Betriebshandbuch - Sichern von Wireless LANs mit Zertifikatsdiensten

Kapitel 11: Verwalten der Infrastruktur öffentlicher Schlüssel

Veröffentlicht: 10. Nov 2004 | Aktualisiert: 24. Nov 2004
Auf dieser Seite
EinführungEinführung
Notwendige WartungsaufgabenNotwendige Wartungsaufgaben
Administrative Rollen für ZertifikatsdiensteAdministrative Rollen für Zertifikatsdienste
Aufgaben  BetriebAufgaben Betrieb
Aufgaben  SupportAufgaben Support
Aufgaben  OptimierungAufgaben Optimierung
Aufgaben  ÄnderungAufgaben Änderung
ProblembehandlungProblembehandlung
KonfigurationstabellenKonfigurationstabellen
Weitere InformationenWeitere Informationen

Einführung

Dieses Kapitel beschreibt die Vorgänge, die für die Verwaltung der Infrastruktur öffentlicher Schlüssel (Public Key Infrastructure, PKI) als Bestandteil dieser Lösung zur WLAN-Absicherung (WLAN = Wireless Local Area Network, lokales Drahtlosnetzwerk) erforderlich sind. Die Struktur basiert auf den Kategorien und Konzepten des Microsoft Operational Framework (MOF), die im ersten Kapitel des Betriebshandbuchs (Kapitel 10) beschrieben wurden.

Ziel dieses Kapitels ist es, Ihnen die Implementierung eines Verwaltungssystems für Ihre Infrastruktur öffentlicher Schlüssel (Public Key Infrastructure, PKI) zu ermöglichen. Dies beinhaltet sämtliche Setupaufgaben, die vor Beginn der Überwachung und Wartung des Systems zu erledigen sind, sowie die normalen Aufgaben, die während des laufenden Betriebs anfallen. Des Weiteren werden Verfahren zur Verarbeitung von Supportanfragen, zur Verwaltung von Änderungen an der Umgebung und zur Optimierung der Systemleistung erläutert.

Dieses Kapitel ist in zwei Hauptteile untergliedert. Der erste Teil besteht aus zwei kurzen Abschnitten, "Notwendige Wartungsaufgaben" und "Zuweisung von administrativen Rollen", die vollständig gelesen werden sollten. Diese Abschnitte enthalten grundlegende Informationen zur Einrichtung einer ordnungsgemäß verwalteten Umgebung für das System. Der Rest des Kapitels dient in erster Linie als Referenz. Manche Aufgaben in den Referenzabschnitten müssen bei der Bereitstellung des Systems von Ihnen implementiert werden; sie sind jedoch im Abschnitt "Notwendige Wartungsaufgaben" eindeutig gekennzeichnet.

Obwohl Sie nicht sämtliche Einzelheiten des Referenzabschnitts in sich aufnehmen müssen, sollten Sie sich mit seinem Inhalt vertraut machen, so dass Sie bei Bedarf bestimmte Informationen schnell und einfach auffinden können.

Voraussetzungen für das Kapitel

Sie sollten mit den in MOF verwendeten Konzepten vertraut sein, die in Kapitel 10, "Einführung in das Betriebshandbuch", beschrieben sind. Eine fundierte Kenntnis von MOF ist nicht erforderlich.

Darüber hinaus sollten Sie insbesondere mit den Konzepten von PKI und Microsoft® -Zertifikatsdiensten vertraut sein. Zudem ist eine Kenntnis von Microsoft Windows® 2000 Server (oder höher) in den folgenden Bereichen erforderlich:

Grundlegende Betriebs- und Wartungsverfahren von Microsoft Windows Server 2003, einschließlich der Verwendung von Tools wie Ereignisanzeige, Computerverwaltung und NTBackup.

Active Directory® -Verzeichnisdienst, einschließlich Active Directory-Struktur und -Tools, Bearbeiten von Benutzern, Gruppen und anderen Active Directory-Objekten sowie die Verwendung von Gruppenrichtlinien.

Windows-Systemsicherheit: Sicherheitskonzepte wie z. B. Benutzer, Gruppen, Überwachung, Zugriffssteuerungslisten; Verwendung von Sicherheitsvorlagen; Anwendung von Sicherheitsvorlagen mithilfe von Gruppenrichtlinien oder Befehlszeilenprogrammen.

Verwaltung von Internetinformationsdiensten (Internet Information Services, IIS).

Kenntnisse bezüglich Windows Scripting Host und der Skriptsprache Microsoft Visual Basic® Scripting Edition (VBScript) können sich für Sie bei der Arbeit mit den bereitgestellten Skripts als nützlich erweisen, sind jedoch nicht unbedingt erforderlich.

Bevor Sie mit diesem Kapitel fortfahren, sollten Sie die damit zusammenhängenden Kapitel im Planungshandbuch und im Einrichtungshandbuch (Kapitel 4 und 6) lesen und die Architektur und das Design der Lösung verstehen.

Kapitelüberblick

In der folgenden Liste werden die einzelnen Hauptabschnitte dieses Kapitels beschrieben.

Notwendige Wartungsaufgaben. Umfasst zwei Tabellen, in denen die Aufgaben zur Einrichtung des Managementsystems sowie die zur Wartung des Systems durchzuführenden Routineaufgaben aufgeführt werden.

Administrative Rollen. Beschreibt die in der Lösung eingesetzten administrativen Rollen, die jeweiligen Berechtigungen dieser Rollen und sowie ihre Zuordnung zu den MOF-Rollenclustern und den für die Lösung definierten administrativen Sicherheitsgruppen.

Aufgaben Betrieb. Beinhaltet sämtliche Aufgaben, die mit der normalen Wartung des PKI in Zusammenhang stehen. Zu diesen Aufgaben zählen Überwachung, Sicherungen sowie Verzeichnis- und Sicherheitsoperationen.

Aufgaben Support. Umfasst alle Verfahren in Bezug auf eine Wiederherstellung nach Systemproblemen. Zu diesen Verfahren zählen das Sperren von Zertifikaten und Zertifizierungsstellen (Certification Authority, CA), Wiederherstellen aus einer Datensicherung sowie Operationen zur Handhabung einer fehlgeschlagenen CA.

Aufgaben Optimierung. Beinhaltet bestimmte Verfahren zur Kapazitätsplanung.

Aufgaben Änderung. Umfasst gängige Aufgaben bezüglich der Vornahme von Änderungen an der CA-Konfiguration und ihrer kontrollierten Freigabe für die Produktionsumgebung. Weiterhin zählen hierzu Verfahren zur Erfassung und Wartung wichtiger Konfigurationsinformationen über das PKI.

Problembehandlung. Beinhaltet Verfahren, die Sie bei der Behebung möglicher Probleme mit dem PKI helfen sollen. Zudem enthält dieser Abschnitt Beschreibungen nützlicher Problembehandlungstools und Verfahren, mit denen die Protokollierung verschiedener Komponenten ermöglicht wird.

Konfigurationstabellen. Dieser Abschnitt umfasst eine Untergruppe der im Einrichtungshandbuch verwendeten Konfigurationsparameter. Diese Werte werden in den hier aufgeführten Verfahren als Beispiele verwendet.

Weitere Informationen. Enthält eine Auflistung zusätzlicher Informationsquellen, auf die im Text verwiesen wird.

Notwendige Wartungsaufgaben

Dieser Abschnitt führt die wichtigsten Aufgaben auf, die Sie für den erfolgreichen Betrieb der PKI durchführen müssen. Einmalige Aufgaben vor und während des Setups sowie fortlaufende Aufgaben im Betrieb werden in zwei Tabellen aufgeführt. Diese Aufgaben werden weiter unten in diesem Dokument im Detail beschrieben. Die Aufgaben werden nach MOF-Quadrant gruppiert, und die MOF-Dienstverwaltungsfunktion, zu der die Aufgabe gehört, wird neben der Aufgabe aufgeführt, damit Sie die erforderliche Aufgabe schneller finden.

Dieser Abschnitt enthält außerdem eine Liste der Tools und Technologien, die in den Verfahren in diesem Kapitel eingesetzt werden.

Erste Setupaufgaben

In dieser Tabelle sind die Aufgaben aufgeführt, die für die Inbetriebnahme der PKI erforderlich sind. Je nach den von Ihnen eingesetzten Standards und Vorgehensweisen müssen Sie möglicherweise nicht alle Aufgaben durchführen. Sie sollten sich die Beschreibungen durchlesen und dann entscheiden. Andere Aufgaben wiederum müssen möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt erneut ausgeführt werden. Wird beispielsweise eine neue CA installiert, müssen Sie die zugehörigen Sicherungs- und Überwachungsaufgaben konfigurieren.

Tabelle 11.1: Erste Setupaufgaben

AufgabennameRollenclusterSMF

Betrieb

Vorbereiten der Organisationseinheitsstruktur einer Domäne für die Verwaltung der Zertifikatsdienste

Infrastruktur

Verzeichnisdienstadministration

Veröffentlichen der Zertifikatssperrliste der ausstellenden Zertifizierungsstelle auf dem Webserver

Sicherheit

Sicherheitsadministration

Konfigurieren der Datenbanksicherung einer ausstellenden CA

Infrastruktur

Speicherverwaltung

Konfigurieren der Datenbanksicherung der Stamm-CA

Infrastruktur

Speicherverwaltung

Testen der Datenbanksicherungen

Betrieb

Speicherverwaltung

Testen der CA-Schlüsselsicherung

Betrieb

Speicherverwaltung

Kategorisieren von Überwachungswarnmeldungen

Infrastruktur

Dienstüberwachung und -steuerung

Überwachen von Kapazitätseinschränkungen der Zertifikatsdienste

Infrastruktur

Dienstüberwachung und -steuerung

Überwachen des Zustands und der Verfügbarkeit der Zertifikatsdienste

Infrastruktur

Dienstüberwachung und -steuerung

Konfigurieren von SMTP-Benachrichtigungen für ausstehende Zertifikatsanforderungen

Infrastruktur

Dienstüberwachung und -steuerung

Planen von Aufgaben einer ausstellenden CA

Infrastruktur

Planen von Aufträgen

Optimierung

Bestimmen der Höchstlast der ausstellenden Zertifizierungsstelle

Infrastruktur

Kapazitätsverwaltung

Bestimmen der Speicher- und Sicherungsvoraussetzungen einer ausstellenden Zertifizierungsstelle

Infrastruktur

Kapazitätsverwaltung

Änderung

Verwalten von Betriebssystemupdates

Infrastruktur

Änderungsverwaltung
Veröffentlichungsverwaltung

Auch wenn es keine dokumentierten Aufgaben für den Aufbau eines Konfigurationsverwaltungssystems für die PKI gibt, sollten Sie sich mit den Verfahren im Abschnitt Konfigurationsverwaltung vertraut machen. Diese Verfahren beschreiben die Informationstypen, die in einem Konfigurationsverwaltungssystem gesammelt und gewartet werden sollten.

Wartungsaufgaben

Diese Tabelle führt die Aufgaben auf, die Sie regelmäßig ausführen müssen, um den einwandfreien Betrieb Ihrer PKI zu gewährleisten. Sie können diese Tabelle bei der Ressourcenplanung und der Erstellung des Zeitplans für die Administration heranziehen.

Einige dieser Aufgaben müssen Sie möglicherweise nie ausführen, diese Entscheidung sollten Sie jedoch erst nach Durchsicht der Beschreibungen treffen. Bestimmte Aufgaben wiederum müssen u. U. sowohl bei Bedarf als auch nach einem Zeitplan erledigt werden. Zum Beispiel müssen Sie bei Erneuerung eines Stamm-CA-Zertifikats eine Sicherung der Stamm-CA durchführen, auch wenn dieses Ereignis nicht geplant ist. Wo auch immer dies der Fall sein sollte, ist es in der Spalte "Häufigkeit" vermerkt. Auch werden Abhängigkeiten dieser Art in den Aufgabendetails erörtert.

Tabelle 11.2: Wartungsaufgaben

AufgabennameHäufigkeitSMF

Betrieb

Überprüfen ausstehender Anforderungen

Täglich

Sicherheitsadministration

Erneuern des Zertifikats der Stammzertifizierungsstelle

Alle 8 Jahre

Sicherheitsadministration

Erneuern des Zertifikats der ausstellenden Zertifizierungsstelle

Alle 4 Jahre

Sicherheitsadministration

Veröffentlichen einer Offlinezertifikatssperrliste und eines Offlinezertifizierungsstellen-Zertifikats

Alle 6 Monate

Sicherheitsadministration

Sichern der CA-Schlüssel und -Zertifikate

Jährlich bzw. bei jeder Erneuerung des CA-Zertifikats (falls diese früher erfolgt)

Speicherverwaltung

Testen der Datenbanksicherungen

Monatlich

Speicherverwaltung

Testen der CA-Schlüsselsicherung

Alle 6 Monate

Speicherverwaltung

Archivieren der Sicherheitsprotokolle einer CA

Monatlich (ausstellende CA)

Speicherverwaltung

Archivieren der Sicherheitsprotokolle einer CA

Alle 6 Monate (Stamm-CA)

Speicherverwaltung

Erforderliche Technologien

In der folgenden Tabelle finden Sie eine Liste der in diesem Kapitel beschriebenen Technologien und Tools.

Tabelle 3: Erforderliche Technologien

NameQuelle

Active Directory-Benutzer und -Computer (MMC-Snap-In)

Microsoft Windows Server 2003

MMC-Snap-In für Zertifizierungsstellen

Windows Server 2003

MMC-Snap-In für Zertifikatsvorlagen

Windows Server 2003

Certutil.exe

Windows Server 2003

Certreq.exe

Windows Server 2003

MSS-Skripts

Diese Lösung

Texteditor

Editor Windows Server 2003

Windows-Taskplanerdienst

Windows Server 2003

SchTasks.exe

Windows Server 2003

Windows-Sicherungsprogramm

Windows Server 2003

Cipher.exe

Windows Server 2003

Ereignisanzeige

Windows Server 2003

Systemmonitor

Windows Server 2003

Net.exe

Windows Server 2003

DSquery.exe

Windows Server 2003

Ldifde.exe

Windows Server 2003

DCDiag.exe

Windows Server 2003

Überwachungskonsole

Microsoft Operations Manager (MOM)

Wechselmedien für die Sicherung der Stamm-CA

CD-RW oder Band

Sicherung der Server der ausstellenden CA

Unternehmenssicherungsdienst oder
lokales Sicherungsgerät

MMC-Snap-In für Gruppenrichtlinien

Webdownloads von Microsoft.com

PKI-Zustand

Windows Server 2003 Resource Kit

Tabelle 11.4: Empfohlene Technologien

NameQuelle

Überwachungskonsole

Microsoft Operations Manager oder anderes Dienstüberwachungssystem

E-Mail-Infrastruktur für betriebsbezogene Warnmeldungen (Alternative zu MOM)

SMTP-/POP3-/IMAP-Server und -Client, z. B. Microsoft Exchange Server und Client für Microsoft Outlook®

Eventquery.vbs

Windows Server 2003

Tools zur Kapazitätsplanung

Microsoft Operations Manager oder andere Tools zur Kapazitätsplanung

System zur Verteilung von Sicherheitsupdates

Microsoft Systems Management Server (SMS) oder Microsoft Software Update Services (SUS)

Administrative Rollen für Zertifikatsdienste

An der Verwaltung einer PKI sind zahlreiche unterschiedliche Rollen beteiligt. In den folgenden zwei Abschnitten werden diese in Haupt- und Nebenrollen unterteilt.

Hauptrollen für Zertifikatsdienste

Hauptrollen für Zertifikatsdienste sind für die Verwaltung einer Infrastruktur öffentlicher Schlüssel absolut notwendig. Viele dieser Rollen entsprechen den CC-Sicherheitsrollen (Common Criteria oder allgemeine Kriterien), die für Zertifikatsdienste definiert wurden. Wenn dies der Fall sein sollte, ist dies in Klammern hinter dem Rollennamen angegeben.

Tabelle 11.5: Hauptrollen für Zertifikatsdienste

RollennameBereichBeschreibung

Enterprise PKI Administrator

Unternehmen

Verantwortlich für gesamte PKI definiert Zertifikatstypen, Anwendungsrichtlinien, Vertrauenspfade usw. für das Unternehmen

Enterprise PKI Publisher

Unternehmen

Zuständig für die Veröffentlichung von vertrauenswürdigen Stammzertifikaten, Zertifikaten von untergeordneten CAs und Zertifikatssperrlisten im Verzeichnis.

CA Administrator
(CC-Rolle "Administrator")

CA

CA Administrator verantwortlich für die CA-Konfiguration und die Zuweisung von Rollen für die CA. Hierbei handelt es sich oft um dieselben Personen wie bei Enterprise PKI Admins.
Es können verschiedene CA Administrators für unterschiedliche Zertifizierungsstellen zuständig sein, sollte die Zertifikatnutzung dies erfordern.

Administrator
(CC-Rolle "Administrator")

CA

Administrator des CA-Serverbetriebssystems zuständig für serverweite Konfiguration (wie z. B. CA-Installationen). Hierbei handelt es sich oft um dieselben Personen wie bei CA Admins.
Es können verschiedene Administratoren für unterschiedliche Zertifizierungsstellen zuständig sein, sollte die Zertifikatnutzung dies erfordern.

CA Auditor
(CC-Rolle "Auditor")

CA

Verwaltet Überwachungsereignisse, Richtlinien und ähnliche Arten überprüfbarer Ereignisse von CAs.

Certificate Manager
(CC-Rolle "Officer")

CA

Genehmigt Zertifikatsanforderungen, die eine manuelle Genehmigung erfordern, und sperrt Zertifikate.
Es können verschiedene Certificate Managers bei unterschiedlichen Zertifizierungsstellen für Genehmigungen zuständig sein, sollte die Zertifikatnutzung dies erfordern.

Registration Authority

Zertifikatsvorlagen

Eine Erweiterung der Rolle Certificate Manager. Zuständig für das Genehmigen und Signieren von Zertifikatsanforderungen im Anschluss an die Identitätsüberprüfung des Zertifikatantragstellers.
Hierbei kann es sich um eine Person, einen IT-Prozess oder ein Gerät (z. B. einen Fingerabdruckscanner oder eine Datenbank) handeln.
Für verschiedene Zertifikatsvorlagen können unterschiedliche Registrierungsautoritäten festgelegt werden, die für mehrere CAs verantwortlich sein können.

Key Recovery Agent

CA

Hält den Schlüssel, um archivierte private Schlüssel in der CA-Datenbank zu entschlüsseln.

CA-Sicherungsoperator
(CC-Rolle "Operator")

CA

Zuständig für Sicherung und Wiederherstellung von CA-Servern und die sichere Aufbewahrung der Sicherungsmedien.

Nebenrollen für Zertifikatsdienste

Die Nebenrollen in der nachstehenden Tabelle sind für die Verwaltung einer Infrastruktur öffentlicher Schlüssel nicht von essenzieller Bedeutung, sondern unterstützen die Hauptrollen in ihren Funktionen.

Tabelle 11.6: Nebenrollen für Zertifikatsdienste

RollennameBereichBeschreibung

Monitor Operator

Unternehmen

Überwachung des laufenden Betriebs

Capacity Planner

Unternehmen

Leistungs- und Lastanalyse, um zukünftige Anforderungen vorhersagen zu können

Active Directory Administrator

Unternehmen

Konfiguration und Support der Active Directory-Infrastruktur

Active Directory Operations

Unternehmen

Zuständig für die alltägliche Verwaltung des Verzeichnisses, einschließlich Sicherheitsgruppenwartung, Kontoerstellung usw.

Change Approvals Board

Unternehmen

Vertreter aus Wirtschaft und Technik, deren Zustimmung für Änderungen an der Infrastruktur benötigt wird.

Zuordnen von Rollen für Zertifikatsdienste zu Sicherheitsgruppen

Die folgende Tabelle enthält die für diese Lösung erforderlichen Sicherheitsgruppen und beschreibt die jeweiligen Fähigkeiten bzw. Berechtigungen einer Gruppe.

Für Offline-CAs gibt es nur lokale Sicherheitsgruppen. In diesem Fall müssen Sie individuelle lokale Konten auf der CA selbst erstellen und für das Auffüllen der lokalen Gruppen verwenden. Individuelle Konten können Mitglieder mehrerer oder sogar aller lokalen Rollengruppen sein, wenn diese Konfiguration mit den Sicherheits- und IT-Richtlinien Ihres Unternehmens konform ist.

Für Online-CAs werden die Domänensicherheitsgruppen verwendet, um die für die jeweiligen Rollen geltenden Berechtigungen zuzuweisen. Die Rollengruppen werden mit Domänenkonten aufgefüllt. Auch hier können einzelne Konten Mitglieder mehrerer oder aller Rollengruppen sein, wenn diese Konfiguration die Sicherheits- und IT-Richtlinien Ihres Unternehmens unterstützt.

Tabelle 11.7: Zuordnung von Zertifikatsdienstrollen zu Sicherheitsgruppen

RollennameDomänensicherheitsgruppe (Online-CAs)Lokale Sicherheitsgruppe (Offline-CAs)Berechtigungen

Enterprise PKI Administrator

Enterprise PKI Admins

Kontrolle über Active Directory-Container für öffentliche Schlüssel. Steuert daher die Vorlagen, vertrauenswürdige Veröffentlichungen und andere unternehmensweite Konfigurationselemente.

Enterprise PKI Publisher

Enterprise PKI Publishers

Veröffentlichung von vertrauenswürdigen Stammzertifikaten, Zertifikaten von untergeordneten CAs und Zertifikatssperrlisten im Verzeichnis.

CA Administrator

CA Admins

CA Admins (Nur Stamm-CA)

Verfügt auf der CA über Berechtigungen zur Verwaltung der CA. Steuert Rollenzuteilung auf der CA. Verfügt auch über Berechtigungen zum Ändern der CA-Eigenschaften.
Wird häufig mit der Rolle des lokalen Administrators auf dem CA-Server kombiniert, es sei denn, es herrscht Rollentrennung.

Administrator

Administratoren

Lokaler Administrator des CA-Servers.

CA Auditor

CA Auditors

CA Auditors (nur Stamm-CA), Administrators

Verfügt über die Berechtigung zum Verwalten der Sicherheits- und Überwachungsprotokolle auf einer CA.
Ist auch Mitglied der lokalen Administratorengruppe auf der CA (für den Zugriff auf Überwachungsprotokolle erforderlich).

Certificate Manager

Certificate Managers

Certificate Managers
(nur Stamm-CA)

Verfügt über Berechtigungen zum Ausstellen und Verwalten von Zertifikaten auf der CA.
Für jede CA können mehrere Certificate Managers eingerichtet werden, die jeweils Zertifikate für Untergruppen von Benutzern oder anderen Endeinheiten verwalten können.

Registration Authority

Hält Zertifikat und Schlüssel für die Unterzeichnung einer Zertifikatsanforderung vor der Zustimmung.

Key Recovery Agent

Hält Zertifikat und Schlüssel, die für die Entschlüsselung der in der Zertifikatsdatenbank archivierten privaten Schlüssel erforderlich sind.

CA Backup Operator

CA Backup Operators

CA Backup Operators (nur Stamm-CA)

Verfügt über Berechtigungen zum Sichern und Wiederherstellen auf dem CA-Server.

Aufgaben Betrieb

Dieser Abschnitt enthält detaillierte Informationen zu den Wartungsaufgaben, die sich auf den MOF-Quadranten "Betrieb" beziehen.

Dieser MOF-Quadrant umfasst alle betriebsbezogenen Standards, Verfahren und Prozesse, die in regelmäßigen Abständen auf Dienstlösungen angewendet werden müssen, um die vordefinierten Servicelevels zu erzielen und aufrechtzuerhalten. Das Ziel dieses Quadranten besteht darin, eine verlässliche Durchführung der manuellen und automatisierten Aufgaben im Alltagsbetrieb zu erreichen.

Der Betriebsquadrant umfasst die folgenden Dienstverwaltungsfunktionen (Service Management Functions, SMFs):

Verzeichnisdienstadministration

Sicherheitsadministration

Speicherverwaltung

Dienstüberwachung und -steuerung

Aufgabenplanung

Für die übrigen SMFs gibt es keine Aufgaben:

Systemverwaltung

Netzwerkverwaltung

Druck- und Ausgabeverwaltung

Hinweis: Für jede Aufgabenbeschreibung wird eine Zusammenfassung der folgenden Informationen angegeben: Sicherheitsanforderungen, Häufigkeit und erforderliche Technologien.

Verzeichnisdienstadministration

Verzeichnisdienste ermöglichen Benutzern und Anwendungen das Aufspüren von Netzwerkressourcen wie Benutzern, Servern, Anwendungen, Tools, Diensten und anderen Informationen. Die Verzeichnisdienstadministration umfasst Alltagsbetrieb, Wartung und Support des Unternehmensverzeichnisses. Mit der Verzeichnisdienstadministration wird sichergestellt, dass Informationen für jeden autorisierten Antragsteller über das Netzwerk in einem einfachen und organisierten Verfahren erreichbar sind.

Vorbereiten einer Domänenorganisationseinheits-Struktur für die Verwaltung der Zertifikatsdienste

Zweck dieser Aufgabe ist die Bereitstellung einer adäquaten Organisationseinheitsstruktur (Organizational Unit, OU) für die Verwaltung der Sicherheitsgruppen und Benutzerkonten von Zertifikatsdiensten.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen: Konto mit Berechtigungen zum Erstellen von Organisationseinheiten im vorgesehenen Teil von Active Directory

Häufigkeit: Setupaufgabe

Erforderliche Technologien: MMC-Snap-In "Active Directory-Benutzer und -Computer".

Aufgabendetails

Diese Aufgabe ist als Anleitung gedacht und hängt zum großen Teil von der vorhanden Struktur der Organisationseinheiten und den aktuellen Verwaltungsrichtlinien und -verfahren ab. Die folgende Tabelle enthält ein Beispiel für eine einfache Organisationseinheiten-Unterstruktur, das Sie verwenden könnten, um die in diesem Handbuch aufgeführten Sicherheitsgruppen zu organisieren.

Tabelle 11.8: Speicherort von Sicherheitsgruppen innerhalb der OU-Struktur

OUGruppenZweck

Zertifikatdienste

Zertifikatsdienste-Administration

Enterprise PKI Admins
Enterprise PKI Publishers
CA Adminis
CA Auditors
Certificate Managers
CA Backup Operators

Umfasst administrative Gruppen für die Verwaltung von CAs und der Konfiguration der Organisations-PKI.

Zertifikatsvorlagen-Verwaltung

Beispiele:
Manage User Template
Manage Smartcard Logon Template

Enthält Gruppen, die Vollzugriff auf die gleichnamigen Vorlagen haben. Ermöglicht Delegierung von Vorlagentypen

Zertifikatsvorlagen-Registrierung

Beispiele:
Enroll User Certificate
Auto Enroll User Certificate
Enroll Email Signing Certificate

Enthält Gruppen, denen die Berechtigungen für das Registrieren oder automatische Registrieren der gleichnamigen Vorlagen erteilt werden. Die Kontrolle über die Gruppen kann für einen flexiblen Registrierungsprozess an entsprechende Mitarbeiter delegiert werden, ohne die eigentlichen Vorlagen zu bearbeiten.

Erstellen von Gruppen für die Vorlagenverwaltung

Gruppen für die Vorlagenverwaltung sind ein nützliches Hilfsmittel zur Delegation der Steuerung mithilfe von Vorlagen und deren Einstellungen an verschiedene Administratoren. Nur Organisationsadministratoren und Enterprise PKI Admins verfügen über die Berechtigung zur Änderung der Vorlagen. Falls Ihre IT-Abteilung nicht sehr groß ist, ist diese Art von Unterteilung möglicherweise nicht nötig. In diesem Fall können nur Organisationsadministratoren (die zur integrierten Gruppe gehören) und Enterprise PKI Admins (die als Teil dieser Lösung erstellt werden) die Zertifikatsvorlagen verwalten.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen: Enterprise PKI Admins

Häufigkeit: Bei Bedarf

Erforderliche Technologien:

MMC-Snap-In "Active Directory-Benutzer und -Computer"

MMC-Snap-In für Zertifikatsvorlagen

Vorsicht: Verwenden Sie diese Option mit Umsicht. Sie sollten die Kontrolle über eine Vorlage nur dann delegieren, wenn Sie der entsprechenden Person uneingeschränkt vertrauen können. Benutzer mit Schreibzugriff können sämtliche Parameter in einer Vorlage ändern und so jeden beliebigen Zertifikatstyp erzeugen. Möglicherweise ziehen Sie es vor, die Vorlage selbst zu erstellen, um die Kontrolle über die Zertifikatstypen auf die Organisations-PKI-Administratorengruppe zu beschränken.

Aufgabendetails

Führen Sie die folgenden Schritte für jede Zertifikatsvorlage durch, die Sie erstellen oder in Ihrer Umgebung aktivieren möchten.

So erstellen Sie Zertifikatsvorlagen-Verwaltungsgruppen

1.

Melden Sie sich als Mitglied der Sicherheitsgruppe "Enterprise PKI Admins" an.

2.

Erstellen Sie in der OU für die Zertifikatsvorlagenverwaltung eine globale Domänensicherheitsgruppe namens Vorlage ZertVorlagenname verwalten, wobei ZertVorlagenname dem Namen der Zertifikatsvorlage entspricht.

3.

Laden Sie das MMC-Snap-In Zertifikatvorlagen.

4.

Öffnen Sie die Eigenschaften der gewünschten Vorlage, und klicken Sie auf die Registerkarte Sicherheit.

5.

Fügen Sie die Gruppe "Vorlage ZertVorlagenname verwalten" mit Schreibzugriff hinzu.

Erstellen von Gruppen zur Registrierung von Zertifikatsvorlagen

Anhand von Gruppen zur Registrierung von Zertifikatsvorlagen können Sie leicht steuern, wer eine Vorlage registrieren kann bzw. automatisch registriert wird, indem Sie einfach Benutzer oder Computer zu dieser Gruppe hinzufügen bzw. daraus entfernen. Zudem können Sie Administratoren ohne Schreibberechtigungen für die Zertifikatsvorlagen die Berechtigung zum Steuern der Mitgliedschaft in diesen Gruppen gewähren.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen: Enterprise PKI Admins

Häufigkeit: Bei Bedarf

Erforderliche Technologien:

Snap-In "Active Directory-Benutzer und -Computer"

MMC-Snap-In für Zertifikatsvorlagen

Aufgabendetails

Erstellen Sie für jeden Vorlagentyp eine Gruppe, oder zumindest für alle Vorlagentypen, bei denen die Zertifikatsregistrierung automatisch erfolgt. (Falls Sie für einen bestimmten Zertifikatstyp einen komplexeren oder einen manuellen Registrierungsprozess verwenden, erweist sich der Einsatz von Gruppen zur Registrierung von Zertifikatsvorlagen u. U. als nicht so nützlich.) Wenn für den Zertifikatstyp eine automatische Registrierung angemessen ist, können Sie eine separate Gruppe erstellen, die steuert, welche Benutzer und Geräte das Zertifikat automatisch registrieren.

