Auf dieser SeiteEinführungIn diesem Kapitel erhalten Sie eine ausführliche Beschreibung zur Einrichtung einer auf Zertifikatsdiensten von Microsoft® Windows Server™ 2003 basierenden Infrastruktur öffentlicher Schlüssel (Public Key Infrastructure, PKI). Beschrieben wird die Installation und Konfiguration der Zertifizierungsstellen (Certification Authorities, CAs), die Vorbereitung von Microsoft Active Directory® und Microsoft-Internetinformationsdiensten (IIS), sowie die Konfiguration von Richtlinien für Clientzertifikate. Diese Anleitung soll Ihnen bei der Erstellung der Zertifikatsinfrastruktur helfen, die in den folgenden Kapiteln für den Aufbau einer vollständigen Lösung zur WLAN-Absicherung verwendet wird. In diesem Kapitel erhalten Sie Anweisungen für die Implementierung des PKI-Entwurfs, der in Kapitel 4 unter "Entwerfen der Infrastruktur öffentlicher Schlüssel" beschrieben wird. Hierbei wird jedoch nicht auf die allgemeinen Konzepte von PKI oder Besonderheiten der Microsoft Zertifikatsdienste eingegangen. Dieses Kapitel stellt ein Begleitkapitel zu den entsprechenden PKI-Kapiteln des Planungs- und Betriebshandbuchs (Kapitel 4 bzw. 11) dar. Im Planungshandbuchs werden die Gründe für die Entscheidung zur Implementierung erläutert. Im PKI-Kapitel des Betriebshandbuchs werden die erforderlichen Aufgaben und Prozesse für eine erfolgreiche Wartung einer PKI behandelt. Sofern Sie es nicht bereits getan haben, lesen Sie die entsprechenden Kapitel im Planungshandbuch, bevor Sie die Lektüre dieses Kapitels fortsetzen. Sie sollten sich auch mit den Auswirkungen der Supportanforderungen im Betriebshandbuch vertraut machen, bevor Sie mithilfe der Anweisungen in diesem Kapitel Ihre PKI implementieren. Voraussetzungen für das KapitelDieser Abschnitt enthält Prüflisten, die Ihnen bei der Implementierung der PKI helfen sollen. ("Hilfe" ist hier mehr in einem logistischen als unternehmerischen Sinn gemeint. Die Unternehmensmotivation zur Implementierung dieser Lösung wird in den ersten Kapiteln des Planungshandbuchs behandelt.) Vorausgesetzte KenntnisseSie sollten mit den Konzepten von PKI und insbesondere mit Microsoft-Zertifikatsdiensten vertraut sein. Vertrautheit mit Windows 2000 Server oder Windows Server 2003 wird in den folgenden Bereichen ebenfalls vorausgesetzt: | • | Installation des Betriebssystems Microsoft Windows® . | | • | Active Directory-Konzepte (einschließlich Struktur und Tools von Active Directory; Änderungen an Benutzern, Gruppen und anderen Active Directory-Objekten; Verwendung der Gruppenrichtlinien). | | • | Windows-Systemsicherheit; Sicherheitskonzepte, z. B. Benutzer, Gruppen, Überwachung, Zugriffssteuerungslisten (Access Control Lists, ACLs); Verwendung von Sicherheitsvorlagen; Anwendung von Sicherheitsvorlagen mithilfe von Gruppenrichtlinien bzw. Befehlszeilenprogrammen. | | • | Verwaltung von IIS | | • | Auch Erfahrungen mit Windows Scripting Host und Kenntnisse in Microsoft Visual Basic® Scripting Edition (VBScript) können zur optimalen Nutzung der angegebenen Skripts hilfreich sein, sind aber nicht unbedingt erforderlich. |
Bevor Sie mit diesem Kapitel fortfahren, sollten Sie das Planungshandbuch lesen und sich ausführlich mit der Architektur und Gestaltung dieser Lösung auseinandersetzen. OrganisationsvoraussetzungenSprechen Sie sich mit anderen Mitgliedern Ihrer Organisation ab, die in die Umsetzung dieser Lösung einbezogen werden sollten, z. B.: | • | Geschäftssponsoren | | • | Sicherheits- und Überwachungspersonal | | • | Für Active Directory zuständiges Engineering-, Verwaltungs- und Betriebspersonal | | • | Für DNS (Domain Name System), Webserver und Netzwerk zuständiges Engineering-Personal | | • | Verwaltungs- und Betriebspersonal |
Grundvoraussetzungen der IT-InfrastrukturIn diesem Kapitel gelten folgende Annahmen bezüglich der bestehenden IT-Infrastruktur: | • | Es wird eine Active Directory-Domäneninfrastruktur unter Windows 2000 oder Windows Server 2003 bereitgestellt. Alle Benutzer der Zertifikatdienste in dieser Lösung sollten Mitglieder einer Domäne innerhalb derselben Active Directory-Gesamtstruktur sein. Hinweise: Die Verwendung der Windows Server 2003-Zertifikatsdienste und des entsprechenden Internetauthentifizierungsdienst (Internet Authentication Service, IAS: Microsoft-Implementierung eines RADIUS-Servers) zusammen mit Windows 2000 Active Directory wird zwar vollständig unterstützt, diese Lösung wurde jedoch in dieser Konfiguration noch nicht getestet. Die Lösung wurde lediglich mit Windows 2003 Active Directory getestet. Anweisungen zur Verwendung von Windows 2000 Active Directory finden Sie in diesem Handbuch. Es ist zwar möglich, diese Lösung in mehreren Gesamtstrukturen und mit geringfügigen Änderungen anzuwenden, aber diese Fälle werden hier nicht behandelt. Weitere Informationen zur Bereitstellung mehrerer Gesamtstrukturen finden Sie im Abschnitt "Weitere Informationen" am Ende dieses Kapitels. Diese Lösung enthält keine Anweisungen zur Integration in eine vorhandene PKI. Eine Bereitstellung mit einer vorhandenen PKI wird jedoch nicht ausgeschlossen. | | • | Serverhardware, auf der die Windows Server 2003-Zertifikatdienste ausgeführt werden können. Im Rahmen dieser Anleitung finden Sie auch einen Konfigurationsvorschlag. | | • | Diese Lösung sollte nicht in eine vorhandene PKI integriert werden. Eine Bereitstellung mit einer vorhandenen PKI wird jedoch nicht ausgeschlossen. | | • | Lizenzen, Installationsmedien und Produktschlüssel für Windows Server 2003 Standard Edition und Enterprise Edition stehen zur Verfügung. |
KapitelüberblickDie folgende Abbildung zeigt den in diesem Kapitel beschriebenen PKI-Erstellungsvorgang.  Abbildung 7.1: Diagramm des PKI-Erstellungsvorgangs Diese Schritte spiegeln sich im Aufbau des Kapitels wieder und werden in der folgenden Liste beschrieben. Jeder Schritt besteht aus Installations- und Konfigurationsaufgaben. Zu jedem Schritt stehen Überprüfungsverfahren zur Verfügung, so dass Sie alle getätigten Aktionen auf ihre Funktionsfähigkeit prüfen können, bevor Sie mit dem nächsten Schritt fortfahren. | • | Planungstabelle Zertifikatsdienste. Dieser Abschnitt beschreibt die Konfigurationsinformationen, die in diesem Kapitel verwendet werden, um die Zertifikatsdienste zu installieren und zu konfigurieren. Er enthält eine Tabelle mit Informationen, die Sie benötigen, bevor Sie fortfahren können. | | • | Einrichten der Server. Dieser Abschnitt beschreibt die Auswahl und Konfiguration der Hardware, die Installation von Windows Server 2003 und zusätzlicher Komponenten, zum Beispiel IIS. | | • | Vorbereiten von Active Directory für die PKI. Dieser Abschnitt beschreibt Voraussetzungen für die Active Directory-Gesamtstruktur und die Domäne, in denen die PKI bereitgestellt werden soll. Außerdem werden wichtige Schritte zur Vorbereitung angesprochen. Überdies wird die Erstellung von Sicherheitsgruppen und Benutzern zur Verwaltung erläutert, sowie die Einrichtung von Berechtigungen zur Delegation von Verwaltungsaufgaben. | | • | Absichern von Windows Server 2003 für die Zertifikatsdienste In diesem Abschnitt wird die Implementierung der Absicherung auf Betriebssystemebene durch die Verwendung von Sicherheitsvorlagen behandelt. Die verwendeten Vorlagen sind dem Windows Server 2003-Sicherheitshandbuch entnommen. Im Abschnitt "Weitere Informationen" am Ende dieses Kapitels erfahren Sie, wie Sie dieses Handbuch erhalten. | | • | Weitere Windows-Konfigurationsaufgaben Dieser Abschnitt enthält einige weitere allgemeine Aufgaben, mit denen die Grundinstallation der Server abgeschlossen wird. | | • | Installieren und Konfigurieren der Stammzertifizierungsstelle Dieser Abschnitt beschreibt Vorbereitungsschritte, Softwareinstallation und Konfiguration der Zertifikatsdienste und enthält die Definition von administrativen Rollen für den Server. Abschließend wird das Zertifikat der Offline-Stamm-CA und die Zertifikatssperrliste (Certificate Revocation List, CRL) in Active Directory und auf dem Webserver veröffentlicht. | | • | Installieren und Konfigurieren der ausstellenden Zertifizierungsstelle Dieser Abschnitt behandelt ähnliche Schritte wie der Abschnitt für die Stamm-CA. Überdies aber auch den Erhalt eines CA-Zertifikates von der Stamm-CA. Mit dem letzten Schritt wird bestätigt, dass Sie Zertifikate von der ausstellenden CA registrieren können. | | • | Konfigurationsschritte nach Beendigung der Einrichtung Dieser Abschnitt erläutert die Konfiguration der Standardzertifikatstypen, die von der ausstellenden CA ausgegeben werden, das Festlegen von Berechtigungen für eine Mehrfachdomänen-Gesamtstruktur und die Durchführung einer Sicherung, bevor die CAs in die Produktionsumgebung bereitgestellt werden. | | • | Clientkonfiguration Dieser Abschnitt beschreibt, wie die automatische Registrierung für alle Benutzer und Computer in der Domäne ermöglicht wird und wie Vertrauensrichtlinien für Stammzertifikate konfiguriert werden. |
Planungstabelle ZertifikatsdiensteDie folgenden Tabellen enthalten alle PKI-Konfigurationsparameter, die in dieser Lösung verwendet werden. Verwenden Sie diese als Checklisten für Ihre Planungsentscheidungen. Viele der Parameter in diesen Tabellen werden als Teil der in diesem Kapitel beschriebenen Verfahren manuell gesetzt. Andere Parameter werden entweder durch ein Skript gesetzt, das als Teil eines der Verfahren ausgeführt wird, oder der Parameter wird von einem Skript referenziert, um andere Konfigurations- oder Betriebsschritte zu vervollständigen. Der Name des Skripts wird in solchen Fällen in der Tabelle angegeben. Hinweis: Die in diesem Kapitel verwendeten Skripts werden ausführlich im Anhang A und in der Datei ToolsReadme.txt beschrieben, die den Skripts beiliegt. Benutzerdefinierte KonfigurationseinstellungenDie folgende Tabelle bietet eine Übersicht über organisationsspezifische Parameter der fiktiven Woodgrove Bank. Stellen Sie hierbei sicher, dass Sie in Ihrer Organisation bei sämtlichen Optionen gleichwertige Einstellungen gesammelt oder festgelegt haben, bevor Sie mit der Einrichtung beginnen. Die hier angegebenen, fiktiven Daten werden in den Beispielbefehlen im gesamten Kapitel verwendet. Sie müssen sie durch Werte ersetzen, die für Ihre eigene Organisation zutreffen. Die Stellen, an denen Sie stattdessen Ihre eigenen Werte einsetzen müssen, werden kursiv dargestellt. Tabelle 7.1: Benutzerdefinierte Konfigurationseinstellungen DNS-Name der Stammdomäne der Active Directory-Gesamtstruktur | woodgrovebank.com | | DN (Distinguished Name, definierter Name) des Stamms der Gesamtstruktur | DC=woodgrovebank,DC=com | Pkiparams.vbs | NetBIOS-Name (Network Basic Input/Output System) der Domäne | WOODGROVEBANK | | NetBIOS-Name der Arbeitsgruppe der Stamm-CA | WGB-Root | | Servername der Stamm-CA | HQ-CA-01 | | Servername der ausstellenden CA | HQ-CA-02 | | X.500-CN (Definierter Name) der Stamm-CA | WoodGrove Bank Root CA | | X.500-CN der ausstellenden CA | WoodGrove Bank Issuing CA 1 | | Vollqualifizierter Hostname des Webservers, der CA-Zertifikate und Sperrinformationen veröffentlicht | www.woodgrovebank.com | Pkiparams.vbs |
Durch die Lösung vorgegebene KonfigurationseinstellungenDie Einstellungen in der folgenden Tabelle müssen für Ihre Installation nicht geändert werden, es sei denn, Sie möchten aus einem bestimmten Grund eine Einstellung verwenden, die von der Lösung abweicht. Änderungen in den hier vorgegebenen Entwurfsparametern sind vollkommen akzeptabel, sofern Sie sich bewusst sind, dass Sie damit von der getesteten Lösung abweichen. Wenn Sie eine Einstellung ändern, müssen Sie sich über die Auswirkungen im Klaren sein, die dies auf mögliche Abhängigkeiten haben kann, bevor Sie Werte hier und in den Konfigurationsverfahren oder in den angegebenen Skripts ändern. Tabelle 7.2: Durch die Lösung vorgegebene Konfigurationseinstellungen Administrators der Konfigurationscontainer für die PKI | Enterprise PKI Admins | ca_setup.wsf | Administrative Gruppe, die zur Veröffentlichung von Zertifikatssperrlisten (certificat revocation lists, CRLs) und CA-Zertifikaten berechtigt ist. | Enterprise PKI Publishers | ca_setup.wsf | Administrative Gruppe, die die CAs konfiguriert und wartet; sie steuert ebenfalls das Zuweisen aller anderen CA-Rollen und Erneuern der CA-Zertifikate. | CA Admins | ca_setup.wsf | Administrative Gruppe, die Zertifikatsregistrierungen und Sperranforderungen bestätigt. Dies ist eine der höchstrangigen Rollen. | Certificate Managers | ca_setup.wsf | Administrative Gruppe zur Verwaltung der CA-Überwachung und Sicherheitsprotokolle | CA Auditors | ca_setup.wsf | Administrative Gruppe, die CA-Sicherungen verwaltet | CA Backup Operators | ca_setup.wsf | Name des virtuellen IIS-Verzeichnisses, das zur Veröffentlichung von CA-Zertifikaten und CRL-Informationen verwendet wird. | pki | Pkiparams.vbs | Physikalischer Pfad auf der ausstellenden CA für das virtuelle IIS-Verzeichnis. | C:\CAWWWPub | Pkiparams.vbs | Laufwerk und Pfad zur Speicherung von Zertifikatsdienste-Anforderungsdateien | C:\CAConfig | Pkiparams.vbs | Laufwerk und Pfad zur Speicherung von Zertifikatsdienste-Datenbankprotokollen | %windir%\System32\CertLog | | Länge des Stamm-CA-Schlüssels (siehe hierzu den Hinweis am Ende der Tabelle) | 4096 | | Gültigkeitsdauer des Stamm-CA-Zertifikats | 16 | Pkiparams.vbs | Einheit für den zuvor verwendeten Wert | Jahre | Pkiparams.vbs | Maximale Gültigkeitsdauer für Zertifikate, die von der Stamm-CA ausgestellt werden | 8 | Pkiparams.vbs | Einheit für den zuvor verwendeten Wert | Jahre | Pkiparams.vbs | CRL-Veröffentlichungsintervall für Stamm-CA | 6 | Pkiparams.vbs | Einheit für den zuvor verwendeten Wert | Monate | Pkiparams.vbs | CRL-Überlappungszeitraum (Zeit zwischen Veröffentlichung einer neuen CRL und Ablauf der alten CRL) | 10 | Pkiparams.vbs | Einheit für den zuvor verwendeten Wert | Tage | Pkiparams.vbs | Delta-CRL-Veröffentlichungszeitraum für Stamm-CA (0 = Delta-CRLs deaktivieren) | 0 | Pkiparams.vbs | Einheit für den zuvor verwendeten Wert | Stunden | | Laufwerk und Pfad zur Speicherung der Zertifikatsdienste-Datenbank | D:\CertLog | | Länge des Schlüssels der ausstellenden CA | 2048 | | Gültigkeitsdauer der Zertifikate der ausstellenden CA | 8 | Pkiparams.vbs | Einheit für den zuvor verwendeten Wert | Jahre | Pkiparams.vbs | Maximale Gültigkeitsdauer für Zertifikate, die von der ausstellenden CA ausgestellt werden | 4 | Pkiparams.vbs | Einheit für den zuvor verwendeten Wert | Jahre | Pkiparams.vbs | CRL-Veröffentlichungsintervall der ausstellenden CA | 7 | Pkiparams.vbs | Einheit für den vorstehenden Wert | Tage | Pkiparams.vbs | CRL-Überlappungszeitraum (Zeit zwischen Veröffentlichung einer neuen CRL und Ablauf der alten CRL) | 4 | Pkiparams.vbs | Einheit für den vorstehenden Wert | Tage | Pkiparams.vbs | Delta-CRL-Veröffentlichungszeitraum für ausstellende CA (0 = Delta-CRLs deaktivieren) | 1 | Pkiparams.vbs | Einheit für den zuvor verwendeten Wert | Tage | Pkiparams.vbs | Delta-CRL-Überlappungszeitraum (Zeit zwischen Veröffentlichung einer neuen Delta-CRL und Ablauf der alten Delta-CRL) | 1 | Pkiparams.vbs | Einheit für den zuvor verwendeten Wert | Tage | Pkiparams.vbs | Pfad zu den Installationsskripts | C:\MSSScripts | |
Wichtig: Die Verwendung von Schlüssellängen von 4.096-Bit kann Kompatibilitätsprobleme verursachen, wenn die Zertifikate an bestimmte Geräte verteilt oder von diesen verwendet werden (beispielsweise bestimmte Router) bzw. ältere Software anderer Anbieter eingesetzt wird, da diese Schlüssel nur bis zu einer bestimmten Größe verarbeiten können. Sie sollten Ihre Anwendungen darauf überprüfen, ob diese mit einer solchen Schlüssellänge arbeiten können, bevor Sie Ihre PKI bereitstellen. Wenn die Schlüssellänge ein Problem darstellt, reduzieren Sie die Schlüssellänge der Stamm-CA auf 2.048 Bit. Sie müssen das während der Installation der Stamm-CA in der Datei CAPolicy.inf angeben (siehe Abschnitt "Installieren und Konfigurieren der Stammzertifizierungsstelle"). Einrichten Ihres ServersIn diesem Abschnitt werden die grundlegenden Schritte beschrieben, mit denen die Serverhardware vorbereitet und das Betriebssystem installiert werden. Es werden zwei Server benötigt: einer als Stamm-CA und ein weiterer als ausstellende CA. Wichtig: Bevor Sie mit der Einrichtung Ihrer CAs beginnen, sollten Sie den Abschnitt "Sicherheitsverwaltung der Zertifizierungsstellen" in Kapitel 4 ("Entwerfen der Infrastruktur öffentlicher Schlüssel") lesen. Diese Anweisungen können sich auf die für das Einrichten Ihrer Server verwendete Sicherheitsumgebung auswirken. Auswählen und Konfigurieren der ServerhardwareDie folgenden Unterabschnitte skizzieren die wesentlichen Serverspezifikationen für beide CA-Rollen. In Kapitel 4 ("Entwerfen der Infrastruktur öffentlicher Schlüssel") werden einige der Schlüsselkriterien für die Hardwareauswahl genauer untersucht. Hardware des Stammzertifizierungsstellen-ServersIn der folgenden Tabelle finden Sie basierend auf den Empfehlungen für Windows Server 2003 die empfohlenen Hardwarespezifikationen für die Stamm-CA. Wenn Sie aber über Hardware verfügen, die die im Planungshandbuch aufgeführten Kriterien erfüllt, aber aus Leistungsgründen aussortiert wurde, können Sie diese verwenden und müssen keine neue Hardware erwerben. Tabelle 7.3: Hardwareempfehlungen für Stamm-CA-Server CPU | Einzelne CPU mit 733 MHz oder besser | Arbeitsspeicher | 256 MB | Netzwerkkarten | keine (oder deaktiviert) | Plattenspeicher | IDE- oder SCSI-RAID-Controller (IDE = integrated device electronics; SCSI = small computer system interface; RAID = redundant array of independent disks) 2 x 18 GB (SCSI) oder 2 x 20 GB (IDE) als RAID 1-Laufwerk (Laufwerk C) Lokales Wechselmedium (CD-RW oder Band für die Sicherung) 1,44-MB-Laufwerk für Datentransfer |
Hardware für die ausstellende ZertifizierungsstelleDie Leistungsanforderungen für eine ausstellende CA sind relativ gering, da sie im Vergleich zu anderen Servertypen normalerweise nur wenige Aufgaben erfüllt. Hier gelten dieselben Qualitäts- und Zuverlässigkeitskriterien wie bei der Hardwareauswahl für den Stamm-CA-Server. Kleinere Abweichungen von der Stamm-CA-Spezifikation gibt es beim Netzwerk und beim Plattenspeicher. Diese Abweichungen werden in der folgenden Tabelle dargestellt. Tabelle 7.4: Hardwareempfehlungen für ausstellende CA-Server CPU | Einzelne CPU mit 733 MHz oder besser | Arbeitsspeicher | 256 MB | Netzwerkkarten | 2 einzelne Netzwerkkarten zur Ausfallsicherung | Plattenspeicher | IDE- oder SCSI-RAID-Controller 2 x 18 GB (SCSI) oder 2 x 20-GB (IDE) RAID 1-Laufwerke (Laufwerk C und D) Lokales Wechselmedium (CD-RW oder Band für die Sicherung), wenn keine Sicherungsmöglichkeit über das Netzwerk besteht 1,44-MB-Laufwerk für Datentransfer |
Wichtig: Die in dieser Tabelle angegebene Serverspezifikation ist auf eine Gruppe von ca. 5.000 Benutzern ausgelegt. Wenn Ihr System eine höhere Benutzerzahl aufweist, sollten Sie die Laufwerkkapazität für das zweite Laufwerk sowie den installierten Speicher verdoppeln. Rechnen Sie für die benötigte Laufwerkkapazität mit ca. 2 GB pro 1.000 Benutzer. Richtlinien zur Laufwerkverwendung finden Sie unter "Bestimmen der Speicher- und Sicherungsvoraussetzungen einer ausstellenden Zertifizierungsstelle" in Kapitel 11 ("Verwalten der Infrastruktur öffentlicher Schlüssel"). Vorbereiten der HardwareFühren Sie alle von Ihrem Hardwarelieferanten empfohlenen Hardwarekonfigurationsschritte durch. Möglicherweise müssen Sie für diese Konfigurationen die neuesten BIOS- und Firmware-Updates einspielen. Erstellen Sie mithilfe der zu Ihrer Hardware gehörenden Plattenverwaltungssoftware die RAID 1-Laufwerke wie in der obenstehenden Tabelle beschrieben (ein Laufwerk für die Stamm-CA, zwei für die ausstellende CA). Vorbereiten des Stammzertifizierungs-ServersDie Aufgaben in diesem Abschnitt beschreiben die Installation von Windows auf dem Server, der als Stamm-CA verwendet wird. Installieren von Windows Server 2003 Standard EditionViele Organisationen setzen mittlerweile automatisierte Serverinstallationsverfahren ein. Wenn die in diesem Abschnitt beschriebenen Parameter in das automatische Einrichtungsverfahren eingefügt werden können, können sie auch zur Servereinrichtung eingesetzt werden. Es gibt dabei eine Ausnahme: Wenn die Einrichtung von einer Netzwerkverbindung abhängt, sollten Sie zumindest für den Stamm-CA-Server eine manuelle Einrichtung ernsthaft in Betracht ziehen. Die Sicherheitsgarantie für eine Offline-CA hängt entscheidend von dem Umstand ab, dass keine Verbindung zu einem Netzwerk besteht oder jemals bestand. So werden die Möglichkeiten einer Gefährdung des Computers durch externe Angriffe drastisch eingeschränkt (da der Angreifer in diesem Fall in irgendeiner Form physischen Zugriff auf den Server haben müsste). So installieren Sie Windows Server 2003 1. | Starten Sie das System mit der Windows Server 2003 Standard Edition-CD im CD-ROM-Laufwerk. Stellen Sie sicher, dass die CD-ROM als bootfähiges Gerät im BIOS des Servers eingestellt ist. | 2. | Erstellen Sie eine Partition auf dem ersten Laufwerk, formatieren Sie es mit NTFS, und wählen Sie die Option zum Installieren von Windows auf dieser Partition aus. | 3. | Wählen Sie die zutreffenden Regionaleinstellungen aus. | 4. | Geben Sie die für die Windows-Registrierung erforderlichen Namens- und Firmeninformationen ein. | 5. | Geben Sie ein starkes Kennwort für das lokale Administratorenkonto ein (mindestens 10 Zeichen Länge sowie mit Groß- und Kleinschreibung, alphanumerischen Zeichen und Interpunktionszeichen). | 6. | Geben Sie den Computernamen ein, wenn Sie dazu aufgefordert werden, z. B. HQ-CA-01 (ersetzen Sie diesen Wert durch den Namen Ihres Computers). Wichtig: Obwohl die Stamm-CA offline sein wird, muss der Name in der Organisation trotzdem eindeutig sein. | 7. | Fügen Sie den Server zu einer Arbeitsgruppe hinzu. Geben Sie den Namen der Arbeitsgruppe ein, z. B. WGB-Root (ersetzen Sie diesen Wert durch einen Namen Ihrer Wahl). | 8. | Installieren Sie keine optionalen Komponenten. Der Server wird am Ende des Setups neu gestartet. Fahren Sie mit den folgenden Schritten fort: | 9. | Installieren Sie die aktuellen Windows Service Packs (zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Dokumentes war Windows Server 2003 gerade neu veröffentlicht; daher waren noch keine Service Packs verfügbar) sowie alle empfohlenen Sicherheitsupdates. (Verwenden Sie ein Tool wie den Microsoft Baseline Security Analyzer, um die empfohlenen Updates abzurufen.) Außerdem sollten Sie alle weiteren funktionalen (nicht sicherheitsbezogenen) Updates installieren, die von Microsoft empfohlen wurden oder aufgrund Ihrer eigenen Tests erforderlich sind. | 10. | Aktivieren Sie diese Windows-Installation. Die Aktivierung muss offline vorgenommen werden, da der Server zu keinem Zeitpunkt mit einem Netzwerk verbunden sein darf. |
