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EinführungDie WLAN-Technologie (Wireless Local Area Network) ist ein umstrittenes Thema. Unternehmen, die WLANs installiert haben, haben Sicherheitsbedenken. Unternehmen ohne WLANs befürchten Nachteile bei Benutzerproduktivität und Betriebskosten. Es besteht Verwirrung, ob die Sicherheit eines WLAN für die Datenverarbeitung im Unternehmen gewährleistet werden kann. Seitdem Sicherheitsmängel in WLANs der ersten Generation festgestellt wurden, arbeiten Analytiker und Netzwerksicherheitsfirmen daran, diese Probleme zu lösen. Dabei wurden wichtige Beiträge zur Sicherheit von Drahtlossystemen geleistet. Andere Anstrengungen haben zu weiteren Fehlern geführt: Bei einigen Lösungen traten andere Sicherheitslücken auf, andere erfordern teure Spezialhardware oder umgehen die Frage der WLAN-Sicherheit insgesamt, indem sie andere komplexere Sicherheitstechnologien wie VPN (Virtual Private Network) verwenden. Parallel dazu hat das Institute of Electrical and Electronic Engineers (IEEE) zusammen mit anderen Normenaufsichtsbehörden und Konsortien fortlaufend Drahtlos-Sicherheitsstandards neu definiert und verbessert, um WLANs in der Praxis auf Angriffe vorzubereiten. Dank der Anstrengungen von Normenaufsichtsbehörden und führenden Vertretern aus der Industrie schließen sich die Begriffe WLAN und Sicherheit heute nicht mehr aus. WLANs können heute mit großem Vertrauen in ihre Sicherheit installiert und genutzt werden. Diese Dokument stellt zwei WLAN-Sicherheitslösungen von Microsoft® vor und beantwortet die Fragen danach, ob WLANs sicher sein können und wie sie sich am besten absichern lassen. Übersicht über DrahtloslösungenDer Hauptzweck dieses Dokuments besteht darin, Ihnen bei der Entscheidung für die am besten geeignete Methode zur WLAN-Absicherung in Ihrem Unternehmen zu helfen. Dazu behandelt das Dokument die folgenden vier Gebiete:
Microsoft hat zwei auf offenen Standards von Gremien wie des IEEE, der IETF (Internet Engineering Task Force) und der Wi-Fi Alliance basierende WLAN-Lösungen entwickelt. Die Titel der beiden Lösungen lauten Absichern drahtloser Netzwerke - eine Microsoft Windows Server 2003- Zertifikatsdienste-Lösung bzw. Sichern von WLANs mit PEAP und Kennwörtern. Wie bereits aus den Namen ersichtlich, verwendet die erste Lösung öffentliche Schlüsselzertifikate zur Authentifizierung von Benutzern und Computern beim WLAN, die zweite Lösung dagegen einfache Benutzernamen und Kennwörter. In ihrer Grundarchitektur ähneln sich beide Lösungen jedoch stark. Beide basieren auf der Microsoft Windows® Server™ 2003-Infrastruktur sowie Microsoft Windows XP- und Microsoft Pocket PC 2003-Clients. Aus den Namen geht jedoch nicht hervor, dass die Lösungen für unterschiedliche Zielgruppen vorgesehen sind. Die Lösung Absichern drahtloser Netzwerke - eine Microsoft Windows Server 2003- Zertifikatsdienste-Lösung richtet sich in erster Linie an große Unternehmen mit relativ komplexen IT-Umgebungen. Die Lösung Sichern von WLANs mit PEAP und Kennwörtern ist deutlich einfacher und kann problemlos in kleineren Unternehmen installiert werden. Dies soll nicht heißen, dass die Kennwortauthentifizierung nicht in großen Unternehmen angewendet werden kann (oder dass die Zertifikatsauthentifizierung nicht für kleinere Unternehmen geeignet ist). Es zeigt lediglich, in welchem Unternehmenstyp die jeweilige Technologie mit größerer Wahrscheinlichkeit angewendet wird. Die folgende Abbildung zeigt einen einfachen Entscheidungsbaum, mit dessen Hilfe Sie die für Ihr Unternehmen geeignete Lösung auswählen können. Die folgenden drei Hauptoptionen sind verfügbar:
Diese Optionen werden weiter unten in diesem Dokument erläutert, ebenso die Möglichkeit, die Funktionen der beiden zuletzt genannten Optionen in einer Hybridlösung zu verschmelzen. ![]() Abbildung 1: Entscheidungsbaum für WLAN-Lösungen von Microsoft Argument für DrahtlosnetzwerkeDie Anziehungskraft von WLANs für Unternehmen ist verständlich. Die WLAN-Technologie ist in der einen oder anderen Form seit nahezu zehn Jahren im Gespräch, der Durchbruch ließ jedoch bis vor kurzem auf sich warten. Der entscheidende Impuls für den Durchbruch von WLANs war das Zusammentreffen von zuverlässiger, standardisierter und kostengünstiger Technologie auf der einen und dem wachsenden Bedürfnis nach flexibleren Arbeitsweisen und überall vorhandenen Verbindungen auf der anderen Seite. Die schnelle Implementierung dieser Technologie hat allerdings auch ernste Sicherheitsprobleme für die WLANs der ersten Generation offenbart. Dieser Abschnitt behandelt die Vorteile (Funktionalität) und Nachteile (Sicherheit) von WLANs. Vorteile von WLANsDie Vorteile der WLAN-Technologie lassen sich in zwei Kategorien unterteilen: geschäftliche Vorteile und operative Vorteile. Zu den wichtigsten geschäftlichen Vorteilen gehören die verbesserte Mitarbeiterproduktivität, schnellere bzw. effizientere betriebliche Abläufe und ein größeres Potenzial für das Erstellen völlig neuer Geschäftsfunktionen. Operative Vorteile sind zum Beispiel niedrigere Verwaltungskosten und ein geringerer Kapitalaufwand. Geschäftliche HauptvorteileDie geschäftlichen Vorteile von WLANs ergeben sich aus der zunehmenden Flexibilität und Mobilität Ihrer Mitarbeiter. Die Mitarbeiter sind nicht mehr an ihre Schreibtische gebunden und bleiben unabhängig von ihrer Position im Büro mit dem Netzwerk verbunden. Hier einige Beispiele dafür, welche Vorteile sich für Unternehmen aus der zunehmenden Mobilität und Netzwerkflexibilität ergeben.