So erstellen Sie Gruppen zur Registrierung von Zertifikatsvorlagen

1.

Melden Sie sich als Mitglied der Sicherheitsgruppe "Enterprise PKI Admins" an, und öffnen Sie das MMC-Snap-In "Active Directory-Benutzer und -Computer".

2.

Erstellen Sie in der OU für die Zertifikatsvorlagenregistrierung globale Sicherheitsgruppen mit folgenden Namen:

ZertifikatZertVorlagenname registrieren

Zertifikat ZertVorlagenname autoregistrieren (falls erforderlich)

3.

Laden Sie das MMC-Snap-In für Zertifikatsvorlagen.

4.

Öffnen Sie die Eigenschaften der Vorlage, um die Sicherheitseinstellungen zu bearbeiten.

5.

Fügen Sie die Gruppe "Zertifikat ZertVorlagenname registrieren" hinzu, und gewähren Sie ihr die Berechtigungen Lesen und Registrieren.

6.

Fügen Sie die Gruppe "ZertVorlagenname autoregistrieren" hinzu, und gewähren Sie ihr die Berechtigungen Lesen, Registrieren und Autoregistrieren.

Hinweis: Sie können die Kontrolle über diese Sicherheitsgruppen an den Besitzer der entsprechenden Anwendung delegieren, damit dieser bestimmen kann, wer diesen Zertifikattyp registrieren darf.

Aktivieren der Registrierung (oder Autoregistrierung) eines Zertifikatstyps für einen Benutzer oder Computer

Bei dieser Aufgabe werden Registrierungsgruppen verwendet, um eine manuelle Registrierung zuzulassen oder die automatische Registrierung eines Zertifikatstyps für Benutzer, Computer und Sicherheitsgruppen von Benutzern und/oder Computern zu initiieren.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen: Berechtigung zur Mitgliedschaftsänderung bei der Gruppe für die Zertifikatsregistrierung

Häufigkeit: Bei Bedarf

Erforderliche Technologien: MMC-Snap-In "Active Directory-Benutzer und -Computer".

Hinweis: Die automatische Registrierung muss in den Domänenrichtlinien für die Zielbenutzer bzw. -computer ebenfalls aktiviert sein. Genauere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt zur Konfiguration der automatischen Registrierung in Kapitel 6, "Implementieren der Infrastruktur öffentlicher Schlüssel".

Aufgabendetails

So aktivieren Sie die Registrierung oder Autoregistrierung für Benutzer oder Computer

1.

Suchen Sie in "Active Directory-Benutzer und -Computer" die Sicherheitsgruppe für die Zertifikatsvorlagen-Registrierung (bzw. Autoregistrierung), die dem zu registrierenden Zertifikatstyp entspricht. Sie müssen als Benutzer mit Berechtigungen zum Ändern der Mitgliedschaft bei dieser Gruppe angemeldet sein.

2.

Fügen Sie den Benutzer, den Computer oder die Sicherheitsgruppe zur Sicherheitsgruppe der ausgewählten Vorlage hinzu.

Deaktivieren der Registrierung oder Autoregistrierung eines Zertifikatstyps für einen Benutzer oder Computer

Durch Ausstellen eines Zertifikats für einen Benutzer oder Computer wird in der Regel eine bestimmte Funktionalität für den Zertifikatinhaber aktiviert. Es kann sein, dass Sie diese Funktionalität zu einem späteren Zeitpunkt sperren müssen.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen: Berechtigung zur Mitgliedschaftsänderung bei der Gruppe für die Zertifikatsregistrierung

Häufigkeit: Bei Bedarf

Erforderliche Technologien:

MMC-Snap-In "Active Directory-Benutzer und -Computer"

MMC-Snap-In für Zertifizierungsstellen

Aufgabendetails

So deaktivieren Sie die Registrierung oder Autoregistrierung für Benutzer oder Computer

1.

Suchen Sie unter Active Directory-Benutzer und –Computer die Sicherheitsgruppe für Zertifikatsvorlagen-Registrierung (bzw. Autoregistrierung), die dem zu deaktivierenden Zertifikatstyp entspricht. Sie müssen als Benutzer mit Berechtigungen zum Ändern der Mitgliedschaft bei dieser Gruppe angemeldet sein.

2.

Entfernen Sie Benutzer, Computer oder Sicherheitsgruppe aus der Vorlagengruppe.

Hinweis: Für jeden Zertifikatbenutzer, der deaktiviert werden soll, müssen Sie außerdem das Zertifikat dieses Benutzers sperren.

3.

Melden Sie sich als Certificate Manager an, und suchen Sie die vorhandenen Zertifikate des Benutzers in der CA-Datenbank (in der Zertifizierungsstellen-MMC). Klicken Sie im Ordner "Ausgestellte Zertifikate" der CA auf das Menü Ansicht und anschließend auf die Option Filter, um nach den Zertifikaten zu suchen.

4.

Klicken Sie auf das Zertifikat, um es zu markieren, und klicken Sie anschließend im Menü Tasks auf Sperren.

5.

Wählen Sie den geeigneten Grund aus. Wenn die Ursache für die Sperrung nicht zu einer der vordefinierten Gründe passt, wählen Sie keine Angabe aus.

Wichtig: Nur der Grund Blockiertes Zertifikat ermöglicht die spätere Aufhebung der Sperre. Alle anderen Gründe führen zu einer dauerhaften Deaktivierung des Zertifikats. Sie sollten die Option Blockiertes Zertifikat jedoch nicht verwenden, nur weil die Möglichkeit besteht, dass Sie das Zertifikat später eventuell erneut aktivieren möchten. Verwenden Sie die Option ausschließlich zur geplanten, zeitlich begrenzten Sperrung.

Sicherheitsadministration

Die Sicherheitsadministration trägt die Verantwortung für die Aufrechterhaltung einer sicheren Umgebung. Die Sicherheit spielt innerhalb der Infrastruktur eines Unternehmens eine wichtige Rolle; einem Informationssystem mit einer schwachen Sicherheitsgrundlage wird früher oder später eine Sicherheitsverletzung widerfahren.

Überprüfen ausstehender Anforderungen

Zertifikatsanforderungen können jederzeit an die ausstellende CA gestellt werden. Die meisten Zertifikate werden automatisch ausgestellt, entweder über Active Directory als Registrierungsautorität (RA) oder durch vordefinierte Signaturensätze aus angegebenen RAs. Sollten Sie Zertifikatstypen verwenden, die manuelle Zustimmung durch einen Certificate Manager erfordern, so werden diese in eine Warteschlange gestellt, bis sie genehmigt oder abgelehnt werden.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen: Certificate Managers

Häufigkeit: Täglich

Erforderliche Technologien: MMC-Snap-In für Zertifizierungsstellen

Aufgabendetails

Überprüfen Sie den Anforderungsordner täglich auf in der Warteschlange befindliche Anforderungen. Bevor Sie ein Zertifikat ausstellen, überprüfen Sie genau den Antragsteller und den Inhalt der Anforderung. Stellen Sie sicher, dass der Name des Antragstellers und der Name des alternativen Antragstellers sowie Schlüsselverwendung, Richtlinien und Erweiterungen in der Anforderung Ihren Erwartungen entsprechen. Falls die Anforderung unerwartete Parameter enthält, sollten Sie sie nicht genehmigen.

Sie können die CA auch für das Senden von E-Mail-Benachrichtigungen nach bestimmten Ereignissen konfigurieren, z. B. bei Eingang einer ausstehenden Anforderung. Siehe Verfahren "Konfigurieren von SMTP-Benachrichtigungen für ausstehende Zertifikatsanforderungen".

So überprüfen Sie ausstehende Anforderungen

1.

Melden Sie sich bei der ausstellenden CA als Mitglied der Gruppe Certificate Managers an. (Sie können diese Aufgabe remote ausführen, indem Sie die Zertifizierungsstellen-MMC auf der CA entsprechend einrichten.)

2.

Öffnen Sie die Zertifizierungsstellen-MMC, und öffnen Sie dann den Ordner Anforderungen.

3.

Um die Details von Anforderungen im Ordner anzuzeigen, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Anforderung, und klicken Sie dann im Untermenü Ansicht auf Attribute/Erweiterungen anzeigen.

Hinweis: Die Registerkarte Attribute zeigt die im Rahmen der Anforderung empfangenen Attribute an, während die Registerkarte Erweiterungen die im Zertifikat zu verwendenden Erweiterungen enthält. Jeder Eintrag in den Erweiterungen zeigt an, ob die Erweiterung Bestandteil der Anforderung, ein vom Server gesetzter Wert, oder durch das Richtlinienmodul der CA definiert ist. (Letzteres bedeutet in der Regel, dass es sich um eine in der Zertifikatsvorlage definierte Erweiterung handelt.)

Abhängig von den Richtlinien Ihres Unternehmens können Sie möglicherweise auch mit weiteren Informationen bezüglich der Anforderung rechnen. Diese Informationen können persönlich, per Telefon oder E-Mail oder mit einer anderen Methode übermittelt werden.

4.

Sobald Sie die Bestätigung haben, dass die Anforderung gültig ist, können Sie sie genehmigen, indem Sie mit der rechten Maustaste darauf klicken und dann im Untermenü Tasks auf Ausstellen klicken. Wenn Sie mit dem Ergebnis der Überprüfung nicht zufrieden sind, können Sie die Anforderung ablehnen, indem Sie im selben Menü auf Verweigern klicken.

Erneuern des Zertifikats der Stammzertifizierungsstelle

Sie müssen das Zertifikat der CA regelmäßig erneuern, damit untergeordnete CAs und Endeinheiten Zertifikate registrieren können. Kein von dieser CA und untergeordneten Stellen ausgestelltes Zertifikat kann ein späteres Ablaufdatum als dieses Zertifikat haben. Andere Ursachen für die Erneuerung dieses Zertifikats sind:

Ändern des Schlüssels der CA (bei einer tatsächlichen oder vermuteten Sicherheitsverletzung)

Hinzufügen von Zertifikatsrichtlinien zur CA (qualifizierte Unterordnung)

Ändern des Verteilungspunkts (CRL Distribution Point, CDP) oder des Pfads für den Autoritätsinformationszugriff (Authority Information Access, AIA)

Partitionieren der Zertifikatssperrliste (Certificate Revocation List, CRL)

In der Regel sollten Sie den Zertifikatsschlüssel bei jeder Erneuerung ändern. Falls Sie eine Erneuerung unter Beibehaltung desselben Schlüssels durchführen möchten, lesen Sie den Abschnitt "Erneuern des Zertifikats der Stammzertifizierungsstelle ohne Änderung des Schlüssels".

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen: Local Administrators der CA

Häufigkeit: Alle 8 Jahre

Erforderliche Technologien:

Certutil.exe

MSS-Skripts

MMC-Snap-In für Zertifizierungsstellen

Texteditor

Vorsicht: Das Erneuern des Zertifikats der Stamm-CA ist ein sehr bedeutsames Ereignis. Sie müssen alle betroffenen Besitzer von Anwendungen hiervon in Kenntnis setzen, falls diese das Zertifikat zu ihrer Anwendung hinzufügen müssen.

Aufgabendetails

So erneuern Sie das Zertifikat der Stamm-CA

1.

Melden Sie sich als lokaler Administrator bei der Stamm-CA an.

2.

Wenn Sie die Schlüssellänge ändern möchten, müssen Sie die Datei CAPolicy.inf im Verzeichnis %SystemRoot% bearbeiten. Ändern Sie den Wert RenewalKeyLength in die gewünschte Bitlänge. Die Schlüssellänge muss von dem von der CA verwendeten Kryptografieanbieter (Crypto Service Provider, CSP) unterstützt werden. Im folgenden Beispiel beträgt dieser Wert 2048.

[Certsrv_Server]
RenewalKeyLength=2048

Hinweis: Wenn eine Änderung der Gültigkeitsperiode oder der Zertifikatsrichtlinien des CA-Zertifikats notwendig wird, müssen Sie dies auch in der Datei CAPolicy.inf (in %SystemRoot%) angeben, bevor Sie mit diesem Verfahren beginnen.

3.

Öffnen Sie das MMC-Snap-In für Zertifizierungsstellen. Klicken Sie im Menü Tasks des CA-Objekts auf Zertifizierungsstellenzertifikat erneuern. In einer Warnung der Zertifikatsdienste werden Sie darauf hingewiesen, das die CA beendet werden muss, um das Zertifikat zu erneuern.

4.

Wählen Sie die Option Neuer Schlüssel aus. Die Zertifikatsdienste werden daraufhin neu gestartet.

5.

Zeigen Sie das Zertifikat in den Eigenschaften der CA an, und stellen Sie sicher, dass im Feld Gültig ab des CA-Zertifikats das aktuelle Datum steht.

6.

Erstellen Sie eine CRL, und kopieren Sie das neue Zertifikat mitsamt der CRL auf einen Datenträger, indem Sie die folgenden Skriptbefehle ausführen:

Cscript //job:getcacerts c:\MSSScripts\ca_operations.wsf

Cscript //job:getcrls c:\MSSScripts\ca_operations.wsf

7.

Bringen Sie den Datenträger zur ausstellenden CA. (Sie können dazu einen beliebigen Computer verwenden, der Mitglied der Domäne ist und auf dem certutil.exe und die mit dieser Lösung bereitgestellten Skripts installiert sind; es muss sich nicht unbedingt um die ausstellende CA handeln.)

8.

Melden Sie sich als Organisations-PKI-Administrator an, und führen Sie die folgenden Skripts aus:

Cscript //job: PublishCertstoAD c:\MSSScripts\ca_operations.wsf

Cscript //job: PublishCRLstoAD c:\MSSScripts\ca_operations.wsf

Cscript //job: PublishRootCertstoIIS c:\MSSScripts\ca_operations.wsf

Cscript //job: PublishRootCRLstoIIS c:\MSSScripts\ca_operations.wsf

Hinweis: Es sollten möglichst alle untergeordneten CAs zum gleichen Zeitpunkt erneuert werden. Dies ist jedoch nicht zwingend erforderlich. (Siehe "Erneuern des Zertifikats der ausstellenden Zertifizierungsstelle".)

9.

Sichern Sie das Zertifikat und den Schlüssel der Stamm-CA. (Siehe "Sichern der CA-Schlüssel und ­Zertifikate".)

10.

Sichern Sie die Zertifikatsdatenbank und den Systemstatus der Stamm-CA. (Siehe "Sichern der Datenbank der Stammzertifizierungsstelle".)

Erneuern des Zertifikats der ausstellenden Zertifizierungsstelle

Sie müssen das Zertifikat der CA regelmäßig erneuern, damit Endeinheiten (und ggf. vorhandene untergeordnete CAs) weiterhin Zertifikate bei dieser CA registrieren können. Kein ausgestelltes Zertifikat kann ein späteres Ablaufdatum als dieses Zertifikat haben. Andere Ursachen für die Erneuerung dieses Zertifikats sind:

Ändern des Schlüssels der CA (bei einer tatsächlichen oder vermuteten Sicherheitsverletzung)

Hinzufügen von Zertifikatsrichtlinien zur CA (qualifizierte Unterordnung)

Ändern der CDP- oder AIA-Pfade

Partitionieren der CRL

In der Regel sollten Sie den Zertifikatsschlüssel bei jeder Erneuerung ändern. Falls Sie eine Erneuerung unter Beibehaltung desselben Schlüssels durchführen möchten, lesen Sie den Abschnitt "Erneuern des Zertifikats der ausstellenden Zertifizierungsstelle ohne Änderung des Schlüssels".

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen:

Local Administrators der ausstellenden CA

Certificate Managers der Stamm-CA

Enterprise PKI Admins

Häufigkeit Alle 4 Jahre

Erforderliche Technologien:

Certutil.exe

MSS-Skripts

MMC-Snap-In für Zertifizierungsstellen

Texteditor

Wichtig: Um die CA-Zertifikate erfolgreich zu erneuern und sie im NTAuth-Speicher von Active Directory zu veröffentlichen (wodurch die CA als Unternehmens-CA identifiziert wird), müssen Sie das CA-Zertifikat mithilfe eines Kontos installieren, das sowohl zu den Enterprise PKI Admins als auch zu den lokalen Administratoren gehört. Die erste Gruppe verfügt über die Berechtigungen zum Veröffentlichen des Zertifikats im Verzeichnis, die zweite über die Berechtigungen zum Installieren des Zertifikats auf der CA.

Aufgabendetails

So erneuern Sie das Zertifikat der ausstellenden CA

1.

Melden Sie sich bei der ausstellenden CA als lokaler Administrator an.

2.

Wenn Sie die Schlüssellänge ändern möchten, müssen Sie die Datei CAPolicy.inf im Verzeichnis %SystemRoot% bearbeiten. Ändern Sie den Wert für "RenewalKeyLength" in die gewünschte Bitlänge (die Schlüssellänge muss von dem von der CA verwendeten CSP unterstützt werden).

[Certsrv_Server]
RenewalKeyLength=2048

Wichtig: Wenn eine Änderung der Gültigkeitsperiode oder der Zertifikatsrichtlinien des CA-Zertifikats notwendig wird, müssen Sie dies auch in der Datei CAPolicy.inf (in %SystemRoot%) angeben, bevor Sie mit diesem Verfahren beginnen.

3.

Öffnen Sie das MMC-Snap-In für Zertifizierungsstellen, und klicken Sie im Menü Tasks des CA-Objekts auf Zertifizierungsstellenzertifikat erneuern.

4.

Wählen Sie die Option Neuer Schlüssel aus.

5.

Sie werden nach der CA gefragt, der Sie die Erneuerung übermitteln möchten. Klicken Sie auf Abbrechen, um die Anforderungsdatei auf einem Datenträger zu speichern. Die Zertifikatsdienste werden daraufhin neu gestartet.

6.

Kopieren Sie diese Datei auf einen Datenträger. Die Zertifikatsanforderung wird im Pfad des freigegebenen Ordners (C:\CAConfig) generiert und gespeichert. Kopieren Sie diese Datei HQ-CA-02.woodgrovebank.com_Woodgrove Bank Issuing CA 1.req auf Diskette. (Ersetzen Sie den kursiven Text durch Ihre CA-Details.)

7.

Nehmen Sie den Datenträger mit zur Stamm-CA, und melden Sie sich als Mitglied der lokalen Gruppe Certificate Managers an.

8.

Klicken Sie im MMC-Snap-In für Zertifizierungsstellen im Menü Tasks der CA auf Neue Anforderung einreichen, und reichen Sie anschließend die Anfrage ein, die aus der ausstellenden CA (auf dem Datenträger mit der Anfrage der untergeordneten CA) übertragen wurde.

9.

Auf der Stamm-CA müssen Sie alle Anforderungen manuell genehmigen. Suchen Sie im Ordner Ausstehende Anforderungen nach der Anforderung. Überprüfen Sie, ob das Feld Gemeinsamer Name den Namen der ausstellenden CA enthält, und genehmigen Sie dann die Anforderung.

10.

Das neu ausgestellte Zertifikat befindet sich nun im Ordner Ausgestellte Zertifikate. Öffnen Sie das Zertifikat.

11.

Überprüfen Sie die Richtigkeit aller Zertifikatdetails, und klicken Sie anschließend auf In Datei kopieren, um das Zertifikat in eine Datei zu exportieren. Speichern Sie es als PKCS#7-Datei auf dem Datenträger (für die Übertragung zurück an die ausstellende CA).

12.

Melden Sie sich wieder an der ausstellenden CA mit einem Konto an, das sowohl Mitglied der Enterprise PKI Admins als auch der lokalen Administratorengruppe ist. Legen Sie anschließend den Datenträger ein.

13.

Klicken Sie im MMC-Snap-In für Zertifizierungsstellen im Menü Tasks der CA auf Zertifikat installieren. Installieren Sie das Zertifikat der ausstellenden CA vom Datenträger aus. Die CA wird neu gestartet.

14.

Zeigen Sie das Zertifikat in den Eigenschaften der CA an, und stellen Sie sicher, dass im Feld Gültig ab des CA-Zertifikats das aktuelle Datum steht.

15.

Veröffentlichen Sie das Zertifikat im CDP des Webservers. (Weitere Informationen finden Sie unter "Veröffentlichen des Zertifikats der ausstellenden Zertifizierungsstelle auf dem Webserver".)

16.

Sichern Sie das Zertifikat und den Schlüssel der ausstellenden CA. (Weitere Informationen finden Sie unter "Sichern der CA-Schlüssel und -Zertifikate".)

17.

Sichern Sie die Zertifikatsdatenbank und den Systemstatus der Stamm-CA. (Weitere Informationen finden Sie unter "Sichern der Datenbank der Stammzertifizierungsstelle".)

18.

Sichern Sie die Zertifikatsdatenbank und den Systemstatus der ausstellenden CA. (Weitere Informationen finden Sie unter "Konfigurieren der Datenbanksicherung einer ausstellenden Zertifizierungsstelle".) Diese Sicherung sollte ohnehin täglich erfolgen.

Erneuern des Zertifikats der Stammzertifizierungsstelle ohne Änderung des Schlüssels

Normalerweise sollten Sie den Schlüssel der Stamm-CA bei jeder planmäßigen Erneuerung des CA-Zertifikats ändern (siehe Verfahren "Erneuern des Zertifikats der Stammzertifizierungsstelle"). Es kann jedoch vorkommen, das Sie das CA-Zertifikat ohne Änderung des CA-Schlüssels erneuern müssen, zum Beispiel wenn Sie beim Ändern der CA-Richtlinien oder beim Erweitern der Gültigkeitsdauer des Zertifikats dasselbe Schlüsselpaar beibehalten.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen: Local Administrators der CA

Häufigkeit: Bei Bedarf

Erforderliche Technologien:

Certutil.exe

MSS-Skripts

Texteditor

Aufgabendetails

So erneuern Sie das Zertifikat der Stamm-CA ohne Änderung des Schlüssels

Folgen Sie dem Verfahren "Erneuern des Zertifikats der Stammzertifizierungsstelle", mit dem Unterschied, dass Sie auf Nein klicken, wenn Sie zum Erneuern mit einem neuen Schlüssel aufgefordert werden. Änderungen des Wertes RenewalKeyLength in der Datei CAPolicy.inf haben keine Auswirkungen.

Abgesehen davon, dass Sie bei der Aufforderung zur Erstellung eines neuen Schlüssels auf Nein klicken, unterscheidet sich dieses Verfahren nicht von den Schritten unter "Erneuern des Zertifikats der Stammzertifizierungsstelle".

Vorsicht: Das Erneuern des Zertifikats der Stamm-CA ist ein sehr bedeutsames Ereignis. Sie müssen alle betroffenen Besitzer von Anwendungen hiervon in Kenntnis setzen, für den Fall, dass diese das neue Zertifikat zu ihren Anwendungen hinzufügen müssen.

Erneuern des Zertifikats der ausstellenden Zertifizierungsstelle ohne Änderung des Schlüssels

Sie sollten den Schlüssel einer ausstellenden CA normalerweise bei jeder geplanten CA-Zertifikatserneuerung ändern. (Siehe "Erneuern des Zertifikats der ausstellenden Zertifizierungsstelle".) Es kann jedoch vorkommen, das Sie das CA-Zertifikat ohne Änderung des CA-Schlüssels erneuern müssen, etwa wenn Sie beim Ändern der CA-Richtlinien oder beim Erweitern der Gültigkeitsdauer des Zertifikats das Schlüsselpaar beibehalten.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen: Local Administrators der CA

Häufigkeit: Bei Bedarf

Erforderliche Technologien:

Certutil.exe

MSS-Skripts

MMC-Snap-In für Zertifizierungsstellen

Texteditor

Aufgabendetails

So erneuern Sie das Zertifikat der ausstellenden Zertifizierungsstelle ohne Änderung des Schlüssels

Folgen Sie dem Verfahren zum Erneuern des Zertifikats der Stammzertifizierungsstelle, mit dem Unterschied, dass Sie auf Nein klicken, wenn Sie zum Erneuern mit einem neuen Schlüssel aufgefordert werden. Änderungen des Wertes RenewalKeyLength in der Datei CAPolicy.inf haben keine Auswirkungen.

Abgesehen davon, dass Sie bei der Aufforderung zur Erstellung eines neuen Schlüssels auf Nein klicken, unterscheidet sich dieses Verfahren nicht von den Schritten unter "Erneuern des Zertifikats der ausstellenden Zertifizierungsstelle".

Veröffentlichen einer Offlinezertifikatssperrliste und eines Offlinezertifizierungsstellen-Zertifikats

Die Zertifikatssperrliste (Certificate Revocation List, CRL) einer Offline-CA muss online veröffentlicht werden, damit Zertifikatbenutzer den Sperrstatus der gesamten CA-Kette überprüfen können.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen:

Local Administrators der CA

Enterprise PKI Publishers

Häufigkeit: Alle 6 Monate oder bei Bedarf

Erforderliche Technologien:

Certutil.exe

MSS-Skripts

Aufgabendetails

So veröffentlichen Sie die Offline-Stamm-CRL in Active Directory und der Web-URL

1.

Melden Sie sich bei der Stamm-CA als CA Admins an.

2.

Erstellen Sie eine CRL, und kopieren Sie das neue Zertifikat mitsamt der CRL auf einen Datenträger, indem Sie die folgenden Skriptbefehle ausführen:

Cscript //job:getcacerts c:\MSSScripts\ca_operations.wsf

Cscript //job:getcrls c:\MSSScripts\ca_operations.wsf

3.

Nehmen Sie die Diskette zur ausstellenden CA mit. (Bei dem Server muss es sich nicht um die ausstellende CA handeln. Er muss lediglich Mitglied der Domäne sein, und certutil.exe und die MSS-Skripts müssen installiert sein.)

4.

Melden Sie sich als Mitglied der Gruppe Enterprise PKI Publishers an, und führen Sie die folgenden Skripts aus:

Cscript //job: PublishCertstoAD c:\MSSScripts\ca_operations.wsf

Cscript //job: PublishCRLstoAD c:\MSSScripts\ca_operations.wsf

Cscript //job: PublishRootCertstoIIS c:\MSSScripts\ca_operations.wsf

Cscript //job: PublishRootCRLstoIIS c:\MSSScripts\ca_operations.wsf

Erzwingen der Ausstellung einer Onlinezertifikatssperrliste

Die CRLs einer Online-Unternehmens-CA werden automatisch ausgestellt und veröffentlicht; daher ist es in der Regel nicht nötig, die Ausstellung einer Online-CRL zu erzwingen. Das Erzwingen kann jedoch erforderlich werden, wenn eine kritische Sperrung stattfand (etwa aller Zertifikate der CA) und eine neue CRL ohne Verzögerung veröffentlicht werden muss.

Hinweis: Es ist nicht möglich, einem Client eine CRL "aufzuzwingen". Er behält die bestehende Version im Cachespeicher bei, bis diese abläuft. Sobald aber eine neue CRL veröffentlicht wird, erhält jeder Client, der eine CRL anfordert, die aktuelle CRL eventuelle Verzögerungen sind jedoch unvermeidlich.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen: Local Administrators der CA

Häufigkeit: Bei Bedarf

Erforderliche Technologien: MMC-Snap-In für Zertifizierungsstellen

Aufgabendetails

So stellen Sie die Offline-CA-CRL aus und veröffentlichen sie in Active Directory

1.

Melden Sie sich bei der CA als CA Administrator an, und laden Sie das MMC-Snap-In für Zertifizierungsstellen.

2.

Klicken Sie im Menü Tasks des Ordners "Gesperrte Zertifikate" auf Veröffentlichen, um eine neue CRL auszustellen.

3.

Wählen Sie zum Ausstellen einer Basissperrliste Neue Sperrliste und zum Ausstellen einer neuen Deltasperrliste Nur Deltasperrliste aus.

Veröffentlichen des Zertifikats der ausstellenden Zertifizierungsstelle auf dem Webserver

Die Zertifikate der ausstellenden CA müssen im HTTP-AIA-Pfad veröffentlicht werden.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen: Enterprise PKI Publishers

Häufigkeit: Bei Bedarf

Erforderliche Technologien:

MSS-Skripts

Certutil.exe

Aufgabendetails

Es ist technisch möglich, die CA so zu konfigurieren, dass sie direkt im Webverzeichnis veröffentlicht. Diese Methode ist jedoch aus Gründen der Sicherheit und Netzwerkkonnektivität nicht immer ratsam. Im Folgenden wird ein einfaches Dateikopierverfahren beschrieben, das Sie je nach Bedarf anpassen können.

Hinweis: Diese Methode ist nicht unbedingt zur direkten Veröffentlichung auf einem mit dem Internet verbundenen Webserver geeignet, da sie eine direkte Verbindung mit dem Netzwerk erfordert und SMB-Freigabe (Server Message Block) verwendet, die in der Regel von Firewalls blockiert wird. Um auf einem Internetserver zu veröffentlichen, veröffentlichen Sie zunächst mit der unten beschriebenen Methode auf einem zwischengeschalteten Speicherort und verwenden dann Ihre Standardmethode zum Veröffentlichen abgesicherter Inhalte auf Ihrem Webserver. Berücksichtigen Sie die zusätzliche Latenz dieser Methode.

Das CA-Zertifikat wird selten aktualisiert. Daher können Sie jedes Mal, wenn das CA-Zertifikat erneuert wird, manuell auf dem AIA veröffentlichen.

So veröffentlichen Sie Zertifikate der ausstellenden CA

1.

Melden Sie sich an der ausstellenden CA mit einem Konto an, das über Schreibberechtigungen für die veröffentlichten Ordner des Webservers verfügt.

2.

Sollte der Webserver auf einem anderen Rechner ausgeführt werden, vergewissern Sie sich, dass das Webverzeichnis freigegeben ist. Notieren Sie sich den UNC-Pfad (Universal Naming Convention) zu diesem Verzeichnis.

3.

Wird der Webserver lokal ausgeführt, notieren Sie sich den lokalen Pfad.

4.

Aktualisieren Sie den Parameter WWW_REMOTE_PUB_PATH in C:\MSSScripts\PKIParams.vbs, so dass er mit dem Zielpfad des Webverzeichnisses übereinstimmt (standardmäßig ist der lokale Pfad C:\CAWWWPub eingestellt).

5.