NetzwerkeinstellungenDie Stamm-CA ist nicht mit dem Netzwerk verbunden. Sie sollten mithilfe der Netzwerkverbindungen in der Systemsteuerung alle Netzwerkschnittstellen deaktivieren, damit über das Netzwerk kein Zugriff auf die Stamm-CA möglich ist, wenn der Server versehentlich angeschlossen wird. Überprüfen der InstallationSie sollten sicherstellen, dass die Betriebssysteminstallation erfolgreich beendet wurde und die konfigurierten Parameter Ihren Erwartungen entsprechen. So überprüfen Sie die aktuelle Systemkonfiguration 1. | Führen Sie an der Eingabeaufforderung das Programm systeminfo aus. | 2. | Überprüfen Sie die folgenden Informationen der Systeminfo-Ausgabe; andere Details der Ausgabe sind zur Übersichtlichkeit entfernt worden ("..."): Hostname: HQ-CA-01 Betriebssystemname: Microsoft® Windows® Server 2003, Standard Edition ... Betriebssystemkonfiguration: Eigenständiger Server Registrierter Benutzer: IhrBenutzerName Registrierte Organisation: IhreOrganisation ... Windows-Verzeichnis: C:\WINDOWS Systemverzeichnis: C:\WINDOWS\System32 Startgerät: \Device\HarddiskVolume1 Systemgebietsschema: IhrSystemgebietsschema Eingabegebietsschema: IhrEingabegebietsschema Zeitzone: IhreZeitzone ... Domäne: WGB-Root Anmeldeserver: \\HQ-CA-01 Hotfix(e): X Hotfix(e) installiert. [01]: Qxxxxxx ... [nn]: Qnnnnnn Netzwerkkarte(n): Nicht verfügbar | 3. | Sollten diese Einstellungen nicht Ihren Erwartungen entsprechen, müssen Sie den Server entweder mithilfe der Systemsteuerung richtig konfigurieren oder die Installation wiederholen. |
Vorbereiten des ausstellenden Zertifizierungsstellen-ServersDie folgenden Schritte beschreiben die Installation von Windows Server 2003 auf dem Server, der als ausstellende CA verwendet wird. Installieren von Windows Server 2003 Enterprise EditionFühren Sie die gleichen Schritte wie bei der Einrichtung des Stamm-CA-Servers durch, mit Ausnahme der im Folgenden beschriebenen Unterschiede. Im Gegensatz zur Stamm-CA können Sie den Server für die ausstellende CA bei Bedarf durch eine netzwerkgestützte Installation einrichten. Sie sollten jedoch angemessene Vorkehrungen treffen, um sicherzustellen, dass die CA keinen Sicherheitsbedrohungen ausgesetzt wird. Sie sollten den Server zum Beispiel in einem isolierten Netzwerk installieren, das keine Verbindung zum Internet oder zum Hauptnetzwerk der Organisation hat. Bedenken Sie, dass das System ohne aktuelle Sicherheitsupdates gegen netzwerkinterne Bedrohungen unter Umständen nicht geschützt ist. So installieren Sie Windows Server 2003 Enterprise Edition 1. | Wiederholen Sie die Schritte 1 bis 5 der Beschreibung zur Installation des Windows-Betriebssystem auf dem Server für die Stamm-CA. Verwenden Sie jedoch die Enterprise Edition von Windows Server 2003 anstelle der Standard Edition. | 2. | Geben Sie den Computernamen ein, wenn Sie dazu aufgefordert werden, z. B. HQ-CA-02 (ersetzen Sie diesen Wert durch den Namen Ihres Computers). | 3. | Wenn Sie dazu aufgefordert werden, wählen Sie die Option zum Beitritt zu einer Domäne aus. Geben Sie den Namen der Active Directory-Domäne ein, der die Server beitreten sollen, z.B. WOODGROVEBANK (ersetzen Sie diesen Wert durch den Namen der Domäne, in die Sie die CA installieren). Wenn Sie dazu aufgefordert werden, geben Sie die Anmeldeinformationen eines Benutzers ein, der berechtigt ist, Computer zu dieser Domäne hinzuzufügen. Hinweis: In einer Mehrfachgesamtstruktur würden die Zertifikatsdienstserver normalerweise in der Stammdomäne der Gesamtstruktur installiert. Obwohl dies nicht unbedingt erforderlich ist, geht die vorliegende Lösung von dieser Vorgabe aus. | 4. | Installieren Sie keine weiteren Komponenten. Der Server wird am Ende des Setups neu gestartet. Fahren Sie mit den folgenden Schritten fort: | 5. | Installieren Sie alle aktuellen Service Packs und notwendigen Hotfixes wie bei der Stamm-CA. | 6. | Erstellen Sie eine Partition auf der zweiten Festplatte, weisen Sie dieser Partition den Laufwerksbuchstaben D zu, und formatieren Sie sie mit NTFS. | 7. | Erstellen Sie auf Laufwerk D einen Ordner mit dem Namen "D:\CertLog". | 8. | Aktivieren Sie diese Windows-Installation. Die Aktivierung muss offline vorgenommen werden, da der Server zu keinem Zeitpunkt mit dem Internet verbunden sein darf. |
NetzwerkeinstellungenDie ausstellende CA besitzt eine Netzwerkkarte (obwohl der Server aus Gründen der höheren Ausfallsicherheit auch mit zwei Karten ausgestattet werden kann). Die Netzwerkkarte sollte mit einer statischen IP-Adresse und anderen IP-Einstellungen (z. B. Standard-Gateway und DNS-Einstellungen) passend zu Ihrem Netzwerk konfiguriert sein. Aus Sicherheitsgründen sollten Sie auch jede ein- und ausgehende Verbindung zwischen der ausstellenden CA und dem Internet blockieren. Auch wenn diese Einschränkungen nur für auswärtigen Zugriff gelten, können sich Viren oder andere bösartige Software ("Malware") als äußerst gefährlich erweisen, da sie weiteren Code aus dem Internet herunterladen oder Ihre privaten CA-Schlüssel stehlen und außerhalb Ihrer Organisation verwerten können. Überprüfen der InstallationSie sollten sicherstellen, dass die Betriebssysteminstallation erfolgreich beendet wurde und die konfigurierten Parameter Ihren Erwartungen entsprechen. So überprüfen Sie die aktuelle Systemkonfiguration 1. | Führen Sie bei einer Eingabeaufforderung das Programm "systeminfo" aus. | 2. | Überprüfen Sie die folgenden Informationen der Systeminfo-Ausgabe (einige Details der Ausgabe wurden der Kürze halber weggelassen): Hostname: HQ-CA-02 Betriebssystemname: Microsoft® Windows® Server 2003, Enterprise Edition ... Betriebssystemkonfiguration:: Mitgliedsserver Registrierter Benutzer: IhrBenutzerName Registrierte Organisation: IhreOrganisation ... Windows-Verzeichnis: C:\WINDOWS Systemverzeichnis: C:\WINDOWS\System32 Startgerät: \Device\HarddiskVolume1 Systemgebietsschema: IhrSystemgebietsschema Eingabegebietsschema: IhrEingabegebietsschema Zeitzone: IhreZeitzone ... Domäne: woodgrovebank.com Anmeldeserver: \\DomainControllerName Hotfix(e): X Hotfix(e) installiert. [01]: Qxxxxxx ... [nn]: Qnnnnnn Netzwerkkarte(n): 1 Netzwerkadapter installiert. [01]: ModellundHerstellerderNetzwerkkarte Verbindungsname: LAN-Verbindung DHCP aktiviert: Nein IP-Adresse(n) [01]: 10.1.1.11 | 3. | Sollten diese Einstellungen nicht Ihren Erwartungen entsprechen, müssen Sie den Server entweder mithilfe der Systemsteuerung richtig konfigurieren oder die Installation wiederholen. |
Installieren von Konfigurationsskripts auf den ServernUm Teile der Konfiguration und des Betriebs zu vereinfachen, sind der Lösung verschiedene Unterstützungsskripts und Konfigurationsdateien beigefügt. Sie müssen diese Dateien auf jedem CA-Server installieren. Einige Skripts werden von Verfahren benötigt, die im Betriebshandbuch beschrieben sind. Deshalb sollten Sie sie nach Beendigung der CA-Installation nicht löschen. So installieren Sie die Setup-Skripts auf jedem Server 1. | Erstellen Sie einen Ordner mit dem Namen C:\MSSScripts. | 2. | Kopieren Sie die Skripts vom Verteilungsmedium in diesen Ordner. |
Installieren und Konfigurieren der InternetinformationsdiensteDieser Abschnitt beschreibt die Installation und Konfiguration von Internetinformationsdiensten (IIS) auf der ausstellenden CA. Die IIS werden verwendet, um CA-Zertifikate und CRL-Downloadpunkte für Nicht-Windows-Clients bereitzustellen. Es wird empfohlen, auf dem Stamm-CA keine IIS zu installieren. Sie können die IIS zwar auf der ausstellenden CA installieren, es ist jedoch sicherer, die Internet-Downloadpunkte für die CA-Zertifikate und CRL auf einem anderen Server als dem CA-Server unterzubringen. Möglicherweise gibt es viele Zertifikatbenutzer (interne oder externe), die CRLs oder CA-Pfadinformationen benötigen, aber nicht notwendigerweise Zugriff auf die CA haben sollen. Der Zugriff kann nicht beschränkt werden, wenn die Downloadpunkte in der Zertifizierungsstelle selbst gehostet werden. Wichtig: Zur Vereinfachung dieses Handbuchs wird der Server der ausstellenden CA dazu verwendet, als Webserver und als Downloadpunkt für CA-Zertifikate und CRL zu dienen. Es wird jedoch empfohlen, dass Sie die Verwendung eines zusätzlichen Webservers in Ihrer Umgebung in Erwägung ziehen, um die Absicherung Ihrer CAs zu verbessern. Die hier beschriebenen Schritte können gleichermaßen auf die Installation von IIS auf der ausstellenden CA oder auf einem separaten Server angewendet werden. Der IIS kann auch als Host für die Webregistrierungsseiten der Zertifikatdienste dienen. Diese Seiten werden jedoch in dieser Lösung nicht verwendet. Wenn Sie die Webregistrierungsseiten auf einem anderen Server als dem CA-Server installieren, müssen Sie diesen Server als "für Delegierungszwecke vertrauenswürdig" kennzeichnen. Diese Einstellung nehmen Sie am entsprechenden Computerobjekt in Active Directory vor. Installieren der Internetinformationsdienste auf der ausstellenden ZertifizierungsstelleISS wird mit dem Manager für optionale Windows-Komponenten (Zugriff über Software und Komponenten hinzufügen/entfernen in der Systemsteuerung) installiert. In der folgenden Tabelle sind die zu installierenden Komponenten aufgeführt. Der Einzug spiegelt die hierarchische Beziehung zwischen den Komponenten wider, wie Sie sie im Assistenten zum Verwalten optionaler Komponenten sehen können. (COM+-Netzwerkzugriff aktivieren, zum Beispiel, ist eine Unterkomponente von Anwendungsserver). Komponenten, die nicht ausgewählt werden, sind in der Tabelle nicht aufgeführt. Tabelle 7.5: Optionale Komponenten, die installiert werden müssen Anwendungsserver | Aktiviert | COM+-Netzwerkzugriff aktivieren | Aktiviert | Internetinformationsdienste | Aktiviert | Gemeinsame Dateien | Aktiviert | Internetinformationsdienste-Manager | Aktiviert | WWW-Dienst | Aktiviert |
So installieren Sie IIS 1. | Führen Sie bei einer Eingabeaufforderung folgenden Befehl aus: sysocmgr /i:sysoc.inf /u:C:\MSSScripts\OC_AddIIS.txt Mit diesem Befehl verwendet der Manager zum Verwalten optionaler Komponenten die Komponentenkonfigurationen, die in der Datei für unbeaufsichtigte Installation C:\MSSScripts\OC_AddIIS.txt angeben wurde: [Components]
complusnetwork = On
iis_common = On
iis_asp = On
iis_inetmgr = On
iis_www = On Hinweis: Active Server Pages (ASP) sind in dieser Konfiguration aktiviert (Zeile iis_asp = on). Diese Option wird zur Unterstützung der Webregistrierungsseiten der Zertifikatsdienste benötigt, nicht jedoch für die Kernfunktionen. Sie sollten in Betracht ziehen, ASP zu deaktivieren (löschen Sie dazu die Zeile iis_asp = on, bevor Sie sysocmgr.exe ausführen), wenn Sie die webbasierten Registrierungsseiten nicht benötigen. Bei Bedarf können Sie diese Funktion später erneut aktivieren. | 2. | Führen Sie den Assistenten erneut aus (siehe unten), und überprüfen Sie, ob die installierten Komponenten mit den in der Tabelle aufgeführten übereinstimmen. sysocmgr /i:sysoc.inf Von der Komponente Anwendungsserver sind keine weiteren Unterkomponenten erforderlich und müssen somit auch nicht ausgewählt werden. |
Konfigurieren von IIS für Autoritätsinformationszugriff (Authority Information Access, AIA) und Veröffentlichen des Zertifikatssperrlisten-Verteilungspunkts (CRL Distribution Point, CDP) auf der ausstellenden ZertifizierungsstelleSie müssen ein virtuelles Verzeichnis erstellen, um es als HTTP-Speicherort für CA-Zertifikate (AIA) und zur CRL-Veröffentlichung (CDP) zu nutzen. So erstellen Sie ein virtuelles Verzeichnis auf IIS 1. | Melden Sie sich am IIS-Server (der ausstellenden CA) mit lokalen Administratorrechten an. | 2. | Erstellen Sie den Ordner C:\CAWWWPub für CA-Zertifikate und CRLs. | 3. | Legen Sie mit dem Windows Explorer die Sicherheitseinstellungen für den Ordner fest. In der folgenden Tabelle sind die zu erteilenden Berechtigungen aufgeführt. Die ersten vier Einstellungen sollten bereits festgelegt sein. Tabelle 7.6: Berechtigungen für das virtuelle Verzeichnis Administrators | Vollzugriff | Zulassen | System | Vollzugriff | Zulassen | Ersteller-Besitzer | Vollzugriff (Nur Unterordner und Dateien) | Zulassen | Benutzer | Lesen Ordnerinhalt anzeigen | Zulassen | IIS_WPG | Lesen Ordnerinhalt anzeigen | Zulassen | Internetgastkonto | Schreiben | Verweigern |
| 4. | Erstellen Sie in der IIS-Management Console unter der Standardwebsite eine neues virtuelles Verzeichnis. | • | Geben Sie als Namen für das virtuelle Verzeichnis pki ein. | | • | Legen Sie als Pfad C:\CAWWWPub fest. |
| 5. | Deaktivieren Sie die Option Skripts ausführen (z. B. ASP) auf der Seite Zugriffsberechtigungen für virtuelles Verzeichnis. | 6. | Stellen Sie sicher, dass die anonyme Authentifizierung für das virtuelle Verzeichnis aktiviert ist. |
Auswählen eines DNS-Alias für den HTTP-VeröffentlichungspunktSie sollten einen allgemeinen DNS-Alias (CNAME) erstellen, der für IIS-Server aufgelöst wird (z. B. www.woodgrovebank.com). Dieser DNS-Alias sollte beim Konfigurieren der CDP- und AIA-Pfade für die CAs in den folgenden Abschnitten verwendet werden. Mithilfe dieses Alias können Sie von nun an CA-Veröffentlichungspunkte problemlos auf einen anderen Server bzw. Netzwerkspeicherort verschieben, ohne CA-Zertifikate neu ausgeben zu müssen. Überprüfen der IIS-InstallationÜberprüfen Sie zunächst die Betriebsbereitschaft des IIS. Wenn einer der folgenden Tests fehlschlägt, müssen Sie die IIS-Installation und -Konfiguration in den vorangegangenen Schritten noch einmal überprüfen. So überprüfen Sie den ordnungsgemäßen Betrieb des virtuellen Verzeichnisses in IIS 1. | Melden Sie sich als lokaler Administrator am IIS-Server (der ausstellenden CA) an, und erstellen Sie eine Datei mit einem Texteditor, z. B. Editor. Geben Sie einen wiedererkennbaren Text ein (es ist nicht wichtig, was Sie eingeben es werden auch keine HTML-Tags benötigt). Beispiel: Hallo Welt | 2. | Speichern Sie die Datei unter dem Namen test.htm in dem Ordner, den Sie in den vorangegangenen Schritten für die Veröffentlichung von CDP- und AIA-Informationen erstellt haben C:\CAWWWPub. Speichern Sie die Datei noch einmal als Test.asp im gleichen Ordner. | 3. | Öffnen Sie einen Browser, und öffnen Sie die Seite über den folgenden URL (Uniform Resource Locator): http://www.woodgrovebank.com/pki/test.htm Hinweis: Wenn Sie diesen Alias noch nicht im DNS eingerichtet haben, können Sie ihn vorübergehend in die lokale Hostdatei (%systemroot%\system32\drivers\etc\hosts) unter der IP-Adresse des IIS-Servers eintragen. Sie können auch anstelle des Alias einfach den Hostnamen des IIS-Servers verwenden. Bedenken Sie jedoch, dass Sie das ordnungsgemäße Funktionieren des DNS-Aliases zu einem späteren Zeitpunkt noch überprüfen müssen. | 4. | Der Text "Hallo Welt" (bzw. der Text, den Sie in Schritt 1 eingegeben haben) sollte im Browser angezeigt werden. |
So überprüfen Sie, ob die Ausführungsberechtigungen deaktiviert sind 1. | Öffnen Sie einen Browser, und öffnen Sie die Seite über den folgenden URL: http://www.woodgrovebank.com/pki/test.asp | 2. | Es sollte folgende Fehlermeldung (oder eine ähnliche Meldung) im Browser angezeigt werden: Die Seite kann nicht angezeigt werden. Sie haben versucht, ein CGI-, ISAPI- oder ein anderes ausführbares Programm in einem Verzeichnis auszuführen, das die Ausführung von Programmen nicht zulässt. Außerdem sollte folgender Fehlercode angezeigt werden: HTTP-Fehler 403.1 Zugriff nicht gestattet Ausführungszugriff verweigert. Internetinformationsdienste (IIS) |
Stellen Sie sicher, dass anonymer Zugriff auf diese Site möglich ist. Da der Microsoft Internet Explorer automatisch und im Hintergrund versucht, einen Benutzer gegenüber einer Website zu authentifizieren, ist es schwierig zu entscheiden, ob der anonyme Zugriff anstelle des authentifizierten Zugriffs verwendet wurde. Eine Möglichkeit dies zu überprüfen besteht darin, die Sicherheitseinstellungen der Internet Explorer-Zone zu ändern, um die Verwendung der anonymen Anmeldung zu erzwingen und den vorangegangenen Test zu wiederholen. Alternativ dazu können Sie auch das folgende Verfahren anwenden, wobei mittels telnet.exe ein nicht authentifizierter Zugriff erzwungen wird. Dabei wird davon ausgegangen, dass Sie den Test der Website direkt vom IIS-Server aus durchführen. So überprüfen Sie, ob ein anonymer Zugriff möglich ist 1. | Führen Sie bei einer Eingabeaufforderung das telnet-Programm aus. | 2. | Geben Sie den folgenden Befehl in der Eingabeaufforderung des Telnet-Fensters ein, um die lokale Anzeige der eingegebenen Zeichen einzuschalten: set localecho | 3. | Geben Sie dann den Befehl ein, mit dem Sie sich mit dem IIS verbinden. Verwenden Sie dabei den zuvor definierten DNS-Alias: open www.woodgrovebank.com 80 | 4. | Geben Sie den folgenden Text ein, um die Seite test.htm zu erhalten (wie angezeigt, beachten Sie die Groß/Kleinschreibung): GET /pki/test.htm Hinweis: Der Cursor kehrt zum oberen Bildschirmrand zurück. Dadurch überschreibt ein eingegebener Text den angezeigten Text auf dem Bildschirm dies führt zu einer gestörten Bildschirmausgabe. Sie können dieses Verhalten ignorieren. Wenn Sie einen Tippfehler machen, drücken Sie die EINGABETASTE, und geben Sie dann den Befehl open (Schritt 3) wieder ein. Geben Sie anschließend den Befehl GET erneut ein. | 5. | Sie sollten die folgende Ausgabe sehen: Hallo Welt Verbindung zu Host verloren. Drücken Sie eine beliebige Taste, um den Vorgang fortzusetzen... | 6. | Geben Sie quit ein, um telnet zu beenden. |
Wenn alle drei Tests erfolgreich beendet wurden, löschen Sie die Dateien test.htm und test.asp in dem Ordner auf dem Webserver. Installieren und Konfigurieren zusätzlicher BetriebssystemkomponentenDieser Abschnitt behandelt die Installation und Konfiguration weiterer Komponenten, die auf den Servern erforderlich sind. Sie müssen diese Verfahren auf dem Stamm-CA- und den ausstellenden CA-Servern ausführen. Entfernen des Dienstes zur Aktualisierung von StammzertifikatenSie sollten den Dienst zur Aktualisierung von Stammzertifikaten entfernen. Es handelt sich hierbei um eine zusätzliche Komponente, die standardmäßig installiert wird. Die vertrauenswürdigen Stamm-CAs Ihrer CAs sollten nicht automatisch aktualisiert werden. Der Dienst funktioniert sowieso nicht, wenn er keinen Internetzugang findet und protokolliert in diesem Fall Fehler im Ereignisprotokoll. Die Offline-CA wird offensichtlich keinen Netzwerkzugriff haben; Sie sollten aber auch alle eingehenden oder ausgehenden Verbindungen zwischen der ausstellenden CA und dem Internet blockieren (wie bereits weiter oben beschrieben). So entfernen Sie den Dienst zur Aktualisierung von Stammzertifikaten | • | Führen Sie bei einer Eingabeaufforderung folgenden Befehl aus: sysocmgr /i:sysoc.inf /u:C:\MSSScripts\OC_RemoveRootUpdate.txt |
Mit diesem Befehl verwendet der Manager für optionale Komponenten die Komponentenkonfigurationen, die in der Datei C:\MSSScripts\OC_ RemoveRootUpdate.txt festgelegt sind. [Components]