Die Vorteile unterscheiden sich je nach Unternehmen. Welche Vorteile für Ihr Unternehmen relevant sind, hängt von vielen Faktoren wie der Art Ihres Unternehmens sowie dem Umfang und der räumlichen Verteilung Ihrer Mitarbeiter ab. Operative VorteileDie wichtigsten operativen Vorteile der WLAN-Technologie, d. h. niedrigere Kapital- und Betriebskosten, können wie folgt zusammengefasst werden:
Sicherheitsprobleme in WLANsTrotz all dieser Vorteile beschränken bestimmte Sicherheitsbedenken bezüglich WLANs ihren Einsatz, besonders in Bereichen wie Finanzwesen und in Behörden. Obwohl die Gefahren einer Übertragung von ungeschützten Netzwerkdaten an einen angrenzenden Teilnehmer auf der Hand liegen, verfügen überraschend viele WLAN-Installationen immer noch nicht über Sicherheitsfunktionen. Die meisten Unternehmen haben bestimmte Funktionen drahtloser Sicherheit implementiert, in der Regel jedoch nur einfache Funktionen der ersten Generation, die an heutigen Standards gemessen nur einen unzureichenden Schutz bieten. Als die ersten IEEE 802.11-WLAN-Standards entwickelt wurden, war Sicherheit bei weitem kein so wichtiges Thema wie heute. Ausmaß und Möglichkeiten von Bedrohungen waren deutlich geringer, und die Übernahme der WLAN-Technologie steckte noch in den Kinderschuhen. Vor diesem Hintergrund wurde WEP (Wired Equivalent Privacy), das WLAN-Sicherheitsschema der ersten Generation, veröffentlicht. Bei WEP wurden die erforderlichen Maßnahmen unterschätzt, um die drahtlose Sicherheit "äquivalent" zur drahtgebundenen Sicherheit zu gestalten. Im Gegensatz dazu werden moderne WLAN-Sicherheitsmethoden für den Betrieb in einer feindlichen Umgebung wie der Luft entworfen, wo es keine klaren physischen oder Netzwerkperimeter gibt. Dabei ist es wichtig, zwischen statischer WEP der ersten Generation (die ein gemeinsames Kennwort zum Schutz des Netzwerks verwendet) und Sicherheitsschemas zu unterscheiden, die WEP-Verschlüsselung gekoppelt mit einer strengen Authentifizierung und Verschlüsselungsschlüsselverwaltung verwenden. Beim zuerst genannten Schema handelt es sich um ein vollständiges Sicherheitsschema mit Authentifizierung und Datenschutz, das in diesem Dokument als "statische WEP" bezeichnet wird. Dynamische WEP definiert dagegen nur die Datenverschlüsselungs- und Integritätsmethode, die als Teil von weiter unten im Dokument beschriebenen sichereren Lösungen verwendet wird. In statischer WEP festgestellte Sicherheitsprobleme bedeuten, dass so geschützte WLANs anfällig für verschiedene Formen von Bedrohungen sind. Frei verfügbare "Überwachungs"tools wie Airsnort und WEPCrack machen das Einbrechen in Drahtlosnetzwerke, die mit statischer WEP geschützt werden, zu einer einfachen Aufgabe. Ungesicherte WLANs sind natürlich den gleichen Bedrohungen ausgesetzt, wobei dort weniger Wissen, Zeit und Ressourcen zum Ausführen der Angriffe erforderlich sind. Vor der Betrachtung der Funktionsweise moderner WLAN-Sicherheitslösungen soll auf die wichtigsten Sicherheitsbedrohungen für WLANs eingegangen werden. Diese Bedrohungen werden in der folgenden Tabelle zusammengefasst. Tabelle 1: Sicherheitsbedrohungen für WLANs
Sicherheitsprobleme mit WLANs, vor allem in Bezug auf statische WEP, sind in den Medien ausführlich behandelt worden. Obwohl gute Sicherheitslösungen zur Bekämpfung dieser Bedrohungen existieren, bleiben Unternehmen aller Größen WLANs gegenüber misstrauisch. Viele haben die Bereitstellung von WLANs gestoppt bzw. die Verwendung von WLAN-Technologie insgesamt untersagt. Einige der wichtigsten Faktoren, die zu diesem Misstrauen und dem Irrtum beitragen, dass WLANs zu unsicheren Netzwerken führen, werden nachfolgend genannt:
Effektives Absichern Ihres WLANSeit die oben genannten Sicherheitsprobleme bei WLANs festgestellt wurden, haben führende Netzwerkhersteller, Normenaufsichtsbehörden und Analytiker große Anstrengungen unternommen, um Problemlösungen zu finden. Das Ergebnis sind zahlreiche Strategien zur Verbesserung der WLAN-Sicherheit. Die wichtigsten Alternativen sind:
Diese Strategien werden nach ihrer ungefähren Leistung eingestuft, dabei sind die bestem zuletzt aufgeführt. Die Kriterien sind Sicherheit, Funktionalität und Verwendbarkeit, wobei subjektive Einflüsse eine gewisse Rolle spielen. Die von Microsoft bevorzugte Option ist die zuletzt genannte Alternative: die Verwendung von 802.1X-Authentifizierung und WLAN-Verschlüsselung. Dieser Ansatz wird im folgenden Abschnitt erläutert und anschließend mit der Liste der zuvor identifizierten gefährlichsten Bedrohungen für WLANs verglichen (Tabelle 1). Die wichtigsten Vor- und Nachteile der anderen Ansätze werden im Dokument im Anschluss an diesen Abschnitt erläutert. Schutz des WLAN mit 802.1X-Authentifizierung und DatenverschlüsselungDieser Ansatz ist auf Grund vieler guter Punkte zu empfehlen (vom Titel und der sperrigen Terminologie einmal abgesehen). Vor der Erörterung der Vorteile von Lösungen, die auf diesem Ansatz beruhen, sollten einige Begriffe und die Funktionsweise einer solchen Lösung erläutert werden. Einführung zur WLAN-SicherheitDer Schutz eines WLAN umfasst drei Hauptelemente:
Sie benötigen unter Umständen neben diesen Elementen noch eine Überwachungsfunktion, obwohl die Überwachung in erster Linie der Überprüfung und Verstärkung der anderen drei Elemente dient. Netzwerkauthentifizierung und -autorisierungStatische WEP-Sicherheit basiert auf einem gemeinsamen geheimen Schlüssel oder Kennwort zur Authentifizierung beim WLAN. Jeder, der diesen geheimen Schlüssel besitzt, kann auf das WLAN zugreifen. Der ursprüngliche WEP-Standard sieht keine Methode zum Automatisieren der Aktualisierung bzw. Verteilung dieser Schlüssel vor, daher ist deren regelmäßige Änderung extrem schwierig. Durch kryptografische Fehler in WEP kann ein Angreifer statische WEP-Schlüssel mit einfachen Tools ermitteln. Microsoft und einige andere Hersteller haben ein WLAN-Sicherheits-Framework mit dem 802.1X-Protokoll vorgeschlagen, um eine strengere Authentifizierungs- und Autorisierungsmethode bereitzustellen. 802.1X ist ein IEEE-Standard zur Netzwerkzugriffsauthentifizierung sowie wahlweise zur Verwaltung von Schlüsseln zum Schutz des Datenverkehrs. Das Protokoll wird nicht nur in WLANs verwendet, sondern auch in viele drahtgebundene High-End-LAN-Switches implementiert. Das 802.1X-Protokoll umfasst den Netzwerkbenutzer, ein Netzwerkzugriffsgerät (oder einen Gateway), z. B. einen WAP, und einen Authentifizierungs- und Autorisierungsdienst in Form eines RADIUS-Servers (Remote Authentication Dial-In User Service). Der RADIUS-Server führt die Authentifizierung der Benutzeranmeldeinformationen und die Autorisierung des Benutzerzugriffs auf das WLAN durch. 802.1X verwendet das IETF-Protokoll EAP (Extensible Authentication Protocol) für die Authentifizierungskonversation zwischen Client und RADIUS-Server (mit Weiterleitung durch den WAP). EAP ist ein allgemeines Protokoll zur Authentifizierung, das mehrere auf Kennwörtern, digitalen Zertifikaten oder anderen Typen von Anmeldeinformationen basierte Authentifizierungsmethoden unterstützt. Da EAP nur ein Container für weitere Authentifizierungsmethoden ist, gibt es keine standardmäßige EAP-Methode. Verschiedene EAP-Methoden mit unterschiedlichen Typen von Anmeldeinformationen und Authentifizierungsprotokollen können für verschiedene Anforderungen geeignet sein. Die Anwendung von EAP-Methoden bei der WLAN-Authentifizierung wird in einem Abschnitt weiter unten behandelt. WLAN-Datenschutz802.1X-Authentifizierung und -Netzwerkzugriff sind nur ein Teil der Lösung. Die andere wichtige Komponente ist der Schutz des WLAN-Datenverkehrs. Die weiter oben beschriebenen Probleme bei der WEP-Datenverschlüsselung können abgeschwächt werden, wenn die statische WEP eine Methode zur regelmäßigen automatischen Aktualisierung der Verschlüsselungsschlüssel enthält. Tools zur Entschlüsselung statischer WEP müssen zwischen einer und zehn Millionen mit dem gleichen Schlüssel verschlüsselte Pakete erfassen. Da statische WEP-Schlüssel häufig wochen- oder monatelang nicht geändert werden, können Angreifer diese Datenmenge in der Regel ohne Probleme erfassen. Weil alle Computer in einem WLAN den gleichen statischen Schlüssel verwenden, können Datenübertragungen von allen WLAN-Computern erfasst werden, um den Schlüssel zu ermitteln. Mit einer auf 802.1X basierten Lösung können die Verschlüsselungsschlüssel häufig geändert werden. Als Teil der sicheren Authentifizierung mit 802.1X erstellt die EAP-Methode einen für jeden Client einmaligen Verschlüsselungsschlüssel. Um die weiter oben beschriebenen WEP-Entschlüsselungsangriffe zu verhindern, erzwingt der RADIUS-Server in regelmäßigen Abständen die Erzeugung neuer Verschlüsselungsschlüssel. Dadurch können die WEP-Verschlüsselungsalgorithmen (die in der aktuellsten WLAN-Hardware integriert sind) sicherer verwendet werden. WPA und 802.11iObwohl WEP zusammen mit neuen dynamischen 802.1X-Schlüsseln für die meisten praktischen Zwecke sicher ist, bestehen die folgenden Probleme weiter:
Als Reaktion auf diese Probleme arbeitet das IEEE an einem neuen WLAN-Sicherheitsstandard mit der Bezeichnung 802.11i bzw. RSN (Robust Security Network). Die Wi-Fi Alliance, ein Konsortium der führenden Wi-Fi-Anbieter, hat eine frühe Version von 802.11i übernommen und als Branchenstandard unter WPA (Wi-Fi Protected Access) veröffentlicht. WPA enthält einen großen Teil der Funktionen von 802.11i. Durch die Veröffentlichung von WPA kann die Wi-Fi Alliance die Umsetzung von WPA für alle Geräte mit dem Wi-Fi-Logo gewährleisten und es den Anbietern von Wi-Fi-Netzwerkhardware ermöglichen, eine standardisierte Hochsicherheitsoption vor der Veröffentlichung von 802.11i anzubieten. WPA vereint eine Reihe von Sicherheitsfunktionen, die vielerorts als derzeit sicherste Verfahren für die Absicherung von WLANs gelten. WPA enthält zwei Modi: einen Modus mit 802.1X und RADIUS-Authentifizierung (mit der Bezeichnung WPA) und ein einfacheres Schema für SOHO-Umgebungen mit einem vorinstallierten Schlüssel (mit der Bezeichnung WPA-PSK). WPA verbindet eine robuste Verschlüsselung mit dem strengen Authentifizierungs- und Autorisierungsmechanismus von 802.1X. Der WPA-Datenschutz eliminiert die bekannten Sicherheitslücken von WEP durch folgende Methoden:
Da WPA ähnliche kryptografische Algorithmen wie WEP verwendet, kann es auf vorhandener Hardware mit einem einfachen Firmwareupdate implementiert werden. Der PSK-Modus von WPA ermöglicht auch kleinen Unternehmen und Telearbeitern die Verwendung eines WLAN mit gemeinsamem Schlüssel ohne die Sicherheitslücken von statischer WEP (der vorinstallierte Schlüssel muss allerdings streng genug sein, um einfache Angriffe zum Erraten des Kennworts zu verhindern). Wie bei RADIUS-basiertem WPA und dynamischer WEP werden individuelle Verschlüsselungsschlüssel für jeden Drahtlosclient erzeugt. Der vorinstallierte Schlüssel wird als Authentifizierungsanmeldeinformation verwendet. Wer den Schlüssel besitzt, ist zur WLAN-Nutzung autorisiert und erhält zum Schutz der Daten einen einmaligen Verschlüsselungsschlüssel. 802.11i (RSN) bringt noch höhere Sicherheitsstufen für WLANs, einschließlich besseren Schutz vor DoS-Angriffen, und soll Mitte 2004 veröffentlicht werden. EAP-AuthentifizierungsmethodenEAP unterstützt, wie das Wort "Extensible" (erweiterbar) im Namen impliziert, viele Authentifizierungsmethoden. Diese Methoden können auf verschiedenen Authentifizierungsprotokollen wie Kerberos, TLS (Transport Layer Security) und MS-CHAP (Microsoft-Challenge Handshake Authentication Protocol) basieren, die unterschiedliche Typen von Anmeldeinformationen wie Kennwörter, Zertifikate, einmalig eingegebene Kennworttokens oder biometrische Verfahren nutzen. Obwohl theoretisch alle EAP-Methoden mit 802.1X angewendet werden können, sind nicht alle für die Verwendung mit WLANs geeignet. Die jeweilige Methode muss für eine nicht geschützte Umgebung geeignet sein und Verschlüsselungsschlüssel erzeugen können. Die wichtigsten für WLANs angewendeten EAP-Methoden sind EAP-TLS, PEAP (Protected EAP), TTLS (Tunneled TLS) und LEAP (Lightweight EAP). Davon werden PEAP und EAP-TLS von Microsoft unterstützt. EAP-TLS EAP-TLS ist ein IETF-Standard (RFC 2716) und wird auf Drahtlosclients und RADIUS-Servern unterstützt. Er verwendet öffentliche Schlüsselzertifikate zur Authentifizierung der Drahtlosclients und RADIUS-Server über eine verschlüsselte TLS-Sitzung zwischen beiden. PEAP PEAP ist eine zweistufige Authentifizierungsmethode. In der ersten Stufe wird eine TLS-Sitzung zum Server aufgebaut und dem Client ermöglicht, den Server mittels dessen digitalen Zertifikats zu authentifizieren. Für die zweite Stufe muss eine zweite EAP-Methode innerhalb der PEAP-Sitzung getunnelt werden, um den Client gegenüber dem RADIUS-Server zu authentifizieren. Dadurch kann PEAP eine Vielzahl von Methoden zur Clientauthentifizierung verwenden, einschließlich Kennwörter