Führen Sie folgenden Befehl aus, um das CA-Zertifikat auf dem Webserver zu veröffentlichen:

Cscript //job:PublishIssCertsToIIS C:\MSSScripts\CA_Operations.wsf

Veröffentlichen der Zertifikatssperrliste der ausstellenden Zertifizierungsstelle auf dem Webserver

Die CRLs der ausstellenden CA müssen im Pfad des HTTP-CDP (CRL Distribution Point, CDP) veröffentlicht werden.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen: Local Administrators der CA

Häufigkeit: Setupaufgabe

Erforderliche Technologien:

MSS-Skripts

Certutil.exe

Windows-Taskplanerdienst

SchTasks.exe

Aufgabendetails

Es ist technisch möglich, die CA so zu konfigurieren, dass sie direkt im Webverzeichnis veröffentlicht. Diese Methode ist jedoch aus Gründen der Sicherheit und Netzwerkkonnektivität nicht immer ratsam. Im Folgenden wird ein einfaches Dateikopierverfahren beschrieben, das Sie je nach Bedarf anpassen können.

Hinweis: Diese Methode ist nicht unbedingt zur direkten Veröffentlichung auf einem mit dem Internet verbundenen Webserver geeignet, da sie SMB-Freigabe (Server Message Block) verwendet, die in der Regel von Firewalls blockiert wird. Um auf einem Internetserver zu veröffentlichen, veröffentlichen Sie zunächst mit der unten beschriebenen Methode auf einem zwischengeschalteten Speicherort und verwenden dann Ihre Standardmethode zum Veröffentlichen abgesicherter Inhalte auf Ihrem Webserver. Berücksichtigen Sie hierbei die zusätzliche Latenz dieser Methode sowie die Auswirkungen, die sich daraus eventuell für die Aktualität Ihrer CRLs ergeben.

Die ausstellende CA gibt die CRLs regelmäßig (täglich bzw. stündlich bei Delta-CRLs) heraus. Deshalb muss hier eine automatisierte CRL-Replikationsmethode auf die Webserver verwendet werden.

So automatisieren Sie die Veröffentlichung von CRLs

1.

Melden Sie sich an der ausstellenden CA mit einem Konto an, das Mitglied der lokalen Administratoren ist.

2.

Stellen Sie sicher, dass der Ordner auf dem Webserver erreichbar ist (entweder als freigegebener Ordner auf einem anderen Server oder als lokaler Pfad).

3.

Sollte der Webserver remote ausgeführt werden, erteilen Sie dem Konto der ausstellenden CA Schreibzugriff auf den Dateisystemordner (Bearbeitungszugriff) und auf die Freigabe (Änderungszugriff) entsprechend dem veröffentlichten Ordner des Webservers. Wenn der Webserver ein Mitglied der Gesamtstruktur ist, können Sie die Gruppe "Zertifikatherausgeber" verwenden, um Zugriff zu gewähren. Damit stellen Sie sicher, dass alle Unternehmenszertifizierungsstellen über die notwendigen Berechtigungen verfügen, um Zertifikate und CRLs in diesem Ordner zu veröffentlichen. Sie müssen die Berechtigungen für den Webserver nicht ändern. (Siehe Abschnitt zur Konfiguration von IIS zur AIA- und CDP-Veröffentlichung in Kapitel 6.)

4.

Erstellen Sie einen geplanten Auftrag, der die CRLs mithilfe des folgenden Befehls kopiert:

schtasks /create /tn "Publish CRLs" /tr "cscript.exe
//job:PublishIssCRLsToIIS \"C:\MSSScripts\CA_Operations.wsf\""
/sc Hourly /ru "System"

Dieser Befehl erstreckt sich über mehrere Zeilen, geben Sie ihn jedoch als eine einzige Zeile ein.

Hinweis: Mit diesem Verfahren wird ein stündlich geplanter Auftrag zur Veröffentlichung der CRLs der CA auf dem Webserver erstellt. Dieses Intervall ist ausreichend, um die Veröffentlichung der Deltasperrlisten einmal oder sogar zweimal täglich durchzuführen. Wenn Ihr Zeitplan eine häufigere Veröffentlichung vorsieht, sollten Sie die Ausführung des Kopierauftrags entsprechend anpassen. Als guter Richtwert hat sich ein Zeitplan im Bereich von fünf bis zehn Prozent des Delta-CRL-Zeitplans bewährt.

Speicherverwaltung

Die Speicherverwaltung beschäftigt sich mit dem Speichern von Daten vor Ort oder an entfernten Orten zum Zweck der Datenwiederherstellung und verlaufsgerechten Archivierung. Das verantwortliche Team muss dabei die physische Absicherung von Sicherungskopien und Archiven gewährleisten. Ziel der Speicherverwaltung ist die Definition, Nachverfolgung und Wartung von Daten und Datenressourcen in der IT-Umgebung.

Konfigurieren der Datenbanksicherung einer ausstellenden Zertifizierungsstelle

Zweck dieser Aufgabe ist es, eine Sicherungskopie der privaten Schlüssel und Zertifikate der CA, der Zertifikatsdatenbank sowie der Zertifikatsdienstekonfiguration zu erstellen. Die Zertifikatsdienstekonfiguration beinhaltet sämtliche Konfigurationsparameter des Betriebssystems und andere Statusinformationen, von denen die CA abhängig ist.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen: Local Administrators der CA

Häufigkeit: Setupaufgabe

Erforderliche Technologien:

Windows-Sicherungsprogramm

Unternehmenssicherungssystem

Windows-Taskplanerdienst

SchTasks.exe

Aufgabendetails

Im Folgenden wir ein geplanter Auftrag zur nächtlichen Sicherung des Systemstatus des CA-Servers erstellt. Bei diesem Verfahren wird vorausgesetzt, dass Ihr Unternehmen über ein System zur Serversicherung verfügt. Durch den Sicherungsvorgang entsteht eine Sicherungsdatei, die anschließend von der Sicherungslösung Ihres Unternehmens gesichert werden kann. Die Unternehmenssicherung kann über das Netzwerk oder lokal erfolgen. Es wird außerdem davon ausgegangen, dass Sie in Ihrer Lösung eine nächtliche Sicherung der Serverplatten durchführen.

Hinweis: Wenn Sie ein HSM (Hardware Security Module) verwenden, kann dieses Verfahren zwar verschlüsselte Schlüssel sichern (abhängig von der Arbeitsweise des HSM), diese Sicherungskopie ist jedoch normalerweise auf einem wiederhergestellten Computer ohne identisches HSM und die entsprechenden Zugriffsschlüssel unbrauchbar. Folgen Sie den Anweisungen des HSM-Herstellers zum Sichern und sonstigen Absichern der (Zugriffs-)Schlüssel.

So konfigurieren Sie eine CA-Sicherung

1.

Erstellen Sie ein Verzeichnis (z. B. C:\CABackup), in dem die temporären Sicherungsdateien abgelegt werden sollen, und sichern Sie dieses Verzeichnis ab, indem Sie folgenden Befehl ausführen:

cacls c:\CABackup /G system:F administrators:F "Backup Operators":C "CA Backup Operators":C

(Dieser Befehl erstreckt sich über mehrere Zeilen, geben Sie ihn jedoch als eine einzige Zeile ein.)

2.

Wenn Sie zum Ablegen der Sicherungsdatei einen anderen Ordner auswählen, müssen Sie die betreffende Einstellung in pkiparams.vbs aktualisieren. Ändern Sie den Pfad in der folgenden Zeile Ihren Anforderungen gemäß.

CONST SYSSTATE_BACKUP_PATH = "C:\CABackup"   'path used by NTBackup

Hinweis: Da zum Sichern von Online- und Offline-CAs die gleiche Skriptfunktion verwendet wird, müssen Sie getrennte Kopien der Skripts anfertigen, wenn Sie unterschiedliche Pfade für verschiedene CAs verwenden möchten.

3.

Planen Sie die Sicherung für einen nächtlichen Durchlauf, indem Sie den folgenden Befehl ausführen. Mit diesem Befehl wird die Ausführung des Auftrags jede Nacht um 02:00 Uhr festgelegt.

SCHTASKS /Create /RU system /SC Daily /TN "CA Backup" /TR "cscript.exe //job:BackupCADatabase \"C:\MSSScripts\ca_operations.wsf\"" /ST 02:00

Dieser Befehl erstreckt sich über mehrere Zeilen, geben Sie ihn jedoch als eine einzige Zeile ein.

Hinweis: Der umgekehrte Schrägstrich und die anschließenden Anführungszeichen (\") auf beiden Seiten des Skriptnamens "C:\MSSScripts\ca_operations.wsf" sind nur erforderlich, wenn im Datei- oder Pfadnamen dieses Skripts eingebettete Leerzeichen enthalten sind. Der umgekehrte Schrägstrich dient als "Escapezeichen" für die Anführungszeichen vor und nach dem Skriptnamen, so dass Skriptname und -pfad als ein Parameter der SCHTASKS-Befehlszeile gespeichert und nicht in verschiedene Teile unterteilt werden. Diese Zeichen können weggelassen werden, wenn der Pfadname keine Leerzeichen enthält.

4.

Konfigurieren Sie das Serversicherungssystem Ihres Unternehmens so, dass es den Inhalt des temporären Sicherungsverzeichnisses (C:\CABackup) jede Nacht auf Wechselmedien sichert. Falls möglich, erstellen Sie ein Skript, dass die Bedingungen für die Sperrdatei (BackupRunning.lck, abgelegt im temporären Sicherungsordner) überprüft, die von der Sicherungsskriptdatei während der Ausführung erstellt wird. Wenn diese Datei vorhanden ist, bedeutet dies, dass die vorherige Sicherung fehlgeschlagen ist oder noch durchgeführt wird. Sie können das Unternehmenssicherungssystem auch so konfigurieren, dass das CA-Sicherungsskript als zuvor ausgeführter Task gestartet wird.

Hinweis: Bei jeder Ausführung des Sicherungsskripts "BackupCADatabase" sucht dieses nach der Sperrdatei. Wenn die Datei vorhanden ist, wird folgendes Fehlerereignis in das Anwendungsprotokoll geschrieben:

Quelle: CA Operations

Ereigniskennung: 30

Ereignistyp: Fehler

Die CA-Sicherung konnte nicht starten, da die Sperrdatei C:\CABackup\BackupRunning.lck vom früheren Auftrag noch vorhanden ist. Möglicherweise wird die vorherige Sicherung noch ausgeführt.

Wenn das Serversicherungssystem Ihres Unternehmens die Vorbedingungsüberprüfungen oder Skripts nicht ausführen kann, legen Sie die Serversicherung auf einen geeigneten Zeitpunkt nach dem Start der Systemstatussicherung fest. Um die entsprechende Dauer zu schätzen, sollten Sie zunächst eine Systemstatussicherung (mit dem Parameter verify) durchführen, wobei die Zertifikatsdienste heruntergefahren sein sollten. (Das Herunterfahren der CA verhindert, dass die Protokolldateien für diese Testsicherung abgeschnitten werden.) Bei diesem Sicherungsvorgang werden ca. 500 MB Systemstatusdaten gesichert. Messen Sie die Zeit, und berechnen Sie anhand der folgenden Gleichung den ungefähren Zeitaufwand für eine Sicherung der CA-Datenbank und des Systemstatus:

Gesamtzeit = ZeitSysStatus x (500 + (NBenutzer x NZertifikate x 20KB x 2)) ÷ 500

Bei dieser Gleichung wird von fünf Zertifikaten pro Benutzer und Computer pro Jahr ausgegangen, die vor Archivierung fünf Jahre in der Datenbank gespeichert werden. Wenn Sie pro Zertifikat von 20 KB ausgehen, ergibt die Berechnung 1 MB Speicherplatz pro Benutzer. Wenn allein für die Sicherung des Systemstatus 10 Minuten erforderlich waren, rechnen Sie mit 70 Minuten für eine CA mit 3.000 Benutzern. Daraus ergibt sich lediglich ein Annäherungswert. Eine weitere Methode zur Berechnung besteht darin, jeweils von 1 GB für alle 50.000 Zertifikate auszugehen.

Hinweis: Wenn Sie Schlüsselarchivierung verwenden, sind die Speicherplatzanforderungen für Zertifikate mit archivierten Schlüsseln umfangreicher. Berechnen Sie für diese Zertifikate weitere 10 KB pro Zertifikat. (Wenn auf der CA zahlreiche Schlüsselwiederherstellungsagenten konfiguriert sein, kann jedoch auch mehr Speicherplatz erforderlich sein).

5.

Bewahren Sie das Sicherungsmedium angemessen auf.

Vorsicht: Diese Sicherungsdaten sind sehr sicherheitskritisch, da sie die privaten Schlüssel für die CA enthalten. Sie sollten sie mit derselben Sorgfalt und denselben Sicherheitsmaßnahmen behandeln wie die CA selbst. Bewahren Sie die Sicherungsdaten nicht an demselben Standort auf, an dem sich die CA befindet, so dass Sie die CA wiederherstellen können, falls die gesamte Computerausstattung am Standort zerstört oder unbrauchbar wird.

Konfigurieren der Datenbanksicherung der Stamm-CA

Zweck dieser Aufgabe ist es, eine Sicherungskopie der privaten Schlüssel und Zertifikate, der Zertifikatsdatenbank und Zertifikatsdienstekonfiguration der CA zu erstellen. Die Zertifikatsdienstekonfiguration beinhaltet sämtliche Konfigurationsparameter des Betriebssystems und andere Statusinformationen, von denen die CA abhängig ist.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen: Local Administrators der CA

Häufigkeit: Setupaufgabe

Erforderliche Technologien:

Windows-Sicherungsprogramm

Wechselmedien (z. B. CD-RW oder Band)

Aufgabendetails

Die Stamm-CA stellt in der Regel nur wenige Zertifikate aus, so dass keine großen Datenmengen anfallen. Die Daten ändern sich nur selten, möglicherweise nur einmal in mehreren Jahren. Das Verfahren ist das gleiche wie bei allen anderen Offline-CAs, z.  B. bei einer Offline-Zwischen-CA, wenn Sie diese einsetzen.

Da die Stamm-CA offline ist, benötigen Sie ein lokales Sicherungslaufwerk (z.  B. ein Bandlaufwerk oder eine beschreibbare CA), auf dem Sie die Daten speichern können.

Vorsicht: Wenn Sie ein HSM verwenden, kann dieses Verfahren zwar verschlüsselte Schlüssel sichern (abhängig von der Arbeitsweise des HSM), aber die gesicherten Schlüssel sind auf einem wiederhergestellten Computer ohne identisches HSM und die entsprechenden Zugriffsschlüssel unbrauchbar. Folgen Sie den Anweisungen des HSM-Herstellers zum Sichern und sonstigen Absichern der (Zugriffs-)Schlüssel.

So konfigurieren Sie eine CA-Sicherung

1.

Erstellen Sie ein Verzeichnis (z. B. C:\CABackup), in dem die Sicherungsdateien abgelegt werden sollen, und sichern Sie dieses Verzeichnis ab, indem Sie folgenden Befehl ausführen:

cacls c:\CABackup /G system:F administrators:F "Backup Operators":C "CA Backup Operators":C

Dieser Befehl erstreckt sich über mehrere Zeilen, geben Sie ihn jedoch als eine einzige Zeile ein.

2.

Wenn Sie zum Ablegen der Sicherungsdatei einen anderen Ordner auswählen, müssen Sie die betreffende Einstellung im Skript pkiparams.vbs aktualisieren. Ändern Sie den Pfad in der folgenden Zeile Ihren Anforderungen gemäß.

CONST SYSSTATE_BACKUP_PATH = "C:\CABackup"   'path used by NTBackup 

Sichern der Datenbank der Stammzertifizierungsstelle

Zweck dieser Aufgabe ist es, Sicherungskopien der privaten Schlüssel und Zertifikate, der Zertifikatsdatenbank und der Zertifikatsdienste-Konfiguration der CA zu erstellen. Die Zertifikatsdienstekonfiguration beinhaltet sämtliche Konfigurationsparameter des Betriebssystems und andere Statusinformationen, von denen die CA abhängig ist.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen: CA Backup Operators

Häufigkeit: Bei jeder Ausstellung oder Sperrung eines Zertifikats

Erforderliche Technologien:

Windows-Sicherungsprogramm

Wechselmedien (z. B. CD-RW oder Band)

Aufgabendetails

Die Stamm-CA stellt in der Regel nur wenige Zertifikate aus, so dass keine großen Datenmengen anfallen. Die Daten ändern sich nur selten, möglicherweise nur einmal in mehreren Jahren. Das Verfahren ist das gleiche wie bei allen anderen Offline-CAs, z.  B. bei einer Offline-Zwischen-CA, wenn Sie diese einsetzen.

Die Stamm-CA ist offline, daher benötigen Sie ein lokales Sicherungslaufwerk (z.  B. ein Bandlaufwerk oder eine beschreibbare CA).

Vorsicht: Wenn Sie ein HSM verwenden, kann dieses Verfahren zwar verschlüsselte Schlüssel sichern (abhängig von der Arbeitsweise des HSM), aber die gesicherten Schlüssel sind auf einem wiederhergestellten Computer ohne identisches HSM und die entsprechenden Zugriffsschlüssel unbrauchbar. Folgen Sie den Anweisungen des HSM-Herstellers zum Sichern und sonstigen Absichern der (Zugriffs-)Schlüssel.

So sichern Sie die Stamm-CA

1.

Führen Sie folgenden Befehl aus, um die CA-Daten in einer temporären Datei zu sichern:

cscript //job:BackupCADatabase C:\MSSScripts\ca_operations.wsf

2.

Dadurch wird eine Sicherungsdatei CABackup.bkf im zuvor angegebenen Pfad erstellt (der Standardpfad ist C:\CABackup). Kopieren Sie diese Datei auf ein Wechselmedium, und bewahren Sie dieses an einem sicheren Ort auf.

Vorsicht: Diese Sicherungsdaten sind sehr sicherheitskritisch, da sie die privaten Schlüssel für die CA enthalten. Sie sollten sie mit derselben Sorgfalt und denselben Sicherheitsmaßnahmen behandeln wie die CA selbst. Bewahren Sie die Sicherungsdaten nicht an demselben Standort auf, an dem sich die CA befindet, so dass Sie die CA wiederherstellen können, falls die gesamte Computerausstattung am Standort zerstört oder unbrauchbar wird.

Sichern der CA-Schlüssel und -Zertifikate

Die Zertifikate und Schlüssel der CA sollten unabhängig von der Zertifikatsdatenbank gesichert werden. Die privaten Schlüssel und Zertifikate der CA könnten benötigt werden, um eine CRL oder ein Zertifikat zu signieren, falls die CA ausgefallen ist und nicht rechtzeitig wiederhergestellt werden kann.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen: CA Backup Operators

Häufigkeit: Jährlich bzw. bei jeder Erneuerung des CA-Zertifikats (falls diese früher erfolgt)

Erforderliche Technologien:

Certutil.exe

MSS-Skripts

Aufgabendetails

Die Schlüssel und Zertifikate der CA benötigen nur wenige KB an Speicherplatz und können daher auf Diskette gespeichert werden. Diese Aufgabe bezieht sich sowohl auf die Stamm-CA als auch auf alle anderen Zwischen-CAs und ausstellenden CAs des Unternehmens. Wenn Sie die Schlüssel auf einem dauerhaften Speichermedium wie CD oder DVD sichern, müssen Sie keine jährliche Sicherung vornehmen. Bei Verwendung von magnetischen Datenträgern wie Disketten und Bändern sollten Sie die Schlüssel sowohl jährlich als auch im Anschluss an die Erneuerung eines CA-Zertifikats sichern. Das auf magnetischen Datenträgern aufgezeichnete Signal verschlechtert sich im Laufe der Zeit, insbesondere, wenn es elektromagnetischen Feldern ausgesetzt ist. Obwohl es viele Jahre dauern kann, bis magnetische Datenträger beschädigt werden und nicht mehr lesbar sind, ist es besser, auf Nummer sicher zu gehen.

Vorsicht: Falls Sie ein HSM verwenden, funktioniert dieses Verfahren nicht wie beschrieben. Folgen Sie den Anweisungen des HSM-Herstellers zum Sichern und sonstigen Absichern der (Zugriffs-)Schlüssel.

So exportieren Sie Zertifikate und Schlüssel auf Diskette

1.

Führen Sie folgenden Befehl aus:

cscript //job:BackupCAKeys c:\MMSScripts\ca_operations.wsf

Erstellen Sie mindestens zwei separate Sicherungen auf verschiedenen Disketten (Disketten sind nicht immer hundertprozentig zuverlässig). Beschriften Sie die Disketten, und versehen Sie sie mit dem Datum, da einige Zeit vergehen kann, bevor Sie sie wieder benötigen.

Dieses Skript verwendet certutil.exe, um die Schlüssel und Zertifikate der CA in eine P12-Datei (PKCS#12) an folgendem Speicherort zu exportieren:

A:\CAKeyBackup\CAComputername\jjmmtt_hhmm\CA Gemeinsamer Name.p12

CAComputername ist der Hostname der CA und jjmmtt_hhmm das Datum und die Uhrzeit der Sicherung.

2.

Geben Sie ein Kennwort ein.

Wichtig: Bewahren Sie das Kennwort an einem anderen Ort als die Sicherungskopie auf, der jedoch gleichermaßen sicher ist. Aus der Aufzeichnung des Kennworts sollte deutlich hervorgehen, zu welcher Sicherung (Diskettenbeschriftung, Datum und Name der CA) es gehört. Es kann viele Monate oder Jahre dauern, bevor diese Schlüssel das nächste Mal benötigt werden, und es ist unwahrscheinlich, dass sich noch jemand an das damals verwendete Kennwort erinnert. Andere Aufzeichnungen des Kennworts sollten Sie vernichten. Außerdem sollten Sie kein Kennwort verwenden, das der Administration bekannt ist.

3.

Bewahren Sie die Diskette angemessen auf. Wie auch Sicherungen der CA-Datenbank sollten diese Schlüsselsicherungen stark abgesichert werden. Bewahren Sie mindestens zwei Sicherungen von Zertifikaten und Schlüsseln an zwei verschiedenen, sicheren Orten auf (z.  B. Safes).

Testen der Datenbanksicherungen

Überprüfen Sie die Sicherungen der CA, um sicherzustellen, dass Sicherungsprozess und -technologie einwandfrei funktionieren.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen: Local Administrators oder Backup Operators auf dem Testcomputer

Häufigkeit:

Vor Inbetriebnahme der CA

Monatlich

Bei Änderung der Sicherungsprozesse oder -technologie

Erforderliche Technologien:

Windows-Sicherungsprogramm

Unternehmenssicherungssystem

Certutil.exe

Cipher.exe

Aufgabendetails

Stellen Sie den Systemstatus auf einem System mit identischer Plattenkonfiguration wieder her. Windows muss beispielsweise im gleichen Verzeichnispfad installiert sein wie beim gesicherten System, und die Laufwerkskonfiguration zum Speichern der Windows-Dateien (z.  B. Auslagerungsdateien) sowie die CA-Datenbank und Protokolle müssen die gleichen sein wie auf der originalen CA, bei der die Sicherung vorgenommen wurde.

Wichtig: Der wiederhergestellte Testserver sollte ab dem Zeitpunkt, an dem die Systemstatus-Sicherungsdatei vom Sicherungsmedium wiederhergestellt wurde, und unbedingt vor dem Starten der Systemstatus-Wiederherstellung offline bleiben. Durch diese Trennung vom Netzwerk wird verhindert, dass die wiederhergestellten CA-Schlüssel unnötig offengelegt werden. Gleichzeitig werden Konflikte mit doppelten Namen und IP-Adressen zwischen Test- und ursprünglichem Server vermieden.

Achtung: Sollten Sie ein HSM einsetzen, reicht das beschriebene Verfahren nicht für die vollständige Wiederherstellung der CA aus. Je nach Funktionsweise des HSM ist der wiederhergestellte Rechner ohne identisches HSM und entsprechenden Schlüssel unbrauchbar. Diese Situation kann für normales Testen ausreichend sein, Sie sollten jedoch regelmäßig eine vollständige Wiederherstellung einschließlich HSM-Wiederherstellung durchführen, um sicherzustellen, dass Ihre Verfahren und Sicherungstechnologien einwandfrei funktionieren. Folgen Sie den Anweisungen des HSM-Herstellers zum Sichern, Wiederherstellen und sonstigen Absichern der (Zugriffs-)Schlüssel.

So stellen Sie die CA wieder her

1.

Stellen Sie die Systemstatus-Sicherungsdatei von Ihrem Sicherungsmedium in das Verzeichnis C:\CABackup wieder her.

2.

Führen Sie das Windows-Sicherungsprogramm aus, und wählen Sie die wiederhergestellte Sicherungsdatei in C:\CABackup aus. Sie müssen Mitglied einer Gruppe sein, die über Sicherungs- und Wiederherstellungsrechte auf dem Computer verfügt (z. B. CA Backup Operators, Backup Operators oder Administrators).

3.

Klicken Sie auf Wiederherstellen.

4.

Starten Sie das System neu.

5.

Vergewissern Sie sich, dass das System wie erwartet funktioniert.

6.

Löschen Sie nach Beenden des Tests den Festplatteninhalt des Testservers auf sichere Weise (oder löschen Sie zumindest die Schlüssel).

Wenn Sie nur die Schlüssel löschen möchten, müssen Sie zunächst die CA-Schlüsselcontainer löschen und anschließend jegliche nicht zugeordneten Teile des Datenträgers sicher löschen. Um diesen Befehl ausführen zu können, müssen Sie Mitglied der Gruppe der lokalen Administratoren sein.

So löschen Sie die wiederhergestellten CA-Schlüssel auf sichere Weise

1.

Listen Sie die Schlüsselcontainer auf dem Testserver auf, indem Sie folgenden Befehl ausführen:

Certutil key

2.

Notieren Sie alle Container, die dem Namen der CA entsprechen (einschließlich solcher mit einem Indexsuffix). Zum Beispiel: "Woodgrove Bank Issuing CA 1(1)".

3.

Löschen Sie alle diese Schlüsselcontainer mit dem folgenden Befehl, wobei "SchlüsselContainerName" durch die im vorherigen Schritt erhaltenen Werte ersetzt wird:

Certutil delkey SchlüsselContainerName

4.

Löschen Sie den nicht zugeordneten Speicherplatz auf dem Laufwerk, um sicherzustellen, dass die Schlüsseldaten vollständig aus dem Datenträger entfernt wurden. Im folgenden Befehl bewirkt die Angabe des Pfads %allusersprofile%, dass der Cipher-Befehl auf dem Laufwerk ausgeführt wird, auf dem sich die Schlüsseldaten befinden.

Cipher /W:%AllUsersProfile%

Testen der CA-Schlüsselsicherung

Sie sollten die CA-Schlüsselsicherungen regelmäßig auf ihre Gültigkeit überprüfen, für den Fall, dass sie einmal benötigt werden.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen: Local Administrators auf dem Testcomputer

Häufigkeit:

Setupaufgabe (vor Inbetriebnahme der CA)

Alle 6 Monate

Erforderliche Technologien:

Certutil.exe

Cipher.exe

Aufgabendetails

Sie können die CA-Schlüssel und Zertifikate auf jedem beliebigen System installieren. Da es sich bei diesen Schlüsseln um streng vertrauliche Daten handelt, sollte es sich hierbei unbedingt um ein vertrauenswürdiges, offline geschaltetes System handeln. Dies gilt besonders für Schlüssel von Offline-Stamm-CAs. Um sicherzustellen, dass sämtliche Spuren der Schlüsseldaten aus dem Computer entfernt werden, erstellen Sie auf dem zu diesem Zweck designierten Computer ein separates, temporäres lokales Benutzerkonto (mit einem beliebigen Namen).

Vorsicht: Falls Sie ein HSM verwenden, funktioniert dieses Verfahren nicht wie beschrieben. Folgen Sie den Anweisungen des HSM-Herstellers zum Sichern, Wiederherstellen und sonstigen Absichern der (Zugriffs-)Schlüssel.

So stellen Sie die CA-Schlüssel wieder her

1.

Stellen Sie sicher, dass der Computer nicht mit dem Netzwerk verbunden ist. Melden Sie sich als lokaler Administrator an, und erstellen Sie das lokale Benutzerkonto "TestCAKeys".

2.

Melden sie sich unter dem Konto "TestCAKeys" an.

3.

Legen Sie den Datenträger ein, der die zu testende Sicherungskopie der CA-Schlüssel enthält.

4.

Navigieren Sie in Windows Explorer zu der P12-Datei, und doppelklicken Sie auf die Datei. Der Zertifikatimport-Assistent wird gestartet.

5.

Geben Sie das Kennwort ein, wenn Sie dazu aufgefordert werden. Aktivieren Sie nicht die Kontrollkästchen, um den Schlüsseln starken Schutz zuzuweisen oder um sie exportierbar zu machen.

6.

Klicken Sie auf Alle Zertifikate in folgendem Speicher speichern und dann auf Durchsuchen. Wählen Sie anschließend PrivaterSpeicher als Speicherort zum Wiederherstellen der CA-Schlüssel aus.

7.

Öffnen Sie das MMC-Snap-In für Zertifizierungsstellen, und navigieren Sie zum privaten Speicher. Suchen Sie nach dem CA-Zertifikat für die wiederhergestellte CA, und öffnen Sie das Zertifikat, um zu überprüfen, ob Sie über einen entsprechenden privaten Schlüssel verfügen. (Diese Information sollte am unteren Rand der Registerkarte Allgemein angezeigt werden.)

So testen Sie die wiederhergestellten Schlüssel

1.

Besorgen Sie sich eine CRL oder ein Zertifikat der ausstellenden CA, die Sie überprüfen möchten.

2.

Führen Sie, abhängig davon, ob Sie im vorherigen Schritt eine CRL oder ein Zertifikat verwendet haben, einen der folgenden Befehle aus. Verwenden Sie dabei für CRLDateiname bzw. ZertDateiname den Namen der in Schritt 1 erhaltenen Datei.

Certutil -sign CRLDateiname.crl NeueCRL.crl

Certutil -sign ZertDateiame.cer NeueZertDatei.cer

3.

Wählen Sie das (im vorherigen Verfahren importierte) CA-Zertifikat als signierendes Zertifikat aus, sobald Sie dazu aufgefordert werden.

4.

Führen Sie den folgenden certutil-Befehl aus, um zu überprüfen, ob der Signiervorgang erfolgreich war. Die Ausgabe dieses Befehls sollte in etwa wie folgt aussehen:

C:\CA>Configcertutil -sign "Woodgrove Bank Issuing CA 1.crl" "Woodgrove Bank Issuing CA 1xxs.crl"

ThisUpdate: 2/10/2003 10:52 PM

NextUpdate: 2/25/2003 3:11 PM

CRL Entries: 0

Signing certificate Subject:

    CN=Woodgrove Bank Issuing CA 1

    DC=woodgrovebank,DC=com

Output Length = 970

CertUtil: -sign command completed successfully.

Entfernen Sie nun die Schlüssel aus Ihrem Testsystem.

So entfernen Sie die Schlüssel aus dem System

1.