rootautoupdate = Off Überprüfen von Service Packs und SicherheitsupdatesSie sollten jetzt die Liste der Service Packs und Sicherheitsupdates überprüfen, da möglicherweise weitere Komponenten (z. B. IIS) installiert wurden. Verwenden Sie ein Tool wie Microsoft Baseline Security Analyzer (MBSA), um die Überprüfung durchzuführen. Beschaffen Sie sich alle nötigen Updates und installieren Sie diese auf dem Server bzw. auf den Servern, nachdem Sie sie entsprechend getestet haben. Anweisungen zur Verwendung von MBSA finden Sie unter dem entsprechenden Link im Abschnitt "Weitere Informationen" am Ende dieses Kapitels. Hinweis: Sie müssen die aktuelle Liste der Microsoft-Sicherheitsupdates (mssecure.xml) separat herunterladen, sodass Sie MBSA offline ausführen können. Dieser Vorgang wird in er MBSA-Dokumentation beschrieben, die Sie über den MBSA-Link am Ende des Kapitels aufrufen können. Installieren zusätzlicher SoftwareDieser Abschnitt beschreibt die Installation weiterer Software, die auf den CAs erforderlich ist. CAPICOMCAPICOM 2.0 (die aktuelle Version ist CAPICOM 2.0.0.3) ist auf der Stamm-CA und der ausstellenden CA für viele Einrichtungs- und Verwaltungsskripts erforderlich, die zu dieser Lösung gehören. Wo Sie die neueste Version von CAPICOM herunterladen können, erfahren Sie am Ende dieses Kapitels im Abschnitt "Weitere Informationen". Folgen Sie den Anweisungen in der selbst extrahierenden Datei, um die CAPICOM-DLL (dynamic-link library) zu installieren und zu registrieren. Windows Server 2003 Support ToolsObwohl nicht unbedingt erforderlich, ist es sehr hilfreich, die Windows 2000 Support Tools auf dem ausstellenden CA-Server zu installieren. Einige der Tools sind für bestimmte CA-Vorgänge und bei der Problembehandlung sehr nützlich. Sie können die Support Tools von der Windows-Installations-CD (Suptools.msi im Ordner Support\Tools) installieren. Vorbereiten von Active Directory für die PKIIn diesem Abschnitt wird erläutert, wie Sie Active Directory für die Installation der Windows Server 2003-Zertifikatsdienste vorbereiten. Vorbereiten des Active Directory-SchemasEs gibt einige grundlegende Voraussetzungen für die Active Directory-Domäneninfrastruktur dieser Lösung. Diese hängen davon ab, ob die Lösung in einer Windows 2000-Active Directory-Umgebung installiert wird oder in einer Umgebung, die auf Windows Server 2003-Active Directory umgestellt wurde (oder direkt neu installiert wurde). Voraussetzungen für alle Active Directory-VersionenDie Lösung setzt eine Domänenfunktionsebene ab Windows 2000 Einheitlicher Modus oder höher voraus, zumindest für die Domäne, in der die CA-Server installiert werden. Diese Voraussetzung muss gegeben sein, da diese Lösung universelle Active Directory-Gruppen verwendet, die erst ab Windows 2000 Einheitlicher Modus verfügbar sind. Wenn die Domäne nicht den Anforderungen entspricht, müssen Sie sie entsprechend der Anweisungen in der Produktdokumentation ändern (siehe Abschnitt "Weitere Informationen" am Ende dieses Kapitels). Hinweis: Die Standardeinstellung für die Domänenfunktionsebene von Active Directory ist immer "gemischter Modus", auch wenn Sie die Domäne nur unter Verwendung von Windows 2003 Active Directory-Domänencontrollern installiert haben. Sie müssen die Domänenfunktionsebene höher stufen, bevor Sie fortfahren können. Wenn Sie die Domänenebene nicht höher als "gemischter Modus" einstufen können, da Sie Domänencontroller für Microsoft Windows NT® Version 4.0 unterstützen, müssen Sie manuell globale Domänengruppen anstelle der universellen Gruppen erstellen. Die Lösung setzt eine Active Directory-Gesamtstruktur mit den Standardeinstellungen für Windows 2000-Gesamtstrukturen (oder höher) voraus. Sie müssen dies nicht ändern. Weitere Informationen zu diesen Konzepten finden Sie am Ende dieses Kapitels. Installieren in einer Windows 2000-DomäneWichtig: Microsoft unterstützt zwar die Installation und Verwendung von Windows Server 2003-Zertifikatsdiensten in einer Domäne, die Windowsߐ-Domänencontroller verwendet, diese Lösung wurde jedoch in dieser Kombination noch nicht vollständig getestet. Wenn diese Lösung in eine Windows 2000-Active Directory-Gesamtstruktur installiert wird, müssen Sie das Verzeichnisschema aktualisieren, damit die installierten Windows 2003-Zertifikatsdienste ordnungsgemäß funktionieren. Stellen Sie auch sicher, dass auf allen Domänencontrollern Windows 2000 mit Service Pack 3 oder höher installiert ist. Dieses Service Pack ist für das Tool zur Schemaaktualisierung erforderlich sowie dafür, dass die Domänencontroller LDAP-Signatur unterstützen. LDAP-Signatur stellt eine Verbesserung der Sicherheit dar, die für CAs mit Windows Server 2003 und Clients mit Windows XP-Betriebssystem erforderlich ist, die automatische Registrierung von Zertifikaten einsetzen. Viele Funktionen von Windows 2003-Zertifikatsdiensten (wie automatische Benutzerregistrierung und bearbeitbare Vorlagen) erfordern eine Windows Server 2003-Version des Active Directory-Schemas. Das heißt jedoch nicht, dass auf einem oder allen Domänencontrollern Windows Server 2003 ausgeführt werden muss. Die Windows Server 2003-Zertifikatsdienste benötigen einfach bestimmte Schemaerweiterungen, die in einem Windows 2000-Active Directory-Schema noch nicht vorhanden sind. Sie können das Verzeichnisschema mithilfe des Tools ADPrep.exe aktualisieren. Sie finden dieses Tool im Ordner i386 der Windows Server 2003-CD. Um Adprep verwenden zu können, muss Service Pack 3 (SP3) auf Ihren Windows 2000-DCs installiert sein. (ADPrep funktioniert zwar auch mit Service Pack 1 plus einiger Updates, da SP3 aber auf jeden Fall benötigt wird, spielt dies hier keine Rolle). Verwenden Sie dieses Tool auf keinen Fall, wenn Sie sich nicht sicher sind, ob alle DCs über die richtigen Service Packs verfügen. Warnung: Die Verwendung dieses Tools bewirkt irreversible Änderungen an Ihrem Verzeichnisschema. Obwohl dieses Verfahren sicher ist, sollten Sie die entsprechende Dokumentation sorgfältig gelesen haben, bevor Sie fortfahren. Führen Sie auf dem Domänencontroller, der Schemamaster für die Gesamtstruktur ist, den folgenden Befehl aus: ADPrep /ForestPrep Sie müssen Schema-Administrator sein, um diese Aufgabe ausführen zu können. Bitten Sie anderenfalls einen Administrator, der über ausreichende Berechtigungen verfügt, diese Änderungen für Sie durchzuführen. Weitere Informationen zum Tool ADPrep finden Sie im Abschnitt "Weitere Informationen" am Ende dieses Kapitels. Überprüfen der Active Directory-VoraussetzungenSie können die Domänenfunktionsebene und die Schemaversion überprüfen, indem Sie die folgenden Schritte ausführen: So überprüfen Sie die Domänenfunktionsebene 1. | Öffnen Sie Active Directory-Benutzer und -Computer. | 2. | Zeigen Sie die Eigenschaften des Domänenobjekts an. | 3. | Auf der Registerkarte Allgemein sollte als Domänenfunktionsebene einer der folgenden Einträge angezeigt werden: | • | Windows 2000 Einheitlicher Modus | | • | Windows Server 2003 |
|
So überprüfen Sie die zutreffende Schemaversion 1. | Geben Sie bei einer Eingabeaufforderung den folgenden Befehl ein (Achten Sie darauf, dass Sie hierbei die DN Ihrer Stammdomäne der Gesamtstruktur ersetzen): dsquery * "cn=schema,cn=configuration, DC=woodgrovebank,DC=com" -scope base -attr objectversion (Dieser Befehl erstreckt sich über mehrere Zeilen, geben Sie ihn jedoch als eine einzige Zeile ein.) Hinweis: Sie müssen diesen Befehl auf einem Windows 2003-Server ausführen. Dsquery.exe steht normalerweise auf Windows XP- oder Windows 2000-Systemen nicht zur Verfügung. | 2. | Das Ergebnis sollte die Schemaversion 30 (oder höher) anzeigen: objectversion 30 |
Active Directory-Gruppen und -BenutzerIn diesem Abschnitt werden die Active Directory-Sicherheitsgruppen und –Benutzerkonten erstellt, die von den CAs verwendet werden. Erstellen von PKI- und Zertifizierungsstellen-AdministrationsgruppenDie administrativen Rollen und Ressourcen werden mithilfe von Domänenbenutzerkonten und Sicherheitsgruppen definiert. Hinweis: Die Lösung definiert eine Reihe von Sicherheitsgruppen entsprechend den unterschiedlichen administrativen Rollen. Sie erhalten damit umfassende Kontrolle darüber, wie Sie die Verantwortung für die CA-Administration delegieren möchten. Sie müssen diese Rollen jedoch nicht unbedingt verwenden, wenn dies nicht Ihrem normalen Administrationsmodell entspricht. Wenn Sie zum Beispiel nur einen PKI-Administrator haben, der sich um alle Aspekte des Dienstes kümmert, reicht es unter Umständen aus, wenn Sie dieses Konto allen Rollengruppen auf der CA hinzufügen. In der Praxis verwenden viele Organisationen meist irgendeine Form der Rollenverteilung allerdings werden nur sehr wenige die gesamten Möglichkeiten der Rollenverteilung bei den Windows-Zertifikatsdiensten verwenden. So erstellen Sie CA-Administrationsgruppen in der Domäne 1. | Melden Sie sich mit einem Konto an einem Domänenmitgliedscomputer an, das über ausreichende Berechtigungen zum Anlegen von Benutzer- und Gruppenkonten im Benutzercontainer verfügt. | 2. | Führen Sie den folgenden Befehl aus, um die CA-Verwaltungsgruppen in der Domäne zu erstellen: Cscript //job:CertDomainGroups C:\MSSScripts\ca_setup.wsf |
Dieses Skript erstellt die in der folgenden Tabelle aufgelisteten Sicherheitsgruppen. Die Gruppen werden als universelle Gruppen im Benutzercontainer der Domäne angelegt und sollten in passendere Organisationseinheiten (OUs, Organizational Units) verschoben werden. (In einem der folgenden Abschnitte finden Sie eine Abbildung einer geeigneten Organisationseinheiten-Struktur.) Vorsicht: Dieses Skript erstellt Sicherheitsgruppen, denen innerhalb der Active Directory-Gesamtstruktur sehr viele Berechtigungen zugewiesen werden. Sie sollten bei der Auswahl der Gruppenmitglieder äußerst sorgfältig vorgehen. Dazu zählen insbesondere die folgenden Sicherheitslücken: Enterprise PKI Admins. Diese Gruppe verfügt über äußerst umfassende Berechtigungen. Diese Gruppe hat die vollständige Kontrolle über die PKI in der Active Directory-Gesamtstruktur, d.h. über Installation und Ersetzung von Stamm- und Unternehmens-CAs, Änderungen der vertrauenswürdigen Stamm-CAs und über Installation der Kreuzzertifikate. Gehen Sie bei der Auswahl und Zuweisung dieser Gruppe ebenso sorgfältig vor wie bei der Organisations-Administratorengruppe. Enterprise PKI Publishers. Obwohl der Name auf eine relativ harmlose Gruppe schließen lässt, sind dieser Gruppe auch zahlreiche wichtige Berechtigungen zugewiesen, z. B. die Berechtigung zum Installieren und Entfernen von vertrauenswürdigen Stamm-CAs und Kreuzzertifikaten in der Gesamtstruktur. Diese Gruppe verfügt zwar nicht über so weitreichende Berechtigungen wie die Organisations-Administratorengruppe, ist aber dennoch mit Vorsicht zu handhaben. Tabelle 7.7: Gruppennamen und Verwendungszweck Enterprise PKI Admins | Administrators der Konfigurationscontainer für die PKI | Enterprise PKI Publishers | Dürfen CRLs und CA-Zertifikate in Konfigurationscontainern des Unternehmens veröffentlichen | CA Admins | Haben volle administrative Kontrolle über die CA, entscheiden auch über Mitgliedschaft von anderen Rollen | Certificate Managers | Verwalten Zertifikatsausstellung und –entfernung | CA Auditors | Verwalten Überwachungsdaten für die CA | CA Backup Operators | Verfügen über Berechtigungen, CA-Schlüssel und –Daten zu sichern und wiederherzustellen |
Hinweise: Wenn Sie für jede Organisations-CA unterschiedliche CA Administrators, Certificate Managers, Auditors und Backup Operators benötigen, sollten Sie jeweils eigene Domänengruppen für jede CA erstellen, anstatt einzelner organisationsweiter Gruppen wie hier. Benennen Sie sie CAName CA Admins oder ähnlich. Für die meisten Domänengruppen gibt es entsprechende lokale Gruppen auf den Offline-CA-Servern. Die lokale Administratorgruppe auf den CA-Servern spielt ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Verwaltung einer CA. Diese Gruppe ist standardmäßig auf Windows-Servern vorhanden. In einer Mehrfachdomänengesamtstruktur sollten diese Gruppen in derselben Domäne wie die Zertifikatsdienstserver erstellt werden (zumindest geht diese Anleitung von dieser Vorgabe aus). (Da es sich hierbei um universelle Gruppen handelt, können Sie sie zum Verwalten von CAs verwenden, die in einer beliebigen Domänengesamtstruktur installiert sind.) Erstellen von Testbenutzern für PKI- und Zertifizierungsstellen-AdministrationZu Testzwecken und zur Verdeutlichung erstellt das folgende Skript allgemeine Benutzerkonten, die mit den Rollen übereinstimmen, die durch die zuvor erstellten Administratorengruppen definiert werden. Wenn die eigentlichen Konten, die Sie verwenden werden, an dieser Stelle bereits existieren oder definiert wurden und von Ihnen erstellt werden können, sollten Sie diesen Schritt ignorieren und stattdessen diese Konten verwenden. So erstellen Sie die Testbenutzerkonten für die CA-Administration 1. | Melden Sie sich mit einem Konto an einem Domänenmitgliedscomputer an, das über ausreichende Berechtigungen zum Anlegen von Benutzer- und Gruppenkonten im Benutzercontainer verfügt. | 2. | Erstellen Sie die Test-Domänenbenutzerkonten für Personen, die die CA verwalten sollen, indem Sie das folgende Skript ausführen: Cscript //job:CertDomainTestAccts C:\MSSScripts\ca_setup.wsf Das Skript erstellt zufällige Kennwörter für alle Konten (um keine Konten ohne Kennwörter zu erstellen). Notieren Sie sich diese Kennwörter aus der Skriptausgabe, oder ersetzen Sie die Kennwörter durch eigene. Vorsicht: Die Verwendung von allgemeinen Konten wie diesen, bei denen die Kennwörter mehreren Administratoren bekannt sind, verhindert eine sinnvolle Überwachung. Außer in einer Testumgebung sollten Sie immer Konten verwenden, die Sie eindeutig einzelnen Personen zuordnen können. |
Das Skript erstellt die in der folgenden Tabelle aufgeführten Domänenkonten. Die Benutzer werden im Benutzercontainer angelegt und sollten in eine passendere OU verschoben werden. (Einer der folgenden Abschnitte enthält dazu eine Abbildung.) Tabelle 7.8: Kontennamen und Verwendungszweck EntPKIAdmin | Administrators der Konfigurationscontainer für die PKI | EntPKIPub | Dürfen CRLs und CA-Zertifikate in Konfigurationscontainern des Unternehmens veröffentlichen | CAAdmin | Haben volle administrative Kontrolle über die CA, entscheiden auch über Mitgliedschaft von anderen Rollen | CertManager | Verwalten Zertifikatsausstellung und –entfernung | CAAuditor | Verwalten Überwachungsdaten für die CA | CABackup | Verfügen über Berechtigungen, CA-Schlüssel und –Daten zu sichern und wiederherzustellen |
Hinweis: Die Testkonten zeigen die komplexeste Konfiguration der Administrationsrollen, wobei jede CA-Rolle einer einzelnen Person entspricht (Benutzerkonto). Dies macht jedoch erst Sinn, wenn Sie über genügend Personen verfügen, die diese Rollen übernehmen. Es ist durchaus zulässig, dass einzelne Konten zu mehreren oder sogar zu allen Rollengruppen gehören, wenn dadurch Ihre administrative Struktur präziser wiedergegeben wird. Siehe auch Abschnitt "Erstellen eines vereinfachten Administrationsmodells für die Unternehmenszertifizierungsstelle" weiter unten. Auffüllen der Zertifizierungsstellen-AdministrationsgruppenSie müssen die Konten des entsprechenden Administrationspersonals Ihrer Organisation zu den CA-Administrationsgruppen hinzufügen. Eine umfassende Beschreibung der Beziehungen zwischen diesen Gruppen und den administrativen Rollen in der Zertifikatsdiensteinfrastruktur finden Sie im Abschnitt "Verwaltungsrollen" in Kapitel 4 "Entwerfen der Infrastruktur öffentlicher Schlüssel". Eine noch ausführlichere Beschreibung der administrativen Rollen bei Windows Server 2003-Zertifikatsdiensten bietet das Thema "Role-Based Administration". Weitere Informationen dazu finden Sie am Ende des Kapitels. Hinweis: Nachdem Sie die Testdomänenkonten erstellt haben, müssen Sie diese noch manuell ihren jeweiligen Sicherheitsgruppen hinzufügen. Aus Gründen der Sicherheit führt das Skript diesen Schritt nicht automatisch aus. Für das Setup-Verfahren im weiteren Verlauf dieses Dokumentes ist es erforderlich, dass Sie für einige Setup-Aktionen Konten verwenden, die zu den Enterprise PKI Admins, Enterprise PKI Publishers und CA Admins gehören. So wird vermieden, dass Berechtigungen von Organisations-Administratoren oder Domänen-Administratoren öfter als unbedingt notwendig verwendet werden. Hinweis: Es ist möglich, eine deutliche Rollentrennung bei den Windows Server 2003-Zertifikatsdiensten (nur Enterprise Edition) zu erzwingen. Dies bedeutet, dass Konten, denen mehr als eine Rolle zugewiesen wurde (entweder direkt oder über Gruppenzugehörigkeit), von allen administrativen Rollen auf der CA ausgeschlossen werden. Diese Einstellung ist standardmäßig nicht aktiviert und wird in der vorliegenden Lösung auch nicht verwendet. Somit können Sie das gleiche Benutzerkonto mehreren administrativen Rollen zuordnen. Erstellen eines vereinfachten Administrationsmodells für die UnternehmenszertifizierungsstelleDie Testkonten und administrativen Gruppen zeigen die komplexeste Konfiguration der Administrationsrollen, wobei jede CA-Rolle einer einzelnen Person entspricht (Benutzerkonto). Es ist durchaus zulässig, dass einzelne Konten zu mehreren oder sogar zu allen Rollengruppen gehören, wenn dadurch Ihre administrative Struktur präziser wiedergegeben wird. Die meisten Organisationen verwenden drei Rollen: CA-Administrator, Prüfer und Sicherungsoperator. Dies ist in der folgenden Tabelle dargestellt. (Dabei wird eine Teilmenge der Testkonten verwendet, die zu einem früheren Zeitpunkt zu Demonstrationszwecken erstellt wurden.) Tabelle 7.9: Gruppenzuordnung im vereinfachten Administrationsmodell CAAdmin | Enterprise PKI Admins CA Admins Certificate Managers Administrators (lokale Administratoren der CA) | CAAuditor | CA Auditors Administrators (lokale Administratoren der CA) | CABackup | CA Backup Operators |
Bei dieser Anordnung wäre das CA-Administratorenkonto in der Lage, alle administrativen Aufgaben auf den Unternehmens-CAs (einschließlich Zertifikatsgenehmigung und -sperrung) durchzuführen, und hätte ebenfalls administrative Kontrolle über alle Konfigurationsinformationen der Unternehmens-PKI in Active Directory (die Berechtigungen hierfür werden weiter unten vergeben). Empfohlene Struktur der Domänenorganisationseinheiten für die Verwaltung der Zertifizierungsstelle und ZertifikatsvorlagenFür die Verwaltung und den Betrieb einer PKI wird eine große Anzahl von Gruppen und Benutzerkonten verwendet. Zur einfacheren Verwaltung sollten Sie diese Gruppen und Konten in OUs organisieren. In der folgenden Tabelle wird eine entsprechende OU-Struktur dargestellt und der Zweck der jeweiligen OU beschrieben (die eingerückten Objekte sind untergeordnete OUs der Zertifikatsdienste-OU). Sie müssen der Gruppe der Enterprise PKI Admins die Berechtigungen zum Erstellen und Löschen von Gruppen und Benutzern in der Zertifikatsdienste-OU und allen untergeordneten Containern erteilen. Tabelle 7.10: Beispiel einer OU-Struktur Zertifikatdienste | Übergeordnete Organisationseinheit. | \—Zertifikatsdienste-Administration | Enthält administrative Gruppen für die Verwaltung der CAs und Konfiguration der Organisations-PKI | \—Zertifikatsvorlagen-Verwaltung | Enthält Gruppen zur Verwaltung individueller Zertifikatsvorlagen. | \—Zertifikatsvorlagen-Registrierung | Enthält Gruppen, denen die Berechtigungen für das Registrieren oder automatische Registrieren der gleichnamigen Vorlagen erteilt werden. Die Kontrolle für diese Gruppen kann dann an geeignete Personen delegiert werden, um ein flexibles Registrierungsverfahren zu ermöglichen, ohne direkten Zugriff auf die Vorlagen selbst. | \—Zertifikatsdienste-Testbenutzer | Enthält temporäre Testkonten. |
Weitere Informationen zur Verwendung dieser OUs und der darin enthaltenen Gruppen finden Sie in den entsprechenden Abschnitten des Kapitels 11 "Verwalten der Infrastruktur öffentlicher Schlüssel". So erstellen Sie die Zertifikatsdienste-OU-Hierarchie für die Administration 1. | Melden Sie sich als Administrator mit Berechtigungen zur Erstellung von OUs und zur Delegierung von Berechtigungen für diese OUs an. (Als Ersteller der neuen OUs sind Sie immer in der Lage, sich die Berechtigung zur Delegierung der Objektverwaltung selbst zuzuweisen.) | 2. | Erstellen Sie die in der oben stehenden Tabelle gezeigte OU-Struktur an einer passenden Stelle in Ihrer Domäne. (Wir gehen davon aus, dass es sich dabei um die Stammdomäne der Gesamtstruktur handelt, dies ist jedoch keine Voraussetzung.) | 3. | Erteilen Sie der Gruppe der Enterprise PKI Admins die Berechtigungen zum Erstellen und Löschen von Gruppen in der Zertifikatsdienste-OU und allen untergeordneten Containern. Hinweis: Diese OU-Struktur dient lediglich als Beispiel und muss nicht unbedingt übernommen werden. |
Absichern der Active Directory-PKIDieser Abschnitt erläutert die Delegation der Kontrolle über den Container für öffentliche Schlüssel an die Sicherheitsgruppen für die PKI-Administration. Gewähren von Berechtigungen für den Container für öffentliche SchlüsselDie PKI-Konfiguration für die Gesamtstruktur wird im Active Directory-Konfigurationscontainer verwaltet. Die Berechtigungen für diesen Container und alle untergeordneten Container und Objekte sind standardmäßig auf die Sicherheitsgruppe der Organisations-Administratoren beschränkt. Sie müssen die Sicherheit des Containers für öffentliche Schlüssel aus folgenden Gründen ändern: | • | Damit Enterprise PKI Admins Unternehmens-CAs installieren und Zertifikatsvorlagen konfigurieren können, auch wenn sie nicht Mitglied der Sicherheitsgruppe Organisations-Administratoren sind. | | • | Damit Enterprise PKI Publishers CRLs und CA-Zertifikate veröffentlichen können, auch wenn sie nicht Mitglied der Sicherheitsgruppe Organisations-Administratoren sind. |
Solange Sie nicht selbst Mitglied der Organisations-Administratoren sind, müssen Sie ein Mitglied dieser Gruppe bitten, das erste Verfahren für Sie durchzuführen. Vorsicht: Dieses Verfahren delegiert einen sehr vertraulichen Teil von Active Directory, und zwar den Teil, in dem Benutzer und Computer in der Gesamtstruktur verwaltet werden. Sie sollten sich sehr genau überlegen, wem Sie Zugriff auf den Container für öffentliche Schlüssel gewähren. Konten, die über Zugriffsberechtigungen für diesen Container verfügen, können u. a. vertrauenswürdige Stamm-CAs entfernen, Unternehmens-CAs hinzufügen und entfernen und gültige Anmeldeinformationen für jeden beliebigen Benutzer in der Gesamtstruktur erstellen. So gewähren Sie Enterprise PKI Admins Berechtigungen 1. | Melden Sie sich als Mitglied der Sicherheitsgruppe Organisations-Administratoren an. | 2. | Zeigen Sie im MMC-Snap-In (Microsoft Management Console) für Active Directory Sites und -Dienste den Knoten Dienste an (aus dem Menü Ansicht). Wechseln Sie zum untergeordneten Container für öffentliche Schlüssel, und öffnen Sie dessen Eigenschaften. | 3. | Fügen Sie auf der Registerkarte Sicherheit die Sicherheitsgruppe Enterprise PKI Admins hinzu, und gewähren Sie dieser Gruppe Vollzugriff. | 4. | Klicken Sie auf die Erweiterte Ansicht, und bearbeiten Sie die Berechtigungen für diese Gruppe. Stellen Sie sicher, dass Vollzugriff für Dieses und alle untergeordneten Objekte gewährt wurde. | 5. | Wählen Sie den Container Dienste aus, und öffnen Sie dessen Eigenschaften. | 6. | Fügen Sie auf der Registerkarte Sicherheit die Sicherheitsgruppe Enterprise PKI Admins hinzu, und gewähren Sie dieser Gruppe Vollzugriff. | 7. | Klicken Sie auf die Erweiterte Ansicht, und bearbeiten Sie die Berechtigungen für diese Gruppe. Stellen Sie sicher, dass für den Vollzugriff die Option Nur dieses Objekt aktiviert ist. |