mit dem MS-CHAP v2-Protokoll (MS-CHAP Version 2) und Zertifikate mit der innerhalb von PEAP getunnelten EAP-TLS. EAP-Typen wie MS-CHAP v2 sind nicht sicher genug, um ohne den PEAP-Schutz angewendet zu werden, da sie für Offline-Wörterbuchangriffe anfällig wären. Die Unterstützung für PEAP ist in der Industrie weit verbreitet, und Microsoft Windows XP SP1 sowie Pocket PC 2003 verfügen über integrierte Unterstützung für PEAP. TTLS TTLS ist ein zweistufiges Protokoll ähnlich wie PEAP, das eine TLS-Sitzung zum Schutz einer getunnelten Clientauthentifizierung verwendet. Neben getunnelten EAP-Methoden kann TTLS auch andere Versionen von Authentifizierungsprotokollen ohne EAP wie beispielsweise CHAP oder MS-CHAP verwenden. Microsoft und Cisco unterstützen TTLS nicht, TTLS-Clients für mehrere Plattformen sind allerdings von anderen Anbietern erhältlich. LEAP LEAP ist eine von Cisco entwickelte firmeneigene EAP-Methode, die Kennwörter zur Authentifizierung von Clients verwendet. LEAP ist zwar eine gängige Methode, sie funktioniert allerdings nur mit Hard- und Software von Cisco und einigen anderen Herstellern. LEAP weist außerdem mehrere veröffentlichte Sicherheitslücken auf wie Anfälligkeit für Offline-Wörterbuchangriffe (bei denen Angreifer die Kennwörter von Benutzern feststellen können) und Man-in-the-Middle-Angriffen. In einer Domänenumgebung kann LEAP nur den Benutzer gegenüber dem WLAN authentifizieren, nicht den Computer. Ohne Computerauthentifizierung können folgende Probleme auftreten: Computergruppenrichtlinien werden nicht ordnungsgemäß ausgeführt, Softwareinstallationseinstellungen, servergespeicherte Profile und Anmeldeskripte können fehlschlagen, und Benutzer können abgelaufene Kennwörter nicht ändern. Einige WLAN-Sicherheitslösungen verwenden 802.1X mit anderen EAP-Methoden. Einige dieser EAP-Methoden wie EAP-MD5 weisen bei der Anwendung in einer WLAN-Umgebung gravierende Sicherheitsprobleme auf und sollten daher nicht eingesetzt werden. Andere unterstützen die Anwendung einmaliger Kennworttokens und anderer Authentifizierungsprotokolle wie Kerberos. Allerdings sind sie auf dem WLAN-Markt bisher kaum vertreten. Vorteile von 802.1X mit WLAN-DatenschutzDie wichtigsten Vorteile einer 802.1X-Lösung sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst:
Mit einer 802.1X-Lösung sind auch einige Nachteile verbunden.
Die Vorteile dieser Lösung überwiegen jedoch diese kleineren Probleme, insbesondere im Vergleich mit den ernsten Mängeln der weiter unten erläuterten alternativen Ansätze. Ausfallsicherheit der 802.1X-Lösung bei SicherheitsbedrohungenDie wichtigsten Sicherheitsbedrohungen für WLANs wurden weiter oben in Tabelle 1 beschrieben. Diese Bedrohungen werden in der folgenden Tabelle in Bezug auf eine auf 802.1X und WLAN-Datenschutz basierende Lösung erneut bewertet. Tabelle 2: Bewertung der Sicherheitsbedrohungen in Bezug auf die vorgeschlagene Lösung
Andere Ansätze zur WLAN-AbsicherungIm vorherigen Abschnitt wurde die 802.1X-Authentifizierung mit WLAN-Datenschutz behandelt. Dieser Abschnitt erläutert die weiter oben, zu Beginn des Abschnitts "Effektives Absichern Ihres WLAN" aufgeführten anderen vier Alternativen zur WLAN-Absicherung. Die vier anderen Ansätze waren:
Die wichtigsten Unterschiede zwischen diesen Ansätzen und einer 802.1X-basierten Lösung sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst (dabei wird auf die Option "Keine WLAN-Technologie verwenden" nicht eingegangen). Die Optionen selbst werden in nachfolgenden Abschnitten ausführlicher behandelt. Tabelle 3: Vergleich von Ansätzen zur WLAN-Absicherung
(1) Viele VPN-Implementierungen mit IPSec-Tunnelmodus nutzen XAuth, ein schwaches Authentifizierungsschema mit gemeinsamem Schlüssel. (2) Computerauthentifizierung bedeutet, dass der Computer auch dann mit WLAN und Unternehmensnetzwerk verbunden bleibt, wenn kein Benutzer auf dem Computer angemeldet ist. Diese Fähigkeit ist erforderlich, damit die folgenden Windows-Domänenfeatures ordnungsgemäß funktionieren:
Alternative 1 – Keine WLAN-Technologie verwendenDie direkteste Art des Umgangs mit WLAN-Sicherheitsbedrohungen ist ihre Vermeidung, indem keine WLANs verwendet werden. Diese Strategie bedeutet nicht nur, auf die weiter oben im Dokument angeführten Vorteile zu verzichten, sondern ist auch nicht frei von Fallen. Unternehmen, die diesen Ansatz wählen, müssen den von der META Group beschriebenen "Price of Postponement" (Kosten des Aufschubs) berücksichtigen. Dabei handelt es sich um mehr als nur Opportunitätskosten. Die Untersuchung der META Group beruht auf einer Analyse der nicht verwalteten Weise, in der die Anwendung drahtgebundener LANs in vielen Unternehmen vor mehr als 10 Jahren zugenommen hatte. In den meisten Fällen mussten die zentralen IT-Abteilungen eingreifen und die LAN-Bereitstellung im Nachhinein steuern. In der Regel war der Aufwand beim Bearbeiten der vielen unabhängigen und häufig nicht kompatiblen Abteilungs-LANs immens. Weitere Informationen finden Sie im Artikel "How Do I Limit My Exposure Against the Wireless LAN Security Threat? The New Realities of Protecting Corporate Information", der von der META Group am 18. Dezember 2002 veröffentlicht wurde. Die gleiche Gefahr ist mit WLANs erneut aufgetaucht, insbesondere in größeren Unternehmen, bei denen physisch oft schwer nachvollzogen werden kann, was an jedem Standort vor sich geht. Nicht verwaltete WLAN-Verwendung durch "Jedermann", ermöglicht durch die äußerst niedrigen Kosten der Komponenten, ist das potenziell ungünstigste Szenario. Hierdurch wird das Unternehmen allen bereits aufgeführten Sicherheitsbedrohungen ausgesetzt, jedoch ohne Wissen der zentralen IT-Gruppe und ohne eine Möglichkeit, Schritte zur Bekämpfung dieser Bedrohungen zu unternehmen. Dies bedeutet, dass, wenn Ihre Strategie in der Nichtübernahme der WLAN-Technologie liegt, Sie diese Strategie auf aktive und nicht auf passive Weise verfolgen müssen. Sie sollten diese Entscheidung durch eine klare, veröffentlichte Richtlinie unterstützen und sicherstellen, dass sich alle Mitarbeiter dieser Richtlinie sowie der Konsequenzen eines Verstoßes dagegen bewusst sind. Möglicherweise entschließen Sie sich auch zur Anschaffung von Prüfungsgeräten und Netzwerkpaketmonitoren, um die Verwendung nicht autorisierter Drahtlosgeräte im Netzwerk aufzudecken. Alternative 2 – 802.11-basierte Basissicherheit verwenden (statische WEP)Die 802.11-Basissicherheit (statische WEP) verwendet einen gemeinsamen Schlüssel zur Steuerung des Netzwerkzugriffs und den gleichen Schlüssel zum Verschlüsseln des Drahtlosverkehrs. Dieses einfache Autorisierungsmodell wird häufig durch das Filtern von Ports basierend auf Hardwareadressen der WLAN-Karte ergänzt. Das Filtern gehört jedoch nicht zur eigentlichen 802.11-Sicherheit. Der Hauptvorteil dieses Ansatzes ist seine Einfachheit. Obwohl dieser Ansatz, verglichen mit einem nicht abgesicherten WLAN, ein gewisses Maß an Sicherheit bietet, entstehen hier doch erhebliche Verwaltungs- und Sicherheitsnachteile, insbesondere für größere Unternehmen. Zu den Nachteilen der Anwendung von WEP gehören:
WEP bietet WLANs einen sehr eingeschränkten Zugriffssteuerungsmechanismus auf Grundlage der WEP-Schlüssel. Wenn Sie den Namen des Netzwerks (was leicht ist) und den WEP-Schlüssel herausfinden, können Sie bereits eine Verbindung mit dem Netzwerk herstellen. Eine Möglichkeit zur Verbesserung dieser Situation besteht darin, die WAPs so zu konfigurieren, dass sie nur eine vordefinierte Reihe von Client-Netzwerkadapteradressen zulassen. Dies wird im Allgemeinen als Filterung der MAC-Adressen (Media Access Control) bezeichnet. Die MAC-Schicht bezieht sich auf die Firmware niedrigerer Ebene des Netzwerkadapters. Die Netzwerkadapteradressen-Filterung für die Zugriffssteuerung weist wiederum folgende Probleme auf:
Lösungen mit vorinstallierten Schlüsseln sind auf Grund der Probleme beim Verwalten von Schlüsselaktualisierungen zwischen mehreren Standorten nur für eine geringe Zahl von Benutzern und WAPs anwendbar. Durch die kryptografischen Fehler mit WEP wird der Nutzen der Lösung selbst in sehr kleinen Umgebungen in Frage gestellt. Der WPA-Modus mit vorinstalliertem Schlüssel bedeutet dagegen eine gute Sicherheitsstufe mit geringem Mehraufwand für die Infrastruktur kleiner Unternehmen. Eine breite Palette von Hardware unterstützt WPA-PSK, und WLAN-Clients können manuell konfiguriert werden. Diese Konfiguration ist für SOHO-Umgebungen optimal geeignet. Alternative 3 – VPNs (Virtual Private Networks)VPNs sind wahrscheinlich die gebräuchlichste Form von Netzwerkverschlüsselung. Viele Personen verlassen