Melden Sie sich als lokaler Administrator an, und löschen Sie das Benutzerprofil des Kontos "TestCAKeys" (mithilfe von Erweiterte Eigenschaften unter Arbeitsplatz).

2.

Löschen Sie das Konto TestCAKeys.

3.

Löschen Sie den nicht zugeordneten Speicherplatz auf dem Datenträger, indem Sie folgenden Befehl eingeben:

Cipher /W:%AllUsersProfile%

Hinweis: Die Pfadangabe %AllUsersProfile% sorgt dafür, dass Cipher.exe auf dem Laufwerk ausgeführt wird, das die Benutzerprofile enthält. Es bereinigt das gesamten Laufwerk, nicht nur den angegebenen Pfad.

Archivieren der Sicherheitsprotokolle einer CA

Archivieren und speichern Sie Überwachungsprotokolle, um gesetzliche oder behördliche Bestimmungen einzuhalten oder um internen Sicherheitsrichtlinien gerecht zu werden.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen:

CA Auditors

Local Administrators der CA

Häufigkeit:

Monatlich (ausstellende CA)

Alle 6 Monate (Stamm-CA)

Erforderliche Technologien:

Ereignisanzeige

Wechselmedien (z. B. CD-RW oder Band)

Aufgabendetails

So archivieren Sie das Sicherheitsereignisprotokoll

1.

Melden Sie sich als CA Auditors und lokaler Administrator am Server an (erstellen Sie ein Konto, das Mitglied bei beiden Gruppen ist).

2.

Öffnen Sie die Ereignisanzeige (klicken Sie auf Start, Alle Programme und anschließend auf Verwaltung).

3.

Klicken Sie auf den Sicherheitsprotokollordner, um ihn zu markieren.

4.

Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Ordner, und klicken Sie im Dropdownmenü auf Protokoll archivieren als.

5.

Speichern Sie das Protokoll in einer temporären Datei.

6.

Kopieren Sie es auf ein Wechselmedium (CD-RW), und löschen Sie anschließend die temporäre Datei.

Exportieren einer Zertifikatsvorlage aus Active Directory

Sie können Zertifikatsvorlagen aus dem Verzeichnis speichern, so dass Sie diese ohne eine Verzeichniswiederherstellung zurück sichern können.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen: Domänenbenutzer

Häufigkeit: Bei Bedarf

Erforderliche Technologien:

Idifde.exe

MMC-Snap-In für Zertifikatsvorlagen

Aufgabendetails

In diesem Verfahren wird eine einfache Methode aufgezeigt, mit der Sie ein Zertifikatsvorlagenobjekt aus Active Directory in eine Datei exportieren können. Dieses Objekt kann anschließend zurück in das Verzeichnis importiert werden, falls dies erforderlich ist. Bei dieser Methode werden nur die LDAP-Informationen der Vorlage gespeichert. Andere Informationen, insbesondere die Sicherheitseinstellungen (Besitzer, Berechtigungen usw.), gehen verloren.

Hinweis: Die einzige empfohlene Methode zum Sichern und Wiederherstellen von Active Directory-Objekten besteht in der Verwendung einer dedizierten Verzeichnissicherungsmethode, zum Beispiel der Sicherung des Windows-Systemstatus. Um jedoch eine ältere Version eines geänderten Objekts wiederherzustellen, müssen Sie eine autorisierende Active Directory-Wiederherstellung durchführen, bei der es sich um ein komplexes Verfahren handelt. Die hier beschriebene Methode ermöglicht Ihnen die einfache Sicherung und Wiederherstellung des Snapshots eines Zertifikatsvorlagenobjekts.

So exportieren Sie ein Zertifikatsvorlagenobjekt

1.

Bestimmen Sie den Namen der Vorlage, die Sie sichern möchten. Dieser ist nicht unbedingt mit dem Anzeigenamen der Vorlage identisch. Den Vorlagennamen und den Vorlagenanzeigenamen finden Sie in den Vorlageneigenschaften auf der Registerkarte Allgemein der Vorlage (unter Verwendung des MMC-Snap-Ins für Zertifikatsvorlagen).

2.

Melden Sie sich an einem Domänenmitgliedsserver oder Domänencontroller mithilfe des Domänenbenutzerkontos an.

3.

Führen Sie den folgenden Befehl aus, um die Vorlagendetails in der Datei Vorlagenname.ldif zu speichern, wobei Sie Vorlagenname durch den Namen der Zertifikatsvorlage ersetzen und DC=woodgrovebank,DC=com durch den DN Ihrer Gesamtstruktur:

ldifde -f Vorlagenname.ldif -d "cn=Vorlagenname, cn=Certificate Templates,cn=Public Key Services,cn=Services,cn=Configuration,DC=woodgrovebank,DC=com"

Dieser Befehl erstreckt sich über mehrere Zeilen, geben Sie ihn jedoch als eine einzige Zeile ein.

4.

Die Datei Vorlagenname.ldif wird im aktuellen Verzeichnis gespeichert. Speichern Sie die Datei Vorlagenname.ldif mit einer sicheren Methode.

Importieren einer Zertifikatsvorlage in Active Directory

Wenn Sie eine Vorlage aus einer Sicherungskopie wiederherstellen möchten, beispielsweise um eine versehentliche Änderung an einer Vorlage rückgängig zu machen, können Sie eine zuvor gespeicherte Zertifikatsvorlagendefinition zurück in Active Directory importieren.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen: Enterprise PKI Admins

Häufigkeit: Bei Bedarf

Erforderliche Technologien: Idifde.exe

Aufgabendetails

Dieses Verfahren beschreibt die Wiederherstellung einer Zertifikatsvorlage aus einer Datei. Die Datei muss zuvor nach dem unter "Exportieren einer Zertifikatsvorlage aus Active Directory" beschriebenen Verfahren erstellt worden sein. Nur mit dieser Methode werden die LDAP-Informationen des Vorlagenobjekts wiederhergestellt. Andere Informationen, insbesondere Sicherheitseinstellungen (Besitzer, Berechtigungen etc.), gehen verloren.

Hinweis: Die einzige empfohlene Methode zum Sichern und Wiederherstellen von Active Directory-Objekten besteht in der Verwendung einer dedizierten Verzeichnissicherungsmethode, zum Beispiel der Sicherung des Windows-Systemstatus. Um jedoch eine ältere Version eines geänderten Objekts wiederherzustellen, müssen Sie eine autorisierende Active Directory-Wiederherstellung durchführen, bei der es sich um ein komplexes Verfahren handelt. Die hier beschriebene Methode ermöglicht Ihnen die einfache Sicherung und Wiederherstellung des Snapshots eines Zertifikatsvorlagenobjekts.

Dieser Vorgang ist kein Ersatz für die Sicherung und Wiederherstellung von Active Directory und sollte nur in den oben beschriebenen Situationen verwendet werden.

So importieren Sie eine Zertifikatsvorlage

1.

Rufen Sie die exportierte Vorlagendatei ab, die mit dem unter "Exportieren einer Zertifikatsvorlage aus Active Directory" beschriebenen Verfahren erstellt wurde.

2.

Melden Sie sich an einem Domänenmitgliedsserver oder Domänencontroller als Organisations-PKI-Administrator an.

3.

Wenn Sie eine vorhandene Vorlage ersetzen möchten, erstellen Sie eine Sicherungskopie der nicht erwünschten Vorlage (nach dem oben beschrieben Verfahren), notieren Sie sich die Vorlagenberechtigungen, und löschen Sie die Vorlage anschließend.

4.

Öffnen Sie die Datei in einem Texteditor, und suchen Sie nach der Zeile, die mit "objectGUID:" beginnt. Diese Zeile sieht in etwas wie folgt aus; allerdings unterscheiden sich die Zeichen nach dem Doppelpunkt :

objectGUID:: b/pVt//+I0i9hp8aJ7IWRg==

5.

Löschen Sie die Zeile, ohne andere Änderungen an der Datei vorzunehmen, und speichern Sie die Datei.

6.

Führen Sie den folgenden Befehl aus, um die Vorlage aus der Datei Vorlagenname.ldif in Active Directory zu importieren, wobei Vorlagenname durch den Namen der Zertifikatsvorlage zu ersetzen ist:

ldifde -f Vorlagenname.ldif -i

7.

Überprüfen Sie das Ergebnis, indem Sie das MMC-Snap-In für Zertifikatsvorlagen öffnen und die wiederhergestellte Vorlage anzeigen.

8.

Weisen Sie der wiederhergestellten Vorlage die Berechtigungen zu, die Sie in Schritt 3 gespeichert haben oder solche, die für diese Vorlage erforderlich sind.

Dienstüberwachung und -steuerung

Mit der Überwachung von Diensten können Administration die IT-Umgebung in Echtzeit kontrollieren.

Bei Verweisen auf MOM in diesem Abschnitt wird davon ausgegangen, dass Ihre MOM-Installation den Anweisungen im MOM Operations Guide entspricht. MOM ist nicht erforderlich; es wird lediglich zur Veranschaulichung verwendet. Weitere Informationen zum MOM Operations Guide finden Sie im Abschnitt "Weitere Informationen" am Ende dieses Kapitels.

Kategorisieren von Überwachungswarnmeldungen

Ihr Überwachungssystem sollte der Administration lediglich wichtige Warnmeldungen übermitteln. Falls alle Fehler eskaliert werden, könnte Ihr Team schnell die Übersicht verlieren.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen: Keine

Häufigkeit: Setupaufgabe

Erforderliche Technologien: Überwachungskonsole (z. B. MOM)

Aufgabendetails

Die folgenden Kategorien für Warnmeldungen werden in diesem Kapitel verwendet. Nur die ersten drei Kategorien "Dienst nicht verfügbar", "Sicherheitsverletzung" und "Kritischer Fehler" sollten auf der Überwachungskonsole Warnmeldungen erzeugen, denen umgehend Beachtung geschenkt werden muss. Andere Fehler und Warnungen werden nicht als dringend angesehen und sollten zur Behebung an das PKI-Supportteam weitergeleitet werden. Hierbei handelt es sich um die in MOM standardmäßig eingesetzten Ereigniskategorien. In den nachfolgenden Aufgabenbeschreibungen wird darauf Bezug genommen.

Tabelle 11.9: Kategorien für Warnmeldungen

WarnmeldungskategorieBeschreibung

Dienst nicht verfügbar

Eine Anwendung oder Komponente ist nicht mehr vollständig verfügbar.

Sicherheitsverletzung

Eine Anwendung wurde gehackt oder kompromittiert.

Kritischer Fehler

In einer Anwendung ist ein kritischer Fehler aufgetreten, der die Aufmerksamkeit der Administration erfordert (wenn auch nicht unbedingt sofort). Die Anwendung läuft nur noch eingeschränkt, kann aber die meisten kritischen Funktionen ausführen.

Fehler

In einer Anwendung ist ein kurzzeitiges Problem aufgetreten, das nicht sofort oder möglicherweise gar nicht von der Administration behandelt werden muss. Die Anwendung läuft durchschnittlich gut und kann alle kritischen Funktionen ausführen.

Warnung

Eine Anwendung generiert eine Warnmeldung, die keine sofortige oder möglicherweise gar keine Aktion von der Administration erfordert. Die Anwendung läuft durchschnittlich gut und kann alle kritischen Funktionen ausführen. Wenn dieses Problem weiterhin besteht, können jedoch Fehler, kritische Fehler oder Situationen auftreten, in denen der Dienst nicht mehr verfügbar ist.

Information

Informationsmeldung der Anwendung. Die Anwendung oder Komponente läuft durchschnittlich gut und führt alle kritischen und nicht kritischen Vorgänge aus.

Erfolg

Erfolgsmeldung der Anwendung. Die Anwendung oder Komponente läuft durchschnittlich gut und führt alle kritischen und nicht kritischen Funktionen aus.

Überwachen von Kapazitätseinschränkungen der Zertifikatsdienste

Das rechtzeitige Erkennen möglicher Kapazitätseinschränkungen ist notwendig, um einen optimalen Betrieb zu gewährleisten. Wenn sich Subsysteme den Grenzen ihrer Betriebskapazität nähern, ist ein deutlicher Abfall der Leistung zu verzeichnen (in der Regel nicht linear). Daher ist es wichtig, Kapazitätstrends zu überwachen und Tendenzen zu identifizieren, die auf eine künftige Kapazitätseinschränkung hindeuten.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen: Die von der Überwachungslösung vorgeschriebenen Berechtigungen

Häufigkeit: Setupaufgabe

Erforderliche Technologien:

Systemmonitor

Konsolidierung der Leistungsindikatoren (z. B. durch MOM)

Überwachungskonsole (z. B. MOM)

Tools zur Kapazitätsplanung

Aufgabendetails

Die folgenden Leistungsindikatoren haben sich als die Hilfreichsten erwiesen, wenn es um das Erkennen von Kapazitätsengpässen geht. "Prozessor" und "Physischer Datenträger" sind die von den Zertifikatsdiensten am stärksten verwendeten Ressourcen und weisen daher vermutlich früher auf einen Engpass hin als "Netzwerkschnittstelle" oder "Speicher".

Tabelle 10: Wichtigste Indikatoren zur Kapazitätsüberwachung für Zertifikatsdienste

LeistungsobjektLeistungsindikatorInstanz

Prozessor

% Prozessorzeit

_Total

Physischer Datenträger

% Datenträgerzeit

_Total

Physischer Datenträger

Durchschnittl. Warteschlangenlänge der Datenträger-Lesevorgänge

_Total

Physischer Datenträger

Durchschnittl. Warteschlangenlänge der Datenträger-Schreibvorgänge

D: (CADB)
C: (CALog)

Netzwerkschnittstelle

Gesamtzahl Bytes/s

Netzwerkadapter

Arbeitsspeicher

% Zugesicherte verwendete Bytes

Weitere allgemeine Informationen zu Kapazitätseinschränkungen und den zugehörigen Leistungsindikatoren finden Sie in den Literaturhinweisen im Abschnitt "Weitere Informationen" am Ende dieses Kapitels.

Weiterhin ist es sehr wichtig, dass Sie Leistungsindikatoren der unterstützenden Infrastruktur überwachen. Hierzu zählen:

Kommunikation der Zertifikatsdienste mit Active Directory. Unternehmens-CAs verwenden Active Directory für Authentifizierungs- und Autorisierungsdienste, zum Lesen und Speichern von CA- und PKI-Konfigurationsinformationen und, je nach Zertifikatstyp, zum Veröffentlichen von Zertifikaten im Verzeichnis.

Auf Clientzertifikate bezogene Kommunikation mit Active Directory. Clients lesen CA- und PKI-Informationen aus Active Directory. Diese Aktivität beinhaltet den Download von CRLs, die pro Client und pro Woche mehrere MB umfassen können.

Auf Clientzertifikate bezogene Kommunikation mit Webservern. Clients können CRLs und CA-Zertifikate über einen Webserver beziehen, obwohl hierbei höchstwahrscheinlich nicht genug Last erzeugt wird, um zu einem Kapazitätsengpass zu führen, es sei denn, der Server ist bereits stark ausgelastet.

Überwachen des Zustands und der Verfügbarkeit der Zertifikatsdienste

Zertifikatsstellen bieten normalerweise keine Online- oder Echtzeitdienste an (im Gegensatz zu Active Directory oder Microsoft SQL Server , die permanent online sein müssen, um nützlich zu sein). Dennoch gibt es einige kritische Aspekte des CA-Betriebs, die eine Onlinereaktion des Diensts erfordern:

Verfügbarkeit von Sperrinformationen. Für jeden Zertifikatbenutzer, der den Sperrstatus eines Zertifikats überprüfen möchte, muss eine aktuelle CRL verfügbar sein.

Gültigkeit des CA-Zertifikats. Eine CA muss über ein gültiges Zertifikat verfügen. Ein ungültiges Zertifikat verhindert die Gültigkeitsprüfung aller Zertifikate, die diese CA oder deren untergeordneten CAs ausgestellt haben. Außerdem verhindert dieser Zustand das Ausstellen neuer Zertifikate.

Verfügbarkeit eines Zertifikatregistrierungsdienstes. Wenn der CA-Dienst nicht verfügbar ist, kann kein Zertifikat registriert oder erneuert werden.

Die Nicht-Verfügbarkeit der ersten beiden Punkte hat in der Regel drastischere Auswirkungen als die des letzteren.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen: Administrator für MOM (oder Überwachungssystem)

Häufigkeit: Setupaufgabe

Erforderliche Technologien:

MSS-Skripts

Überwachungskonsole (z. B. MOM oder E-Mail-Infrastruktur)

MOM-Agenten oder Windows-Taskplanerdienst zur Ausführung

Aufgabendetails

In der folgenden Tabelle werden die wichtigsten Ereignisse im Zusammenhang mit den Zertifikatsdiensten aufgelistet. Die Tabelle beschreibt die Bedeutung der verschiedenen Ereignistypen und gibt an, welchen Schweregrad (für Ihre Überwachungskonsole) Sie dem Ereignis zuweisen sollten. In der zweiten Tabelle werden Methoden aufgeführt, mit denen diese Vorfälle festgestellt werden können in den meisten Fällen mithilfe der im Rahmen dieser Lösung bereitgestellten betriebsbezogenen Skripts.

Die Spalte "Schweregrad" bezieht sich auf die Warnmeldungskategorien, die weiter oben unter "Kategorisieren von Überwachungswarnmeldungen" definiert wurden.

Tabelle 11: Schweregrad der wichtigsten Zertifikatsdienstereignisse

ZertifikatsdienststatusBedeutungSchweregrad

CRL abgelaufen

Keine gültige Zertifikatssperrliste verfügbar. Dies führt dazu, dass der Dienst momentan nicht verfügbar ist.

Dienst nicht verfügbar

CRL überfällig

CRL ist noch gültig, aber eine neue ist überfällig und hätte veröffentlicht werden müssen.

Kritisch

CRL nicht verfügbar
Unterereignisse:
CRL kann nicht aus Active Directory abgerufen werden
CRL kann nicht vom Webserver abgerufen werden

Keine CRL am Verteilungspunkt verfügbar. Dies kann dazu führen, dass der Dienst nicht mehr verfügbar ist.

Kritisch

CA-Server nicht verfügbar

Der Server kann im Netzwerk nicht gefunden werden.

Dienst nicht verfügbar

CA-Betriebssystem in kritischem Zustand

Schwerwiegendes Problem mit Windows oder der Serverhardware.

Kritisch

CA-Betriebssystem fehlerhaft oder in kritischem Zustand

Probleme mit Windows oder der Serverhardware, die jedoch nicht kritisch sind.

Fehler oder Warnung (MOM-Definition)

Zertifikatsdienste nicht online
Unterereignisse:
   Clientschnittstelle offline
   Admin-Schnittstelle offline

RPC-Schnittstelle (Remote Procedure Call, Remoteprozeduraufruf) der Zertifikatsdienste ist offline es können keine Zertifikate ausgestellt werden.

Kritisch

CA-Zertifikat abgelaufen
Unterereignisse:
   Dieses CA-Zertifikat ist abgelaufen
   Zertifikat der übergeordneten CA ist abgelaufen

Das Zertifikat der CA ist abgelaufen. Diese Situation führt dazu, dass der Dienst nicht verfügbar ist.

Dienst nicht verfügbar

CA-Zertifikat weniger als einen Monat gültig

Das Zertifikat der CA wird bald ablaufen, was zum Verlust des Dienstes führen wird, wenn das Problem nicht behoben wird. Momentan werden nur sehr kurzlebige Zertifikate ausgestellt.

Fehler

Gültigkeit des CA-Zertifikats geringer als halbe Gültigkeitsdauer

Ein CA-Zertifikat sollte nach Ablauf der Hälfte seiner Gültigkeitsdauer erneuert werden. Diese Meldung könnte bedeuten, dass Zertifikate mit kürzerer Gültigkeitsdauer als erwartet ausgestellt werden.

Warnung

CA-Sicherung fehlgeschlagen

Systemstatussicherung der CA fehlgeschlagen möglicher Informationsverlust.

Kritisch oder Fehler

Sie können mithilfe des bereitgestellten Skripts (ca_monitor.wsf in der folgenden Tabelle) nach derartigen Ereignissen suchen. Das Skript umfasst die notwendige Logik, um Ereigniselemente in das Anwendungsprotokoll von Windows zu schreiben, wenn Fehler entdeckt werden. Diese Ereignisse können dann von MOM-Agenten (oder anderen Überwachungslösungen) zur Kenntnis genommen werden. Sie müssen Filterregeln einrichten, um nach der Ereignisquelle und den Ereigniskennungen zu suchen, die von den in der nachstehenden Tabelle aufgeführten Skripts generiert werden.

Die Skripts können außerdem E-Mails senden, wenn ein beschriebener Zustand eintritt. Wenn MOM (oder ein anderes agentenbasiertes Überwachungssystem) verwendet wird, sollten die Skripts vom MOM-Client-Agenten ausgeführt werden. Wenn kein Verwaltungsagent zur Ausführung des Skripts verfügbar ist, verwenden Sie den Windows-Taskplanerdienst, um diese Überprüfungen mindestens stündlich durchzuführen. Warnmeldungen können per E-Mail versendet werden, oder Sie können ein Ereignisprotokoll-Überwachungstool verwenden.

Die Skripts wurden für den Einsatz auf der ausstellenden Online-CA konzipiert, können jedoch auch den Status von veröffentlichten Zertifikaten und CRLs aus übergeordneten Offline-CAs bis hin zur Stamm-CA überprüfen. Wo relevant, werden die vom Überwachungsskript erstellten Ereigniskennungen in der folgenden Tabelle dargestellt. Die Skriptsyntax wird im Anschluss an die Tabelle gezeigt.

Tabelle 11.12: Überwachungsskripts für Zertifikatsdienste

EreignisSkript oder ErkennungsmethodeQuelle undEreigniskennung

CRL abgelaufen

Skript: Ca_monitor.wsf
Task: CheckCRLs

CA Operations 20

CRL überfällig

Skript: Ca_monitor.wsf
Task: CheckCRLs

CA Operations 21

CRL nicht verfügbar
Unterereignisse:
   CRL kann nicht aus Active Directory abgerufen werden
CRL kann nicht vom Webserver abgerufen werden

Skript: Ca_monitor.wsf
Task: CheckCRLs

CA Operations 22
23

CA-Server nicht verfügbar

Systemeigene MOM-Serverausfallerkennung

CA-Betriebssystem in kritischem Zustand

Systemeigene MOM-Serverzustandsüberwachung

CA-Betriebssystem fehlerhaft oder in kritischem Zustand

Systemeigene MOM-Serverzustandsüberwachung

Zertifikatsdienste-Dienst aktiv
Unterereignisse:
   Clientschnittstelle offline
   Admin-Schnittstelle offline

Skript: Ca_monitor.wsf
Task: IsCAAlives

CA Operations 1
2

CA-Zertifikat abgelaufen
Unterereignisse:
   Dieses CA-Zertifikat ist abgelaufen
   Zertifikat der übergeordneten CA ist abgelaufen

Skript: Ca_monitor.wsf
Task: CheckCACerts

CA Operations 10

CA-Zertifikat weniger als einen Monat gültig

Skript: Ca_monitor.wsf
Task: CheckCACerts

CA Operations 11

Gültigkeit des CA-Zertifikats geringer als halbe Gültigkeitsdauer

Skript: Ca_monitor.wsf
Task: CheckCACerts

CA Operations 12

CA-Sicherung gesperrt (das Sicherungsskript konnte nicht ausgeführt werden, da noch eine Sperrdatei aus der vorherigen Sicherung vorhanden war)

Skript: Ca_operations.wsf
Task BackupCADatabase

CA Operations 30

CA-Sicherung fehlgeschlagen

Hier wird der Fehlercode für NTBackup.exe angegeben, obwohl Sie sich auf MOM oder andere Überwachungssysteme verlassen sollten, um vor Sicherungsproblemen gewarnt zu werden. (Beachten Sie, dass Sie sowohl die Systemstatus- als auch die Unternehmenssicherung überprüfen müssen.)

Ntbackup
8019

Anderes Ereignis

Ausführung von CA_monitor.wsf fehlgeschlagen

CA Operations 100

Bevor Sie die Skripts einsetzen, sollten Sie die Datei constants.vbs mit den richtigen Warnmeldungsparametern aktualisieren. Die relevanten Abschnitte der Datei werden im Folgenden gezeigt (Elemente, die Sie ggf. ändern müssen, sind kursiv dargestellt).

'Alerting parameters
CONST ALERT_EMAIL_ENABLED = FALSE'set to true/false to enable/disable email 
CONST ALERT_EVTLOG_ENABLED= TRUE'set to true/false to enable/disable event
'log entries
' set to comma-separated list of recipients to get email alerts
CONST ALERT_EMAIL_RECIPIENTS= "Admin@woodgrovebank.com,Ops@woodgrovebank.com"
'SMTP host to use
CONST ALERT_EMAIL_SMTP= "mail.woodgrovebank.com"

'String used as the Source in event log events
CONST EVENT_SOURCE= "MSS Tools"
CONST CA_EVENT_SOURCE= "CA Operations"

'CA Event IDs
CONST CA_EVENT_CS_RPC_OFFLINE=1
CONST CA_EVENT_CS_RPC_ADMIN_OFFLINE=2
CONST CA_EVENT_CA_CERT_EXPIRED=10
CONST CA_EVENT_CA_CERT_NEARLY_EXPIRED=11
CONST CA_EVENT_CA_CERT_RENEWAL_DUE=12
CONST CA_EVENT_CRL_EXPIRED=20
CONST CA_EVENT_CRL_OVERDUE=21
CONST CA_EVENT_CRL_NOT_AVAILABLE_LDAP=22
CONST CA_EVENT_CRL_NOT_AVAILABLE_HTTP=23
CONST CA_EVENT_BACKUP_LOCKED=30
CONST CA_EVENT_CA_OTHER=100

Sie müssen angeben, ob bei Fehlern E-Mails, Einträge im Ereignisprotokoll oder beides erzeugt werden soll. Standardmäßig erfolgt lediglich ein Eintrag im Ereignisprotokoll. Wenn Sie E-Mail-Benachrichtigungen festlegen, müssen Sie eine Liste gültiger Empfänger (durch Komma getrennt) sowie den Hostnamen des SMTP-Servers bzw. seine IP-Adresse angeben. Beide Zeichenfolgen müssen in Anführungszeichen gesetzt werden.

Wenn Sie Warnmeldungen über das Ereignisprotokoll festlegen, müssen Sie eventuell die Parameter CA_EVENT_SOURCE (für alle CA-bezogenen Ereignisse) oder EVENT_SOURCE (für alle anderen Ereignisse) ändern.

Syntax und Verwendung der Überwachungsskripts werden im folgenden Abschnitt erläutert.

So überprüfen Sie die Gültigkeitsdauer von CA-Zertifikaten

Führen Sie den folgenden Befehl aus, um das Zertifikat der ausstellenden CA (auf der das Skript ausgeführt wird) sowie veröffentlichte Zertifikate aller übergeordneten CAs in der Hierarchie bis hin zur Stamm-CA zu überprüfen.

Cscript //job:CheckCACerts C:\MSSScripts\ca_monitor.wsf

Dieser Befehl gibt Warnmeldungen zu den folgenden Ereignissen aus:

CA-Zertifikat abgelaufen (Ereigniskennung 12)

CA-Zertifikat läuft in weniger als einem Monat ab (Ereigniskennung 11)

Gültigkeit des CA-Zertifikats geringer als halbe Gültigkeitsdauer (Ereigniskennung 12)

So überprüfen Sie die Gültigkeitsdauer von CRLs

Führen Sie den folgenden Befehl aus, um die CRL der ausstellenden CA sowie veröffentlichte CRLs aller übergeordneten CAs in der Hierarchie bis einschließlich der Stamm-CA zu überprüfen.

Cscript //job:CheckCRLs C:\MSSScripts\ca_monitor.wsf

Dieser Befehl gibt Warnmeldungen zu den folgenden Ereignissen aus:

CRL abgelaufen (Ereigniskennung 20)

Die CRL hat den Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachfolgeversion überschritten und läuft bald ab (Ereigniskennung 21)

CRL kann nicht von LDAP-CDP abgerufen werden (Ereigniskennung 22)

CRL kann nicht von HTTP-CDP abgerufen werden (Ereigniskennung 23)

(FTP- und FILE-CDPs werden vom Skript zurzeit nicht überprüft.)

So überprüfen Sie, ob der CA-Dienst ausgeführt wird

Führen Sie den folgenden Befehl aus, um die CA zu überprüfen, auf der das Skript ausgeführt wird.

Cscript //job:IsCAAlive C:\MSSScripts\ca_monitor.wsf

Dieser Befehl gibt Warnmeldungen zu den folgenden Ereignissen aus:

Die RPC-Benutzerschnittstelle der CA antwortet nicht (Ereigniskennung 1)

Die RPC-Administratorschnittstelle der CA antwortet nicht (Ereigniskennung 2)

Sicherheitsüberwachung der CA

Die Zertifikatsdienste generieren als Reaktion auf Sicherheitsereignisse eine Vielzahl von Überwachungseinträgen im Sicherheitsprotokoll. Die meisten dieser Einträge entstehen im normalen Betriebsalltag. Einige Einträge weisen jedoch auf größere Konfigurationsänderungen hin und bedürfen weiterer Nachforschungen.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen:

CA Auditors (zur Durchsicht des Sicherheitsprotokolls)

Designiertes Überwachungskonto für MOM (o. ä. System)

Häufigkeit: Setupaufgabe

Erforderliche Technologien:

Überwachungskonsole (z. B. MOM)

Ereignisanzeige

Eventquery.vbs (Windows-Befehlszeilentool)

Aufgabendetails

In der unten stehenden Tabelle finden Sie eine Liste der Überwachungsereignisse, die die Zertifikatsdienste erstellen, sowie Empfehlungen zur Kategorisierung. Sie sollten Ihr Überwachungssystem so konfigurieren, dass es auf diese Ereignisse entsprechend reagiert. Falls Sie kein zentrales Überwachungssystem einsetzen, sollten Sie die Sicherheitsprotokolle der CA regelmäßig (am besten täglich) überprüfen.
Die Standardkategorie für Erfolgsereignisse ist Information. Jedes Erfolgsereignis, dem eine mögliche Konfigurationsänderung der CA zugrunde liegt, wird als Warnung kategorisiert. Alle Ereignisse, die unter die Kategorie Warnung fallen, werden als signifikant eingestuft und sollten im Alltagsbetrieb nicht auftreten. Alle derartigen Ereignisse sollten in Bezug zu einer genehmigten Änderungsanforderung stehen. Wenn sich dieser Bezug nicht herstellen lässt, handelt es sich möglicherweise um eine Sicherheitsverletzung, die Sie sofort untersuchen sollten.