So gewähren Sie Enterprise PKI Publishers Berechtigungen 1. | Melden Sie sich als Mitglied der Sicherheitsgruppe der Enterprise PKI Admins (oder Organisations-Administratoren) an. | 2. | Zeigen Sie im MMC-Snap-In für Active Directory-Sites und -Dienste den Knoten Dienste an, und öffnen Sie die Eigenschaften des Containers Öffentliche Schlüssel\AIA. | 3. | Fügen Sie auf der Registerkarte Sicherheit die Sicherheitsgruppe Enterprise PKI Publishers hinzu, und gewähren Sie dieser Gruppe die folgenden Berechtigungen: | • | Lesen | | • | Schreiben | | • | Alle untergeordneten Objekte erstellen | | • | Alle untergeordneten Objekte löschen |
| 4. | Klicken Sie auf die Erweiterte Ansicht, und bearbeiten Sie die Berechtigungen für diese Gruppe. Stellen Sie sicher, dass die Berechtigungen für Dieses und alle untergeordneten Objekte gelten. | 5. | Wiederholen Sie die Schritte 2 bis 4 für die folgenden Container: | • | Öffentliche Schlüssel\CDP | | • | Öffentliche Schlüssel\Zertifizierungsstellen Hinweis: Sobald den Enterprise PKI Admins die Berechtigungen durch das vorherige Verfahren gewährt wurden, kann ein Mitglied dieser Gruppe Berechtigungen für die Enterprise PKI Publishers festlegen. |
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Gewähren von Berechtigungen für die Gruppe "Zertifikat-Herausgeber"Die Sicherheitsgruppe "Zertifikat-Herausgeber" enthält die Computerkonten aller Unternehmens-CAs der Domäne. Die Gruppe dient dazu, Benutzer- und Computerobjekten sowie den Objekten im CDP-Container aus dem vorherigen Verfahren Berechtigungen zu gewähren. Wird eine CA installiert, muss deren Computerkonto zu dieser Gruppe hinzugefügt werden. Normalerweise verfügen nur die Gruppen "Domänenadministratoren", "Organisationsadministratoren" oder "Administratoren" über die Berechtigung zum Ändern der Mitgliedschaft in der Gruppe "Zertifikat-Herausgeber". Damit Enterprise PKI Admins Unternehmens-CAs installieren können, müssen Sie die Berechtigungen dieser Sicherheitsgruppe ändern. So erteilen Sie Berechtigungen zur Mitgliedschaftsänderung in der Gruppe "Zertifikat-Herausgeber" 1. | Melden Sie sich (in der Domäne, in der die ausstellende CA installiert wird) als Domänenadministrator an. | 2. | Öffnen Sie die MMC für Active Directory-Benutzer und -Computer. | 3. | Stellen Sie im Menü Ansicht sicher, dass Erweiterte Funktionen aktiviert ist. | 4. | Suchen Sie die Gruppe Zertifikat-Herausgeber (Sie finden sie normalerweise im Container Benutzer), und zeigen Sie die Eigenschaften der Gruppe an. | 5. | Fügen Sie auf der Registerkarte Sicherheit die Gruppe Enterprise PKI Admins hinzu, und klicken Sie auf die Schaltfläche Erweitert. | 6. | Wählen Sie in der Liste die Gruppe Enterprise PKI Admins aus, und klicken Sie auf die Schaltfläche Bearbeiten. | 7. | Wählen Sie die Registerkarte Eigenschaften aus, und stellen Sie sicher, dass im Feld Übernehmen für die Option Nur dieses Objekt ausgewählt wurde. | 8. | Führen Sie einen Bildlauf nach unten durch, und klicken Sie in der Spalte Zulassen auf das Feld Mitglieder schreiben. | 9. | Schließen Sie alle Dialogfelder, und speichern Sie die Änderungen, indem Sie überall auf OK klicken. | 10. | Sie müssen den ausstellenden CA-Server vor der Installation der Komponente für Zertifikatsdienste neu starten. Durch einen Neustart kann der Server die neue Gruppenmitgliedschaft in sein Zugriffstoken übernehmen. |
Gewähren von Berechtigungen zum Wiederherstellen für Enterprise PKI AdminsFür die Installation von Unternehmens-CAs müssen Sie über die Berechtigung zum Wiederherstellen von Dateien und Verzeichnissen in der Domäne verfügen, in der Sie die CA installieren. Der Installationsprozess für die Zertifikatsdienste erfordert dieses Benutzerrecht, um Zertifikatsvorlagen in der Domäne installieren zu können. Genauer gesagt, ist diese Berechtigung erforderlich, um die Sicherheitsbeschreibungen der Vorlagen und anderer Verzeichnisobjekte verbinden zu können und so die richtigen Berechtigungen für die Domänen-PKI-Objekte zu gewähren. Die integrierten Domänengruppen der Administrators, Serveroperatoren und Sicherungsoperatoren verfügen standardmäßig über diese Berechtigung. Da sie für die Installation der CA die Gruppe der Enterprise PKI Admins verwenden, müssen Sie dieser Gruppe die Berechtigungen zum Wiederherstellen von Dateien und Verzeichnissen erteilen. So erteilen Sie Enterprise PKI Admins Wiederherstellungsrechte 1. | Melden Sie sich (in der Domäne, in der die ausstellende CA installiert wird) als Domänenadministrator an. | 2. | Öffnen Sie die MMC für Active Directory-Benutzer und -Computer. | 3. | Wählen Sie die Domänencontroller-OU aus, und öffnen Sie die Eigenschaften dieser OU. | 4. | Wählen Sie auf der Registerkarte Gruppenrichtlinie das Gruppenrichtlinienobjekt (Group Policy object, GPO) Standard-Domänencontrollerrichtlinie aus, und klicken Sie auf Bearbeiten. | 5. | Wechseln Sie zu Computerkonfiguration\Windows-Einstellungen\Sicherheitseinstellungen\Lokale Richtlinien\Zuweisen von Benutzerrechten, und doppelklicken Sie auf den Eintrag Wiederherstellen von Dateien und Verzeichnissen. | 6. | Fügen Sie der angezeigten Liste die Gruppe Enterprise PKI Admins hinzu. | 7. | Schließen Sie das Dialogfeld und die MMC, in der das GPO bearbeitet wurde. Wichtig: Wenn Sie andere GPOs verwenden, die die Benutzerberechtigung Wiederherstellen von Dateien und Verzeichnissen auf den Domänencontrollern festlegen, müssen Sie das gerade beschriebene Verfahren für das GPO mit der höchsten Priorität statt für Standard-Domänencontrollerrichtlinie durchführen. Einstellungen für Benutzerrechte sind nicht kumulativ. Daher sind nur die Einstellungen des zuletzt zugewiesenen GPOs (also das mit der höchsten Priorität) verbindlich. |
ÜberprüfungSie können die Erstellung der Gruppen, Benutzer und OUs überprüfen, indem Sie mit dem MMC-Snap-In Active Directory-Benutzer und -Computer die verschiedenen Benutzer und Gruppen suchen. Die Benutzer sollten Mitglieder in den jeweiligen Gruppen sein (unabhängig davon, ob Sie Testbenutzer oder die tatsächlichen Benutzerkonten für die PKI-Administration verwenden). Sie können mit den folgenden Schritten überprüfen, ob die Berechtigungen auf den Container für öffentliche Schlüssel korrekt angewendet werden: Sie müssen auf dem System, auf dem Sie dieses Verfahren durchführen, Windows Server 2003 Support Tools installieren. Die Überprüfung muss nicht auf einer CA erfolgen. Hinweis: Melden Sie sich für das folgende Verfahren nicht mit verschiedenen Benutzerkonten an, verwenden Sie stattdessen Runas.exe oder die Menüoption Ausführen als im Windows Explorer, um das MMC-Snap-In ADSIEDIT im Kontext des erforderlichen Benutzers auszuführen. So überprüfen Sie die Berechtigungen für öffentliche Schlüssel 1. | Melden Sie sich auf einem Domänenmitgliedsserver (z. B. einem ausstellenden CA-Server) als Organisations-PKI-Administrator an. | 2. | Starten Sie mmc.exe, und laden Sie das ADSI Edit Snap-In. | 3. | Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Ordner ADSI-Bearbeitung, wählen Sie Verbinden mit aus, und wählen Sie in der Dropdown-Liste Select a Well Known Naming Context (Wählen Sie einen bekannten Namenskontext aus) den Eintrag Konfiguration aus. | 4. | Wechseln Sie zum Container für öffentliche Schlüssel, und klicken Sie mit der rechten Maustaste auf diesen Container. Wählen Sie Neu und anschließend Objekt aus. | 5. | Wählen Sie in der Liste den Eintrag Container aus, und geben Sie einen Namen ein (zum Beispiel Test). Das Containerobjekt sollte erfolgreich im Container für öffentliche Schlüssel erstellt werden. | 6. | Löschen Sie das Containerobjekt, das Sie gerade angelegt haben. | 7. | Es sollte nicht möglich sein, Containerobjekte an einer anderen Stelle des Containers für die Konfiguration anzulegen (an anderer Stelle als im Container für Dienste). | 8. | Melden Sie sich als Mitglied der Gruppe Enterprise PKI Publishers an. | 9. | Laden Sie ADSIEdit, und stellen Sie eine Verbindung mit dem Konfigurationsnamenskontext (naming context, NC) her. | 10. | Versuchen Sie, ein Containerobjekt im Container für öffentliche Schlüssel zu erstellen es müsste misslingen. | 11. | Erstellen Sie ein Testobjekt (ein Containerobjekt) in den jeweils untergeordneten Containern für AIA, CDP und CAs. | 12. | Entfernen Sie diese Testobjekte wieder, nachdem Sie sie erfolgreich anlegen konnten. Vorsicht: Achten Sie sehr genau darauf, dass Sie wirklich nur die Testobjekte löschen, die Sie erstellt haben. Enterprise PKI Admins verfügen über ausreichende Berechtigungen zum Löschen des gesamten Containers für öffentliche Schlüssel. Hinweis: Wenn Sie die Windows Server 2003 Support-Tools nicht installieren, steht ADSIEdit nicht zur Verfügung. Sie können diese Schritte auch mithilfe der mitgelieferten Befehlszeilenhilfsprogramme dsadd.exe und dsrm.exe durchführen. Sie sollten aber gerade hier sehr genau darauf achten, die richtige Syntax und die richtigen Verzeichnisobjektpfade zu verwenden. Testen Sie die Befehle vor dem Einsatz in der Produktion sorgfältig auf einem Testsystem. |
Absichern von Windows Server 2003 für die ZertifikatsdiensteIn diesem Abschnitt wird erläutert, wie Sie Sicherheitsrichtlinien und andere Sicherheitsregeln in Windows Server anwenden, bevor Sie die Zertifikatsdienste installieren. Sie sollten außerdem den Abschnitt über "Physische Absicherung" in Kapitel 4 "Entwerfen der Infrastruktur öffentlicher Schlüssel" lesen. Implementieren der Absicherung auf dem Server für die StammzertifizierungsstelleIm Folgenden wird die Konfiguration von lokalen Gruppen- und Benutzerkonten und der Einsatz von Sicherheitsrichtlinien auf dem CA-Server beschrieben. Erstellen von lokalen Benutzerkonten und Sicherheitsgruppen auf der StammzertifizierungsstelleDa die Stamm-CA kein Mitglied einer Domäne ist, müssen administrative Rollen und Funktionen mithilfe lokaler Benutzerkonten und Sicherheitsgruppen festgelegt werden. So erstellen Sie lokale Benutzerkonten und Gruppen auf dem Server für die Stamm-CA 1. | Führen Sie zum Erstellen lokaler CA-Verwaltungsgruppen auf der Stamm-CA das folgende Skript aus: Cscript //job:CertLocalGroups C:\MSSScripts\ca_setup.wsf Das Skript erstellt die in der folgenden Tabelle aufgeführten lokalen Gruppen. Tabelle 7.11: Gruppennamen und Verwendungszweck CA Admins | Haben volle administrative Kontrolle über die CA, entscheiden auch über Mitgliedschaft von anderen Rollen | Certificate Managers | Verwalten Zertifikatsausstellung und –entfernung | CA Auditors | Verwalten Überwachungsdaten für die CA | CA Backup Operators | Verfügen über Berechtigungen, CA-Schlüssel und –Daten zu sichern und wiederherzustellen |
| 2. | Erstellen Sie lokale Benutzerkonten für die Personen, die die CA verwalten. Zu Testzwecken und zur Verdeutlichung erstellt das folgende Skript allgemeine Konten, die mit den oben definierten Rollen übereinstimmen. Sie sollten diesen Schritt jedoch überspringen, wenn Sie in der Lage sind, die eigentlichen Konten an dieser Stelle zu erstellen. Erstellen Sie stattdessen diese Konten. Cscript //job:CertLocalTestAccts C:\MSSScripts\ca_setup.wsf Das Skript generiert mittels CAPICOM pseudo-zufällige Kennwörter für alle Konten (um keine Konten ohne Kennwörter zu erstellen). Notieren Sie sich die Kennwörter (Skriptausgabe), oder ersetzen Sie sie durch eigene. Hinweis: Die Verwendung von allgemeinen Konten wie diesen, bei denen die Kennwörter mehreren Administratoren bekannt sind, verhindert eine sinnvolle Überwachung. Außer in einer Testumgebung sollten Sie immer Konten verwenden, die Sie eindeutig einzelnen Personen zuordnen können. Das Skript erstellt die in der folgenden Tabelle aufgeführten lokalen Konten. Tabelle 7.12: Kontennamen und Verwendungszweck CAAdmin | Haben volle administrative Kontrolle über die CA, entscheiden auch über Mitgliedschaft von anderen Rollen | CertManager | Verwalten Zertifikatsausstellung und –entfernung | CAAuditor | Verwalten Überwachungsdaten für die CA | CABackup | Verfügen über Berechtigungen, CA-Schlüssel und –Daten zu sichern und wiederherzustellen |
Hinweis: Die Testkonten zeigen die komplexeste Konfiguration der Administrationsrollen jeder CA-Rolle wird ein eigenes Benutzerkonto zugeordnet. Dies macht jedoch erst Sinn, wenn Sie über genügend Personen haben, um diese Rollen zu übernehmen. Es ist durchaus zulässig, dass einzelne Benutzerkonten zu mehreren oder sogar zu allen Rollengruppen gehören, wenn dadurch Ihre administrative Struktur präziser wiedergegeben wird | 3. | Fügen Sie diese Benutzerkonten den jeweiligen administrativen Sicherheitsgruppen hinzu. Verwenden Sie die folgende Tabelle für die Testkonten, oder verwenden Sie Ihre eigenen Konten gemäß den in Ihrer Organisation definierten IT-Rollen und Sicherheitsrichtlinien. Tabelle 7.13: Kontennamen und Gruppenmitgliedschaften CAAdmin | CA Admins | CertManager | Certificate Managers | CAAuditor | –CA Auditors –Administrators | CABackup | CA Backup Operators |
Hinweis: Die Mitglieder der Gruppe CA Admins können auch zu Mitgliedern der lokalen Administratorengruppe gemacht werden. Es gibt bestimmte Aufgaben, die lokale Administrationsberechtigungen erfordern. Auf diese Weise können Sie diese Aufgaben mit denen der Rolle CA Admins verbinden. |
Erstellen eines vereinfachten Administrationsmodells für die StammzertifizierungsstelleDie meisten Organisationen benötigen eine so komplexe Administrationsstruktur wie oben gezeigt nicht. Einige Organisationen benötigen möglicherweise keine Rollentrennung, andere verwenden drei Rollen: CA-Administrator, Prüfer und Sicherungsoperator. Diese Rollen sind in der folgenden Tabelle dargestellt. (Dabei wird eine Teilmenge der Testkonten verwendet, die zu einem früheren Zeitpunkt erstellt wurden.) Table 7.14: Gruppenzuordnung im vereinfachten Administrationsmodell CAAdmin | CA Admins Certificate Managers Administrators | CA Auditor | CA Auditors Administrators | CABackup | CA Backup Operators |
Überprüfen der Gruppen und KontenÜberprüfen Sie die Erstellung der Gruppen, Benutzer und Gruppenmitgliedschaften im Knoten Benutzer und Gruppen des MMC-Snap-ins Computerverwaltung. Zuweisen von Sicherheitseinstellungen für das System auf dem Server für die StammzertifizierungsstelleDie Zertifikatsserver werden mithilfe der Rolle Unternehmensclient Zertifikatsdienste abgesichert, die im Sicherheitshandbuch für Windows Server 2003-Sicherheitshandbuch definiert ist (siehe auch Abschnitt "Weitere Informationen" am Ende dieses Kapitels). Die Stamm-CA ist kein Mitglied einer Domäne, deshalb müssen die Sicherheitsvorlagen und Verfahren manuell zugewiesen werden. Sie finden die folgenden Sicherheitsvorlagen im Windows Server 2003-Sicherheitshandbuch. Kopieren Sie sie auf den Stamm-CA-Server in den Ordner C:\MSSScripts. | • | Unternehmensclient Domänencontroller.inf | | • | Unternehmensclient Mitgliedsserverbasisrichtlinie.inf | | • | Unternehmensclient Zertifikatsdienste.inf |
Passen Sie die Sicherheitsvorlagen an, und weisen Sie die Vorlagen dann dem Server zu. Befolgen Sie dabei die folgenden Angaben. So passen Sie Sicherheitsvorlagen an 1. | Melden Sie sich als lokaler Administrator an, und laden Sie Unternehmensclient Zertifikatsdienste.inf in die Sicherheitsvorlagen-MMC. | 2. | Ändern Sie im Zweig Lokale Richtlinien\Sicherheitsoptionen die folgenden Einträge in Übereinstimmung mit den Sicherheitsstandards Ihrer Organisation: | • | Konten: Administratorkonto umbenennen: NeuerAdminName | | • | Konten: Gastkonto umbenennen: NeuerGastName | | • | Interaktive Anmeldung: Nachricht für Benutzer, die sich anmelden möchten: RechtshinweisText | | • | Interaktive Anmeldung: Nachrichtentitel für Benutzer, die sich anmelden möchten: RechtshinweisTitel Hinweis: Legen Sie die Werte für diese Einträge auf Basis der aktuellen Richtlinien Ihrer Organisation fest. Sie müssen diese Werte nicht konfigurieren, obwohl es empfohlen wird, dies zu tun. |
| 3. | Fügen Sie unter Lokale Richtlinien\Zuweisung von Benutzerrechten die lokale Gruppe CA Auditors zu den Benutzerrechten Manage Auditing and Security Log (Überwachungs- und Sicherheitsprotokoll verwalten) hinzu. | 4. | Fügen Sie unter Lokale Richtlinien\Zuweisung von Benutzerrechten die lokale Gruppe CA Backup Operators zu den folgenden Benutzerrechten hinzu: | • | Back up files and directories (Dateien und Verzeichnisse sichern) | | • | Wiederherstellen von Dateien und Verzeichnissen |
| 5. | Fügen Sie unter Lokale Richtlinien\Zuweisen von Benutzerrechten die folgenden lokalen und Gruppen zu den Benutzerrechten für Lokal anmelden zulassen hinzu: | • | Administrators | | • | Backup Operators | | • | CA Admins | | • | Certificate Managers | | • | CA Auditors | | • | CA Backup Operators |
| 6. | Öffnen Sie die Eigenschaften der folgenden Dienste im Ordner Systemdienste, und klicken Sie auf Diese Richtlinieneinstellung in der Vorlage definieren. Klicken Sie auf OK, um die Standardberechtigungen zu akzeptieren. Setzen Sie den Wert für Startmodus des Dienstes festlegen auf Automatisch. | • | Wechselmedien | | • | Volumenschattenkopie | | • | MS Software Shadow Copy Provider Hinweis: Diese Dienste sind in der Sicherheitsvorlage Mitgliedsserverbasisrichtlinie deaktiviert, sind aber für NTBackup.exe erforderlich. |
| 7. | Speichern Sie die Änderungen, während Sie die Vorlage noch ausgewählt haben (klicken Sie im Menü Datei auf Speichern), und schließen sie die MMC. | 8. | Führen Sie die folgenden Befehle in der angegebenen Reihenfolge aus, um die erforderlichen Sicherheitsvorlagen anzuwenden. Es ist möglich, dass Secedit einige Warnungen anzeigt Sie können diese ruhig ignorieren (Fehlermeldungen sollten Sie allerdings untersuchen): secedit /configure /db %temp%\casec.db /cfg "C:\MSSScripts\Enterprise Client - Domain.inf" /overwrite /log "%temp%\Enterprise Client - Domain.log" secedit /configure /db %temp%\casec.db /cfg "C:\MSSScripts\Enterprise Client–Member Server Baseline.inf" /log "%temp%\Enterprise Client–Member Server Baseline.log" secedit /configure /db %temp%\casec.db /cfg "C:\MSSScripts\Enterprise Client - Certificate Services.inf" /log "%temp%\Enterprise Client - Certificate Services.log" (Diese Befehle werden hier in mehreren Zeilen dargestellt. Geben Sie sie in einer Zeile ein.) Hinweis: Im Windows Server 2003-Sicherheitshandbuch finden Sie eine ausführlichere Besprechung dieser Sicherheitseinstellungen. |
Überprüfen der SicherheitseinstellungenMit dem folgenden Verfahren können Sie überprüfen, ob die Sicherheitseinstellungen richtig zugewiesen wurden: So überprüfen Sie die Sicherheitseinstellungen der Stamm-CA 1. | Überprüfen Sie die Protokolle, die im vorherigen Verfahren von Secedit erstellt wurden. Stellen Sie sicher, dass keine schweren Fehler protokolliert wurden. (Einige Warnungen oder kleine Fehler sind normal, achten Sie jedoch darauf, ob die Anwendung der Sicherheitsvorlagen fehlgeschlagen ist.) | 2. | Starten Sie den Server neu, und überprüfen Sie, ob alle Dienste wie erwartet starten und keine Fehler im Ereignisprotokoll vermerkt werden. | 3. | Versuchen Sie sich anzumelden entweder mit einem der Testkonten oder einem Ihrer eigenen Konten. Sie sollten sich anmelden und den Rechtshinweis sehen können. |
Implementieren der Absicherung auf dem Server für die ausstellende ZertifizierungsstelleDer folgende Abschnitt beschreibt die Zuweisung der Sicherheitsrichtlinien für den CA-Server. Zuweisen von Sicherheitseinstellungen für das System auf dem Server für die ausstellende ZertifizierungsstelleDie Zertifikatsserver werden mit der Zertifikatsdienste-Serverrolle abgesichert, die im Windows Server 2003-Sicherheitshandbuch definiert wird. Da die ausstellende CA Mitglied einer Domäne ist, werden die Einstellungen der Sicherheitsrichtlinien durch domänenbasierte Gruppenrichtlinien zugewiesen. Um die Sicherheitseinstellungen zuzuweisen, müssen Sie eine passende OU-Struktur für die Computerobjekte der CA-Server und die GPO-Struktur erstellen. Erstellen Sie drei GPOs: | • | Unternehmensclient Mitgliedsserverbasisrichtlinie | | • | Unternehmensclient Zertifikatsdienste | | • | Unternehmensclient Zertifikatsdienste IIS (nur erforderlich, wenn IIS auf dem CA installiert ist) Hinweis: Das Windows Server 2003-Sicherheitshandbuch beschreibt außerdem empfohlene Einstellungen für die Domänenrichtlinie (Richtlinien für Kennwörter und Kontensperrungen). Diese Einstellungen werden von allen Computern in der Domäne geerbt. Wenn Sie Ihre Richtlinien auf Domänenebene nicht ändern, die empfohlenen Einstellungen jedoch auf die ausstellende CA anwenden möchten, müssen Sie ein viertes GPO erstellen. Dieses verbinden Sie dann mit der CA-OU: Unternehmensclient Kontorichtlinien für Zertifikatsdienste Beim Importieren der Domänenrichtlinienvorlage in dieses GPO sollten Sie das folgende Verfahren beachten: Diese Einstellungen betreffen nur die lokalen Konten auf der CA selbst. |
Es beschreibt die Schritte, mit denen Sie OUs und GPOs für Ihr Unternehmen erstellen können. Die GPO- und OU-Namen dienen nur als Beispiel; Sie müssen das Verfahren an Ihre eigenen Domänenstandards für OUs und GPOs anpassen. So erstellen Sie OUs und GPOs für die CA-Server 1. | Verwenden Sie die folgenden Sicherheitsvorlagen aus dem Windows Server 2003-Sicherheitshandbuch: | • | Unternehmensclient Domäne | | • | Unternehmensclient Mitgliedsserverbasisrichtlinie | | • | Unternehmensclient Zertifikatsdienste | | • | Unternehmensclient IIS-Server (nur erforderlich, wenn IIS auf der CA installiert ist) |
