die von den Quellproduktions-LUNs getrennt sind. Wenn für den Klon die gleichen physischen Datenträger verwendet werden, wird die Wartezeit der Produktions-LUNs erheblich durch die Integritätsprüfung beeinträchtigt. Die Sicherung müssen Sie dann für eine Zeit mit geringer Aktivität einplanen, um die Auswirkungen auf die Benutzer zu minimieren.

Wird für das Klonziel, falls es sich hierbei um einen anderen Satz physischer Datenträger handelt, der gleiche RAID-Typ verwendet?

Wenn Sie für die Produktions-LUNs RAID10 und für das Klonziel RAID5 verwenden, kann die Leistung für die Sicherung angemessen sein. Wenn die RAID5-LUN während der Wiederherstellung als neue Produktions-LUN zur Verfügung gestellt wird, müssen Sie beim Entwerfen der Speicherlösung die Auswirkungen des langsameren Speichersystems auf die Leistung berücksichtigen.

Unterstützt der Anforderer mehrere Klonziele?

Die Lösung sollte mindestens zwei Klonziele unterstützen, zwischen denen gewechselt werden kann, um Datenverluste zu verhindern, falls während der Sicherung ein Fehler auftritt. Dies ermöglicht eine schnelle Wiederherstellung der letzten als funktionierend bekannten Sicherung.

Wartet der Anforderer, bis der Klon aufgeteilt oder voll synchronisiert ist, bevor die Prüfsummenintegrität überprüft wird?

Der Anforderer sollte warten, bis der Klon aufgeteilt oder normalisiert ist, bevor die Prüfsummenintegrität überprüft wird. Dies ist notwendig, um die Blockabhängigkeit von den Produktions-LUNs zu vermeiden, und verhindert, dass die Wartezeit der Produktions-LUNs zu hoch wird.

Enthält die Lösung einen Mechanismus zur Wiederherstellung des Klons, wenn die Produktions-LUN-Hardware einen Totalausfall erleidet?

Wenn Sie die Daten auf separaten physischen Datenträgern klonen, ein Datenträger oder System jedoch vollständig ausfällt, müssen Sie in der Lage sein, den Klon wiederherzustellen. Wenn die VSS-Lösung keinen Mechanismus zur Wiederherstellung des Klons enthält, muss Ihre SLA im Falle eines totalen Datenträger- oder Systemausfalls alternative Möglichkeiten zur Wiederherstellung dokumentieren, und Sie müssen diese alternative Methode testen.

Verwendet das Klonziel Nearline-Speicherung?

Datenträgertypen (SATA) mit geringerer Rotationsgeschwindigkeit und längerer Kopfsuchzeit sind nicht optimal für eine zufällige Arbeitslast. Preisgünstige Speichersysteme bieten bei sequenziellen Arbeitslasten oder in Umgebungen mit geringen Produktions-E/A-Arbeitslasten in der Regel angemessene Leistungen. Viele Speichersystemhersteller verwenden SATA- und FATA-Geräte. Diese Geräte funktionieren gut als Sicherungsziele in VSS-Umgebungen mit sequenziellem Datenzugriff bei Sicherung und Wiederherstellung. Sie müssen darauf achten, dass die bei langsameren Speichersystemen für den Prüfsummenvorgang benötigte Zeit Ihrer SLA entspricht. Die Gefahr liegt bei Lösungen, die dem Host diese minderwertigen Speichersysteme während einer Wiederherstellung als Produktions-LUNs darstellen. Lösungen dieser Art müssen entsprechend skaliert werden, damit sie die Produktionslast verarbeiten können.

Tauscht die Lösung den Klon und die Produktions-LUN während einer Wiederherstellung aus?

Eine Lösung, die den LUN-Austausch unterstützt, verwendet in der Regel eine Klonsicherung. Die Wiederherstellung erfolgt sehr schnell, unabhängig von der Datenmenge, indem die Produktions-LUN durch die gesicherte LUN ersetzt wird. Diese Strategie wird auch durch die Anzahl der Protokolldateien beeinflusst, die bei einem Hard Recovery-Vorgang der Datenbank wiedergegeben werden müssen, wenn die Speichergruppe bereitgestellt wird. Überlegungen zu verschiedenen RAID-Arten (RAID10 und RAID5) sind wichtig, wenn eine Wiederherstellung notwendig ist.

Entwurf für eine Snapsicherung

Berücksichtigen Sie beim Entwurf einer VSS-Lösung mit Snapsicherung die folgenden Punkte:

Wird bei der Snapsicherung Speicherplatz im erforderlichen Umfang reserviert?

Die meisten Lösungen beanspruchen die Kapazität entsprechend dem Bedarf und den vorgenommenen Änderungen. Einige Lösungen reservieren bei jeder Snapsicherung die gesamte Produktions-LUN, um darauf vorbereitet zu sein, dass jedes Datenbit geändert wurde. Sie müssen dies bei der Kapazitätsplanung berücksichtigen, falls pro Tag mehrere Snapsicherungen angelegt werden müssen.

Wie wirken sich mehrere Snapsicherungen auf die Leistung aus?