Als Fehler kategorisierte Ereignisse sollten im Alltagsbetrieb oder bei normalen Änderungen an der CA normalerweise nicht auftreten. Fehler sind in fast allen Fällen von Bedeutung und erfordern eine Prüfung (auch wenn sie möglicherweise nur auf eine falsche Berechtigungszuweisung hinweisen und nicht auf einen böswilligen Angriff).

Hinweis: Es gibt einige Ausnahmen von dieser Regel, wie zum Beispiel Ereignis 792, Die Zertifikatdienste haben eine Zertifikatanforderung abgelehnt. In dieser Situation wird sowohl eine Erfolgs- als auch eine Fehlermeldung generiert, wenn eine Zertifikatsanforderung berechtigterweise von einem Certificate Manager abgelehnt wird. Verweigert jedoch jemand mit unzureichenden Berechtigungen die Anforderung, wird nur eine Fehlermeldung generiert.

Weitere Ausnahmen von der Liste in der folgenden Tabelle können auf die verschiedenen Methoden zur Konfigurationsänderung an der CA zurückgeführt werden. Die Ereignisse 789 (Änderung des Überwachungsfilters) sowie 795 und 796 (Änderung von CA-Konfiguration oder -Eigenschaft) werden nur dann in das Protokoll aufgenommen, wenn die Änderungen mithilfe des MMC-Snap-Ins für Zertifizierungsstellen vorgenommen wurden. Sie werden nicht aufgezeichnet, wenn jemand versucht, die CA-Registrierung direkt zu bearbeiten (oder den Befehl "certutil -setreg" verwendet), um CA-Konfigurationswerte zu ändern. Stattdessen werden diese Ereignisse mit der Ereigniskennung 560 als einfache Fehler bei der Objektzugriffsüberwachung protokolliert (vgl. den letzten Eintrag in der folgenden Tabelle). Die Überwachung ist für die Veränderung von Unterschlüsseln in der Registrierung der CA aktiviert und protokolliert erfolgreiche Änderungen sowie alle fehlgeschlagenen Zugriffsversuche. Um Änderungen an den CA-Registrierungsschlüsseln zu verfolgen, verwenden Sie den Parameter Objektname des Überwachungsereignisses in Verbindung mit Ereigniskennung und Ereignistyp, um einen Filter zur Generierung der entsprechenden Warnmeldungen zu erstellen.

Neben der Überwachung von Zertifikatsdienstereignissen müssen Sie zudem Warnmeldungen zu normalen Ereignissen der Betriebssystemsicherheit verfolgen und generieren, beispielsweise Anmeldungen, Nutzung von Privilegien und Objektzugriffe. CA-Registrierung und –datenbank sowie die Protokollverzeichnisse sind so konfiguriert, dass sie erfolgreiche Änderungen und fehlgeschlagene Zugriffsversuche protokollieren. Sie sollten ebenfalls in Betracht ziehen, den Container für öffentliche Schlüssel (in Konfiguration\Dienste) und die PKI-Administratorgruppen zu überwachen. Aufgrund der Schwierigkeiten, die beim Überwachen von Ereignissen auf mehreren Domänencontrollern auftreten können, wurde diese Konfiguration in dieser Lösung ausgespart. Wenn Sie jedoch über ein zentrales Überwachungssystem (wie MOM) verfügen, das Ihnen die Möglichkeit zum Filtern und Zusammenführen dieser Protokolle bietet, sollten Sie die Überwachung für die gesamte Active Directory-PKI-Administration sowie alle Konfigurationsobjekte und -Container aktivieren.

Hinweis: Eine Betrachtung der Sicherheitsüberwachung des CA-Betriebssystems würde über den Rahmen dieses Dokuments hinausgehen. Sie kann die Behandlung von Sicherheitsereignissen durch spezialisierte Systeme zum Schutz vor Eindringungsversuchen umfassen. Falls eine dieser Quellen eine Sicherheitsverletzung anzeigt, führen Sie eine gründliche Untersuchung der CA-Überwachungsereignisse in Verbindung mit den Ausgaben aus diesen Quellen durch.

Die Kategorien für Erfolgs- und Fehlermeldungen in der folgenden Tabelle beziehen sich auf die im Verfahren "Kategorisieren von Überwachungswarnmeldungen" definierten Kategorien.

Tabelle 11.13: Überwachungsereignisse für Zertifikatsdienste

EreigniskennungEreignisbeschreibungErfolgsmeldungenFehlermeldungen

772

Der Certificate Manager hat eine anstehende Zertifikatanforderung abgelehnt.

Warnung

Fehler

773

Die Zertifikatdienste haben eine erneut eingereichte Zertifikatanforderung erhalten.

Warnung

Fehler

774

Die Zertifikatdienste haben ein Zertifikat gesperrt.

Information

Fehler

775

Die Zertifikatdienste haben eine Anforderung zur Veröffentlichung der Zertifikatsperrliste erhalten.

Information

Warnung

776

Die Zertifikatdienste haben die Zertifikatsperrliste veröffentlicht.

Information

Fehler

777

Eine Zertifikatanforderungserweiterung wurde geändert.

Information

Fehler

778

Ein oder mehrere Zertifikatanforderungsattribute wurden geändert.

Information

Fehler

779

Die Zertifikatdienste haben eine Anforderung zum Herunterfahren erhalten.

Warnung

Fehler

780

Die Sicherung der Zertifikatdienste wurde gestartet.

Information

781

Die Sicherung der Zertifikatdienste wurde beendet.

Information

782

Die Wiederherstellung der Zertifikatdienste wurde gestartet.

Warnung

783

Die Wiederherstellung der Zertifikatdienste wurde beendet.

Warnung

784

Die Zertifikatdienste wurden gestartet.

Information

785

Die Zertifikatdienste wurden beendet.

Warnung

786

Die Sicherheitsberechtigungen für Zertifikatdienste wurden geändert.

Warnung

Fehler

787

Die Zertifikatdienste haben einen archivierten Schlüssel wiedergefunden.

Information

Fehler

788

Die Zertifikatdienste haben ein Zertifikat in die Datenbank importiert.

Information

Warnung

789

Der Überwachungsfilter für Zertifikatdienste wurde geändert.

Warnung

Fehler

790

Die Zertifikatdienste haben eine Zertifikatanforderung erhalten.

Information

Fehler

791

Die Zertifikatdienste haben eine Zertifikatanforderung genehmigt und ein Zertifikat ausgestellt.

Information

Fehler

792

Die Zertifikatdienste haben eine Zertifikatanforderung abgelehnt.

Warnung

793

Die Zertifikatdienste haben den Status einer Zertifikatanforderung auf "anstehend" festgelegt.

Information

794

Die Certificate Manager-Einstellungen für die Zertifikatdienste wurden geändert.

Warnung

795

Es wurde ein Konfigurationseintrag in den Zertifikatdiensten geändert.

Warnung

Fehler

Knoten:
Eintrag: CRLPeriod oder CRLPeriodUnits oder CRLDeltaPeriod oder CRLDeltaPeriodUnits
Beschreiben Änderungen im Zeitplan der CRL-Veröffentlichung. Der Wert 0 für CRLDeltaPeriodUnits bedeutet Deaktivierung der Veröffentlichung von Deltasperrlisten

Knoten: PolicyModules\CertificateAuthority_Microsoft
Default.Policy
Eintrag: RequestDisposition
Wert: 1
Legt fest, dass die CA eingehende Anforderungen ausstellt, sondern nicht anders angegeben.

Knoten: PolicyModules\CertificateAuthority_Microsoft
Default.Policy
Eintrag: RequestDisposition
Wert: 257
Legt fest, dass die CA eingehende Anforderungen als "anstehend" belässt.

Knoten: ExitModules\CertificateAuthority_Microsoft
Default.Exit
Eintrag: PublishCertFlags
Wert: 1
Lässt das Veröffentlichen von Zertifikaten im Dateisystem zu.

Knoten: ExitModules\CertificateAuthority_Microsoft
Default.Exit
Eintrag: PublishCertFlags
Wert: 0
Verweigert das Veröffentlichen von Zertifikaten im Dateisystem.

Knoten: ExitModules
Eintrag: Active
Änderung in aktivem Beendigungsmodul. Der Wert gibt den Namen des neuen Moduls an. Wenn der Wert leer ist, wird keiner angegeben.

Knoten: PolicyModules
Eintrag: Active
Änderung in aktivem Richtlinienmodul. Der Wert gibt den Namen des neuen Moduls an.

Knoten:
Eintrag: CRLPublicationURLs
Änderung in CDP oder AIA. Der Wert gibt den Ergebnissatz der CDP an.

Knoten:
Eintrag: CACertPublicationURLs
Änderung in AIAs oder CDPs. Der Wert gibt den Ergebnissatz der AIAs an.

796

Es wurde eine Eigenschaft der Zertifikatsdienste geändert. (vgl. folgende Untertypen)

Warnung

Fehler

Typ: 4
Hinzufügen/Entfernen einer Vorlage zur/aus der CA. Wert ist die Liste der Vorlagen mit Name und OID.

Typ: 3
Hinzufügen von KRA-Zertifikat zur CA. Wert ist die Base64-Darstellung des Zertifikats.

Typ: 1
Entfernen von KRA-Zertifikat aus CA. Wert ist die gesamte KRA-Zertifikatszählung.

Typ: 1
Hinzufügen/Entfernen der Anzahl von KRA-Zertifikaten zur/aus der Schlüsselarchivierung. Wert ist die Anzahl der verwendeten Zertifikate.

797

Die Zertifikatdienste haben einen Schlüssel archiviert.

Information

798

Die Zertifikatdienste haben einen Schlüssel importiert und archiviert.

Information

799

Die Zertifikatdienste haben das Zertifizierungsstellenzertifikat veröffentlicht.

Information

800

Aus der Zertifikatdatenbank wurde mindestens eine Zeile gelöscht.

Warnung

Fehler

801

Rollentrennung aktiviert

Warnung

Fehler

560

Objektzugriff
Dabei gilt:
Objekttyp: Schlüssel
Objektname: \REGISTRY\MACHINE\SYSTEM\ ControlSet001\Services\CertSvc\Configuration

Information

Fehler

Konfigurieren von SMTP-Benachrichtigungen für ausstehende Zertifikatsanforderungen

Sollten Sie bestimmte Zertifikatstypen so konfiguriert haben, dass die Zustimmung eines Certificate Managers erforderlich ist, bleiben diese so lange in der Warteschlange für "Ausstehende Anforderungen" (des MMC-Snap-Ins für Zertifizierungsstellen) gestellt, bis sie genehmigt oder abgelehnt werden. Möglicherweise wünschen Sie für diesen Fall eine E-Mail-Benachrichtigung. Automatisch genehmigte Zertifikate generieren jedoch keine E-Mail-Benachrichtigungen.

Sie können E-Mail-Benachrichtigungen auch für andere CA-Ereignisse konfigurieren. Informationen dazu, wie Sie diese Benachrichtigungen konfigurieren, finden Sie in der Online-Hilfe zu den Zertifikatsdiensten.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen: CA Admins

Häufigkeit: Setupaufgabe

Erforderliche Technologien:

Texteditor

SMTP-Server und E-Mail-Postfach

Aufgabendetails

Die in der Datei constants.vbs konfigurierten und in diesem Verfahren verwendeten Werte für den SMTP-Server und die SMTP-Empfängerliste werden ebenfalls von den SMTP-Benachrichtigungen verwendet, die unter "Überwachen des Zustands und der Verfügbarkeit der Zertifikatsdienste" beschrieben sind. Falls Sie für diese beiden Verfahren unterschiedliche Einstellungen für SMTP-Server und -Empfänger verwenden müssen, können Sie die Werte in constants.vbs vorübergehend ändern und anschließend das aktuelle Verfahren durchführen. Das in diesem Verfahren eingesetzte Skript speichert diese Einstellungen in der CA-Registrierung. Nach der Ausführung kann constants.vbs wieder auf die Werte zurückgeändert werden, die im Verfahren "Überwachen des Zustands und der Verfügbarkeit der Zertifikatsdienste" verwendet werden sollen. (Die Einstellung zur Aktivierung oder Deaktivierung von E-Mail-Benachrichtigungen ALERT_EMAIL_ENABLED hat keine Auswirkungen auf die Benachrichtigungen in diesem Verfahren.)

So aktivieren Sie E-Mail-Benachrichtigungen für ausstehende Anforderungen

1.

Konfigurieren Sie in der Skriptdatei C:\MSSScripts\constants.vbs die entsprechenden Werte für E-Mail-Empfänger und SMTP-Server:

'Alerting parameters
' set to comma-separated list of recipients to get email alerts
CONST ALERT_EMAIL_RECIPIENTS= "Admin@woodgrovebank.com,
PKIOps@woodgrovebank.com"
CONST ALERT_EMAIL_SMTP= "mail.woodgrovebank.com" 'SMTP host to use

Hinweis: Bei der eingerückten Zeile in diesem Dateiauszug handelt es sich um die Fortsetzung der vorangegangenen Zeile, die zur Anzeige umgebrochen wurde sie sollte sich in der Datei auf einer einzigen Zeile befinden.

2.

Führen Sie den folgenden Befehl aus, um E-Mail-Benachrichtigungen für in der Warteschlange befindliche ausstehende Anforderungen zu aktivieren:

cscript //job:SetupSMTPAlerts C:\MSSScripts\ca_monitor.wsf

Planen von Aufträgen

Zur Aufgabenplanung gehört die andauernde Organisation von Aufgaben und Prozessen, mit dem Ziel, die optimale Reihenfolge für den höchsten Durchsatz zu finden, damit die Anforderungen des Service Level Agreement (SLA) erfüllt werden können. Die Aufgabenplanung ist eng mit der Überwachung und Steuerung von Diensten sowie mit der Kapazitätsplanung verzahnt.

Aufgabenplanung auf der ausstellenden Zertifizierungsstelle

Für den reibungslosen Betrieb der CA sind eine Reihe von Aufgaben erforderlich, die immer wieder abgearbeitet werden müssen. Diese sind automatisiert, um den Verwaltungsaufwand auf ein Minimum zu reduzieren.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen: Local Administrators der CA

Häufigkeit: Setupaufgabe

Erforderliche Technologien:

Windows Taskplanerdienst

MOM (bei Bedarf)

Aufgabendetails

In der folgenden Tabelle werden die automatisierten Aufgaben aufgelistet, die auf der ausstellenden CA ausgeführt werden. Diese Aufgaben werden jeweils an anderer Stelle in diesem Kapitel definiert (aufgeführt in der Spalte Aufgabe); die nachstehende Tabelle dient lediglich als Referenz.

Automatisierte Aufgaben werden ausschließlich auf einer ausstellenden CA ausgeführt. Die Stamm-CA bleibt möglicherweise für lange Zeiträume ausgeschaltet, so dass ein automatisierter Zeitplan unmöglich einzuhalten ist.

Tabelle 11.14: Liste der geplanten Aufgaben auf der ausstellenden CA

AufgabenbeschreibungScheduleAusgeführt von:Aufgabe

Systemstatussicherung der CA

Täglich

Windows Taskplanerdienst

Konfigurieren und Ausführen der Datenbanksicherung einer ausstellenden CA
Konfigurieren und Ausführen der Datenbanksicherung einer Stamm-CA

Datensicherung der CA

Täglich (nach dem Systemstatus)

Planer für die Unternehmenssicherung

Keine (von Ihrer Organisation definiert)

Veröffentlichen von CRLs auf IIS

Stündlich

Windows Taskplanerdienst

Veröffentlichen der ausstellenden CA und Zertifikate auf IIS

Überwachung des Zustands der CA

Stündlich

MOM oder Windows Taskplanerdienst

Überwachen des Zustands und der Verfügbarkeit der Zertifikatsdienste

Überwachen des Ausstellens der CRL und Veröffentlichen des Status

Stündlich

MOM oder Windows Taskplanerdienst

Überwachen des Zustands und der Verfügbarkeit der Zertifikatsdienste

Überwachen der Gültigkeit des CA-Zertifikats

Täglich

MOM oder Windows Taskplanerdienst

Überwachen des Zustands und der Verfügbarkeit der Zertifikatsdienste

Betrieb: Weitere Aufgaben

Mit der Wartung einer PKI hängen zahlreiche andere betriebsbezogene Aufgaben zusammen. Viele dieser Aufgaben sind nicht unbedingt regelmäßig erforderlich, sondern fallen nur gelegentlich oder im Rahmen von Supportanfragen an.

Die Produktdokumentation der Zertifikatsdienste von Windows Server 2003 beschreibt eine Reihe dieser Aufgaben und gibt Hintergrundinformationen zur Administration. Viele dieser Aufgaben werden weder in diesem Kapitel noch im entsprechenden Kapitel des Einrichtungshandbuchs ("Implementieren der Infrastruktur öffentlicher Schlüssel") erläutert. Auch wenn die jeweilige Aufgabe in diesem Lösungshandbuch behandelt wird, können Sie in der Produktdokumentation nützliche Zusatzinformationen finden.

Im Abschnitt "Weitere Informationen" am Ende dieses Kapitels finden Sie einen Link zu dem Dokument, das Anweisungen zu den folgenden administrativen Aufgaben enthält:

Starten oder Beenden des Zertifizierungsstellendienstes

Festlegen von Sicherheitsberechtigungen und Delegieren der Verwaltung einer Zertifizierungsstelle

Anzeigen des Zertifizierungsstellenzertifikats

Festlegen von Sicherheitseinstellungen für den Zugriff auf Webseiten der Zertifizierungsstelle

Konfigurieren von Einschränkungen der Zertifikatverwaltung

Veröffentlichen von Zertifikaten in einer fremden Active Directory-Gesamtstruktur

Senden einer E-Mail-Benachrichtigungen bei Zertifikatereignissen

Verwenden des Zertifizierungsstellen-Snap-Ins

Verwalten von Zertifikatsperrungen

Verwalten von Zertifikatsanforderungen auf einer eigenständigen Zertifizierungsstelle

Verwalten von Zertifikatsvorlagen einer Unternehmens-Zertifizierungsstelle

Verwalten der Schlüsselarchivierung und -wiederherstellung

Ändern der Richtlinieneinstellungen für eine Zertifizierungsstelle

Ändern der Richtlinien- und Beendigungsmodule einer Zertifizierungsstelle

Verwalten rollenbasierter Administration

Aufgaben Support

Die SMFs im Support-Quadranten umfassen sowohl reaktive als auch proaktive Aufgaben zur Aufrechterhaltung der erforderlichen Servicelevels. Die reaktiven Funktionen hängen von den Fähigkeiten eines Unternehmens ab, auf Probleme schnell und angemessen zu reagieren. Die wünschenswerteren, proaktiven Funktionen dienen der Vermeidung von Dienstunterbrechungen. Durch eine sorgfältige Überwachung der Lösungsdienste auf vordefinierte Schwellenwerte können diese Funktionen Probleme identifizieren, bevor Servicelevels beeinträchtigt werden. So hat das IT-Personal genügend Zeit, zu reagieren und potenzielle Probleme zu beheben.

Dieser Quadrant steht in engem Zusammenhang mit der unter "Aufgaben Betrieb" beschriebenen SMF für Dienstüberwachung und -steuerung. Durch Dienstüberwachung und -steuerung werden wichtige Informationen bereitgestellt, anhand derer Admin- und Supportmitarbeiter Probleme feststellen können. Die in diesem Abschnitt beschriebenen Verfahren beziehen sich auf die gängigsten Probleme und sollen Ihnen bei ihrer Beseitigung helfen.

Dieser Abschnitt enthält Informationen zu der folgenden Dienstverwaltungsfunktion (Service Management Function, SMF):

Vorfallverwaltung

Für die übrigen SMFs gibt es keine Aufgaben:

Problemverwaltung (die Diagnose von Problemen wird später in diesem Kapitel im Abschnitt "Problembehandlung" abgedeckt)

Servicedesk

Hinweis: Für jede Aufgabenbeschreibung wird eine Zusammenfassung der folgenden Informationen angegeben: Sicherheitsanforderungen, Häufigkeit und erforderliche Technologien.

Vorfallverwaltung

Bei der Vorfallverwaltung werden Fehler und Unterbrechungen behandelt, die beim Einsatz von IT-Diensten entstehen und von Kunden oder IT-Partnern gemeldet werden. Es geht hierbei in erster Linie um die schnellstmögliche Wiederherstellung der Umgebung und die Minimierung von nachteiligen Auswirkungen auf Geschäftsabläufe sowie die Gewährleistung höchstmöglicher Qualität und Verfügbarkeit von Diensten. Der hier beschriebene Normalzustand entspricht dem im Service Level Agreement (SLA) definierten Normalzustand.

Dieser Abschnitt steht in engem Zusammenhang mit dem Abschnitt "Problembehandlung". Jedoch beschäftigt sich der Abschnitt "Problembehandlung" mit der Erkennung und Diagnose von Problemen, während der vorliegende Abschnitt die Aufgaben behandelt, die am häufigsten zur Lösung dieser Probleme eingesetzt werden.

Im Abschnitt "Problembehandlung" werden die folgenden Vorfälle behandelt:

Server antwortet nicht

Veröffentlichung der CRL fehlgeschlagen

CRL nicht ausgestellt

Clients können nicht registrieren

Installation eines Sicherheitsupdates, das einen Neustart erfordert

Dauerhafter Serverausfall

Verwaistes Zertifikat muss gesperrt werden

Server kann nicht rechtzeitig für die Ausstellung einer CRL oder eines Zertifikats wiederhergestellt werden

Sicherheit des Zertifikats der Endeinheit ist gefährdet

Sicherheit des Zertifikats der ausstellenden CA ist gefährdet

Sicherheit des Zertifikats der Stamm-CA ist gefährdet

Die meisten dieser Vorfälle stehen in direkter Beziehung zu Verfahren, die in den folgenden Abschnitten erläutert werden. In anderen Fällen, zum Beispiel bei einem Fehler in der Clientregistrierung, verlangt die Vorfallbehandlung komplexere Maßnahmen, die im Abschnitt "Problembehandlung" erläutert werden.

Neustarten der Zertifikatsdienste

Es gibt eine ganze Reihe von betriebsbezogenen Gründen, die Zertifikatsdienste neu zu starten. (Zum Beispiel müssen Sie nach dem Umkonfigurieren vieler CA-Eigenschaften einen Neustart durchführen, damit die Änderungen wirksam werden.) In machen Fällen könnte ein Neustart erforderlich sein, weil der Dienst nicht mehr reagiert oder sich unerwartet verhält..

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen: Local Administrators der CA

Häufigkeit: Bei Bedarf

Erforderliche Technologien:

MMC-Snap-In für Zertifizierungsstellen

Net.exe

Aufgabendetails

Es gibt mehrere Möglichkeiten, einen Dienst neu zu starten.

So starten Sie den CA-Dienst neu

1.

Vergewissern Sie sich, dass die CA momentan keine Transaktionen ausführt. Sofern die Zeit dies erlaubt, senden Sie eine Benachrichtigung an alle Anwender, die vom Neustart des Dienstes betroffen sein könnten.

2.

Wählen Sie im MMC-Snap-In für Zertifizierungsstellen das Objekt "Zertifizierungsstelle" aus.

3.

Klicken Sie im Menü Tasks auf Dienst beenden, oder geben Sie folgenden Befehl an einer Eingabeaufforderung ein:

net stop "Certificate Services"

4.

Klicken Sie im Menü Tasks auf Dienst starten, oder geben Sie folgenden Befehl an einer Eingabeaufforderung ein:

net start "Certificate Services"

Hinweis: Der Neustart der Zertifikatsdienste kann bei aktivierter Überwachung sehr lange dauern über 10 Minuten bei einer großen Datenbank. Durch den Einsatz der Überwachungsfunktion wird der ganze Prozess des Herunterfahrens und Startens in die Länge gezogen, da die Zertifikatsdienste einen Hashwert für die gesamte Datenbank berechnen müssen, um Überwachungseinträge für den Start und das Herunterfahren zu erstellen. Diese Verzögerung findet nicht statt, wenn Starten und Herunterfahren nicht überwacht werden.

Neustarten des Zertifizierungsstellenservers

Es kann vorkommen, dass Sie den CA-Server aus verschiedenen betriebsbezogenen Gründen neu starten müssen, z. B. bei der Installation eines Betriebssystemupdates. Auch müssen Sie den Server eventuell neu starten, wenn der Dienst nicht mehr reagiert oder sich unerwartet verhält und nicht mehr auf normalem Wege neu gestartet werden kann.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen: Local Administrators der CA

Häufigkeit: Bei Bedarf

Erforderliche Technologien: Net.exe

Aufgabendetails

So starten Sie den CA-Dienst neu

1.

Vergewissern Sie sich, dass die CA momentan keine Transaktionen ausführt. Sofern die Zeit dies erlaubt, senden Sie eine Benachrichtigung an alle Anwender, die vom Neustart des Dienstes betroffen sein könnten.

2.

Führen Sie nach Möglichkeit den folgenden Befehl zum Beenden der Zertifikatsdienste aus, damit verhindert wird, dass Benutzer während des Herunterfahrens eine Verbindung zur CA herstellen:

net stop "Certificate Services"

3.

Folgen Sie dem normalen Verfahren zum Neustart des Computers. Sie sollten den Zertifikatsdienstprozess nur dann abbrechen oder den Server herunterfahren, wenn Sie ganz sicher sind, dass die Zertifikatsdienste nicht mehr reagieren. Der Abbruch der Zertifikatsdienste kann die zugehörige Datenbank beschädigen und eine Wiederherstellung erforderlich machen.

Hinweis: Wie bereits oben erwähnt wurde, kann eine Überwachung des Starts und des Herunterfahrens dazu führen, dass die Zertifikatsdienste für diese Prozesse sehr viel Zeit benötigen. Die Verzögerung findet nicht statt, wenn Start und Herunterfahren nicht überwacht werden.

Wiederherstellen der Zertifizierungsstelle aus einer Sicherung

Wenn Sie eine CA aufgrund schwerer Software- oder Hardwarefehler nicht mehr starten können, müssen Sie den Server und die Schlüssel aus einer Sicherung wiederherstellen.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen:

Local Administrators der CA

CA Backup Operators (nur für die Wiederherstellung)

Häufigkeit: Bei Bedarf

Erforderliche Technologien:

Windows-Sicherungsprogramm

Unternehmenssicherungssystem

Aufgabendetails

Führen Sie die folgenden Schritte zur Wiederherstellung der CA aus.

Vorsicht: Falls Sie ein HSM verwenden, funktioniert dieses Verfahren nicht wie beschrieben. Folgen Sie den Anweisungen des HSM-Herstellers zum Sichern, Wiederherstellen und sonstigen Absichern der (Zugriffs-)Schlüssel.

So stellen Sie eine CA aus einer Sicherung wieder her

1.

Das Betriebssystem muss in einen Zustand zurückversetzt werden, in dem es die Zertifikatsdienste wieder ausführen kann. Dazu kann die erneute Installation von Windows erforderlich sein. Folgen Sie in diesem Fall den Anweisungen im Einrichtungshandbuch zur Installation des Betriebssystems und der notwendigen Systemkomponenten. Sicherheits- oder andere Konfigurationsmaßnahmen sind nicht erforderlich.

Achtung: Wenn Sie Windows auf der ausstellenden CA neu installieren müssen, führen Sie keine Neupartitionierung und Neuformatierung des zweiten Laufwerks durch. Auf diesem Laufwerk befindet sich die CA-Datenbank, die durchaus noch intakt sein kann.

2.

Erhalten Sie nach Möglichkeit die CA-Datenbank (in %SystemRoot%\System32\CertLog auf der Stamm-CA oder in D:\CertLog auf der ausstellenden CA) und die CA-Protokolle (in %SystemRoot%\System32\CertLog). Erstellen Sie eine Sicherung dieser Ordner, bevor Sie die CA wiederherstellen. Datenbank und Protokolle wurden möglicherweise nicht vom Systemfehler beeinträchtigt. Die Protokolle enthalten Informationen, die zum erneuten Ausführen aller Transaktionen auf der CA, die zwischen der letzten Sicherung und dem Serverfehler durchgeführt wurden, notwendig sind. Beim Wiederherstellen einer Systemstatussicherung werden die Protokolle und die vorhandene Datenbank jedoch möglicherweise überschrieben. Sichern Sie diese daher, bevor Sie mit der Systemwiederherstellung beginnen.

3.

Legen Sie die neueste Sicherungskopie der CA ein, und stellen Sie die Systemstatus-Sicherungsdatei in einem geeigneten Festplattenbereich wieder her (vorzugsweise auf einem zweiten Laufwerk, falls vorhanden).

4.

Starten Sie das Windows-Sicherungsprogramm. Klicken Sie auf der Registerkarte Wiederherstellen mit der rechten Maustaste auf das Objekt Datei im linken Fenster, und klicken Sie anschließend auf Dateikatalog.

5.

Stellen Sie sicher, dass als Ziel für die Wiederherstellung der Dateien Ursprung ausgewählt ist, und klicken Sie anschließend zum Wiederherstellen des Systemstatus auf Wiederherstellung starten. Nachdem dieser Vorgang abgeschlossen ist, starten Sie den Server neu, und beenden Sie die Zertifikatsdienste, sobald das System neu gestartet wurde.

6.

Falls die CA-Protokolle in Schritt 2 gesichert wurden, kopieren Sie sie zurück in den Protokollordner der Zertifikatsdienste (%systemroot%\System32\CertLog). Die Protokolle können jetzt erneut gegen die wiederhergestellte Datenbank ausgeführt werden, um alle Transaktionen einzufügen, die nach der letzten Sicherung stattgefunden haben.

Hinweis: Falls Sie in Schritt 2 in der Lage waren, die CA-Datenbank und -Protokolle intakt zu erhalten, können Sie diese auf dem Server wiederherstellen, anstatt die Vorgehensweise in diesem Schritt (Schritt 6) zu befolgen. Bevor Sie die CA-Datenbank und -Protokolle zurück auf den Server kopieren, müssen die Zertifikatsdienste beendet werden.

7.

Starten Sie die Zertifikatsdienste.

Wiederherstellen des Zertifizierungsstellen-Zertifikats und des Schlüsselpaars auf einem temporären Computer

Wenn eine fehlerhafte CA nicht wiederhergestellt werden kann, bevor sie eine neue CRL ausstellen (oder ein kritisches Zertifikat erneuern) soll, müssen Sie das CA-Zertifikat und die Schlüssel auf einem temporären Computer installieren, so dass Sie damit vorhandene CRLs oder vorhandene Zertifikate neu signieren und ihre Gültigkeitsdauer verlängern können.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen: Local Administrators auf dem temporären Computer

Häufigkeit: Bei Bedarf

Erforderliche Technologien:

Certutil.exe

Cipher.exe

Aufgabendetails

Diese Aufgabe beschreibt die Wiederherstellung des CA-Zertifikats und des privaten Schlüssels auf einem temporären Computer. Wenn die CA erneuert wurde, verfügen Sie über Sicherungen mehrerer Zertifikate und Schlüsselpaare. Für dieses Verfahren sollten Sie die zuletzt gesicherte Version von Schlüssel und Zertifikatdatei wiederherstellen.