| 2. | Melden Sie sich als Domänenadministrator oder als Benutzer an, der über die Rechte verfügt, die in Schritt beschriebenen OUs anzulegen. Sie müssen außerdem ein Mitglied der Gruppe "Richtlinien-Ersteller-Besitzer" sein. | 3. | Öffnen Sie die MMC für Active Directory-Benutzer und -Computer. | 4. | Erstellen Sie die folgende OU-Struktur: woodgrovebank.com (Domäne) Mitgliedsserver CA | 5. | Öffnen Sie die Eigenschaften des Domänencontainers, und klicken Sie in der Registerkarte Gruppenrichtlinie auf Neu, um ein neues GPO zu erstellen. Nennen Sie es Domänenrichtlinie. | 6. | Bearbeiten Sie das GPO, und wechseln Sie zu Konfiguration\Windows-Einstellungen\Sicherheitseinstellungen. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Ordner Sicherheitseinstellungen, und klicken Sie anschließend auf Importieren. Blättern Sie zur Datei Domain.inf des Unternehmensclients, und wählen Sie diese Vorlage zum Importieren aus. | 7. | Schließen Sie das GPO. | 8. | Wiederholen Sie die vorherigen drei Schritte. Verwenden Sie die in der folgenden Tabelle aufgeführten Kombinationen aus OUs, GPOs und Sicherheitsvorlagen: Tabelle 7.15: Zuordnung der GPOs zu Sicherheitsvorlagen und OUs Mitgliedsserver | Unternehmensclient Mitgliedsserverbasisrichtlinie | Unternehmensclient Mitgliedsserverbasisrichtlinie.inf | CA | Unternehmensclient Zertifikatsdienste | Unternehmensclient Zertifikatsdienste.inf | CA | (Optional siehe Hinweis oben) Unternehmensclient Kontorichtlinien für Zertifikatsdienste | Unternehmensclient Domain.inf | CA | (Optional wenn IIS auf der CA installiert ist) Unternehmensclient Zertifikatsdienste-IIS | Unternehmensclient IIS Server.inf |
Hinweis: Wenn Sie IIS auf dem Server der ausstellenden CA installieren möchten (wie in diesem Kapitel beschrieben), müssen Sie ein zusätzliches IIS-GPO nur für die CAs erstellen. Obwohl Sie möglicherweise auch ein IIS-GPO für Ihre Intranet-IIS-Server eingerichtet haben, wird dringend empfohlen, ein eigenes GPO ausschließlich für die CAs einzurichten. Sie stellen hierdurch sicher, dass sich Änderungen am IIS-GPO nicht auf die Sicherheit der CAs auswirken und die CA-Sicherheitseinstellungen allein durch die CA-GPO-Administratoren gesteuert werden. |
Nachdem Sie die GPOs erstellt und die Vorlagen importiert haben, müssen Sie die Einstellungen in den GPOs anpassen und sie den Zertifikatsdienste-Computern zuweisen. Gehen Sie dazu folgendermaßen vor: So passen Sie die GPOs für die Zertifikatsdienste an und weisen sie zu 1. | Bearbeiten Sie in Active Directory-Benutzer und -Computer das GPO "Unternehmensclient Zertifikatsdienste". Ändern Sie in Computerkonfiguration\Windows-Einstellungen\Sicherheitseinstellungen\Lokale Richtlinien\Sicherheitsoptionen die folgenden Einträge in Übereinstimmung mit den Sicherheits-Standards Ihrer Organisation: | • | Konten: Administratorkonto umbenennen: NeuerAdminName | | • | Konten: Gastkonto umbenennen: NeuerGastName | | • | Interaktive Anmeldung: Nachricht für Benutzer, die sich anmelden möchten: RechtshinweisText | | • | Interaktive Anmeldung: Nachrichtentitel für Benutzer, die sich anmelden möchten: RechtshinweisTitel |
| 2. | Fügen Sie unter Lokale Richtlinien\Zuweisung von Benutzerrechten die Domänengruppe CA Auditors zu den Benutzerrechten Manage Auditing and Security Log (Überwachungs- und Sicherheitsprotokoll verwalten) hinzu. | 3. | Fügen Sie unter Lokale Richtlinien\Zuweisung von Benutzerrechten die CA Backup Operators zu den folgenden Benutzerrechten hinzu: | • | Back up files and directories (Dateien und Verzeichnisse sichern) | | • | Wiederherstellen von Dateien und Verzeichnissen |
| 4. | Fügen Sie unter Lokale Richtlinien\Zuweisen von Benutzerrechten die folgenden lokalen und Domänengruppen zu der Berechtigung Lokal anmelden zulassen hinzu: | • | (lokal) Administrators | | • | (lokal) Backup Operators | | • | (Domäne) Enterprise PKI Admins | | • | (Domäne) Enterprise PKI Publishers | | • | (Domäne) CA Admins | | • | (Domäne) Certificate Managers | | • | (Domäne) CA Auditors | | • | (Domäne) CA Backup Operators |
| 5. | Fügen Sie im Dateisystem den Ordner D:\CertLog hinzu. Stellen Sie sicher, dass die Berechtigungen mit der folgenden Tabelle übereinstimmen. Tabelle 7.16: Ordnerberechtigungen für die CA-Datenbank Administrators | Vollzugriff | Zulassen | System | Vollzugriff | Zulassen | Backup Operators | Vollzugriff | Zulassen | Ersteller-Besitzer | Vollzugriff | Zulassen |
| 6. | Fügen Sie für den gleichen Ordner die in der folgenden Tabelle aufgeführten Überwachungseinträge für die Gruppe "Jeder" hinzu. (Klicken Sie im Dialogfeld Sicherheitauf Erweitert, und klicken Sie dann auf die Registerkarte Überwachung.) Geben Sie als Benutzer- oder Gruppennamen Jeder ein. Nach dem Hinzufügen der Gruppe "Jeder" wird das Dialogfeld Überwachungseintrag für D:\CertLog angezeigt, in dem Sie detaillierte Überwachungseinstellungen vornehmen können. Stellen Sie sicher, dass im Auswahlfeld Übernehmen für der Eintrag Diesen Ordner, Unterordner und Dateien ausgewählt ist. Wählen Sie alle Einträge aus, für die in der Tabelle "Ja" angegeben wird. Tabelle 7.17: Überwachungseinstellungen für den CA-Datenbankordner Vollzugriff | | Ja | Ordner durchsuchen/Datei ausführen | | Ja | Ordner auflisten/Daten lesen | | Ja | Attribute lesen | | Ja | Erweiterte Attribute lesen | | Ja | Dateien erstellen/Daten schreiben | Ja | Ja | Ordner erstellen/Daten anhängen | Ja | Ja | Attribute schreiben | Ja | Ja | Erweiterte Attribute schreiben | Ja | Ja | Unterordner und Dateien löschen | Ja | Ja | Löschen | Ja | Ja | Berechtigungen lesen | | Ja | Berechtigungen ändern | Ja | Ja | Besitz übernehmen | Ja | Ja |
| 7. | Öffnen Sie die Eigenschaften der folgenden Dienste im Ordner "Systemdienste", und klicken Sie auf Diese Richtlinieneinstellung in der Vorlage definieren. Klicken Sie auf OK, um die Standardberechtigungen zu akzeptieren. Setzen Sie den Wert für Startmodus des Dienstes festlegen auf Automatisch. | • | Wechselmedien | | • | Volumenschattenkopie | | • | MS Software Shadow Copy Provider | | • | Taskplaner Hinweis: Diese Dienste sind in der Sicherheitsvorlage Mitgliedsserver-Baselinerichtlinie deaktiviert, die ersten drei sind aber für NTBackup.exe erforderlich. Der Taskplaner-Dienst wird von einigen betriebsbezogenen Skripts verwendet. |
| 8. | Verschieben Sie das Computerkonto der ausstellenden CA in die Zertifikatsdienste-OU. | 9. | Führen Sie auf der ausstellenden CA (der Server, auf dem die CA installiert wird) den folgenden Befehl aus, um die GPO-Einstellungen auf den Computer anzuwenden: gpupdate Hinweis: Im Windows Server 2003-Sicherheitshandbuch finden Sie eine ausführlichere Beschreibung dieser Sicherheitseinstellungen. |
Überprüfen der SicherheitseinstellungenMit dem folgenden Verfahren können Sie überprüfen, ob die Sicherheitseinstellungen richtig zugewiesen wurden: So überprüfen Sie die Sicherheitseinstellungen der Stamm-CA 1. | Überprüfen Sie das Anwendungsereignisprotokoll auf Ereignisse der Quelle SceCli. Nach Ausführung des Befehls gpupdate sollte dort eine Ereigniskennung 1704 angezeigt werden. Der Text des Ereignisses sollte folgendermaßen lauten: Die Sicherheitsrichtlinie in den Gruppenrichtlinienobjekten wurde erfolgreich angewendet. | 2. | Starten Sie den Server neu, und überprüfen Sie, ob alle Dienste wie erwartet starten und keine Fehler im Ereignisprotokoll vermerkt werden. | 3. | Versuchen Sie sich anzumelden entweder mit einem der Testkonten oder einem Ihrer eigenen Konten. Sie sollten sich anmelden und den Rechtshinweis sehen können. |
Konfigurieren der Absicherung von Terminaldiensten auf der ausstellenden ZertifizierungsstelleSie sollten die Terminaldienste auf der ausstellenden CA deaktivieren, da sie sonst eine weitere Möglichkeit für einen Angriff auf die CA bietet. Außerdem wird der Schutz, den Sie im Zusammenhang mit physischen Absicherungsverfahren für die Server eingerichtet haben, erheblich verringert. Wenn Sie die Terminaldienste zur Remoteadministration unbedingt benötigen, sollten Sie die Einstellungen vornehmen, die in der folgenden Tabelle beschrieben werden. Hinweis: Die Terminaldienste auf dem Server der Stamm-CA spielen keine Rolle, da dieser nicht mit dem Netzwerk verbunden ist. Konfigurieren Sie die Einstellungen in dem GPO Zertifikatsdienste oder einem anderen GPO, dass den Online-CA(s) zugewiesen wird. Tabelle 7.18: Zu konfigurierende Einstellungen in Computerkonfiguration\Administrative Vorlagen\Windows-Komponenten\Terminaldienste | Abmelden von Administratoren in Konsolensitzung verweigern | Aktiviert | | Berechtigungsanpassung für lokale Administratoren nicht zulassen | Aktiviert | | Regeln für Remoteüberwachung von Terminaldienste-Benutzersitzungen festlegen | Keine Remoteüberwachung zulassen | Client\Server-Datenumleitung | Zeitzonenumleitung zulassen | Disabled | | Zwischenablageumleitung nicht zulassen | Aktiviert | | Audioumleitung zulassen | Disabled | | COM-Anschlussumleitung nicht zulassen | Aktiviert | | Clientdruckerumleitung nicht zulassen | Aktiviert | | LPT-Anschlussumleitung nicht zulassen | Aktiviert | | Laufwerkumleitung nicht zulassen | Aktiviert | | Standardclientdrucker nicht als Standarddrucker in einer Sitzung festlegen | Aktiviert | Verschlüsselung und Sicherheit | Clients bei der Verbindungsherstellung immer zur Kennworteingabe auffordern | Aktiviert | | Verschlüsselungsstufe der Clientverbindung festlegen | Teuer | Verschlüsselung und Sicherheit\ RPC Sicherheitsrichtlinie | Sicherer Server (Sicherheit erforderlich) | Aktiviert | Sitzungen | Zeitlimit für getrennte Sitzungen festlegen | 10 Minuten | | Erneute Verbindung nur vom ursprünglichen Client zulassen | Aktiviert |
Domänenkonten oder Sicherheitsgruppen, die Zugriff auf die CA-Server per Terminaldienste benötigen, müssen der lokalen Gruppe "Remotedesktopbenutzer" hinzugefügt werden (es sei denn, sie sind bereits Mitglied der lokalen Administratorengruppe). Weitere Windows-KonfigurationsaufgabenJe nach der Infrastruktur und den Standards Ihres Unternehmens wird es höchstwahrscheinlich weitere Konfigurationsaufgaben geben, die Sie sowohl auf den ausstellenden CAs als auch auf den Stamm-CA durchführen müssen. Zu diesen Aufgaben gehören: | • | Ermöglichen von Sicherungen (siehe Kapitel 11) oder Installieren von Sicherungs-Agenten | | • | Einstellen von SNMP-Konfigurationen (Simple Network Management Protocol) oder WMI-Optionen (Windows Management Instrumentation) | | • | Installieren von Verwaltungs-Agenten wie Clientkomponenten für Microsoft Operations Manager (MOM) oder Microsoft Systems Management Server (SMS) | | • | Installieren von Antivirensoftware | | • | Installieren von Systemen zum Schutz vor Eindringungsversuchen |
Wenn installiert, sollten Sie diese Software gemäß den jeweiligen Produktanweisungen überprüfen. Installieren und Konfigurieren der StammzertifizierungsstelleDieser Abschnitt beschreibt die Installation und die Konfiguration von Zertifikatsdiensten auf dem Server der Stamm-CA. Vorbereiten der Datei Capolicy.inf für die StammzertifizierungsstelleBevor Sie eine Stamm-CA unter Windows 2003 einrichten, muss die Datei Capolicy.inf erstellt werden. In dieser Datei sind die Eigenschaften des selbstsignierten Zertifikats der Stamm-CA festgelegt, zum Beispiel die Schlüssellänge und die Gültigkeitsdauer des Zertifikats, die CRL- und AIA-Veröffentlichungsorte, die Zertifikatsrichtlinien und, wenn erstellt, eine Zertifikatverwendungserklärung (Certificate Practices Statement, CPS). Hinweis: Weitere Informationen zur CPS finden Sie im Abschnitt "Erstellen einer Zertifikatverwendungserklärung" des Kapitels 4 "Entwerfen der Infrastruktur öffentlicher Schlüssel". Eine CPS ist kein technisches, sondern ein juristisches Dokument; Sie sollten daher sicher sein, dass Sie so ein Dokument benötigen, bevor Sie es für Ihre CA konfigurieren. CRL- und AIA-Informationen werden für das Stamm-CA-Zertifikat selbst nicht benötigt. Deshalb werden die Parameter CRLDistributionPoint und AuthorityInformationAccess in der Datei Capolicy.inf auf Leer gesetzt. So erstellen Sie die Datei CAPolicy.inf 1. | Geben Sie in einem Texteditor, zum Beispiel Editor, den folgenden Text ein: [Version]
Signature= "$Windows NT$"
[Certsrv_Server]
RenewalKeyLength=4096
RenewalValidityPeriod=Years
RenewalValidityPeriodUnits=16
[CRLDistributionPoint]
Empty=true
[AuthorityInformationAccess]
Empty=true Vorsicht: Die Verwendung von Schlüssellängen von 4.096-Bit kann Kompatibilitätsprobleme verursachen. Bestimmte Geräte (beispielsweise bestimmte Router) und ältere Software von Fremdanbietern können Schlüssel nur bis zu einer bestimmten Größe verarbeiten. | 2. | Wenn Sie für diese CA eine CPS definiert haben, fügen Sie die folgenden Einträge Ihrer Datei Capolicy.inf hinzu (Ersetzen Sie dabei alle kursiv gesetzten Einträge mit Ihren eigenen Werten.): [CAPolicy]
Policies=WoodGrove Bank Root CA CPS
[WoodGrove Bank Root CA CPS]
OID=your.Orgs.OID
URL = "http://www.woodgrovebank.com/YourCPSPage.htm" | 3. | Speichern Sie die Datei als %windir%\Capolicy.inf (oder ersetzen Sie %windir% durch den absoluten Pfad des Ordners, in dem Windows installiert ist, zum Beispiel C:\Windows). Sie müssen für diesen Vorgang entweder ein lokaler Administrator sein, oder über die Berechtigung zum Schreiben in den Windows-Ordner verfügen. |
Installieren der Softwarekomponenten für die ZertifikatsdiensteInstallieren Sie die CA-Softwarekomponenten mithilfe des Assistenten für Windows-Komponenten. Beachten Sie, dass Sie zur Beendigung der Installation die Windows Server 2003-Installations-CD oder einen Netzwerkpfad benötigen. So installieren Sie die Zertifikatsdienste 1. | Melden Sie sich als lokaler Administrator an, und führen Sie den Manager für optionale Komponenten aus (oder klicken Sie in der Systemsteuerung auf Software und anschließend auf Windows-Komponenten hinzufügen/Entfernen): sysocmgr /i:sysoc.inf. | 2. | Wählen Sie die Komponente Zertifikatsdienste aus. (Klicken Sie auf Ja, um den Warnhinweis zum Umbenennen zu schließen.) | 3. | Wählen Sie als CA-Typ Eigenständige Stammzertifizierungsstelle aus. Stellen Sie sicher, dass das Kontrollkästchen Benutzerdefinierte Einstellungen verwenden aktiviert ist. | 4. | Übernehmen Sie im Dialogfeld Öffentlich-privates Schlüsselpaar die Standardeinstellungen bis auf die Schlüssellänge, die auf 4096 eingestellt werden sollte. Der CSP Type (Kryptographiedienstanbieter-Typ) sollte Microsoft Strong Cryptographic Provider sein. | 5. | Geben Sie die Identitätsinformationen für die CA wie folgt ein: | • | Definierter Name der CA: WoodGrove Bank Root CA | | • | Differenziertes Namensuffix: DC=woodgrovebank,DC=com (Stammname der Active Directory-Gesamtstruktur Ihrer Organisation) | | • | Gültigkeitszeitraum: 8 Jahre Hinweis: Wenn auf dem Computer vorher bereits einmal eine CA installiert war, werden Sie gefragt, ob Sie den privaten Schlüssel der alten Installation überschreiben möchten. Bevor Sie fortfahren, sollten Sie sicherstellen, dass Sie den Schlüssel nie wieder benötigen. Brechen Sie die Installation im Zweifelsfall ab, und sichern Sie zunächst die vorhandenen Schlüsselinformationen. (Verwenden Sie hierzu entweder eine Systemsicherung oder eine Sicherung des vorhandenen CA-Zertifikats und des privaten Schlüssels.) Informationen hierzu finden Sie in Kapitel 11 "Verwalten der Infrastruktur öffentlicher Schlüssel". |
Das Schlüsselpaar wird vom CSP generiert und in den Schlüsselspeicher des lokalen Computers geschrieben. | 6. | Übernehmen Sie die Standardeinstellungen für die Speicherorte der Zertifikatsdatenbank, Datenbankprotokolle und Konfigurationsordner. Hinweis: Möglicherweise zeigt das Setup eine Warnung an, dass kein freigegebener Ordner erstellt werden kann, da alle Netzwerkschnittstellen zu einem früheren Zeitpunkt deaktiviert wurden. Sie können die Warnung ignorieren. Sie müssen für die Zertifikatsdatenbank und die Zertifikatsdatenbank-Protokolle lokale NTFS-Laufwerke angeben. Der Manager für optionale Komponenten installiert dann die Komponenten für Zertifikatsdienste. Für diesen Teil des Prozesses ist die Windows Server 2003-Installations-CD erforderlich. | 7. | Klicken Sie auf OK, um die Warnung bezüglich der IIS zu übergehen, und setzen Sie die Installation fort. |
Überprüfen der Stammzertifizierungsstellen-InstallationSie können die erfolgreiche Installation der Zertifikatsdienste wie folgt überprüfen: So überprüfen Sie die erfolgreiche Installation der Stamm-CA 1. | Öffnen Sie die CA-Verwaltungskonsole (CA-MMC). Klicken Sie hierzu auf Start, Alle Programme,Verwaltung. Überprüfen Sie, ob die Zertifikatsdienste gestartet wurden und ob Sie die Eigenschaften der CA anzeigen können. | 2. | Wählen Sie auf der Registerkarte Allgemein den Eintrag Zertifikat Nr. 0 in der Liste der CA-Zertifikate aus, und klicken Sie dann auf Zertifikat anzeigen. | 3. | Überprüfen Sie, ob im Register Details des CA-Zertifikats die angezeigten Werte mit denen in der folgenden Tabelle übereinstimmen. Tabelle 7.19: Eigenschaften und Erweiterungen des Stamm-CA Zertifikats Aussteller und Antragsteller | Sollten übereinstimmen und den vollständigen definierten Namen der CA plus DN-Suffix anzeigen, das Sie während der Installation angegeben haben. | Gültig ab Gültig bis | 16 Jahre | Länge des öffentlichen Schlüssels | RSA (4096 Bit) | Schlüsselverwendung | Digitale Signatur, Zertifikatsignierung, Offlinesignierung der CRL, Signierung der CRL (86) | Basiseinschränkungen (kritisch) | Subject Type=CA (Typ des Antragstellers=CA) Path Length Constraint=None (Pfadlängeneinschränkung=Keine) |
Es ist wichtig, dass die Basiseinschränkungen für den Typ des Antragstellers eingetragen sind dieser Wert unterscheidet ein CA-Zertifikat von einem Endeinheitszertifikat. Außerdem sollten keine CDP- oder AIA-Erweiterungen aufgeführt sein. Sollte einer der vorstehenden Werte nicht Ihren Erwartungen entsprechen, wiederholen Sie die Installation der Zertifikatsdienste. Hinweis: Wenn eine erneute Installation der Zertifikatsdienste erforderlich ist, wird eine Warnung angezeigt, die auf den bereits vorhandenen privaten Schlüssel hinweist. Wenn Sie wissen, dass Sie keine Zertifikate ausgestellt haben, die diesen Schlüssel verwenden, können Sie diese Warnung ignorieren und einen neuen Schlüssel generieren. Wenn die Zertifizierungsstelle bereits Zertifikate (abgesehen von Testzertifikaten) ausgestellt hat, sollten Sie die Neuinstallation erst durchführen, wenn der vorherige Schlüssel und das Zertifikat gesichert wurden. Informationen hierzu finden Sie in Kapitel 11 "Verwalten der Infrastruktur öffentlicher Schlüssel". | 4. | Zur weiteren Überprüfung oder zur Unterstützung bei der Problembehandlung finden Sie das Setup-Protokoll für die Zertifikatsdienste unter %systemroot%\certocm.log. |
Konfigurieren der Stammzertifizierungsstellen-EigenschaftenDie Konfiguration der CA weist einige Parameter zu, die von der Umgebung abhängig sind. Die Werte für diese Parameter finden Sie oben im Abschnitt "Planungstabelle Zertifikatsdienste". Mit diesem Verfahren werden die CA-Eigenschaften konfiguriert, die in der folgenden Tabelle beschrieben werden: Tabelle 7.20: Zu konfigurierende CA-Eigenschaften URLs der CDPs | Gibt HTTP-, LDAP- und Dateispeicherorte an, von denen eine aktuelle CRL erhalten werden kann Der Dateispeicherort ist ein lokaler Ordner und wird nur von der CA verwendet, um die ausgestellten CRLs zu speichern; nur die LDAP- und HTTP-Speicherorte sind in den ausgestellten Zertifikaten enthalten. Der HTTP-URL wird vor dem LDAP-URL aufgeführt, damit Clients, die Zertifikate der Stamm-CA verwenden, nicht von Active Directory abhängig sind. | AIA-URLs | Speicherorte, von denen CA-Zertifikate bezogen werden können. Wie bei den CDPs dient der Dateispeicherort nur als Speicherort zum Veröffentlichen der CA-Zertifikate, wobei der HTTP-URL Vorrang vor dem LDAP-URL hat. | Gültigkeitsdauer | Maximale Gültigkeitsdauer für ausgestellte Zertifikate. (Dies ist ein anderer Wert als die Gültigkeitsdauer des CA-Zertifikats, die in CAPolicy.inf oder durch die übergeordnete CA bestimmt wird.) | CRL-Dauer | Häufigkeit der CRL-Veröffentlichung. | CRL-Überlappungszeit | Überlappungszeit zwischen Ausstellung einer neuen CRL und Ablauf der alten CRL. | Delta–CRL-Dauer | Häufigkeit der Delta-CRL-Veröffentlichung (auf der Stamm-CA sind Delta-CRLs deaktiviert). | CA-Überwachung | CA-Überwachungseinstellungen Alle Überwachungseinstellungen sind standardmäßig aktiviert. |
Hinweis: Die in dieser Tabelle aufgeführten Eigenschaften wirken sich auf die von der Stamm-CA ausgestellten Zertifikate aus, nicht auf die Stamm-CA selbst. So konfigurieren Sie die Eigenschaften der Stamm-CA 1. | Melden Sie sich am CA-Server als lokaler Administrator an. | 2. | Passen Sie das Skript C:\MSSScripts\pkiparams.vbs so an, dass es die korrekte DN des Stammes Ihrer Active Directory-Gesamtstruktur enthält. Passen Sie auch den HTTP-URL an, der auf Ihren CDP- und AIA-veröffentlichenden Webserver verweist. Ändern Sie dazu den Wert der Eigenschaft AD_ROOT_DN, sodass er der DN Ihrer Active Directory-Stammdomäne der Gesamtstruktur entspricht. Ändern Sie die Einstellung HTTP_PKI_VROOT, sodass der HTTP-Pfad mit dem virtuellen IIS-Verzeichnis übereinstimmt, das Sie zu einem früheren Zeitpunkt eingerichtet haben. Hinweis: Hier wird nur ein Teil der Datei pkiparams.vbs gezeigt. Ändern oder entfernen Sie keine anderen Einträge in der Datei, es sei denn, Sie verstehen die damit verbundenen Auswirkungen. '**************************************************************************
' USER SETTABLE CONSTANTS
'
' These values MUST be set to reflect actual values used
' by the organization.
'**************************************************************************
' This is the URL where CRL and CA certs are to be published.
CONST CA_HTTP_PKI_VROOT = " http://www.woodgrovebank.com/pki"
' This needs to be set only if non Active directory clients need to query
' the ldap URL for CRLs. Normally they are OK with HTTP. If you do set this
' (to a specific DC FQDN) ALL clients will use this DC to query. Left blank
' AD clients use their default LDAP server (local DC) to query.