Die Notwendigkeit, mehrere Snapsicherungen gleichzeitig zu verfolgen, kann zusätzlichen Leistungsaufwand zur Folge haben. Es ist wichtig, diese Auswirkung auf die Leistung zu messen, damit Sie die Anzahl der Snapsicherungen festlegen können, die realistischerweise gleichzeitig angelegt werden können. Das Löschen einer Snapsicherung kann sich ebenfalls auf die Leistung auswirken, da Indizes aktualisiert und in einigen Fällen Daten auf den physischen Datenträgern neu organisiert werden müssen, bevor der Speicherplatz im Array neu reserviert werden kann.

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Überprüfen der VSS-Lösung

VSS hat Auswirkungen auf die Infrastruktur des Speichersystems. Nachdem Sie die VSS-Lösung entworfen haben, müssen Sie sie überprüfen, indem Sie diese Auswirkungen messen und sicherstellen, dass die SLA eingehalten wird. Sie müssen mit einem Konzeptnachweis sämtliche Wiederherstellungsszenarios überprüfen, die von der SLA unterstützt werden sollen.

Nachdem Sie die Lösungsanforderungen zusammengefasst haben, müssen Sie die gesamte End-to-End-Lösung einschließlich folgender Details überprüfen:

Die Anzahl der GB pro Stunde, die der Speichercontroller bei der erwarteten Exchange Server-Belastung während des Sicherungsfensters sichern kann

Die Geschwindigkeit, mit der diese Datenbanken wiederhergestellt werden können

Stellen Sie in der Überprüfungsphase fest, ob Ihre Lösung die folgenden Anforderungen erfüllt:

Die Lese- und Schreibwartezeit Ihrer Datenbank-LUNs liegt unter 20 Millisekunden.

Sie können innerhalb des festgelegten Sicherungsfensters eine Sicherung und Prüfsummenintegritätsprüfung durchführen.

Die Wiederherstellung entspricht Ihrer SLA für die Wiederherstellung und beeinträchtigt andere Speichergruppen oder Exchange-Server nicht.

Es ist wichtig, die tatsächliche End-to-End-Lösung in einer Weise zu testen, die deren Bereitstellung in der Produktionsumgebung entspricht. Durch die Tests stellen Sie sicher, dass Ihre Lösung das VSS-Framework verwendet und die Exchange Server 2003-Anforderungen erfüllt. Zugleich erhalten Sie die Gelegenheit, einige der Leistungsauswirkungen der Lösung zu verstehen. Sie müssen die End-to-End-Tests entsprechend Ihrer eigenen SLA entwerfen. Wenn Sie eine Exchange Server 2003-VSS-Lösung bereitstellen, ohne deren Auswirkungen auf die Leistung zu berücksichtigen, kann dies die Leistung beeinträchtigen und Benutzer unzufrieden machen.

Testen Sie auf jeden Fall die folgenden Aspekte:

Die Leistung der Produktions-LUNs während einer Sicherung

Prüfsummenintegrität

Wiederherstellung

Protokollwiedergabe

Replikation

Die Anzahl der Benutzer pro Speichergruppe sollte der für die Bereitstellung erwarteten Anzahl entsprechen.

Sie können die Bereitstellung mithilfe der folgenden Tools testen:

Microsoft Exchange Server 2003 Load Simulator (LoadSim)   LoadSim simuliert die Verwendung von Exchange Server 2003 durch Outlook-MAPI-Benutzer. Mit LoadSim können Sie Benutzer erstellen und Postfächer mit E-Mail initialisieren. Dabei werden Datenbanken erstellt, deren Größe etwa derjenigen in der Produktionsumgebung entspricht. LoadSim erfordert Outlook 2003. Um LoadSim herzunterzuladen, klicken Sie auf "Microsoft Exchange Server 2003 Load Simulator (LoadSim)".

Exchange Server 2003 Jetstress Tool   Jetstress simuliert die Datenträger-E/A-Last, um die Leistung und Stabilität des Speicherarrays zu überprüfen. Das Tool hat eine benutzerfreundliche grafische Oberfläche. Um Jetstress herunterzuladen, klicken Sie auf "Exchange Server 2003 JetStress Tool".

Phase 1 – Burn-In

Das Ziel der ersten Testphase ist das Burn-In der Lösung, um Probleme mit der Konfiguration und Stabilität von VSS sowie des Speichersystems schnell zu erkennen.

Es folgt ein Beispiel für die Ausführung der ersten Testphase:

Führen Sie für jede Datenbank und Protokoll-LUN einen 24-Stunden-Jetstress-Belastungstest aus.

Erstellen Sie mit LoadSim Datenbanken, deren Größe derjenigen des Produktionssystems entspricht, und führen Sie über einen Zeitraum von 48 Stunden alle zwei Stunden eine Sicherung des Servers aus.

Sie sollten das Sicherungsfenster von zwei Stunden dem vorgesehenen Produktionssicherungsfenster anpassen. Verwenden Sie je nach der Konfiguration Ihrer Produktionsumgebung einen eigenständigen Server oder einen Clusterserver.