Wichtig: Obwohl der CA-Schlüssel auf diesem Computer installiert ist, sollten Sie diesbezüglich dieselben Sicherheitsmaßnahmen ergreifen wie bei der CA. Wenn Sie den Schlüssel einer Offline-CA wiederherstellen, sollte der Computer ebenfalls offline sein. Wenn möglich, sollten Sie die Festplatten auf dem Computer nach der Arbeit mit dem Schlüssel formatieren.

Vorsicht: Falls Sie ein HSM verwenden, funktioniert dieses Verfahren nicht wie beschrieben. Folgen Sie den Anweisungen des HSM-Herstellers zum Sichern, Wiederherstellen und sonstigen Absichern der (Zugriffs-)Schlüssel.

So stellen Sie CA-Schlüssel und Zertifikate auf einem temporären Computer wieder her

1.

Stellen Sie sicher, dass die Netzwerkverbindung des Computers getrennt wurde. Melden Sie sich als lokaler Administrator an, und erstellen Sie das Benutzerkonto "CAKeySigner".

2.

Melden Sie sich über dieses neue Konto an.

3.

Legen Sie einen Datenträger mit der Sicherung der zu überprüfenden CA-Schlüssel ein.

4.

Navigieren Sie in Windows Explorer zu den P12-Schlüsseldateien, markieren Sie die neueste Datei, und doppelklicken Sie darauf, um den Zertifikatimport-Assistenten aufzurufen.

5.

Geben Sie das Kennwort ein, wenn Sie dazu aufgefordert werden. Aktivieren Sie nicht die Kontrollkästchen, um den Schlüsseln starken Schutz zuzuweisen oder um sie exportierbar zu machen.

6.

Wählen Sie PrivaterSpeicher als Speicherort für die wiederherzustellenden CA-Schlüssel aus.

7.

Öffnen Sie das MMC-Snap-In für Zertifizierungsstellen, und navigieren Sie zum privaten Speicher. Suchen Sie im CA-Zertifikat nach der wiederhergestellten CA, und öffnen Sie dann das Zertifikat, um zu überprüfen, ob Sie über einen entsprechenden privaten Schlüssel verfügen.

Sie können nun alle erforderlichen Neusignierungen ausführen, die mit den wiederhergestellten CA-Schlüsseln zusammenhängen. Weitere Informationen finden Sie im Verfahren unter "Neusignieren einer Zertifikatssperrliste oder eines Zertifikats zur Verlängerung der Gültigkeitsdauer". Entfernen Sie die Schlüssel im Anschluss an diesen Vorgang aus dem Computer.

So entfernen Sie die Schlüssel aus dem System

1.

Melden Sie sich als lokaler Administrator an, und löschen Sie das Benutzerprofil des Kontos "CAKeySigner" (in Erweiterte Eigenschaften unter Arbeitsplatz).

2.

Löschen Sie das Konto CAKeySigner.

3.

Löschen Sie den nicht zugeordneten Speicherplatz auf dem Datenträger, indem Sie folgenden Befehl eingeben:

Cipher /W:%AllUsersProfile%

Hinweis: Die Pfadangabe %AllUsersProfile% sorgt dafür, dass Cipher.exe auf dem Laufwerk ausgeführt wird, das die Benutzerprofile enthält. Es löscht den gesamten Datenträger und nicht nur den angezeigten Pfad.

Neusignieren einer Zertifikatssperrliste oder eines Zertifikats zur Verlängerung der Gültigkeitsdauer

Sollte die CA aufgrund eines Serverausfalls nicht verfügbar sein, können Sie die Gültigkeitsdauer der CRLs oder Zertifikate verlängern, indem Sie die entsprechenden Dateien neu signieren. Dies ist eventuell die einzige Möglichkeit, den Dienst aufrechtzuerhalten.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen: Temporäres Konto, das während der Wiederherstellung des CA-Schlüssels erstellt wurde

Häufigkeit: Bei Bedarf

Erforderliche Technologien: Certutil.exe

Aufgabendetails

Sie können die Gültigkeitsdauer eines Zertifikats oder einer CRL verlängern, indem Sie sie neu signieren. Standardmäßig wird die vorhandene Gültigkeitsdauer verwendet und ab dem Zeitpunkt der Signierung neu gestartet. Wenn die ursprüngliche Gültigkeitsdauer der CRL beispielsweise 1 Monat betrug, beträgt die neue Gültigkeitsdauer 1 Monat ab dem Zeitpunkt der erneuten Signierung. Gegebenenfalls kann eine andere Gültigkeitsdauer über die Befehlszeile von "Certutil" angegeben werden.

So signieren Sie eine CRL oder ein Zertifikat neu

1.

Besorgen Sie sich eine Kopie der CRL oder des Zertifikats, die/das neu signiert werden soll.

2.

Melden Sie sich an dem Computer an, auf dem der CA-Schlüssel und das Zertifikat wiederhergestellt wurden, die ursprünglich zum Signieren der CRL bzw. des Zertifikats verwendet wurden. (Siehe vorheriges Verfahren "Wiederherstellen des Zertifizierungsstellen-Zertifikats und des Schlüsselpaars auf einem temporären Computer".) Melden Sie sich mit dem in diesem Verfahren erstellten Konto an.

3.

Führen Sie den folgenden Befehl aus, wobei Sie AlteDatei.ext durch den Namen der CRL- oder Zertifikatdatei und NeueDatei.ext durch den gewünschten Ausgabenamen ersetzen:

Certutil -sign AlteDatei.ext NeueDatei.ext

4.

Wählen Sie das CA-Zertifikat aus, das Sie verwenden möchten.

5.

Wenn Sie eine CRL neu signieren, muss diese jetzt nach Bedarf an die CDPs veröffentlicht werden (siehe Verfahren zum Veröffentlichen von CRLs im Abschnitt "Aufgaben Betrieb").

Sperren eines Endeinheitszertifikats

Die Sperrung eines Zertifikats kann unter anderem aus folgenden Gründen erforderlich sein:

Die dem Zertifikat zugeordneten Berechtigungen oder Funktionalitäten wurden dem Zertifikatinhaber entzogen.

Der Zertifikatschlüssel wurde kompromittiert.

Die ausstellende CA wurde kompromittiert.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen: Certificate Managers

Häufigkeit: Bei Bedarf

Erforderliche Technologien: MMC-Snap-In für Zertifizierungsstellen

Aufgabendetails

Dieses Verfahren beschreibt die erforderlichen Schritte für das Sperren eines Endeinheitszertifikats (ein Zertifikat, das nicht für eine CA ausgestellt wurde). Folgen Sie den an anderer Stelle beschriebenen Schritten zum Sperren eines CA-Zertifikats.

So sperren Sie ein Zertifikat

1.

Melden Sie sich als Mitglied der Gruppe Certificate Managers an, und suchen Sie die zu sperrenden Zertifikate in der CA-Datenbank (in der Zertifizierungsstellen-MMC). Verwenden Sie dazu die Option Filter (im Menü Ansicht des Ordners Ausgestellte Zertifikate der CA).

2.

Markieren Sie die Zertifikate, und klicken Sie anschließend im Menü Tasks auf Sperren.

3.

Wählen Sie den geeigneten Grund aus. Wenn die Ursache für die Sperrung nicht zu einem der vordefinierten Gründe passt, wählen Sie keine Angabe aus.

Wichtig: Nur der Grund Zertifikat blockiert ermöglicht die spätere Aufhebung der Sperre. Alle anderen Gründe führen zu einer dauerhaften Deaktivierung des Zertifikats. Sie sollten die Option Blockiertes Zertifikat jedoch nicht verwenden, nur weil die Möglichkeit besteht, dass Sie das Zertifikat später eventuell erneut aktivieren möchten. Verwenden Sie die Option ausschließlich zur geplanten, zeitlich begrenzten Sperrung.

Sperren eines verwaisten Zertifikats

Wenn Sie nach einem Serverausfall eine CA aus einer Sicherung wiederhergestellt haben, sind Zertifikate, die seit der letzten Sicherung bis zum Zeitpunkt des Ausfalls ausgestellt wurden, möglicherweise nicht in der Datenbank vorhanden. Diese Zertifikate werden als "verwaiste" Zertifikate bezeichnet. Diese Situation tritt ein, wenn die CA-Protokolle zerstört wurden und nicht gegen die bei der Wiederherstellung generierte CA-Datenbank ausgeführt werden können. In diesem Fall können Sie diese "verwaisten" Zertifikate nicht auf die normale Art und Weise sperren.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen: Certificate Managers

Häufigkeit: Bei Bedarf

Erforderliche Technologien: Certutil.exe

Aufgabendetails

Für die erfolgreiche Sperrung eines verwaisten Zertifikats benötigen Sie eine Kopie des Zertifikats oder dessen Seriennummer.

So sperren Sie ein verwaistes Zertifikat

1.

Melden Sie sich bei der CA, die das zu sperrende Zertifikat ausgestellt hat, als Certificate Manager an.

2.

Sollte keine Kopie des Zertifikats erhältlich sein, führen Sie folgenden Befehl aus, um ein Dummy-Zertifikat zu erstellen, und speichern Sie es als ZuSperrendesZert.cer. Ersetzen Sie Seriennummer durch die Seriennummer des Zertifikats.

Certutil -sign Seriennummer ZuSperrendesZert.cer

3.

Wählen Sie das aktuelle CA-Zertifikat aus, um das Dummy-Zertifikat zu signieren.

4.

Nachdem Sie das Dummy-Zertifikat erstellt haben (bzw. sich eine Kopie des zu sperrenden echten Zertifikats besorgt haben), müssen Sie das Zertifikat in die CA-Datenbank importieren. Führen Sie folgenden Befehl aus, um das Zertifikat in die Zertifikatsdatenbank zu importieren. ZuSperrendesZert ist entweder eine Kopie des tatsächlich zu sperrenden Zertifikats oder ein mithilfe der zuvor beschriebenen Schritte erstelltes Dummy-Zertifikat.

Certutil -importcert ZuSperrendesZert.cer

5.

Führen Sie nun das Standardverfahren zum Sperren eines Zertifikats aus (wie im vorherigen Verfahren "Sperren eines Endeinheitszertifikats" beschrieben).

Wichtig: Es besteht ein Problem mit der Certutil-Version vor SP1 von Windows Server 2003, das zum Fehlschlag der Dummy-Zertifikaterstellung auf Computern unter Windows Server 2003 führt. Wenn Sie eine ältere Certutil-Version als die von SP1 verwenden und keine Kopie des Originalzertifikats verfügbar ist, können Sie auch folgendermaßen vorgehen: Verwenden Sie ein vorhandenes Zertifikat und ersetzen Sie seine Seriennummer in einem Texteditor durch die Seriennummer des zu sperrenden Zertifikats. Das so modifizierte Zertifikat kann mit folgendem Befehl neu signiert werden:

Certutil -sign GeändertesZert.cer ZuSperrendesZert.cer
Das neu erstellte Zertifikat kann mit dem oben beschriebenen Schritt 4 in die Datenbank importiert werden.

Sperren und Ersetzen eines Zertifikats einer ausstellenden Zertifizierungsstelle

Wenn der private Schlüssel einer CA in irgend einer Weise kompromittiert wurde (oder nur der Verdacht besteht), müssen Sie das CA-Zertifikat sperren und mit einem neuen Schlüsselpaar ein neues CA-Zertifikat ausstellen.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen: Certificate Managers

Häufigkeit: Bei Bedarf

Erforderliche Technologien: MMC-Snap-In für Zertifizierungsstellen

Aufgabendetails

Da der Veröffentlichungszeitraum einer Zertifikatssperrliste (Certificate Revocation List, CRL) der Stamm-CA sehr lang ist, kann es zu einer inakzeptablen Verzögerung in der Benachrichtigung der Anwender kommen, wenn das CA-Zertifikat einfach nur gesperrt und dann eine neue CRL veröffentlicht wird. Um sicherzustellen, dass alle Zertifikate, die zuvor von der nicht mehr sicheren CA ausgestellt wurden, so schnell wie möglich abgelehnt werden, werden alle von dieser CA ausgegebenen Zertifikate ebenfalls einzeln gesperrt.

Wichtig: Alle Zertifikatbenutzer müssen sich für neue Zertifikate erneut registrieren.

So sperren Sie ein Zertifikat der ausstellenden CA

1.

Melden Sie sich an der ausstellenden CA als Certificate Manager an, und öffnen Sie das MMC-Snap-In für die Zertifizierungsstelle.

2.

Wählen Sie alle Zertifikate im Ordner "Ausgestellte Zertifikate" aus, und klicken Sie im Menü Alle Tasks auf Zertifikat sperren. Wählen Sie Stellenkompromiss als Grund aus.

3.

Erhöhen Sie das Veröffentlichungsintervall der Sperrliste, um es der Gültigkeitsdauer des CA-Zertifikats anzugleichen. Durch Erhöhung dieses Intervalls stellen Sie sicher, dass es eine höhere Gültigkeitsdauer hat als alle anderen Zertifikate dieser CA.

4.

Deaktivieren Sie das Kontrollkästchen Deltasperrlisten veröffentlichen (falls es aktiviert sein sollte).

5.

Klicken Sie im Menü Alle Tasks des Ordners "Gesperrte Zertifikate" zunächst auf Veröffentlichen und dann auf Neue Sperrliste.

6.

Melden Sie sich an der Stamm-CA als Certificate Manager an, und öffnen Sie das MMC-Snap-In für die Zertifizierungsstelle.

7.

Suchen Sie im Ordner "Ausgestellte Zertifikate" nach dem zu sperrenden CA-Zertifikat, und klicken Sie im Menü Alle Tasks auf Zertifikat sperren. Wählen Sie Schlüsselkompromiss als Grund aus.

8.

Folgen Sie den Anweisungen unter "Veröffentlichen einer Offlinezertifikatssperrliste und eines Offlinezertifizierungsstellen-Zertifikats" im Abschnitt "Aufgaben Betrieb" (den Teil des Verfahrens zur Veröffentlichung von CA-Zertifikaten können Sie ignorieren).

9.

Kehren Sie zur ausstellenden CA zurück, und folgen Sie den Anweisungen unter "Erneuern des Zertifikats der ausstellenden Zertifizierungsstelle" im Abschnitt "Aufgaben Betrieb".

Zertifikatbenutzer können sich nun bei der neuen CA erneut registrieren. Autoregistrierte Zertifikate werden automatisch registriert.

Sperren und Ersetzen eines Zertifikats der Stammzertifizierungsstelle

Sollte der private Schlüssel einer Stamm-CA kompromittiert sein (ein Verdacht ist ausreichend), müssen Sie das alte Zertifikat entfernen und alle Zertifikate sperren, die von dieser CA und allen untergeordneten CAs ausgestellt wurden. Sie müssen das Zertifikat der Stamm-CA und die Zertifikate der untergeordneten CAs durch einen neuen Schlüssel ersetzen und diese in Active Directory veröffentlichen. Normalerweise ist es nicht möglich, das Zertifikat einer Stamm-CA zu sperren. In den meisten Fällen enthält das CA-Zertifikat keinen CDP, von dem aus der Sperrstatus überprüft werden kann. Auf jeden Fall ist es nicht ganz legal, dass eine CA ihre eigene Sperrung attestiert. (Sie müsste das gefährdete Zertifikat verwenden, um die CRL zu signieren, die ihr eigenes, gesperrtes Zertifikat enthält!)

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen:

Certificate Managers

Local Administrators der CAs (für die Erneuerung der CA-Unteraufgaben)

Häufigkeit: Bei Bedarf

Erforderliche Technologien: MMC-Snap-In für Zertifizierungsstellen

Aufgabendetails

Hinweis: Alle Zertifikatbenutzer müssen sich im Anschluss an dieses Verfahren neu registrieren, um neue Zertifikate zu erhalten.

So sperren Sie ein Zertifikat der Stammzertifizierungsstelle

1.

Melden Sie sich an der ausstellenden CA als Certificate Manager an, und öffnen Sie das MMC-Snap-In für die Zertifizierungsstelle.

2.

Wählen Sie alle Zertifikate im Ordner "Ausgestellte Zertifikate" aus, und klicken Sie im Menü Alle Tasks auf Zertifikat sperren. Wählen Sie Stellenkompromiss als Grund aus.

3.

Erhöhen Sie das Veröffentlichungsintervall der Sperrliste, um es der Gültigkeitsdauer des CA-Zertifikats anzugleichen. Durch Erhöhung dieses Intervalls stellen Sie sicher, dass es eine höhere Gültigkeitsdauer hat als alle anderen Zertifikate dieser CA.

4.

Deaktivieren Sie das Kontrollkästchen Deltasperrlisten veröffentlichen (falls es aktiviert sein sollte).

5.

Klicken Sie im Menü Alle Tasks des Ordners "Gesperrte Zertifikate" zunächst auf Veröffentlichen und dann auf Neue Sperrliste. Wiederholen Sie die Schritte 1 bis 5 für alle untergeordneten CAs.

6.

Melden Sie sich an der Stamm-CA als Certificate Manager an, und öffnen Sie das MMC-Snap-In für die Zertifizierungsstelle.

7.

Wählen Sie alle Zertifikate im Ordner "Ausgestellte Zertifikate" aus, und klicken Sie im Menü Alle Tasks auf Zertifikat sperren. Wählen Sie Stellenkompromiss als Grund aus.

8.

Erhöhen Sie das Veröffentlichungsintervall der Sperrliste, um es der Gültigkeitsdauer des CA-Zertifikats anzugleichen. Durch Erhöhung dieses Intervalls stellen Sie sicher, dass es eine höhere Gültigkeitsdauer hat als alle anderen Zertifikate dieser CA.

9.

Deaktivieren Sie das Kontrollkästchen Deltasperrlisten veröffentlichen (falls es aktiviert sein sollte).

10.

Folgen Sie dem Verfahren "Erneuern des Zertifikats der Stammzertifizierungsstelle".

11.

Kehren Sie zur ausstellenden CA zurück, und folgen Sie den Anweisungen unter "Erneuern des Zertifikats der ausstellenden Zertifikatsstelle".

Zertifikatbenutzer können sich nun an der ausstellenden CA neu registrieren. Autoregistrierte Zertifikate werden automatisch registriert.

Wichtig: Das Erneuern des Zertifikats der Stamm-CAs ist ein sehr bedeutsames Ereignis, besonders wenn es die Sperrung untergeordneter CAs und ausgestellter Zertifikate beinhaltet. Sie müssen alle betroffenen Besitzer von Anwendungen hiervon in Kenntnis setzen, falls diese das Zertifikat zu ihrer Anwendung hinzufügen müssen.

Aufgaben Optimierung

Der Aufgabenbereich, der in diesem Quadranten abgedeckt wird, beinhaltet die SMFs zur Kostenverwaltung bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung oder Verbesserung der Servicelevels. Zu den Aufgaben gehören das Analysieren von Ausfallzeiten/Vorfällen, Prüfung von Kostenstrukturen, Mitarbeiterbewertungen, Verfügbarkeiten und Leistung sowie Kapazitätsvorhersagen.

Dieser Abschnitt enthält Informationen zu folgenden SMFs:

Kapazitätsverwaltung

Für die übrigen SMFs gibt es keine Aufgaben:

Servicelevelverwaltung

Finanzverwaltung

Verfügbarkeitsverwaltung

Verwaltung der IT-Service-Kontinuität

Mitarbeiterverwaltung

Hinweis: Für jede Aufgabenbeschreibung wird eine Zusammenfassung der folgenden Informationen angegeben: Sicherheitsanforderungen, Häufigkeit und erforderliche Technologien.

Kapazitätsverwaltung

Die Kapazitätsverwaltung beinhaltet die notwendigen Prozesse für die Planung, Dimensionierung und Überwachung der Dienstlösungskapazitäten, so dass diese mit den im SLA vereinbarten Parametern konform sind. Dafür benötigen Sie Informationen zu Nutzungsszenarien, Mustern und Spitzenauslastung der Dienstlösung sowie die festgelegten Leistungsanforderungen.

Bestimmen der Höchstlast der ausstellenden Zertifizierungsstelle

In diesem Abschnitt finden Sie Angaben zur wahrscheinlichen maximalen Auslastung der ausstellenden CA.

Obwohl CAs in der Regel nicht sehr stark ausgelastet sind, gibt es Zeiten, in denen die Spitzenauslastung drastisch ansteigt. Normalerweise handelt es sich hierbei um die Hauptzeiten für Anmeldung und Systemstart, während das Rollout eines neuen Zertifikatstyps stattfindet. Gleichermaßen, wenn auch seltener, kann eine Massensperrung von Zertifikaten oder eine Sperrung des CA-Zertifikats zu einer ungewöhnlich hohen Auslastung führen, wenn Benutzer und Computer sich neu registrieren müssen.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen: Keine

Häufigkeit: Setupaufgabe

Erforderliche Technologien: Keine

Aufgabendetails

In internen Tests hat Microsoft festgestellt, das bei einer typischen Unternehmens-CA der Leistungsengpass unter hoher Auslastung auf die Interaktion mit Active Directory zurückzuführen ist. Das Signieren und Ausstellen von Zertifikaten erzeugt eine relativ geringe Auslastung verglichen mit dem Aufwand, der durch Verzeichnisdienstanfragen bezüglich Informationen zu Zertifikatantragstellern und der anschließenden Wiederveröffentlichung eines Zertifikats in Active Directory entsteht.
Betrachten Sie beispielsweise die Zahlen, die in einem Höchstauslastungsszenario entstehen, wenn ein neuer Zertifikatstyp aktiviert wurde und alle Benutzer und Computer für diesen Typ registriert werden müssen:

Anzahl der Benutzer: 3.000

Anzahl der Computer: 3.000

Die ungefähre Ausstellungshöchstgeschwindigkeit einer Unternehmens-CA liegt bei 30 Zertifikaten pro Sekunde (bzw. 1800 Zertifikaten pro Minute).

Aus diesen Werten ergibt sich eine Mindestdauer für die Registrierung von 3,3 Minuten. Bei einer gleichzeitigen Registrierung von 15.000 Benutzern und derselben Anzahl von Computern erhöht sich die Registrierungsdauer auf 16,6 Minuten.

Sie müssen die voraussichtliche maximale Hauptauslastung durch Registrierung für Ihr Unternehmen bestimmen und dann die insgesamt für die Registrierung erforderliche Zeit berechnen. Wenn dieser Zeitraum zu lang und nicht akzeptabel ist und sie die Registrierung nicht irgendwie staffeln können, sollten Sie den Einsatz mehrerer ausstellender Zertifizierungsstellen erwägen. Diese ausstellenden CAs sollten für unterschiedliche Active Directory-Standorte bereitgestellt werden, so dass sie nicht dieselben Domänencontroller verwenden.

Bestimmen der Speicher- und Sicherungsvoraussetzungen einer ausstellenden Zertifizierungsstelle

In diesem Abschnitt finden Sie Angaben zur Planung der Speicheranforderung von CAs. Diese Details sollen im Rahmen der Kapazitätsplanung bei der Berechnung des künftig erforderlichen Speicherplatzes für Online- und Offline-Sicherungen behilflich sein.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen: Keine

Häufigkeit: Bei Bedarf

Erforderliche Technologien: Keine

Aufgabendetails

Die folgenden Abschnitte enthalten Annahmen und Ergebnisse der Dimensionierungsberechnungen für die Größe der CA-Datenbank, des CA-Datenbankprotokolls und der CRL sowie für das Sicherungszeitfenster (den Zeitraum zum Sichern der CA-Datenbank).

Folgende Annahmen liegen den Berechnungen zu Grunde:

3.000 Benutzer, 3.000 Computer und 100 bis 300 Server.

Jede der zuvor genannten Entitäten erhält fünf Zertifikate pro Jahr, ein jedes mit einer Gültigkeitsdauer von einem Jahr.

Die Zertifikate werden fünf Jahre lang in der Datenbank gespeichert.

Die Datenbank wird täglich gesichert (mit Verkürzung der Protokolldateien).

Größe der Zertifikatsdatenbank

Jeder Zertifikatseintrag beansprucht etwa 20 KB in der Datenbank (für Zertifikatstypen, die den privaten Schlüssel mit dem Zertifikat archivieren, sollten Sie von zusätzlichen 10 KB Speicherplatz pro Zertifikat ausgehen). Aus einer schnellen Berechnung lässt sich Folgendes erkennen:

Zu jeder Zeit befinden sich 150.000 Zertifikate in der Datenbank.

Die Gesamtgröße der Zertifikatsdatenbank beträgt 3 GB.

Bei einem Unternehmen mit 15.000 Benutzern beträgt die Größe der Zertifikatsdatenbank 15 GB.

Durchschnittliche Größe des Protokolls der Zertifikatsdatenbank

Im Schnitt gibt es 750 Zertifikate pro Tag.

Die durchschnittliche Größe der Protokolldatei beträgt 5 MB.

Bei einem Unternehmen mit 15.000 Benutzern werden täglich 3.750 Zertifikate ausgestellt, die zu einer maximale Protokollgröße von 25 MB führen.

Größe der CRL

Ein CRL-Eintrag beträgt ungefähr 30 Byte. In der Regel werden etwa zehn Prozent der ausgestellten Zertifikate gesperrt. Gesperrte Zertifikate, die außerhalb der Gültigkeitsdauer liegen, befinden sich nicht in der CRL.

Zu jedem Zeitpunkt liegen 30.000 Zertifikate innerhalb der Gültigkeitsdauer.

3.000 Zertifikate befinden sich in der CRL.

Die Größe der CRL beträgt 90 KB.

Bei einem Unternehmen mit 15.000 Benutzer befinden sich 15.000 Zertifikate in der CRL, was zu einer CRL-Größe von 440 KB führt.

Zeitfenster für die Sicherung der Zertifikatsdatenbank

Angenommen, eine Netzwerksicherung wird unter idealen Bedingungen mit einem dedizierten Switch zum Sicherungsserver mit einer Bandbreite von 100 Mbit/s (Megabit pro Sekunde) durchgeführt. In diesem Fall kann eine Datenbank mit 3 GB mit weiteren 500 MB Informationen zum Systemstatus innerhalb von etwa 15 bis 20 Minuten gesichert werden. Die Sicherung bei einem Unternehmen mit 15.000 Benutzern mit einer Zertifikatsdatenbank von 15 GB kann in weniger als zwei Stunden durchgeführt werden.

Aufgaben Änderung

In diesen Quadranten fallen Prozesse und Verfahren zur Aufnahme, Überprüfung, Genehmigung und Integration von Änderungen in einer verwalteten IT-Umgebung. Änderungen können Hard- und Software sowie bestimmte Prozesse und Vorgänge betreffen.

Ziel des Änderungsprozesses ist die Einführung neuer Technologien, Systeme, Anwendungen, Hardware, Tools und Prozesse sowie Veränderungen an Rollen und Verantwortlichkeiten ohne großen Verzug und mit möglichst geringen Auswirkungen auf den Betrieb.

Dieser Abschnitt enthält Informationen zu folgenden SMFs:

Änderungsverwaltung

Konfigurationsverwaltung

Veröffentlichungsverwaltung

Hinweis: Für jede Aufgabenbeschreibung wird eine Zusammenfassung der folgenden Informationen angegeben: Sicherheitsanforderungen, Häufigkeit und erforderliche Technologien.

Änderungsverwaltung

Die SMF "Änderungsverwaltung" ist für die Verwaltung von Änderungen in einer IT-Umgebung verantwortlich. Eines der Hauptziele der Änderungsverwaltung besteht darin, dafür Sorge zu tragen, dass alle Beteiligten die Auswirkungen einer anstehenden Änderung kennen und verstehen. Da die meisten Systeme eng miteinander verzahnt sind, wirken sich Änderungen in einem Teil des Systems häufig sehr stark auf andere Bereiche aus. Um nachteilige Auswirkungen abzufangen oder zu eliminieren, versucht die Änderungsverwaltung, sämtliche betroffenen Systeme und Prozesse vor der Änderung zu identifizieren. Meist wird dabei auf die Produktionsumgebung abgezielt; es sollten jedoch auch die wichtigsten Integrations-, Test- und Staging-Umgebungen berücksichtigt werden.

Alle Veränderungen an der PKI sollten dem folgenden MOF-Standardprozess für die Änderungsverwaltung folgen:

1.

Änderungsanforderung. Die formal korrekte Anfrage nach einer Änderung durch Einreichen einer Änderungsanforderung (Request for Change, RFC).

2.

Änderungsklassifizierung. Zuweisen einer Priorität und einer Kategorie, wobei zu berücksichtigende Kriterien die Auswirkungen auf Benutzer und Infrastruktur sowie die Dringlichkeit der Änderung einschließen. Hierdurch werden Richtung und Zeitrahmen für die Änderung bestimmt.

3.

Änderungsautorisierung. Die Beurteilung und anschließende Genehmigung oder Ablehnung der Änderung durch den Änderungs-Manager oder das Change Approvals Board (CAB), das sich aus Stellvertretern aus dem IT- und dem Geschäftsbereich zusammensetzt.

4.

Änderungsentwicklung. Planung und Entwicklung der notwendigen Prozesse und Verfahren. Dieser Schritt hängt sehr stark vom Umfang der Änderung ab und beinhaltet die wiederholte Begutachtung der gesteckten Zwischenziele.

5.

Änderungsveröffentlichung. Die Veröffentlichung und Bereitstellung der Änderung in die Produktionsumgebung.

6.

Änderungsprüfung. Prozess nach der Implementierung, in dessen Verlauf bewertet wird, ob die gesteckten Ziele erreicht wurden und ob die Änderung erhalten bleiben kann oder zurückgenommen werden muss.

Dieser Abschnitt enthält die Verfahren zur Änderungsentwicklung für einige der wichtigsten Änderungen, die vermutlich regelmäßig in Ihrer Umgebung erforderlich sind. Jeder Änderungsentwicklung ist dabei ein korrespondierendes Verfahren zur Veröffentlichung zugeordnet, das beschreibt, wie Sie die Änderung in Ihre Produktionsumgebung überführen.

Verwalten von Betriebssystemupdates

Die Verwaltung von Sicherheitsupdates für die Zertifikatsdienste ist Bestandteil der allgemeinem Patchverwaltung von Windows. Dieses Thema wird in zwei Lösungshandbüchern von Microsoft behandelt, in denen die Bereitstellung von Windows-Systemupdates mithilfe von Microsoft Systems Management Server (SMS) bzw. Microsoft Software Update Services (SUS) beschrieben wird. Im Abschnitt "Weitere Informationen" am Ende dieses Kapitels erhalten Sie Informationen dazu, wie Sie diese Dokumentationen beziehen können.