CONST CA_LDAP_SERVER = ""
' This needs to be set to the DN of the Active Directory Forest root domain
' This is used to set the Root CA CDP and AIA paths so that clients can
' obtain CRL and CA Certificate information from the Active Directory
CONST AD_ROOT_DN = "DC=woodgrovebank,DC=com" | 3. | Führen Sie anschließend das folgende Skript aus: Cscript //job:RootCAConfig C:\MSSScripts\ca_setup.wsf |
Konfigurieren administrativer RollenUm administrative Rollen für die CA verwenden zu können (zum Beispiel Auditor, Certificate Manager), müssen Sie die zuvor erstellten Sicherheitsgruppen den einzelnen Rollen zuordnen. Hinweis: Diese Anleitung verwendet die zuvor angelegten Gruppen zum Definieren mehrerer separater Rollen. Sie erreichen damit eine maximale Flexibilität beim Delegieren von Verantwortlichkeiten für Ihre CA-Verwaltung. Wenn Sie diese Delegationsebene jedoch nicht benötigen, sollten Sie das vereinfachte Administrationsgruppenmodell verwenden, das weiter oben beschrieben wurde. Mithilfe des vereinfachten Modells können Sie dann die administrativen Funktionen auf den CAs auf weniger Konten verteilen. So konfigurieren Sie administrative Rollen auf der Stamm-CA 1. | Klicken Sie in der CA-Verwaltungskonsole auf Eigenschaften, um die Eigenschaften der CA zu bearbeiten. | 2. | Klicken Sie auf die Registerkarte Sicherheit, und fügen Sie die lokalen Sicherheitsgruppen hinzu, die in der folgenden Tabelle aufgelistet sind. Fügen Sie jeder Gruppe die angegebenen Berechtigungen hinzu. Tabelle 7.21: Hinzuzufügende Einträge für CA-Berechtigungen CA Admins | CA verwalten | Zulassen | Certificate Managers | Zertifikate ausstellen und verwalten | Zulassen |
Hinweis: Wenn Sie mit der vollständigen Rollentrennung arbeiten möchten, sollten Sie aus der lokalen Administratorengruppe auch die Berechtigungen zur CA-Verwaltung entfernen. (Da die Stamm-CA auf der Windows Server Standard Edition installiert ist, können Sie die Rollentrennung nicht erzwingen diese Option ist nur in der Enterprise Edition verfügbar.) | 3. | Mit der Sicherheitsrichtlinie, die vorab schon auf den Server angewendet wurde, sind andere CA-Sicherheitsrollen für diese CA bereits definiert worden: | • | CA Auditors wurden Benutzerrechte zur Verwaltung von Sicherheits- und Überwachungsprotokollen gewährt. | | • | Backup Operators verfügen über die erforderlichen Rechte zum Sichern und Wiederherstellen der CA. |
|
Übertragen des Stammzertifizierungsstellen-Zertifikats und der Zertifikatssperrliste auf DisketteSie müssen das Zertifikat der Stamm-CA und die CRL von der CA kopieren, damit sie in Active Directory und auf dem IIS-Server veröffentlicht werden können. So kopieren Sie das Stamm-CA-Zertifikat und die CRL auf Diskette 1. | Melden Sie sich auf dem Stamm-CA-Server als lokaler CA Administrator an, und legen Sie dann für die Übertragung eine Diskette in das Laufwerk ein. | 2. | Führen Sie das folgende Skript aus. Sie kopieren damit das CA-Zertifikat auf die Diskette: Cscript //job:GetCACerts C:\MSSScripts\CA_Operations.wsf | 3. | Führen Sie das folgende Skript aus. Sie kopieren damit die CA-CRL auf die Diskette: Cscript //job:GetCRLs C:\MSSScripts\CA_Operations.wsf | 4. | Versehen Sie die Diskette mit dem Namen Transfer-[HQ-CA-01] und dem Datum, und heben Sie sie zur späteren Verwendung in dem Verfahren auf. Hinweis: Die Diskette enthält keine sicherheitskritischen Informationen (wie private Schlüssel der CA). Deshalb müssen Sie bei Ihrem Gebrauch keine besonderen Sicherheitsvorkehrungen treffen. |
Veröffentlichen der Stammzertifizierungsstellen-InformationenBevor Sie die ausstellende CA installieren können, müssen Sie das Zertifikat der Stamm-CA dem Active Directory-Speicher der vertrauenswürdigen Stamm-CAs hinzufügen und die CRL der Stamm-CA im Active Directory-CDP-Container veröffentlichen. Dadurch importieren alle Domänenmitglieder (einschließlich der ausstellenden CA) das Zertifikat der Stamm-CA in ihre eigenen Listen und können den Sperrstatus jedes von der Stamm-CA ausgestellten Zertifikats überprüfen. (Die ausstellende CA muss den Sperrstatus ihres eigenen Zertifikats überprüfen, bevor die Zertifikatsdienste starten.) Hinweis: Sie können das folgende Verfahren von jedem Domänenmitglied aus durchführen. Allerdings müssen Certutil.exe und die Bibliotheksdateien certadm.dll und certcli.dll auf dem System installiert sein certutil.exe (plus erforderlicher DLLs) wird als Bestandteil von Windows Server 2003 installiert. Sie können dafür zum Beispiel den unkonfigurierten Server der ausstellenden CA verwenden. So veröffentlichen Sie das Zertifikat und die CRL der Stamm-CA in Active Directory 1. | Melden Sie sich auf einem Computer, der Mitglied der Domäne ist, als Organisations-PKI-Administrator an, und legen Sie die Diskette mit dem zuvor gespeicherten Zertifikat und der CRL der Stamm-CA (mit dem Namen Transfer-[HQ-CA-01]) ein. | 2. | Führen Sie das folgende Skript aus, um das CA-Zertifikat in Active Directory zu veröffentlichen:: Cscript //job:PublishCertstoAD C:\MSSScripts\CA_Operations.wsf | 3. | Führen Sie das folgende Skript aus, um die CA-CRL(s) in Active Directory zu veröffentlichen: Cscript //job:PublishCRLstoAD C:\MSSScripts\CA_Operations.wsf |
Veröffentlichen des Stammzertifizierungsstellen-Zertifikats und der Zertifikatssperrliste auf dem WebserverDieser Schritt ist erforderlich, da HTTP-Versionen der CDP- und AIA-URLs in den Zertifikaterweiterungen der CA-Zertifikate angegeben sind. Wenn diese Erweiterungen vorhanden sind, müssen sie durch die Veröffentlichung der CRLs und Zertifikate an die in den Zertifikaten konfigurierten URLs berücksichtigt werden. Hinweis: Die Vorgehensweise ist identisch. Dabei spielt es keine Rolle, ob sich der CDP- und AIA-veröffentlichende Webserver auf der ausstellenden CA oder auf einem anderen Server befindet. Es wird davon ausgegangen, dass das virtuelle Verzeichnis mit dem Verzeichnis C:\CAWWWPub übereinstimmt, das zu einem früheren Zeitpunkt bei der IIS-Konfiguration eingerichtet wurde. Wenn Sie einen anderen Pfad wählen, müssen Sie in der Datei C:\MSSScripts\PKIParams.vbs den Wert WWW_LOCAL_PUB_PATH aktualisieren. So veröffentlichen Sie das Stamm-CA-Zertifikat und die CRL im Web-URL 1. | Melden Sie sich auf dem Webserver als lokaler Administrator oder mit einem Konto an, das über Schreibberechtigungen für den Ordner C:\CAWWWPub verfügt. | 2. | Stellen Sie sicher, dass sich im Laufwerk die Diskette (mit der Aufschrift Transfer-[HQ-CA-01]) befindet, die die CA-Zertifikate und CRLs enthält. | 3. | Führen Sie das folgende Skript aus, mit dem Sie das CA-Zertifikat in dem Ordner auf dem Webserver veröffentlichen: Cscript //job:PublishRootCertstoIIS C:\MSSScripts\CA_Operations.wsf (Der Befehl wurde in mehreren Zeilen dargestellt. Geben Sie ihn in einer Zeile ein.) | 4. | Führen Sie das folgende Skript aus, um die CA-CRL(s) in dem Ordner auf dem Webserver zu veröffentlichen: Cscript //job:PublishRootCRLstoIIS C:\MSSScripts\CA_Operations.wsf (Der Befehl wurde in mehreren Zeilen dargestellt. Geben Sie ihn in einer Zeile ein.) |
Überprüfen der Veröffentlichung der Stammzertifizierungsstellen-InformationenSie sollten überprüfen, ob die Stamm-CA-Informationen korrekt veröffentlicht wurden. Sie müssen diese Schritte an einem Computer durchführen, der ein Domänenmitglied ist. Der Computer muss mit dem Netzwerk verbunden sein, und Sie müssen ein gültiges Domänenkonto verwenden. Hinweis: Sie müssen möglicherweise warten, bis die Active Directory-Replikation stattgefunden hat. Verwenden Sie den Befehl certutil -pulse, um den Download des Stamm-CA-Zertifikats zu erzwingen, bevor Sie die Veröffentlichung der Stamm-CA-Informationen überprüfen. So überprüfen Sie die Veröffentlichung der Stamm-CA-Informationen 1. | Führen Sie den folgenden Befehl aus, um zu überprüfen, ob das CA-Zertifikat der Liste der vertrauenswürdigen Stamm-CAs hinzugefügt wurde: certutil -viewstore -enterprise Root | 2. | Es sollte ein Zertifikat angezeigt werden. Überprüfen Sie, ob die Werte für Aussteller und Antragsteller zu den Konfigurationswerten für den Stamm-CA-Namen passen und ob das Datum in Gültig ab dem aktuellen Datum entspricht. | 3. | Führen Sie den folgenden Befehl aus, um zu überprüfen, ob die Stamm-CA-CRL im Verzeichnis veröffentlicht wurde. Ersetzen Sie die kursiv gesetzten Einträge durch die Werte Ihrer eigenen Installation (Allgemeiner Name der CA, kurzer Hostname der CA und DN der Stammdomäne Ihrer Active Directory-Gesamtstruktur): certutil -store -enterprise "ldap:///cn=WoodGrove Bank Root CA,cn=HQ-CA-01,cn=CDP,CN=Public Key Services,CN=Services,CN=Configuration,DC=woodgrovebank,DC=com?certificateRevocationList?base?objectClass=crlDistributionPoint" (Der Befehl wurde in mehreren Zeilen dargestellt. Geben Sie ihn in einer Zeile ein.) | 4. | Das Ergebnis sollte der folgenden Ausgabe ähnlich sein. Überprüfen Sie, ob der Wert Aussteller mit dem Wert übereinstimmt, den Sie für die Stamm-CA konfiguriert haben: ================ CRL 0 ================ Aussteller: CN=WoodGrove Bank Root CA,DC=woodgrovebank,DC=com CA-Version: V1.0 CRL-Nummer: CRL Number=1 CRL-Hash(sha1): 73 03 a1 c7 5f a3 c3 f9 8a 09 d0 3c b5 09 00 9c b5 a3 de fe CertUtil: -sign command completed successfully. | 5. | Geben Sie den folgenden URL in einem Browser ein, um die Veröffentlichung des CA-Zertifikates auf dem Webserver zu überprüfen. Ersetzen Sie dabei alle kursiv dargestellten Einträge durch die Werte Ihrer eigenen Umgebung: http://www.woodgrovebank.com/pki/HQ-CA-01_WoodGrove Bank Root CA.crt Hinweis: Möglicherweise müssen Sie den vollqualifizierten DNS-Namen des CA-Servers im Namen der Zertifikatsdatei verwenden d.h. HQ-CA-01.woodgrovebank.com_WoodGrove Bank Root CA.crt anstatt des oben angezeigten Namens. | 6. | Sie werden aufgefordert, die Datei zu öffnen oder zu speichern. Öffnen Sie die Datei, und überprüfen Sie, ob das Zertifikat für die Stamm-CA angezeigt wird. | 7. | Geben Sie den folgenden URL in einem Browser ein, um die Veröffentlichung der Stamm-CA-CRL auf dem Webserver zu überprüfen. Ersetzen Sie dabei die kursiv dargestellten Einträge durch die Werte Ihrer eigenen Umgebung: http://www.woodgrovebank.com/pki/WoodGrove Bank Root CA.crl | 8. | Sie werden aufgefordert, die Datei zu öffnen oder zu speichern. Öffnen Sie die Datei, und überprüfen Sie, ob die Stamm-CA-CRL angezeigt wird. Hinweis: Wenn Sie das CA-Zertifikat erneuert oder mehr als eine CRL ausgestellt haben, sehen Sie möglicherweise unterschiedliche Versionsnummern in der Ausgabe dieser Befehle. |
Installieren und Konfigurieren der ausstellenden ZertifizierungsstelleDieser Abschnitt beschreibt die Installation und Konfiguration von Zertifikatsdiensten auf dem ausstellenden CA-Server. Während der Installation finden komplexe Interaktionen zwischen dieser CA, der Stamm-CA, Active Directory und dem Webserver statt. Diese Interaktionen werden in folgendem Diagramm verdeutlicht. Das Diagramm kann Ihnen während der Einrichtung als Referenz dienen.  Abbildung 7.2: Interaktion zwischen CAs, Active Directory und Webserver während der Installation der ausstellenden CA Bild in voller Größe anzeigen Die hauptsächlichen Interaktionen zwischen den unterschiedlichen Systemen während der Installation der ausstellenden CA sind im Diagramm dargestellt. Zu diesen Interaktionen gehören: 1. | Veröffentlichen des Stamm-CA-Zertifikats und der CRL in Active Directory | 2. | Veröffentlichen des Stamm-CA-Zertifikats und der CRL auf dem Webserver | 3. | Installieren der Zertifikatsdienste-Software. Hierdurch wird eine Zertifikatsanforderung erstellt, die Sie auf Diskette speichern und zur Stamm-CA bringen müssen. Auf der Stamm-CA stellen Sie das Zertifikat für diese Anforderung aus. | 4. | Installieren des Zertifikats der ausstellenden CA | 5. | Veröffentlichen des Zertifikats der ausstellenden CA und der CRL auf dem Webserver Hinweis: Die Schritte 1 und 2 wurden im Abschnitt "Veröffentlichen der Stammzertifizierungsstellen-Information" behandelt. Der im Diagramm mit X markierte Schritt findet automatisch als Teil der Konfiguration der CRL- und AIA-Werte auf der ausstellenden CA während des Schritts "Konfigurieren der Eigenschaften der ausstellenden Zertifizierungsstelle" statt. Die verbleibenden Schritte werden in diesem Abschnitt beschrieben. |
Vorbereiten der Datei Capolicy.inf für die ausstellende ZertifizierungsstelleDie Datei CAPolicy.inf ist für die ausstellenden CA nicht zwingend notwendig. Diese Datei ist jedoch erforderlich, wenn Sie die Schlüssellänge verändern möchten, die von der CA verwendet wird. Sie sollten die Datei Capolicy.inf erstellen, bevor Sie die ausstellende CA einrichten (obwohl Sie die Datei auch noch später hinzufügen und das CA-Zertifikat dann erneuern können). Diese Datei spezifiziert einige Eigenschaften des CA-Zertifikats, wie die Schlüssellänge und die CPS (sofern Sie eine erstellt haben). So erstellen Sie die Datei CAPolicy.inf 1. | Geben Sie in einem Texteditor, zum Beispiel Editor, den folgenden Text ein: [Version]
Signature= "$Windows NT$"
[Certsrv_Server]
RenewalKeyLength=2048 | 2. | Wenn Sie für diese CA eine CPS definiert haben, fügen Sie die folgenden Einträge Ihrer Datei Capolicy.inf hinzu (Ersetzen Sie dabei alle kursiv gesetzten Einträge mit Ihren eigenen Werten.): [CAPolicy]
Policies=WoodGrove Bank Issuing CA 1 CPS
[WoodGrove Bank Issuing CA 1 CPS]
OID=your.Orgs.OID
URL = "http://www.woodgrovebank.com/YourCPSPage.htm" Hinweis: Weitere Informationen zur CPS finden Sie im Abschnitt "Erstellen einer Zertifikatverwendungserklärung" des Kapitels 4 "Entwerfen der Infrastruktur öffentlicher Schlüssel". Eine CPS ist kein technisches, sondern ein juristisches Dokument; Sie sollten daher sicher sein, dass Sie so ein Dokument benötigen, bevor Sie es für Ihre CA konfigurieren. | 3. | Speichern Sie die Datei als %windir%\Capolicy.inf (oder ersetzen Sie %windir% durch den absoluten Pfad des Ordners, in dem Windows installiert ist, zum Beispiel C:\Windows). Sie müssen für diesen Vorgang entweder ein lokaler Administrator sein, oder über die Berechtigung zum Schreiben in den Windows-Ordner verfügen. |
Installieren der Softwarekomponenten für die ZertifikatsdiensteInstallieren Sie die CA-Softwarekomponenten mithilfe des Assistenten für Windows-Komponenten. Beachten Sie, dass Sie die Windows Server 2003-Installations-CD zur Beendigung der Installation benötigen. So installieren Sie die Zertifikatsdienste 1. | Melden Sie sich als Mitglied der lokalen Administratorengruppe an und führen Sie den Manager für optionale Komponenten aus, oder klicken Sie in der Systemsteuerung auf Software/Windows-Komponenten hinzufügen/entfernen): sysocmgr /i:sysoc.inf Hinweis: Um diesen Befehl ausführen zu können, müssen Sie Mitglied der Gruppe der lokalen Administratoren sein. Um die folgenden Schritte auszuführen, die für die Installation des CA-Zertifikats erforderlich sind, müssen Sie auch Mitglied der Enterprise PKI Admins bzw. Organisations-Administratores sein. | 2. | Wählen Sie die Komponente "Zertifikatsdienste" aus (klicken Sie auf OK, um den Warnhinweis zum Umbenennen zu schließen). | 3. | Wählen Sie als CA-Typ Organisation: Untergeordnete Zertifizierungsstelle aus. Stellen Sie sicher, dass Sie das Kontrollkästchen Benutzerdefinierte Einstellungen verwenden aktiviert haben. | 4. | Übernehmen Sie im Dialogfeld Öffentlich-privates Schlüsselpaar die Standardeinstellungen bis auf die Schlüssellänge, die auf 2048 Bit eingestellt werden sollte. Der CSP Type (Kryptographiedienstanbieter-Typ) sollte Microsoft Strong Cryptographic Provider sein. | 5. | Geben Sie die Identitätsinformationen für die CA wie folgt ein: | • | Definierter Name der CA: WoodGrove Bank ausstellende CA 1 | | • | Differenziertes Namensuffix: DC=woodgrovebank,DC=com (der Name der Stammdomäne der Active Directory-Gesamtstruktur) | | • | Gültigkeitsdauer: von der übergeordneten CA festgelegt Hinweis: Wenn auf dem Computer vorher bereits einmal eine CA installiert war, werden Sie gefragt, ob Sie den privaten Schlüssel der alten Installation überschreiben möchten. Bevor Sie fortfahren, sollten Sie sicherstellen, dass Sie den Schlüssel nie wieder benötigen. Brechen Sie die Installation im Zweifelsfall ab, und sichern Sie zunächst die vorhandenen Schlüsselinformationen. (Verwenden Sie hierzu entweder eine Systemsicherung oder eine Sicherung des vorhandenen CA-Zertifikats und des privaten Schlüssels.) Informationen hierzu finden Sie in Kapitel 11 "Verwalten der Infrastruktur öffentlicher Schlüssel". |
| 6. | Das Schlüsselpaar wird vom CSP generiert und in den Schlüsselspeicher des lokalen Computers geschrieben. | 7. | Geben Sie als Speicherort für die Zertifikatsdatenbank, die Datenbankprotokolle und Konfigurationsordner Folgendes ein: | • | Zertifikatsdatenbank: D:\CertLog | | • | Zertifikatsdatenbankprotokoll: %windir%\System32\CertLog | | • | Freigegebener Ordner: Deaktiviert |
Aus Leistungsgründen und zur höheren Ausfallsicherheit sollten Sie die CA-Datenbank und Protokolle immer auf physikalisch getrennten Laufwerken speichern. (Wenn die Datenbank aus irgendeinem Grund beschädigt werden sollte, können Sie die CA mithilfe der letzten Sicherung und den Protokolldateien wiederherstellen.) Die Zertifikatsdatenbank und die Zertifikatsdatenbankprotokolle müssen auf lokalen, mit NTFS formatierten Laufwerken gespeichert werden. | 8. | Kopieren Sie diese Datei auf eine Diskette. Die Zertifikatsanforderung wird im Pfad des freigegebenen Ordners generiert und gespeichert. Kopieren Sie die Datei HQ-CA-02.woodgrovebank.com_WoodGrove Bank Issuing CA 1.req auf Diskette, und versehen Sie die Diskette mit dem Namen Transfer-[HQ-CA-02]. Der Manager für optionale Komponenten installiert dann die Komponenten für Zertifikatsdienste. Dazu ist ein Installationsmedium (CD) mit Windows Server 2003 erforderlich. | 9. | Klicken Sie auf OK, um die Warnung bezüglich der IIS zu übergehen, und setzen Sie die Installation fort. Der Setup-Assistent wird einen Hinweis anzeigen, dass Sie das Zertifikat von der übergeordneten CA erhalten müssen, bevor Sie fortfahren können. Hinweis: Sie erhalten im letzten Abschnitt der Installation eine Warnung, dass die CA nicht der Gruppe Prä-Windows 2000 kompatibler Zugriff hinzugefügt werden konnte. Dies ist nur dann relevant, wenn Sie die Funktion zur Einschränkung der Zertifikatverwaltung der Zertifikatsdienste verwenden möchten. Wenn Sie diese Funktion benötigen, müssen Sie Ihren Domänenadministrator bitten, das Computerkonto der CA zu dieser Gruppe hinzuzufügen. Die Zertifikatsdienste starten nicht, bevor die Zertifikatsanforderung von der Stamm-CA bearbeitet und das Zertifikat zur CA zurückgebracht und installiert wurde. |
Einreichen der Zertifikatsanforderung an die StammzertifizierungsstelleAls nächstes müssen Sie die Zertifikatsanforderung der ausstellenden CA zur Stamm-CA bringen, damit die Anforderung signiert und ein Zertifikat für die ausstellende CA ausgestellt wird. So reichen Sie die Zertifikatsanforderung an die Stamm-CA ein 1. | Melden Sie sich an der Stamm-CA als Mitlglied der lokalen Gruppe Certificate Managers an. | 2. | Wählen Sie in der Verwaltungskonsole für die CA im CA-Menü Tasks den Punkt Neue Anforderung einreichen, und reichen Sie die Anforderung ein, die Sie von der ausstellenden CA per Diskette (Transfer-[HQ-CA-02]) übertragen haben. Hinweis: Wenn eine frühere CA-Einrichtung fehlgeschlagen ist und Sie die Einrichtung wiederholen, dürfen Sie niemals die Anforderungsdatei dieser alten Einrichtung wiederverwenden, da diese Datei dem vorherigen Schlüsselmaterial und nicht der aktuellen, zu installierenden CA zugeordnet ist. | 3. | Die Stamm-CA verlangt, dass alle Anforderungen manuell bestätigt werden müssen. Sie finden die Anforderung im Container für ausstehende Anforderungen der CA-MMC. Überprüfen Sie, ob das Feld Definierter Name den Namen der ausstellenden CA enthält, und bestätigen Sie dann die Anforderung, indem Sie mit der rechten Maustaste auf die Anforderung und auf Ausstellen klicken. | 4. | Das neu ausgestellte Zertifikat befindet sich nun im Ordner Ausgestellte Zertifikate. Öffnen Sie das Zertifikat. | 5. | Überprüfen Sie, ob die Zertifikatdetails stimmen, und exportieren Sie dann das Zertifikat in eine Datei, indem Sie auf In Datei kopieren klicken. Speichern Sie sie als PKCS#7-Datei auf der Diskette Transfer-[HQ-CA-02] (für die Übertragung zurück zur ausstellenden CA). Wählen Sie beim Speichern die Option, alle möglichen Zertifikate in die Kette mit einzubeziehen. |
Installieren des Zertifikats für die ausstellende ZertifizierungsstelleDurch die in diesem Abschnitt beschriebenen Schritte wird sichergestellt, dass die Informationen der Stamm-CA, die zuvor in Active Directory veröffentlicht wurden, zu der ausstellenden CA heruntergeladen werden können. Anschließend kann das Zertifikat für die ausstellende CA auf der CA installiert werden. Aktualisieren der Zertifikatinformationen auf der ausstellenden ZertifizierungsstelleDas Zertifikat der Stamm-CA wurde zuvor in die Liste der vertrauenswürdigen Stamm-CAs in Active Directory veröffentlicht. Jetzt sollten Sie überprüfen, ob die ausstellende CA diese Informationen heruntergeladen und das Zertifikat im eigenen Stammspeicher gespeichert hat. So aktualisieren Sie die vertrauenswürdigen Zertifikate auf der ausstellenden CA 1. | Melden Sie sich an der ausstellenden CA als lokaler Administrator an. | 2. | Führen Sie bei einer Eingabeaufforderung folgenden Befehl aus: certutil –pulse |
Dieser Befehl zwingt die CA dazu, die neue Liste der vertrauenswürdigen Stamm-CAs aus dem Verzeichnis zu laden und das Stamm-CA-Zertifikat in der eigenen Liste der vertrauenswürdigen Stamm-CAs zu speichern. Hinweis: Dieses Verfahren ist nicht unbedingt erforderlich. Der letzte Schritt der Installation des Zertifikats auf der CA wird automatisch das Stamm-CA-Zertifikat in die lokale Liste der vertrauenswürdigen Stamm-CAs einfügen. Mit diesem Schritt können Sie jedoch überprüfen, ob die Veröffentlichung in Active Directory erfolgreich beendet wurde. Es ist wichtig, dass diese Veröffentlichung korrekt ausgeführt wird, weil auf diesem Weg alle Domänenclients ihre vertrauenswürdigen Informationen über die Stamm- und ausstellenden CAs erhalten. So überprüfen Sie den erfolgreichen Download der Stamm-CA-Vertrauensinformationen aus Active Directory 1. | Führen Sie mmc.exe aus, und fügen Sie das Snap-In Zertifikate hinzu. | 2. | Wählen Sie Computerkontoals den zu verwaltenden Zertifikatsspeicher aus. | 3. | Stellen Sie sicher, dass sich das Zertifikat der Stamm-CA im Ordner für vertrauenswürdige Stamm-CAs befindet (die Zertifikate sind nach ihren Anzeigenamen aufgeführt: CA-Antragstellername CN-Element). |