sich auf die bewährten und vertrauenswürdigen VPN-Technologien zum Schutz der Vertraulichkeit von über das Internet gesendeten Daten. Als die Sicherheitslücken statischer WEP entdeckt wurden, wurde VPN schnell als die Methode zum Datenschutz für WLANs vorgeschlagen. Dieser Ansatz wurde von Analytikern wie der Gartner Group unterstützt und, wohl kaum überraschend, von Anbietern von VPN-Lösungen nach Kräften gefördert. VPN ist eine ausgezeichnete Lösung zum sicheren Durchqueren eines feindlichen Netzwerks wie des Internets (obwohl die Qualität von VPN-Implementierungen variiert). Allerdings ist es nicht unbedingt die beste Lösung zum Absichern interner WLANs. Für diese Anwendung bietet ein VPN im Vergleich zu 802.1X-Lösungen kaum zusätzliche Sicherheit, stattdessen führt es zu erhöhter Komplexität und höheren Kosten, geringerer Benutzerfreundlichkeit und zum Ausfall wichtiger Funktionen. Hinweis: Dies unterscheidet sich von der Anwendung von VPNs zum Absichern des Datenverkehrs über öffentliche WLAN-Hotspots. Der Schutz der Netzwerkdaten von Benutzern in feindlichen Remotenetzwerken ist eine geeignete Anwendungsoption von VPNs. In diesem Szenario erwarten Benutzer, dass die sichere Verbindung, im Gegensatz zum Unternehmensnetzwerk, tiefer gehend und weniger funktional als eine LAN-Verbindung ist. Zu den Vorteilen des WLAN-Schutzes mit VPNs gehört unter anderem:
Zu den Nachteilen der Anwendung von VPNs statt systemeigener WLAN-Sicherheit gehört:
VPN ist ideal zum Absichern von Datenverkehr in feindlichen Netzwerken geeignet, unabhängig davon, ob der Benutzer die Verbindung über eine Heim-Breitbandverbindung oder von einem Drahtlos-Hotspot herstellt. Allerdings war VPN nie zum Absichern von Netzwerkverkehr in internen Netzwerken vorgesehen. Für die meisten Unternehmen ist VPN in dieser Rolle für den Benutzer zu schwerfällig und funktional einschränkend und für die IT-Abteilung zu aufwändig und komplex in der Verwaltung. In Ausnahmefällen, in denen eine höhere Sicherheit für eine bestimmte Verbindung oder einen Typ von Datenverkehr erforderlich ist, kann diese durch den VPN-Tunnelmodus oder IPSec-Transportmodus zusätzlich zum systemeigenen WLAN-Schutz bereitgestellt werden. Dies ist eine angemessenere Anwendung von Netzwerkressourcen. Alternative 4 – IPSec (Internet Protocol Security)IPSec ermöglicht zwei Netzwerk-Peers die gegenseitige sichere Authentifizierung sowie die Authentifizierung bzw. Verschlüsselung einzelner Netzwerkpakete. IPSec kann entweder zum sicheren Tunnel eines Netzwerks über ein anderes oder einfach zum Schutz von zwischen zwei Computern übertragenen IP-Paketen verwendet werden. Das IPSec-Tunneling wird in der Regel in Clientzugriffsverbindungen oder VPN-Verbindungen zwischen Standorten angewendet. Der IPSec-Tunnelmodus ist eine Form von VPN und funktioniert, indem ein ganzes IP-Paket in ein geschütztes IPSec-Paket platziert wird. Dadurch wird der Kommunikation ein Overhead hinzugefügt, der wie andere VPN-Lösungen zur Kommunikation zwischen Systemen im gleichen Netzwerk eigentlich nicht erforderlich ist. Die Vor- und Nachteile des IPSec-Tunnelmodus wurden in der Erläuterung von VPNs im vorherigen Abschnitt behandelt. Darüber hinaus kann IPSec den End-to-End-Verkehr zwischen zwei Computern (ohne Tunneling) mittels des IPSec-Transportmodus sichern. Wie auch VPN ist IPSec eine ausgezeichnete Lösung für viele Situationen, obwohl IPSec keinen Ersatz für einen systemeigenen WLAN-Schutz darstellt, der auf der Hardwareebene implementiert wird. Zu den Vorteilen des Schutzes mit dem IPSec-Transportmodus gehören:
Die Nachteile der Verwendung von IPSec an Stelle systemeigener WLAN-Sicherheit sind unter anderem:
Wie auch VPN ist IPSec eine ausgezeichnete Lösung für viele Sicherheitsszenarios, obwohl sie keine so gute WLAN-Absicherung wie der systemeigene WLAN-Schutz bietet. Auswahl der richtigen WLAN-OptionenAus der Erläuterung weiter oben geht hervor, dass eine WLAN-Lösung mit 802.1X bei weitem die beste verfügbare Alternative darstellt. Wie jedoch im Abschnitt "Einführung zur WLAN-Sicherheit" dargelegt wurde, müssen Sie bei der Entscheidung für eine 802.1X-Lösung eine der Optionen auswählen, aus denen die Lösung besteht. Die wichtigsten Entscheidungskriterien sind:
Diese beiden Elemente sind voneinander unabhängig. Wie weiter oben in diesem Dokument erläutert wurde, bietet Microsoft zwei Anleitungen für WLAN-Sicherheitslösungen: die eine mit Kennwort- und die andere mit Zertifikatsauthentifizierung. Diese Lösungen funktionieren mit dynamischer WEP oder WPA. Auswählen der richtigen WLAN-SicherheitslösungDas folgende Flussdiagramm fasst die Wahl zwischen den beiden WLAN-Sicherheitslösungen zusammen. Die Ergebnis dieses Entscheidungsbaums hängt von der Größe und den speziellen Sicherheitsanforderungen Ihres Unternehmens ab. Die meisten Unternehmen können diese WLAN-Lösungen von Microsoft ohne Änderungen verwenden. Die meisten kleineren und mittleren Unternehmen wählen beispielsweise die in der Lösungsanleitung Sichern von WLANs mit PEAP und Kennwörtern beschriebene einfachere kennwortbasierte Authentifizierungslösung. Größere Unternehmen dagegen verwenden eher die digitale zertifikatbasierte Lösung Absichern drahtloser Netzwerke - eine Microsoft Windows Server 2003- Zertifikatdienste-Lösung. Obwohl die Lösungen mit Blick auf diese Zielgruppen entwickelt wurde, bieten beide eine gewisse Anwendungsbreite. Sichern von WLANs mit PEAP und Kennwörtern kann von Unternehmen mit weniger als 100 Benutzern bis hin zu mehreren tausend Benutzern eingesetzt werden. Absichern drahtloser Netzwerke - eine Microsoft Windows Server 2003- Zertifikatdienste-Lösung kann in Unternehmen mit einigen hundert oder mehreren zehntausend Benutzern angewendet werden (Unternehmen mit weniger als 500 Benutzern verfügen in der Regel nicht über ausreichend IT-Ressourcen zur Bereitstellung und Verwaltung von Zertifizierungsstellen). Dabei gehen beide Anleitungen nicht direkt auf große Unternehmen ein, die eine kennwortbasierte WLAN-Lösung installieren. Obwohl die technischen Einzelheiten in der Lösung Sichern von WLANs mit PEAP und Kennwörtern auf große und kleine Unternehmen gleichermaßen anwendbar sind, wurden viele der für große Unternehmen erforderlichen Details bei Entwurf, Planung und Betrieb aus Gründen der Einfachheit weggelassen. Dank der Ähnlichkeit der in beiden Lösungen verwendeten Architektur und technischen Komponenten lassen sich Teile der Lösungen relativ leicht mischen und aufeinander abstimmen. Die Lösung Sichern von WLANs mit PEAP und Kennwörtern verfügt über einen Anhang mit Hinweisen dazu, welche Teile aus jeder Lösung relevant sind. Wählen zwischen dynamischer WEP und WPADer WEP-Datenschutz in Kombination mit strenger Authentifizierung und dynamischer Schlüsselaktualisierung durch 802.1X und EAP bietet eine Sicherheitsstufe, die für die meisten Unternehmen mehr als angemessen ist. Allerdings ist der WPA-Standard in dieser Hinsicht verbessert worden und bietet noch höhere Sicherheitsstufen. Die Unterschiede zwischen der Anwendung von WPA und dynamischer WEP in einer der beiden Lösungen sind minimal, und die Migration von einer dynamischen WEP-Umgebung zu einer WPA-Umgebung ist sehr einfach. Zu den wichtigsten Änderungen bei der Migration von dynamischer WEP zu WPA zählen:
WPA sollte, wenn verfügbar, für Sie die erste Wahl sein. Beachten Sie jedoch, ob einer der folgenden Faktoren zu Problemen bei der Anwendung von WPA führen kann:
Wenn Sie zu dem Schluss kommen, WPA noch nicht zu installieren, sollten Sie eine dynamische WEP-Lösung bereitstellen und die Migration zu WPA planen, wenn es die Umstände zulassen. ZusammenfassungDieses Dokument sollte Ihnen die erforderlichen Informationen zum Festlegen Ihrer Strategie für die WLAN-Sicherheit vermitteln. Im ersten Teil des Dokuments wurden die geschäftlichen Vorteile von Drahtlosnetzwerken sowie die Sicherheitsbedrohungen für unzureichend geschützte WLANs erläutert. Der mittlere Abschnitt behandelte die Funktionsweise von auf 802.1X, EAP und strengem Datenschutz basierender WLAN-Sicherheit zur Abwehr dieser Bedrohungen. Darüber hinaus wurden die relativen Vorteile von Alternativen wie VPNs, IPSec und statischer WEP-Sicherheit dargestellt. Der abschließende Abschnitt enthielt eine Anleitung zur Auswahl von WLAN-Sicherheitsoptionen und zur Bestimmung der für Ihr Unternehmen am besten geeigneten WLAN-Sicherheitsoption von Microsoft. QuellenIn diesem Abschnitt finden Sie Verweise auf wichtige Zusatzinformationen und anderes Hintergrundmaterial mit Bezug auf dieses Dokument.
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