Die Patchverwaltung umfasst Veröffentlichungs- und Konfigurationsverwaltungskomponenten sowie eine Komponente zur Änderungsverwaltung. Alle drei SMFs werden in den Dokumentationen behandelt, auf die im vorangegangenen Absatz verwiesen wurde.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen: Local Administrators der CA

Häufigkeit: Setupaufgabe

Erforderliche Technologien: Infrastruktur zur Verteilung von Sicherheitsupdates (z. B. SMS oder SUS)

Hinzufügen einer Zertifikatsvorlage

Eine neue Zertifikatsvorlage wird hinzugefügt, um die Ausstellung eines neuen Zertifikatstyps zu ermöglichen, der erforderlich sein könnte, weil eine neue Anwendung bereitgestellt wird oder eine vorhandene Anwendung neue Funktionalität benötigt. Diese Aufgabe kann auch im Rahmen der Aktualisierung eines vorhandenen Zertifikatstyps anfallen.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen: Enterprise PKI Admins

Häufigkeit: Bei Bedarf

Erforderliche Technologien: MMC-Snap-In für Zertifikatsvorlagen

Bevor Sie einen neuen Zertifikatstypen anfordern, sollten Sie diesen in einer repräsentativen Testumgebung getestet haben.

Die Anforderung sollte folgende Punkte enthalten:

Gründe für die neue Vorlage

Bewertung der Auswirkungen auf Benutzer und Infrastruktur

Bewertung der Auswirkungen, sollte die Änderung nicht erfolgen

Testergebnisse

Die Dokumentation sollte die erforderlichen Aktualisierungen der Zertifikatsrichtlinien und Zertifikatverwendungserklärung (Certificate Practices Statement, CPS) einschließen. Danach muss eine Bewertung der Priorität und Auswirkungen erfolgen. Nach erfolgter Genehmigung kann die Änderung implementiert (jedoch noch nicht veröffentlicht) werden.

Aufgabendetails

Das folgende Verfahren sollte lediglich in einer Testumgebung ausgeführt werden. Der Prozess für die Bereitstellung dieser Änderung in der Produktionsumgebung wird unter "Veröffentlichen einer neuen Zertifikatsvorlage" beschrieben.

So implementieren Sie eine neue Zertifikatsvorlage

1.

Melden Sie sich als Mitglied der Gruppe Enterprise PKI Admins an, und öffnen Sie das MMC-Snap-In für Zertifikatsvorlagen.

2.

Neue Vorlagen werden durch Duplizieren einer vorhandenen Vorlage erstellt. Wählen Sie eine geeignete Vorlage aus, die als Grundlage für die neue Vorlage dienen soll; sie sollte der zu erstellenden Vorlage so ähnlich wie möglich sein.

Wichtig: Achten Sie darauf, dass der Basistyp der Quellvorlage Benutzer oder Computer dem Antragstellertyp der neuen Vorlage entspricht, da der Typ im Vorlagen-Editor nicht geändert werden kann.

3.

Bearbeiten Sie die Vorlage. Genauere Informationen zu diesem Schritt finden Sie in der Produktdokumentation im lokalen Hilfesystem oder online in den Dokumenten, auf die im Abschnitt "Weitere Informationen" verwiesen wird.

4.

Sollte die Vorlage eine bereits vorhandene ersetzen, müssen Sie die ersetzten Vorlagen der Liste Abgelöste Vorlagen in den Eigenschaften der neuen Vorlage hinzufügen. Sie sollten in diesem Fall absolut sicher sein, dass die ersetzte Vorlage sämtliche Funktionalität der abgelösten Vorlage bereitstellt oder darüber hinausgeht. Reduzieren Sie den Funktionsumfang nur dann, wenn Sie sicher sind, dass die entfernten Funktionen für keine Anwendungen erforderlich sind.

5.

Testen Sie die Änderungen, um sicherzustellen, dass sie erwartungsgemäß funktionieren und keine negativen Auswirkungen auf vorhandene Anwendungen haben.

6.

Erstellen Sie die entsprechenden Änderungen für die Zertifikatsrichtlinien und CPS.

7.

Folgen Sie den Anweisungen unter "Veröffentlichen einer neuen Zertifikatsvorlage" und "Veröffentlichen einer neuen Zertifikatverwendungserklärung" (wenn Sie eine CPS veröffentlichen).

Aktualisieren einer Zertifikatsvorlage

Diese Aufgabe beschreibt, wie Sie geringfügige Änderungen an einer Zertifikatsvorlage vornehmen. Für größere Änderungen sollten Sie eine Kopie der Vorlage bearbeiten, die die alte Vorlage ablöst (gemäß den Schritten in der vorangegangenen Aufgabe "Hinzufügen einer Zertifikatsvorlage").

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen: Enterprise PKI Admins

Häufigkeit: Bei Bedarf

Erforderliche Technologien: MMC-Snap-In für Zertifikatsvorlagen

Aufgabendetails

Sie sollten an einer Zertifikatsvorlage nur geringfügige Änderungen vornehmen, die keine wesentlichen Auswirkungen für die Zertifikatbenutzer nach sich ziehen. Die Auswirkungen von Zertifikatsänderungen sind schwieriger zu kontrollieren, und es ist wesentlich komplizierter, diese zurückzunehmen, als eine neue Vorlage zu erstellen.

Beispiele für geringfügige Änderungen:

Ändern der Gültigkeitsdauer

Hinzufügen (nicht Entfernen) eines zulässigen CSP-Typs

Implementieren Sie alle Änderungen, die die Funktionalität des Zertifikats beeinflussen (z. B. Ändern der Zertifikatsrichtlinien, Entfernen von CSP-Typen, Ändern der Ausstellungskriterien) durch Erstellen eines neuen Vorlagentyps, der die alte Vorlage ablöst.

Bewerten Sie den Änderungsantrag wie unter "Hinzufügen einer Zertifikatsvorlage" beschrieben.

Anschließend können Sie die vorgeschlagene Vorlagenänderung implementieren und testen, indem Sie eine Änderungsanforderung an die Produktion weitergeben. Weitere Informationen finden Sie unter "Veröffentlichen einer Vorlagenaktualisierung".

So aktualisieren Sie eine Zertifikatsvorlage

1.

Melden Sie sich als Gruppe der Enterprise PKI Admins an, und laden Sie das Zertifikatsvorlagen-Snap-In in eine MMC.

2.

Öffnen Sie die zu ändernde Vorlage, und nehmen Sie die erforderlichen Änderungen vor. Genauere Informationen hierzu finden Sie in der Produktdokumentation im lokalen Hilfesystem oder online in den Dokumenten, auf die im Abschnitt "Weitere Informationen" verwiesen wird.

3.

Überprüfen Sie die Aktualisierung, um sicherzustellen, dass die erforderlichen Funktionalität gegeben ist.

4.

Folgen Sie den Anweisungen unter "Veröffentlichen einer neuen Zertifikatsvorlage" und "Veröffentlichen einer neuen Zertifikatverwendungserklärung" (wenn erforderlich).

Entfernen einer Zertifikatsvorlage

Wenn Sie eine Vorlage nicht mehr benötigen, können Sie sie deaktivieren oder vollständig aus dem Verzeichnis löschen.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen: CA Admins

Häufigkeit: Bei Bedarf

Erforderliche Technologien:

MMC-Snap-In für Zertifikatsvorlagen

MMC-Snap-In für Zertifizierungsstellen

Aufgabendetails

Sie sollten eine Vorlage nur dann entfernen, wenn Sie absolut sicher sein können, dass keine Anwendungen auf Zertifikate dieses Typs angewiesen sind. Die Bewertung und Genehmigung dieses Prozesses sollte nach den unter "Hinzufügen einer Zertifikatsvorlage" beschriebenen Schritten erfolgen. Bevor Sie eine Vorlage aus dem Verzeichnis entfernen, sollten Sie sie unbedingt zunächst deaktivieren und prüfen, ob keine Anwendung dadurch in Mitleidenschaft gezogen wird.

Anschließend können Sie die Vorlagenänderung probeweise entfernen, bevor Sie die Änderung endgültig in der Produktionsumgebung veröffentlichen. Weitere Informationen finden Sie unter "Veröffentlichen der Entfernung einer Vorlage".

So entziehen Sie eine Zertifikatsvorlage der aktiven Nutzung

1.

Melden Sie sich als Organisations-PKI-Administrator an, und laden Sie das Zertifikatsvorlagen-Snap-In in eine MMC.

2.

Klicken Sie im Ordner "Zertifikatvorlagen" mit der rechten Maustaste auf die zu entfernende Vorlage, und klicken Sie auf Löschen.

3.

Wiederholen Sie die Schritte 1 und 2 für alle ausstellenden CAs, die diesen Zertifikatstyp momentan verwenden.

4.

Testen Sie alle Anwendungen, die diese Vorlage bisher verwendet haben, um sicherzustellen, dass sie nicht mehr von diesem Zertifikatstyp abhängig sind.

5.

Folgen Sie den Anweisungen unter "Veröffentlichen der Entfernung einer Zertifikatsvorlage" und "Veröffentlichen einer neuen Zertifikatverwendungserklärung" (falls erforderlich).

So entfernen Sie eine Zertifikatsvorlage vollständig aus dem Verzeichnis

1.

Melden Sie sich als Mitglied der Gruppe Enterprise PKI Admins an, und laden Sie das Zertifikatsvorlagen-Snap-In in eine MMC.

2.

Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die zu entfernende Vorlage, und wählen Sie Löschen.

Konfigurationsverwaltung

Die SMF "Konfigurationsverwaltung" beinhaltet die Identifizierung, Aufzeichnung, Überwachung und Berichterstattung für die wichtigsten IT-Komponenten oder -Ressourcen, die als Konfigurationsobjekte bezeichnet werden. Die gesammelten und überwachten Informationen hängen von den jeweiligen Konfigurationsobjekten ab, enthalten jedoch meist eine Beschreibung des Konfigurationsobjekts, die Version, Aufzählung seiner Komponenten, Beziehungen zu anderen Konfigurationsobjekten, Speicherort/Zuweisung sowie den aktuellen Status.

Die Konfigurationsverwaltung einer PKI kann in verschiedene Hauptbereiche unterteilt werden:

Konfiguration der Organisations-PKI. In Active Directory gespeicherte Informationen.

Konfiguration von Zertifikatsvorlagen. Konfigurationsdetails aller aktiven Vorlagen.

CA-Konfiguration. CA-spezifische Konfigurationsinformationen.

CA- und PKI-Verwaltungsgruppen. Details zu den PKI-Verwaltungsgruppen und -Benutzern sowie ihre jeweiligen Berechtigungen.

Clientkonfiguration. Über Gruppenrichtlinien (oder eine andere Methode) vorgenommene Konfiguration von Benutzer- und Gruppeneinstellungen.

In den folgenden Abschnitten werden diese Punkte genauer beschrieben, einschließlich der Methoden zur automatischen Erfassung dieser Informationen, sofern dies möglich ist.

Zusätzliches Material zur Konfigurationsverwaltung entnehmen Sie bitte dem Abschnitt "Weitere Informationen" am Ende dieses Kapitels.

Sammeln von Konfigurationsinformationen der Organisations-PKI

Unternehmensweite Konfigurationsinformationen werden in Active Directory gespeichert, darunter vertrauenswürdige Stamm-CA-Veröffentlichung, Konfiguration der Unternehmens-CA sowie Ankündigungsinformationen. Zertifikatsvorlagen gehören ebenfalls hierzu, werden jedoch getrennt in einem späteren Verfahren behandelt.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen: Domänenbenutzer

Häufigkeit: Bei Bedarf

Erforderliche Technologien:

Certutil.exe

DSQuery.exe

Aufgabendetails

Dokumentieren Sie die nachfolgenden Informationen aus Active Directory:

Vertrauenswürdige Stamm-CAs

NTAuth-Speicher

Registrierungsdienste (Unternehmens-CAs)

Kreuzzertifikate

Veröffentlichte CRLs

Mit den folgenden Befehlen können Sie diese Informationen erfassen.

Wichtig: In den angeführten Befehlen müssen Sie den DN (Distinguished Name, definierten Namen) der Stammdomäne DC=woodgrovebank,DC=com durch den DN der Stammdomäne Ihrer Gesamtstruktur ersetzen.

Hinweis: Einige der folgenden Befehle werden über mehreren Zeilen hinweg dargestellt, sie sollten jedoch auf einer Zeile eingegeben werden.

So zeigen Sie vertrauenswürdige Stammzertifizierungsstellen an

certutil -store -enterprise Root

So zeigen Sie NTAuth-Speicher an

certutil -store -enterprise NTAuth

So zeigen Sie die Zertifikate der aktuellen Unternehmens-CAs an

certutil -store -enterprise "ldap:///cn=Enrollment Services,CN=Public Key Services,CN=Services,CN=Configuration,
DC=woodgrovebank,DC=com?cACertificate?one?
objectClass=pkiEnrollmentService"

So zeigen Sie Zwischen- und Kreuzzertifikate an

certutil -store -enterprise CA

So zeigen Sie Zwischen-CA-Zertifikate einzeln an

certutil -store -enterprise "ldap:///cn=AIA,CN=Public Key Services,CN=Services,CN=Configuration, DC=woodgrovebank,DC=com?cACertificate?one?
objectClass=certificationAuthority"

So zeigen Sie Kreuzzertifikate einzeln an

certutil -store -enterprise "ldap:///cn=AIA,CN=Public Key Services,CN=Services,CN=Configuration, DC=woodgrovebank,DC=com?cRossCertificatePair?one?
objectClass=certificationAuthority"

So zeigen Sie aktuell veröffentlichte CRLs an

1.

Mit diesem Befehl werden die Servernamen aller CAs angezeigt, die CDPs im Active Directory CDP-Container veröffentlicht haben:

dsquery * "cn=CDP,cn=Public Key Services,cn=Services, cn=Configuration,DC=woodgrovebank,DC=com" -attr cn -scope onelevel

2.

Mit diesem Befehl werden die CDPs aller CAs angezeigt, die CRLs im CDP-Container von Active Directory veröffentlicht haben. Bei den CDPs handelt es sich um untergeordnete Objekte der in der vorangegangenen Liste dargestellten Serverobjekte. Die CA verwendet ihren allgemeinen Namen, um die einzelnen CDP-Objekte zu benennen. Beachten Sie, dass eine CA ein neues CDP-Objekt für jede CA-Version erstellt (die bei jeder Erneuerung der CA inkrementiert wird). Diese Namen werden als "CAallgemeinerName(X)" gespeichert, wobei X für die CA-Versionsnummer steht:

dsquery * "cn=CDP,cn=Public Key Services,cn=Services, cn=Configuration, DC=woodgrovebank,DC=com" -attr cn -filter (objectclass=crlDistributionPoint)

3.

3. Anhand der Anweisungen in den vorherigen Schritten können Sie die CRL für einen bestimmten CDP anzeigen (unter Verwendung der allgemeinen Namen aus Schritt 2 und den in Schritt 1 erhaltenen CA-Servernamen):

certutil -store -enterprise "ldap:///cn=Woodgrove Bank Root CA,cn=HQ-CA-01,cn=CDP,CN=Public Key Services,CN=Services,CN=Configuration, DC=woodgrovebank,DC=com?certificateRevocationList?base?objectClass=cRlDistributionPoint"

Wichtig: Ersetzen Sie "Woodgrove Bank Root CA" durch den allgemeinen Namen der CA, "HQ-CA-01" durch den Hostnamen der CA und "DC=woodgrovebank,DC=com" durch den DN der Stammdomäne Ihrer Gesamtstruktur.

Hinweis: Falls Sie diesen Befehl regelmäßig ausführen müssen, sollten Sie ein Befehlsskript (Batchskript) erstellen.

Sammeln von Konfigurationsinformationen für Zertifikatsvorlagen

Zertifikatsvorlagen werden in Active Directory gespeichert. Dokumentieren Sie die Konfigurationen der einzelnen Vorlagen sowie die zugehörigen Zertifikatregistrierungsberechtigungen.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen: Domänenbenutzer

Häufigkeit: Bei Bedarf

Erforderliche Technologien: Certutil.exe

Aufgabendetails

Erfassen Sie diese Konfigurationsinformationen mithilfe der folgenden Befehle:

So erstellen Sie eine Liste der in Active Directory konfigurierten Vorlagen

Certutil -template

So erstellen Sie ein Abbild der Konfiguration in diesen Vorlagen

Certutil -dsTemplate

So erstellen Sie ein Abbild der Berechtigungen einer Vorlage

Dsacls "cn=TemplateName,cn=Certificate Templates,cn=Public Key Services,cn=Services,cn=Configuration,DC=woodgrovebank,DC=com"

Es gibt kein Tool, mit dem die gesamten Vorlagenberechtigungen in leicht zu lesender Form exportiert werden können. Mit Dsacls.exe werden die Berechtigungen für eine Vorlage dargestellt. Allerdings zeigt die aktuelle Version dieses Tools zeigt nicht die Berechtigung "Autoregistrieren" der erweiterten Rechte an (obwohl "Registrieren" und andere erweiterten Rechte angezeigt werden). Das heißt, Sie müssen die Berechtigungen für "Autoregistrieren" manuell dokumentieren. Sie können auch mithilfe der Active Directory Services Interface (ADSI) ein Skript oder Tool erstellen, um alle Berechtigungen richtig zu erfassen und anzuzeigen.

Sammeln von Konfigurationsinformationen der Zertifizierungsstellen

In diesem Abschnitt wird beschrieben, wie Sie Konfigurationsinformationen abrufen, die lokal auf den CAs bzw. im Fall einer Unternehmens-CA zum Teil in Active Directory gespeichert sind.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen: Local Administrators der CA

Häufigkeit: Bei Bedarf

Erforderliche Technologien: Certutil.exe

Aufgabendetails

Dokumentieren Sie die folgenden Informationen:

CA-Registrierungsinformationen

CA-Zertifikatinformationen

CA-Berechtigungen

Der CA zugewiesene Vorlagen

CA-CPS

Erfassen Sie diese Konfigurationsinformationen mithilfe der folgenden Befehle:

So zeigen Sie die CA-Registrierungsinformationen an

Certutil -getreg

Certutil -getreg CA

So zeigen Sie das aktuelle CA-Zertifikat an

certutil -f -ca.cert %temp%\CAcert.cer > nul && certutil -dump %temp%\CACert.cer

Hinweis: Einige dieser Befehle erstrecken sich über mehrere Zeilen, sie sollten jedoch in Form einer einzigen Zeile eingegeben werden.

Es gibt kein Tool, mit dem die vollständigen CA-Berechtigungsinformationen in nutzbarer Form exportiert werden können. Sie können jedoch ein ADSI-Skript erstellen, um alle Berechtigungen richtig zu erfassen und anzuzeigen. Anderenfalls müssen Sie diese Informationen manuell dokumentieren.

So zeigen Sie die derzeit der CA zugewiesenen Vorlagen an

Certutil -CATemplates

Die CA-CPS-Datei sollte mithilfe einer geeigneten Versionskontrolle gewartet werden, so dass die Zertifikatverwendungserklärung, die zu einem bestimmten Zeitpunkt in Kraft war, auf einfache Weise identifiziert und abgerufen werden kann.

Sammeln von Informationen über Gruppen der Zertifizierungsstellen- und PKI-Verwaltung

Bei der Mitgliedschaft in den Verwaltungsgruppen der PKI handelt es sich um äußerst wichtige Konfigurationsinformationen, da diese Gruppen die Kontrolle über alle Aspekte der CAs und der PKI des Unternehmens haben.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen: Domänenbenutzer

Häufigkeit: Bei Bedarf

Erforderliche Technologien: Net.exe

Aufgabendetails

Listen Sie die aktuellen Mitglieder für alle Administrationsgruppen der PKI und CAs auf, und dokumentieren Sie sie. Wenn Mitglieder selbst eine eigenständige Gruppe darstellen (zu erkennen am Sternchen vor dem Namen), listen Sie ebenfalls die Mitgliedschaften dieser Gruppen auf. Die vollständige Liste muss alle Benutzer aufführen, die Mitglieder der PKI-Gruppen sind.

Die Standardgruppen sind:

Enterprise PKI Admins

Enterprise PKI Publishers

CA Admins

Certificate Managers

CA Auditors

CA Backup Operators

Darüber hinaus sollten Sie alle ggf. von Ihnen erstellten Gruppen aufnehmen.

So listen Sie die Mitglieder der einzelnen Gruppen auf

Net groups Gruppenname /Domäne

Sammeln von Konfigurationsinformationen der Zertifikatclients

Diese Aufgabe bezieht sich auf Clientkonfigurationsinformationen, die mithilfe von Gruppenrichtlinien bereitgestellt werden. Wenn Sie PKI-bezogene Clienteinstellungen auf andere Weise bereitstellen, zum Beispiel mithilfe von SMS oder Anmeldeskripts, müssen Sie diese Methoden ebenfalls dokumentieren.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen: Administrator mit Berechtigungen zur Verwaltung von Gruppenrichtlinienobjekten

Häufigkeit: Bei Bedarf

Erforderliche Technologien: Gruppenrichtlinien-Verwaltungskonsole

Aufgabendetails

Verwenden Sie die Gruppenrichtlinien-Verwaltungskonsole (Group Policy Management Console, GPMC), um die PKI-Clientkonfigurationsinformationen zu sammeln und aufzulisten. Informationen zu Erhältlichkeit und Verwendung der GPMC finden Sie in den Literaturhinweisen unter "Weitere Informationen".

Veröffentlichungsverwaltung

Die Hauptaufgabe der Veröffentlichungsverwaltung besteht in der Einfügung der Software- und Hardwareveröffentlichungen in die verwalteten IT-Umgebungen. Meist schließt dies die Produktionsumgebung und die verwalteten Vorproduktionsumgebungen ein. In der Veröffentlichungsverwaltung werden die Arbeit des für die Veröffentlichungsentwicklung/-Projektierung verantwortlichen Teams und des für die Bereitstellung der Veröffentlichung in die Produktion verantwortlichen Teams koordiniert.

Dieser Abschnitt befasst sich mit den häufigsten Änderungen Hinzufügen, Ändern und Entfernen von Zertifikatstypen (mithilfe von Zertifikatsvorlagen). Andere Änderungen sollten Sie ebenfalls anhand der hier vorgestellten Systematik veröffentlichen, beispielsweise:

Änderungen an der PKI-Konfiguration. Beispielsweise Vorlagen und OIDs.

Änderungen an der CA-Konfiguration. Lokale Registrierung sowie Active Directory-Einstellungen in Registrierungsobjekten.

Änderungen an der Clientkonfiguration. GPO-Änderungen

Alle Veröffentlichungsverfahren folgen dem nachstehend aufgezeigten Prozess:

1.

Vorbereiten der Änderungsveröffentlichung Sichern der aktuellen Konfiguration

2.

Kontrolliertes Testen der Änderung

3.

Kontrolliertes Rollout der Änderung an eine begrenzte Anzahl von Benutzern oder Computern

4.

Zurücknahme der Änderung, falls Probleme auftreten Active Directory und CA-Konfiguration

Veröffentlichen einer neuen Zertifikatsvorlage

Die Einführung eines neuen Zertifikatstyps stellt eine signifikante Veränderung der IT-Umgebung dar, daher muss die Veröffentlichung auf kontrollierte und reversible Weise durchgeführt werden.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen:

Enterprise PKI Admins

CA Admins

Häufigkeit: Bei Bedarf

Erforderliche Technologien:

MMC-Snap-In für Zertifizierungsstellen

MMC-Snap-In für Zertifikatsvorlagen

Je nach Aufgabe auch weitere Tools

Aufgabendetails

Im Folgenden wird das Verfahren für die Veröffentlichung einer neuen Zertifikatsvorlage in die Produktionsumgebung beschrieben:

So veröffentlichen Sie eine neue Zertifikatsvorlage

1.

Sichern Sie die vorhandene Zertifikatsvorlagenkonfiguration. Diese Sicherung kann im Rahmen der normalen Active Directory-Sicherung erfolgen oder mit dem unter "Exportieren einer Zertifikatsvorlage aus Active Directory" beschriebenen Verfahren durchgeführt werden.

2.

Erstellen Sie eine neue Vorlage gemäß den Anweisungen unter "Hinzufügen einer Zertifikatsvorlage".

3.

Entfernen Sie alle Standardberechtigungen zur Registrierung und Autoregistrierung, die Gruppen gewährt wurden (suchen Sie nach Objekten wie beispielsweise "Authentifizierte Benutzer" und "Domänenbenutzer"). Erstellen Sie die Zertifikatsregistrierungsgruppe (und/oder Autoregistrierungsgruppe) für die Vorlage gemäß den Anweisungen unter "Erstellen von Gruppen zur Registrierung von Zertifikatsvorlagen".

4.

Fügen Sie die neue Zertifikatsvorlage zur ausstellenden CA hinzu. Wenn Sie kein CA Administrator sind, müssen Sie sich als Mitglied dieser Gruppe anmelden (oder den Befehl "runas" ausführen) und die Zertifizierungsstellen-MMC ausführen. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Ordner "Zertifikatvorlagen", und wählen Sie Neu und Auszustellende Zertifikatvorlage aus. Fügen Sie die Vorlage zur Liste hinzu.

5.

Fügen Sie Testbenutzer oder -Computer zur Zertifikatsregistrierungsgruppe hinzu. Gehen Sie dabei gemäß dem Verfahren unter "Aktivieren der Registrierung (oder Autoregistrierung) eines Zertifikatstyps für einen Benutzer oder Computer" vor.

6.

Testen Sie die Registrierung des neuen Zertifikatstyps, um sicherzustellen, dass sie wie erwartet verläuft.

7.

Testen Sie die Funktionalität des Zertifikats, um sich zu vergewissern, dass es erwartungsgemäß funktioniert.

8.

Fügen Sie nach erfolgreichem Abschluss der Tests die endgültigen Benutzer, Computer oder Sicherheitsgruppen der Produktionsumgebung zu den Zertifikatsregistrierungsgruppen gemäß den Anweisungen unter "Aktivieren der Registrierung (oder Autoregistrierung) eines Zertifikatstyps für einen Benutzer oder Computer" hinzu.

9.

Sollte die neue Vorlage alte Vorlagen ablösen, entfernen Sie die alten Vorlagen mithilfe des MMC-Snap-Ins für Zertifizierungsstellen aus der ausstellenden CA, damit niemand mehr diese abgelösten Zertifikatstypen registrieren kann. Entfernen Sie die Vorlage jedoch erst aus dem Verzeichnis, wenn alle Empfänger den neuen Zertifikatstypen erhalten haben.

10.

Aktualisieren Sie gegebenenfalls Ihre CPS mit der neuen Funktionalität.

Zu einer älteren Version einer Vorlage zurückzukehren ist relativ einfach, solange Sie diese noch nicht gelöscht haben. Sollten Sie die abgelöste Vorlage gelöscht haben, müssen Sie sie anhand einer Sicherungskopie wiederherstellen, indem Sie entweder eine autorisierende Wiederherstellung von Active Directory durchführen oder das unter "Speicherverwaltung" beschriebene Verfahren zum Ex- und Import verwenden ("Exportieren einer Zertifikatsvorlage aus Active Directory" und "Importieren einer Zertifikatsvorlage in Active Directory").

So nehmen Sie das Hinzufügen einer neuen Vorlage zurück

1.

Wenn Ihre neue Vorlage keine alten Vorlagen ablöst, können Sie sie einfach löschen.

2.

Falls Sie Vorlagen, die von dieser Vorlage abgelöst werden, gelöscht haben, müssen Sie diese zunächst wiederherstellen. Führen Sie die unter "Importieren einer Zertifikatsvorlage in Active Directory" beschriebenen Schritte aus. Sie müssen die Vorlagenberechtigungen wie in diesem Verfahren beschrieben wiederherstellen.

Veröffentlichen einer neuen Zertifikatverwendungserklärung

Wenn Sie eine CPS veröffentlichen, müssen Sie diese aktualisieren, damit sie den jeweils aktuellen Zertifikatsrichtlinien und -Verwendungen in Ihrem Unternehmen entspricht.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen: Administrator mit Änderungsberechtigungen an der CPS auf dem Webserver

Häufigkeit: Bei Bedarf

Erforderliche Technologien: Text- oder HTML-Editor, je nach Format der CPS

Aufgabendetails

Die CPS wird normalerweise in Form einer Text- oder HTML-Datei auf einem Web- oder Dateiserver gespeichert. Wenn mehrere CAs dieselbe CPS verwenden, verweisen standardmäßig alle CAs auf dieselbe Datei.

So veröffentlichen Sie eine neue CPS

1.

Sichern Sie die vorhandene CPS.

2.

Nehmen Sie die benötigten Änderungen an einer Offlinekopie vor.

3.

Ersetzen Sie die CPS.

4.

Führen Sie einen Test durch, um sicherzustellen, dass die neue CPS von Clients, die die normalerweise bedienten Plattformtypen und Standorte emulieren, gelesen werden kann.

Veröffentlichen einer Vorlagenaktualisierung

Hier wird beschrieben, wie Sie eine veröffentlichte Zertifikatsvorlage kontrolliert und umkehrbar aktualisieren.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen: Enterprise PKI Admins

Häufigkeit: Bei Bedarf

Erforderliche Technologien:

MMC-Snap-In für Zertifikatsvorlagen

Je nach Aufgabe auch weitere Tools

Aufgabendetails

Ändern Sie eine Vorlage nur dann, wenn es sich um geringfügige Änderungen handelt, die keine bedeutenden Konsequenzen für die Zertifikatbenutzer haben. Die Auswirkungen von Zertifikatsänderungen sind schwieriger zu kontrollieren, und es ist wesentlich komplizierter, diese zurückzunehmen, als eine neue Vorlage zu erstellen.

So veröffentlichen Sie eine Zertifikatsvorlagenaktualisierung

1.

Exportieren Sie die aktuelle Vorlage nach dem unter "Exportieren einer Zertifikatsvorlage aus Active Directory" beschriebenen Verfahren in einer Datei.

2.

Melden Sie sich als Gruppe der Enterprise PKI Admins an, und laden Sie das Zertifikatsvorlagen-Snap-In in eine MMC. Nehmen Sie die Änderungen an der Vorlage wie in "Aktualisieren einer Zertifikatsvorlage" beschrieben vor.

3.

Aktualisieren Sie Ihre CPS, und führen Sie ggf. die unter "Veröffentlichen einer neuen Zertifikatverwendungserklärung" aufgeführten Schritte aus.

So nehmen Sie die Zertifikatsvorlagenaktualisierung zurück

Führen Sie die unter "Importieren einer Zertifikatsvorlage in Active Directory" (im Abschnitt "Speicherverwaltung") beschriebenen Schritte aus.

Veröffentlich der Entfernung einer Vorlage

Wenn eine Zertifikatsvorlage nicht mehr benötigt wird, können Sie sie der aktiven Nutzung entziehen oder aus dem Verzeichnis löschen.