Installieren des ZertifikatsJetzt kann die signierte Antwort (die PKCS#7-Datei enthält das Zertifikat) der Stamm-CA in der ausstellenden CA installiert werden. Damit das CA-Zertifikat erfolgreich im Active Directory-NTAuth-Speicher veröffentlicht wird (der die CA als eine Unternehmens-CA identifiziert), müssen Sie die CA-Zertifikate unter einem Konto installieren, das sowohl Mitglied der Enterprise PKI Admins als auch der lokalen Administrators der CA ist. Die erste Gruppe verfügt über die Berechtigungen zum Veröffentlichen des Zertifikats im Verzeichnis, die zweite über die Berechtigungen zum Installieren des Zertifikats auf der CA. Wenn Sie das zuvor vorgeschlagene Modell der vereinfachten Administration verwenden, dann ist die Rolle "CA-Administratoren" Mitglied in beiden Gruppen. So installieren Sie das Zertifikat für die ausstellende CA 1. | Melden Sie sich an der ausstellenden CA mit einem Konto an, das Mitglied sowohl der Enterprise PKI Admins als auch der lokalen Administratorengruppe ist. | 2. | Legen Sie die Diskette (Transfer-[HQ-CA-02]) mit dem von der Stamm-CA ausgestellten Zertifikat ein. | 3. | Wählen Sie in der CA-Verwaltungskonsole im CA-Menü Tasks den Punkt Zertifikat installieren aus, und installieren Sie das Zertifikat der ausstellenden CA von der Diskette. |
Die CA sollte jetzt starten. Überprüfen der Installation der ausstellenden ZertifizierungsstelleSie können die erfolgreiche Installation der Zertifikatsdienste wie folgt überprüfen: So überprüfen Sie die erfolgreiche Installation der ausstellenden CA 1. | Öffnen Sie die CA-Verwaltungskonsole. Überprüfen Sie, ob die Zertifikatsdienste gestartet wurden und ob Sie die Eigenschaften der CA anzeigen können. | 2. | Wählen Sie auf der Registerkarte Allgemein das CA-Zertifikat bzw. den Eintrag Zertifikat Nr. 0 in der Liste der CA-Zertifikate aus, und klicken Sie dann auf Zertifikat anzeigen. | 3. | Überprüfen Sie, ob im Register Details des CA-Zertifikats die angezeigten Werte mit den Werten in der folgenden Tabelle übereinstimmen. Tabelle 7.22: Eigenschaften und Erweiterungen des Zertifikats der ausstellenden CA Aussteller | Definierter Name der Stamm-CA (plus DN-Suffix) | Antragsteller | Definierter Name der ausstellenden CA (plus DN-Suffix) | Gültig ab Gültig bis | 8 Jahre | Länge des öffentlichen Schlüssels | 2048 Bit | Schlüsselverwendung | Digitale Signatur, Zertifikatsignierung, Offlinesignierung der CRL, Signierung der CRL (86) | Basiseinschränkungen (kritisch) | Subject Type=CA (Typ des Antragstellers=CA) Path Length Constraint=None (Pfadlängeneinschränkung=Keine) | CRL-Verteilungspunkte | 2 Einträge HTTP- und LDAP-URLs | Autoritätsinformationszugriff | 2 Einträge HTTP- und LDAP-URLs |
Es ist wichtig, dass die Basiseinschränkungen für den Typ des Antragstellers eingetragen sind dieser Wert unterscheidet ein CA-Zertifikat von einem Endeinheitszertifikat. Zusätzlich wird eine weitere Erweiterung aufgeführt, Stellenschlüsselkennung, die in dem Stamm-CA-Zertifikat nicht vorhanden ist. Dieser Wert muss mit der Schlüsselkennung des Antragstellers des Stamm-CA-Zertifikats übereinstimmen. Sollte einer der vorstehenden Werte nicht Ihren Erwartungen entsprechen, wiederholen Sie die Installation der Zertifikatsdienste. Hinweis: Wenn eine erneute Installation der Zertifikatsdienste erforderlich ist, wird eine Warnung angezeigt, die auf den bereits vorhandenen privaten Schlüssel hinweist. Wenn Sie wissen, dass Sie keine Zertifikate ausgestellt haben, die diesen Schlüssel verwenden, können Sie diese Warnung ignorieren und einen neuen Schlüssel generieren. Wenn die Zertifizierungsstelle bereits Zertifikate (abgesehen von Testzertifikaten) ausgestellt hat, sollten Sie die Neuinstallation erst durchführen, wenn der vorherige Schlüssel und das Zertifikat gesichert wurden. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in Kapitel 11 "Verwalten der Infrastruktur öffentlicher Schlüssel". | 4. | Auf der Registerkarte Zertifizierungspfad können Sie überprüfen, ob das Zertifikat der ausstellenden CA ordnungsgemäß mit der Stamm-CA verbunden ist. | 5. | Zur weiteren Überprüfung oder zur Unterstützung bei der Problembehandlung finden Sie das Setup-Protokoll für die Zertifikatsdienste unter %SystemRoot%\certocm.log. |
Konfigurieren der Eigenschaften der ausstellenden ZertifizierungsstelleDie Konfiguration der CA weist einige Parameter zu, die von der Umgebung abhängig sind. Die Werte für diese Parameter finden Sie oben im Abschnitt "Planungstabelle Zertifikatsdienste". Mit diesem Verfahren werden die CA-Eigenschaften konfiguriert, die in der folgenden Tabelle beschrieben werden: Tabelle 7.23: Zu konfigurierende CA-Eigenschaften URLs der CDPs | Gibt HTTP-, LDAP- und Dateispeicherorte an, von denen eine aktuelle CRL erhalten werden kann Der Dateispeicherort ist ein lokaler Ordner und wird nur von der CA verwendet, um die ausgestellten CRLs zu speichern; nur die LDAP- und HTTP-Speicherorte sind in den ausgestellten Zertifikaten enthalten. Der LDAP-URL wird vor dem HTTP aufgeführt, damit die meisten Clients CRLs von lokalen Domänencontrollern abrufen. Beachten Sie jedoch auch den Hinweis unter der folgenden Tabelle. | AIA-URLs | Speicherorte, von denen CA-Zertifikate bezogen werden können. Wie bei den CDPs dient der Dateispeicherort nur zum Veröffentlichen der CA-Zertifikate, wobei der LDAP-URL Vorrang vor dem HTTP-URL hat. Beachten Sie jedoch auch den Hinweis unter der folgenden Tabelle. | Gültigkeitsdauer | Maximale Gültigkeitsdauer für ausgestellte Zertifikate. (Dies ist ein anderer Wert als die Gültigkeitsdauer des CA-Zertifikats, die in CAPolicy.inf oder durch die übergeordnete CA bestimmt wird.) | CRL-Dauer | Häufigkeit der CRL-Veröffentlichung. | CRL-Überlappungszeit | Überlappungszeit zwischen Ausstellung einer neuen CRL und Ablauf der alten CRL. | Delta–CRL-Dauer | Häufigkeit der Delta-CRL-Veröffentlichung. | Delta–CRL-Überlappungszeit | Überlappungszeit zwischen Ausstellung einer neuen CRL und Ablauf der alten CRL. | CA-Überwachung | CA-Überwachungseinstellungen Alle Überwachungseinstellungen sind standardmäßig aktiviert. |
Wichtig: Wenn Sie Clients unterstützen, die keiner Domäne angehören (siehe auch Kapitel 4 "Entwerfen der Infrastruktur öffentlicher Schlüssel"), müssen Sie die Reihenfolge der CDP- und AIA-Einträge so ändern, dass der HTTP-Eintrag Vorrang hat. Die Reihenfolge ändern Sie, indem Sie das CA-Konfigurationsskript (ca_setup.vbs) bearbeiten oder die CDP- und AIA-Einträge mithilfe der CA-MMC manuell ändern. Da LDAP-URLS nur für Domänenclients zuverlässig funktionieren, entschließen Sie sich möglicherweise, ausschließlich HTTP-URLs zu verwenden. Wenn Sie sich dazu entschließen, müssen Sie sicherstellen, dass die Webserver, die als Host für die HTTP-AIA- und CDP-Veröffentlichungspunkte dienen, stabil sind. So konfigurieren Sie die Eigenschaften der ausstellenden CA 1. | Melden Sie sich am CA-Server als lokaler Administrator an. | 2. | Für das Einrichten der Stamm-CA sollten Sie das Skript C:\MSSScripts\pkiparams.vbs an Ihre organisationsspezifischen Einstellungen anpassen. Sie müssen diese Änderungen ebenfalls in der Kopie des Skripts C:\MSSScripts\pkiparams.vbs vornehmen, das Sie auf der ausstellenden CA installiert haben. | 3. | Führen Sie anschließend das folgende Skript aus: Cscript //job:IssCAConfig C:\MSSScripts\ca_setup.wsf |
Konfigurieren administrativer RollenUm administrative Rollen auf der CA verwenden zu können (z B. Auditor, Certificate Manager), müssen Sie den einzelnen Rollen Sicherheitsgruppen zuordnen. Hinweis: Diese Anleitung verwendet die zuvor angelegten Gruppen zum Definieren mehrerer separater Rollen. Sie erreichen damit eine maximale Flexibilität beim Delegieren von Verantwortlichkeiten für Ihre CA-Verwaltung. Wenn Sie diese Delegationsebene jedoch nicht benötigen, sollten Sie das vereinfachte Administrationsgruppenmodell verwenden, das weiter oben beschrieben wurde. Mithilfe des vereinfachten Modells können Sie dann die administrativen Funktionen auf den CAs auf weniger Konten verteilen. So konfigurieren Sie administrative Rollen auf der ausstellenden CA 1. | Klicken Sie in der CA-Verwaltungskonsole auf Eigenschaften, um die Eigenschaften der CA zu bearbeiten. | 2. | Klicken Sie auf die Registerkarte Sicherheit, und fügen Sie die lokalen Sicherheitsgruppen hinzu, die in der folgenden Tabelle aufgelistet sind. Fügen Sie jeder Gruppe die angegebenen Berechtigungen hinzu. Table 7.24: Hinzuzufügende Einträge für CA-Berechtigungen CA Admins | CA verwalten | Zulassen | Certificate Managers | Zertifikate ausstellen und verwalten | Zulassen |
Hinweis: Wenn Sie mit der vollständigen Rollentrennung arbeiten möchten, sollten Sie aus der lokalen Administratorengruppe auch die Berechtigungen zur CA-Verwaltung entfernen. | 3. | Andere CA-Sicherheitsrollen müssen noch weiter konfiguriert werden, obwohl sie zum Teil bereits vorher durch Sicherheitsrichtlinien festgelegt worden sind, die diesem Server zugewiesen wurden: | • | CA Auditors wurden Benutzerrechte zur Verwaltung von Sicherheits- und Überwachungsprotokollen erteilt. Fügen Sie diese Gruppe der Gruppe der lokalen Administrators hinzu. | | • | CA Backup Operators wurden Benutzerrechte zur Sicherung und Wiederherstellung auf der CA erteilt. Für diese Gruppe ist keine weitere Konfiguration erforderlich. |
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Veröffentlichen der Informationen der ausstellenden ZertifizierungsstelleZertifikate und CRLs werden automatisch von der ausstellenden CA in Active Directory veröffentlicht. Die Veröffentlichung von CA-Zertifikaten und CRLs über HTTP-CDP- und AIA-Pfade erfolgt jedoch nicht automatisch, Sie müssen einen Zeitplan erstellen, um dies zu gewährleisten. Veröffentlichen der Zertifikate und Zertifikatssperrlisten der ausstellenden Zertifizierungsstelle auf dem WebserverDie Zertifikat(e) und CRLs der ausstellenden CA müssen in den HTTP-AIA- bzw. CDP-Speicherorten veröffentlicht werden. Es ist technisch möglich, die CA so zu konfigurieren, dass sie direkt in den Webserver-Ordner veröffentlicht. Wenn Sie den Webserver auf der ausstellenden CA installiert haben, ist dies tatsächlich sehr einfach. Dies ist jedoch aus Gründen der Sicherheit und Netwerkkonnektivität nicht immer möglich. Im Folgenden wird ein einfaches Dateikopierverfahren beschrieben, das Sie je nach Bedarf anpassen können. Hinweis: Die hier vorgestellte Methode eignet sich nicht für die direkte Veröffentlichung auf einem Webserver, da sie eine direkte Netzwerkverbindung erfordert und die Windows-Netzwerk-Dateifreigabedienste verwendet, die in der Regel durch eine Firewall blockiert werden. Um auf einem Internetserver zu veröffentlichen, veröffentlichen Sie zunächst mit der unten beschriebenen Methode auf einem zwischengeschalteten Speicherort, und verwenden dann Ihre Standardmethode zum Veröffentlichen abgesicherter Inhalte auf Ihrem Webserver. Beachten Sie die Verzögerung, die dieser zusätzliche Schritt verursacht und die sich auf die Aktualität der CRLs auswirken kann. Das CA-Zertifikat wird sehr selten erneuert. Deshalb können Sie es manuell auf der AIA veröffentlichen. So veröffentlichen Sie Zertifikate der ausstellenden CA 1. | Melden Sie sich an der ausstellenden CA mit einem Konto an, das über Schreibberechtigungen für die veröffentlichten Ordner des Webservers verfügt. | 2. | Sollte der Webserver auf einem anderen Rechner ausgeführt werden, vergewissern Sie sich, dass das Webverzeichnis freigegeben ist. Notieren Sie sich den UNC-Pfad (Universal Naming Convention) zu diesem Verzeichnis. | 3. | Wird der Webserver lokal ausgeführt, notieren Sie sich den lokalen Pfad. | 4. | Aktualisieren Sie den Parameter WWW_REMOTE_PUB_PATH in der Datei C:\MSSScripts\PKIParams.vbs", so dass er mit dem Zielpfad des Webverzeichnisses übereinstimmt (Standard ist der lokale Pfad C:\CAWWWPub). | 5. | Führen Sie folgenden Befehl aus, um das CA-Zertifikat auf dem Webserver zu veröffentlichen: Cscript //job:PublishIssCertsToIIS C:\MSSScripts\CA_Operations.wsf (Der Befehl wurde in mehreren Zeilen dargestellt. Geben Sie ihn in einer Zeile ein.) |
CRLs werden von der ausstellenden CA sehr viel regelmäßiger ausgestellt (täglich oder stündlich bei Delta-CRLs) als das CA-Zertifikat, deshalb muss hier eine automatisierte Methode für die Replikation der CRLs auf den Webserver verwendet werden. So automatisieren Sie die Veröffentlichung von CRLs 1. | Melden Sie sich an der ausstellenden CA mit einem Konto an, das Mitglied der lokalen Administrators ist. | 2. | Stellen Sie sicher, dass der Ordner auf dem Webserver erreichbar ist (entweder als freigegebener Ordner auf einem anderen Server oder als lokaler Pfad). | 3. | Bei einem remoten Webserver müssen Sie der ausstellenden CA Schreibzugriff auf den Dateisystemordner (indem Sie Änderungszugriff gewähren) und auf den freigegebenen Ordner gewähren (indem Sie Änderungszugriff gewähren). Wenn der Webserver ein Mitglied der Gesamtstruktur ist, können Sie die Gruppe "Zertifikat-Herausgeber" verwenden, um Zugriff zu gewähren. Damit stellen Sie sicher, dass alle Unternehmens-CAs über die notwendigen Berechtigungen verfügen, um Zertifikate und CRLs in diesem Ordner zu veröffentlichen. Sie müssen die Webserver-Berechtigungen nicht ändern (siehe auch den vorherigen Abschnitt zur Konfiguration von IIS für AIA- und CDP-Veröffentlichung). | 4. | Erstellen Sie einen geplanten Task, um die CRLs zu kopieren, indem Sie folgenden Befehl ausführen: schtasks /create /tn "Publish CRLs" /tr "cscript.exe //job:PublishIssCRLsToIIS C:\MSSScripts\CA_Operations.wsf" /sc Hourly /ru "System" (Der Befehl wurde in mehreren Zeilen dargestellt. Geben Sie ihn in einer Zeile ein.) Hinweis: Mit diesem Verfahren wird ein stündlich geplanter Auftrag zur Veröffentlichung der CRLs der CA auf dem Webserver erstellt. Das ist ausreichend, um die Veröffentlichung der Delta-CRLs einmal oder sogar zweimal täglich durchzuführen. Wenn Sie einen CRL-Zeitplan mit häufigeren Intervallen haben, sollten Sie den terminierten Job ebenfalls häufiger ausführen. Als guter Richtwert hat sich ein Zeitplan im Bereich von 5 10 Prozent des Delta-CRL-Zeitplans bewährt. |
Überprüfen der Veröffentlichung der Informationen der ausstellenden ZertifizierungsstelleSie müssen überprüfen, ob die Veröffentlichung der Informationen der ausstellenden CA erfolgreich war. Sie müssen diese Schritte an einem Computer durchführen, der ein Domänenmitglied ist. Der Computer muss mit dem Netzwerk verbunden sein, und Sie müssen ein gültiges Domänenkonto verwenden. So überprüfen Sie die Veröffentlichung der Informationen der ausstellenden CA 1. | Führen Sie den folgenden Befehl aus, um die Veröffentlichung des CA-Zertifikats im Zwischenspeicher zu überprüfen: certutil -viewstore -enterprise CA | 2. | Es sollten zwei Zertifikate angezeigt werden eins für die Stamm-CA und eins für die ausstellende CA. Doppelklicken Sie auf das Zertifikat der ausstellenden Zertifizierungsstelle, und überprüfen Sie, ob der Inhaber mit dem Namen übereinstimmt, den Sie für die ausstellende CA konfiguriert haben, und ob im Feld Gültig ab das aktuelle Datum steht. | 3. | Führen Sie den folgenden Befehl aus, um die Veröffentlichung des CA-Zertifikats im NTAuth-CA-Speicher zu überprüfen (alle Unternehmens-CAs werden hier veröffentlicht): certutil -viewstore -enterprise NTAuth Es sollte dasselbe Zertifikat wie für die ausstellende CA angezeigt werden. | 4. | Führen Sie den folgenden Befehl aus, um zu überprüfen, ob die CRL der ausstellenden CA im Verzeichnis veröffentlicht wurde. Ersetzen Sie die kursiv gesetzten Einträge durch die Werte Ihrer eigenen Installation (Allgemeiner Name der CA, kurzer Hostname der CA und DN der Stammdomäne Ihrer Active Directory-Gesamtstruktur): certutil -store -enterprise "ldap:///cn=Woodgrove Bank Issuing CA 1,cn=HQ-CA-02,cn=CDP,CN=Public Key Services, CN=Services,CN=Configuration,DC=woodgrovebank,DC=com?certificateRevocationList?base?objectClass= cRlDistributionPoint" (Der Befehl wurde in mehreren Zeilen dargestellt. Geben Sie ihn in einer Zeile ein.) | 5. | Das Ergebnis sollte der folgenden Ausgabe ähnlich sein. Überprüfen Sie, ob der Wert Aussteller mit dem Wert übereinstimmt, den Sie für die ausstellenden CA konfiguriert haben: ================ CRL 0 ================ Aussteller: CN= WoodGrove Bank Issuing CA,DC=woodgrovebank,DC=com CA-Version: V1.0 CRL-Nummer: CRL Number=1 CRL-Hash(sha1): 73 03 a1 c7 5f a3 c3 f9 8a 09 d0 3c b5 09 00 9c b5 a3 de fe CertUtil: -sign command completed successfully. | 6. | Geben Sie den folgenden URL in einem Browser ein, um die Veröffentlichung des CA-Zertifikates auf dem Webserver zu überprüfen. Ersetzen Sie dabei alle kursiv dargestellten Einträge durch die Werte Ihrer eigenen Installation: http://www.woodgrovebank.com/pki/HQ-CA-02_WoodGrove Bank Issuing CA 1.crt | 7. | Sie werden aufgefordert, die Datei zu öffnen oder zu speichern. Öffnen Sie die Datei, und überprüfen Sie, ob das Zertifikat für die ausstellende CA angezeigt wird. | 8. | Geben Sie den folgenden URL in einem Browser ein, um die Veröffentlichung der CRL der ausstellenden CA auf dem Webserver zu überprüfen. Ersetzen Sie dabei die kursiv dargestellten Einträge durch die Werte Ihrer eigenen Installation: http://www.woodgrovebank.com/pki/WoodGrove Bank Issuing CA 1.crl | 9. | Sie werden aufgefordert, die Datei zu öffnen oder zu speichern. Öffnen Sie die Datei, und überprüfen Sie, ob die Stamm-CA-CRL angezeigt wird. Hinweis: Wenn Sie das CA-Zertifikat erneuert oder mehr als eine CRL ausgestellt haben, sehen Sie möglicherweise unterschiedliche Versionsnummern in der Ausgabe dieser Befehle. |
Überprüfen der ZertifikatregistrierungÜberprüfen Sie, ob Sie Zertifikate von der ausstellenden CA registrieren können. So überprüfen Sie die Zertifikatregistrierung 1. | Melden Sie sich an einem Computer an, der sich in der gleichen Domäne wie die ausstellende CA befindet. Verwenden Sie ein Domänenkonto. | 2. | Öffnen Sie das Zertifikats-Verwaltungskonsole (MMC-Snap-in) für den aktuellen Benutzer. (Sie müssen es mithilfe der Option Add/Remove Snap in (Snap-In hinzufügen/entfernen) einer leeren MMC hinzufügen.) | 3. | Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den persönlichen Ordner, und wählen Sie im Untermenü Alle Tasks die Option Neues Zertifikat anfordern aus. | 4. | Sie werden aufgefordert, aus einer Liste mit Zertifikatstypen auszuwählen wählen Sie den Typ Benutzer. Aktivieren Sie nicht das Kontrollkästchen Erweiterte Optionen. | 5. | Geben Sie dem Zertifikat einen wieder erkennbaren Anzeigenamen, zum Beispiel Überprüfung ausstellende CA. | 6. | Klicken Sie auf Fertig stellen, um das Zertifikat zu registrieren. | 7. | Wechseln Sie zum Unterordner Zertifikate des Ordners Privater Speicher. Hier sollte das Zertifikat Überprüfung ausstellende CA angezeigt werden. Möglicherweise müssen Sie den Speicher zuerst aktualisieren. Klicken Sie hierzu im linken Bereich der MMC mit der rechten Maustaste auf Stammobjekt Zertifikate Aktueller Benutzer, und klicken Sie anschließend auf Aktualisieren. |
Falls diese Überprüfung fehlschlägt, sollten Sie alle Schritte in diesem Kapitel noch einmal durchgehen und jedes identifizierte Problem beseitigen. Führt dies nicht zur Lösung des Problems, lesen Sie den Abschnitt "Problembehandlung" in Kapitel 11 "Verwalten der Infrastruktur öffentlicher Schlüssel". Konfigurationsschritte nach Beendigung der EinrichtungSie haben die Stamm-CA und die ausstellenden CAs für Ihre Organisation eingerichtet. Einige weitere, wichtige Aufgaben müssen jedoch noch durchgeführt werden. Diese Aufgaben werden in diesem Abschnitt beschrieben. Konfigurieren von ZertifikatsvorlagenDie meisten Schritte befassen sich mit der Konfiguration der Zertifikatstypen, die von den CAs veröffentlicht werden können, wer die Veröffentlichung steuert und für wen oder was die Zertifikate veröffentlicht werden. Entfernen unerwünschter Vorlagen von der ausstellenden ZertifizierungsstelleSolange bestimmte Zertifikatstypen nicht benötigt werden, sollten Sie die entsprechenden Vorlagen von der CA entfernen, damit sie nicht versehentlich ausgestellt werden. Die Vorlagen sind jedoch jederzeit im Verzeichnis verfügbar und können, falls erforderlich, wieder hinzugefügt werden. So entfernen Sie überflüssige Vorlagen von der ausstellenden CA 1. | Melden Sie sich als Mitglieder der Domänengruppe CA Admins an. | 2. | Wählen Sie in der CA-Verwaltungskonsole den Container Zertifikatsvorlagen aus. | 3. | Entfernen Sie die folgenden Vorlagentypen: | • | EFS-Wiederherstellungs-Agent | | • | Basic-EFS | | • | Webserver | | • | Computer | | • | Benutzer | | • | Untergeordnete Zertifizierungsstelle | | • | Administrator Hinweis: Hiermit werden alle Vorlagen von der ausstellenden CA entfernt, außer den Vorlagen für Domänencontroller, Domänencontrollerauthentifizierung und Verzeichnis-E-Mail-Replikation. Windows 2000-Domänencontroller verwenden Domänencontrollerzertifikate, um Smartcard-Anmeldung und SMTP-Active Directory-Replikation (Simple Mail Transfer Protocol) zu ermöglichen. Windows Server 2003-Domänencontroller verwenden Domänencontroller-Authentifizierungszertifikate, um Smartcard-Anmeldungen und das sichere LDAP-Protokoll zu unterstützen. Überdies verwenden Sie das Verzeichnis-E-Mail-Replikations-Zertifikat für die SMTP-Active Directory-Replikation. >Alle entfernten Vorlagen können bei Bedarf wieder hinzugefügt werden. Ansonsten sollten Sie nur Zertifikatstypen zulassen, die auch ausgestellt werden sollen. |