Phase 2 – Produktionsimulation

Ziel der zweiten Testphase ist es, sicherzustellen, dass Ihre VSS-Lösung Datenbanken in Produktionsgröße und unter Produktionsbelastung innerhalb der in der SLA definierten Sicherungs- und Wiederherstellungsfenster sichern und wiederherstellen kann.

Es folgt ein Beispiel für die Ausführung der zweiten Testphase:

Führen Sie nach einer 8-stündigen Anwendung von LoadSim mithilfe des Profils "MAPI Messaging Benchmark 3 (MMB3)" nächtliche Sicherungen aus.

Führen Sie die Wiederherstellung morgens aus, bevor der nächste LoadSim-Test gestartet wird. Testen Sie auf jeden Fall die Wiederherstellungsfälle, die Sie entsprechend der Definition in Ihrer SLA in der Produktionsumgebung verwenden möchten. Zu den drei häufigsten Wiederherstellungsfällen gehören:

Rollforwardwiederherstellung, wobei die Datenbank(en) wiederhergestellt wird/werden und für die Protokolle ein Rollforward ausgeführt wird

Wiederherstellung bis zu einem bestimmten Zeitpunkt, Wiederherstellen der Protokolle

Vollständige Wiederherstellung, wobei die gesamte Speichergruppe wiederhergestellt werden muss

Überwachen Sie die Auswirkungen der Prüfsummenintegritätsprüfung auf die Leistung. Wenn die Prüfsummenintegritätsprüfung zu einer unakzeptablen Wartezeit führt, stellen Sie zuerst fest, ob ein Engpass vorhanden ist. Speichercontroller, Prozessoren, Cache und Bandbreite zum Speichersystem können jeweils einen Engpass erzeugen. Wenn der Engpass durch die Datenträgerleistung erzeugt wird, ist es unter Umständen am sinnvollsten, physische Spindles hinzuzufügen, um die LUN zu unterstützen. Wenden Sie sich an den Hersteller Ihrer Speicherlösung, um Strategien zur Verbesserung nicht akzeptabler Wartezeiten zu ermitteln.

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Überwachen der VSS-Lösung

Es ist von entscheidender Bedeutung, die Integrität Ihrer Lösung zu überwachen, damit Sie im Voraus Schritte zur Bewältigung des Wachstums ergreifen und Probleme verhindern können, wenn sich Ihre Produktionsumgebung weiterentwickelt, wenn sich z. B. die Benutzerprozesse ändern, Benutzer hinzugefügt oder die Postfächer größer werden. Für die Sicherung und Wiederherstellung müssen Sie folgende Aspekte überwachen:

Änderungen der Wartezeiten

Werden bei Sicherung und Prüfsummenintegritätsprüfung die erwarteten Raten erreicht?

Benachrichtigungen, falls während der Sicherung oder Wiederherstellung Probleme auftreten

Der erste Schritt der Überwachung besteht darin, Ausgangswerte für die gewünschte Leistung festzulegen. Überwachen Sie im weiteren Verlauf die Abweichungen von den festgelegten Ausgangswerten. Weitere Informationen über die Überwachung finden Sie im "Exchange Server 2003-Handbuch für hohe Verfügbarkeit".

Microsoft Operations Manager 2005

Microsoft Operations Manager (MOM) 2005 und das Exchange Management Pack eignen sich sehr gut für die Überwachung der Leistung und Verfügbarkeit von Exchange Server 2003. Das Exchange Management Pack enthält eine Datenbank mit Warnungen sowie Vorschlägen und Links zu Informationen über die Warnungen. Mithilfe des Exchange Management Packs können Sie ohne weiteres Folgendes verfolgen:

Datenbankgröße

Anzahl der Postfächer

Konfiguration

Verfügbarkeit

Clientüberwachung

Analyse des E-Mail-Datenverkehrs

Mit dem Exchange Management Pack können Sie auch Warnungen empfangen, die durch bestimmte Schwellenwerte ausgelöst werden. Um das Exchange Management Pack herunterzuladen, klicken Sie auf "Exchange Server Management Pack Guide for MOM 2005". Informationen über empfohlene Vorgehensweisen zur Überwachung unter Verwendung von MOM 2005 für Exchange Server 2005 finden Sie im "Exchange 2003 Management Pack Configuration Guide". Informationen über die Behandlung von Leistungsproblemen mit Exchange Server 2003 finden Sie unter "Troubleshooting Exchange Server 2003 Performance".

Die Management Packs Ihres Speicherherstellers sind ebenfalls hilfreich. Diese Management Packs können Warnungen ausgeben, wenn die Kapazitäts-, Leistungs- und Fehlertoleranzschwellenwerte des Speichersystems überschritten werden.

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Anhang

Für bestimmte VSS-Lösungen müssen Sie die folgenden Hotfixes anwenden:

Für Windows Server 2003 mit SP1: 891957, 898790

Für Exchange Server 2003 mit SP1: 982514

Um festzustellen, ob Sie diese Hotfixes benötigen, wenden Sie sich an Ihren Speicherhersteller.


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