Zusammenfassung

Sicherheitsanforderungen: Enterprise PKI Admins

Häufigkeit: Bei Bedarf

Erforderliche Technologien:

MMC-Snap-In für Zertifizierungsstellen

Je nach Aufgabe auch weitere Tools

Aufgabendetails

Das Verfahren zum Entzug einer Zertifikatsvorlage aus der aktiven Nutzung ist relativ einfach, weil es leicht rückgängig zu machen ist. Das Entfernen der Vorlage aus dem Verzeichnis ist ein wenig problematischer, da die Vorlage zurückimportiert werden muss, um die Änderung rückgängig zu machen.

So entziehen Sie eine Zertifikatsvorlage der aktiven Nutzung

1.

Entfernen Sie die Vorlage aus der ausstellenden CA, wie unter "Entfernen einer Zertifikatsvorlage" beschrieben.

2.

Aktualisieren Sie Ihre CPS, und führen Sie ggf. die unter "Veröffentlichen einer neuen Zertifikatverwendungserklärung" aufgeführten Schritte aus.

-So nehmen Sie das Entziehen einer Vorlage aus der aktiven Nutzung zurück

1.

Melden Sie sich als CA Administrator an, und fügen Sie die Vorlagen mithilfe des MMC-Snap-ins für Zertifizierungsstellen wieder den ausstellenden CAs hinzu.

2.

Aktualisieren Sie Ihre CPS, und führen Sie ggf. die unter "Veröffentlichen einer neuen Zertifikatverwendungserklärung" aufgeführten Schritte aus.

So entfernen Sie eine Zertifikatsvorlage vollständig aus dem Verzeichnis

1.

Dieses Verfahren sollte erst durchgeführt werden, nachdem Sie die Vorlage erfolgreich der aktiven Nutzung entzogen und sichergestellt haben, dass keine davon abhängige Anwendung beeinträchtigt wird.

2.

Exportieren Sie die aktuelle Vorlage nach dem unter "Exportieren einer Zertifikatsvorlage aus Active Directory" beschriebenen Verfahren in eine Datei.

3.

Folgen Sie den Anweisungen unter "Entfernen einer Zertifikatsvorlage", um die Vorlage aus dem Verzeichnis zu löschen.

So nehmen Sie das Entfernen einer Vorlage aus dem Verzeichnis zurück

Folgen Sie den unter "Importieren einer Zertifikatsvorlage in Active Directory" beschriebenen Schritten zum Re-Importieren von gelöschten Vorlagen.

Problembehandlung

Die Problembehandlung findet in den SMFs "Vorfall- und Problemverwaltung" Anwendung. Die Vorfallverwaltung befasst sich mit dem schnellstmöglichen Wiederherstellen eines Dienstes. Bei der Problemverwaltung wird eher versucht, die eigentlichen Ursachen für Vorfälle zu identifizieren und ein erneutes Auftreten dieser Probleme zu verhindern.

Dieser Abschnitt ist eng mit den unter "Aufgaben Support" beschriebenen Aufgaben verzahnt. Viele der hier beschriebenen Lösungsansätze beziehen sich direkt auf die dort vorgestellten Verfahren.

Dieser Abschnitt enthält die am häufigsten auftretenden Supportvorfälle sowie Verfahren zur Behandlung der zugrunde liegenden Probleme. Der Schwerpunkt liegt jedoch zunächst auf der schnellstmöglichen Wiederherstellung der betroffenen Dienste. In manchen Fällen handelt es bei dem Problembehandlungsverfahren lediglich um einen Verweis auf ein Supportverfahren. In anderen Fällen hingegen sind komplexere Diagnoseverfahren erforderlich.

Die folgende Tabelle führt einige der wichtigsten Supportvorfälle sowie Verfahren zu ihrer Behandlung auf. Die Spalte Supportverfahren enthält die erforderlichen Schritte. Diese Schritte sind im Abschnitt "Aufgaben Support" genauer beschrieben. Sollte kein Verfahren aufgeführt sein, lesen Sie das entsprechende Diagnoseverfahren zu dem jeweiligen Problem (im nächsten Abschnitt).

Tabelle 11.15: Wichtigste Supportvorfälle

VorfallBeschreibungSupportverfahren

Server antwortet nicht

Software antwortet nicht auf Clientanfragen oder administrative Tools.

Neustarten der Zertifikatsdienste
oder
Neustarten des Zertifizierungsstellenservers

Veröffentlichung der CRL fehlgeschlagen

CRL wurde von der CA ausgestellt, aber die aktuelle Version der CRL wurde nicht in Active Directory und/oder im Web veröffentlicht.

Siehe nachfolgendes Problembehandlungsverfahren.

CRL nicht ausgestellt

Aktualisierte CRL wurde von der CA nicht ausgestellt.

Siehe das nachfolgende erweiterte Verfahren zur Problembehandlung.

Client kann Zertifikat nicht registrieren

Clientregistrierungsanforderung ist fehlgeschlagen.

Siehe das nachfolgende erweiterte Verfahren zur Problembehandlung.

Client kann Zertifikat nicht registrieren

Automatische Clientregistrierungsanforderung ist fehlgeschlagen.

Siehe das nachfolgende erweiterte Verfahren zur Problembehandlung.

Installation eines Sicherheitsupdates, das einen Neustart erfordert

Es wurde ein Sicherheitspatch installiert, der den Neustart von Windows erfordert.

Neustarten des Zertifizierungsstellenservers

Dauerhafter Serverausfall

Hard- oder Softwarefehler erzwingen Wiederherstellung des Systems.

Wiederherstellen der CA aus einer Sicherung

Verwaistes Zertifikat muss gesperrt werden

Nach der Wiederherstellung einer CA sind alle Zertifikate, die seit der letzten Sicherung ausgestellt wurden, nicht mehr in der Datenbank. Sie können nicht auf herkömmlichem Wege gesperrt werden.

Sperren eines verwaisten Zertifikats

Server kann nicht rechtzeitig zur Herausgabe einer CRL oder eines Zertifikats wiederhergestellt werden

Die CRL oder das Zertifikat müssen mit dem Schlüssel der CA neu signiert werden, um die jeweilige Gültigkeitsdauer zu verlängern.

Reihenfolge der Aufgaben:
1. Wiederherstellen des Zertifizierungsstellen-Zertifikats auf einem temporären Computer
2. Neusignieren einer Zertifikatssperrliste oder eines Zertifikats

Sicherheit des Zertifikats der Endeinheit ist gefährdet

Privater Zertifikatschlüssel wurde verloren, weitergegeben oder ist anderweitig gefährdet.

Sperren eines Endeinheitszertifikats

Sicherheit des Zertifikats der ausstellenden CA ist gefährdet

CA-Zertifikatschlüssel wurde verloren, weitergegeben oder ist anderweitig gefährdet.

Sperren und Ersetzen eines Zertifikats einer ausstellenden Zertifizierungsstelle

Sicherheit des Zertifikats der Stamm-CA ist gefährdet

Privater CA-Zertifikatschlüssel wurde verloren, weitergegeben oder ist anderweitig gefährdet.

Sperren und Ersetzen eines Zertifikats der Stammzertifizierungsstelle

Erweiterte Verfahren zur Problembehandlung

In diesem Abschnitt werden Verfahren zur Problembehandlung beschrieben, die Ihnen möglicherweise bei der Diagnose und Lösung einiger der in der obigen Tabelle aufgeführten Probleme helfen. Die Verfahren beziehen sich auf folgende häufige Probleme:

Probleme bei der Veröffentlichung von Zertifikatssperrlisten

CRL nicht ausgestellt

Clients können nicht registrieren

Clients können ein Zertifikat nicht automatisch registrieren

Probleme bei der Veröffentlichung von Zertifikatssperrlisten

Probleme beim Veröffentlichen einer CRL werden durch eine Warnung angezeigt, die vom Skript CheckCRLs generiert wird; eine Beschreibung finden Sie im Abschnitt "Dienstüberwachung und -steuerung". Diese Warnmeldung wird ausgelöst, wenn eine CRL nicht rechtzeitig an Active Directory und/oder Webserver veröffentlicht wird. Anwendungen, die Sperrüberprüfungen erfordern, arbeiten fehlerhaft, wenn dieser Fehler nicht behoben wird.

Untersuchen Sie den von CheckCRLs generierten Ereignisprotokolleintrag. Dieser Eintrag sollte genauer aussagen, worin das Problem besteht und zu welcher CA der problematische CDP bzw. die CRL gehört. Folgende Ursachen sind möglich:

Eine aktuelle CRL wurde von der CA nicht ausgestellt. Dieser Fehler weist auf ein Problem mit der CA hin.

Die CRL wurde ausgestellt, jedoch auf einer oder mehreren CDPs nicht ordnungsgemäß veröffentlicht. Dieser Fehler kann auf ein Problem mit der CA, mit der Kommunikation zwischen CA und CDP oder mit dem CDP-Dienst (Active Directory oder IIS) hinweisen.

Die CRL wurde erstellt und veröffentlicht, kann jedoch von mindestens einem CDP nicht abgerufen werden. Dieser Fehler weist auf ein Problem mit dem CDP-Dienst hin.

So beheben Sie Probleme beim Veröffentlichen einer CRL

1.

Melden Sie sich auf der problematischen CA an, und überprüfen Sie, ob die CRL auf der ausstellenden CA aktuell ist. Geben Sie die folgenden Befehle ein, um die CRL der CA anzuzeigen (für den ersten Befehl müssen Sie Mitglied der Gruppe CA Admins sein).

Certutil -getCRL %temp%\CA.crl

Certutil -dump %temp%\CA.crl

2.

Wenn die CRL veraltet ist, folgen Sie den Schritten im Abschnitt "CRL nicht ausgestellt" weiter unten.

3.

Öffnen Sie das Tool zur Zustandsüberwachung von PKI, und überprüfen Sie die CDP-Einträge für die wahrscheinlich fehlerhafte CA. Das Tool zeigt alle nicht verfügbaren CDPs und abgelaufenen CRLs an. (Es werden jedoch keine Warnungen zu CRLs angezeigt, die noch nicht abgelaufen sind, aber längst hätten erneuert werden sollen; d. h. wenn das Datum für die Nächste Sperrlistenveröffentlichung abgelaufen ist.)

Hinweis: Das Tool zur Zustandsüberwachung von PKI ist im Windows Server 2003 Resource Kit verfügbar, auf das am Ende dieses Kapitels verwiesen wird.

4.

Wenn CDPs als nicht verfügbar angezeigt werden, müssen Sie den Veröffentlichungsdienst für diesen CDP überprüfen.

5.

Wenn (im Ereignisprotokoll) ein Fehler mit LDAP CDP angezeigt wird, überprüfen Sie die Verbindung zum Active Directory-Domänencontroller der CA mithilfe des DCDiag-Tools aus den Supporttools von Windows Server 2003. Mit diesem Tool können Sie feststellen, ob ein Problem mit dem Domänencontroller oder der CA-Verbindung zum Domänencontroller besteht. Gehen Sie allen Fehlern nach.

6.

Überprüfen Sie Berechtigungen auf dem CDP-Container der CA mithilfe des MMC-Snap-Ins "Active Directory-Standorte und -Dienste". (Ersetzen Sie in "cn=CDP,cn=Public Key Services,cn=Services, cn=Configuration,DC=woodgrovebank,DC=com" die kursiv angezeigten Elemente durch den DN der Stammdomäne Ihrer Gesamtstruktur.)

7.

Erstellen Sie ein temporäres Konto, und fügen Sie es der Gruppe "Zertifikat-Herausgeber" hinzu. Melden Sie sich unter diesem Konto an, und versuchen Sie, die in Schritt 1 abgerufene CRL manuell an das Verzeichnis zu veröffentlichen. Führen Sie folgenden Befehl aus:

certutil -dspublish CA.crl CAHostnameCAAntragstellername.

Aus der Ausgabe dieses Befehls lässt sich ersehen, ob die CAs über ausreichende Berechtigungen verfügen, um in Active Directory zu veröffentlichen.

8.

Wenn (im Ereignisprotokolleintrag) ein Fehler mit HTTP CDP ausgewiesen wird, überprüfen Sie den entsprechenden IIS-Server. Überprüfen Sie die Verbindungen und Berechtigungen. Führen Sie das Skript zum Veröffentlichen von CRLs auf dem IIS-Server manuell aus (siehe "Veröffentlichen der Zertifikatssperrliste der ausstellenden Zertifizierungsstelle auf dem Webserver" im Abschnitt "Aufgaben Betrieb"), und überprüfen Sie, ob Fehler auftreten. Verwenden Sie für diese Aufgabe möglichst das/die gleiche Konto/Gruppe wie die CA.

9.

Wenn die CRLs erfolgreich an die CDP-Dienste veröffentlicht werden und das PKI-Zustandsüberwachungstool dennoch einen Fehler anzeigt, weist dies auf ein Problem mit dem CDP-Dienst (Active Directory oder IIS selbst) hin. Die Problembehandlung dieser Dienste wird in diesem Dokument nicht behandelt.

CRL nicht ausgestellt

Diese Situation tritt im normalen Betrieb höchstwahrscheinlich nicht auf. Eine CA kann eine CRL normalerweise immer lokal (im Systemordner %windir%\system32\certsrv\certenroll) veröffentlichen, sofern Sie diese Funktion nicht deaktiviert haben. Sofern Sie den lokalen Veröffentlichungspfad nicht umkonfiguriert haben, besteht möglicherweise ein ernstes Problem mit der CA. Führen Sie das folgende Problembehandlungsverfahren durch, um die Ursache des Problems zu bestimmen. Dieses Verfahren ist zwar auf Probleme mit CRLs abgestimmt, die meisten Schritte können jedoch auch für die Problembehandlung allgemeiner Probleme mit den Zertifikatsdiensten verwendet werden.

So behandeln Sie Probleme mit der CRL-Ausstellung

1.

Überprüfen Sie die Ereignisanzeige auf Fehler in den Zertifikatsdiensten.

2.

Melden Sie sich als CA Administrator an, und versuchen Sie, die Ausstellung einer CRL manuell zu erzwingen:

Certutil -CRL

3.

Sollte dieser Schritt fehlschlagen, überprüfen Sie das Ereignisprotokoll auf neue Fehlermeldungen.

4.

Überprüfen Sie das CA-Zertifikat und alle anderen Zertifikate in der Kette bis hin zur Stamm-CA auf Probleme, z. B. auf abgelaufene oder gesperrte Zertifikate.

5.

Stellen Sie sicher, dass Sie eine CRL oder ein Zertifikat mit dem CA-Schlüssel neu signieren können (siehe "Neusignieren einer Zertifikatssperrliste oder eines Zertifikats zur Verlängerung der Gültigkeitsdauer" im Abschnitt "Aufgaben Support").

6.

Starten Sie die CA neu, und wiederholen Sie diese Schritte.

7.

Sollte die CRL immer noch nicht ausgestellt werden, aktivieren Sie die Debug-Protokollierung (siehe "Protokollieren von Zertifikatsdiensten" später in diesem Kapitel). Stellen Sie die CRL erneut aus, und überprüfen Sie das Ereignisprotokoll auf Fehler.

Clients können nicht registrieren

Führen Sie dieses Verfahren durch, um Probleme mit der Zertifikatsregistrierung zu diagnostizieren.

So diagnostizieren Sie Probleme mit der Zertifikatsregistrierung

1.

Stellen Sie sicher, dass die Zertifikatsvorlage einer CA zugewiesen wurde.

2.

Stellen Sie sicher, dass der Computer oder Benutzer über ausreichende Berechtigungen zur Registrierung von Zertifikaten auf der CA verfügt.

3.

Vergewissern Sie sich, dass die Vorlage dem Typ des Antragstellers entspricht. Benutzervorlagen können nur von Benutzern registriert werden, Computervorlagen nur von Computern.

4.

Stellen Sie sicher, dass die CA über Zugriff auf die von ihr oder übergeordneten CAs ausgestellten CRLs verfügt. Die CA überprüft vor der Ausstellung eines Zertifikats, ob dieses gesperrt ist.

5.

Stellen Sie sicher, dass die Zertifikatsvorlage nicht die Verwendung von CSPs erzwingt, die für den Antragsteller nicht verfügbar sind. Beispiele: Smartcard-CSPs für einen Computer, oder RSA SChannel-CSP für Benutzer ohne Smartcard.

6.

Stellen Sie sicher, dass die Zertifikatsvorlage nicht das Ausfüllen der Felder Antragsteller oder Alternativer Antragstellername erfordert, die in Active Directory nicht vorhanden sind. Ein häufig auftretendes Problem besteht darin, dass die E-Mail-Adresse im Antragstellernamen angegeben werden muss, das E-Mail-Feld im Active Directory-Objekt des Benutzers jedoch nicht vollständig ausgefüllt wurde.

Clients können ein Zertifikat nicht automatisch registrieren

Eine vollständige Anleitung zu den Grundlagen und der Problembehandlung im Zusammenhang mit der Autoregistrierung finden Sie in dem Artikel "Certificate Autoenrollment in Windows XP" (in englischer Sprache), auf den am Ende dieses Kapitels verwiesen wird.

Überprüfen Sie, dass ein Client das Zertifikat, dass automatisch registriert werden soll, auch manuell registrieren kann. Laden Sie das MMC-Snap-In für Zertifikate, und fordern Sie ein neues Zertifikat an. Wenn der Zertifikatstyp nicht angezeigt wird oder wenn bei der Registrierung ein Fehler angezeigt wird, folgen Sie den Schritten im Abschnitt "Clients können nicht registrieren".

Sollte eine manuelle Registrierung möglich sein, fahren Sie mit den folgenden Schritten fort:

1.

Stellen Sie sicher, dass das richtige Betriebssystem verwendet wird. Die Autoregistrierung von Computerzertifikaten wird nur von Windows 2000 und höher unterstützt. Die Autoregistrierung von Benutzerzertifikaten wird nur von Windows XP und Windows Server 2003 unterstützt.

2.

Stellen Sie sicher, dass der Benutzer oder Computer über Berechtigungen zur Autoregistrierung der entsprechenden Zertifikatsvorlage verfügt.

3.

Stellen Sie sicher, dass die Gruppenrichtlinieneinstellung für die Autoregistrierung richtig konfiguriert ist. Damit die Autoregistrierung fehlerfrei funktioniert, muss das GPO (Group Policy Object, Gruppenrichtlinienobjekt) für die Autoregistrierung Vorrang vor allen anderen GPOs haben. Wenn das GPO für die Autoregistrierung beispielsweise auf Domänenebene erstellt wurde, muss es eine höhere Priorität als die Standarddomänenrichtlinie haben. Sie können den Vorrang von GPOs mit dem MMC-Snap-In "Richtlinienergebnissatz" überprüfen.

4.

Stellen Sie sicher, dass die Zertifikatsvorlage keine manuelle Genehmigung oder Signaturen der Registrierungsautorität erfordert. Zertifikatsanforderungen, die die Genehmigung der Zertifikatverwaltung erfordern, werden zur Genehmigung weitergeleitet; das Zertifikat wird jedoch erst dann an den Benutzer ausgestellt, wenn eine manuelle Genehmigung erfolgt ist. Anforderungen, die Signaturen der Registrierungsautorität erfordern, werden abgelehnt, da kein Mechanismus vorhanden ist, um zusätzliche Signaturen zu einer Autoregistrierungsanforderung hinzufügen.

5.

Stellen Sie sicher, dass die Zertifikatsvorlage keine Antragstellerinformationen erwartet, die mit der Anforderung geliefert werden. Der Antragsteller (und der alternative Antragsteller) für automatisch registrierte Zertifikate muss von der CA festgelegt werden.

Tools und Techniken zur Problembehandlung

In diesem Abschnitt werden einige Tools behandelt, die Ihnen bei der Diagnose und Lösung von PKI-Problemen helfen. Hier werden außerdem die Protokolle der Zertifikatsdienste beschrieben und erläutert, wie Sie detailliertere Protokollierung für Zertifikatsdienste und Clientautoregistrierung aktivieren können.

PKI-Zustand

Hierbei handelt es sich um ein Tool zur Diagnose von Problemen im Zusammenhang mit AIA oder CDP, das eine Ansicht aller CAs im Unternehmen erstellt. Es ist sehr hilfreich für die Diagnose von Konnektivitäts- sowie CDP- und AIA-Veröffentlichungsproblemen. Darüber hinaus ermöglicht es Ihnen, die vom CDP oder von AIA referenzierten Zertifikate zu downloaden und anzuzeigen. Das Tool ist im Rahmen des Windows Resource Kit verfügbar.

Certutil

Certutil ist das wichtigste Tool zur Verwaltung und Problembehandlung von Windows-CAs. Eine Beschreibung der Hauptverwendungszwecke dieses Tools finden Sie im Whitepaper "Using Certutil.exe to Manage and Troubleshoot Certificate Services" (in englischer Sprache), auf das am Ende dieses Kapitels verwiesen wird.

Es stehen jedoch eine Reihe weiterer Optionen für zahlreiche Verwaltungs- und Diagnosezwecke zur Verfügung, die in diesem Whitepaper nicht behandelt werden. Die vollständige Liste der verfügbaren Certutil-Aktionen (und Verben) können Sie aufrufen, indem Sie den Befehl mit dem Parameter "-?" eingeben. Wenn Sie dabei das Verb angeben, zu dem Sie mehr Informationen benötigen, wird eine detaillierte Syntax für diese Aktion dargestellt. Beispiel:

Certutil -dsPublish -?

Weitere Diagnosetools

Weitere nützliche Diagnose- und Verwaltungstools:

Certreq.exe. Hiermit können Sie Zertifikatsanforderungen über die Befehlszeile erstellen, übermitteln und empfangen.

DCDiag.exe. Hilfreich bei der Diagnose von Active Directory-Problemen, die möglicherweise Auswirkungen auf die CAs haben.

Protokollierung der Zertifikatsdienste

Die Zertifikatsdienste und zugehörigen Tools generieren eine Reihe verschiedener Protokolle, die für die Problembehandlung von unschätzbarem Wert sein können.

Zertifikatsdienste (der eigentliche CA-Prozess) schreiben an %systemroot%\certsrv.log (wenn Debug-Protokollierung aktiviert ist)

Certutil.exe schreibt an %SystemRoot%\certutil.log.

Die Zertifizierungsstellen-MMC schreibt an %windir%\certmmc.log.

So aktivieren Sie die Debug-Protokollierung von Zertifikatsdiensten

Führen Sie folgenden Befehl aus:

certutil -setreg CA\Debug 0xffffffe3

Die Protokolleinträge werden in %windir%\certsrv.log gespeichert.

So deaktivieren Sie die Debug-Protokollierung

Führen Sie folgenden Befehl aus:

certutil -delreg CA\Debug

Protokollieren der Autoregistrierung

Sie müssen einen Registrierungseintrag hinzufügen, um die zusätzliche Protokollierung von Autoregistrierungsereignissen zu aktivieren. Die erweiterte Protokollierung wird für die Autoregistrierung von Benutzer- und Computerzertifikaten separat aktiviert.

So aktivieren Sie die Autoregistrierungsprotokollierung für Benutzer

1.

Erstellen Sie in der Registrierung einen neuen DWORD-Wert mit dem Namen AEEventLogLevel im Schlüssel HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Cryptography\Autoenrollment.

2.

Setzen Sie den Wert auf 0.

So aktivieren Sie die Autoregistrierungsprotokollierung für Computer

1.

Erstellen Sie in der Registrierung einen neuen DWORD-Wert mit dem Namen AEEventLogLevel im Schlüssel HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\Cryptography\Autoenrollment.

2.

Setzen Sie den Wert auf 0.

Hinweis: Alle Fehler werden automatisch protokolliert. Sie müssen die Registrierungsschlüssel für die Fehlerprotokollierung nicht aktivieren.

Konfigurationstabellen

Die folgenden Tabellen enthalten standort- und lösungsspezifische Konfigurationswerte, die von den Verfahren in diesem Kapitel verwendet werden. Diese Tabellen sind Teil der Planungskonfigurationstabellen in Kapitel 7, "Implementieren der Infrastruktur öffentlicher Schlüssel", und werden hier lediglich zu Referenzzwecken aufgeführt.

Tabelle 11.16: Benutzerdefinierte Konfigurationsobjekte

KonfigurationsobjektEinstellung

DNS-Name der Stammdomäne der Active Directory-Gesamtstruktur

woodgrovebank.com

DN der Stammdomäne der Gesamtstruktur

DC=woodgrovebank,DC=com

Servername der Stamm-CA

HQ-CA-01

Servername der ausstellenden CA

HQ-CA-02

X.500-CN der Stamm-CA

WoodGrove Bank Stamm-CA

X.500-CN der ausstellenden CA

WoodGrove Bank ausstellende CA 1

Vollqualifizierter Hostname des Webservers, der CA-Zertifikate und CRLs veröffentlicht

www.woodgrovebank.com

Tabelle 11.17: Durch die Lösung vorgegebene Konfigurationsobjekte

KonfigurationsobjektEinstellung

Administrators der Konfigurationscontainer für die PKI

Enterprise PKI Admins

Dürfen CRLs und CA-Zertifikate in Konfigurationscontainern des Unternehmens veröffentlichen

Enterprise PKI Publishers

Administrative Gruppe, die die CAs konfiguriert und wartet; sie steuert ebenfalls das Zuweisen aller anderen CA-Rollen und Erneuern der CA-Zertifikate

CA Admins

Administrative Gruppe, die Zertifikatregistrierungen und Sperranforderungen genehmigt; eine der höchsträngigen Rollen der CA

Certificate Managers

Administrative Gruppe zur Verwaltung der CA-Überwachung und Sicherheitsprotokolle

CA Auditors

Administrative Gruppe, die CA-Sicherungen verwaltet

CA Backup Operators

Name des virtuellen IIS-Verzeichnisses, das zur Veröffentlichung von CA-Zertifikaten und CRL-Informationen verwendet wird

pki

Physischer Pfad auf der ausstellenden CA für das virtuelle IIS-Verzeichnis

C:\CAWWWPub

Laufwerk und Pfad zur Speicherung von Zertifikatsdienste-Anforderungsdateien

C:\CAConfig

Laufwerk und Pfad Speicherort der Zertifikatsdienste-Datenbank

%SystemRoot%\System32\CertLog

Laufwerk und Pfad zur Speicherung von Zertifikatsdienste-Datenbankprotokollen

D:\CertLog

Pfad zu den Installationsskripts

C:\MSSScripts

Weitere Informationen

Ein aktualisiertes Dokument, Managing a Windows Server 2003 PKI, das auf dem vorliegenden Kapitel basiert, ist ebenfalls verfügbar unter www.microsoft.com/technet/prodtechnol/windowsserver2003/technologies/security/mngpki.mspx (in englischer Sprache).

Weitere Informationen zum MOF-Prozessmodell und zum MOF-Teammodell finden Sie auf der Microsoft Operations Framework-Webseite unter www.microsoft.com/technet/itsolutions/cits/mo/mof/default.mspx (in englischer Sprache).

Weitere Informationen zu Kapazitätseinschränkungen und den entsprechenden Leistungsindikatoren finden Sie im Microsoft Knowledge Base-Artikel Q146005, Optimieren der Leistung von Windows NT, unter http://support.microsoft.com/default.aspx?scid=146005.

Weitere Informationen zur MOM-Bereitstellung finden Sie im Microsoft Operations Manager 2000 (MOM) Service Pack 1 (SP1) Operations Guide, zum Download verfügbar unter www.microsoft.com/downloads/details.aspx?FamilyID=556A7746-75DF-4ACD-8CDE-26CB12148161&displaylang=en (in englischer Sprache).

Informationen zu weiteren betriebsbezogenen Aufgaben finden Sie auf der Seite Administer a certification authority unter http://www.microsoft.com/technet/prodtechnol/windowsserver2003/library/ServerHelp/4af2007c-a5be-4fae-86d1-311dd986e4e5.mspx (in englischer Sprache).

Weitere Informationen zur Verwaltung von Sicherheitspatches für die Microsoft-Plattform finden Sie in Improve Platform Manageability Best Practice: Security Patch Management unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=16284 (in englischer Sprache).

Informationen zur Patchverwaltung mit Microsoft SMS 2003 finden Sie in Patchverwaltung mit SMS 2003 unter www.microsoft.com/germany/sicherheit/guidance/modules/secmod199.mspx.

Informationen zur Patchverwaltung mit Microsoft SMS 2.0 finden Sie in Patch Management Using Microsoft Systems Management Server 2.0 unter www.microsoft.com/technet/itsolutions/techguide/msm/swdist/pmsms/20/pmsmsin.mspx (in englischer Sprache).

Informationen zur Patchverwaltung mithilfe der Microsoft Software Update Services finden Sie in Patch Management Using Microsoft Software Update unter www.microsoft.com/downloads/details.aspx?familyid=38d7e99b-e780-43e5-aa84-cdf6450d8f99 (in englischer Sprache).

Ausführliche Informationen zu Eigenschaften von Zertifikatsvorlagen finden Sie unter Understanding Certificate Templates in der Online-Produkthilfe unter http://www.microsoft.com/technet/prodtechnol/windowsserver2003/library/ServerHelp/9c7c21a5-9a52-4190-9294-4bc4a785a402.mspx (in englischer Sprache).

Informationen zum Download und der Verwendung der Gruppenrichtlinien-Verwaltungskonsole (Group Policy Management Console, GPMC) finden Sie in Enterprise Management with the Group Policy Management Console unter www.microsoft.com/windowsserver2003/gpmc/default.mspx (in englischer Sprache).

Weitere Informationen zur Problemen bei der CRL-Veröffentlichung finden Sie in Troubleshooting Certificate Status and Revocation unter www.microsoft.com/technet/prodtechnol/WinXPPro/support/tshtcrl.mspx (in englischer Sprache).

Das Tool zur Zustandsüberwachung von PKI (PKIView.msc) können Sie beziehen, indem Sie die Windows Server 2003 Resource Kit Tools an folgender Adresse herunterladen: www.microsoft.com/downloads/details.aspx?FamilyID=9d467a69-57ff-4ae7-96ee-b18c4790cffd&DisplayLang=en (in englischer Sprache).

Anweisungen zur Problembehandlung mit Certutil finden Sie im Whitepaper Using Certutil.exe to Manage and Troubleshoot Certificate Services unter www.microsoft.com/windows2000/techinfo/administration/security/certutil.asp (in englischer Sprache).

Eine vollständige Anleitung zu den Grundlagen und der Problembehandlung im Zusammenhang mit der Autoregistrierung finden Sie in dem Artikel Certificate Autoenrollment in Windows XP unter www.microsoft.com/technet/prodtechnol/winxppro/maintain/certenrl.mspx (in englischer Sprache).


**
In diesem Beitrag
**