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Erstellen und Verwalten von ZertifikatsvorlagenUnternehmens-Zertifikatsvorlagen können effektiver verwaltet und verwendet werden, indem man Sicherheitsgruppen erstellt. Diese Gruppen steuern, welche Benutzer die Eigenschaften jeder Vorlage ändern und welche Benutzer Zertifikate dieses Typs registrieren dürfen. Hinweis: Gruppen für die Verwaltung von Vorlagen sind nützlich, wenn die Möglichkeit besteht, die Kontrolle über die Vorlagen an unterschiedliche Administrators zu delegieren. Diese Funktionalität ist jedoch nur für große oder komplexe PKI-Administrationsstrukturen erforderlich. In diesem Fall können nur Organisationsadministratoren (die zur integrierten Gruppe gehören) und Enterprise PKI Admins (die als Teil dieser Lösung erstellt werden) die Zertifikatsvorlagen verwalten. Weitere Informationen zum Erstellen und Verwalten von Administrationsgruppen für Zertifikatsvorlagen finden Sie in den Betriebsverfahren, die in Kapitel 11 "Verwalten der Infrastruktur öffentlicher Schlüssel" beschrieben werden. Anweisungen zur Erstellung der notwendigen Zertifikatsvorlagen für diese Lösung finden Sie im Abschnitt "Konfigurieren und Bereitstellen von WLAN-Authentifizierungszertifikaten" in Kapitel 9 "Implementieren der Infrastruktur für die WLAN-Absicherung". Allgemeine Anweisungen zur Erstellung und Änderung von Zertifikatsvorlagen finden Sie im Abschnitt über die Verwaltung von Zertifikatsvorlagen in der Produktdokumentation und dem technischen Whitepaper Implementing and Administering Certificate Templates in Windows Server 2003. (Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie am Ende dieses Kapitels.) Verwalten der Zertifikatsregistrierung Zertifikatsvorlagen-Registrierungsgruppen erleichtern Ihnen die Steuerung, wer eine Vorlage registrieren kann bzw. wer für bestimmte Zertifikatstypen automatisch registriert wird. Benutzer können problemlos einer Sicherheitsgruppe hinzugefügt werden oder aus der Gruppe entfernt werden. Die Kontrolle über die Mitgliedschaft kann auch administrativen Mitarbeitern zugewiesen werden, wenn Sie möchten, dass diese Personen Eigenschaften von Zertifikatsvorlagen nicht direkt ändern. Weitere Informationen zum Erstellen und Verwalten von Registrierungsgruppen für Zertifikatsvorlagen finden Sie in Kapitel 11 "Verwalten der Infrastruktur öffentlicher Schlüssel". Festlegen von Berechtigungen für Bereitstellungen in MehrfachdomänenWenn Sie diese Lösung in eine Mehrfachdomänen-Gesamtstruktur bereitstellen, müssen Sie möglicherweise Zertifikate für Benutzer und Computer in anderen Domänen als der CA-Domäne ausstellen. In diesem Fall müssen Sie die Standardberechtigungen so ändern, dass die CAs die Zertifikate in anderen Domänen der Active Directory-Gesamtstruktur korrekt veröffentlichen können. Wenn Sie die Registrierungsberechtigungen für Benutzer auf CAs und Zertifikatsvorlagen setzen möchten, müssen Sie die Benutzer und Computer in allen Domänen explizit mit einschließen, in denen Sie den Benutzern und Computern Berechtigungen zum Registrieren von Zertifikaten gewähren möchten. So erlauben Sie die Veröffentlichung von Zertifikaten für Benutzer und Computer in anderen Domänen 1. | Melden Sie sich an einem Domänencontroller in der Domäne an, in der Sie die Zertifikatsveröffentlichung ermöglichen möchten. Sie müssen Domänenadministrator dieser Domäne oder Mitglied einer Gruppe mit ausreichenden Rechten zur Änderung von Berechtigungen für das Domänenobjekt sein. | 2. | Öffnen Sie das Snap-In für Active Directory-Benutzer und –Computer, und klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Domänenknoten. Hinweis: Sie können diesen Vorgang auch von einer anderen Domäne aus ausführen, ihr Konto muss lediglich über die erforderlichen Berechtigungen in der Zieldomäne verfügen. Sie müssen sich von Active Directory-Benutzer und -Computer aus mit der Zieldomäne verbinden. | 3. | Klicken Sie auf Objektverwaltung zuweisen, um den Assistenten zum Zuweisen neuer Delegierungen zu starten. | 4. | Klicken Sie im Assistenten auf Weiter, und fügen Sie dann die Gruppe Zertifikat-Herausgeber aus der Domäne hinzu, in der Sie die ausstellenden CA installiert haben. Klicken Sie anschließend auf Next. | 5. | Wählen Sie die Option Benutzerdefinierte Tasks zum Zuweisen erstellen aus, und klicken Sie auf Weiter. | 6. | Wählen Sie die Option Folgenden Objekten im Ordner aus. | 7. | Wählen Sie die Option Benutzer-Objekte aus, und klicken Sie anschließend auf Weiter. | 8. | Wählen Sie die Option Eigenschaftenspezifisch aus. | 9. | Wählen Sie die Optionen userCertificate lesen und userCertificate schreiben aus. | 10. | Klicken Sie auf Weiter und anschließend auf Fertig stellen. | 11. | Wiederholen Sie die Schritte 3 bis 10, wobei Sie in Schritt 7 Computer-Objekte statt Benutzer-Objekte auswählen. |
Dieses Verfahren gewährleistet, dass die Unternehmens-CAs über die notwendigen Berechtigungen zum Veröffentlichen von Zertifikaten für Benutzer und Computer in anderen Domänen verfügen. Sichern der Zertifizierungsstellenschlüssel und ZertifizierungsstellenserverNachdem Sie die Stamm-CA und die ausstellende CAs eingerichtet haben, sollten Sie diese so bald wie möglich sichern, damit die Schlüssel und die Zertifikatsdatenbanken gegen Serverausfälle und Datenverlust geschützt sind. Führen Sie die folgenden Schritte so aus, wie in Kapitel 11 "Verwalten der Infrastruktur öffentlicher Schlüssel" beschrieben. | • | "Konfigurieren der Sicherung für die ausstellende Zertifizierungsstelle" | | • | "Konfigurieren und Ausführen der Sicherung für die Stammzertifizierungsstelle" | | • | "Sichern der Zertifizierungsstellenschlüssel und Zertifikate (durchzuführen für jede Zertifizierungsstelle)" |
ClientkonfigurationDieser Abschnitt beschreibt einige wichtige Aufgaben bei der Clientkonfiguration. Es sind verhältnismäßig wenige, da die meisten clientbezogenen Aufgaben überwiegend von der jeweiligen Anwendung oder dem jeweiligen Dienst abhängig sind, die bzw. der Zertifikatsdienste verwendet (zum Beispiel WLAN oder virtuelle private Netzwerke). Nur wenige Aufgaben sind für alle Anwendungen gleich. Aktivieren der Autoregistrierung für Benutzer- und ComputerzertifikateMit den zuvor beschriebenen Methoden (siehe Abschnitt "Verwalten der Zertifikatsregistrierung") können Sie Sicherheitsgruppen und Vorlagenberechtigungen verwenden, um die automatische Registrierung sehr genau zu kontrollieren. Die Funktionalität der Autoregistrierung ist bei den Clients jedoch standardmäßig deaktiviert. Sie müssen die entsprechende Einstellung in der Gruppenrichtlinie konfigurieren. Wenn Sie die Autoregistrierung durch Sicherheitsgruppen kontrollieren, können Sie diese Funktionalität für alle Benutzer und Computer in der Domäne aktivieren und Sicherheitsgruppen für die Registrierung verwenden, um festzulegen, wer Zertifikate eines bestimmten Typs erhält. Vorsicht: Die folgende Methode aktiviert die Autoregistrierung für alle Computer und Benutzer in der Domäne. Bevor Sie dieses Verfahren beginnen, stellen Sie sicher, dass Sie die Standardvorlagen auf der ausstellenden CA entfernt haben, um zu verhindern, dass die Standardzertifikate für alle Computer und Benutzer in der Domäne registriert werden. Bei diesem Verfahren wird davon ausgegangen, dass Sie die Autoregistrierung mithilfe von Sicherheitsgruppen kontrollieren, die in Kapitel 11 "Verwalten der Infrastruktur öffentlicher Schlüssel" beschrieben werden. So aktivieren Sie die Autoregistrierung für alle Benutzer und Computer in der Domäne 1. | Melden Sie sich mit einem Konto an, das über Berechtigungen zum Erstellen von GPOs (Mitglied der Gruppe "Richtlinien-Ersteller-Besitzer") und Verknüpfen von GPOs mit der Domäne verfügt. Alternativ kann ein Domänenadministrator das GPO für Sie erstellen und verknüpfen und Ihnen dann Lese- und Schreibberechtigungen für das GPO gewähren. | 2. | Wählen Sie in Active Directory-Benutzer und -Computer das Domänenobjekt aus. Klicken Sie mit der rechten Maus darauf, und klicken Sie dann auf Eigenschaften. | 3. | Klicken Sie auf der Registerkarte Gruppenrichtlinie auf Neu, und geben Sie dann einen Namen für das GPO ein (zum Beispiel Domäne PKI Richtlinien). | 4. | Klicken Sie auf Bearbeiten, um das GPO zu editieren und zu den Richtlinien öffentlicher Schlüssel unter Computerkonfiguration\Windowseinstellungen\Sicherheitseinstellungen zu wechseln. | 5. | Doppelklicken Sie im Detailfenster auf Einstellung für die automatische Registrierung. | 6. | Stellen Sie sicher, dass die folgenden Optionen aktiviert sind: | • | Zertifikate automatisch registrieren | | • | Abgelaufene Zertifikate erneuern, ausstehende Zertifikate aktualisieren und gesperrte Zertifikate entfernen | | • | Zertifikate aktualisieren, die Zertifikatsvorlagen verwenden |
| 7. | Wiederholen Sie die Schritte 5 und 6 für die Benutzereinstellungen für die automatische Registrierung unter Benutzerkonfiguration\Windows-Einstellungen\Sicherheitseinstellungen\Richtlinien öffentlicher Schlüssel. | 8. | Schließen Sie das GPO. | 9. | Stellen Sie sicher, dass das GPO eine höhere Priorität als die Standarddomänenrichtlinie hat. Hinweise: Sollten Sie eine Active Directory-Gesamtstruktur mit vielen Domänen haben, müssen Sie dieses Verfahren für jede Domäne in der Gesamtstruktur durchführen, für die Sie die automatische Zertifikatsregistrierung aktivieren möchten. Wenn Sie die automatische Registrierung nicht für alle Benutzer oder Computer in der Domäne aktivieren möchten, können Sie GPOs erstellen, die mit den OUs verknüpft sind, die die Benutzer und/oder Computer enthalten, für die Sie die automatische Registrierung aktivieren möchten. Wenn Ihre Benutzer keine servergespeicherten Profile verwenden und Sie die automatische Registrierung universell zulassen, werden Zertifikate für Benutzer auf jedem Computer registriert, an dem sie sich anmelden. Möglicherweise möchten Sie auch vermeiden, dass Zertifikate für Administratoren und Operatoren, die sich an Servern anmelden, automatisch registriert werden. Sie erreichen dies, indem Sie ein GPO erstellen, das auf diese Server angewendet wird (zum Beispiel durch Verbinden des GPOs mit der OU für die Server). Deaktivieren Sie die automatische Registrierung für Benutzer in diesem GPO, indem Sie die Option Zertifikate nicht automatisch registrieren auswählen. Aktivieren Sie in dem gleichen GPO die GPO-Loopback-Verarbeitung, indem Sie die Einstellung Computerkonfiguration\Administrative Vorlagen\System\Gruppenrichtlinien\Loopbackverarbeitungsmodus für Benutzergruppenrichtlinie aktivieren. Wählen Sie dann die Option Ersetzen aus. |
Weitere Informationen zur automatischen Registrierung von Zertifikaten finden Sie im Abschnitt "Weitere Informationen" am Ende dieses Kapitels. Nur Clients mit Windows XP und höher unterstützen automatische Registrierung sowohl von Benutzer- als auch Computerzertifikaten. Windows 2000-Clients unterstützen nur die automatische Registrierung von Computerzertifikaten, obwohl einige Anwendungen, z. B.EFS, über einen eigenen Mechanismus für die automatische Registrierung von Benutzerzertifikaten verfügen. Wenn Sie diese Lösung in einer Umgebung mit Windows 2000 Active Directory bereitstellen, müssen Sie die GPOs von einem Computer aus bearbeiten, auf dem Windows Server 2003 oder Windows XP Professional mit Windows Server 2003-Verwaltungstools installiert ist. Konfigurieren der Richtlinien für Stammzertifizierungsstellen-DomänenDieser Abschnitt beschreibt, welche Einstellungen Sie treffen müssen, um herauszufinden welche kommerziellen Stamm-CAs für Clients in Ihrer Organisation vertauenswürdig sind. Überdies werden Einstellungen erläutert, mit denen Sie kontrollieren können, ob einzelne Benutzer auswählen können, welchen Stamm-CAs sie vertrauen. Verwalten von Vertrauensstellungen zu AußenstehendenStandardmäßig sind Windows-Clients so konfiguriert, dass sie einer großen Anzahl kommerzieller Stamm-CAs (so genannten "baked-in-roots") vertrauen. Wenn Sie verhindern möchten, dass Ihre Benutzer diesen Fremdstamm-CAs automatisch vertrauen, wenden Sie das Verfahren an, das im Artikel "To prevent users from trusting third-party root certification authorities with a Group Policy" der Onlinehilfe beschrieben wird. Einen Link zu diesem Artikel finden Sie auch im Abschnitt "Weitere Informationen" am Ende dieses Kapitels. Hinweis: Das Deaktivieren fremder Stamm-CAs kann zu Problemen oder Fehlern in Clientanwendungen führen, sodass Sie die entsprechenden Folgen vorher abschätzen sollten. Zum Beispiel verursachen Clientverbindungen zu den meisten öffentlichen abgesicherten Websites dann entsprechende Fehler. Sie haben verschiedene Möglichkeiten, einige dieser Fehler zu verhindern: | • | Sie können bestimmte, einzelne Stamm-CAs der Gruppenrichtlinien-Einstellung "Vertrauenswürdige Stammzertifizierungsstellen" wieder hinzufügen. | | • | Sie können die entsprechenden Stammzertifikate den Listen vertrauenswürdiger Zertifikate hinzufügen und diese anschließend durch die Einstellung Unternehmensvertrauen von Gruppenrichtlinien bereitstellen. Mithilfe dieser Methode können Sie auch die Verwendung der Zertifikate kontrollieren, die von der Stamm-CA ausgestellt werden. Da diese Methode nur eingeschränkten Clientsupport bietet, wird sie nur dann empfohlen, wenn kein Alternative zur Verfügung stehen. | | • | Schließlich können Sie mit anderen CAs wechselseitig zertifizieren oder eine qualifizierte, untergeordnete Vertrauensbeziehung erstellen. Hiermit erreichen Sie eine noch größere Kontrolle über die Verwendung und die Zertifikatsparameter, die Sie für Ihre Organisation als vertrauenswürdig zulassen. |
Listen vertrauenswürdiger Zertifikate oder begrenzte Unterordnung sind der sicherste Weg, um vertrauenswürdige Stamm-CAs anderer Organisationen in Ihrer Organisation bereitzustellen. Dieses Verfahren wird in Kapitel 4 "Entwerfen der Infrastruktur öffentlicher Schlüssel" genauer beschrieben. Verwalten der Benutzerkontrolle über die vertrauenswürdigen StammzertifizierungsstellenSie können auch mit einer Gruppenrichtlinie verhindern, dass Benutzer neue Stamm-CAs als vertrauenswürdig auswählen. Dies ist besonders wichtig, wenn Sie Ihre eigenen Zertifikatvertrauenslisten oder gekennzeichneten vertauenswürdigen Unterordnungen erstellt haben, um die Verwendung von Fremdzertifikaten in Ihrer Organisation zu kontrollieren. Das Verfahren zur Verwendung von Gruppenrichtlinien zur Benutzerkontrolle bei vertrauenswürdigen Stamm-CAs wird in der Onlinehilfe im TechNet-Artikel "To prevent users from selecting new root certification authorities with a Group Policy" (So verhindern Sie mithilfe einer Gruppenrichtlinie, dass Benutzer Zertifikaten von Fremdstamm-CAs vertrauen) beschrieben. Einen Link zu diesem Artikel finden Sie im Abschnitt "Weitere Informationen" am Ende dieses Kapitels. ZusammenfassungWenn Sie alle in diesem Kapitel beschriebenen Verfahren durchgearbeitet haben, müssten Sie nun die folgenden Aufgaben erledigt haben: | • | Installieren und Konfigurieren einer Offline-Stamm-CA | | • | Installieren und Konfigurieren einer ausstellenden CA | | • | Installieren und Konfigurieren eines Webservers zum Veröffentlichen von CRLs und CA-Zertifikaten | | • | Konfigurieren von administrativen Gruppen und Benutzern zum Verwalten der CAs und Active Directory-PKI-Konfigurationsinformationen | | • | Konfigurieren von Active Directory und Gruppenrichtlinien zum Unterstützen Ihrer PKI |
Nun können Sie Anwendungen konfigurieren, um die PKI zu nutzen. Die Vorgehensweise wird in den nächsten beiden Kapiteln dieses Handbuchs beschrieben: Kapitel 8 "Implementieren der RADIUS-Infrastruktur" und Kapitel 9 "Implementieren der Infrastruktur für die WLAN-Absicherung". Sie sollten jetzt auch die relevanten Abschnitte in Kapitel 11 "Verwalten der Infrastruktur öffentlicher Schlüssel" lesen und sicherstellen, dass die zuständigen IT-Mitarbeiter mit der Materie vertraut sind. Sie finden dort wesentliche Informationen über den sicheren und zuverlässigen Betrieb Ihrer PKI. Weitere InformationenAllgemeine Hintergrundinformationen zu PKI und Windows-Zertifikatsdiensten:| • | Eine gute Einführung in PKI-Konzepte und die Funktionen der Windows 2000-Zertifikatsdienste finden Sie in "An Introduction to the Windows 2000 Public-Key Infrastructure" unter http://www.microsoft.com/technet/archive/windows2000serv/ evaluate/featfunc/pkiintro.mspx (in englischer Sprache). | | • | Eine Beschreibung der verbesserten PKI-Funktionen von Windows Server 2003 und Windows XP finden Sie in "PKI Enhancements in Windows XP Professional and Windows Server 2003" unter http://www.microsoft.com/windowsxp/pro/techinfo/planning/pkiwinxp/default.asp (in englischer Sprache). | | • | Hintergrundwissen zur Produktdokumentation über Schlüsselkonzepte und Administrationsaufgaben finden Sie im Abschnitt zu Zertifikatsdiensten in der Onlinehilfe oder im Abschnitt "Public Key Infrastructure for Windows Server 2003" der Windows Server 2003-Produktdokumentation unter http://www.microsoft.com/windowsserver2003/technologies/pki/default.mspx (in englischer Sprache) |
Informationen zu speziellen Themen| • | Weitere Informationen zum Bereitstellen einer PKI in einer Mehrfachgesamtstruktur-Umgebung mit Active Directory finden Sie im Abschnitt "To publish certificates in a foreign Active Directory forest" der Produktdokumentation zu Windows Server 2003 unter http://www.microsoft.com/technet/prodtechnol/windowsserver2003/library/ServerHelp/cc28af1f-234e-4683-af01-e607c7bdc58a.mspx (in englischer Sprache) | | • | CAPICOM steht im Microsoft Download Center unter folgender Adresse zum Download bereit: http://www.microsoft.com/downloads/details.aspx?displaylang=en&FamilyID=860EE43A-A843-462F-ABB5-FF88EA5896F6. Um sicherzustellen, dass Sie die aktuellste Version erhalten, sollten Sie jedoch auf der Download Center-Site nach "CAPICOM" suchen. | | • | Anweisungen zur Verwendung des Microsoft Baseline Analyzers (MBSA) finden Sie auf der Website "Microsoft Baseline Security Analyzer V1.2.1" unter http://www.microsoft.com/technet/security/tools/mbsahome.mspx (in englischer Sprache). | | • | Weitere Informationen zu den Domänenfunktionsebenen von Active Directory sowie Anweisungen zum Wechseln zwischen den Domänenfunktionsebenen finden Sie in den folgenden Abschnitten der Windows Server 2003-Produktdokumentation. | • | Abschnitt "Domain and forest functionality" unter http://www.microsoft.com/technet/prodtechnol/windowsserver2003/library/ServerHelp/b3674c9b-fab9-4c1e-a8f6-787126471271.mspx (in englischer Sprache) beschreibt die verschiedenen Domänen- und Strukturebenen. | | • | Die Seite "Raise the domain functional level" unter http://www.microsoft.com/technet/prodtechnol/windowsserver2003/library/ServerHelp/5084a49d-20bd-43f0-815d-88052c9e2d46.mspx (in englischer Sprache) beschreibt, wie Sie Domänen- und Strukturebenen ändern. |
| | • | Weitere Informationen zum Tool ADPrep finden Sie in der Microsoft Knowledge Base, Artikel Q325379 "Aktualisieren von Windows 2000-Domänencontrollern auf Windows Server 2003" unter http://support.microsoft.com/?kbid=325379 und der Seite "ADPrep" unter http://www.microsoft.com/technet/prodtechnol/windowsserver2003/library/ServerHelp/bc5ebbdb-a8d7-4761-b38a-e207baa73419.mspx. | | • | Weitere Informationen zu den ADPrep-Voraussetzungen in Hinsicht auf Servicepacks und Hotfixes finden Sie in dem Knowledge-Base-Artikel Q331161 "Vor dem Ausführen von adprep /Forestprep auf Windows 2000-Domänencontrollern zu installierende Hotfixes, um die Gesamtstruktur und Domänen zu Windows Server 2003-Domänencontroller hinzufügen zu können" unter der Adresse http://support.microsoft.com/?kbid=331161. | | • | Eine noch ausführlichere Beschreibung der administrativen Rollen finden Sie unter "Managing role-based administration" in der Windows Server 2003-Produktdokumentation unter http://www.microsoft.com/technet/prodtechnol/windowsserver2003/library/ServerHelp/4ce51ee6-d0ec-4ff0-a7ed-ff943424656d.mspx (in englischer Sprache) | | • | Weitere Informationen zu den in diesem Handbuch verwendeten Server-Sicherheitseinstellungen und -rollen finden Sie im Windows Server 2003-Sicherheitshandbuch unter der Adresse http://www.microsoft.com/germany/technet/datenbank/articles/900117.mspx. | | • | Allgemeine Anweisungen zur Erstellung und Änderung von Zertifikatsvorlagen finden Sie im technischen Whitepaper Implementing and Administering Certificate Templates in Windows Server 2003 unter http://www.microsoft.com/technet/prodtechnol/ windowsserver2003/echnologies/security/ws03crtm.mspx (in englischer Sprache) und im Abschnitt Manage certificate templates for an enterprise certification authority der Produktdokumentation unter http://www.microsoft.com/technet/prodtechnol/windowsserver2003/library/ServerHelp/80173430-119b-4fba-9990-a8a5e815ca06.mspx (in englischer Sprache). | | • | Informationen darüber, wie Sie automatisches Vertrauen zu fremden CAs deaktivieren können, finden Sie im Abschnitt "To prevent users from trusting third-party root certification authorities with a Group Policy" unter der Adresse http://www.microsoft.com/resources/documentation/ WindowsServ/2003/enterprise/proddocs/en-us/sag_pkpprocsconfig3rdpartyrootca.asp (in englischer Sprache) | | • | Informationen darüber, wie Sie die Benutzerkontrolle über vertrauenswürdige CAs verwalten können, finden Sie im Abschnitt "To prevent users from selecting new root certification authorities with a Group Policy" unter http://www.microsoft.com/resources/documentation/WindowsServ/ 2003/enterprise/proddocs/en-us/sag_pkpprocsconfigtrustedrootca.asp (in englischer Sprache) | | • | Weitere Informationen zum automatischen Registrieren von Zertifikaten finden Sie im Kapitel Windows XP Professional - Maintain, Abschnitt "Certificate Autoenrollment" unter http://www.microsoft.com/WindowsXP/pro/techinfo/ administration/autoenroll/default.asp (in englischer Sprache) und im Kapitel "Checklist: Configuring certificate autoenrollment" unter http://www.microsoft.com/resources/documentation/ WindowsServ/2003/datacenter/proddocs/en-us/certsrv_checklist_autoenroll.asp (in englischer Sprache) | | • | Weitere Informationen zur erweiterten Zertifikatsregistrierung finden Sie im Abschnitt Advanced Certificate Enrollment and Management unter http://www.microsoft.com/technet/prodtechnol/ windowsserver2003/technologies/security/advcert.mspx (in englischer Sprache). | | • | Weitere Informationen zur Webregistrierung finden Sie im Abschnitt Configuring and Troubleshooting Windows 2000 and Windows Server 2003 Certificate Services Web Enrollment unter http://www.microsoft.com/technet/prodtechnol/ windowsserver2003/technologies/security/webenroll.mspx (in englischer Sprache). | | • | Zusätzliche Informationen zur Verwaltung einer Windows-PKI (ergänzende Informationen zu Kapitel 11 "Verwalten der Infrastruktur öffentlicher Schlüssel") finden Sie im Windows Server 2003 PKI Operations Guide unter http://www.microsoft.com/technet/prodtechnol/ windowsserver2003/technologies/security/ws03pkog.mspx (in englischer Sprache). |
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